Paroxetin abzusetzen ist eine Kunst für sich. Mittlerweile befinde ich mich in Woche 10 und es ist kein Ende abzusehen, wann ich Paroxetin endgültig hinter mir gelassen haben werde.

Zunächst einmal möchte ich Abbitte leisten. Vor meinem Absetzungsversuch las ich wenige, dafür um so eindringlicher formulierte Schilderungen des Leidens und der Pein, Paroxetin abzusetzen. Von wochenlangem schrittweiser Reduktion des SSRI war da die Rede, teils in Milligrammschritten und teils monatelanger Einnahme von Spurenelementen des Antidepressivums.

Für mich klang das bestenfalls wie Übervorsicht, und forscher betrachtet wie Hysterie. Wie die Absetzungs-Geschichte einer Horde Warmduscher legte ich die schmerzlichen Zeugnisse erfolgter Paroxetin-Absetzungsversuche aus.

Um es kurz zu machen: die Warmduscher hatten allesamt recht und ich lag richtig, richtig falsch. Krasser als ich konnte man sich nicht auf dem Holzweg befinden – mea culpa.

Paroxetin, Paroxat, Paxil – ganz gleich unter welchem Handelsnamen sich das Antidepressivum verbirgt, ist eine gute Sache, solange es wirkt. Das Medikament der Gattung SSRI abzusetzen bzw. auszuschleichen dagegen ist die Hölle auf Erden für mich als auch diverse andere Personen.

Ich reihe mich willig und gerne in den Chor der Wehklagenden Paroxetin-Opfer ein.

Die größeren Reduktionsschritte bei der Senkung der Tagsdosis in der Höhe von jeweils 10mg nach Ablauf einer Woche gingen gut von der Hand. Meine Therapie-Dosis betrug 60mg.

Von den 60mg ging es runter auf 40, sodann auf 30, 20 und schließlich 10mg Paroxetin (Paroxat, Paxil). Doch als ich endlich Vollzug melden wollte mit meiner erfolgreichen Absetzung, indem ich von 10mg weitere 10mg abzog und bei 0mg pro Tag Paroxetin angelangt war, meldete sich Paroxetin wirkmächtig zurück.

Ganz so, als wollte Paroxetin partout in meinem Blutspiegel bleiben, gewahrte ich nach Einnahme der letzten Tablette zu 10mg Paroxetin die bereits früher schon erlebten negativen Absetzungsfolgen, nämlich:

  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Schwindel
  • Kreislaufprobleme
  • Schwitzen

Die Reihenfolge spiegelt die Heftigkeit und Dauerhaftigkeit der einzelnen Symptome wider. So hatte ich nahezu eine Woche lang den ganzen Tag über Kopfschmerzen und mir war übel ohne Ende. Schwindel gesellte sich gerne hinzu, gefolgt von nicht selten vorhandenen Kreislaufproblemen und Schwitzanfällen.

Flugs ging ich zwei Schritte zurück und nahm wieder 10mg Paroxetin pro Tag, um den Dämon im Blute zu willfahren.

Genutzt hatte dies schon, allerdings stellte sich die wohltuende Wirkung der negativen Symptombeseitigung erst nach weiteren 4 Tagen ein. Ehedem verschwanden die Symptome noch am selben, spätestens am kommenden Tage der Dosiserhöhung.

Was also tun, sprach René?!

Basierend auf den Erfahrungen meiner Leidensgenossen, die den Entzug schon hinter sich gebracht hatten, fahre ich Paroxetin nunmehr in 2,5mg-Schritten pro 8 Tage herunter. Allerdings sehe ich es schon kommen, daß ich wahrscheinlich Paroxetin noch in 0,1mg-Schritten weiter reduzieren muß.

Hoffen wir als das Beste, um Paroxetin endlich auf nimmer wiedersehen sagen zu können.



Comments:
469 Comments posted on "Paroxetin absetzen, oder: Wie man sich die Pest hoffentlich endgültig vom Halse schafft"
Niki on December 15th, 2007 at 9:42 pm #

Hallo, ich kann Deinen Bericht nur bestätigen. Ich habe vor einem Jahr schon mal versucht Paroxetin abzusetzen, mir gings so dreckig, daß ich beschloß es nur noch in stationärer oder teilstationärer Behandlung zu versuchen. Nun ist es wieder soweit… seit 3 Tagen bin ich ohne, meine letzte Dosis war 5 mg, und mir gehts ziemlich schlecht. Abgesehen von den körperlichen Symptomen wie starker Schwindel, Übelkeit, extreme Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme, Zitteranfälle und starkes Schwitzen, hab ich dazu noch Ängste, Verwirrtheitszustände und krieg zur Zeit nix auf die Reihe, selbst das im Bett liegen und nix tun ist super anstrengend. Ich hoffe, daß ichs dieses Mal durchhalte. Hab als Ersatz jetzt 3000 mg Baldrian am Tag. Wer weiß wie ich ohne das durch den Tag kommen würde…

Beileid an alle die versuchen Paroxetin abzusetzen und Kopf hoch ;)


Rene Kriest on December 18th, 2007 at 3:24 pm #

@Niki
Ich drücke Dir die Daumen. Halte durch! :)


Corinna on December 25th, 2007 at 10:04 am #

Hallo René! Das gleiche Problem habe ich auch.Meine Therapeutin versicherte mir das Paroxetin nicht abhängig macht und daraufhin habe ich es eingenommen.Das ist jetzt 3 Jahre her.Ich nehme pro Tag 1 Tablette (20 mg) ein.Vor ein paar Monaten habe ich schon einmal versucht die Tablette abzusetzen aber ich bekam Nebenwirkungen wie zB. Schwindel, Kreislaufprobleme,ein “Hämmern”im Kopf usw.Ich bin dann auf die normale Dosis zurück gegangen.Dann ging es mir wieder super! Jetzt möchte ich es wieder absetzen und bin schon auf 10 mg innerhalb 2 Monaten runter, aber ich verspüre trotzdem wieder diese Nebenwirkungen.Was meinst du oder welche Erfahrungen hast du,gehen diese nach einiger Zeit weg? Und wie geht es dir zur Zeit?


Corinna on January 1st, 2008 at 11:28 am #

Frohes neues Jahr! Ich hoffe du bist gut rein gekommen! Schade das du mir noch nicht geantwortest hast.Mir geht es im Moment mit der halben Tablette sehr gut und ich habe keine Nebenwirkungen mehr.Bald reduziere ich auf 5mg.Ich glaube man muß einfach versuchen durchzuhalten und das Ganze einfach nicht so schnell absetzen.Ich wünsche allen hier noch einen guten Start ins Neue Jahr und haltet die Ohren steif!!Ich werde auf jeden Fall Paroxetin den Kampf ansagen!Ganz liebe Grüße Corinna


Rene Kriest on January 1st, 2008 at 9:57 pm #

Hallo Corinna!

Ich wünsche Dir auch ein frohes Neues!

Tut mit leid, daß ich erst jetzt antworte, doch hatte ich vorher nicht in die Kommentare reingesehen.

Ich bewundere Deinen Durchhaltewillen in Sachen Paroxetin. Ich habe das Zeug nunmehr endgültig ausgeschlichen, wenn auch mittels eines Tricks, über welchen ich in den folgenden beiden Postings geschrieben habe:

http://www.depressionsblog.com/blog/paroxetin-absetzungssymptome-2/

http://www.depressionsblog.com/blog/ausschleichen-antidepressivum-paroxetin-zoloft/

Ich habe Paroxetin mittels Zoloft via fliegendem Wechsel ersetzt, da beides SSRI sind. Anschließend setzte ich dann Zoloft ab, was um ein Tausendfaches einfacher war, als mich weiterhin mit Paroxetin abzuplagen.

Bei mir waren die Nebenwirkungen bedingt durch das Absetzen wahrlich extrem und nicht auszuhalten. Aus der Not entwickelte sich dann diese Idee des fliegenden Wechsels.

Paroxetin war wirklich gut, sofern man die Nebenwirkungen/Absetzungssymptome außer acht läßt.

Ich drücke Dir ganz doll die Daumen! Du schaffst den „Entzug“! :)

Viele liebe Grüße,

René


Corinna on January 6th, 2008 at 10:17 am #

Hallo René!
Danke für deine Antwort.Im Moment nehme ich immer noch 10mg Paroxetin.Ich werde auch wohl noch etwas mit dem reduzieren warten bis ich ganz sicher bin, das ich es auch gut durchhalten kann.Dann schreibe ich wieder wie es mir so geht.Ich wünsche dir alles alles Gute und mach weiter so!Ich finde deine Hp echt klasse!Ganz liebe Grüße Corinna :-)


patricia on January 6th, 2008 at 10:22 pm #

hallo rene….nun möchte ich dir hier mitteilen das ich gerade dabei bin paroxetin abzusetzen…es ist die hölle…schwindel,elektrische schocks sogar inna zunge…es is schlimm…dazu kommt das schwitzen und ständig könnte ich anfangen zu heulen…einfach nur grausam…ich bin allerdings schon soweit das ich kein paroxetin mehr nehme,zum glück haben diese intensive träume schon aufgehört…naja wie dem auch sei…ich wünsche euch allen hier nen erfolgreiches jahr 2008…und viel viel erfolg paroxetin entkommen zu können…denn ich kann nachvollziehen und leide mit!liebe grüsse patricia


Angelina on January 7th, 2008 at 10:10 am #

Hallo zusammen.
Und euch allen ein schönes neues Jahr.
Bin gestern durch Zufall auf eure Seite gestossen und ich dacht mich trifft der Schlag als ich eure Berichte gelesen hab. Ich selbst habe vor einem Jahr mit Paroxetin angefangen und vor ca. vier Monaten wollte ich damit aufhören. Ich nahm 20mg und ließ diese von heut auf morgen weg. Am Anfang war noch alles ok aber dann wurde mir ständig übel, hatte keinen Hunger mehr, Schlafstörungen, Alpträume und schlimme Kopfschmerzen. Nach ca einer Woche war es dann so schlimm, dass ich Bauchkrämpfe bekamm und umkippte. Ich mußte ins Krankenhaus wo man mich nur belächelte und meinte, ich würde etwas empfindlich auf Paroxetin reagieren. Noch im Krankenhaus hab ich das scheiß Zeug wieder genommen und siehe da nach zwei Tagen war wieder alles ok.
Aus Angst das es mir wieder so schlecht geht habe ich dann brav das Zeug weiter genommen. Jetzt vor drei Wochen habe ich erneut versucht die Tabletten abzusetzen, aber dieses Mal ganz langsam ,doch trotzdem ging es mir von Woche zu Woche immer schlechter. Ständig hatte ich das Gefühl als ob ich dicht wäre und das ich nicht mehr klar denken kann. Dazu kommt noch ,dass mir ständig übel ist und ich starke Kopfschmerzen habe. Mit meinem Freund bekamm ich dann auch große Probleme weil ich von heut auf morgen absolut gefühlskalt wurde und ständig gereizt war. Bei jeder Kleinigkeit konnte ich meine Gefühle nicht mehr kontrollieren. Er verstand mich nicht, was auch kein Wunder war ,denn ich dachte langsam selber das ich anfang zu spinnen den schließlich konnten mir meine Ärzte auch nichts dazu sagen und ich hatte ständig, dass Gefühl als ob ich nicht für voll genommen werde und mir das alles nur einbilde, aber als ich dann auf diese Seite stoß war ich erst wahnsinnig erleichtert da ich ja anscheinend doch nicht bescheuert bin und noch mehrere dieselben Probleme haben. Trotzdem weiß ich nicht ,ob mich das jetzt aufbauen soll da meine Angst vor diesen Tabletten jetzt noch mehr gestiegen ist. Ich hoffe, dass ich es bald schaffe von dem Zeug ganz wegzukommen und endlich wieder so bin wie ich einmal war!
Liebe Grüße Angelina


Corinna on January 8th, 2008 at 8:08 pm #

Hallo noch einmal!
Ich finde das echt schlimm was diese Tablette alles anrichten kann.Ich habe im Moment auch Angst Paroxetin weiter zu reduzieren.Patricia, das Schwitzen und das man ständig anfangen könnte zu heulen, das habe ich auch!Ich hoffe das das bald auf hört!Ich drücke uns allen ganz doll die Daumen das wir das schaffen!
Viele liebe Grüße Corinna


patricia on January 22nd, 2008 at 11:10 am #

halli hallo ich nehme jetzt seid 3 wochen kein paroxetin mehr…jetzt ist es bei mir so das ich ständig richtig dolle aggressiv werde und alles andere is weg…ich schätze ich habs bald geschafft…naja ich arbeite dran…viel erfolg und gesundheit für euch…


Corinna on January 27th, 2008 at 8:34 am #

Guten Morgen!
Ich habe jetzt seid 2 Wochen auf eine halbe Tablette reduziert(5mg)und es geht mir mal gut und mal schlecht!Ich habe immer noch gelegentliche Heulanfälle und letzte mal beim Zahnarztbesuch hatte ich mit dem Kreislauf,das kenne ich überhaubt gar nicht von mir!Es kommt immer wieder was Neues dazu.Viele liebe Grüße Corinna


Sa on March 25th, 2008 at 11:57 am #

Hallo!
Ich möchte hier mal loswerden, was ich mit dem Absetzen von Paroxetin gerade so durchmache. Ich finde es einfach unglaublich, da mein Arzt mir immer wieder versicherte, dass Paroxetin nicht abhängig mache und man es von heute auf morgen einfach weglassen könnte, wenn man das Gefühl hätte, man braucht das Medikament nicht mehr. Noch dazu, wo ich so eine geringe Dosis nehme.
Es würde mich einfach interessieren, was ihr davon haltet. Ich würde mich sehr über Antwort freuen.
Ich nehme Paroxetin seit etwa 4-5 Jahren, jeden Tag 10 mg. Seit drei Wochen habe ich es jetzt abgesetzt. Nach drei Tagen fingen die Symptome an: Schwindelattacken, unbeschreibliche Schläge im Kopf (nicht schmerzhaft), die mir durch Mark und Bein gingen, Übelkeit und Erbrechen.
Ich versuchte möglichst regungslos im Bett zu liegen. Dann war es am ehesten auszuhalten. Meine Hausärztin diagnostizierte eine Entzündung am Gleichgewichtsnerv. Sie glaubte nicht, dass es vom Absetzen des Medikamentes kommen könnte. Ich war dann bei verschiedenen Fachärzten, HNO-Arzt, Orthopäde, Neurologe.
Laut Orthopäde soll der Nerv sich durch Blockaden in der Halswirbelsäule enzündet haben.
Lange Rede kurzer Sinn. Ich glaube einfach nicht, dass das die richtige Diagnose ist. Und das ist meiner Ansicht nach das Furchtbare dabei. Selbst Psychiater und Neurologen wissen nichts bis wenig über die Absetzungserscheinungen von Paroxetin. Ich komme mir so allein gelassen vor. Den einzigen Trost fand ich im Internet, wo andere Betroffene über ihre Erfahrungen schreiben.
Ich bin nun schon seit zwei Wochen krank, kann nicht arbeiten und nicht Auto fahren, da mir dabei schlecht wird. Ganz langsam stellt sich so nach und nach eine Besserung ein. Die “Schläge” im Kopf kommen nur noch selten und auch nicht mehr so heftig. Mir ist nicht mehr so übel. Mein Kopf ist aber immer noch so müde (weiß nicht, wie ich es anders beschreiben soll), ich bin überhaupt nicht leistungsfähig .So schlecht ging es mir in meinem ganzen Leben noch nicht und ich habe immer noch Angst, dass die Symtome nicht ganz weggehen, da meinem Gehirn vielleicht irgendwelche Stoffe fehlen, die in Paroxetin enthalten waren. Leider kann man ja mit keinem Arzt darüber reden, da niemand etwas weiß. Das ist doch unglaublich. Das hat wirklich mein Vertrauen in die Ärzte erschüttert.
Was sagt ihr dazu? Wann ist man wirklich weg von Paroxetin?
Vielleicht noch etwas positives: Paroxetin hat mir zu einem glücklicheren Leben verholfen. Ich habe es wegen Panikattacken genommen. Das Medikament hat mich wirklich davon befreit. Das soll mein Schlusswort sein.
Liebe Güße an alle, die Paroxetin absetzen wollen und gutes Durchhaltevermögen.
Sa


Rene Kriest on March 25th, 2008 at 12:47 pm #

Hallo Sa!

Danke für Deinen Kommentar.

Gerade folgenden Passus unterschreibe ich zu 100%: “Vielleicht noch etwas positives: Paroxetin hat mir zu einem glücklicheren Leben verholfen. Ich habe es wegen Panikattacken genommen. Das Medikament hat mich wirklich davon befreit. Das soll mein Schlusswort sein.”

Mir hatte es seinerzeit auch sehr gut geholfen und meine Stimmung gut aufgehellt. Schade, daß das Absetzen jedoch so der Horror war.


El Bakadi on April 28th, 2008 at 8:06 am #

Hallo alle zusammen.
Auch ich weiß wovon ihr alle sprecht:-(. Es ist schon nicht einfach von dem Zeug runterzukommen allerdings möchte ich euch dennoch einwenig Hoffnung machen, denn wenn man das Medikament ganz langsam ausschleichen lässt, kann man es schaffen davon runterzukommen und die Entzugserscheinigungne sind nicht so schlimm. Ich nehme auch seit ca. 1,5 Jahren Paroxetin und musste auch drei Versuche starten um es durchzuhalten.
Ich litt beim Absetzten unetr; Alptrümen, Müdigkeit, Schwindel, Herzrhytmusstörungen, Kreislaufproblemen, Erschöpfung, Koptschmerzen und und und… Jetzt nehme ich seit 2 Wochen alle zwei Tage 10 mg und man merkt, dass es von Tag zu Tag besser wird..
Das Medikament hat mir auch in meiner schwierigen Zeit sehr geholfen, es ist wirklich nur verdammt schwer davon loszukommen. Vorallem weiß man, dass man dieses Medikament nicht noch einmal nehmen wird!!

Ich wünsche allen viel Erfolg!!!


marcel on April 29th, 2008 at 1:31 am #

Also, ich nehme seit 6 Jahren Paroxetin. Angefangen mit 20, dann auf 40 und nun habe ich mich selbst auf 0,5 mg reduziert. Mir gehts gar nicht gut damit, aber ich habe auch keine Lust mehr darauf, mein Leben den Tabletten zu widmen. Paroxetin hat mir was meine Angststörung betrifft sehr gut geholfen, aber es hatte auch erhebliche Nebenwirkungen. Sprich z.B. Gleichgültigkeit und Empfindungslosigkeit. Ebenfalls hatte ich das Gefühl, dass meine Phantasie, Kreativität, ja mein ICH als solches verloren geht. Aber ich stelle fest, dass ich über die Jahre wohl vergessen habe, wie ich mich ohne Tabletten fühle. Deswegen gehts mir momentan wahrscheinlich auch so beschissen. Habe nun ein ganz komisches und unangenehmes Körpergefühl. Bekomme gelegentlich Herzrasen und Zitteranfälle, aber irgendwie habe ich auch keine Interesse daran, die ganze Schote nochmal von vorne zu beginnen. Keinen Plan, was ich tun soll. Habe heute die letzten 0,5 mg genommen und es ging mir heute schon richtig schlecht und der Gedanke, morgen dann wieder aus Angst vor Nebenwirkungen zum Arzt zu rennen, kotzt mich noch mehr an. Fakt ist, dass meine Neurologin mich nicht wirklich über die Palette an Nebenwirkungen und Absetzerscheinungen aufgeklärt hat und jetzt hab ich den Salat, lol….Naja.


susapp on June 22nd, 2008 at 9:31 am #

Ich hab auch <paroxat abgesetzt und mir gehzs mal so richtig scheiße. Habe 2 20 mg genommen und bin dann auf 10 mg runter gegangen das ging auch noch ganz gut. Aber als ich die Tab. ganz wegließ ging nach 2 Wocheen gar nix mehr. ich habe totale angstzustände,<schwindel und mir is ständig als ob ich ohnmächtig werde. Gehts noch jemandem so? hab voll Angst ich hab irgendwas Schlimmes. kann mich jemand beruhigen?


Thomas on July 7th, 2008 at 9:14 am #

Ich kann Marcel nur bestätigen. Wenn ich Paroxetin nehmen, hören zwar die Angstzustände auf, aber man fühlt auch sonst nicht mehr so intensiv “das Leben an sich”, wie ich es mal ausdrücken will. Ich habe auch wie Marcel das Gefühl, dass man sich sozusagen selber irgendwie entfremdet, weil die Phantasie und Kreativität verloren gehen und man immer gefühlsmäßig wie leicht betäubt ist. Ich versuche grade Paroxetin abzusetzen, und es ist der Horror. Sowas von intensiven Alpträumen. Und Schwindelgefühlen. Aber ich will auch wieder mehr ich selber sein, auch wenn mal eine Panikattacke sich einschleichen will. Aber ich bin mittlerweile recht gefestigt, so dass ich die Panik objektiv beurteilen kann und mich dann wieder runterbringe davon. Abgesehen davon fühle ich mich jetzt wieder mehr wie ich selber.
Das war es erstmal. Liebe Grüße an euch alle

Thomas


Thomas on July 8th, 2008 at 8:50 am #

bin nur noch am heulen. Aber ich werde es nicht wieder einnehmen. weil mir mit paroxetin alles so egal ist, und das ist noch schlimmer.


reini on July 8th, 2008 at 9:16 pm #

Also ich war 7 Jahre Paroxat abhängig, weil ich einem Arzt vertraut habe, und habe auch etliche Male nach Vorschrift versucht abzusetzen und bin jedesmal wie ein Junkie gescheitert.

Auf der Packung sollte eigentlich eine große rote Sinuskurve sein, weil nur so läßt sich Paroxat am besten beschreiben, sowohl während der Einnahme mit all den drogenartigen Feelings und teilweise sogar echten Halluzinationen, (aus dem Augenwinkel heraus irgendwas vorbeischwirren sehen, was beim 2ten Blick garnicht da ist) als auch beim Entzug.

Ja übrigens.. ich bin jetzt komplett von Paroxat frei ! ! !

Ihr müßt dem Ganzen viel Zeit geben. Bei mir hat das Ausschleichen lassen insgesammt länger als 6 Monate in Anspruch genommen. Man kann generell auch immer wieder mal einen Tag aussetzen, aber bitte langsam. ihr wisst ja die wirkung lässt erst nach 3 bis 4 tagen nach und die schlimmen Zeiten beginnen.

Ich habe am Ende 5mg alle 2-3 Wochen genommen und selbst diese waren jedesmal wie eine Erlösung für mich. Irgendwann hat es dann ein Ereignis in meinem Leben gegeben, das war am letzten Tag letzten Jahres, da hab ich dann endgültig Schluss machen müssen.

Bis jetzt also frei.
Ich muss trotzdem zugeben, dass Paroxat eine geile Droge ist, aber eben wie jede Droge nur dich selbst belügt, dir ständig das Gefühl gibt mit dir sei eh alles in Ordnung, tu tust nur das richtige, die anderen sind die Idioten…

Paroxat hat mir ständig Glücksgefühle beschehrt, die ich mir nicht selbst verdient habe, Selbstbescheißung also.

Paroxat hat mir schon was gebracht:
Ich weiß jetzt, dass ich fast alles kann, was ich mir in den Kopf setze auch wenn es noch so weh tun wird.
Vor 2 Monaten habe ich mir das Zigarrettenrauchen abgewöhnt, nach 12 Jahren Rauchen. Das war ja sowas von leicht kann ich nur sagen :) 20 kg sind auch seit Anfang des Jahres weg.

Es kann nur besser werden, selbst wenn alles echter rüberkommt. Ich muss schon sagen durch das Paroxat habe ich 7 Jahre lang nicht über die Augen weinen können, maximal Kurzatmung für ganz kurz aber richtiges Weinen war nicht möglich. Jetzt ist das schon anders. Mir kommen jetzt sehr oft Tränen in nachdenklichen Situationen, aber so gehört das glaub ich auch. Weinen ist ein natürlicher Heilungsprozess, den ein Paroxat-Zombie nicht erleben darf, weil er eben viel zu zugedröhnt dafür ist.

Es ist jetzt das erste mal, dass ich irgendwo im web über das rede seit dem ich davon runter bin und wie man sieht bin ich noch ein wenig sauer.

Viel Erfolg allen, die das alles noch vor sich haben.

und NUR schön langsam ausschleichen lassen !!


reini on July 8th, 2008 at 9:21 pm #

ja genau.. ich hatte bei diesem endgültigen Abstezversuch überhaupt keine Absetzsymptome. Ich kann mich noch genau erinnern, dass ich damals jeden Tag damit gerechnet habe, dass sie kommen aber sie kamen nie! es ist also möglich schmerzfrei!


Sabine on July 11th, 2008 at 11:41 pm #

Hi Leute!
Ich bin gerade auch in einer akuten und massiven Absetzphase. Ich habe Paroxetin immer gut vertragen, konnte damit ein ganz normales Leben führen (ohne Nebenwirkungen!) ohne Ängste und Zwänge. Mache dabei aber auch seit über 6 Jahren eine Gesprächstherapie. Nun ging es mir so gut, dass mein Neurologe und ich übereingekommen sind, das Paroxetin wegzulassen. Ich war seit etwa 1 Jahr auf 10 mg pro Tag (von ursprünglich 20 mg). Von Absetzungssymptomen hat er nüscht gesagt.
Jetzt ist eine Woche rum, ich ging von 10 mg auf 0 und habe die dollsten Enzugserscheinungen! Schwindel, Stromschlaggefühle, Zuckungen in den Beinen beim Einschlafen, Schwitzen oder Frieren, Träume, aber am Schlimmsten empfinde ich momentan meine Ängste und Traurigkeit. Ich bin nur am Heulen, und ich fühle mich in die Zeit meiner Depressionen zurückversetzt. Ich habe es so satt, gegen diese Traurigkeit und Ängste zu kämpfen …
Und jetzt möchte ich Euch mal fragen, die Ihr alle so glücklich seid mit der Paroxetin-Absetzung: Geht es Euch nach dem Entzug gut? Ich meine, habt Ihr keine Depressionserscheinungen mehr? Denn ich frage mich gerade sehr intensiv: Lohnt es sich für mich überhaupt, von Paroxetin wegzukommen? Ich habe gerade das Gefühl, ich habe mir ins eigene Fleisch geschnitten. Letzte Woche war noch alles ok, ich habe aktiv am Leben teilgenommen (gut, Ängste hatte ich immer mal wieder, aber die konnte ich dann auch mithilfe der Strategien, die ich in der Therapie gelernt habe, bekämpfen bzw. aushalten) und mich auch als ICH SELBST gefühlt. Und das ist gerade nicht der Fall, und ich habe gerade massive Angst, dass ich einen zu hohen Preis fürs Absetzen bezahle, zumal ich echt nicht weiß, wie es mir ohne Paroxetin gehen wird – ggf. schlechter. Muss ich dann mein Leben lang Tabletten nehmen? Aber wenn es mir damit gut geht (“normal” geht), warum absetzen?

