Sinn und Zweck der Psychotherapie ist es, insbesondere Depressive auf psychologischer Ebene vor weiteren depressiven Episoden wirksam zu schützen. Ausgangspunkt der Psychotherapie ist die Beobachtung, daß das Denken das Handeln und vor allem Fühlen beeinflußt. Gerade die Gefühlswelt liegt bei den Depressiven sehr im argen, und eine gestörte Wahrnehmung der äußeren Umwelteinflüsse sei Wasser auf die Mühlen der Depression.
Bestandteile der Psychotherapie sind unter anderem folgende Aspekte:
- Denkweise und Denkmuster neu programmieren
Mittels der Psychotherapie werden neue Denkweisen erarbeitet, um auch in kritischen Lebenslagen kühlen Kopf zu behalten. Statt Angst und Panik, die sich im Denken widerspiegelt, sollen konstruktiv-positive Lösungsansätze im Denken der Depressiven verankert werden. Ratio: Wer nicht wie ein depressiver denkt, handelt auch nicht so wie dieser.
- Negative Verhaltensmuster ausmachen und ändern
Vor allem der Defätismus und die völlige Perspektivlosigkeit der Depressiven kann mittels kleiner, aber weitreichender Wechsel im Denken in den Griff bekommen werden.
- Selbstreflexion
Man sieht sich in einem neuen Lichte. Man ist alles andere als so schlecht, wie man sich malt oder gar meint, tatsächlich zu sein.
- Auseinandersetzung mit sich selbst
Eigene Vorurteile werden ausgemerzt und negative Bremsen werden gelöst. Vollgas in eine Zukunft voller Zuversicht und Hoffnung lautet das Credo.
- Techniken zum Umgang mit der Depression erlernen
Die Psychotherapie ist keine Hexerei, im Gegenteil. Sie beruht auf viel Erfahrung und Beobachtung von immer wiederkehrenden Verhaltensweisen nicht depressiver Menschen, die im Vergleich zu den an Depression Leidenden etwas anders machen, daß sie nicht depressiv werden läßt bei ähnlichen Lebensbedingungen.
- Interessanter Ansatz
Anders denken und gleichzeitig anders fühlen. Der Gedanke klingt sehr reizvoll und verlockend. Bis dato ging man den umgekehrten Wege. Jedem ist der Satz „Ich fühle mich nicht gerade danach!“ ein Begriff. Anstatt auf der Gefühlsebene herumzufeilen, schafft man es mittels Psychotherapie, sowohl das fehlerhafte Denken zu therapieren, so daß man sich nicht erst schlecht fühlt, und umgekehrt auch beseitigt man negative Emotionen, so sie denn auftreten sollten.
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