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Paroxetin ist bekanntlich ein Antidepressivum. Daß Antidepressiva wiederum schlaflos machen ist gerade für Nutzer dieser Medikamente keine Neuigkeit. Bereitete einem die Depression schon einen schlechten Schlaf, so wird das Durchschlafen auch durch Antidepressiva nicht wirklich besser, allenfalls wacht man regelmäßiger auf. Was also tun? Könnte man sich den Nebeneffekt der Antidepressiva irgendwie zunutzen machen? Anbei ein paar Erfahrungen aus einem Selbstversuch! Depression machte mich schlaflosMit meiner Depression kam auch die Schlaflosigkeit bzw. der äußert schlechte Schlaf. Nachts wachte ich irgendwann zwischen vier und fünf auf und konnte nicht wirklich wieder einschlafen und das völlig unabhängig davon, wann ich ins Bett gegangen war am Abend zuvor. Schlechter Schlaf führte zu noch schlechterer Stimmung – ein weiterer Teufelskreislauf der Depression schloß sich. Bekannte Helferlein gegen Müdigkeit wie Koffein in Gestalt von Kaffee halfen nicht wirklich. Antidepressiva sind kein SchlafmittelErste Maßnahme gegen die Depression war die Einnahme von Antidepressiva. Sertralin brachte es bei mir nicht so wirklich. An dessen Stelle trat dann Paroxetin, das mir schon sehr half bei der Bewältigung meiner Depression. Gegen die Schlaflosigkeit allerdings war auch dieses Mittel machtlos, im Gegenteil! Zumeist nach genau drei Stunden Schlaf wurde ich nachts fortan wach – ein Effekt übrigens, der auch anderen SSRIs zueigen zu sein scheint. Nachts liege ich wach oder schlafe unruhigNach wie vor wachte ich des Nachts immer wieder auf. Folge war also weiterhin der unruhige Schlaf und damit Tagesmüdigkeit. Kompensiert hatte ich diese Schlafdefizite mit diversen Mittags- und Abendschläfchen als auch Kaffee, Espresso und Red Bull. Damit wurden aber nur Symptome kuriert, nicht aber die Ursache als solche angegangen. Vor zwei Wochen erhielt ich sodann ein Schlafmittel, das auf den wunderlich anmutenden Namen Zopiklon lautet. Nach Einnahme von Zopiklon war es mir immerhin möglich, 6 Stunden durchzuschlafen und mich doch recht ausgeschlafen zu fühlen. Bezodiazepin und Schlafmittel als Wundermittel?Temesta, ein Benzodiazepin mit dem Wirkstoff Lorazepam, führte zu ähnlichen Erfolgen. Selig schlummerte ich vor mich hin ohne lästige Wachphase in der Nacht. Doch spätestens an dieser Stelle drängte sich mir eine wichtige Frage auf: sollte ich tatsächlich meine Schlaflosigkeit („Insomnia“) durch eine mögliche Benzodiazepin-Abhängigkeit abgelöst werden? Und wenn nicht Benzodiazepin – ein Leben lang Schlafmittel schlucken? Konnte es dann sein? Plan B: Modafinil (Vigil)!Innerlich beantwortete ich die Frage unentschieden. Ich schlafe gerne, zumal wenn es mir schlecht geht. Im Schlaf peinigt einen die Depression nicht. Mein Verstand zwang mich jedoch, Plan B zu verfolgen. Das Problem war nur, daß ich keinen Plan B hatte. Modafinil (Vigil), das moderne Gegenstück zum Schlafmittel, ein Wachmacher, erhält man nicht so einfach, auch wenn man dem Psychiater noch so überzeugend klarmacht, daß einen der Schlafmangel massiv schadet. Unverhoffte Schützenhilfe durch ParoxetinIn diesem Moment kam mir eine zufällig gemachte Entdeckung zugute. Aus Neugier heraus dosierte ich im Selbstversuch mein Antidepressivum Paroxetin, von der laut Beipackzettel empfohlenen Höchstdosis in Höhe von 60 auf 70 mg pro Tag hoch. Ziemlich schnell ging es mir dadurch besser. Nebenfolge war jedoch, daß ich nicht nur wie oben beschrieben nach drei Stunden Schlaf wach wurde. Vielmehr blieb ich auch noch wach. Was also tun? Zwei Möglichkeiten hatte ich sodann. Entweder blieb ich liegen, starrte stundenlang die Decke an und grämte mich oder ich stand auf und nutzte den hinzugetretenen völlig unerwarteten Zeitgewinn. Das gute alte Koffein
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