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Filed Under (Casual News) by Rene Kriest on 05-08-2007

Als passionierter BILD-Online-Leser machte mich ein Satz von Veronika Jarzombek stutzig, ihres Zeichen ehemalige Managerin der Schnulzen-Sängerin Yvonne Catterfeld, der von ihr stammen soll und welchen die BILD dokumentiert hat.

Der Satz lautet: Ich bin gezwungen, gegen das Teilurteil Berufung einzulegen.

Gefallen ist der ominöse Satz im Rahmen einer gerichtlichen Auseinandersetzung zwischen Veronika Jarzombek und Liebeslieder-Sängerin Yvonne Catterfeld. Erstere fordert von Letzterer Honorarzahlungen aus einem nichtigen Vertrag.

Geklagt habe Veronika Jarzombek auf Geldforderungen wider Yvonne Catterfeld in Höhe von 500.000€.

Mangels Vertrag, der nichtig ist, aus welchem die 500.000€ sich ableiten, möchte Veronika Jarzombek in Berufung gehen. Die Begründung lautet eben: Ich bin gezwungen [...].

Für mich stellt sich die Frage, wer die Frau zwingt, wider ein Urteil Berufung einzulegen. Gott? Die Mafia? Schneewittchen und die 7 Zwerge? Der blaue Himmel über Berlin?

Von Zwang in solchen Lagen zu sprechen kommt immer eine Art missionarischer Impetus zu. Nicht man selbst wehrt sich gegen erlittenes Unrecht bzw. Recht, sondern man wird von höheren Kräften dazu angetrieben – Zwang eben.

Analog lauten ähnlich dümmliche Ausreden etwa:

  • Ich mußte es tun!
  • Mir bleibt keine andere Wahl.
  • Du zwingst mich dazu, X zu tun.
  • Ich kann nicht anders, als X zu tun.

Niemand wird zu irgend etwas gezwungen. Jeder Mensch hat ein Wahlrecht, in jeder Situation.

Die Logik hinter solchen Aussagen ist klar. Rasch erscheint man hierdurch als Opfer, der andere, der einem keine Wahl lasse, sei der Täter. Das macht es auch entsprechend einfacher, nahezu alles zu rechtfertigen.

Insofern wäre es ehrlich gewesen von Frau Veronika Jarzombek auszusprechen, was Antrieb ihres „Kampfes“, den Sie bis zum „bitteren Ende“ zu kämpfen gedenke: Geld. Sie will Schotter in Höhe von angeblich 500.000€ von ihrem Ex-Zögling Yvonne Catterfeld. Daran ist grundsätzlich nichts verwerflich.

Sich hinzustellen und Nebelbomben zu werfen, die sie als Opfer erscheinen lassen, ist dagegen grotesk lächerlich.

PS: Für diesen Artikel kann ich nichts. Veronika Jarzombek ließ mir keine andere Wahl. Ich war gezwungen, diesen Artikel zu schreiben. Sorry! ;)



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