Sorry, ich bin gerade ziemlich durch den Wind. Falls mir jemand Mut machen kann / will, kann er mir auch gerne mailen.
LG, Sabine


Elke on July 17th, 2008 at 8:18 am #

Hallo ihr alle!
Ich bin seit Monaten dabei, Paroxat abzusetzen. Ich habe über ca. 1 1/2 Jahren 20 mg genommen, habe dann auf 10 mg reduziert (ca. 3 Monate lang). Dabei ging´s mir relativ gut. Die Kreislaufstörungen, die in dieser Zeit vermehrt auftraten, habe ich auf`s Wetter geschoben. Die letzten Tage habe ich 5 mg täglich geschluckt, dann immer wieder vergessen und schließlich ganz abgesetzt. Anfangs hatte ich immer wieder Schwindelanfälle, die noch auszuhalten waren. Jetzt, ca. 2 Wochen später, sind diese Anfälle so stark geworden, dass ich nicht in der Verfassung bin, arbeiten gehen zu können. Ich habe auch dieses Zittern und bei LANGSAMEN Bewegungen Herzrasen. Das hat mir bzw. macht mir richtig Angst. Ich hab erst gar nicht daran gedacht, dass all diese Symptome mit dem Absetzen von Paroxat zu tun haben könnten. Gestern hab ich dann mal ins Netz geschaut und gesehen, dass viele andere auch unter den beschriebenen Symptomen leiden. Da ich, wie viele von euch, berufstätig bin und meiner Arbeit nachgehen will, nehme ich nun nach heutiger Absprache mit meiner Psychotherapeutín (die auch nicht ganz davon überzeugt ist, dass diese Beschwerden vom Absetzen kommen) wieder 5 mg. Diese soll ich ca. 2 Wochen täglich nehmen und dann zum Ausschleichen nur noch jeden 2. Tag. Ich hoffe so, dass ich es so ohne oder mit wenigen Nebenwirkungen schaffe. Wenn ich nur wüsste, wie lange ich noch hätte durchhalten müssen, hätte ich die Tabletten nicht mehr angerührt. Aber wie lange können diese Zustände anhalten? Ich habe so ziemlich alle, die von euch beschrieben worden sind. Auch kommen diese Angstzustände und die Weinerlichkeit hinzu. Ich fühl mich schlecht meinem Freund gegenüber, weil ich so “unberechenbar” bin. Ich will aber von den Tabletten los, weil wir planen, ein Kind zu bekommen. Momentan weiß ich mir wirklich keinen Rat. Vielleicht war es Wahnsinn, wieder mit 5 mg anzufangen. Möglicherweise hätte ich nur noch wenige Tage durchhalten müssen… Diese Fragen beschäftigen mich jetzt. Ich bin froh, diese Seiten mit euren Nachrichten gefunden zu haben, denn ich habe wirklich schon geglaubt, ich wär nicht mehr ganz normal oder hätte was ganz Schlimmes. Bitte, falls jemand von euch sagen kann, wie lange diese “Entzugserscheinungen” ungefähr andauern, schreibt es mir. Bin ziemlich verzweifelt und hocke in dem Zustand zuhause, obwohl ich eigentlich arbeiten sollte.
Liebe Grüße an euch alle und alles Gute und natürlich viel Erfolg!!!
Elke


Niene on July 19th, 2008 at 2:44 pm #

Hallo Leidensgenossen..

habe anfangs 20mg am Tag genommen, da es aber anscheinend nicht die richtige Wirkung hatte, erhöhte mein Arzt es auf 40mg.
das ich seit der ersten Einnahme eigentlich noch mehr Probleme hatte, da ich auseinander gegagen bin wie ein Hefekloß, hatte laut meines Arztes nichts mit Paroxetin zu tun…
Das sei mal so dahin gestellt.
In einem Jahr 40Kilo zunehmen, auch wenn man teilweise gar nicht isst???
Naja, dann hatteich endgültig die Schnauze voll… anderer Arzt… Versuch 1 das Teufelszeug los zu werden.
Von 40 auf 20
von 20 auf Null
Das war unmöglich..
Schwitzen, Hitze Kälte, Kopfschmerz, Stromschläge im gesamten Körper, eine Heulattacke nach der anderen, Kreislaufprobleme, intensive Träume— bis hin zur Halluzination.
So muss sich wohl die Hölle auf Erden anfühlen…
meine partnerin ist schon teilweise vor mir geflüchtet, kann ich verstehen, ich konnte mich selbst nicht leiden zu der Zeit.
Abbruch– wieder auf 20mg.
Versuch 2
20 auf 10
und dann auf null
Bin zur zeit auf 10mg
leichte scläge im Arm, probleme mit den augen–scheinen langsamer zu reagieren, meine Stimmung ist sehr schwankend–sehr sensibel, viele tränen außerdem könnte ich den ganzen Tag schlafen.aber irgendwie muss ich mich da durch quälen… mir tut nur irgendie meine Freundin leid, sie muss mich halt ertragen bis ich endlich dieses Zeug los bin…
euch viel Erfolg und gesundheit…
und wenn jemand weiß wie man das zeug jnoch leichter los wird ausser mit dem Tip vom Rene bitte sofort melden.
Ich werd es auf jeden Fall ausprobieren.

Drück die Daumen… Niene


reini on July 20th, 2008 at 12:40 pm #

Absetzen:
… ihr seid jetzt bei 35mg/Woche, das sind 5mg/Tag oder 10.mg alle 2 Tage.
Jetzt plötzlich nichts mehr nehmen geht nicht!!!!!
Also diese 35mg Schritt für Schritt, schön langsam reduzieren, erst jeden zweiten Tag, dann jeden dritten Tag, also erst einen Tag pro Woche weglassen, dann zwei usw.
Von 35mg auf 10mg in 2 Monaten. Das mein ich mit langsam. Und bei 10mg angekommen, ist seid ih noch immer nicht übern Berg; wenn ihr bis dahin aber noch keine Entzugserscheinungen bekommen habt, könnt ihr schon stolz auf euch sein. Trotzdem wär jetzt ganz aufhören falsch, es würde euch wieder einholen.
Dann eben immer weiter reduzieren und wenn ihr bei 5mg alle 2 Wochen angelangt seid, erst dann rate ich euch es zu versuchen ganz wegzulassen.


reini on July 20th, 2008 at 4:45 pm #

http://www.adfd.org/forum/viewtopic.php?t=4588&highlight=paroxat

..habe da was interessantes gefunden. vielleicht hilfts ja wem.


Etain on July 25th, 2008 at 7:45 pm #

Hallo liebe Leute,

also ich bin seit 7 Monaten auf Paroxetat und versuche schon wieder es abzusetzen. Einerseist weil ich nicht all zu schwer Panik/Angstkrank war und andereseits, weil ich ungerne Chemie in mich reinstopfe. Bin also von 20 mg erst mal runter auf 15 für einen monat, jetzt auf 10 mg. soweit so gut keine nebenwirkungen. Nur dass ich immer noch hundemüde bin. seit ich paroxetin nehme muss ich mindestens 10 stunden am tag schlafen, bevorzugt vormittags, was blöde ist, wenn man sein leben lang frühaufsteher war!!! Aber ich bin student, von daher kann ich es einigermaßen ins Tagespensum integrieren. Da ich aber momentan zeimlcih im Lernstress bin habe ich gerstern die tablette vergessen, was sich direkt heute gerächt hat…..schwindel, angst!? oder liegt es nur am stress…oder ist es beides.? na auf jeden fall habe ich angst wieder rückfällig zu werden (depri/angstkrank) aber das gehört wohl, wenn ich die anderen Beiträge so lese zum absetzten dazu.

ALso an alle, Kopf hoch, durchhalten und , da kann ich mich allen nur anschließen…….schön langsam runter damit, zur not die tablette vierteln, das geht auch! und immer min. 2 wochen, besser 4 bei der dosis bleiben bis man wieter runter geht (gerade bei damen wichtig, denn der hormonhaushalt schwankt ja bekanntlich im 28 tage rhythmus, denkt dran!!!)

also, verliert den Mut nicht, wir sind nicht alleine!!!!


jacqueline on August 14th, 2008 at 10:24 pm #

Hallo,
ich kann gar nicht fassen was ich hier lese.Bis vor 5 Minuten dachte ich ich wäre mit diesem “Paroxetin-Problem” alleine.Durch Zufall beim Suchen des Medikaments stieß ich hierher.
Ich nehme Paroxetin seit ca. 4-5 Jahren wegen Panik.Bin von 20 auf 10 mg runter. Des öfteren habe ich versucht es ganz wegzulassen, aber nach spätestens 6 Tagen ging es mir so dreckig (Schwindel,weinen…)das ich doch wieder 10mg nahm.Das ist bis heute so, denn ich habe Panik vor dem Absetzen. Meine Ärzte können komischer Weise auch an keinen Zusammenhang zum Paroxetin glauben. Ich sollte es langsam ausschleichen lassen.Nach 10-auf 5 mg und dann alle 2 Tage 5mg-dann 0. Ich hab´Angst und habe es bis jetzt noch nicht in Angriff genommen.
Einerseits bin ich nun froh von Leidensgenossen zu lesen, obwohl es ja echt traurig ist. Wenigstens weiß ich jetzt, daß ich mir die Absetzsymptome nicht einbilde.
Vielleicht schaffe ich es ja irgendwann mal…
liebe Grüße und alles Gute Jacqueline


Barbara on August 22nd, 2008 at 5:13 pm #

Hallo zusammen!

Mir geht es so wie vielen hier. Ich nehme Paroxetin – bis gestern 10 mg. Auch ich möchte davon weg, hatte das auch schon mal versucht (von 10 mg täglich auf 0) und auch bei mir ging das total daneben. Niemals hätte ich gedacht, dass das Zeug so eine Macht über mich bekommt. Mein Psychotherapeut sagte nur, dass ich wohl zu früh abgesetzt habe, sonst wäre es mir nicht so schlecht gegangen – es wurde also abgetan. Seit heute nehm ich 5 mg, das will ich noch eine Zeit so beibehalten, noch geht es mir gut, aber wenn ich eure Beiträge so lese, bekomme ich Angst. Da aber auch ich in einem Jahr 13 kg zunahm, möchte ich endlich weg von dem Zeug – auch aus anderen Gründen. Drückt mir die Daumen, ich will das unbedingt schaffen. Ich will wieder ich sein…

Lieben Gruß und DANKE für eure Beiträge.
Barbara


Kimo on August 22nd, 2008 at 8:41 pm #

Es ist angenehm, diese Erfahrungsberichte zu lesen. ich reihe mich damit ein, ich weiß, aber man kommt sich doch sehr verlassen und allein mit den Problemen vor.
Ich hatte Paroxetin 2 1/2 Jahre genommen. Und ich will mich auch nicht beschweren: es hilft. Ohne dieses Medikament hätte ich vermutlich die Uni geschmissen. Vor allem die Panik- und Angstattacken sind weg, und das wars ja wert.
Aber die Absetzsxymptome sind grausam. Seit 2 Wochen nehm ich das Medikament nicht mehr, nachdem ich über 4 Monate ausgeschlichen habe (5 mg – Schritte).
Und schlimm ist: diese dauernde Aggressivität, jeder und jede und alles regt einen auf. Ich will schon gar nicht mehr auf die Strasse, weil die Menschen mich so nerven. Dann diese innere Unruhe, gleichzeitig kommt man zu nichts. So viel Zeit vertändelt hab ich zuletzt in den Zeiten der schweren Depressionen. Nun gut, damals wars schon schlimmer, denk ich.

Aber ich schöpfe Hoffnung! Zunächst glaube ich an ein Ende der Symptome, dann habe ich ein Ersatzmedikament, Lorazepam, was akut hilft aber nicht auf Dauer eingenommen werden soll. Das erste Mal hatte ich nach der Einnahme von 1 mg 4 Stunden geschlafen. Nachmittags. Seitdem bin ich vorsichtiger, hehme wenn nur eine viertel Tablette. Und das hilft. Dann Sport! Ich fahre viel Rad und habe das Gefühl, das hilft. Ausserdem nehm ich dann vielleicht auch wieder die Kilos ab, die ich in der Behandlungszeit aufgebaut hatte (über 20 Kilo in 2 1/2 Jahren!). Und der Tipp von reini gefällt mir. Bisher dachte ich, das Nikotin beruhigt mich. Obwohl mans echt besser wissen müsste. Aber das versuche ich, ebenso den Verzicht auf Alkohol (obwohl man da nicht über den ganzen Scheiß nachdenkt…:( ).

Ich freu mich, diese Seite gefunden zu haben. Nicht allein zu sein hilft!


Barbara on August 23rd, 2008 at 11:58 am #

Seit gestern auf 5 mg pro Tag – bislang geht es mir gut. Ich werde weiter berichten…


Barbara on August 24th, 2008 at 4:13 pm #

wie nur 5 mg genommen – es geht mir gut, etwas müde und vielleicht ein bißchen empfindlicher als sonst. Ich FREU mich so…


Barbara on August 24th, 2008 at 4:15 pm #

Liebe Kim,

wie ist es dir denn weiter ergangen? Hast du deinen Absetzversuch jetzt erstmal auf Eis gelegt? Wollen wir vielleicht zusammen versuchen, uns erstmal auf 5 mg einzustellen und dann langsam weiter runter? Oder möchtest du jetzt erstmal deine dosis halten?


Barbara on August 24th, 2008 at 4:16 pm #

Ersetze kim durch kimo – sorry


Barbara on August 25th, 2008 at 6:57 pm #

Alsoo…. 4. Tag auf 5 mg – immer noch geht es mir gut (ich hoffe, das macht einigen Mut). Kimo, vermutlich bist du nicht mehr hier, ich hätte so gerne gewußt, ob alles jetzt ok ist bei dir.


Barbara on August 26th, 2008 at 7:09 am #

5. Tag: wilde Träume in der Nacht – immmer noch 5 mg. Etwas reizbar… ansonsten alles OK…


Elke on August 27th, 2008 at 11:18 am #

Hallo Leidensgenossen!
Ich hatte nach meinem ersten Absetzversuch von 20 auf 10, dann auf 5 mg und schließlich auf 0 auch sehr schlimme Zustände (Schwindel, Kopfschmerzen, Angstzustände usw. – siehe weiter oben). Weil es mir nicht mehr möglich war, zur Arbeit zu gehen, habe ich dann wieder 5mg täglich eingenommen. Es ging mir ab dem 2. Tag auch wieder wesentlich besser. Nun bin ich wieder dabei, Paroxetin langsam – noch viel langsamer – abzusetzen. Erst 5 mg täglich (ca. 4 wochen lang), dann 5 mg jeden 2. Tag (ca. 3 Wochen) und seit einer Woche nehme ich nur mehr jeden 3. Tag 5 mg Paroxetin. Soweit komme ich ganz gut damit klar, ich bin nur ständig sehr müde und hab manchmal Kopfschmerzen, eher am Abend. Ich bin auch mehr gereizt als sonst, aber es hält sich alles einigermaßen in Grenzen. Ich werde die 5 mg jeden dritten Tag noch eine Weile nehmen und dann versuchen, wieder ganz abzusetzen. Ich hoffe, dass es so funktioniert. Vielleicht konnte ich euch mit meiner “neuen Absetzmethode” ein bisschen weiterhelfen.
Ich hätte noch eine Frage: Einige von euch schreiben von Gewichtszunahme. Ich hab innerhalb eines Jahres fast 10 kg zugenommen. Krieg ich die, wenn ich von Paroxetin endlich ganz weg bin, wieder runter? Hat da schon jemand Erfahrung?
Ich wünsch euch alles Gute und viel Kraft!


Barbara on August 27th, 2008 at 1:17 pm #

Hallo Elke,

ich habe in gut einem Jahr 12 (!!) kg zugenommen, auch mich würde sehr interessieren, ob man nach dem Absetzen dann leichter abnimmt. Hast du noch keine Gewichtsabnahme bemerkt, seitdem du das Zeug schon so schön reduziert hast? Ich selbst werde mal nach deinem System weiter absetzen. Erstmal noch täglich meine 5 mg und dann so, wie du es auch gemacht hast…

Es tut echt gut, hier mal zu schreiben, finde ich! Auch euch aller weiterhin viel Kraft! Es ist schwer, aber machbar – hoffe ich…


Elke on August 27th, 2008 at 1:27 pm #

Hallo Barbara!
Danke für deine Antwort!
Bis jetzt hab ich leider noch nichts abgenommen. Ich hoffe, das kommt noch.
Ich wünsch dir und allen anderen viel Glück und Durchhaltevermögen beim Absetzen. Spätestens, wenn ich auf 0 bin, berichte ich von meinen Erfahrungen!
Liebe Grüße


Kimo on August 27th, 2008 at 4:59 pm #

Hallo Barbara, danke der Nachfrage. Mir gehts im Moment ganz gut. naja, Up and down, grad eher up! : ) Ich nehm nun seit fast 3 Wochen diese Tabletten nicht mehr. Wie gesagt, Lorazepam hilft mir, z.B. wars am WE echt schwer, gut, ich hatte am Freitag etwas getrunken, war auf einer Party, die ich ohne Alkohol nicht ertragen hätte. Dafür war ich am Samstag und Sonntag richtig beschissen drauf. Aber seit Montag passt das wieder, gestern hab ich gar nicht dran gedacht.
Ich glaube, wirklich helfen tut nur ein Lebenswandel: kein Alkohol, kein Koffein (das beides versuch ich zu beherzigen), kein Nikotin (das kann ich grad nicht) und dann Sport, Bewegung, Sonne, auch regelmäßiger shlaf und so. Ich merke, dann gehts. Und ich mach meine in der Therapie mir empfohlenen Entspannungsübungen wieder.
Ja, Elke, auch ich hab zugenommen. Über 20 Kilo. 4 sind schon wieder runter, ich weiß von anderen, dass das Gewicht tatsächlich zurückgeht, allerdings bestimmt nicht von allein :) . Etwas tun muss man natürlich trotzdem. Es fällt aber leichter, als man annimmt. Wie gesagt: Viel Bewegung, viel Sonne und geregelter Tagesablauf, dann kommt das schon.
Lg. Durchhalten. :)


Kimo on August 27th, 2008 at 5:05 pm #

Noch was, Barbara, ich hab eine Ausschleichdroge, aufs Paroxat werde ich nun nicht mehr zurückgreifen. Fehlt mir auch nicht, eher fehlen mir die gute Laune, die Entspantheit, das alles muss halt nun wieder auf natürlichem Wege her. Wie gehts dir denn nun? Ich schlief auch beschissen, jetzt umso besser, dafür gehts nicht unter 9 Stunden!! Sonst bin ich den ganzen Tag gerädert. Das heißt, ich muss nun abends wirklich um 11 ins Bett. Das ist neu, aber es geht besser, als ich dachte. Naja, dir weiterhin viel Glück!


Barbara on August 27th, 2008 at 7:39 pm #

Hi Kimo, dank dir für deine Antwort(en). Ja, die gute Laune war schon klasse, mich hat kaum was genervt… aber du hast recht: jetzt wieder auf natürlichem Wege. Nikotin ist für mich kein Problem, seit zwei Jahren Nichtraucherin, Alkohol schon eher, ich mag so gern Bier am (Feier)abend. Das werde ich mir weiter gönnen (ist natürlich blöd wegen Abnehmen). Sport: das ist mein nächster Plan. Mein Crosstrainer gammelt gerade im Keller vor sich hin, mein Rad im Gartenhaus… Wie schön zu lesen, dass sich diese komischen Nächte irgendwann geben, ich hab schon keine Lust mehr auf abends, weil dann bald die unruhige Nacht folgt. Aber ich denke, es lohnt sich und nochmal: es ist so schön, plötzlich dank dieses Forums nicht mehr allein dazustehen. Euch allen auch weiterhin: gutes Durchhalten und es wird!!! Ab Oktober werde ich an einer Ernährungsberatung teilnehmen, zahlt die Kasse. Mal schauen, eigentlich weiß man/frau ja, was geht und was nicht. Aber vielleicht bekomme ich dort doch noch eine Anregung oder einfach mehr Motivation. Ich werde berichten.


Kimo on August 28th, 2008 at 7:18 pm #

Hm, eine gute Idee. Ich hatte mit meiner Hausärztin ml drüber geredet, aber letztlich hab ich dann doch nichts in die Wege geleitet. Erzähl mir, wies läuft bei der Ernährungsberatung… :)
Heute nacht hab ich mal wieder richtig besch… geschlafen, naja, wird wohl noch dauern, bis es sich normalisiert. Das mit dem Bier versteh ich, aber ich belass es daa bei einem Glas Rotwein oder einem Radler, das tuts dann auch. Ich hasse diese Tage nach dem Alkohol derart, fühl mich dann immer so beschissen und leer, das ist mir das trinken nicht wert. Und das Rauchen, nun ja, leidiges Thema, werd wieder mal aufhören, aber grad nicht, da kämpf ich ja schon gegen anderes… ;)


Elke on August 29th, 2008 at 9:16 am #

Hallo Kimo!

Danke für die aufbauenden Worte. Ich bin schon dabei, Sport zu machen. Momentan schaff ich´s nur 1x die Woche 1 Stunde schwimmen. Ich will das aber unbedingt auf 2-3 x steigern. Das Problem mit dem Alkohol ist mir auch gut bekannt. Der Tag danach ist wirklich grausam. Ich will schon gar nicht mehr abends weggehen, weil ich ständig so müde bin.
Rauchen tu ich auch, aber auch damit aufzuhören wäre mir momentan zu viel.
Ich find´s auch sehr toll, diese Seite gefunden zu haben und Erfahrungen auszutauschen und vor allem zu wissen, dass man mit dem Problem nicht allein ist.
Ich wünsch euch ein schönes Wochenende!


Barbara on August 29th, 2008 at 12:49 pm #

Hallo liebe “Absetzwillige”,

gestern abend bei mir der absolute Mist. Es war der erste Tag ganz ohne Paroxetin. Geheult, gezankt und abends kleinlauf 5 mg eingenommen. Heute morgen auch – jetzt ist wieder gut. Wow, was für eine Demonstration der Chemie in meinem Körper, das ist ja echt hart. Ich habe mich so erschrocken, dass ich im Moment von den letzten 5 mg gar nicht weg will. Wenn das mit dem Übergewicht nicht wäre, würde ich das Zeug einfach bis ans Lebensende nehmen, das wäre mir – denke ich – egal. Also: Planwechsel: mehr tun (Sport, weniger Bier, Ernährung….), um das Gewicht zu reduzieren, trotz Paro. Entweder bin ich unglücklich, weil ich meine Vierteltablette nicht kriege oder weil ich mich zu dick finde. Das ist doch total bescheuert.

HILFE…
Euch allen auch ein schönes WE.


Kimo on September 3rd, 2008 at 8:41 pm #

Hallo Elke, hallo Barbara. Und hallo wer-auch-immer ;) ,

Mit einmal pro Woche schwimmen bist ja é schon gut dabei. Sollte ich auh wieder anfangen, die Füße hab ich mir fürs erst beim squashen ruiniert…

Ich darf sagen, mir gehts grad richtig gut, hab alte Geschichten aufgeräumt, bin täglich 6 bis 8 Stunden beim Lernen und vor allem nutz ich die Sonne! Es gibt ja Lichttherapien, die dich ne halbe Stunde, dreimal wöchentlich, vor spezielle Lampen setzen. Hilft gegen Depressionen. Leider zahlt das die Krankenkasse nicht, die setzt lieber auf Medikamente und scheisst auf Spätfolgen. Nun ja, wird sich auch noch ändern. Auf jeden Fall hol ich mir die Dosis Sonne so, täglich, im Park. Oder letzten Sonntag in den Bergen. Wow, ihr glaubt nicht, wie gut das tut. An Tabletten denk ich momentan gar nicht. Ändert sich bestimmt wieder, aber im Moment läufts gut.

Schade, Barbara, dass du im Moment nicht ohne Paro kannst. Entweder ist dein Körper echt noch nicht soweit (bzw. dein Kopf) oder du stresst dich da zu sehr rein. Die haben ja auch ziemlich starke psychische Wirkung, du weißt, dir kann nix passieren, du hast ja dein Pillchen geschluckt. Frag doch deinen Psychodoc nach Xanax o.ä., das kann beim Absetzen wirklich helfen. Vorsicht nur wg der Abhängigkeitsgefahr, aber man darf die ja nicht regelmäßig sondern nur akut in winzigen Mengen nehmen. Bei mir halfs.

Und die Sonne, natürlich, schade, dass der Sommer nun bald vorbei ist.

Lg an euch, und bestes Gelingen und Durchhalten!

Kimo.


Barbara on September 3rd, 2008 at 10:19 pm #

Hallo an euch und vor allem an Kimo,

das war eben sehr schön, deinen Beitrag zu lesen – vielleicht hast DU es gepackt! Freu mich für dich!!!! Und deine Worte machen echt Mut. Vielleicht stress ich mich da wirklich rein, ich habe im Oktober einen Termin beim Psychodoc, der sagte gestern am Telefon, ich soll mindestens 3 Monate erstmal die 5 mg behalten, dann können wir vielleicht versuchen, weiter zu reduzieren – aye, aye… Tja, wie wahr du das schreibst Kimo: auch mir ist schon der Gedanke gekommen, dass der Ablauf Pille = cooler Tag contra keine Pille = blöder Tag irgendwo dahinten in meinen Schädel gepflanzt ist. Aber ich merke, dass ich im Moment meiner Umwelt z.T. ein wenig unbequem bin, z.B. :” Nein Mama, du kannst nur eine Nacht bei mir übernachten, zwei sind mir zuviel” – wie unbequem, weil doch von Mama anders geplant. Oder: “Ach, mein Schatz, du bist gestresst, weil du morgen von 9 bis 17 Uhr Fortbildung hast? Eine Tüte Mitleid…” – er = sauer. Will sagen, einige Dinge/Aussagen nerven mich z.Zt. mehr als sonst, z.B. wenn über meinen Kopf entschieden wird (Mamabeispiel) oder nach meinem Empfinden grundlos gejault wird (Schatzbeispiel). Aber ich sage jetzt NEIN oder setze die Grenzen anders – leider wohl manchmal auch mit Sarkasmus. Kennt ihr sowas? Ich mag mich jetzt eigentlich, weil ich mich nicht nur anpasse, jedoch wird der “MitderUmwelt-Aneck-Faktor” deutlich erhöht. Aber vielleicht latsch ich jetzt nicht mehr so “Gute-Laune-Weichgespült” durch die Welt, keine Ahnung, ich werde weiter schauen. Aber jeder Tag, der ein stabiler Tag ist, ist auch ein guter Tag (welch ein Satz).

