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	<title>Comments on: Robert Enke ist tot &#8211; Wie Depressionen zum Suizid f&#252;hren k&#246;nnen</title>
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	<description>Tips und Depressions-Forum zum Glücklichwerden für Depressive</description>
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		<title>By: Heinzi</title>
		<link>http://www.depressionsblog.com/blog/robert-enke-suizid-depressionen/comment-page-1/#comment-5655</link>
		<dc:creator>Heinzi</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 09:12:58 +0000</pubDate>
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		<description>@Franziska on November 18th, 2009 at 9:29 pm

Finde deine Ausführungen sehr passend. 
Einzig eine Frage möchte ich dir stellen: Wenn wir leiden, weil die Welt verlogen ist, weil die Welt gefühllos ist, weil unsere Umwelt von uns fordert unsere Gefühle und damit uns Selbst aufzugeben, wenn das so ist, wieso hält der Depressive sich dann für Krank? Warum nennt ihr Depression die Krankheit? Das Scheitern in dieser Welt einen Mißerfolg? 

Diese Welt und insbesondere die moderne Industriegesellschaft ist das Problem und die persönliche sowie private Umwelt des Depressiven ist das Problem, nicht der Depressive an sich ist krank, sondern die ihn umgebende Gesellschaft. Eltern, die ihre Kinder nur lieben, wenn sie gehorsam, gelehrsam und erfolgreich sind und ihren Eltern ein möglichst positives Selbstbild vermitteln. Eltern, die ihre Kinder oft eher als Eigentum denn als Verantwortung erleben. Eltern, die ihre Kinder eher wie Hunde dressieren wollen, anstelle ihre Kinder einfach zu lieben, so wie sie sind und ihnen zu helfen sich zu entfalten. 
Eine Schule, die nicht den Menschen bilden will, ihm nicht hilft die Persönlichkeit zu finden, die in ihm schlummert. Eine Arbeit, die zumeist nur ein Haufen Langweiliger Scheiß ist, die sich nur noch um die Gewinne der Unternehmer dreht und in ihrer Eintönigkeit und geforderten Rücksichtslosigkeit (Verkauf um jeden Preis!) den Menschen degradiert und verkümmern läßt. Eine Politik und Ethik, die den Menschen kraft der vorherrschenden materiellen Verhältnisse in eine besonders Leistungsfähige Form presst und ihm die Schuld in die Schuhe schiebt, wenn er damit nicht klar kommt. 
Das Problem bist nicht du, nicht ich, nicht Depressive, das Problem ist was wir erfahren haben. Unsere Leiden, die Lügen, die Illusionen, die diese Lügen aufrecht erhalten sollen. 
 
Darum braucht auch der Depressive eher Aufklärung über die Mißverhältnisse unter denen er letzten Endes gelitten hat und seine Mitmenschen leiden bzw. gelitten haben denn eine Medikation. 
Einen Depressiven mit Medikamenten vollzustopfen entsteht aus der Verneinung eines autentischen Selbst. Es ist wie du richtig bemerkst keine Lösung, sondern eine Bestrafung für sein Scheitern. Er wird seiner Gefühle und Wahrnehmungen beraubt, damit er nicht weiter aufmuckt. Damit er sich sorgfältig einreiht ins Glied der gefühllosen und munter weiter mitmacht. Es entsteht aber auch aus einem mechanistischen Weltbild heraus, wird irgendwann zum Selbstläufer und die Erklärungen, die tatsächlich zur Depression führen, die werden nicht gerne wahr genommen. Denn sie durchleuchten in ihrer Erkenntnisstragweite auch die Motivationen derer, die nicht Depressiv sind. Daraus resultiert oft eine Ablehnende Haltung gegenüber diesen sozio-psychologischen Zusammenhängen. Es wird nicht länger gefragt, sondern einfach der Leidende ruhig gestellt, das schreiende Mißempfinden und die &quot;Unverschämtheit&quot; des Depressiven dieses zu äußern, führt bei vielen Beobachtern seiner Lage zur Erinnerung daran, das sie selbst Leidende Menschen sind oder waren. Dieser Reflex dann lieber von einer körperlichen Krankheit zu sprechen, als von psycho-sozialen Zusammenhängen, der führt oft zu einer Gabe von Medikamenten und der Weigerung, Depression als Folge der kranken inhumanen Familie und oder Gesellschaft anzusehen. 

