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Paroxetin, auch unter den Namen Paxil und Paroxat bekannt, wartet mit heftigen Nebenwirkungen auf, wenn man daran geht, das Antidepressivum abzusetzen. Liest man den Beipackzettel genau durch, kann es einem vergehen, zumal sich die Absetzungssymptome von Sertralin (Zoloft) im Vergleich mit Paroxetin wie easy going wirken. Wie man das Problem der möglicherweise heftig ausfallenden Absetzungserscheinungen von Paroxetin clever umgehen kann, beschreibe ich sodann. Von 10 auf 0mg pro Tag runterzukommen – meine Dosis betrug 60mg/Tag -, war eine Tortour und mir letztlich zu derbe vor dem Hintergrund der Nebenwirkungen. Mein Trick war sodann, einen fliegenden Wechsel vorzunehmen. Innerhalb der Wirkungsklassen kann man problemlos wechseln, also von einem SSRI auf ein anderes. Aus eigener Erfahrung wußte ich, daß Sertralin (auch als Zoloft bekannt) kaum mit auffälligen und langandauernden Absetzungssymptomen daherkam. Statt Paroxetin also mittels Ausschleichens auf 0 zu setzen, ersetzte ich es bei einer Dosis von 10mg/Tag durch Sertralin. Paroxetin ersetzte ich also durch Sertralin von einem Tage auf den anderen. Die folgenden drei Tage spürte ich spätnachmittags und abends Nebenwirkungen, welche jedoch sehr gering ausfielen verglichen mit jenen, die ich ehedem beim Versuch des Ausschleichens von Paroxetin gegenwärtigte. Schwindel, Übelkeit und ein wenig Bauchschmerzen ermächtigten sich meiner. Am vierten Tage jedoch war der Spuk vorbei. Nunmehr schleiche ich Sertralin aus, das ich in einer minimalen Dosis nehme. Ich denke, daß der Trick die ideale Möglichkeit darstellt, Paroxetin, das bisweilen äußerst heftig wider seine Absetzung wehrt, äußerst sanft und schonend abzusetzen. Wenn Dir der Artikel gefallen hat, registriere den kostenlosen RSS-Feed des Depressions-Blog.
Comments:
24 Comments posted on "Ein genialer Tip, um Paroxetin sanft und schonend abzusetzen und die starken Absetzungssymptome sicher zu verhindern"
Alexander on October 17th, 2007 at 12:18 am #
Hallo erstmals, ich schaue ab und zu auf deiner Seite vorbei, habe bis jetzt aber noch nie einen Kommentar verfasst. Ich finde den Blog übrigens sehr gut gelungen, wenn ich auch von der inhaltlichen Seite her in einigen Punkten andere Ansichten vertrete. Die Implementierung eines solchen Blogs kostet mit Sicherheit sehr viel Mühe und Zeit und zeigt daher dass man auch mit Depressionen noch etwas leisten kann (auch wenn es einem ein gaaaanz bisschen schwerer fällt) Naja um was es eigentlich geht: Also die Idee mit der Umstellung auf einen anderen SSRI is von der theoretischen Überlegung her “perfekt”, ich habe nur meine Zweifel ob es praktisch dann wirklich so funktioniert, ich hoffe es für dich. Naja ich hoffe jedenfalls für dich, dass du diese die Stimmung betreffenden Absetzsymptome die ich jetzt nach dem völligen Absetzen durchmache, nicht ebenfalls erleben musst (die anderen hast du ja glücklicherweise eh schon) Persönlich bin ich gespannt bzw. wird es für mich sehr wichtig, wie das Lamictal alleine wirken wird. Von der bisherigen Wirkung her, die halt immer wieder durch die Wucht der Absetzsymptome unterbrochen wurde, müsste das Lamictal eigentlich allein wirken und das sehr gut (vielleicht eine Symptomfreiheit??, noch dazu hat es bei mir außer schlechteres Einschlafen – wie lächerlich im Gegensatz zu anderen Problemen – keine Nebenwirkungen), doch Gewissheit werde ich erst in einigen Wochen, wenn nicht sogar Monaten haben, also ein Schicksal, das ich mit vielen Kranken teile, die auch mit Medikamenten behandelt werden bzw. noch das richtige finden müssen: Warten, warten, warten und nebenbei irgendwie durchhalten! LG Alexander
Nicole on August 25th, 2008 at 10:00 pm #
Hallo, Ich war nur noch auf zank aus und streit. es ist soweit gegangen, das mein lebensgefährte sich von mir getrennt hat, weil man es mit mir nicht mehr aushalten kann. ich habe nun die tabletten vor zwei wochen einfach abgesetzt, von jetzt auf gleich. zugegeben, mir ging es die ersten tage nicht besonders gut, aber ich wollte wieder die werden die ich war, meinen kindern und meinem lebensgefährten zu liebe. ich dachte paroxetin hilft einem auf den bode der tatsachen zurück zu kommen. wie kann es denn dann das ich so richtig ausflippen kann damit.ß war nie gewalttätig,a ber ich habe mit blumentöpfen geworfen, was natürlich nciht zu entschuldigen ist. kennt auch jemand das problem? wäre nett wenn man mir auch erfahrungen schreiben würde. LG nicole aus seevetal
Persönlichkeitsstörung? on September 27th, 2008 at 2:44 pm #
[...] Du vorher nicht hattest. Auch das Absetzen dieses Medikamentes scheint nicht so einfach zu sein. Paroxetin Liebe Grüße Anne [...]