Und außerdem finde ich es doof, diesen Beitrag in so einem megakleinen Scrollfensterchen zu schreiben *grins*.

Kimo, ich wünsch dir noch ganz viel Sonne in echt und auch im Herzen. Alte Geschichten hast du aufgeräumt, ja auch das eine wichtige Sache für die Seele und dein Selbst – vermutlich beginne ich gerade auch damit. Du lernst? Magst erzählen was? Oder ist das zu privat?

Thema Hilfsdroge fürs Abnehmen: Kimo, du schreibst von Xanax und Lorazepam. Was hast du genau für Erfahrungen? Hat eines von beiden besser geholfen? Warum der Wechsel? Ich bin echt für jeden Tipp dankbar.

Und an Elke: bist du noch im Forum? Liest du mit? Magst erzählen, wie es läuft?

Ich freu mich über euch und wünsche mir weiterhin viel Kraft uns allen!


Elke on September 5th, 2008 at 3:04 pm #

Hallo Barbara und Kimo!

Ja, ich seh hin und wieder ins Forum. Momentan komm ich nicht so oft dazu, weil ich grad in eine neue Wohnung umziehe. Leider läuft´s zur Zeit nicht so gut. Stress mit der Wohnung, Stress mit meinem Freund. Wir streiten relativ oft :-( Ich bin ein Mensch, der die Probleme anspricht, er ist das nicht. Wenn ich etwas anspreche, tut er es ab mit “was ist denn jetzt schon wieder” oder geht an die Decke (auch ihm geht´s gesundheitlich nicht besonders – ist aber eine andere Geschichte). Ich versuche soviel Verständnis wie möglich aufzubringen, bin aber leider auch sehr leicht reizbar. Irgendwie hab ich mir ein bisschen mehr Verständnis von ihm erhofft, zumal er weiss, dass ich dabei bin, Paroxetin abzusetzen. Tja, und der Stress beim Siedeln setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Ich kann momentan schon nicht mehr… Dieses Wochenende werde ich mal für mich sein. So schlimm das klingt, ich kann meinen Freund zur Zeit nicht aushalten. So, nun aber genug gejammert.
Ich bin übrigens noch immer bei 5 mg jeden dritten Tag. Nach der Übersiedelung versuche ich dann auf 5 mg jeden 4. Tag runter zu gehen. Vielleicht auch schon vorher – hab aber irgendwie ein bisschen Angst davor, dass dann alles noch schlimmer wird.
Kimo, es würde mich auch interessieren, wie Xanax oder Lorazepam wirkt. Komm ich da nicht vom “Regen in die Traufe”?

Ich wünsch euch ebenfalls weiterhin viel Kraft und Durchhaltevermögen!


Sabine M. on September 5th, 2008 at 7:58 pm #

Hqllo, liebe Leute! Ich habe gerade ganz viele eurer Eiträge gelesen und bin ganz entzückt,endlich genau das Forum gefunden zu haben, das ich suche! Ich habe seit Mai 2000 Tagonis genommen, 40 mg, und seit dem Ende des Patents das kostengünstigere Paroxetin. Das Ausschleichen hat Jahre gedauert, mal habe ich es auf 30 mg geschafft, aber sofort eine Gastritis bekommen, die mein Hausarzt auf die “zu niedrige Dosis” zurückführte.
Nach langem Hin und Her schließlich für ein Jahr 20 mg, und dann seit 4 Wochen NICHTS MEHR.
Ich weiß, daß das ein abruptes Ende war, aber ich hatte die Nase so voll! Ich habe 3 Tage lang einfach vergessen, die Tablette zu nehmen, und als mir das auffiel, dachte ich, so, jetzt ist es soweit. Und einfach aufgehört.
Was dann anfing, kennen ja alle, die Blitze im Kopf, Schwindel, Schweißtropfen auf der Stirn (seltsame Blicke von Kollegen…).
Mittlerweile sind diese Schwierigkeiten nur noch in stark abgeschwächter Form vorhanden, kaum noch da.
ABER: ich bin so wütend!!!!
Und das macht mir wirklich Sorgen. Gut, es ist nicht immer, aber wenn etwas schiefgeht, wenn sich im Straßenverkehr jemand schlecht benimmt, wenn jemand unhöflich zu mir ist, bekomme ich fast Mordgelüste.
Außerdem fühle ich mich ziemlich angespannt.
Ich hoffe sehr, daß das alles noch zum Absetzen gehört und nicht irgendwas Schlimmeres bedeutet…

Soweit meine Geschichte. Ich werde mich auf dem Laufenden halten, was ihr anderen so schreibt, das ist sehr hilfreich!
Schön, daß ihr das macht.

Viele Grüße für heute.
Sabine (weil es noch eine andere Sabine im Forum gibt, Sabine M.)


susi on September 6th, 2008 at 1:23 am #

Hallo,
erstmal an Alle, die sich mit diesen Problemen beschäftigen, von denen die meisten Menschen nicht mal im Ansatz eine Vorstellung haben.
Damit meine ich nicht den “letzten Ausweg” irgendwas schlucken zu müssen, um überhaupt noch funktionieren zu können, sondern auch den “Weg” bis dorthin. Ich selbst bin, also vor paroxat, wochenlang schier durch die Hölle gegangen. Erst als ich überhaupt nicht mehr am Leben draussen teilnehmen konnte habe ich einen Arzt aufgesucht. Ein Allgemeinmediziener… , der mir erstmal was für diesen akuten Zustand, per Injektion alle paar Tage, und zudem dieses Paroxat gab, bis dieses auch greifen konnte. Es war die vollkommene Erlösung. Ich bin meinem Doc heute noch dankbar, dass er mich aus diesem Zustand befreit hat. Ich glaubte zu dieser Zeit, nie mehr normal sein zu können. Ich glaubte oft, ich drehe irgendwann durch und ich werde deshalb eingewiesen und kann somit nie mehr selbst bestimmen, was ich tue und wer ich eigentlich bin. Zeitgleich zu der medikamentösen Therapie begann ich auch eine Verhaltenstherapie, sozusagen unterstützend, bzw. Strategien zu entwickeln, die diese bösen angstvollen Gedanken stoppen könnten…zwei Jahre ging das, auch mit diesem Paroxat.


susi on September 6th, 2008 at 1:36 am #

menno…

was ich noch dazu schreiben wollte, ich bin seit 3 Monaten frei von Paroxat. Ich hatte auch all diese miesen Absetzsymptome, allerdings seit 4 Wochen komplett weg. Die Angst kommt
und geht, aber in einem erträglichen und einem zu meisternden Mass. Letztendlich durch die Therapie und durch ein Buch, dass ich mir von zeit zu Zeit immer mal wieder zur Hand nehme. Ich weiss im Moment, dass ich stark genug bin,ohne Paroxat, aber falls ich mal wieder in so eine Situation käme, wüsste ich auch, dass ich nicht mehr solange warten würde, bis ich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen würde. Wahrscheinlich nach allem mir bekannten kein Paroxat mehr.

Gruß an Alle
Susi

und: gebt die Hoffnung bloss nicht auf, ES IST MÖGLICH PAROXAT abzusetzen


Uwe on September 11th, 2008 at 10:10 am #

Hallo zusammen …..

durch Zufall habe ich dieses Forum gefunden … und bin ja echt erschüttert was es für Probleme gibt mit Parox …. ich hatte vor 9 Monaten einen Schlaganfall ( mit 35 Jahren ) und habe das zeug für meine Ängste und Debris bekommen …..meine Tagesdosis waren 60 mg … nun nehme ich seit heute 10 mg pro Tag …. und möchte dann nach einer Woche komplett damit aufhören ……. aber wenn ich da lese von welche Nebenwirkungen auftreten können …. ja da wird mir jetzt schon Angst und Bange ……

Habe leider durch das Parox fast 10 KG zugenommen .. obwohl ich mich super gesund ernähre ….. habe erst vor Kurzem rausgefunden das durch die Tabletten der Stoffwechsel um ein vielfaches nach unten geschraubt wird …. was dann die Gewichtszunahme erklärt ……

Ich bin mal gespannt was passiert wenn ich einfach keine mehr nehme …… bzw. wie lange das dann Dauert …

Aber ich für meinen Teil kann ich nur sagen … das mir die kleinen Tabletten sehr geholfen haben nach meinem Schlaganfall …

Ich werde euch mal Berichten wie es mir ergangen ist …

Grüße Uwe


Kimo on September 11th, 2008 at 11:35 am #

Hallo Barbara, Elke, und ihr anderen :) !

Ich will hier weiß Gott keine Werbung für andere Psychopharmakas machen, wirklich nicht! Ich habe nur von einer Freundin den Tipp mit Xanax bekommen, daraufhin meinen Doc angesprochen und der verschrieb mir Lorazepam. Könnts die Medikamente ja mal googeln, aber vorsicht: Google speichert jeden Suchauftrag! :)
Also: MeinMedikament nehm ich nicht regelmäßig, so wie Paro. Es wirkt akut, wenns mir mal richtig schlecht geht, ich kann wunderbar schlafen etc. Aber: eine Gefahr der Abhängigkeit besteht. Und die ist nicht klein. Die Tabletten sind so groß wie diese Süßstoffdragees, ich hab einmal eine ganze genommen, das ist aber zu viel. Ich nehm, wenn überhaupt, eine viertel oder max. drittel Tablette. Ich nehme seit dem 7. August kein Paro mehr, habe seitdem insgesamt 4 mg Lorazepam genommen. Und das letze mal vor einer Woche. Das mit vom Rgen in die Traufe kann ich verstehen, aber es ist ja ein akutes Mittel, wie Aspirin, die nimmt man ja auch nur bei starken Kopfschmerzen und nicht prophylaktisch.

Aber ich will mich dem Uwe anschliessen: Paro hat mir sehr geholfen. Und diese zeit übersteh ich auch. Abgesehen davon, dass es zur Zeit é gut läuft, obwohl ich gestern 2 Gläser Wein getrunken hab. :)

Ach ja: Mit dem Rauchen hör ich auch grad auf, eine Woche nun schon! Danke, ich glaub Rene wars, für die Tipps. Haben echt geholfen. Trink seit 2 Wochen keinen kaffee mehr, kaum Alkohol, rauch nicht mehr… okay, klingt grad so, als hätte ich grad keinen Spaß, aber das stimmt nicht!

Ach ja, Barbara, Geschichte studier ich, hab bald Abschlußprüfungen. Da hab ich é grad keine Zeit zum Feiern…
:)


Elke on September 11th, 2008 at 11:36 am #

Hallo Uwe,

nur ein gut gemeinter Rat: Setze lieber nicht so abrupt ab. Lass dir Zeit damit. Ich hab mit 5 mg von heute auf morgen aufgehört und nach ein paar Tagen traten wirklich schlimme Nebenwirkungen auf. Jetzt nehme ich jeden 4. Tag 5mg und das klappt ganz gut – bin wirklich ganz langsam runter gegangen.
Zwar bin ich leicht gereizt, hab Kopfweh und bin ständig müde, aber es ist auszuhalten.
Ich wünsch dir alles Gute!
LG Elke


Barbara on September 11th, 2008 at 6:04 pm #

Hallo Ihr alle (wir werden ja immer mehr hier – willkommen!)

Nun ist es ca. 3 Wochen her, dass ich von 10 mg auf 5 mg runtergedreht habe. Jetzt langsam ist alles eingespielt, ich bin nicht mehr so wütend auf alles und jeden und der Schlaf normalisiert sich auch wieder. Mein Doc sagt, ich soll nach JEDEM Reduzieren mindestens 3 Monate mit der neuen Dosis leben – es kann auch nach längerer Zeit zu Rückschlägen kommen, und dann aber weitermachen. Ich denke, das stimmt, zumindest merke ich jetzt nach und nach eine Besserung (zwischendurch hätte ich am liebsten wieder auf 10 mg hochgeschraubt, hab es aber ausgehalten – vor allem auch Stress und/oder Ärger mit Mitmenschen, der bestimmt auch auf meine Unzufriedenheit zurückzuführen war) Jetzt komm ich mir 5 mg sehr gut klar. Im November will ich weiter reduzieren, wie, das klär ich noch per Psychodoctor. Ich kann mich also Elke nur anschließen: GANZ langsam mit Geduld und auch Durchhaltevermögen runterfahren – dann geht es. Habe im Internet ne Seite gefunden, die hilft, sich glücklicher zu fühlen (www.psychotipps.com – Link GLÜCKSABOTEURE), die finde ich recht gut. Vielleicht hilft das auch dem einen oder der anderen hier. Und Susi: dein Beitrag ES IST MÖGLICH, PAROXAT ABZUSETZEN tat beim Lesen so richtig gut. Das ist bestimmt der beste Ansatz für uns alle. Klar werden wir uns weiter auch die miesen Dinge auf diesem Weg berichten. Ich persönlich freu mich über jeden Beitrag, wo etwas Positives auf dem Weg zu 0 mg berichtet werden kann. Und an euch alle: Es würde mich so sehr interessieren, ob und wann ihr wieder abnehmt bei eurer Absetzerei. Ist es dem Gewicht egal, ob man 5 oder 50 mg zu sich nimmt? Ich hatte gehofft, dass wenn ich bei 5 mg bin, dann werde ich ein bißchen abnehmen, aber davon ist noch nichts zu merken (wenigstens nehme ich nicht noch weiter zu).

Ganz liebe Grüße an euch alle! Ich freu mich sehr über dieses Forum und vor allem, wenn ich reinschaue und Neues von euch lese….


Nikki on September 12th, 2008 at 7:50 pm #

Hallo!Habe über 4 Jahre -glücklich!!-Paroxat 40 mg genommen-bis letzte Woche!!Mein Neurologe hat es APPRUPT abgesetzt-von heute auf morgen!!Dafür habe ich ein neues Medik. bekommen-NORTRILEN 3×25mg!!Das eine OHNE Einschleichung; das andere OHNE Ausschleichung!!Was ich mitmache? Dagegen ist die Hölle noch Urlaub! Nortrilen bek. ich übrigens u.a. wegen Antriebslosigkeit!Nun weiß ich nicht: habe ich ENTZUGSERSCHEINUNGEN oder Nebenwirkungen??? Also,ich LEIDE unter:Super starkem Schwindel,starke Übelkeit,Schwitzattacken,Weinerlichkeit,Verwirrheit,Konzentrationsstörungen!Als schlimmste Nortrilen Nebenwirkung:IN DER 2.Woche erhöhte SUIZIDGEFAHR!!Hammer,oder? Mein Neurologe kann mir im Moment nicht helfen,da er im Urlaub ist!!Kann mir jemand helfen und mir sagen was ich gegen die -ABSETZERSCHEINUNG oder doch NEBENWIRKUNG- machen kann??Ich habe übrigens seit 2Tagen-eigenmächtig- die Nortrilen Dosis auf 25 mg reduziert.Kann mir jemand helfen??


Kimo on September 12th, 2008 at 11:47 pm #

Hey Niki, das ist aber ein heikles Thema, das du hier anschneidest. Du solltest vielleicht ziemlich schnell Hilfe in Anspruch nehmen. Wenn dein Neurologe im Urlaub ist gibt es immer noch den Psychiatrischen Notdienst, bestimmt auch in deiner Nähe. Das ist ganz und gar nicht gut, was du da schreibst. Wenn mich nicht alles täuscht ist Paroxetin ein Stoff, der dich runterfährt, Nortrilen aber ein Aufputscher. Hm. Ich würd mal moren früh den Bereitschaftsdienst kontaktieren, Telefon (kostenlos) 0800/202016; die wissen dir besser zu helfen als ein paar Paro-Absetzer im Internet.

Wünsch dir alles gute, vielleicht spinnt dein Körper nur kurzfristig, 40mg Paro auf Null und dann 75mg Nortrilen, das schmeisst wahrscheinlich jeden Körper um. Aber meist nur kurzfristig, vielleicht 2 bis 3 Tage.

Alles Gute, meld dich! Lg.


Kimo on September 12th, 2008 at 11:50 pm #

Die beiden gäbs da auch noch:

Psychologischer Notdienst Seelsorge evangelisch 0800 111 0111 gebührenfrei Anonym und kostenfrei

Psychologischer Notdienst Seelsorge katholisch 0800 111 0222 gebührenfrei Anonym und kostenfrei


Nikki on September 13th, 2008 at 7:16 pm #

Hi Kimo!Ich habe die Nortrilen Dosis als Einschleichung auf 12,5mg reduziert.Heute sind die Nebenwirkungen schon um einiges besser wie noch die hohe Dosis.Ich muss noch mal klar stellen:Ich bin NICHT Suizid gefährdet,ich wollte nur noch mal klar machen, was dieses Medikament für schlimme Nebenwirkungen nach sich ziehen kann.
Die Tel.Nr. habe ich mir auf jeden Fall mal notiert.Ich Danke Dir für Deine lieben Worte.Halte Dich auf dem laufenden.
VLG-Nikki


Uwe on September 20th, 2008 at 5:36 pm #

Hallo zusammen

ich möchte meine Persönlichen Erfahrungen weiter beschreiben wie es mir ergeht von Paraoxetin wegzukommen .

Ich habe am 11. September das erste mal geschrieben .. und habe dann auch direkt mit der Einnahme aufgehört …. wollte es zwar ausschleichen lassen aber aufgrund das ich zugenommen habe ( über 10 kg in 4 Monaten ) wollte ich das ” zeug ” so schnell wie möglich weglassen damit mein Stoffwechsel wieder in die Gänge kommt …… und auch andere Nebenwirkungen wie permanentes Zittern, Stuhlgang Probleme ….

Also nun ist über ne Woche rum und ich muß sagen das ich bis jetzt keine großen Probleme habe.

Was ich hatte war nach dem zweiten Tag das mein Schwindel den ich durch meinen Schlaganfall hatte plötzlich zugenommen hat und sich auch stärker anfühlt … und dadurch ich mich echt zusammen reisen mußte das ich nicht wieder Angst davor bekomme…. aber das war nur zwei tage schlimm …..

Stuhlgang Probleme haben sich im moment ins gegenteil gedreht ….. was auch mal net schlecht ist … aber natürlich schnell vorbei sein sollte .

Leichtes Muskelzucken habe ich nur eher mal selten mal …

Aber ansonsten ist alles in Butter .

Es muß also nicht immer solche schlimme Ausmaßen annehmen wie doch einige beschrieben haben. Und hoffe das es auch Leute lesen die das Absetzten auch vor sich haben und nicht gleich in Panik verfallen , es muß also nicht immer das große grauen sein , denn ich habe nachdem ich diesen Fred gelesen habe echt so meine bedenken was da nur auf mich zukommt …..

Hoffe mal das es das war mit dem Paraoxetin …

PS : ich hatte 60 mg / Tag genommen

Grüße Uwe


Barbara on September 20th, 2008 at 6:26 pm #

Wow, das klingt ja richtig gut, Uwe! Und es gibt mir Mut, das letzte Päckchen (5 mg pro Tag) über Board zu werfen. Ja, auch ich habe einfach Angst davor, weil so wenig Positives berichtet wird (vielleicht auch, weil es so wenig Positives gibt). Bitte schreib doch mal, wann dein Gewicht sich reduziert – das müsste doch bald losgehen?

Auf jeden Fall: Weiter viel Erfolg und lass es dir weiter so gut gehen!

Barbara


Uwe on September 21st, 2008 at 12:07 pm #

Hallo Barbara

Also ich habe nachdem ich mit Paroxetin angefangen habe noch ca. 5- 6 Wochen abgenommen bzw. das Gewicht konnte ich halten ( man sollte auch sagen bei gesunder Ernährung und Sport ) …

Aber dann hat es angefangen .. habe wiegesagt dann unaufhörlich zugenommen … dachte erst das es von dem einmal in der Woche sündigen kommt … aber nachdem ich auch das wieder gelassen habe hat es trotzdem nicht aufgehört .

Nur als kleine Info …
hatte im April bei einem Gewicht von 86 kg ca. 18% Körperfett
am. 25.Juli waren es 93 kg bei 25 % Körperfett
am. 19. September waren es 98 kg bei 29% Körperfett

und das gesunder Ernährung ca. 2000 Kalorien / Tag und 2 Stunden Training

voll verrückt ist das …… der Arzt meinte das es bis 4 Wochen nach der einnahme dauern kann bis der Stoffwechsel wieder normal läuft.

Hoffe er hat recht ….

grüße Uwe


Nicole on September 22nd, 2008 at 1:02 pm #

Hallo,

Tut das gut endlich einmal verstanden zu werden!! Ich danke allen, die bisher hier einen Beitrag zum Thema Absetzen von Paroxin geleistet haben.Ich nehme seit 5 Jahren Paroxetin und habe jedes Jahr mindestens einen Absetzversuch gestartet- und es erging mir wie so vielen: ein Gefühl von Hölle . Ich war bei 3 Neurologen und ich bin auch froh, daß ich das Mittel nach langen Panikattacken bekam, es hat das Leben sehr erleichtert (nach anfänglichen 4 Wochen Durchfall…). Aber die 3 Ärzte sagen auch mir ” das Mittel sei sehr gut erforscht, mache nicht abhängig und sei leicht abzusetzen”.Ich habe nie mehr als 20 mg genommen-gottseidank! Aber ich wiege auch nur 48 kg (und ich bin seeeeehr froh, daß ich nicht wie so manche/r von der Tablette zugenommen habe!) und da reichen vielleicht kleinere Mengen, um die gleichen Absetzschwierigkeiten zu haben. Ich glaube, ich schaffe das nie mehr, davon wegzukommen. Schon, wenn ich 2mg eine Woche weniger als derzeit 10 mg nehme, geht es mir kreislauf-und stimmungsmäßig sehr schlecht, das Leben ist dann so eine Last, die Träume mies, der Schlaf schlecht, zittern…. An Arbeiten ist da kaum zu denken. Aber es tröstet schon zu wissen, daß man nicht allein ist mit dem Gefühl “nicht normal” zu sein. ich beglückwünsche jeden, der dauerhaft von paroxetin wegkommt- ich habe in diesem Jahr nicht die Kraft dazu (vielleicht nie).

Danke euch allen!
Grüße
Nicole


Barbara on September 22nd, 2008 at 6:42 pm #

Ach Nicole, sei froh, dass du nicht noch zusätzlich zu allem auch noch zugenommen hast. Mir geht es so, dass ich mich wie einen Alien im Spiegel betrachte. Ich war vor parox nie dicklich. Früher bei 176 cm 70 – 72 kg, jetzt 85 kg (und bin nicht gewachsen *grins*). Ansonsten tut das Medikament ja wirklich gut, finde ich. LEBENSFREUDE hat es mir wiedergebracht – und da häng ich jetzt auch dran. Mein einziger Motor, das Zeug abzusetzen ist der offensichtlich gebremste Stoffwechsel,der es mir auch trotz Sport und normaler bis gesunder Ernährnung nicht ermöglicht, abzunehmen. Auch dir, Nicole wünsche ich ganz viel Kraft. Wir alle hier “kennen” uns nur durch unsere Texte und trotzdem: hier sind Menschen und wir sind nicht allein!


Nicole on September 22nd, 2008 at 10:06 pm #

Hallo Barbara,

Danke für dein Schreiben. Es ist echt schön Mitbetroffene “kennen”zulernen!
Eigentlich bin ich sehr für Naturmittel und glaube auch an die Kraft der Selbstheilung- zumindest bis vor den schrecklichen Panikattacken… .Ich bin so zweigeteilt innerlich, was die Einnahme der Tabletten angeht. Eigentlich gegen Chemie, andererseits ist durch sie meine Lebensfreude, wie bei dir, zurückgekommen. Ich ringe bei jeder Aufregung oder Enttäuschung, die man ja nicht jahrelang vermeiden kann, damit, nicht die Dosis zu erhöhen. Wenigstens die Kraft kann ich aufbringen – aber nach 3 Monaten im letzten Jahr mit Absetzen beschäftigt (und es war eine elende Zeit, weil jedes Milligramm weniger wieder neu die Absetzsymptome brachte und nach einer Krise ich wieder auf 10 mg ging…)glaube ich nicht, nochmal die Kraft dazu aufbringen zu können. Ich lebe allein, das ist zwar gut, und ich gehe mit meinen häufigen Befindlichkeitsstörungen niemandem auf den Geist, aber es steht einem halt auch keiner bei…. Ich werde in 2 Monaten 40 Jahre, bin manchmal mit meinem Leben zufrieden, manchmal nicht, – eigentlich normal, oder?… und versuche stark zu sein. Klappt halt nicht immer so wie ich es mir wünsche….
Na gut, geniesse ich noch ein wenig das Pillenglück…. und vielleicht starte ich im Neuen Jahr einen neuen Absetzversuch- oder übernächstes…;)))

danke nochmal für die Antwort!
Grüße
Nicole


Barbara on September 23rd, 2008 at 1:01 pm #

Hallo Nicole und ihr alle!

Mein Arzt hat mir vor kurzem zu bedenken gegeben: es wird Herbst… und wenn ich heute rausschaue: recht hat er. Nicht unbedingt die beste Zeit zum Absetzen, da jetzt vielleicht eh mal ein kleines Stimmungstief auftauchen kann. Ich halte wacker meine 5 mg, aber ich kenn diese Gedanken, die du – Nicole – auch äußerst: Bißchen die Dosis hochsetzen und alles ist wieder easy (übrigens: ich bin 44).

Die Ambivalenz zu diesen Chemiedingern kann ich nachvollziehen – geht mir oft auch so. Und auch diese Gedanken: Selbstheilung, Think positive – dann ist alles gut usw. Und genau wie du es beschreibst: Panik, Ängste, die Psyche kaspert rum und du hast plötzlich NULL Einfluss, sehr erschreckende Erfahrung. Vielleicht habe ich als Kopfmensch einfach nicht an die Macht der Seele glauben können/wollen und mich dadurch selbst ins Aus manövriert. Keine Ahnung. Vielleicht auch immer Kraft haben wollen (Scheidung, plötzlich allein verantwortlich für Job, zwei Kinder, Haus, Garten…) Ich frage mich auch oft: WARUM hat die Psyche ausgesetzt? Aber vermutlich ist das der falsche Ansatz…


Kimo on September 23rd, 2008 at 9:25 pm #

Das stimmt, der Winter kommt, das hängt auch schon wie ein Damoklesschwert über mir. Aber ich glaub fest dran, und mit viel Sport und vor allem draussen sein wird des schon gut gehn.
Gewichtmäßig verzweifel ich etwas, verlieren tu ich nämlich: Nichts! Vielleicht bin ich da etwas ungeduldig, aber ich bin wirklich viel aktiv… So ein scheiss. Naja, vielleicht baut des Medikament ja noch immer ab. 7 Wochen nehm ichs nun schon nicht mehr. Aber gut, dafür zwischendurch selten mal des Lorazepam, vielleicht hängt des auch damit zusammen.
Was du schreibst, Barbara, versteh ich und kenn ich. Immer Kraft haben wollen und alles allein schaffen. Aber das ist ja nun vorbei, wenn ich Hilfe brauche, hole ich sie mir. Basta. Und warum die Psyche ausgesetzt hat? Nun ja, ich habs gefunden, warum… wenn ichs erst auch ned wissen wollte.
Think positiv, klingt gut. Den Winter überstehen wir!