MFG</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Franziska on November 18th, 2009 at 9:29 pm</p>
<p>Finde deine Ausführungen sehr passend.<br />
Einzig eine Frage möchte ich dir stellen: Wenn wir leiden, weil die Welt verlogen ist, weil die Welt gefühllos ist, weil unsere Umwelt von uns fordert unsere Gefühle und damit uns Selbst aufzugeben, wenn das so ist, wieso hält der Depressive sich dann für Krank? Warum nennt ihr Depression die Krankheit? Das Scheitern in dieser Welt einen Mißerfolg? </p>
<p>Diese Welt und insbesondere die moderne Industriegesellschaft ist das Problem und die persönliche sowie private Umwelt des Depressiven ist das Problem, nicht der Depressive an sich ist krank, sondern die ihn umgebende Gesellschaft. Eltern, die ihre Kinder nur lieben, wenn sie gehorsam, gelehrsam und erfolgreich sind und ihren Eltern ein möglichst positives Selbstbild vermitteln. Eltern, die ihre Kinder oft eher als Eigentum denn als Verantwortung erleben. Eltern, die ihre Kinder eher wie Hunde dressieren wollen, anstelle ihre Kinder einfach zu lieben, so wie sie sind und ihnen zu helfen sich zu entfalten.<br />
Eine Schule, die nicht den Menschen bilden will, ihm nicht hilft die Persönlichkeit zu finden, die in ihm schlummert. Eine Arbeit, die zumeist nur ein Haufen Langweiliger Scheiß ist, die sich nur noch um die Gewinne der Unternehmer dreht und in ihrer Eintönigkeit und geforderten Rücksichtslosigkeit (Verkauf um jeden Preis!) den Menschen degradiert und verkümmern läßt. Eine Politik und Ethik, die den Menschen kraft der vorherrschenden materiellen Verhältnisse in eine besonders Leistungsfähige Form presst und ihm die Schuld in die Schuhe schiebt, wenn er damit nicht klar kommt.<br />
Das Problem bist nicht du, nicht ich, nicht Depressive, das Problem ist was wir erfahren haben. Unsere Leiden, die Lügen, die Illusionen, die diese Lügen aufrecht erhalten sollen. </p>
<p>Darum braucht auch der Depressive eher Aufklärung über die Mißverhältnisse unter denen er letzten Endes gelitten hat und seine Mitmenschen leiden bzw. gelitten haben denn eine Medikation.<br />
Einen Depressiven mit Medikamenten vollzustopfen entsteht aus der Verneinung eines autentischen Selbst. Es ist wie du richtig bemerkst keine Lösung, sondern eine Bestrafung für sein Scheitern. Er wird seiner Gefühle und Wahrnehmungen beraubt, damit er nicht weiter aufmuckt. Damit er sich sorgfältig einreiht ins Glied der gefühllosen und munter weiter mitmacht. Es entsteht aber auch aus einem mechanistischen Weltbild heraus, wird irgendwann zum Selbstläufer und die Erklärungen, die tatsächlich zur Depression führen, die werden nicht gerne wahr genommen. Denn sie durchleuchten in ihrer Erkenntnisstragweite auch die Motivationen derer, die nicht Depressiv sind. Daraus resultiert oft eine Ablehnende Haltung gegenüber diesen sozio-psychologischen Zusammenhängen. Es wird nicht länger gefragt, sondern einfach der Leidende ruhig gestellt, das schreiende Mißempfinden und die &#8220;Unverschämtheit&#8221; des Depressiven dieses zu äußern, führt bei vielen Beobachtern seiner Lage zur Erinnerung daran, das sie selbst Leidende Menschen sind oder waren. Dieser Reflex dann lieber von einer körperlichen Krankheit zu sprechen, als von psycho-sozialen Zusammenhängen, der führt oft zu einer Gabe von Medikamenten und der Weigerung, Depression als Folge der kranken inhumanen Familie und oder Gesellschaft anzusehen. </p>
<p>MFG</p>
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	<item>
		<title>By: sunny</title>
		<link>http://www.depressionsblog.com/blog/robert-enke-suizid-depressionen/comment-page-1/#comment-5609</link>
		<dc:creator>sunny</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 23:34:20 +0000</pubDate>
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		<description>Ein schöner Artikel. Eine schöne Rede. Es kann nur ermutigen mehr über Depression zu sprechen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein schöner Artikel. Eine schöne Rede. Es kann nur ermutigen mehr über Depression zu sprechen.</p>
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	<item>
		<title>By: Franziska</title>
		<link>http://www.depressionsblog.com/blog/robert-enke-suizid-depressionen/comment-page-1/#comment-5547</link>
		<dc:creator>Franziska</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 20:29:23 +0000</pubDate>
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		<description>@20 (Kat). Diese Frage stelle ich mir auch: Warum fragt keiner nach der Ursache. Was heißt es denn wirklich, Leistungssport zu treiben? Wie hoch ist denn der Druck, oft seit früher Kindheit. Schon im Vorschulalter feste Trainingszeiten und der Druck gut sein zu müssen. Und werde &quot;ich&quot; auch akzeptiert, wenn ich mal nicht Leistung bringe?! Fälle, in denen Fußballspieler bis nach Hause von ihren frustrierten &quot;Fans&quot; verfolgt und verwünscht werden ist kein Märchen mehr. 
Und die Gesellschaft? Wie gehen WIR mit dem Nicht-Perfekten um? Wie fehlertolerant ist unser &quot;Leistungs&quot;gesellschaft? Ich habe das Gefühl: kaum! Das geht in der Schule weiter. Der Druck ist auf verschiedenen Ebenen stark und durchzieht alle Lebensphasen. 