Birgit on October 5th, 2008 at 10:12 pm #
Hallo !
auch Birgit on October 19th, 2008 at 11:16 pm #
Hallo, besonders an Birgit! Mit 20 mg hast Du auch keine Absetzsymptome….die habe ich auch bei 5 mg nicht….aber dann. ich versuche mich schon ewig auszuschleichen, aber es wollte “dank” der Symptomatik nicht gelingen. Ich hoffe, ich habe den Spuk bald hinter mir!
Katha on November 18th, 2008 at 10:13 pm #
Hallo
auch Birgit on November 29th, 2008 at 4:49 pm #
Hallo Katha, kann es sein, dass Du etwas missverstanden hast? Hier gehts ums ABSETZEN der SSRI. Bei mir haben sich leider die Symptome immer noch nicht gebessert.
Amárandel on December 6th, 2008 at 8:38 pm #
“Mit 20 mg hast Du auch keine Absetzsymptome….die habe ich auch bei 5 mg nicht….aber dann.” Schön wäre es… Ich bekommen “nur” 20mg und habe jedesmal wenn ich es auch nur vergesse wirklich heftige Begleiterscheinungen… Ich denke mal, dass liegt auch daran wie der Körper der einzelnen darauf reagiert. Durch eine Tumorerkrankung reagiere ich sowieso heftiger auf Medikamente – wer weiß wie andere darauf reagieren *seufz*
Lisa on December 8th, 2008 at 1:03 am #
Hallo an Alle, sorry wenn ich mich einfach so einmische … aber wieso die Medis absetzen? Hat der Psychiater dazu geraten? Das “Problem” (wenn man es so nennen will) ist, dass es zu gut wirkt und man (frau) das Gefühl hat, er/sie wäre wieder gesund … aber wenn ich lese von 80mg auf 0 bin ich ein bißchen schockiert! Ich nehme 20 mg seit 3 Jahren und denke nicht mal daran Paroxetin (ich nehme Paroxedura) abzusetzen, selbst wenn ich seit 3 Jahren keine Panikattacken mehr habe (oder Zwänge und Depressionen), weil ich weiß, dass die Krankheiten noch da sind. Durch die Medis gehen nur die Symptome weg, nicht die Krankheiten. LG, Lisa
sabine on January 16th, 2009 at 8:28 pm #
hallo, ich nehme auch paroxetin 20mg und das seit mitte november 2008. bei mir hat es super angeschlagen und mir war nur in den ersten 2 wochen ab und an schlecht. der einzige nachteil ist nur, ich schlafe super schlecht … aber naja. ich hab auch schon 2 – 3 tabletten vergessen und nichts gemerkt. ich würde die tabletten gerne richtung ostern auf 10 mg reduzieren für ca. 2 – 3 monate und dann im sommer komplett aufhören … . mein arzt rät mir zwar bis 2010, aber ich fühle mich gut und sicher. was denkt ihr ? grüße sabine
sabine on January 16th, 2009 at 8:45 pm #
p.s. … habt ihr evtl. auch haarausfall bekommen :-S
Monika on February 3rd, 2009 at 10:13 am #
Hallo!