:)


Rene Kriest on September 24th, 2008 at 10:50 am #

Hallo ihr Lieben!

Mir geht es ähnlich. Bei mir scheint auch ein wenig die Winterdepression zuzuschlagen.

Mit weichen des merkwürdigen Sommers verfiel ich ein wenig in Melancholie. Schlecht geht es mir nicht, einfach nur anders. Das Gefühl kann ich noch nicht so richtig in Worte fassen.

Einladen möchte ich euch, gerne über die Winterdepression hier weiterzuschreiben, wenn ihr mögt: http://forum.depressionsblog.com/showthread.php?t=2542

Ich würde mich über eure Meinungen freuen! :-)


Nicole on September 24th, 2008 at 6:34 pm #

Mir geht es wie dir Rene- mit dem doch recht krassen Wechsel von Sommer in kalten Herbst ist meine Stimmung ziemlich runtergegangen – ohne es eine Depression nennen zu wollen. Manchmal geht das Leben wie von alleine, dann plötzlich ist es wieder Arbeit- an sich und mit sich zurechtzukommen.
Warum die Psyche ausgesetzt hat – das würde mich bei euch auch interessieren. Weiter oben wurde ein Schlaganfall als Auslöser für Angstattacken genannt. Bei mir waren es zwei Gründe- nach langem Hin-und Her mit meinem damaligen Freund und dann dem Ende war ich psychisch recht fertig. Und dann bekam ich einen Hitzschlag im fernen Ungarn im August, ich war echt fast am Sterben. Und ich wollte es ohne ärztliche Hilfe schaffen- wäre ich nur ins Krankenhaus! Aber seitdem bekam ich täglich diese Panikattacken. Und nach 10 Monaten nahm ich dann endlich Paroxetin. Bereue ich auch ehrlich nicht, es hat mir wieder ein normales Leben beschert. Aber das Loswerden…. siehe oben… .
Und fast bin ich zur Zeit “froh”, daß ich sowas wie Melancholie fühle- dann macht die Tablette einen nicht unfähig zu empfinden… Nur weinen kann ich nicht mehr so wie davor. Aber auch darum bin ich eigentlich froh, ich war so nah ans Wasser gebaut.


Uwe on September 25th, 2008 at 10:25 am #

Hallo Kimo

also wenn ich lese das du seit 7 Wochen keine Parox nimmst und immer noch nicht abnimmst bekomme ich echt die kriese …. ich mache Sport wie ein bekloppter ( 3 stunden jeden tag ) .. und bei mir sind es erst 2 Wochen und es hat sich nichts getan …. bzw. vieleicht ist das ja der erfolg das ich auch nicht zugenommen habe. Hoffe echt das es bald wieder nach unten geht … weil das demoralisiert einem halt doch schon …

Ach ja … was ich noch sagen möchte was das absetzten angeht . ich habe auch Probleme bekommen … und es ist leider nicht ganz so einfach wie die ersten tagen gedacht.

Mein Schwindel hat super zugenommen und das schlimme daran … nun ist mir dadurch auch noch richtig schlecht dabei , muß des öfteren mich halt hinlegen und die Augen schließen um mich etwas zu erholen . Hoffe nur das sich das bald auch bessert , denn ewig kann das ja nicht gehen und ich lasse mir mit Sicherheit nicht sagen von einer kleinen Tablette wann ich sie nehmen soll .
Absetzungserscheinungen hin oder her … ewig kann das ja nicht gehen …. einer wo Jahre lang Raucht hat sicherlich auch so eine Probleme .. aber auch die hören irgendwann mal auf …

nun gut … schauen wir mal wie lange das geht …

grüße Uwe


Kimo on September 28th, 2008 at 2:33 pm #

Naja, ich hatte mir die Bänder vor ein paar Wochen beim Squash gerissen, darf also im Moment keinen Sport machen. Dann hab ich mein Essen noch nicht umgestellt, also Diät halte ich nicht. Und nebenbei nehme ich noch Tabletten, wenn auch andere und wenn auch sehr selten.
Zugenommen habe ich seither nicht mehr. Das ist ja auch schon mal was.
Schade, dass die Symptome bei dir jetzt auch so stark auftreten, Uwe. Aber enn ich ehrlich bin: ich hatte mir das schon gedacht. Denn du schriebst ja, dass du die Tabletten erst kürzlich abgesetzt hattest und diese Absetzerscheinungen treten ja nie sofort auf.
Der Vergleich mit dem Rauchen passt gut, irgendwann hören die Entzugserscheinungen bestimmt auf.
Schönen Sonntag. Gruß.


Elke on October 3rd, 2008 at 2:34 pm #

Hallo alle zusammen!
Ich glaub, ich hab´s geschafft!
Habe zuletzt 5 mg alle 5 Tage eingenommen, seit über einer Woche nehme ich gar nichts mehr. Mir geht´s – bis auf einen grippalen Infekt – gar nicht mal so schlecht. Nun, ich hoffe ich darauf, dass der (psychische) stabile Zustand anhält. Ich will nicht und nie wieder mit Paroxat anfangen. Bin schon gespannt, ob ich an Gewicht verliere. Durch die Einnahme habe ich innerhalb eines Jahres ca. 10 Kilo zugenommen. Ich bin zwar zum Glück nach wie vor nicht dick, aber ich passe absolut nicht mehr in meine “alten” Jeans. Noch wichtiger ist mir natürlich, dass diese “Entzugserscheinungen” nicht mehr auftauchen. Ich wünsch euch und mir das Allerbeste!

Liebe Grüße


Barbara on October 4th, 2008 at 5:02 pm #

Wow Elke, das klingt ja richtig, richtig klasse. Ich drück dir ganz fest die Daumen, dass es das für dich gewesen ist. Bitte, bitte schreib doch, sobald dein Gewicht runtergeht. Machst du Sport jetzt? Oder Diät?
Aber das allerwichtigste ist doch, dass du schreiben kannst: ES GEHT, ES IST MACHBAR!

Ich selbst hühner nach wie vor auf 5 mg täglich herum, bin schon ganz zufrieden, dass es jetzt doch klappt. Zwischendurch gab es mal ne doofe Zeit (Aggressivität, schlechte Träume, Unzufriedenheit). Aber auch da war es so, wie viele von euch schreiben: Aushalten, es geht wieder weg. Weiter trau ich mich noch nicht zu reduzieren. Ich habe Mitte Oktober Termin beim Doc, da frag ich mal nach Paroxetin-Tropfen, um so ganz vorsichtig weiter runter zu gehen (4 mg, 3 mg usw.).
Ach, wie schön klingt das, was du schreibst, Elke. Stabil sein ohne Pillen/Tropfen.

Ganz dicken Glückwunsch von mir! Und an uns andere: Wir schaffen das! So!


Elke on October 8th, 2008 at 1:30 pm #

Hallo Barbara!

Danke für die lieben Glückwünsche! Ich bin mir sicher, dass du es auch bald geschafft hast.
Mein Gewicht hat sich noch nicht reduziert, aber ich fühl mich nicht mehr so aufgebläht und bin´s auch nicht mehr. Ich weiß nicht, ob es dir oder anderen auch so ergeht oder ergangen ist, ich hatte zeitweise einen Bauch, als ob ich schwanger wäre.
Nun ist es schon fast 2 Wochen her, dass ich die letzte Tablette genommen habe und es geht mir nach wie vor gut. Schlechte und invtensive Träume habe ich oft, aber die sind ja zum Glück am Morgen vorbei :-)
Barbara, ich drück dir und natürlich auch allen anderen fest die Daumen. Ihr schafft es bestimmt! Wichtig ist nur, sich wirklich Zeit zu lassen. Viel mehr Zeit, als die Ärzte empfehlen.
Alles Liebe, Elke


Barbara on October 8th, 2008 at 1:42 pm #

Hallo Elke und alle!

Ja, so einen Bauch, den du beschreibst, habe ich auch – richtig unnatürlich. Das ist ja echt interessant, dass du das genau so beschreibst. Ich bin schon ZWEIMAl angesprochen worden, ob sich da was ankündigt *zwinker*. Ich hab so ein doofes Gefühl gehabt, wenn ich sagen musste, nein, ich habe einfach zugenommen…
Und ich werde deinen Rat beherzigen: ganz viel Zeit nehmen. Der Arzt sagte, dass immer mindestens drei Monate vergehen sollten, bis weiter reduziert wird. Wie siehst du das? Wie seht ihr alle das?
Danke für deinen lieben Text, Elke.
Barbara


Kimo on October 8th, 2008 at 8:53 pm #

3 MONATE??? Wow, nein, ich hab insgesamt ein halbes Jahr gebraucht. Von 20mg auf 0. In 5mg-Schritten. Zumindest werd ich nicht gefragt, ob sich was ankündigt ;) , mir sagen alte Freunde direkt ins Gesicht: Mann, bist du dick! Manchmal tut Ehrlichkeit richtig gut :) !!
Aber es lässt alles nach, grad weiß ich gar nicht mehr, worüber ich so geklagt hatte, die Absetzsymptome sind auf ein Minimum reduziert, belaufen sich auf Nervösität und Unruhe. Aber nicht oft. Hab in der Paro-Zeit sowas scheinbar gar nicht gehabt, davor aber bestimmt schon. Man vergistt so vieles…

Lg an Euch. Find schön, dass du jetzt ohne auskommst, Elke.

Kimo.


Barbara on October 9th, 2008 at 7:36 am #

Insgesamt ein halbes Jahr klingt gut, vielleicht hab ich einfach ein bißchen Schiss, den Schritt von 5 mg auf 0 zu tun. Ich werde den Doc nach so etwas wie diesem Lorazepam fragen, das hat dir ja ganz gut über die Runden geholfen. Ich such nur noch den richtigen Zeitpunkt, um die letzte Vierteltablette in der Versenkung verschwinden zu lassen (grins: das hat mich auch jahrelang davon abgehalten, das Rauchen zu lassen).
Kimo, hast du inzwischen eigentlich abgenommen?


Elke on October 9th, 2008 at 3:28 pm #

Hallo Barbara, Kimo und alle im Forum!

Auch das ist mir oft passiert, Barbara, dass ich gefragt wurde, ob ich schwanger sei :-) Jetzt möchte ich es wirklich werden (war mit ein Grund, Paroxetin ganz abzusetzen), aber damals war mir das manchmal ganz schön unangenehm. Meine Schwägerin war sogar felsenfest davon überzeugt, dass ich schwanger bin und hat mir einen Schwangerschaftstest in die Hand gedrückt :-) Natürlich war ich´s nicht.
Ich hab auch ca. ein halbes Jahr gebraucht, die Tabletten abzusetzen. Dein Arzt ist da offensichtlich vorsichtig, was ich gut finde.
Du hast doch auch das Rauchen aufgegeben, Kimo? Ich bin grad wieder mal dabei, meinen Zigarettenkonsum zu reduzieren, tu mir aber verdammt schwer. Ich rauche jetzt so um die 10 (statt die gewohnten 15 – 20) Zigaretten am Tag, was natürlich noch immer zu viel ist. Hast du vielleicht einen guten Tipp für mich, wie ich das Laster ganz aufgeben kann? Das passt jetzt zwar nicht ins Forum, aber vielleicht kannst du mir trotzdem einen Rat geben.
Danke und liebe Grüße an euch alle!


Barbara on October 10th, 2008 at 1:44 pm #

also, ich hab mir endlich das Rauchen abgewöhnen können über ein Seminar – Dauer 6 h. Zu finden bei easywell.de…


Barbara on October 10th, 2008 at 1:48 pm #

sorry, die Site heißt (jetzt) allen-carr.de, da kann man sich für die seminare auch gleich anmelden


Kimo on October 12th, 2008 at 10:14 pm #

Also, Elke. Ich hab einfach aufgehört. Mir keine mehr angesteckt. Keine Ahnung, das klappte plötzlich. Ich wollt schon länger nicht mehr, jetzt hab ich halt keine mehr angezündet. Erst nur im Moment nicht, dann im nächsten Moment wieder nicht und irgendwann hatte ich aufgehört. :)
Ich trinke halt keinen Kaffee mehr, weil das ja guttun soll, wenn man Paro absetzt. Und das hilft auch beim Nicht-Rauchen, weil ich beim Kaffee immer eine geraucht hatte.
Paro nehm ich jetzt seit 2 Monaten nicht mehr, richtig gut gehts mir aber nicht. Ich wackel ganz schön. Ganz ehrlich. Hab gestern abend erstmal seit über 2 Wochen ne viertelte Lorazepam genommen. Jetzt passts erstmal wieder.
Abgenommen hab ich nicht. Aber ich nehme nicht mehr zu, das ist doch auch was :) !!
Mach grad viel Sport und fühl mich gut, vielleicht stell ich mich mal wieder auf die Waage? Hab halt keine zu Hause, bisher wollte ich das nicht. Würd aber wohl Sinn machen, wenn man abnehmen will…


Elke on October 14th, 2008 at 10:14 am #

Hi Barbara und Kimo!

Danke für eure Tipps. Ich hab mal das Buch von Allen Carr gelesen – die letzten Seiten habe ich dann nicht mehr durchgehalten, mir wurde es zu langeilig :-)
Ein Seminar ist aber sicher was anderes – werde mir die Seite gleich anschauen.
Kaffee trinke ich nie, schmeckt mir nicht – zum Glück. Hab halt das typische Suchtverhalten. Meistens ganz stark nach dem Essen. Ich hoffe auf den Tag, an dem ich´s einfach sein lasse. Möge er bald kommen :-)
Ansonsten geht´s mehr recht gut. Ich merk aber nach wie vor, dass ich in manchen Situationen übersensibel reagiere. Gestern gab´s eine – für mich völlig unangebrachte Aussage von meinem Chef – und da musste ich mich echt zusammen reissen, um nicht gleich voll drauf loszuheulen. Aber ich hoffe, dass sich das auch mit der Zeit gibt. Sport ist sicher eine gute Möglichkeit, nicht nur Gewicht zu verlieren, sondern auch ein bisschen ausgeglichener zu werden.
Barbara, wie geht´s dir beim Absetzen?
Liebe Grüße, Elke


Lars on October 17th, 2008 at 12:04 am #

Hallo Leute,
endlich mal eine Seite wo man sich verstanden fühlt. Habe Paroxetin ca. 2 Jahre lang eingenommen , unter anderen wegen Panikattacken und Angstörungen. Habe Paroxetin vor vier Wochen total abgesetzt von 10 mg auf 0. Anfangs ging es mir gut ,alles in Ordnung nach etwa einer bis zwei Wochen kamm dann das übliche, Schwindel, Nervösität, Übelkeit und so weiter. War bei meiner Neurologin diese versicherte mir das sind Absetzerscheinungen. Damit gab ich mich zufrieden , dachte schlimmer kann es doch kaum werden. Aber dann kam es schlimmer, seit anfang der Woche bekamm ich wieder Ängste, die Angst zu sterben das alles keinen Sinn macht, alleine zu sein. Mein Leben macht mir überhaupt keinen spass mehr , wie beschrieben , denke nur noch daran zu sterben und habe ne riesen Angt. Habe das gefühl mir platzt mein Schädel. Wie schon oft hier beschriebn mit Paroxetin ging es mir wunderbar, habe das rauchen aufgehört, das trinken aufgehört uns sogar meinen Meister gemacht. Aber jetzt geht es mir richtig scheiße. Bin nächste Woche bei meiner Neurologin und werde es mit ihr besprechen , sind es absetzerscheinungen, wenn ja wie lange halten die an oder ist es ein Rückfall. Will den Mist nicht nochmal durchmachen. Hatte damals sogar suizidgedanken hab diese Angst nich mehr ausgehalten. Hoffe das es mir bald wieder besser geht.

Liebe Grü0e und gute Besserung Lars


daniel on October 18th, 2008 at 3:24 pm #

Hallo,

ich möchte kurz auf Marcel’s Post vom 29. April ansprechen:

Ich nehme Paroxetin selbst erst seit ca. einem Monat und habe anfangs 10 mg und dann auf 20 mg hochgeschraubt.

Die Angstsypthome gingen weg, aber wie Marcel schon beschrieb: Ich bin emotional total abgestumpft, mir ist alles gleichgültig geworden und fühle mich total entfremdet. Können das noch welche hier bestätigen?

Ich bin gestern spontan zu meinem Neurologen gegangen um ihn darüber aufzuklären. Er meinte, dass sei im Grunde genommen nicht möglich, aber jeder Mensch würde anders reagieren. Ich sollte sie mal und bis zum nächsten festen Termin (in einer Woche) ‘einfach’ weglassen.

Jetzt mach ich mir Sorgen, dass ich auch die beschriebenen Absetzsypthome auch mich übermannen, ich hoffe das ich das nicht erleben muss.

Gruß


Lars on October 19th, 2008 at 1:42 pm #

Hallo,

habe wieder angefange 5 mg zu nehemn , hoffe das die Angst weggeht. Habe erst nächste Woche einen Termin bei meiner Neurologin und Psychologin. Habe es einfach nicht mehr ausgehalten, die ständige Angst vorm sterben und die Gedanken an denn Tod. Hoffe das ich bald eine richtige Therapie bekomme.

Gruß Lars


Lars on October 19th, 2008 at 1:45 pm #

Hallo,

habe wieder angefangen Paroxetin zu nehmen 5mg. Die ständige Angst vorm sterben und den Tod habe es einfach nichtmehr ausgehalten. hoffe das ich bald eine richtige Therapie bekomme.

Gruß Lars


Barbara on October 19th, 2008 at 2:31 pm #

Ich denke, dass du genau richtig gehandelt hast, Lars. Wenn wir hier schreiben, ist ja auch schon oft erwähnt worden, dass das Zeug ja teilweise auch wahre Wunder bewirkt, was die seelische Stabilität angeht. Ich habe mir vorgenommen, mich von der Absetzidee nicht zu sehr stressen zu lassen – und wenn ich mein Leben lang diese blöden 5 mg nehmen muss. Besser als die Lebensfreude zu verlieren. Ich drück dir ganz fest die Daumen, dass du wieder zur inneren Ruhe findest. Angst ist kein guter Lebensbegleiter und zum Glück gibt es heute Wege, auch wenn es chemische sein mögen, die dir dein Leben lebenswert machen. Bloß keinen Absetzstress! Ich selbst werde es im Frühjahr nochmal versuchen, da fühl ich mich bestimmt sicherer, weil im Frühling doch eh naturgemäß alles ein bißchen netter ist.


Barbara on October 19th, 2008 at 2:32 pm #

Vielleicht finden sich ja hier einige, die mit mir zeitgleich absetzen möchten? Nur so eine Idee…


Barbara on October 19th, 2008 at 2:36 pm #

@Elke: mir geht es mit der Absetzerei eigentlich ganz gut, solange ich die 5 mg halte. Am Anfang war es etwas mühsam und die blöden schlechten Träume und Gedanken haben mich gequält. Aber es war nicht so krass, wie Lars es gerade erleben muss (und hoffentlich bald auf seine Dosis reagiert, so dass es ihm besser geht). Ich gehe nicht mehr so fröhlich und ausgeglichen / ausgelassen durchs Leben wie auf 10 mg, aber da war meine Welt wohl ein bißchen sehr rosa geworden durch das Medikament – hat sich gut angefühlt, aber das Gewicht… tja, also bei mir ist der Absetzwille tatsächlich fast nur durch meine 10 kg Übergewicht ungebrochen. Neuer Plan bei mir: Abnehmen und die 5 mg halten, sozusagen die “ich will alles”-Nummer. Mal schauen. Es läuft wieder auf Sport und Gemüse hinaus. Nächste Woche beginnt mein BELA – Ernährungsseminar, von der Kasse gesponsort, vom Arzt wurde ne Gruppe zusammengestellt. Find ich ganz spannend, mal schauen, was dort so läuft, ich werde berichten…


Peer on October 19th, 2008 at 8:20 pm #

Hallo Leidensgenossen,

Habe seit ca. 5 Jahren bis 60mg Paoxetin genommen. Habe dann inerhalb von 6 Monaten auf 5mg reduziert und nehme seit 5 Tagen 0mg und es geht mir richtig bescheiden. Zittern, Unruhe, Angstzustaende, intensive Alptraeume, Stromschlaege im Kopf, Schwitzen und andere unschoenen Symptome. Wie lange kann es max. dauern bis es einen wieder einigermassen besser geht? Wuerde mich ueber jede Antwort freuen.

Gruss Peer


Lars on October 19th, 2008 at 10:18 pm #

Hallo Peer,

ich zu meinen Teil kann nur sagen , das dauert lange bzw. es wirt noch schlimmer kommen. Wollte auch ziemlich schnell absetzen, abnfang des Jahres noch auf 40mg, dann erst mal 20 dann 10 bis ich schlißlich dachte , ok die o gehen wir an. Mir gings es wie schon beschrieben ( auch die anderen ) mit den medis sehr gut. Bei mir hat es länger als eine Woche gedauert bis die Symptome kammen und stetig schlimmer wurden. Habe wieder angefangen und hoffe das ich mit Absprache meines Doc´s eine Lösung finde. Die Medis alleine bringen nicht die Lösung. Werde auch wieder eine Therapie machen um alles aufzuarbeiten.

Aber dennoch wünsch ich die gute Besserung

Gruß Lars


Corinna1 on October 20th, 2008 at 6:34 pm #

Hallo!

Ich bin zufällig auf die Seite gestoßenund hab mal so eure Kommentare gelesen! Ich kann auch eine lange Story zum Thema Paroxetin erzählen. Nie wieder in meinem Leben werde ich dieses Medikament anrühren. Ich habe es drei Jahre lang genommen und vor ein paar Monaten aufgehört. Habe es aber nur geschafft, als meine Neurologin mir ein anderes Medikament verschrieben hat.
Was mich interessieren würdet – vielleicht kann mir da einer von euch was dazu sagen. Bis wie lange nach dem Aufhören von PAroxetin können Absetzerscheinungen auftreten? Was habt ihr für Erfahrungen damit?


Barbara on October 20th, 2008 at 7:33 pm #

Hallo Corinna, welches Medikament hat dir deine Ärztin denn verschrieben? Zum Thema Absetzerscheinungen sagte mein Doc heute, dass das nicht länger als 10 Tage dauert, alles andere sei Kopf… ich weiß es nicht, zumal ich noch auf 5 mg bin. Hast du denn heute noch Absetzerscheinungen?


Lars on October 20th, 2008 at 8:12 pm #

Hallo Leute,

war heute bei meinen Doc und habe mit Ihm abgeklärt das ich wieder anfange mit Paroxetin auf ganze 20 mg. Fürs erste, mache jetzt auch wieder eine Therapie, irgendwoher müssen ja diese Ängste kommen. Evtl erst im frujahr wieder probieren abzusetzen.

Ach Corinna, was für ein Medikament hast du denn jetzt?

Gruß Lars


Lars on October 20th, 2008 at 8:15 pm #

Hallo Leute,

War heute bei meinem Doc und habe mit Ihm beschlossen das ich wieder mit Paroxetin anfangen werde ganze 20 mg.
Eine Therapie werde ich auch wieder machen, irgendwo her müssen diese Ängste ja kommen.

Ach Corinna , was für ein Medikament hast du jetzt und wie wirkt es denn?

Gruß Lars


Corinna1 on October 20th, 2008 at 9:44 pm #

Hallo!

Danke für die schnelle Antwort!
Ad Barbara: Das hat mir mein Arzt früher auch einmal gesagt, dass das nur 10 Tage bis 2 Wochen dauert! Nur kann ich bestätigen, dass stimmt ganz und gar nicht. Als ich das erste Mal mit dem Paroxetin aufgehört habe, habe ich es zuvor nur ein halbes Jahr genommen und es hat circa sechs Wochen gedauert, bis ich beschwerdefrei war. Damals bin ich noch mit einem Zusatzmedikament gegen Schwindel und Übelkeit ausgekommen.
Ich hab dann aber nach einem weiteren halben Jahr wieder mit dem Paroxetin angefangen, weils damals ohne noch nicht gegangen ist. Dann habe ich es circa drei Jahre genommen – ich bin immer davon ausgegangen, dass die Abseterscheinungen gleich sein würden wie beim ersten Mal, wenn ich wieder aufhöre.
Und leider da habe ich mich geirrt. Ich habe es drei Mal versucht abzusetzen und es war die Hölle. Die bekannten Symptome kennt ihr ja.
Das größte Problem, das ich aber hatte, waren Schlafstörungen. Nach drei Wochen fast ohne Schlaf habe ich wieder angefangen mit dem Paroxetin, habe mich dann aber von meiner Ärztin umstellen lassen auf ein anderes Medikament, weil ich das verdammte (entschuldigt den Ausdruck) Paroxetin nicht mehr nehmen wollte, weil ich eben nicht losgekommen bin davon. (Habe sämtliche Versuche mit gaaanz langsamen ausschleifen probiert – keine Chance).
Meine Ärztin hat mich dann auf Sertralin umgestellt. Die Umstellung dauerte natürlich und war auch furchtbar. Hat sich aber nach ein paar Wochen eingependelt. Nur das Sertralin hat einen anderen Wirkstoff und ich merke auch, dass es anders ist (es erfüllt aber seinen Zweck und ich finde es persönlich besser).
Jedenfalls habe ich zwar die Absetzerscheinungen vom Paroxetin über mehrere Wochen gespürt, das Sertralin hat aber die schlimmsten Nebenwirkungen (vor allem Schlafstörung) blockiert.
Ich habe seit ich versucht habe mit dem Paroxetin aufzuhören, viel recherchiert und auch gelesen, dass man bis zu einem halben Jahr nachdem man mit dem Paroxetin aufgehört hat, Absetzerscheinungen bekommen kann.
Ich habe seit dem Ende von PAroxetin schon zwei Mal plötzlich wieder diese wie nennt man das wie Elektroschock bekommen. Das hat immer eine Woche oder so gedauert und hat wieder aufgehört. Gestern Nacht habe ich es wieder bekommen und deswegen woollte ich mal fragen, ob es noch andere gibt, die auch solche Erfahrungen gemacht haben.
Ich kann das Problem lösen, dass ich kurzfristig die Dosis vom Sertralin erhöhe, aber ich würde mir wünschen, dass das irgendwann einmal aufhört.