Ich kenne genug, die Angst hatten, vor Vorträgen, vorm Versagen, nicht gut genug zu sein. Angst vor Ablehnung, Angst vorm Scheitern. Angst, nicht gewollt und nicht anerkannt zu sein. Wenn der Selbstwert nicht groß genug ist, kann die Folge sein, dass man sich zurückzieht, weil man ja eh das nicht schafft und dann in der Situation nicht so gesehen werden will. Die Sorge vor der „Blamage“ ist zu groß. 
Je weniger ein Mensch von seinen Eltern an Liebe mitbekommen hat, dass Sie dem Kind klar machen, auch wenn du mal einen Fehler machst: es ist ok und wir mögen dich trotzdem, das gehört dazu und je weniger Rückenhalt sie haben, umso mehr sind sie bereits als Kinder angewiesen, die Erwartungen zu erfüllen um ihren Teil der Liebe und Anerkennung zu bekommen.

Bekommen sie das nicht mit, bekommen sie tagtäglich (zumeist unterschwellig, nonverbal)die Information „Nur, wenn du gut bist, bist du was wert“, Aber was ist, wenn man nicht so gut sein kann (ich gebe mir Mühe, aber es reicht nicht), wie es erwartet wird? 
Woher nimmt man dann den Wert, wenn man ihn nicht bekommen hat?
Gelernt ist: Wenn ich nicht gut bin, bin ich nichts wert. 
Depressionen sind dann der Selbsthass, die nach innen gerichtete Aggression/Druck (De-Pression – innerer Druck))gegen sich selbst. 
Zu sagen, Depression ist rein physisch bedingt und kann mit Medikamenten behandeln werden, treibt mir die Galle hoch. Das ist das gleiche wie: Rauchen ist gesund. Die Pharmaindustrie hat aus meiner Sicht hier zu sehr ihre Finger im Spiel. Denn was wäre denn, wenn es reichen würde, sein Leben aufzuarbeiten um sich und seine Störungen zu erkennen und danach neue Wege zu lernen? Die Medikamentenindustrie hätte sicher ein riesiges Problem. Und: Es geht! Ich stand vor 10 Jahren selbst an diesem Punkt, hatte schon wenige Wochen diese Tabletten genommen und wieder abgesetzt. Denn: Es ist keine Lösung- es ist Chemie! Ich vergleiche das mal: Das ist wie, wenn ich permanent Milch trinke, danach Magenkrämpfe bekomme und aber anstatt die Milch weglassen einfach jeden Tag zusätzlich Medikamente schlucke. Also DAS finde ich krank.
Jetzt könnte man sich fragen: warum denn raten dann sogar Ärzte dazu?
Meine Antwort: Auch Ärzte sind Menschen! (((Übrigens: Der Arzt von Robert Enke z.B. wollte sich scheinbar profilieren, denn er hätte nie seine Schweigepflicht als Arzt brechen dürfen, auch nicht über den Tod seines Patienten hinaus. Das hat er aber schon getan, da reicht bereits, dass er sagt, dass er behandelnder Arzt war. Keiner fragt, ob man ihn dafür verklagen sollte….))

