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Planen gehört für mich zu einer erfolgreichen Bewältigung der Depression. Obwohl meine Pläne regelmäßig etwa aufgrund von Müdigkeitsattacken über den Haufen geworfen werden, hilft Planung mir, die grobe Richtung beizubehalten. Medikamentöse EinstellungIm gesundheitlichen Bereich wünsche ich mir, in zwei Jahren medikamentös optimal eingestellt zu sein. Bislang hat sich die Kombination aus Antidepressivum (Paroxtin) und Stimmungsstabilisator (Lamictal) gut gewährt. Kleinere Höhen und Tiefen gibt es nach wie vor noch, doch ist das eine Ausprägung der Krankheit Depression, mit welcher ich dauerhaft leben und umzugehen immer wieder aufs neue lernen muß. Erwerbsfähigkeit, Arbeit, SelbständigkeitWeiterhin möchte ich innerhalb des kommenden Jahres erreichen, arbeitsfähig in meinem Sinne zu sein. Außer in der Selbständigkeit sehe ich gegenwärtig keine Möglichkeit, Fuß auf dem Arbeitsmarkt fassen zu können. Erwerbsunfähigkeit wäre sicherlich eine Möglichkeit, doch halte ich mich hierzu noch für zu kraft- und schwungvoll, als daß ich selbst als erwerbsunfähig betrachte. Alleine, in das gewöhnliche Raster und Muster des Erwerbslebens mit der Tagesstruktur von 9 bis 17 fünf Tage die Woche zu arbeiten, passe ich einfach nicht kraft meiner Krankheit. Mentale, psychische GesundheitMental möchte ich mich weiter stabilisieren und wider die Depression immunisieren. Mich betrifft der tägliche Kampf wider die Depression genauso wie jeden anderen auch. Pure Freude am Leben habe ich nicht in dem Sinne, als daß ich einem Kinde gleich mit großen Augen durch die Welt ginge. Allerdings ist letzteres Bild meine Idealvorstellung. Nicht selten muß auch ich große Antriebshürden überwinden, um etwas Konstruktives pro Tag leisten zu können. Optimismus, „Ja, aber…“Erfolgsmerkmal nahezu sämtlicher erfolgreicher Personen der Geschichte war deren Optimismus. Weniger waren sie überzeugt, in jedem Bereich recht zu behalten oder richtig zu liegen, vielmehr waren sich diese Personen einig, trotz Fehlschlägen wieder auf den Füßen zu landen. Ganz gleich, ob Plan A nicht gut ausgehen würde, waren sie überzeugt, es mit Plan B versuchen zu wollen. Ausdauer spielt in diese Tugend mit hinein. Nicht aufgeben zu wollen, ist das Wesensmerkmal der Personen. Und so schwer es auch immer wieder fällt, und so sehr man auch immer wieder in diesem Bereich geprüft wird, so sehr bin ich dabei, mich dauerhaft auf Optimismus hin zu impfen. Bislang gründen sämtliche Erfolge der vergangenen Monate auf dieser Einstellung. Eng verwandt mit dem Optimismus ist das Gegenstück hierzu, die Ausrede „Ja, aber…“. Ja und Aber gibt es nicht. „Aber“ überwiegt und ist ein typisches Bremswort. Mit dem Fuß auf der Bremse kommt man nicht nur bildlich gesprochen aber nicht weiter. Kommende Woche soll die „Ja, aber…“-freie Woche sein für mich. Hierzu habe ich Zettel aufgehängt, die mich von der „Ja, aber…“-Einstellung hinweg zu tatkräftigeren Einstellungen führen werden. Sonstige ZieleMein größter Traum ist es, sonntags abends eine Woche im voraus planen zu können und davon auch den Großteil verwirklichen zu können. Bislang reicht es nicht einmal mehr für einen Tag. Zu sehr macht mir die Müdigkeit einen Strich durch die Rechnung. Gleichwohl gebe ich nicht auf, vgl. Optimismus. Wie sehen Deine persönlichen Ziele für die kommenden 365 Jahre aus?
Comments:
7 Comments posted on "Wie soll Dein Leben in einem Jahr aussehen?"
Susanne on May 20th, 2007 at 11:32 am #
Ich plane nicht, schon mal schaffe ich einige Tage, aber ich möchte nicht immer Medis nehmen, weil es durchaus sein kann, das die Depression sich abschwächt und ich keine mehr benötige.
small.town.witch on May 20th, 2007 at 1:45 pm #
Mhhh ja, Optimismus ist etwas, was mir völlig abgeht. Was steht auf deinen Zettel? Ich denke, das könnte für mich ein guter Anreiz sein, um auch mal was in dieser Richtung zu unternehmen.
Niki on May 21st, 2007 at 8:36 am #
Lieber René, ich drücke dir jedenfalls alle mentalen Daumen – schon auch im Voraus. Dein Planungen sind wohlformulierte Metaziele und wenn du, was du rational ja kannst, die passenden Kurz- und Mittelfrist-Kleinschritte = Ziele flexibel planen und umsetzen kannst, dann wirst du hoffentlich gut vorwärts tapseln. Wie hörte ich grade im ARD/ZDF-Morgenmagazin: „Lieber auf einem neuen Weg stolpern, als auf einem alten auf der Stelle treten.“ Du hast ja zumindest den – ja – großen Vorteil, früh erkannt zu haben, was deine Beladenheiten sind. Früher als ich das konnte. Optimismus – ein schönes Wort. Ich nehme wahr, dass Optimismus gestärkt und begleitet wird von ganz persönlichen emotionalen „Erfolgserlebnissen“. Daran hapert es bei mir seit langer Zeit und ohne diese komme ich auch nicht aus meiner fast apathischen Gleichgültigkeit heraus. Ein Zustand, in dem ich eigentlich keinerlei höheren Emotionen mehr wahrnehmen kann, seit 2004. Bei Emotionen orientiere ich mich an einer Skala der Emotionen (siehe: http://www.mcs-motivation.info/Dienstleistungen/Coaching_Facilitation/EQ-Testing/Skala_der_Emotionen/skala_der_emotionen.html). Aber, ich schaffe es zumindest, abstinent und relativ frei von suizidalen Gedanken zu existieren. Derzeit wünsch ich mir rational, dass daraus wieder ein Leben werden möge, emotional schau ich, dass die Tage vergehen und wenn ich könnte, würde ich dir einige Stunden Schlaf abnehmen, damit‘s bei mir mindesten 18/Tag würden. Liebe Grüße Niki
Norma on May 21st, 2007 at 11:16 am #
Hallo Rene, erst einmal wünsche ich dir viel Erfolg und Kraft beim Umsetzen deiner Ziele, die du dir gesetzt hast. Du leidest ja sehr unter deiner Müdigkeit und dem daraus resultierenden fehlenden Antrieb. Könnte es nicht an dem Lamictal liegen? Ich plane nicht so weit im voraus. Wünschen würde ich mir für die nächsten Monate, dass meine neuen Medikamente greifen. Was mir auch hilft ist, mir in der Mitte und am Ende des Tages bewußt zu machen, was ich trotz der Depression bewerkstelligt habe. Liebe Grüße
nastorseriessix on May 21st, 2007 at 2:13 pm #
Diese Fragen, wie es in einem Jahr aussieht oder in 1o Jahren, die hasse ich immer ganz besonders. Wüsste ich was in der Zukunft passiert, wäre ich schon lange Millionär.
Rene Kriest on May 21st, 2007 at 8:31 pm #
@niki
Rene Kriest on May 21st, 2007 at 8:38 pm #
@Norma Liebe Grüße, René Post a comment
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