Ad Lars: Es ist die beste Idee, eine Therapie zu machen, das mache ich auch, schon seit Längerem und es hilft mir sehr.

Aber ich kann euch allen hier und jetzt sagen, ich hatte auch Angstzustände (und in weiterer Folge Schlafstörungen), weswegen ich auch damals mit dem Paroxetin angefangen habe. Aber ich weiß wie meine Angstzustände damals waren und wie sie waren, wie ich mit dem Paroxetin aufgehört habe. Es war viel schlimmer. AUch wenn mir das Paroxetin damals geholfen hat, hätte ich damals gewusst, was ich heute darüber weiß, ich hätte es niemals auch nur einen Tag genommen. Es gibt auch andere Medikamente, die die selbe Wirkung haben und die einem das Leben nicht so zur Hölle machen, wenn man damit aufhört.


Elke on October 21st, 2008 at 9:26 am #

Hallo alle zusammen!

Bei mir dürfte es nun schon einen Monat her sein, seit ich die letzte Tablette geschluckt habe (ich zähl die Tage nicht). Die meisten Antidepressiva haben eine ziemlich lange Halbwertszeit, sprich, es dauert länger, bis der Körper die ganze Chemie abgebaut hat. Das merke ich jetzt noch. Zum Glück in einem halbwegs erträglichen Ausmaß. Besonders schlimm sind die vielen Alpträume für mich – einer nach dem anderen, oft die ganze Nacht über. Eine allgemeine Unzufriedenheit hat sich auch eingeschlichen. Und ich bin sehr leicht reizbar (mein armer Freund!). Ich hoffe, dass diese Entzugserscheinungen nicht mehr allzu lange andauern. Ich werde auf gar keinen Fall wieder mit dem Zeug anfangen, dafür bin ich nun schon zu weit. Schwierig ist für mich auch, dass andere meinen Zustand nicht verstehen (können), vor allem mein Freund. Zur Zeit bin ich sehr gern allein, weil mir Stress, nur der geringste Stress, einfach zuviel wird und andere kriegen das dann leider zu spüren.
Äußerlich verändere ich mich langsam wieder zum Positiven, das ist schön zu beobachten. Wie ich schon geschrieben hab, ist dieser Blähbauch endlich weg, ich fühl mich nicht mehr so eingeschnürrt in meinen Hosen – ist echt angenehm :-)
Barbara, es freut mich zu hören, dass es dir mit den 5 mg einigermaßen gut geht. Ich bin mir sicher, dass du es auch schaffst, irgendwann nichts mehr einzunehmen – die Zeit bringt´s und Sport und gesunde Ernährung werden dir sicher ganz gut tun!
Ich fühl mich nun, trotz der Absetzsymptome, total befreit, auch wenn ich jetzt nicht mehr so ausgeglichen bin wie früher (mit Medikament).
Vielleicht kommt das irgendwann wieder – ich hoffe es!
Ich wünsche euch allen alles Gute!
Schönen Tag und liebe Grüße!


Lars on October 23rd, 2008 at 1:42 pm #

Hallo,

habe mir jetzt Sertralin geben lassen. Hoffe das es genauso gut wirkt wie Paroxetin, soll aber beim absetzen weniger Probleme machen. Bin mal gespannt.

Gruß Lars


Peer on October 25th, 2008 at 2:17 pm #

Hallo,

hatte schonmal am 19.10.08 geschrieben das es mir nach dem Absetzen von Paroxetin sehr schlecht erging. Bin jetzt seit 12 Tagen “clean” von Paroxetin und mir geht es schon sehr viel besser. *freu* Die einzigen Symptome die ich noch habe, sind Alptraeume und oefters noch Unruhe. Habe mir von meinem Arzt fuer den Notfall Promathezin verschreiben lassen, falls die Unruhe zu stark wird und schlafen kann man davon auch sehr gut.

Naja, dann allen noch eine gute Besserung und Erfolg die gerade dabei sind es abzusetzen.

Liebe Gruesse Peer


Jonny on October 30th, 2008 at 1:21 pm #

Hallo zusammen,

ich lese schon länger mit und will mich auch mal vorstellen.
Seit 5,5 Jahren nehme ich Paroxetin (10 mg) gegen Erythrophobie. Das heisst, dass ich in wirklich jeder (!!!) Situation errötet bin. Hört sich komisch an, ist es aber nicht :-(
Na ja, rot werde ich nur noch selten. Ich habe mit mir selbst aber nur noch wenig gemeinsam. Früher war ich voller Elan, sehr engagiert in den Dingen die ich tat und hatte viele Freunde, da ich unternehmungslustig war und für meine Freunde da war.
Dann kamen die Tabletten. Ich wurde nicht mehr rot, konnte in Vorstellungsgespräche gehen, fremden Menschen gegenübertreten….
Meine Beziehung wurde mir aber immer egaler (gibt’s das Wort??), sexuell lief quasi gar nichts mehr und als sie sich nen neuen gesucht hatte wars auch egal. Im Job gings bergauf, neue Freundin, und Alkohol um wenigstens noch hin und wieder positive Gefühle zu „genießen“. Immer mehr Alkohol, Heiratsantrag von der Freundin bekommen, („na gut“), wieder nen neuer Job. Prima, dass ich mal so ehrgeizig war, tolle Zeugnisse vorlegen konnte und im Vorstellungsgespräch ohne Ende blenden konnte. Alkoholiker. Seit 5 Monaten trocken. Schwierig, aber gut.
Seit 5 Wochen nehme ich nur noch 5 mg Paroxetin. Oh mann, würde am liebsten alles hin schmeißen. Bin nur noch traurig, unzufrieden, launisch, Schlafstörungen, … Und die Beziehung nervt mich nur noch….
Werde aber nicht mehr erhöhen sondern zieh das jetzt (mit einer Therapie durch). Wenns mir besser geht werde ich erst mal zur Ruhe kommen und dann wieder reduzieren. Schritt für Schritt.
Tut gut das alles mal zu schreiben. Werde berichten wie es weiter geht. Möchte wieder fühlen, lieben und lachen.
Lieben Gruß an euch alle.

Jonny (32 Jahre)


Babsi on November 10th, 2008 at 8:47 pm #

Krass, ich hab mir grad mal alles durchgelesen, was hier so steht. Ich nehme derzeit 10 mg/ Tag. Vorher 20 mg. Ich dachte auch, ich wäre alleine mit den ganzen Nebenwirkungen & Co. Besonders das mit dem “scheinbaren” Vorbeischwirren von etwas,wie z.B. ner Fliege oder so, was dann beim 2ten Blick nicht da ist, kenn ich. Stromschläge im Kopf, Schwindel, ständige Müdigkeit, Heulanfälle, Überforderungsgefühl bei Kleinigkeiten, zitternde Hände, Fahrigkeit – dass man Ecken mitnimmt wenn man sich in der Wohnung bewegt, einem ständig was aus der Hand fällt, rauchen wie ein Schlot, oder essen bis zum Umfallen, weil man einfach nichts mit sich anzufangen weiß. Nachdem ich diese Posts zusammen mit meinem Mann gelesen habe, bin ich mir sicher, ich muss von dem Zeug runterkommen. Ich werde es versuchen, über ca. ein halbes Jahr auszuschleichen. Also gaaanz langsam. Ich hoffe es klappt.

Für Leute, die unruhig sind, ob beim Absetzen oder während der Einnahme von Paroxetin kann ich folgenden Versuch empfehlen: Trinkt “Innere-Ruhe-Tee” von Teekanne. Der ist ganz anders als die Beruhigungstees die man so kennt mit Baldrian und so. Er macht einfach irgendwie gelassener, schon nach einer Tasse.

Ich werd berichten, wie es mit dem Ausschleichen voran geht.

Und AN ALLE, DIE DIESE SEITE AUFRUFEN UND SICH GGF. DARIN WIEDERFINDEN:

POSTET HIER EURE ERFAHRUNG! Mir hat das einen super Anstoß gegeben. Zumindest denk ich jetz nicht mehr ich sei überempfindlich und stelle mich an.

Bis bald.
Babsi


Ines on November 10th, 2008 at 9:57 pm #

Hallo,
ich hab schon oft hier nachgelesen, was das Absetzen von Paroxetin mit sich bringt. Meine Ärztin hat mir direkt gesagt, dass man es langsam ausschleichen muss. Das tue ich auch. Ich warte immer so lange, bis ich wirklich keine Absetzsymptome mehr habe, erst dann gehe ich einen Schritt weiter runter. Ich habe mir ind er Apotheke einen Tablettenteiler gekauft. Jetzt grad bin ich auf eine halbe Tablette jeden zweiten Tag. Mir ist auch schwindelig, ich hab so einen Druck im Kopf und bin abends total müde. Aber ich nehme mir die Zeit. Ich kann normal arbeiten. Ehrlich gesagt, merk ich die Symptome bei der Arbeit gar nicht so, wenn ich beschäftigt und abgelenkt bin. Auch was das arbeiten angeht, bin ich normal leistungsfähig. Am Wochenende habe ich total viel geschlafen. War die ganze Zeit im Bett. Ich bin extra zu Hause geblieben, weil ich weiß, ich muss mir die Zeit jetzt geben. Es ist nur eine Frage der Geduld. Ich weiß, dass es nur vorübergehend ist. Heulattacken hatte ich auch schon. Aber mein Kopf weiß, es ist nicht meine Psyche, die jetzt nach der Therapie wirklich stabil ist, sondern nur die Absetzsymptome. Es geht vorbei. Ich muss sagen, ich habe auch Momente, wo ich total das Glücksgefühl habe. Und nochwas. Ich habe schon gesucht, ob es irgendjemand auch schreibt. Habe aber noch nichts gefunden. Während der Einnahme das ganze vergangene Jahr, war ich sexuell ziemlich uninteressiert. Seit ich die halbe Tablette jeden zweiten Tag nehme, fühle ich mich sowas von sexuell. Ganz im ernst. Orgasmen? Kein Problem. Hört sich jetzt vielleicht krass an, aber es stimmt. Da ist was wieder erwacht, aber RICHTIG! Hat das auch jemand von euch?


Ines on November 10th, 2008 at 10:11 pm #

Ach nochwas: Das mit dem Schwindel ist das Problem. Wenn der Schwindel zu schlimm wird, kommt erst die Übelkeit, die einen ausknockt. Es gibt immer Phasen, wo er schlimmer ist und Phasen, wo er weniger ist. Damit man den Alltag hinkriegt, muss man den Schwindel in den Griff bekommen, dann wird einem auch nicht übel. Ich habe festgestellt, dass der Schwindel auch viel mit dem Essen zu tun hat. Ess ich zum Beispiel morgens gar nichts, wird mir garantiert schwindelig. Sobald ich esse, wird es besser. Leicht Sachen. Ich weiß genau: wenn der Schwindel zu schlimm wird, wird mir übel und dann fühl ich mich wirklich elend. Sobald der Schwindel schlimmer wird, ess ich Bananen und anderes Obst, Sachen, die gesund sind und schnell ins Blut gehen, Schokolade und Süßigkeiten sind bei mir zum Beispiel gar nicht gut, weil mir davon eher dann übler wird, ich setz mich hin und atme ganz ruhig supertief ein und aus. Ich kann den Schwindel manchmal auch mental beeinflussen, indem ich mich wirklich ganz stark auf meine Gedanken konzentriere und mir sage: Alles ist in Ordnung, alles steht ganz fest an seinem Platz. Nichts schwankt. Alles ist stabil. Manchmal rückt sich die Welt dann geradezu wieder gerade. Klingt verrückt, aber mir hilfts.


Ines on November 10th, 2008 at 10:26 pm #

Und drittens: An alles die Angst davor haben: Ich hab überhaupt nicht zugenommen! Ich esse normal – auch Schokolade und mache nur selten Sport. Es muss also nicht passieren.


Judith on November 11th, 2008 at 1:00 pm #

Hallo Leidensgenossen!!!

Ich verfolge auch schon länger die Posts auf dieser Seite, und bin immer wieder geschockt, was eine Tablette mit Menschen anrichten kann.
Ich habe Paroxetin 20mg genommen, und wollte vor 2 Monaten einfach absetzen, aber ich hatte leider mit den,wie von euch allen beschriebenen, Nebenwirkungen zu kämpfen. Also hab ich wieder 20 mg genommen(vorauf es mir gleich besser ging), und habe mit meinem Arzt ein Ausschleichen besprochen. Also habe ich 10 Tage lang 10mg Paroxetin genommen, dann 10 Tage 5mg und jetzt bin ich seit 4Tagen auf 0mg.
Seit gestern binich wieder auf Entzug(so nenne ich das inzwischen, weil ich fühle mich echt wie ein Junkie :-( ) . Hab mich erst mal für 3Tage krank schreiben lassen, weil ich mich nicht konzentrieren kann, hab höllische Kopfschmerzen, Schwindelanfälle, Zittern, dauernde Heulanfälle wegen Kleinigkeiten. Zugenommen hab ich auch , werde dauernd gefragt ob ich “guter Dinge” bin. Ich bin so froh wenn ich endlich ohne Paroxetin bin.

Jedenfalls hoffe ich für uns alle die in diesem Forum vertreten sind, das wir irgendwann von dem “Teufelszeug” weg kommen.

Ich drücke euch und mir die Daumen.

LG Judith


Mike B. on November 11th, 2008 at 8:35 pm #

Manche Kommentare hier machen mich irgendwie auch wütend. Ich meine, was habt ihr gedacht? Dass ihr da Smarties schluckt? GLaubt ihr wirklich, dass es so einfach ist. Eine Tablette pro Tag – alles ist wieder gut? Das ist Chemie. Jeder von euch sollte froh sein, dass es die Medikamente gibt, weil eine Depression die Hölle ist, die Leute in den Selbstmord treibt. Es gibt Leute, die haben Krankheiten, für die es gar keine Medikamente gibt. Es gibt Leute, die stehen dutzende Operationen, Reha und Schmerzen durch oder Chemotherapien um wieder gesund zu werden.
Wenn die Chemie es schafft, einen aus so einer Krankheit wie Depression rauszuholen, dann muss sie schon eine ganz schöne Keule sein. Der Körper ist keine Maschine, die man auf happy programmiert und dann ist alles wieder gut. Ihr könnt ihm nicht so eine Ladung Chemie verpassen und wenn ihr sie nicht mehr braucht glauben, dass es kein Kraftakt für den Körper ist, von heute auf morgen wieder ohne zu funktionieren wie immer. Habt ihr euch mal richtig angeguckt, was da drin ist? Wie es in die chemischen Prozesse in eurem Kopf eingreift? Klar, spielt da alles verrückt, wenn man von jetzt auf gleich mal eben 20 mg weglässt.
Habt Geduld mit eurem Körper. Er ist ein Wunderwerk, aber keine Maschine. Er passt sich an mit der Zeit. Er braucht Zeit. Und wenn es viel Zeit ist Was ist so tragisch daran ein Medikament ganz ganz langsam – meinetwegen über Monate auszuschleichen, wenn man weiß, dass man dadurch gesund geworden ist. Mann kann die Dosierung in mini-schritten organisieren. Dann sind auch die Entzugserscheinung etragbar. Geduld! Es ist ein Geschenk wieder gesund sein zu dürfen. Das ist nicht jedem vergönnt.


Barbara on November 11th, 2008 at 9:38 pm #

Wie wahr, Mike, wie wahr… dein Gedankengang ist mit Sicherheit ein ganz wichtiger Impuls hier. Ich denke, jaulen nützt nichts und: das Zeug hilft wirklich richtig gut. Ich merke, dass ich, seitdem ich jetzt seit August auf 5 mg bin, mich nach einer Höherdosierung sehne – trotz allem. Das “Genervtsein” vom Partner/von den Mitmenschen, das Traurigsein, das Zurückziehen. Das alles wäre wieder weg, wenn ich bereit wäre, wenigstens auf 10 mg wieder hoch zu gehen. Ich weiß nicht… unglücklich ohne Chemie, schlank ohne Chemie, oder ausgeglichen und zufrieden mit Chemie, übergewichtig mit Chemie. Die Entscheidung fällt mir so schwer…

Und: ich hab mich über die neuen Beiträge hier gefreut, wieder Leute, die mitlesen, die merken, dass wir nicht allein sind. Jeder wird hier seinen Weg finden – ganz bestimmt…


Barbara on November 12th, 2008 at 2:17 pm #

Nachtrag: Mike, nimmst du (noch) Parox? Wie sind denn deine eigenen Erfahrungen?


paroxetin on November 16th, 2008 at 6:16 pm #

Hallo zusammen,
auch ich kann nur alles was ich bisher hier gelesen habe nur bestätigen. Ich nehme seit ca. 2 oder 3 Jahre Paroxetin 20mg am Tag. Ich habe früher mal versucht es abzusetzen und habe dadurch ung. 3 Tag die Hölle erlebt. Kopfschmerzen, Übelekeit und Stromschläge im Gehirn, die man einfach nicht beschreiben kann. Im Gegensatz zu den meisten hier, denke ich nicht, dass ich es jemals wieder versuchen werde dieses Gift abzusetzen. Zum einen weil ich ohne schlicht und einfach nicht leben kann, eben wg. der Angst und zum anderen weil ich panische Angst habe dieses Leid durchleben zu müssen. Mir geht es einigermassen gut mit diesem Zeug, nur weiss ich nicht, wass es für dauerhafte Schäden im Körper verursacht. Ich bin seitdem ich das Zeug nehme sehr oft müde und kann mich schlecht konzentrieren. Dafür habe ich weniger Panikzustände, die im Endeffekt wohl das schlimmere ist. oder was meint ihr? Kann mir jemand auch sagen, wozu man Paroxetin absetzen soll, abgesehn von der Abhängigkeit als solche. Ich meine welche Nebenwirkung hat dieses Medikament bei euch verursacht ? und welche positiven Erfahrungen habt ihr damit?
Ich wünsche allen hier eine gute Besserung und viel Erfolg beim Absetzen.
lg


Elke on November 17th, 2008 at 3:00 pm #

Hallo!

Ich habe mit Paroxetin aus verschiedenen Gründen aufgehört,
einer davon war, dass ich nicht mehr so “gedämpft” durch´s Leben gehen wollte. Ich spüre mich selbst – meine Gefühle – wieder, seit ich Paroxetin abgesetzt habe. Was natürlich auch Nachteile mit sich bringt. Von meinen Depressionen bin ich schon seit längerer Zeit – Dank Paroxetin und Psychotherapie – befreit, jedoch stören und belasten mich jetzt Dinge, die mir während der Einnahme von Paroxetin nicht sonderlich aufgefallen sind. Vor allem in meiner Beziehung habe ich vieles nicht wahr genommen, was eigentlich schon immer schief gelaufen ist. Näher möchte ich hier aber nicht darauf eingehen. Ich gehe nach wie vor zu einer sehr guten Therapeutin und hoffe auch, diese Probleme in den Griff zu bekommen.
Mir ist mein Leben ohne Paroxetin lieber, auch wenn das Leben jetzt wieder “schwieriger” zu meistern ist. Ich weiß, dass ich es (jetzt) auch ohne Medikamente schaffe.
Ich bin aber nach wie vor davon überzeugt, dass Antidepressiva wichtig für Menschen sind, die wie ich damals, an Depressionen leiden oder an Angstzuständen, Panikattacken und was es sonst noch an psychischen Erkrankungen oder unerträglichen Lebensumständen gibt, aus denen man einfach nicht raus kommt. Allerdings ist es meiner Meinung nach auch notwendig, die Lebensumstände, die einen belasten oder die man nicht alleine bewältigen kann, mit einem Therapeuten aufzuarbeiten und die Tabletten nur begleitend bzw. unterstützend einzunehmen.

Ein weiterer Grund für mich, Paroxetin abzusetzen, war auch, dass ich schwanger werden wollte und Paroxetin darf ja bekanntlich nicht während einer Schwangerschaft eingenommen werden.
Meine Gewichtszunahme hat mir auch zu schaffen gemacht, auch die war mit ein Grund, das Zeug ganz sein zu lassen (ich nehme übrigens auch schon wieder ganz von alleine ab :-)
Ich habe es jetzt zum Glück (mit viel Durchhaltevermögen und Geduld) ganz geschafft und bin froh darüber.
Ich wünsche euch alles Gute, für welchen Weg auch immer ihr euch entscheidet!
LG


g-dub on November 27th, 2008 at 5:02 pm #

hallo,
ich nehme seit 2002 20 mg paroxetin. im sommer 2007 hab ich auf 10 mg reduziert. seitdem versuch ich es auch immer wieder endlich mal die letzen 10 mg auch abzusetzen. wenn ich auf 5 mg gehe, gehen die verdammten entzugserscheinungen schon los. letze woche hab ich die 10 mg von heute auf morgen weggelassen und wollte sie nur noch nehmen wenn ichs gar nicht mehr aushalten kann aber das war die hölle wie ihrs ja alle kennt. ich habe jetzt 2 oder 3 tage wieder die 10 mg genommen und mir gehts natürlich sofort besser. seit heute versuch ichs wieder mit 5 mg. es muss einfach gehen. Gibt es überhaupt einen menschen der paroxetin abgesetzt hat und jetzt keine entzugserscheinungen mehr hat und dem es wieder richtig gut geht??? Bitte beantwortet mir das.
Ich würde am liebsten den Ärzten paroxetin unters essen mischen und die auch abhängig machen. damals haben die mir gesagt das macht nicht abhängig. und von allen ads ist es das was am meisten abhängig macht.


Ena on December 1st, 2008 at 8:53 am #

Hallo!
Habe durch das Lesen Eurer Berichte viel Kraft getankt. Ich selbst nehme 20mg Paroxetin (anfangs Seroxat) seit fast 10 Jahren. Es hat tolle Dienste geleistet und mir nach schlimmen Depressionen ein lebenswertes Leben ermöglicht. Ich habe noch den Satz meiner Psychologin im Ohr mit dem sie mir das Medikament verschrieb:”Ich würde es meiner eigenen Tochter verschreiben, so ungefährlich ist es. Es macht nicht abhängig und hat keine Absetzerscheinungen.” Vor 4 Jahren habe ich erstmals versucht von 20 auf 0 abzusetzen. Bekannte, schlimme Absetzerscheinungen traten auf. Am schlimmsten waren die Angstattacken, die ich nie vorher hatte. Habe nach 2 Wochen wieder 20mg genommen, weil ich meinen Zustand nicht ausgehalten habe. Nun habe ich mich viel informiert und vor 3 Monaten von 20 auf 10 runterdosiert, um das Medikament aus zu schleichen. Ich habe Wochenlang nichts gespürt und mich sehr gefreut. Vor einigen Tagen hatte ich dann die erste schlimme Angstattacke aus dem Schlaf heraus und seitdem geht es mir schlecht (Schwindel, Kribbeln, stetiges Gefühl der Überforderung). Gerade habe ich mich krank gemeldet, da ich mich nicht in der Lage fühle zu arbeiten. Ich werde gleich einen Termin bei meiner Ärztin machen und die Situation mit ihr besprechen. Ich möchte eigentlich durchhalten, allein schon, weil ich mir die Möglichkeit offen halten möchte, schwanger werden zu können.

Könnt ihr mir einen Rat geben?

Viele Grüße, Ena


g-dub on December 5th, 2008 at 6:47 pm #

hier schreibt ja fast keinr mehr rein. naja ich schreib mal wie weit ich jetzt bin.

ich bin jetzt ungefähr seit einer woche auf 5 mg paroxetin. das ist eine viertel tablette. 20 mg warens zu anfang, seit sommer 2007 nahm ich ja 10 mg. mir geht es echt schlecht, aber es ist auszuhalten. unruhe, angst und schlafstörungen hsbe ich. zum glück bin ich bisher von dem verdammten schwindel und der übelkeit verschont. ich weiss nur das es jetzt keinen weg mehr für mich zurückgibt, weil es sonst nie was wird. ich warte jetzt noch ein paar tage und wenn es dann nicht großartig schlimmer wird werde ich weiter reduzieren. entweder die vietel tablette mit 5 mg nochmal teilen wenn ich es hinbekomme damits dann 2,5 mg sind oder eben dann gar nicht mehr.

@ ena

bei mir war es so als ich von 20 auf 10 gegangen bin hab ich sofort was gemerkt aber es verging relativ
schnell. da du paroxetin ja seit fast 10 jahren nimmst wie du schreibst gehen die entzugerscheinungen wohl schon bei einer “geringen” reduzierung los. es ist wohl so, je länger man das nimmt desto schwieriger wirds davon wegzukommen. versuche es mit den 10 mg auszuhalten. wenn es dir dann wieder besser geht und du weiter machen willst auf keinen fall die 10 mg ganz weglassen. vielleicht erst 7.5 mg dann 5, dann 2,5 und dann 0. je nachdem wie die sich teilen lässt.

g-dub


Amárandel on December 6th, 2008 at 8:07 pm #

Oh je – ist ja krass. Ich habe meine Paroxetin zwischendurch mal vergessen und es ging mir echt dreckig – aber ich habe nie gedacht das es an der Tablette liegen könnte sondern einfach gedacht, meine Depressionen kommen mir jetzt nur heftiger vor weil ich sie so lange nicht mehr hatte… Irgendwie ist mir gerade nach FUCK schreien… Mein Arzt hatte mir versichert, die macht nicht süchtig nd lässt scih leicht absetzen… Von wegen, vor kurzem habe ich es mal probiert – das Ergebnis? Ich nehm meine Dosis wieder jeden Tag *seufz*

Hattet ihr eigentlich auch das Problem, dass ihr angefangen habt zuzunehmen nachdem ihr begonnen habt die Tablette zu nehmen?

Liebe Grüße

Steffi

Kurzer Hinweis: ich habe Deinen Website-Link entfernt, da ein 403er Statuscode seitens des Servers ausgeworfen wurde, wohl bad request eben. ;)


Perta on December 7th, 2008 at 10:30 pm #

Hallo Leute,

wie so viel Andere auch, bin ich durch Zufall auf dieser Seite gelangt. Ich bin gerade bei meinem zweiten Versuch Paroxetin ausschleichen zu lassen und seit drei Wochen ohne Tabletten.

Ich habe nicht alle Beiträge gelesen, bei denen die ich las viel mir jedoch auf, dass die Schreibenden äußerst wohl äußerst schlecht von ihren Ärzten beraten und auf geklärt worden.