Raus aus den Tabletten! Nicht nur das Symptom mit Hilfe der Pharmaindustrie „Pflegen“, sondern die Ursache angehen: 
Der Weg: Psychotherapie statt Psychiatrie! Das heißt: Ich setzt mich mit mir auseinander. Ich gestehe mir Fehler ein. Ich sehe meine Grenzen. Ich lerne mich kennen. Ich sehe genau hin, um zu verstehen, warum ich im Hier und Jetzt wie reagiere. Gehen Sie damit? Trauen Sie sich diesen Weg? Haben Sie den Mut? 
Ich habe mal gehört, dass man das mit einer Situation aus dem Film „Matrix „ vergleichen kann. Der Held dort merkt, dass was nicht stimmt und dass es ihm nicht gut geht und er steht vor der Wahl, nimmt er die eine Pille, dann sieht er das wahre Leben, in dem er sich befindet, welches zwar nicht immer schön ist, aber in dem er sich nichts mehr vormachen muss und authentisch sein kann oder nimmt er die andere Pille und lebt weiter in seiner Scheinwelt. Er entscheidet sich für den klaren Blick und damit für eine neue Perspektive mit allen schönen als auch negativen Momenten und befreit sich von der Illusion. 
So ist es auch: Die eine Pille heißt Psychotherapie, die eine neue Sicht, das wahre Leben zeigt. Die andere Pille ist auch wirklich eine Pille „Antidepressiva“, die Emotionen abtötet und den Blick auf die Wirklichkeit nicht zulässt. 
Ich habe mich entschieden. Und ich lebe seit meinem Weg, der kurz vor der Klippe begann heute sehr erfolgreich in einem Job, in dem ich auf Menschen zugehen muss und habe mehr Selbstbewusstsein, das mich auch vor Fehltritten schützt. Manchmal versucht mich das Alte wieder zurückzuzerren und mal hänge ich durch, aber nie mehr so tief und nie mehr so lange. Selbstmord ist kein Thema mehr. Mein guter „Coach“, wie ich meinen Therapeuten nur noch nenne, ist meine Hilfe zur Selbsthilfe und mehr Luxus kann ich mir im Leben nicht leisten. Ich weiß jetzt, wer ich bin, wo ich herkomme und wo meine Grenzen und meine Stärken sind. Ich stehe aufrecht und kann auch akzeptieren, wenn ich mal durchhänge.
Ich kann nur jeden ermutigen: es lohnt sich! Ich kenne privat sehr viele, die den Weg begonnen haben und seitdem ein anderes Leben führen mit mehr Wärme, besseren Beziehungen und einfach mehr Zufriedenheit. Noch reden nicht viele drüber. Aber der Weg ist geebnet. Zum Glück. Nur Mut!!!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@20 (Kat). Diese Frage stelle ich mir auch: Warum fragt keiner nach der Ursache. Was heißt es denn wirklich, Leistungssport zu treiben? Wie hoch ist denn der Druck, oft seit früher Kindheit. Schon im Vorschulalter feste Trainingszeiten und der Druck gut sein zu müssen. Und werde &#8220;ich&#8221; auch akzeptiert, wenn ich mal nicht Leistung bringe?! Fälle, in denen Fußballspieler bis nach Hause von ihren frustrierten &#8220;Fans&#8221; verfolgt und verwünscht werden ist kein Märchen mehr.<br />
Und die Gesellschaft? Wie gehen WIR mit dem Nicht-Perfekten um? Wie fehlertolerant ist unser &#8220;Leistungs&#8221;gesellschaft? Ich habe das Gefühl: kaum! Das geht in der Schule weiter. Der Druck ist auf verschiedenen Ebenen stark und durchzieht alle Lebensphasen. </p>
<p>Ich kenne genug, die Angst hatten, vor Vorträgen, vorm Versagen, nicht gut genug zu sein. Angst vor Ablehnung, Angst vorm Scheitern. Angst, nicht gewollt und nicht anerkannt zu sein. Wenn der Selbstwert nicht groß genug ist, kann die Folge sein, dass man sich zurückzieht, weil man ja eh das nicht schafft und dann in der Situation nicht so gesehen werden will. Die Sorge vor der „Blamage“ ist zu groß.<br />
Je weniger ein Mensch von seinen Eltern an Liebe mitbekommen hat, dass Sie dem Kind klar machen, auch wenn du mal einen Fehler machst: es ist ok und wir mögen dich trotzdem, das gehört dazu und je weniger Rückenhalt sie haben, umso mehr sind sie bereits als Kinder angewiesen, die Erwartungen zu erfüllen um ihren Teil der Liebe und Anerkennung zu bekommen.</p>
<p>Bekommen sie das nicht mit, bekommen sie tagtäglich (zumeist unterschwellig, nonverbal)die Information „Nur, wenn du gut bist, bist du was wert“, Aber was ist, wenn man nicht so gut sein kann (ich gebe mir Mühe, aber es reicht nicht), wie es erwartet wird?<br />
Woher nimmt man dann den Wert, wenn man ihn nicht bekommen hat?<br />
Gelernt ist: Wenn ich nicht gut bin, bin ich nichts wert.<br />