Kirsten on February 4th, 2009 at 9:26 am #
Hallo, LG und danke,
Dörte on February 22nd, 2009 at 12:29 pm #
Hallo,
Andre on February 22nd, 2009 at 10:29 pm #
Hi. Grüß Andre
Rene Kriest on February 24th, 2009 at 10:00 am #
Hallo Andre! Es kommt darauf an, wie man den Begriff absetzen definiert. Versteht man darunter den Prozeß, das Medikament auf Null zu setzen oder aber meint es den gesamten Zeitraum bis zum Abklingen der Nachwehen, den Absetzungssymptomen? Bei Paroxetin verhielt es sich mit den Absetzungssymptomen bei mir folgendermaßen:
Zuletzt hatte ich unter Paroxetin (30 und 40mg/Tag) extreme Suizidgedanken. Da ich das Mittel erst knapp drei Monate (erneut) einnahm, setzte ich es von jetzt auf gleich ab, denn schlimmer konnte es nicht werden meiner Meinung nach – lieber auf die Zähne beißen, was ich ohnehin schon tat und notfalls wieder eine niedrige Dosis einnehmen, als Paroxetin auszuschleichen. Was folgte, waren weiterhin massive Suizidgedanken, Gedankenkreisen, Antriebslosigkeit und vor allem eine extreme emotionale Instabilität. Gefühlsschwankungen dieser Art hatte ich noch nie, vor allem war ich weinerlich und gefühlsduselig, was aber auch an der Trennung von einer sehr miesen Beziehung lag, also mit hineinspielte. Nach rund 4 bis 5 Wochen war der Spuk zu Ende. Von einem Tag auf den anderen ging es mir plötzlich gut. Sodann gings noch mal etwas bergab für eine knappe Woche, doch seither blieb die Stimmung und der Antrieb konstant hoch. Vereinzelt funkt der Schmodder noch mal in den Tag hinein, aber ich denke, daß ich die Pest namens Paroxetin hinter mir gelassen habe und die Absetzung erfolgreich gelungen ist.
Rene Kriest on February 24th, 2009 at 10:02 am #
Liebe Dörte! Wer ließt denn schon den Beipackzettel und vor allem den Bereich über die Nebenwirkungen? Man muß lange suchen, ehe man das Mittel findet, das einem am besten hilft und zusagt. Nicht vergessen darf man, daß die Nebenwirkungen im Konjunktiv stehen (”können auftreten”, müssen aber nicht). Zudem kann man vorher nie sagen, wie das Mittel tatsächlich wirkt. Des einen Freud, des anderen Leid, man muß es einfach ausprobieren.
Carlos on February 27th, 2009 at 10:07 pm #
Hallo Leute! Ich habe mir mal ein paar Posts von verschiedenen Leute durchgelesen. Besonders ist mir der von auch Birgit on October 19th, 2008 at 11:16 pm # ins Auge gestochen. Denn ich muss sagen aus eigene Erfahrung, das selbst eine Tagesdosis von 15mg reicht, um Entzugerscheinungen zu haben. Mir ist es leider Zwangshaft von heut auf Morgen abgesetzt worden. Die erste Woche ging. Aber dann ging der Horror los. Ich verspürte Kopfschmerzen, Übelkeit, eine Art zucken im Inneren des Körpers (keine Äußerlichen)ist leider etwas schwierig zu erklären, aber wer es selbst Erlebt hat weiß wa sich meine. Und es wird von Tag zu Tag schlimmer. Nun sind seit dem 2 Wochen vergangen und ich war endlich in der Lage mir ein Neues Rezept zu holen. Leider kann ich es mir erst Morgen holen, da die Apotheke es erst Bestellen muss. Und Leute, glaubt mir, ich mache 100 Kreuze in den Kalender, wenn ich Morgen die Tabletten wiederhabe. Ganz ehrlich, hätte ich eher gewusste, das dass Zeug so Extrem wird, wenn man es Absetzt, hätte ich nie damit Angefangen. Ich hatte mich zwar vorher schlau gemacht, dass Antidepressivas Abhängig machen, und das auch meinem Neurologe mitgeteilt, aber er meinte zu mir nix anderes, ich Zitiere: Ja wenn es im moment nicht anders geht, musst du das nehmen. Und es ist nur ein leichtes Mittel. Gott, glaubt mir, ich bereue es zu tiefst damit angefangen zu haben. Und jeder der es Verschrieben bekommt, kann ich nur Raten, lasst die Finger davon in eurem Eigenen Interesse. Es geht euch zwar gut wenn Ihr es einnehmt und könnt auch Euren Tagesablauf meistern, aber Ihr wollt das Zeug doch nicht euer ganzen Leben nehmen, oder?