Meine “Pillenfrau” hat von Anfang an gesagt, dass Paroxetin durchaus sehr starke Absetzerscheinungebn, je nach dem wie hoch die Standartdosis war und wie lang man sie genommen hat. Sie hat mich auch daraufhin gewiesen, dass ich KEINESFALL von jetzt auch gleich und Rücksprache mit ihr und ärztliche Betreuung das Zeugs absetzen soll. Und absetzen auch nur dann in Frage kommt, wenn mir eine weitgehend stressfreie Zeit bevorsteht, welche schon 6 Monate betragen soll.

Mein erster Absetzversuch war nicht strategisch günstig gewählt. Dies mal ist es besser. Die Absetzerscheinungen, auf die ich von anfanganmehr fach hingewiesen wurde, waren die ersten zwei Wochen richtig schlim und ich dachte schon, ich würde gleich in die nächste Depression rutschen. Doch glücklicherweise hatte meine “Pillenfrau” daruaf bestande, dass ich zusätzlichzu den Medikamenten eine psychtherapeutische Behandlung aufnehme, weil mich die Tabletten keines Falls heilen werden, sie mir vielmehr lediglich helfen, wieder aufnahmefähig zu werden, um mich der Behandlung der eigentlichen Probleme zu widmen.

Um es kurz zumachen,ich tue all das, was ich in der Verhaltenstherapie gelernt habe, vom bewussten Wahrnehmen der Gefühle bis zur aktiven Bekämpfung und vor allem Vorsorge.

Es geht gut! Ich habe Paroxetin ganz langsam Schritt für Schritt abgesetzt. Morgen beginnt meine vierte Woche ohne. Die körperlichen Symptome wie Schwindel, Kopfschmerzen, sind bis auf ein gelegentliches leichte Hämmern verschwunden. Dem Übermaß an Gefühlen, dem ich wie nach jeder Reduzierung auch wieder ausgesetzt bin begegne ich mit meinem Wissen aus der Verhaltenstherapie. Durch die vielen kleinen Reduzierungen weiß ich, dass ich der Lage Herr werden kann. Ich gehe davon aus, dass ich noch eine ganze Weile brauchen werde bis alles vorbei ist. Letzter Woche haben die Stimmungsschwankungen wieder eingesetzt wie ich sie vor der Einnnahme von Paroxetin hatte, seit heute habe ich das Gefühl, ich bin eine einzige Stimmungsschwankung. Doch ich habe das Gefühl, welches von meiner Umwelt bestätigt wird, dass ich auch das gut gehandelt bekomme, weil ich gelernt habe mich diesen Schwankungen, vor allem im Negativbereich nicht hinzugeben sondern viel mehr aktiv entgegenzutreten.

Und, ich schlafe doch tatsächlich jeden Abend zufrieden ein. Ich bin zuversichtlich, dass ich den Entzug schaffe. Ich wähle das Wort Entzug mit Absicht, denn es ist einer. Meine Arztin hat es nicht so drastisch formuliert, doch sie hat mit ihren Beispielen der Absetzerscheinungen keinesfalls untertrieben. Was ich sagen will. Die Wirkungen von Paroxetin auch im Absetzbereich sind keines Falls unbekannt. Ganz im Gegenteil!


Marcel on December 10th, 2008 at 8:34 am #

Hallo zusammen!

So: Nun will ich mich mal als (mittlerweile bekennender) Antidepressiva-Junkie äußern: Ich nehme jetzt bereits seit 7 Jahren diverse Antidepressiva ein. Diese wurden mir verschrieben, weil es mir unmittelbar nach der Trennung meiner Eltern verdammt schlecht ging (körperlich und psychisch) und der Arzt mich wieder “fit” machen wollte. Und ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen: Natürlich sind Antidepressiva am Anfang eine geile Droge: Man fühlt sich voller Elan, frei und unabhängig.
Nur das ist auch gleichzeitig das Problem dabei: ich fühle mich seit der Einnahme meines ersten Antidepressivums vor mittlerweile 7 Jahren so frei, dass ich seitdem immer gefühlskälter und egoistischer geworden bin, nur noch an mich selbst denke, und was das schlimmste daran ist: Seitdem fühle ich mich unfähig sowohl zu Fröhlichkeit als auch zu weinen. Und was vielleicht noch schwerwiegender ist: Seitdem hatte ich keine dauerhafte Beziehung mehr, weil ich mich immer nur selbst in den Mittelpunkt gestellt habe (gedanklich) und gar nicht mehr zu voller Anteilnahme an dem Gefühlsleben anderer Menschen in der Lage bin!
Kurz: Ich bin wirklich ein gefühlskalter, egoistischer Junkie geworden, der darüber hinaus tierische Panik bekommt, sobald er merkt, dass er irgendwo allein ohne seine Tabletten ist. Die Tabletten haben mich schon dazu gebracht, einige Züge zu verpassen, da ich erst am Bahnhof gemerkt habe, dass ich meine Pillen nicht dabei habe und schnurstracks wieder nach Hause gefahren bin, um mich für meine Reisen ausreichend zu präparieren aus Angst vor meinen wahren Gefühlen, die ohne die Tabletten zum Vorschein kommen könnten.
Kurzum: ich habe die Schnauze gestrichen voll und will die Antidepressiva ein für alle Mal loswerden. Und obwohl ich immer ein sehr willensstarker Mensch gewesen bin, bin ich doch durch Eure Kommentare noch aufmerksamer geworden bezüglich etwaiger Absatzsymptome.

Vielen Dank für Eure Kommentare hier im Forum und postet weiter!!!

Viele Grüße, Marcel


g-dub on December 12th, 2008 at 12:36 am #

hallo

hatte schon ein paar posts vorher geschrieben dass es jetzt weiter geht wenns nicht schlimmer wird mit absetzen. bin jetzt den 2. tag bei 0 mg und jetzt gehts glaub ich richtig los. habe nur 4 std geschlafen, muskelkrampf im nacken, totale angst usw.

aber ich muss jetzt nochmal folgendes schreiben, weil ich denke dass ich es absetzen MUSS !!!

2002 habe ich 20 mg paroxetin und 1 mg risperdal bekommen. vor den tabletten war mein gewicht bei 72 kg bei 1,83 m. durch die tabletten ist mein gewicht auf 90 kilo gegangen. 2007 habe ich risperdal ganz abgesetzt und paroxetin auf 10 mg weil ganz gings da nicht wegen dem entzug. also jedenfalls wieg ich zurzeit nur 59 kilo bei 183 m. mir gehts echt scheisse mit dem wenigen gewicht. kreislaufprobleme, immer frieren usw. ich lese immer nur gewichtszunahme von paroxetin. aber bei mir ist es doch offensichtlich dass es gewichtsabnahme dadurch ist. das risperdal ist seit mai 07 aus meinem körper raus also müsste ich mich davon erholt haben.

Kennt es jemand dass man von paroxetin auch abnehmen kann? dass würde mir echt soviel helfen dass jetzt durchzustehen.

g-dub


Sabine on December 14th, 2008 at 5:49 pm #

hallo,
nehme auf Anraten meiner Psychiaterin seit ca. einer Woche Paroxetin. Jeden Morgends 10mg für den Anfang. Wenn ich das hier so lese bekomme ich richtig Angst. Das will ich alles nicht. So schlecht geht´s mir doch jetzt gar nicht, dass ich diese Nebenwirkungen beim Absetzten in Kauf nehmen möchte.
Gibt es denn Alternativen ohne solche extremen Entzugserscheinungen?
Sabine


Sylvia on January 4th, 2009 at 2:33 pm #

Hallo,
habe vor 5 tagen angefangen Paroexetin zu reduzieren (von 20 auf 10 mg nach 6 monatiger Einnahme). Hab so zugenommen, dass ich in einen anderen Teufelskreis abzurutschen drohe. Seit gestern (Tag 4 der Reduktion) merke ich wie ich fast schon lethargisch bin. Alles egal, keine Kraft für nichts, Magen-Darm-Probleme, Schwindel und Schüttelfrost. Habe 2 kleine Kinder und frag mich wie ich die versorgen soll wenns mir so dreckig geht. Würde am liebsten die 10 mg die ich reduziert hab wieder nachnehmen aber denk das ist auch keine Lösung. Will auf keinen Fall weiter zunehmen. Bin ziemlich verzweifelt. Will weg von dem Zeug. Meine Angst atte ich gut im Griff .. Bin jetzt doch etwas mutlos geworden durch die heftigen Absetzreaktionen.


Barbara on January 7th, 2009 at 4:09 pm #

Hallo, ihr alle!

Habe jetzt eine ganze Zeit mitgelesen und selbst auch mal geschrieben – ist schon bißchen her. Der Beitrag von Sylvia lässt mich einiges wieder erkennen. Mal nervte mich die Gewichtszunahme, dann kamen Absetzreaktionen, als ich schon länger auf 5 mg war. Inzwischen nehme ich wieder eine halbe Tablette – 10 mg und habe mir eine WiiFit gekauft. Damit hab ich in zwei Monaten drei kilo abgenommen, trotz Medikatmenten. Ich merke, dass das für MICH der richtige Weg zu sein scheint, langsam aber sicher verlier ich an Gewicht (abends echt wenig essen, viel Obst, Gemüse, täglicher Sport – viel Selbstdisziplin). Mein größter Wunsch ist es, noch weitere 8 kg abzunehmen, auch mit Medikamenten. Ich glaube ganz fest daran, dass das geht. Nach all den Experimenten würde ich das Zeug auch bis an mein Lebensende nehmen, allerdings bitte mit Normalgewicht. Es geht mir einfach zu gut mit den Pillen…. . Andere saufen, rauchen, was weiß ich. Ich bin inzwischen bekennende Paroxetin-Junkie-Frau und finde es nicht mehr soooo schlimm (seit dem ich diese Einstellung habe, lebt es sich erheblich leichter). Und Sylvia: du brauchst deine Kraft für die Kids, vielleicht planst du ein Absetzen etwas später ein?

Ich grüße euch alle!
Barbara


mnd on January 11th, 2009 at 8:33 pm #

Hallo ihr alle,

nach einem Jahr mit Paroxetin habe ich mich entschlossen, die Einnahme zu beenden. Meine Dosis betrug 10mg (Panikstörung). Ich habe zwei Wochen lang 5mg genommen und nun vier Tage lang nichts. Dieser Zustand ist eine wirklich harte Prüfung. Ich wollte heute nur im Internet nachlesen, welche Informationen ich zu dem Medikament finde. Dabei bin ich auf dieses Forum gestoßen und könnte heulen (allerdings ist das nichts Neues in den letzten Tagen). Diesen unerträglichen Schwindel, der mich seit dem Absetzen nervt, kann ich nun endlich etwas zuordnen. Das Herzrasen, frieren, Schwitzen, Zittern, Weinen, Schlafen, Klopfen im Ohr… Meine Therapeutin meinte, dass der Schwindel (den ich auch während der Einnahme hatte) stressbedingt ist. Dabei gab es immer dann, wenn ich Schwindel hatte, nichts Gravierendes. Jetzt weiß ich, dass es Nebenwirkungen waren. Auch mir hatte mein Arzt gesagt, dass es ein wirklich harmloses Medikament ist, dass keine nebenwirkungen hat und jederzeit abgesetzt werden kann. Statt dessen habe ich 15 Kilo zugenommen und fühle mich, als würde ich mein Leben nur beobachten und nicht selbst spüren. Heute habe ich den ganzen Tag im Bett verbracht, viel geschlafen, eure Beiträge gelesen. Mir ist so schwindelig, dass ich kaum laufen kann. Ich fange ständig an zu weinen, wenn ich einschlafe habe ich wilde Träume, teilweise Alpträume. Ich wache mit Panik auf.
Ich hoffe für euch alle, dass ihr den Entzug gut übersteht. Ich nehme das Zeug nicht mehr, egal wie schwierig es wird. Ich will mein Leben zurück!
Liebe Grüße an euch alle. Auch wenn es schade ist, dass es euch auch schlecht geht, bin ich froh, nicht alleine zu sein!


mnd on January 12th, 2009 at 10:22 am #

Tja, ein neuer Tag. Durch das ganze Lesen eurer Beiträge war ich ganz verwirrt. Ich habe 20mg genommen und dann zwei Wochen lang 10. Vielleicht war das nicht so gut. Wenn so viele Probleme mit 5mg haben?! Aber ich nehme das nicht mehr. Muss ich mir immer wieder sagen. Es geht mir sehr schlecht. Aber irgendwann muss ich da sowieso durch. Ich will einfach wissen, wer ich wirklich geworden bin und nicht, wer ich mit Tabletten bin. Wie soll ich mein Leben ordnen, wenn ich nicht richtig bei mir bin. Solange die Panikstörung nicht zurück kommt, bleibe ich also “clean”, egal wie schlecht ich mich fühle. Faszinierend ist, dass ich noch nie in einem Forum geschrieben habe. Aber es hilft. Das hätte ich nicht gedacht. Ich weiß zwar nicht, ob hier noch jemand ist, aber zumindest werde ich so meinen Frust los.


Barbara on January 12th, 2009 at 5:53 pm #

Hier sind mehr als du denkst, mnd – und viele lesen erstmal nur, ging mir auch so. Gruß an dich!


g-dub on January 12th, 2009 at 10:57 pm #

hallo,
bin jetzt seit ungefähr 5 wochen ohne paroxetin. hab immer noch entzugserscheinungen, aber lange nicht mehr so schlimm wie in den ersten 1 – 2 wochen. es wird tatsächlich langsam besser.

und seitdem ichs abgesetzt habe, hab ich endlich zugenommen. 4 kg. und ich esse eher weniger als vorher weils mir so schlecht ist.

kennt das jemand? gewichtsabnahme durch paroxetin oder war ich ein einzelfall? naja es geht ja jetzt wohl endlich aufwärts. paar kilo noch und ich werde meine beschwerden los.


mnd on January 13th, 2009 at 2:07 pm #

Hallo,

oh je g-dub, das klingt ja nicht sehr vielversprechend, dass du nach 5 Wochen noch Entzugserscheinungen hast. Darf ich fragen, um welche es sich handelt? Bei mir ist alles unverändert, wobei mir der Schwindel am meisten zu schaffen macht. Ich möchte so auch nicht Autofahren. Zum Glück arbeite ich hauptsächlich von zu Hause aus. Aber wenn das so bleibt… ich bin so ja auch gar nicht belastbar.

Hat jemand Erfahrung mit Kreislauftropfen? Ich bin mir nicht sicher, ob das was bringen kann, weil ich den Schwindel ja nicht “wirklich” habe.

Zusätzlich verspüre ich wieder Panik und muss mir immer sagen, dass das der Entzug ist und nicht meine Psyche. Zumindest hoffe ich das!


g-dub on January 14th, 2009 at 12:30 am #

hallo,

habe noch schlafstörungen und eigentlich jede nacht träume. alpträume würd ich nicht sagen, nur sehr intensive. sonst hab ich noch unruhe und stimmungsmäßig schwankt es immer noch aber nicht mehr so häufig. also die körperlichen entzugserscheinungen sind fast alle weg.

und in den 1-2 wochen hatte ich auch totale panikattacken, paranoia, depressive stimmung. alles war igendwie total sinnlos. das kam immer in so wellen. aber es hört auf. jetzt nach 5 wochen ist es kaum noch. also versuche es einfach auszuhalten mnd.

ich werde paroxetin jedenfalls nie mehr nehmen, weil ich ja auch eine totale gewichtsabnahme dadurch bekomme. ich werde das zeug auch jetzt die tage endlich wegschmeissen.


sylvia on January 16th, 2009 at 2:42 pm #

Hi
mein letzter Eintrag ist grob 10 Tage her.. puh.. echte Prüfung. Bin nach wie vor am Absetzen. Nahm anfangs ne halbe Tablette (von 20 mg auf 10 mg runter..) mit Entzugserscheinungen, Schwindel, Kopfweh.. Wollte nicht wieder erhöhen, dachte ist NUR ein Entzug. sei Stark.. es wird besser. Ich bin dann zu meiner Heilpraktikerin gegangen. Sie unterstütz mich. Mittlerweile bin ich auf alle 2 Tage 10 mg runter und nehmen zusätzlich 2 homöopathische Mittel. Damit kam ich bis auf Schwindel und Kopfweh an den tablettenlosen Tagen gut klar. Heute wäre nochmal mein Tablettentag gewesen. Ich vergass sie zu nehmen. Nach Rücksprache soll ich sie nicht nachnehmen Vergessen wäre ein GUTES Zeichen. Mit jeder Std. die vergeht, werden die Entzugserscheinungen schlimmer. Bin froh wenn meine Kinder wach sind und ich an die frische Luft komme. Aber ich versuch mir immer wieder klar zu machen… es ist NUR ein Entzug.. es kann nur besser werden nach ner gewissen Zeit. Dennoch bin ich froh wenn ich den Tag gut überstanden hab. Auch wenn ich morgen früh (nach 2 tagen Pause) wieder 10 mg nehmen werde.. Ich hab 2 Tage ohne geschafft! Schwindel ist wirklich was ganz Heftiges. Barbara: ich weiss, ich habe zwei kleine Kinder die mich brauchen. Aber ein Wiederanfangen ist für mich keine wirkliche Alternative. Ich will im Februar wieder anfangen zu Arbeiten. Ich glaube den richtigen Zeitpunkt fürs Absetzen gibt es nicht .. Ich versuche es wie g-dub, einfach aushalten. Solange ich es mit meinen Mäusen vereinbaren kann. Wir werden sehen; das Forum hier gibt mir auch sehr viel Kraft. Hätte nicht gedacht dass es sovielen genauso geht wie mir.
Guck jetzt erst mal was ein Wiifit ist :-) Lg Sylvia


mnd on January 19th, 2009 at 5:09 pm #

Hallo,

jetzt nehme ich seit 12 Tagen kein Paroxetin mehr und es geht mir gut! Es gibt natürlich Dinge, über die ich meckern kann. Ich habe noch immer ab und zu Schwindel und Klopfen im Ohr, ich träume nach wie vor äußerst intensiv und beobachte meinen Körper jetzt wieder kritischer. Manchmal habe ich Angst, dass die Panik zurück kommt. Mein Herz klopft doll, das Atmen fällt mir schwer, ich denke wieder häufiger über das Sterben nach. Vor allem Artikel über den plötzlichen Tod vermeintlich gesunder Menschen ziehen mich magisch an. Damit komme ich noch nicht gut zurecht. Aber ich bin mir sicher, dass es vorbei geht. Denn das alles lohnt sich! Ich kann wieder fröhlich sein. So richtig! Manchmal habe ich schon beim Aufwachen gute Laune. Das hatte ich seit einem Jahr nicht mehr. :-) Ich muss mich nachtmittags nicht mehr hinlegen, weil ich endlich wieder Energie habe. Ich bin voller Pläne und Tatendrang. Zwar kann ich mir nicht sicher sein, dass das so bleibt. Aber ich weiß, dass ich wieder zu meiner alten Persönlichkeit zurückkehren kann, nur eben mit mehr Erfahrung und einer anderen Sicht auf das Leben. Aber ich habe endlich wieder Kraft. Das ist ein irrsinnig tolles Gefühl! Ich mache jeden Tag Sport und lange Spaziergänge. Das hilft glaube ich sehr.
Ich wünsche euch so, dass es euch auch bald so geht. Ich habe mir einfach ganz fest vorgenommen, alle Symptome zu ignorieren und wieder gesund zu sein. Ich drücke euch die Daumen und halte mich hier auf dem Laufenden!


sylvia on January 21st, 2009 at 10:14 am #

Hallo mnd,
wow das hört sich ja prima an. Ich nehme zwar noch Paroxetin aber immer weniger. Heute habe ich wieder einen Termin bzgl. dem Reduzieren. Und ich versuche es wie Du.. Ignorieren . .. und auf keine Fälle schwach werden . Wünsch mir dass es mir bald so geht wie Dir.. bin gerade dabei meinen Sohn in den Kindergarten zu bringen und das Thema Krankheiten bei Kindern führte immer zu Panik und Angstattacken bei mir. Ich merke dass ich viel Atemübungen brauch um halbwegs zu entspannen. Aber deswegen wieder zu Tabletten greifen.. nein.. das Leben ist manchmal hart! Ich stell mich dem Leben und versuche die guten Zeiten zu geniessen und aus den schlechten Zeiten das Beste zu machen. Weiterhin viel Erfolg Ich hoffe auch bald ganz ohne P. klar zu kommen.


mnd on January 25th, 2009 at 3:58 pm #

Hallo Sylvia,

als ich gelesen habe, was du geschrieben hast, hat sich gleich mein Herz ein wenig zugeschnürt. Mein Mann und ich wünschen uns Kinder – auch ein Grund, warum ich die Tabletten abgesetzt habe. Mir ist es sehr wichtig, an diesem Wunsch festzuhalten, da ich mein Leben nicht aufschieben möchte. Allerdings habe ich Sorge, dass ich meine Angst auf die Kinder projiziere (also Angst vor einer Fehlgeburt, plötzlicher Kindstod, etc.). Ich hoffe so sehr, dass dies nicht der Fall ist und ich mit der Zeit mein Leben wieder entspannter angehen kann. Was hat dir dabei geholfen (also außer den Medikamenten)?
Ich lese zur Zeit ein Buch, das mir sehr hilft. Irvin D. Yalom – In die Sonne schauen: Wie man die Angst vor dem Tod überwindet. Der Autor ist Psychoanalytiker und hat sich aus eigenem Interesse, aber auch durch die Arbeit mit seinen Patienten, mit dem Thema beschäftigt und stellt unterschiedliche Herangehensweisen (Philosophie, Umgestaltung des Lebens) dar. Für mich ist das eine ganz wunderbare Lektüre, auch, weil ich dadurch wie hier im Forum merke, dass ich nicht alleine bin. Vielleicht hilft das also auch anderen.
Was meine Ängste angeht: sie sind noch da. Ich lege ständig meine Hand an die Halsschlagader, um meinen Puls zu fühlen. Völlig verrückt. Ich versuche weiterhin, nicht darüber nachzudenken, sondern mein Leben zu leben. Was mir aber immer bewusster wird: ich werde nicht wieder “gesund”. Ich muss mit der Panik leben. Das ist schwer. Wie gerne wäre ich wieder unbeschwert. Zwar lebe ich dadurch viel bewusster, tue nur Dinge, die mir sinnvoll erscheinen und genieße viel mehr, allerdings würde ich gerne wieder abends ins Bett gehen ohne mehrmals hochzuschrecken, bevor ich endlich einschlafe.
Wie geht es denn euch, g-dub, Barbara? Lest ihr noch mit?


sylvia on January 25th, 2009 at 6:21 pm #

Hi
4 Tage ohne Paroxetin :-)
3 Tage ohne irgendwelche Beschwerden, heute hab ich leichten Schwindel.
Juhu


Stephy on January 30th, 2009 at 5:59 pm #

Hallo alle zusammen,
ich habe die letzten Jahre oft hier alles gelesen. Habe selber grosse Probleme mit dem Absetzen von Paroxat hinter mir, das war die Hölle.
Ich habe nochmal ein Jahr Parox. genommen und diesmal war das Absetzen ein Kinderspiel!!!!!!! Es gibt ein paar Dinge zu beachten, die es möglich machen garnichts zu merken!!!!!!! Beim ersten Mal Absetzen wusste ich das nicht……..
Wem das interessiert, der/die darf sich gerne melden oder bei grösserer NACHFRAGE stell ichs gerne hier rein.
Absetzen MUSS NICHT SCHLIMM SEIN!!!!!!
Toi,Toi Toi
Stephy


sylvia on January 30th, 2009 at 6:48 pm #

10 Tage ohne Paroxetin!
Juhu und auf einmal ist es ganz einfach. hatte nur ein paar Tage Schwindel und STromschlagähnliche Symptome und bin jetzt seit 3 Tagen Beschwerdefrei. HOff es bleibt so!
Seit stark!


roanda29 on February 11th, 2009 at 9:46 pm #

hi stephy,

nehme seit 1 1/2 jahren paroxat und habe auch schon öfters versucht aufzuhören. bis jetzt hats leider noch nie geklappt und ich bin jedes mal wieder rückfällig geworden. es würde mich wahnsinnig interessieren wie man diesen entzugsprozess leichter überstehen kann.

lg, roanda


Thorsten on February 12th, 2009 at 12:56 pm #

ich nehme seit einiger zeit 20mg. ich habe eine depri bekommen nachdem sich meine ex verlobte von mir getrennt hat. an gewicht hab ich nichts zugenommen, alledings war ich schon immer recht dünn und als kind mal zur kur um zuzunehmen. als nebenwirkung verspüre ich orgasmusprobleme. man macht und tut, aber es passiert eben nichts. aufgrund dessen habe ich vor etwa 5 tagen einfach kein parox mehr genommen. bis gestern ging es mir auch wie immer. gestern alledings hatte ich eine irrsiinnige müdigkeit den ganzen vormittag. normalerweise stehe ich immer um 6 oder 7 uhr morgens auf. dachte gestern noch: kann ja mal passieren. heute allerdings ist mir so schwindelig das schon das zur toilette gehen anstrengend ist. habe dann blutdruck und fieber gemessen, ist aber alles okay. dann im google “paroxetin absetzen” eingegeben und als erster treffer kam dieses forum. nun lese ich mich seit einer stunde hier durch. meine symtome sind recht heftig, extremer schwindel und müdigkeit. die letzten beiden nächte geträumt als sein ich live zugegen gewesen, ich erinnere mich noch jetzt an jede kleinigkeit. zum glück muß ich nicht zur arbeit, das würde heute nicht gehen wegen den schwindel. nicht so ein schwindel als wenn man sich im kreis dreht, eher als wenn man eine starke schlaftablette genommen hat und versucht wach zu bleiben. dazu diese zuckungen in armen und beinen ab und zu. habe nun wieder 20mg genommen nachdem ich hier im forum gelesen habe das es absetzerscheinungen sind. hoffe mir geht es im laufe des tages wieder besser. ich werde nun vereuchen auf 10 mg runter zu dosieren, aber erst muß der schwindel aufhören. danke für die aufmerksamkeit. ich habe meine email angegeben für persönlichen kontakt. meine größte angst ist eigentlich wieder depressiv zu werden. denn lieber parox nehmen als wieder dieses depressiven jahre zuvor.


Thorsten on February 12th, 2009 at 1:11 pm #

ich sehe gerade email wird nicht weitergegeben, auch gut. ich gebe die mal hier an: thorsten-kruse@thorsten-kruse.de

eigentlich sollte man seine daten nicht so weitergeben, aber ich denke mal wer sich hier nun seit 1 stunde durchgelesen hat ist potentiell interesierter an diesen thema. das mit den intensiven träumen fand ich erst ganz lustig, bis ich dann gestern so dinge geträumt hatte die eben nicht lustig waren…
habt ihr auch orgasmusprobleme unter paroxetin? es mangalt bei mir erstens an interesse an sex und zweitens kann ich den höhepunkt nicht erleben. bin übrigens 40 jahre und in einer midlivecrise, vermute darin den grund der depresion nachdem die verlobte weg war… wie auch immer.
hatte mir für heute vorgenommen in die stadt zu fahren zum shoppen bzw bummeln, aber bei den schwindel lass ich das heute.