Depressionen sind dann der Selbsthass, die nach innen gerichtete Aggression/Druck (De-Pression – innerer Druck))gegen sich selbst.<br />
Zu sagen, Depression ist rein physisch bedingt und kann mit Medikamenten behandeln werden, treibt mir die Galle hoch. Das ist das gleiche wie: Rauchen ist gesund. Die Pharmaindustrie hat aus meiner Sicht hier zu sehr ihre Finger im Spiel. Denn was wäre denn, wenn es reichen würde, sein Leben aufzuarbeiten um sich und seine Störungen zu erkennen und danach neue Wege zu lernen? Die Medikamentenindustrie hätte sicher ein riesiges Problem. Und: Es geht! Ich stand vor 10 Jahren selbst an diesem Punkt, hatte schon wenige Wochen diese Tabletten genommen und wieder abgesetzt. Denn: Es ist keine Lösung- es ist Chemie! Ich vergleiche das mal: Das ist wie, wenn ich permanent Milch trinke, danach Magenkrämpfe bekomme und aber anstatt die Milch weglassen einfach jeden Tag zusätzlich Medikamente schlucke. Also DAS finde ich krank.<br />
Jetzt könnte man sich fragen: warum denn raten dann sogar Ärzte dazu?<br />
Meine Antwort: Auch Ärzte sind Menschen! (((Übrigens: Der Arzt von Robert Enke z.B. wollte sich scheinbar profilieren, denn er hätte nie seine Schweigepflicht als Arzt brechen dürfen, auch nicht über den Tod seines Patienten hinaus. Das hat er aber schon getan, da reicht bereits, dass er sagt, dass er behandelnder Arzt war. Keiner fragt, ob man ihn dafür verklagen sollte….))</p>
<p>Raus aus den Tabletten! Nicht nur das Symptom mit Hilfe der Pharmaindustrie „Pflegen“, sondern die Ursache angehen:<br />
Der Weg: Psychotherapie statt Psychiatrie! Das heißt: Ich setzt mich mit mir auseinander. Ich gestehe mir Fehler ein. Ich sehe meine Grenzen. Ich lerne mich kennen. Ich sehe genau hin, um zu verstehen, warum ich im Hier und Jetzt wie reagiere. Gehen Sie damit? Trauen Sie sich diesen Weg? Haben Sie den Mut?<br />
Ich habe mal gehört, dass man das mit einer Situation aus dem Film „Matrix „ vergleichen kann. Der Held dort merkt, dass was nicht stimmt und dass es ihm nicht gut geht und er steht vor der Wahl, nimmt er die eine Pille, dann sieht er das wahre Leben, in dem er sich befindet, welches zwar nicht immer schön ist, aber in dem er sich nichts mehr vormachen muss und authentisch sein kann oder nimmt er die andere Pille und lebt weiter in seiner Scheinwelt. Er entscheidet sich für den klaren Blick und damit für eine neue Perspektive mit allen schönen als auch negativen Momenten und befreit sich von der Illusion.<br />
So ist es auch: Die eine Pille heißt Psychotherapie, die eine neue Sicht, das wahre Leben zeigt. Die andere Pille ist auch wirklich eine Pille „Antidepressiva“, die Emotionen abtötet und den Blick auf die Wirklichkeit nicht zulässt.<br />
Ich habe mich entschieden. Und ich lebe seit meinem Weg, der kurz vor der Klippe begann heute sehr erfolgreich in einem Job, in dem ich auf Menschen zugehen muss und habe mehr Selbstbewusstsein, das mich auch vor Fehltritten schützt. Manchmal versucht mich das Alte wieder zurückzuzerren und mal hänge ich durch, aber nie mehr so tief und nie mehr so lange. Selbstmord ist kein Thema mehr. Mein guter „Coach“, wie ich meinen Therapeuten nur noch nenne, ist meine Hilfe zur Selbsthilfe und mehr Luxus kann ich mir im Leben nicht leisten. Ich weiß jetzt, wer ich bin, wo ich herkomme und wo meine Grenzen und meine Stärken sind. Ich stehe aufrecht und kann auch akzeptieren, wenn ich mal durchhänge.<br />
Ich kann nur jeden ermutigen: es lohnt sich! Ich kenne privat sehr viele, die den Weg begonnen haben und seitdem ein anderes Leben führen mit mehr Wärme, besseren Beziehungen und einfach mehr Zufriedenheit. Noch reden nicht viele drüber. Aber der Weg ist geebnet. Zum Glück. Nur Mut!!!</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: HeinzGründel</title>
		<link>http://www.depressionsblog.com/blog/robert-enke-suizid-depressionen/comment-page-1/#comment-5544</link>
		<dc:creator>HeinzGründel</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 20:35:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.depressionsblog.com/blog/?p=282#comment-5544</guid>
		<description>Ja Rene. Es geht mir ganz gut. Viel Arbeit. Forschtbar:). Ich komme gar nicht mehr dazu Unsinn zu posten:)