sunni on March 12th, 2009 at 8:37 pm #
hallo,
sunni on March 12th, 2009 at 8:39 pm #
hallo,
Sternti on April 8th, 2009 at 11:35 am #
Ich verstehe Euch nicht so ganz,was ist denn schlimmer—–ein Leben mit Angst,Panik,Depressionen und so weiter oder einfach ein Medikament nehmen und wieder etwas Lebensfreude empfinden….Ich hab kein Problem damit,das P.zu nehmen,weil es mein Leben erheblich verbessert hat….
caroline on April 15th, 2009 at 7:37 pm #
Hallo Ihr lieben, da ich grad selbst Paroxetin absetze, Darauf hoffe ich natürlich. Ich würde mich riesig über Mitteilung ala “Ich habe es geschafft” freuen ,-)) Seit einer Woche bin ich ohne Medikament, hatte die ersten drei Tagen schwere Symptome, auch jetzt ist es noch nicht optimal. Paroxetin habe ich fast 6 Jahre lang genommen, anfangs 20 mg, später 10m. Ich bin Gott sei Dank nach vielen Arztbesuchen bei einer Neurologin gelandet, die mir glaubt (was schon an ein Wunder grenzt) und schon mal mit einem Patienten Paroxetin ausgeschlichen hat. Unterstützung, die so dringend nötig ist. Immer öfter bin ich über die Frage gestolpert, warum eigentlich ausschleichen? Für mich geht es erstens um Selbstbestimmung: kein Paroxetin-Abhäniger hat die. Zweitens denke ich mittlerweile, dass Psychopharmaka reine Symptomlinderer sind, kein Heilmittel. Ich hoffe einfach, ich halte aus und ich denke, wenn dieses Zeug derartige Auswirkungen beim Absetzen hat, kann es nicht gesund sein, no fucking way. Darum will ich ohne leben. Aber vor allem möchte ich
udo on June 23rd, 2009 at 3:57 pm #
ich habe seit 4 Monaten schwere depressionen,die in der Trennung von meiner Frau und den Verlust meiener gesammten Existens begründet sind.Dadurch habe ich keinen Antrieb um etwas zu ändern und bekomme jetzt von allen Leuten den Rat Pillen zu schlucken.Wenn ich jedoch die Nebenwirkungen und die Symtome beim absetzen lese, frage ich mich ob das der richtige Weg ist.Ich meine das man mit Medikamenten doch nur die Symtome bekämpft aber nicht die Ursache.Leider bin ich im Moment sehr Verzweifelt und stark suizid gefährdet.Was tuen sprach Zeus es streiten sich die götter.Medis oder keine.Wer weis rat
GudrunPfennig on July 1st, 2009 at 11:48 pm #
Hallo Udo, es ist ein Zufall, dass ich ihre Meldung lese. Ich war auf der Suche nach Patienten-Berichten über Absetz-Probleme von *Paroxetin*….. Sie sind in einer sehr verzweifelten Situation, in der sie m.E. unmittelbare Hilfe benötigen. In jeder größeren Stadt gibt es – auch in Psychiatrien – sogenannte Kriseninterventionen. ………. Eine medikamentöse Therapie ist in einigen Fällen sicher sinnvoll. Von einer Verordnung von SSRAs wie z.B. Paroxetin ist Momentan sicher abzuraten. Der Psychiater wird bei akuter Suizidalilät wohl eher selektive Noradrenalin-Serotonin-Antagonisten verordnen, das SSRA antriebssteigernd wirken somit eventuell das Suizidrisiko erhöhen könnten……… Auch darf man sich von der Wirkung der Antidepressiva nicht zu viel versprechen. Der Wirkungseintritt dauert oft Wochen und ist eher als moderat zu bezeichnen. Viel Patienten geben sogar an, sie würden gar keine Verändeung spüren (Siehe SZ und Deutsches Ärzteblatt: Traurig trotz Pillen. Konkret: Bei schweren Krisen wie der ihrigen ist vor allem zur “Entlastung” ein menschlicher Kontakt zu einer kompetenten (Psychiater, Psychotherapeut…) notwendig. Diese notwendige Hilfe kann durch keine Pille ersetzt werden. Ich bitte sie nochmals eindringlich, sich kompetente Hilfe zu holen. Die Bitte um Hilfe ist nicht Ausdruck von Schwäche, sondern – im Gegenteil – von Mut! Sollte ein “Erstgespräch” für sie nicht zufriedenstellend ausfallen, geben sie bitte nicht auf… ich versichere ihnen, es gibt jemanden, der ihnen nicht nur mitfühlend zuhören kann, sondern ihnen beim notwendigen Schritt “ZURÜCK-INS-LEBEN” eine Hilfestellung leistet. Herzliche Grüße Post a comment
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