Thorsten on February 12th, 2009 at 4:41 pm #

ich hatte ja schon heute vormittag berichtet das ich 5 tage lang kein paroxtin genommen habe. nach der google suche bin ich hier gelandet und habe nach dem lesen hier wieder 20 mg genommen. nun ist mir aber immer noch so dösig und schwindelig obwohl einige stunden vergangen sind. kann das sein? ist es etwas anderes und sollte mal zum arzt gehen? beim blutdruckmessen und fieber messen ist alles normal. ich beschreibe das gefühl mal wie ein pochern im kopf aber ohne kopfschmerzen eher so als wenn man gerade am einshlafen ist und wieder aufgeweckt wird. irgendwie seltsam und unangenehm halt.


Biggi on February 13th, 2009 at 8:55 am #

Habe gerade, nach nun 7 Tagen ohne Parox … mich hier mal durchgelesen. Kurz zu mir: ca. 10 Jahre lang Paroxetin, zuletzt 40 mg. Mehrere gescheiterte Absetzversuche. ca. 25 kg Gewichtszunahme in dieser Zeit.

Was mich mal interessiert: Keiner hier schreibt von Blutdruckveränderungen … mein war zuletzt beängstigend auf 216/120 … eigentlich litt ich immer an niedrigem Blutdruck – vor Paroxetin. Ich habe schrittweise abgesetzt, aber sicher zu schnell. Bin gerade arbeitslos (Galgenhumor sorry) und so ist die Zeit günstig.
Die Nebenwirkungen, die ab dem 3. oder 4. Tag eingetreten sind, sind mörderisch. Aber ich will mich hier nicht wiederholen. Geht ja fast allen so. Diese Hallus .. ich sehe was, was gar nicht da ist …. fühle mich schizophren. Aber ich kann wieder schlafen, nein, mein Körper zwingt mich geradezu zu pennen, um mich dann mich Mega-Albträumen zu quälen.
Na, ich werde jedenfalls durchhalten. Komme, was wolle. So will ich nie wieder leben, obwohl ich auch dankbar bin, das Medi damals bekommen zu haben.
Kennt jemand das Blutdruckprob? Das war eigentlich meine Frage.
Ich hoffe sehr, dass ich nicht 6 Monate warten muss bis die Nebenwirkungen aufhören oder zumindest erträglich sind. Ich will wieder leben.
LG an alle und danke schonmal für eine Antwort

Biggi


Biggi on February 13th, 2009 at 9:00 am #

Ergänzung: Das kleine Schreibfenster hier ist wirklich mega-Sch…. und dann auch noch keine Vorschau … bitte verzeiht mir meine Fehler ….. uups


Biggi on February 13th, 2009 at 9:01 am #

Ach ja und mein Blutdruck ist nach den 7 Tagen ohne (letzte Dosis 10 mg für 7 Tage) wieder auf 140/100. Es MUSS also eindeutig am Parox gelegen haben.


Beate on February 13th, 2009 at 11:36 pm #

hallo meine lieben mitleidenden
im mom bin ich auf 10mg paroxat und hab echt die nase voll von dem scheiss
und will weg davon aber wie??

hätte ich gewußt auf mich ich da einlasse hätte ich es nie genommen

lange geschichte kurzer sinn

mann schafft alles auch ohne dieses zeugs auch wenns mir ne zeitlang geholfen hat

aber ich wills nimmer nehmen
und dafür kämfe ich jetzt

6 jahre reichen nun
manometer es muß doch auch ohne gehen

lg an alle die das gleiche probs haben wie ich beate


polat21 on February 14th, 2009 at 1:50 pm #

Hallo ihr lieben ich habe eine frage an euch ich habe angstprobleme kann nicht arbeiten gehen und keine vorstellungsgespräche wen ich was machen mus was ich vorher überlege bekomme ich herzrazen und extraschläge und mein arzt hat mir Paroxetin(20mg)aufgeschrieben und ich nehme sie seit 5 tagen und möchte gern aufhören damit nachdem ich das absetzsymtome erfahren habe und brauche eure hilfe also sehr schlim ist meine panick nicht aber kan diverse sachen erledigen wie arbeit u.sowas aber zum leben reicht wass meint ihr soll ich weiter nehemen oder aufhören nach 5.tag kan da irgendwelche aufhör symptome auftreten bite bite um antwort


polat21 on February 15th, 2009 at 6:06 pm #

Hallo warum möchte mir den keiner antworten ich bin am ende ich weiss gar nichts mehr soll ich jetzt paroxetin nehemen oder nicht ich neheme sie jetzt seit 6 tagen kan ich es einfach weglassen bitte um rat


Thorsten on February 15th, 2009 at 6:44 pm #

hallo polat,
eines muss man paroxetin lassen, ES WIRKT. auch wenn man nicht dran glaubt. es dauert aber etwas, bei mir waren es ziemlich genau die 14 tage die auch im beipackzettel angegeben waren. angst und depressionen sollten bei dir verschwinden. ich hatte paraoxetin schon einmal abgesetzt, damals war es nicht so schwer. eigentlich habe ich es einfach nur runterdosiert auf 10 mg und nach weiteren 2 wochen ganz weggelassen. alles ohne probleme. allerdings lag es daran das zu dieser zeit mein leben auch zu 100% wieder geregelt war und es auch keinen grund gab depressiv zu sein. damals wie gesagt hatte ich kein problem damit. nach ein paar monaten lief aber wieder was schief in meinen leben und diese alte depression kam zurück. das war ende dezember. daraufhin habe ich wieder die 20 mg genommen, 14 tage gewartet und die welt war wieder rosa. seit 3 tagen neheme ich nun 10 mg und es ist alles mehr oder weniger okay bei mir. meine ärztin hatte damals gesagt ich soll mal zum psychologen, denn nur dann kann einen wirklich geholfen werden. das habe ich aber bisher nicht gemacht, denn ich weiß ja was mich unglücklich macht. ich bin in niemanden verliebt und fühle mich alleine. letzes jahr war ich in spanien bei meiner ex und ich fühlte mich gut und habe auch kein paroxetin gebraucht. seit ich nun im februar wieder in deutschland bin fühle ich mich eben halt wieder übel und paroxetin hilft eben dieses grübeln auszuschalten. diese schwindel gefühle von denen ich weiter oben berichtet waren auch nur 2 tage. vielleicht war es auch ein grippaler effekt, wer weiß das schon? ich habe mir im jahre 2001 das rauchen abgewöhnt (1 packung/tag) das war wesentlich schlimmer!!! und ist gegen paroxetin eine andere hausnummer. damals habe ich 2 monate WIRKLICH gelitten. zwischen paroxetin aufgeben und rauchen abgewöhnen würde ich sagen: rauchen aufhören 100% schwer, paroxetin 30% schwer. ist eben auch eine sache des willens. allerdings habe ich beim ersten mal parox absetzen das zeug auch nur unter ein jahr genommen. viele hier schreiben sie nehmen es seit jahren, weiß nicht ob es dann schwerer ist. der stoffwechsel stellt sich ja drauf ein. man sollte an den ursachen seiner depri kämpfen und nicht an den symptomen, aber manchmal kann man es eben auch nicht ändern. paroxetin ist für mich ein hilfreiches medikament und ich möchte es auch nicht wisse. ich weiß noch das ich ohne nur weinen wollte, ich war 2 jahre depressiv und als mann scheut man sich ja doch eher zum arzt deswegen zu gehen. paroxetin war da eine erlösung für mich. dafür neheme ich auch die paar wochen entzgserscheinungen gerne in kauf. aber das muß jeder mit sich selbst ausmachen. ich spreche hier nur von meinen erfahrungen.


Thorsten on February 15th, 2009 at 7:00 pm #

da fällt mir doch noch was ein zu berichten: die meisten hier im forum sind ja frauen und meine frage passt da eventuell nicht richtig weil es doch gewisse unterschiede in der anatomie zwischen den beiden geschlechtern gibt. was mich an paroxetin extrem stört ist die tatsache das ich (als mann) zu keinen orgasmus mehr fähig bin (bei 10 mg geht es aber nun wieder). errektion kein problem, zwar schwieriger als sonst, aber mit ein wenig gut zureden geht es. aber dann… was für eine arbeit! so stelle ich mir den sex für eine frau vor. mann kann im prinzip ewig weil es nicht zum absprxxxx (orgasmus) kommt. man macht und tut, wartet eine minute um zu luft zu kommen und macht von vorne noch einmal. das kann bis zu 40 minuten so gehen bis man die lust verliert. bei einen mann (ohne paroxetin) ist es ja so das nach dem orgasmus NICHTS mehr geht, man denkt nur “oh gott, nie wieder, lass mich mit sex in ruhe”. eben das passiert mit paroxetin nicht. ist aber soooo frustrierend. das ist der grund warum ich es nun zum 2. mal absetze, denn da fehlt mir doch etwas wichtiges im leben. wie gesagt, bei 10 mg geht es nun, zwar nicht so wie sonst, aber zumindestens geht es wieder. bei frauen mag es anders sein da sie ja das was bei mir nicht mehr ging eh nicht können :-)

ich vermute das ist auch der grund warum frauen auch 3 mal hintereinander können ohne probleme, beim mann wäre daran nicht zu denken, drei mal orgasmus ist einer stunde ist beinahe tötlch für uns ;-)


polat21 on February 16th, 2009 at 10:20 am #

Hallo Thorsten erstmal veiln dank für dein antwort es ist sehr schwer mit den ganzen panik ich kan weder noch arbeiten oder die kraft eine arbeit zu suchen habe noch dazu 2 kinder aber mein problem ist das mit herz zu tun habe weil ich sehr schnell aufgeregt werde und weiss jetzt wirklich nicht ob es ich nehemen soll oder nicht,nicht das das noch andere schaden macht in mein körper naja mann muss durch den leben irgendwann werden wir alle sterben ich werde es erst ohne probiern und wünche dir alles gute


Biggi on February 17th, 2009 at 10:51 pm #

Hallo Torsten, hallo Polat ..
Also hier mein Statement: Habe von einem auf den anderen Tag mit dem Rauchen aufgehört und zwar nach der Geburt meines ersten Sohnes. Ja, richtig gelesen: IN der Schwangerschaft hab ichs nicht gepackt, sondern nur deutlich reduziert auf 5 – 10 Ziggis am Tag. Danach hab ich gar nicht mehr ans Rauchen gedacht, denn ich hatte ja meinen Sonnenschein im Arm. Das hab ich dann 16 Jahre durchgehalten. Nach Trennung und nicht aufhören wollendem Krieg mit meinem Ex hab ich wieder angefangen zu rauchen. Paroxetin hab ich 10 Jahre lang genommen. Und wenn mich einer fragt, wie ich den jeweiligen Entzug bewerte, dann sage ich: Rauchen easy, Paroxetin der totale Horror.

Aber ich stimme Torsten zu, dass für beides gilt: Ist Dein Leben in geordneten Bahnen, fällt Dir alles leichter. Gilt für beides.

Ich denke, einen schlimmeren Entzug als vom Paroxetin hat auch ein Koks-Junkie nicht. Die Symptome ähneln sich. Nur dauert es bei Paroxetin länger. Bin gerade mittendrin und werd das Teufelszeug nicht wieder nehmen, egal wieviel Stress mir mein Körper noch damit macht.

Aber die Entscheidung für oder wider leigt letztendlich bei jedem selbst.


polat21 on February 18th, 2009 at 7:23 pm #

Hallo Biggi ich habe 6 tage paroxetin 20 mg genommen und durch lesen die horor gechichten hab ich es weggelassen nun stehe ich immer noch da und überlege ob ich es nehmen soll oder nicht meine frage jetzt an dich habe 2 kinder und eigentliche depression habe ich nicht (denke ebenfals so) nur wen ich nach arbeit fragen muss oder wen ich ein termin irgendwo habe dan bekomme ich eine aufregung mit einem sehr schnellen puls un extraschlägen und denke dan wen ich irgendwo arbeite und das passiert was ist wen aber so raus gehen zum leben reichts halt aber die frage wie soll es weiter gehen und diese ständige langweile und habe angst weit wegzufahren meinst du es wird mit paroxetin alles besser ich mein wen mann die absetz symptome bekommt dan bekommt man ja wieder den ganzen panick übrigen bin erst seit paar jahren so fürher kannte ich sowas nicht wird das auch ohne medikamet wider besser Ich Danke für dein Antwort


Biggi on February 19th, 2009 at 1:14 pm #

Hallo Polat,
habe lange überlegt, was ich Dir darauf antworten soll. Wirkliche Depris hatte ich eigentlich auch nicht. Aber die Symptome, die Du beschreibst, haben mehr und mehr mein Leben bestimmt. Habe auch 2 Kinder. Anfänglich dachte ich (zur Schulzeit), ich sei einfach übernervös vor Prüfungen oder Referaten, die ich alleine vortragen musste. Habe das aber nicht weiter als “krankhaft” oder abnormal gesehen. Im Laufe der Zeit, als meine Lebensumstände immer schwieriger wurden – aber da waren ja meine beiden Kinder, meine Arbeit, das zu versorgende Haus – hat mir mein Hausarzt (!) Paroxetin verschrieben. Nach ca. 2 Wochen ging es mir besser. Ich musste nicht mehr so sehr mit der Antriebslosigkeit kämpfen. Ausleben konnte ich diese sowieso nicht. Mein großer ist ADHSler und mein Kleiner Asthmatiker. Ich war rund um die Uhr beschäftigt und konnte mir meine eigene Panik einfach nicht leisten. Unterstützung hatte ich während meiner Ehe nicht. Da kam das Paroxetin gelegen. Die Attacken mit Herzrasen und Schweißattacken besserten sich. So sah ich 10 Jahre lang keinen wirklichen Grund, auf das Medikament zu verzichten. Weg waren die Panik- und Angstattacken auch mit Medi nicht. Und auch die Albträume nahmen im Laufe der 10 Jahre zu bzw. waren immer vorhanden. Nach meiner Trennung (ich bin gegangen) stand ich auf einmal alleine da. Ohne Mann, ohne Kinder (die blieben bei Papa in ihrer gewohnten Umgebung), ohne Haus und bald auch ohne Job. Ich hatte auf einmal so wahnsinnig viel Zeit zum Nachdenken ….. die Paroxetin-Dosis wurde zu diesem Zeitpunkt erhöht. Ich zog 3 mal innerhalb kürzester Zeit um und grübelte fürchterlich, wie es dazu kommen konnte, dass ich das Leben meiner ganzen Familie so in den Sand gesetzt hatte. Ich erkannte, dass zu einer Trennung immer 2 gehören. Der eine, der tut und der andere, der es sich gefallen lässt. Mich haben die Medis betäubt. Es fühlte sich alles nicht mehr so falsch an. Nachdem ich jetzt meinen 2. Job verloren habe, weil trotz erhöhter Dosis die Migräne-Attacken vermehrt auftraten und ich mir den “Luxus” leistete, nach extremen Albträumen körperlich fix und fertig mehrmals krank zu sein und mich auch immer mehr vor meiner Umwelt zurückgezogen habe .. ich musste ja nicht mehr für andere kämpfen und stark sein, sondern nur noch für mich …. und das lohnte sich nicht bzw. war nicht Ansporn genug für mich, habe ich mich entschieden, dass mein Zustand auch ohne Medikamente nicht dramatischer sein kann.

Ich schreibe das, damit Du verstehst, was mich zum Absetzen des Medikamentes bewogen hat. Es ist mein letzter Versuch zur Rückkehr in die Normalität.
Und gerade weil mein Gewicht derart explodiert ist, mein Blutdruck beängstigend hoch war zum Schluss …. ich arbeitslos bin und wenn nicht jetzt, wann dann … denn arbeiten kann man während des Entzuges sicherlich nicht, zumindest nicht, wenn man ihn so erlebt wie ich es derzeit tue.

Ich denke, ich habe für mich die richtige Entscheidung getroffen. Hüte mich aber davor, jemand anderem zu raten. Es muss wirklich jeder für sich selbst entscheiden.

Ob Dir mein Statement hilft, weiß ich nicht. Stecke ja selbst mitten in den Entzugserscheinungen. Aber ich werde durchhalten – diesmal für mich.

Wünsche Dir Kraft zur richtigen Entscheidung.

Liebe Grüße
Biggi


Biggi on February 19th, 2009 at 1:22 pm #

Noch eine kleine Ergänzung: Traute mich nie, weite Strecken zu fahren. Autobahnen waren der reinste Horror. Nach meiner Trennung war es aber nötig, um einigermaßen selbständig existieren zu können. Und siehe da .. im letzten August war ich mit einer Freundin 1 Woche auf einer Beautyfarm in Polen – mit dem Auto. Ich fahre mittlerweile jede erdenkliche Strecke. Ob das Paroxetin da geholfen hat? Die Jahre vorher nahm ich es auch, musste aber nicht fahren. ER war ja noch da. Jetzt bin ich stolz auf mich, zumindest einen kleinen Teilerfolg für mich errungen zu haben. Mittlerweile fahre ich gerne Auto und gerne weite Strecken. Durch die vielen Vorstellungsgespräche, die ich in letzter Zeit hatte, ist auch hier meine Panik gegen Null gegangen. Ich weiß, was ich kann und entweder es passt oder nicht. Womit ich immer noch schwer klarkomme, mich selbst als Mensch zu integrieren. Privat – auf Partys oder so …. da ist die Panik nach wie vor da. Aber ich weiß, was ich beruflich kann. Und so habe ich auf diesem Gebiet die Panik erfolgreich besiegen können. Im Job bin ich in meinem Element. Da bin ich auch selbstsicher. Mein Privatleben ist mein “Trümmerhaufen” .. mich als Mensch zu verkaufen, der etwas wert ist … daran muss ich arbeiten. Ab jetzt ohne Paroxetin.


Rene Kriest on February 19th, 2009 at 2:14 pm #

Kleiner Hinweis:
Ein paar Kommentare blieben bedauerlicherweise im Spam-Filter hängen. Diese habe ich nun freigeschaltet.


Andi on February 21st, 2009 at 12:01 pm #

Hallo zusammen,
nach 10 Wochen Erhaltungsdosis von 10mg wird mein Paroxetin seit heute abgesetzt. Ich habe nun insgesamt 8 Monate Paroxetin genommen, davor Sertralin. Ich würde gerne gleich von 10 auf 0 und die Absetztsymptome einfach aushalten. Mal schauen, ob’s gelingt. Das runterdosieren von 20 auf 10 seinerzeit war auch nach 3 Tagen mit Absetzsymptomen erledigt.
Schaun wir mal


Biggi on February 22nd, 2009 at 2:20 pm #

Hi Andi,
drück dir die Daumen, dass es funzt!


Rene Kriest on February 24th, 2009 at 10:14 am #

Hallo Biggi ich habe 6 tage paroxetin 20 mg genommen und durch lesen die horor gechichten hab ich es weggelassen nun stehe ich immer noch da und überlege ob ich es nehmen soll oder nicht meine frage jetzt an dich habe 2 kinder und eigentliche depression habe ich nicht (denke ebenfals so) nur wen ich nach arbeit fragen muss oder wen ich ein termin irgendwo habe dan bekomme ich eine aufregung mit einem sehr schnellen puls un extraschlägen und denke dan wen ich irgendwo arbeite und das passiert was ist wen aber so raus gehen zum leben reichts halt aber die frage wie soll es weiter gehen und diese ständige langweile und habe angst weit wegzufahren meinst du es wird mit paroxetin alles besser ich mein wen mann die absetz symptome bekommt dan bekommt man ja wieder den ganzen panick übrigen bin erst seit paar jahren so fürher kannte ich sowas nicht wird das auch ohne medikamet wider besser Ich Danke für dein Antwort

Paroxetin ist kein Allheilmittel. Es hilft schon, die Gefühlswallungen in den Griff zu bekommen, allerdings muß Paroxetin nicht das Mittel der Wahl in Deinem Falle sein; auch andere Antidepressiva könnten helfen.

Für Angst- und Panikstörungen ist jedoch Paroxetin eines der besten Mittel. Sofern es wirkt, hört alles auf angefangen bei Angst und Panik bis hin zur Sozialphobie – so zumindest wirkte das Präparat bei mir.


polat21 on February 27th, 2009 at 10:45 am #

Hallo an alle cih bins nocmal

neheme jetzt wieder paroxetin seit 7 tagen 10mg aber bis jetzt merke ich garnichts ausser müdigkeit und gute laune waber was angst betrifft oder die ewartungsgedanken gar nichts

naja warten wir mal ab

Gruss an alle


mone78 on February 27th, 2009 at 10:42 pm #

Hallo an alle Paroxetin-Junkies,

erst einmal möchte ich sagen, dass ich mich freue dieses Forum (durch Zufall) gefunden zu haben.

Ich nehme auch seit längerem Paroxetin 40 mg und hatte es auch schon einmal für 5 Tage abgesetzt. Es ist wirklich der blanke Horror gewesen!!! Ich schaffte es nicht, die schlimmen Entzugserscheinungen waren unerträglich fies. Selbst das Absetzen einer hoch dosierten Schmerzmitteltherapie aufgrund einer schlimmen Hirnhaut- und Hirnentzündung im März 2008 war nicht so quälend!!!
Bin leider seit vielen Jahren krank und habe schon etliche Medikamente hinter mir.. Vor einem Jahr habe ich ausser den 40 mg Paroxetin noch 400 mg Solian sowie bis vor kurzem zusätzlich noch 100 mg Atosil genommen. Das Solian konnte ich wie auch das Atosil super easy absetzen. Doch vom Paroxetin komme ich einfach nicht weg.. Ich fühle mich zwar sehr gut mit diesem Medikament, aber es hat mich wirklich sehr verändert. Ich habe einen Tunnelblick, laufe auch ständig gegen Möbel, habe anfangs 8 Kilo in zwei Wochen abgenommen – jetzt zugenommen, sexuelle Unlust, man fühlt sich als Beobachter, ist eiskalt – alles halt nicht so wirklich schön, irgendwie mechanisch..
Aber – ist dies schlimmer als ein Leben voller Angst, Panik und schweren Depressionen?
Ich weiss nicht, was ich schlimmer finde.. Diese Entscheidung ist sehr schwer und viele wissen wovon ich rede.. Vielleicht ist es auch besser zugedröhnt durch die Gegend zu laufen als einfach nur vor Traurigkeit oder vor Angst einzugehen..
Ich hoffe, dass jeder von Euch die richtige Entscheidung für sich selber trifft.

Ganz liebe Grüße an Euch
Mone


Silvi on March 4th, 2009 at 11:46 am #

Hallo, ich finde mich so verdammt wieder in Euren Erfahrungsberichten mit dem Absetzen von Paroxat. habe letzten Herbst auf eigenen Wunsch nach 4,5 Jahren Einnahme abgesetzt lt. Beipackzettel: Uff. es war heftig. Auf Anraten meines Internisten habe ich wieder aufgestockt und nun am 1.1.09 wieder mit dem Absetzen in 2,5 mg Dosis begonnen. Seitdem leide ich an extremen Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit, nach erneuter Reduzierung an Selbstmordgedanken, Truarigkeit, Heulerei. Es ist ein Grauen! Psychisch fühle ich mich recht gut, die körperlichen Symptome machen mir seit nun 2 Monaten zu schaffen. Nun nehme ich noch 10 mg – ein Facharzt riet mir, in kürzeeren Abständen abzusetzen, damit ich sozusagen in kürzerer Zeit damit durch bin. Ich bin berfustätig, habe ein Kind im Kindergartenalter und kann und will mich auch nicht länger mit dem teufelszeug rumquälen.
Wer kann mir Tipps geben, hat Erfahrungen auch mit der Zei “nach paroxat”? Mir wurde immer wieder bestätigt, das Medikament mache nicht abhängig… ich fühle mich auf körperlichen Entzug, bin generell ein lebensbejahender Mensch. Seltsame Situation.
Freue mich über Eure Absetztipps.


polat21 on March 4th, 2009 at 10:26 pm #

Hallo lieber Biggi

Erstmal tutsmirleid wegen deiner geschichte die du hinter dir hast und ich danke für deine aufklärung ich weis wie das ist wen man plötzlich alleine steht.wo ich ledig war hebe ich solche probleme nciht ehabt aber seit dem ich gehiratet habe und 2 kinder hat mein leben sich um 90%gedreht die ängste sind warscheinlich
die veranwortung zu tragen naja auf jedenfall nehme ich jetzt schon seit 14 tagen paroxetin 10 mg aber die afregung oder ängste weis nicht was das ist ist immer noch da und noch was ich finde du bist der beste mensch der welt mach die keine vorfürwe auch wen das dein pysüche sagt du bist O K
by und alles gute Gruss Polat


Magic on March 7th, 2009 at 1:30 pm #

Ich kann das ebenfalsl nur bestätigen und habe das ganze extremst unterschätzt.

Ich hatte allerdings meine Tabletten zu Hause vergessen und musste für eine gute Woche auf Tour so dass ich dachte die paar Tage werde ich es schon aushalten. Mir war es kotzübel hatte dünnpfiff und Kopfschmerzen. es ging mir richtig mies. Dabei nehme ich nur 20mg pro Tage ein. Jetzt muss ich mich gerade von der Woche noch erholen


Rene Kriest on March 8th, 2009 at 6:43 am #

Die Kopfschmerzen waren der Hammer! Beim ersten Mal ging ich auf kalten Entzug. Derart übel hatte ich mich noch nie gefühlt. Mein Kreislauf war völlig weg, alles drehte sich und der Kopf drückte – es war heftig. (60mg auf 0)

Nach rund einer Woche ging ich wieder auf 30/20mg zurück. Das half im Sinne der Nebenwirkungbeseitigung.


Katrin on March 8th, 2009 at 9:10 pm #

Hallo Ihr Lieben,
bin echt froh diese Seite hier gefunden zu haben. Ich nehme seit fünf Jahren Paroxat (40mg). Mein Arzt sagte mir vor ein paar Wochen ich währe jetzt stabil genug um abzusetzen. Er sagte ich solle alle zwei Tage 20 mg nehmen und dann gar nicht mehr. War überhaupt nicht möglich. Nun war ich auf 20 mg pro TAg und hab dann nach ca. 2 Wochen auf 10 mg/Tag reduziert. Mir geht es die letzten Tage so schlecht wie lange nicht mehr. Als ich die hier beschriebenen Symtome gelesen habe, war ich erstmal ziemlich froh, weil ich dachte meine Panikattacken wären wieder so schlimm wie damals und ich wäre nie darauf gekommen, das Alles mit dem Absetzen in Verbindung zu bringen. Jetzt bin ich erstmal schon beruhig, dass es so vielen von euch genauso geht. Will aber nicht mehr durch die Hölle gehen müssen. Drei Jahre haben mir gereicht bis mir, auch wenn es sich blöd anhört, Paroxat das Leben gerettet hat. Und wenn das heißt das ich mein Leben lang an diesen Tabletten hängen werde, wie ein Junkie an der Nadel, dann nehm ich das in Kauf, solange es mir nicht mehr so dreckig geht.