 Läufst Du noch? Ich glaube ich schau jetzt öfters mal bei Dir vorbei.:)

 LG Uli</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja Rene. Es geht mir ganz gut. Viel Arbeit. Forschtbar:). Ich komme gar nicht mehr dazu Unsinn zu posten:)</p>
<p> Läufst Du noch? Ich glaube ich schau jetzt öfters mal bei Dir vorbei.:)</p>
<p> LG Uli</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Klaus-Peter</title>
		<link>http://www.depressionsblog.com/blog/robert-enke-suizid-depressionen/comment-page-1/#comment-5540</link>
		<dc:creator>Klaus-Peter</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 22:30:16 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.depressionsblog.com/blog/?p=282#comment-5540</guid>
		<description>Hat mir gefallen Dein Artikel. Und ich hoffe, Du packst es weiterhin. Das mit dem &quot;Ideen besitzen&quot; ist ja auch ein Grund, zu leben. Auch wenn es nicht optimal läuft. 
Ich hab&#039; Enkes Entscheidung - halbherzig - entschuldigt; aber wirklich: Das darf nicht sinnlos gewesen sein. Keiner soll sich wegen dieser Krankheit mehr &quot;opfern&quot;. Niemand.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hat mir gefallen Dein Artikel. Und ich hoffe, Du packst es weiterhin. Das mit dem &#8220;Ideen besitzen&#8221; ist ja auch ein Grund, zu leben. Auch wenn es nicht optimal läuft.<br />
Ich hab&#8217; Enkes Entscheidung &#8211; halbherzig &#8211; entschuldigt; aber wirklich: Das darf nicht sinnlos gewesen sein. Keiner soll sich wegen dieser Krankheit mehr &#8220;opfern&#8221;. Niemand.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Rene Kriest</title>
		<link>http://www.depressionsblog.com/blog/robert-enke-suizid-depressionen/comment-page-1/#comment-5539</link>
		<dc:creator>Rene Kriest</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 22:05:11 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.depressionsblog.com/blog/?p=282#comment-5539</guid>
		<description>Guten Abend Uli!

Schön, von Dir zu hören. :)

Ich hoffe, Dir und Deiner Familie geht es gut.

LG,

René</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Guten Abend Uli!</p>
<p>Schön, von Dir zu hören. <img src='http://www.depressionsblog.com/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ich hoffe, Dir und Deiner Familie geht es gut.</p>
<p>LG,</p>
<p>René</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: HeinzGründel</title>
		<link>http://www.depressionsblog.com/blog/robert-enke-suizid-depressionen/comment-page-1/#comment-5538</link>
		<dc:creator>HeinzGründel</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 19:10:03 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.depressionsblog.com/blog/?p=282#comment-5538</guid>
		<description>Ja,  ich lebe Rene. Mehr als je zuvor.

 LG Uli</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja,  ich lebe Rene. Mehr als je zuvor.</p>
<p> LG Uli</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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