Ich wünsche trotzdem allen hier Viel Erfolg und vor allem Gesundheit.


Silke on March 9th, 2009 at 9:56 pm #

@ Magic

mich würde interessieren wie lange du diese 20mg schon einnimmst?

mir scheint es so dass, nicht nur die dosis (die mit 20 mg eigtl eher gering ist), sondern auch definitiv der einnahmezeitraum einen starken einfluss auf die abhängigkeitsentwicklung hat.

kann das jemand bestätigen?

lg


immobilie on March 15th, 2009 at 6:10 am #

Sehr wertvolle Informationen! Empfehlen!


polat21 on March 18th, 2009 at 8:48 pm #

Hallo ich nochmal ich habe eine frage an euch experten die die schon paroxetin hinter sich haben ich nehme jetzt seit 3 wochen paroxetin anfang 10mg jetzt seit 7 tagen 20mg nur ich merke nur das ich gelassener bin als ob mir alles egal wäre und so faul kein lust auf nichts das problem ist bevor ich paroxetin genommen habe habe ich immer sorgen gemacht ich muss arbeiten so geht das leben nicht weiter und hauptsächlich um meine ängste oder aufregungen zu stoppen aber meine ängste sind noch da nur ist mir alles egal kommen wir zum neben wirkungen habe vermährte extrascläge die fast nicht mehr zum aushalten sind und bim urin ablassen komeen so spermin mit ist das normal kan es deswgwn sein ich brauche umbedingt eure ratschläge das wichtigste sind diese extrasystolen
Danke im voraus für eure antworten


Andi on March 23rd, 2009 at 11:54 am #

Moin!
Mein erstes absetzes, weiter oben erwähnt, hat nicht funktioniert. Seit gestern gehts über 5 gegen Null. Ab kommenden Donnerstag neue Medikation gegen Depressionen und Ängste, da ich Paroxetin nicht mehr vertrage.
Gruß
Andi


Julian on March 25th, 2009 at 2:10 pm #

Hallo,
vielleicht kann mir jemand sagen, was ich tun soll.
ich habe vor ca. 3 Monaten 20mg paroxetin verschrieben bekommen, weil ich ständig schwindel und nasse hände hatte.Laut Arzt soll ich Angststörungen haben. Ich habe die Tabletten genommen…mir immer mehr darüber gedanken geamcht warum ich soetwas nehmen muss. Ich habe eigentlich vor nichts Angst.
Die NW waren / sind ätzend. Nun habe ich ohne Absprache mit dem Doc die Dosis auf 10 mg reduziert, vor ca. 14 Tagen. Nun bekomme ich ständige aussetzer, als würde ich neben mir stehen. Blitzartige Zustände kommen im Wechsel.
Ich hab echt kein rat mehr…. Angst habe ich keine.
Kennt jemand das Problem?
Soll ich den Kram einfach ganz absetzen oder kann das alles noch schlimmer werden?


Missi on March 26th, 2009 at 10:18 am #

Hallo liebe Leidensgenossen,
ich nehme seit 5 Jahren Paroxetin, taeglich morgens 20 mg. Ich habe bestimmt fast 15 kg zugenommen und sehe aus wie ein Michelin-Maennchen. Furchtbar!!! Noch nie im Leben war ich so dick!
Jetzt moechte ich diese Tabletten absetzen, und zwar sehr langsam, weil ich wir Ihr ganztags berufstaetig bin.
Also was glaubt Ihr, wie ich vorgehen soll? Sollte man zum Beispiel so beginnen:
1. Tag 10 mg
2. Tag 20 mg
3. Tag 10 mg
4. Tag 20 mg
und dann langsam, langsam nur noch 10 mg. Und wie lange dann?
Kann mir jemand Tips geben? Das waere SUPER nett!
Ganz liebe Gruesse,
Missi


Franky on March 27th, 2009 at 9:42 am #

Hallo Missi,

auch ich nehme jetzt schon seit ca. 5 Jahren Paroxetin.
Zunächst 20 mg, dann aber recht schnell „nur noch“ 10 mg.
Jetzt schleiche ich seit ca. 6 (!!!) Monaten aus und bin seit 2 Monaten bei 2,5 mg.
Als nächstes steht dann die Umstellung auf die flüssige Variante an.

Meine Empfehlung an dich ist natürlich rein subjektiv. Kann sie ja auch nur sein, da jeder anders auf die Reduktionen reagiert.

Ich würde ruhig direkt von 20 mg auf 10 mg gehen und das dann für 2-3 Wochen ausprobieren.
Ich hatte bis zu einer Dosisreduzierung auf 5 mg nur sehr geringe Absetzsymptome. Aber das kann bei dir natürlich auch anders sein.

Ab 5 mg ging’s dann bei mir aber los. Ich hab mich halt für die megalangsame Ausschleichung entschieden.
Jetzt bin ich seit ca. 2 Monaten bei 2,5 mg und werde dann monatlich um 0,5 mg weiter reduzieren.

Aber versuche du es ruhig erst schneller.
Mein Tipp: jeweils 2-3 Wochen 10 mg, 5 mg, 2,5 mg und dann auf 0 (Tablettenteiler in der Apotheke besorgen).
Den nächsten Schritt aber erst machen wenn du wieder weitgehend stabil bist.
Nur wenn es gar nicht geht wieder erhöhen.

Drücke dir fest die Daumen.
Ach ja: Hab schon von 88 kg auf 80 abgenommen. Nur so als kleine Motivation :-)
Lieben Gruß

Franky


Missi on March 27th, 2009 at 10:11 am #

Lieber Franky! Vielen Dank fuer Deine Antwort. Ich war immer schlank und hatte niemals Probleme mit der Figur -aber innerhalb der letzten 2 Jahre bin ich so auseinandergegangen, und mir reicht das jetzt wirklich. Ich nahm das Paroxetin weil ich enorm viel Stress im Leben hatte. Alleinerziehend von Anfang an, mein Sohn spielte bei einem grossen Fussballverein, und ich bin mehr als 6 Jahre ganztags arbeiten, nach der Arbeit mit dem Jungen zum Training (was 40 km vom Arbeitsplatz und zuhause entfernt war) und immer wieder jahrelang noch nebenbei gejobbt. Keine Wochenenden, und immer ohne Partner – irgendwann bekam ich staendig Schwindelattacken, und konnte nicht mehr Auto fahren. Schrecklich!Bis die Aerzte mal auf die Idee kamen, dass alles psychosomatisch war! Jetzt ist mein Sohn erwachsen, ich habe viel mehr Zeit und Ruhe nach der Arbeit und moechte von diesem Medikament loskommen. Ja, es hat mir sehr geholfen, ohne das Medikament waere ich bestimmt stationaer in einer Klinik gelandet!

Franky, ich werde es so machen wie Du, gaaanz langsam – so sanft wie moeglich fuer den Koerper. Nachdem ich alles hier gelesen habe, entschied ich mich spontan gestern meine 20 mg Tablette in 4 Teile zu brechen, und gestern und heute nahm ich 15 mg. Das ziehe ich jetzt durch uebers Wochenende und versuche auf 10 mg ab Montag umzusteigen. Ich melde mich dann wieder bei Euch – falls es nicht stoert. (dann schreibe ich auch nicht mehr so viel!)
———————————-
Fuer Polat21 und Julian:
An Eurer Stelle wuerde ich das Paroxat schnellstmoeglich absetzen, und erst einmal pflanzische Mittel versuchen. Johanniskraut hochdosiert hilft. Baldrian hochdosiert hilft auf jedenfall gegen Nervositaet.
Ich bin sehr froh wenn ich in einigen Monaten diese Medizin nicht mehr brauche!
Liebe Gruesse an alle!
Missi


Franky on March 27th, 2009 at 11:30 am #

Hallo Missi,
diesen Link kennst du, oder?
http://www.adfd.org/forum/viewtopic.php?p=4746#4746
Auch sehr hilfreich!

Johanniskraut. Stimmt hatte ich vergessen. Nehme ich auch seit einiger Zeit. Hat die Nebenwirkungen des Absetzens auch gut reduziert.

Ich bin ursprünglich wegen extremen Erröten und sozialen Problemen auf das Medikament gestoßen. Auch mir hat es geholfen, auch wenn ich sagen muss, dass ich durch das Medikament nun einen Lebensweg eingeschlagen habe, der meinem eigentlichen Naturell nicht unbedingt entspricht. Mal schauen wie es weiter geht.

Wir schaffen das! Shakka :-)

Ach ja: Missi, schreib gerne weiter! Ich finde es spannend wie es anderen ergeht und außerdem tut es einem ja auch selber gut!

Franky


Missi on March 27th, 2009 at 12:54 pm #

Fuer Rene Kriest: Vielen Dank fuer dieses Forum – bin froh dass ich es gefunden habe! Es hat mir bei der Entscheidung wirklich geholfen. Klasse! DANKE!


Pharma on March 29th, 2009 at 12:02 pm #

Hi, also was ich dazu sagen kann ist. SSRI sind starke Medikamente, die natürlich gut wirken, denn sie modulieren den Serotonienspiegel im Gehirn. Genau wie Drogen, nur nicht ganz so heftig. Die Nebenwirkungen sind dadurch zu erklären auch die Absetzerscheinungen. Ein Medikament wie Paroxetin erhöht den Serotonin spiegel im Gehirn, auf ein “normales Maß”.Warum der Vergleich mit Drogen, weil diese häufig auch auf den Serotoninspiegel wirken, halt nur z.B 50 mal stärker.Euer Körper muß sich erstmal an den erniedrigten Serotonienspielgel nach Absetzen gewöhnen.


Pharma on March 29th, 2009 at 12:06 pm #

Ich soll dieses Medikament auch nehmen, bin mir aber unsicher.Da ich den Wirkungsmechanismus kenne.Eine frage habe ich jedoch an euch.Wie fühlt man sich nach der Einnahme von Paroxetin? Abgesehen von den Nebenwirkungen.


Pharma on April 1st, 2009 at 11:00 am #

Hi, nochmal schade das ich bisher keine Antwort bekommen habe. Achso wollte nicht Klugscheißen, nur ich muß zur Zeit alles über Medikamente lernen. Bin in einer Weiterbildung.

lg P


Rene Kriest on April 1st, 2009 at 2:49 pm #

@missi
Danke, ich habe mich sehr gefreut! :)


Andrea on April 9th, 2009 at 4:24 pm #

hallo ihrs, habe gleich von einen auf dem anderen tag das paroxat abgesetzt. wollte einfach den frühlingsanfang als start nutzen. nun sitze ich da und kann mein kopf nicht mehr drehen da sich alles um mich herum dreht(schwindel , übelkeit,…) ich will aber nicht mehr damit anfangen. könnt ihr mir einen tipp geben……..


jens on April 12th, 2009 at 2:25 pm #

Liebe Leser und Verfasser, ich danke Euch für diesen wichtigen Beitrag.
Ich wünsche niemandem diese Gefühle und Körperwahrnehmung, welche ich gerade durch mein abruptes Absetzen des Paroxetin erlebe.
Es bleibt mir die Hoffnung, dass es nur eine endliche Phase ist. Nur leider, ohne die Dauer zu kennen.
Sollte es mir in ein paar Tagen nicht besser gehen, werde ich mich sicher in der Ambulanz meiner vertrauten psychiatrischen Klink anmelden.
Das habe ich vor 2 Jahren schon mal gemacht. Keine Medikamente mehr nehmen zu wollen, hat man dort aber eher kritsch gesehen. Ich habe es aber durchgezogen und war nach 3 Monaten wieder frei.
Erst die erlebte Realität hat mich wieder dazu gebracht, auf dieses Mittel (vorschnell?) zurückzugreifen. Seit mehr als einem Jahr nehme ich wieder 20mg täglich ein. In schöner Regelmäßigkeit. Nun ist es wieder an der Zeit die Welt ohne die Paroxitin-Brille zu sehen und eine erneute Absetzphase beginnt. Es wird die letzte sein. Denn die Kreisläufe sind mir nun mehr als einmal bewusst geworden.
Alternativen zu den Medikamenten kann ich nach Jahren der stationären und ambulanten Therapien sicher anwenden. Auch wenn ich nicht immer die Chemiekeule parat habe, so besitzte ich doch genug eigene Einsicht, um meine Leben und meine Gefühle zu gestalten. Der Wille und der Verstand sind auf jeden Fall vorhanden.

So, bevor ich gleich wieder zu weinen beginne, setze ich jetzt den Punkt und wünsche mir für alle nur das Beste.

Jens


Andrea on April 13th, 2009 at 6:52 pm #

hallo jens , ich hoffe das du es schaffen wirst . ich habe echt einen knall bekommen und wollte nicht als irre durch die gegend rennen . ich habe wieder meine 10mg zu mir genommen . aber ich muss mich der realität endlich stellen.
schönen abend an alle!!!!


Roger on April 16th, 2009 at 2:21 pm #

Hallo zusammen,

bin per Zufall auf dieser Site gelandet…. weil ich auch daran bin Paroxetin abzusetzen.
Ich kämpfe eigentlich mit den gleichen Problemen wie von Euch beschrieben, bin jetzt dran mein Körper langsam von diesem Zeug zu befreien.

meine Tipps:

treibt viel Sport, vorallem Ausdauersport das hilft, da dort viele Glückshormone ausgeschüttet werden.

wenn ihr einfach nicht davon wegkommt, probiert es event mal mit Johannisbeerkraut aus. Das ist “natürlich”. Fliegender Wechsel auf Johannisbeerkraut, dann sollte der “Ausstieg” einfacher fallen.

ich bin vor einem Jahr von Paroxetin auf Johannisbeer umgestiegen, leider bekam ich von diesem Kraut dann überall Hautrötungen und musste wieder retour auf Paroxetin :-( ( aber vielleicht klappt das ja bei Euch.

dies sind einfach Tipps von mir, ohne Garantie…. besprecht das mit Eurem Arzt oder Apotheker!

so nun wünsche ich Euch einen wunderschönen Frühling, und viel Glück beim Ausschleichen!

Gruess – Roger


Claudia on April 18th, 2009 at 10:17 am #

Hallo liebe Leidensgenossen!
Auch ich bin durch Zufall auf dieser Seite gelandet. Ich bin dabei, Paroxetin abzusetzen. Seit einer Woche bin ich auf 0 mg. Allerdings bekommen ich immer wieder so Art Stromstöße im Kopf, sehr unangenehm. Obwohl ich überzeugt bin, auch ohne Paroxetin auszukommen, schleicht sich doch ab und an wieder die Frage ein, ob ich doch evtl. wieder anfangen soll (nur ganz kurze Zeit???). Ich mache zur Zeit eine Verhaltenstherapie (seit Mai 2008) und kann es echt nur jedem empfehlen. Ist zwar teilweise harte Arbeit aber es lohnt sich.
Hat noch irgendjemand so Absetzsymptome wie ich und kann mir evtl. einen Tipp geben wie ich weitermachen soll??? Solange es geht werde ich auf jeden Fall das Zeug nicht nehmen.
Nun noch ein schönes Wochenende!!!
Gruss, Claudia


Carmen on April 18th, 2009 at 5:23 pm #

Hallo zusammen,
habe mir das komplette Forum mal durchgelesen, da ich im Moment auch das Paroxetin absetze. Hatte es im November des letzten Jahres, aufgrund heftiger Panikattacken inkl. Arographie genommen und es hat bis auf die NW ganz gut geholfen. Nun bin ich dabei es ganz langsam auszuschleichen. Trotz 2,5 mg – Schritten merke ich schon die Absetzsymtome wie Schwitzen, kalte Hände, komisches Gefühl, Hitzegefühl etc….noch dazu fange ich wieder an mir irgendwelche Krankheiten einzureden…schlimm schlimm. Kennt das jemand mit den Krankheiten einreden????? Bin auf jeden Fall froh, wenn ich davon loskomme….da ich noch ein starker Migräne-Patient bin und u. a. auch Tripane einnehme ist das mit dem Paroxetin nicht so gut (Seroterninsyndrom-Gefahr)!

Zu dir Claudia, mein Neurologe hat mir empfohlen ganz langsam in 2-3 Wochen schitten je 2,5 mg zu reduzieren. Falls ich merke, dass es mal an einem Tag wieder schlechter ist soll ich die 2,5 mg mehr nehmen und diese dann am nächsten tag wieder weg lassen. In welchem Schritt hast du denn reduziert? Also wieviel mg hast du denn genommen? Was ich auf jeden Fall empfehlen kann ist Laif900. Das darfst du aber nicht mit Paroxetin zusammen kombinieren und es dauert ca. 14 tage, bis die Wirkung eintritt. Was ich zur Unterstützung noch nehme ist Anxiovita. Morgens und abends jeweils 12 Globulis. Die helfen beim Abesetzen auch ganz gut!


Claudia on April 18th, 2009 at 7:48 pm #

Hallo Carmen!
Also, ich habe seit Juli 2008 bis etwa Mitte Februar 20 mg genommen. Im Februar dann habe ich auf 10 mg reduziert und eben seit gut einer Woche bin ich auf 0 mg. Habe mir jetzt Johanniskraut besorgt, das soll auch gut unterstützen.
Zu deinen Krankheiten einreden, daß habe ich auch gehabt.Bin nun ärztlich auf Herz und Nieren untersucht, es ist alles in Ordnung und das muß man sich eben immer wieder vor Augen halten. “Ich bin durchgecheckt, es ist alles in Ordnung!”
Einen schönen Abend noch und weiterhin viel Erfolg beim Absetzen! Ich bin überzeugt, wir schaffen das. Wir brauchen wohl nur sehr viel Geduld und Durchhaltevermögen.


Carmen on April 20th, 2009 at 8:57 am #

Hallo Claudia,

in welcher Dosis nimmst du das Joahnniskraut? Ich empfehle Laif900 (900mg Johanniskraut) und evtl. noch Badrian Day & Night. Du hast aber recht schnell dosiert? Hast du dich nicht extrem schlecht gefühlt? Wie gesagt, ich dosier in 2,5 mg Schritten und merke es extrem. Klar, jeder Mensch ist verschieden. Gehe ab heute die 10 mg-Dosierung an! Hoffe das Beste aber wie du schon sagtest, es ist viel Geduld und Durchhaltevermögen gefragt und was ganz wichtig ist, ist Sport. Dadurch werden Stoffe, die unserem Kopf (Seroternin) fehlen, besser produziert! Eine Frage hätte ich allerdings noch…wie hat sich denn die AK bei dir geäußert? Viele Grüße
CArmen


Petra on April 21st, 2009 at 9:20 am #

Hallo zusammen,

mich trifft gerade der Schlag: Warum habe ich dieses Forum nicht früher gefunden?!?!
Ich nehme Paroxetin jetzt seit genau einem Jahr, zuerst 20 mg, dann 30 mg über den längeren Zeitraum. Jetzt wollte ich versuchen, mich rauszuschleichen (4 Wochen 20 mg, 4 Wochen 10 mg, dann nichts mehr) und hebe alle Symptome, von denen ihr auch berichtet. Mir ist superübel und ich habe schrecklichen Schwindel und Schwitzattacken.
Was mich wundert ist, dass man das tatsächlich in so kleinen Dosen noch so extrem merkt… Also werde ich wohl mit 5 mg weitermachen. So ein Mist!
Das blöde dabei ist, dass ich in Kürze eine schwere Prüfung ablegen muss und dabei alle meine Konzentration brauche. Im Moment kriege ich garnichts auf die Reihe, – da wird mir echt Angst und Bange!
Und wie ist das mit dem Gewicht? Kriegt man das langsam auch wieder runter oder sitzt das dann fest? Das wäre ja noch der Oberhammer! Habe auch 15 Kilo, mit denen ich nicht glücklich bin…
Also, das hätte ich alles mal vorher wissen sollen, – mit gehts einem ja ganz gut, aber als Junkie wollte ich echt nicht enden!
Beste Grüße, Petra


Claudia on April 21st, 2009 at 8:45 pm #

Hallo Carmen!
Ich habe nur ein gering dosiertes Johanniskraut-Produkt (180mg). Zusätzlich habe ich noch die Bachblüten Rescue-Tropfen. Mit denen komme ich sehr gut klar.
Ja, zur Zeit habe ich eine schlechte Phase und ich frage mich doch, ob ich nicht zu schnell auf die 0mg gegangen bin. Sollte ich vielleicht wieder mit der letzen Dosis von 10mg anfangen? Aber ich stehe grad ein bißchen auf dem Schlauch. Was meinst Du mit AK?
Viele grüße, Claudia


Claudia on April 21st, 2009 at 8:50 pm #

Hallo Petra!
Will auch Dir noch einmal ein paar Worte schreiben. Du brauchst keine Angst haben als Junkie zu enden. Es braucht halt alles nur seine Zeit. Und laß Dir bloß genug Zeit mit Deinen 5mg. Wie Du vielleicht schon gelesen hast, ich habe wahrscheinlich zu schnell abgesetzt und zur Zeit geht es mir absolut nicht gut. Werde das mal mit meiner Verhaltenstherapeutin besprechen.
Konzentriere Dich erstmal auf Deine Prüfung und das andere ergibt sich vielleicht ganz von allein.
Zu dem Gewicht: ich habe von Juli 2008 bis jetzt etwa 12 kg zugenommen, bin auch total unglücklich. Aber ich bin zuversichtlich, daß es sich auch wieder reduziert.
Wie Carmen auch schon schreibt, Bewegung ist das A und O.
Viel Glück für Deine Prüfung und alles weitere.
Viele Grüße, Claudia


Claudia on April 24th, 2009 at 7:10 am #

Hallo zusammen!
Habe seit 2 Tagen meine Dosis von 10 mg wieder aufgenommen, da nach dem Absetzen verstärkt meine Angstattacken wieder durchkamen. Wollte nicht auf die Therapeutin hören und meinte es ganz sicher zu schaffen. Wieder was dazu gelernt, gut Ding will eben gaaanz viel Weile haben. Also nehmen wir das Zeug eben länger und setzen dem Körper nicht mehr Streß aus als sein muß.
Ein schönes sonniges Wochenende,
Claudia


Carmen on April 24th, 2009 at 10:30 pm #

Guten Abend liebe Claudia,
viell. hast du das Paroxetin zu schnell abgesetzt? Ich hatte insgesamt jetzt 3 Versuche über ein Viertel Jahr gebraucht und jetzt klappts einigermaßen! Viel Selbstdiziplin ist gefragt! Versuche, auch wenns schwer fällt, nicht permanet an die Tabletten zu denken. Mir gings und gehts heute auch noch so, dass ich immer dran denke, im Moment nimmst du 10 mg….morgen dosier ich auf 7,5 mg. wann treten die symtome ein??? ist doch klar, wenn man darüber nachdenkt, dass die symtome dann auch kommen. man wartet regelrecht darauf! dann kommt die angst vor der angst und man steht wieder am anfang und denkt sich, komm ich nehm wieder mehr, dann gehts mir besser aber die einstellung ist grund falsch! denn so kommt man erst recht nicht davon weg! ich versuche jeden tag so gut wie s geht nicht über all das zeugs nachzudenken, versuche mein leben normal zu leben! wenn ich das gefühl habe und druck auf der brust bekomme sag ich mir…mensch carmen….ist doch alles in ordnung? du brauchst doch keine angst haben! genau deshalb sollte man sport machen. so weiß man, dass der körper viele resoussen hat und es nicht schlimm ist, wenn der puls, herzschlag etc. mal höher werden!
ich bin im moment bei 5 mg am tag! klar, es ist nicht immer alles bestens aber ich weiß, dass ich es packe! also kopf hoch, du schaffst das auch!!!! du hast es bestimmt zu schnell reduziert. probiers doch einfach mal in 2,5 mg schritten und versuch das so zu nehmen, wie wenn du zb. die pille oder so nimmst! versuchs aus dem kopf zu bekommen. ich hab nicht gedacht, das es geht aber es klappt! wenn du jetzt wieder 10 mg. nimmst, dann lass bitte das johanniskraut weg. das verträgt sich nicht (seroternin-symdrom).
deine symtome sind bestimmt wieder gekommen, weil du angst vor der angst hast ( du denkst bestimmt, oh je…jetzt nehm ich nix mehr und jetzt wirds wieder schlechter-das ist aber die falsche einstellung!)
zu dem gewicht…das geht auf jeden fall nach dem absetzen wieder runter. das sind auch viel wasserablagerungen!
das wichtigste an der ganzen sache ist, dass man viel zeit braucht. druck erzeugt gegendruck! du und ich und viele andere, wir scahffen das schon, das klappt aber nur, wenn man an sich arbeitet, veruscht seine freizeit zu verplanen, sich in den arsch zu treten, auch wenn man keine lust hast nach der arbeit noch irgendetwas zu unternehmen. nur so kann man versuchen, die gedanken aus dem kopf zu bekommen und positive gedanken zu sammeln…aktiv am leben teil nehmen und sich nicht zuhause verbarrikadieren :-) ) halt durch! ich uonterstütz dich und hör dir zu!


Carmen on April 24th, 2009 at 10:40 pm #

Hallo auch liebe Petra :-)
bitte mach dir keinen Stress, less bitte meinen letzten Beitrag!! Druck erzeug Gegendruck. Wenn du weißt, dass du eine Prüfung hast, ist es im Moment das Schlimmste, wenn du dir jetzt auch noch wg.dem Absetzen gedanken machst…Klar da kommen Fragen, schaff ich das alles oder versag ich! Bitte, mach dir keinen Druck. Ich würde nich in 10 mg schritten absetzen. das ist wirlich heftig. ich sprech aus erfahrung. ich selbst merke sogar 2,5 mg…wie soll s dann erst mit 10 mg sein, wenn das dem körper entzogen wird? der eine merks mehr und der andere weniger. Also, mach erstmal deine Prüfung und danach würde ich ans Absetzen gehen. Versuch es bitte in ganz geringen Dosen. du bist jetzt von 30 auf 20 zurück gegangen?


Claudia on April 27th, 2009 at 9:34 am #

Hallo Carmen!!!
Danke für Deine lieben mitfühlenden Worte. Das ist echt Balsam für die Seele. Ich habe grade gestern mit einer Freundin gesprochen, die “gesund” ist. Da habe ich nur gesagt, sie kann mir zwar gut zuhören aber verstehen kann sie mich nicht. Ist auch ok. Ich bin nur froh, daß ich dieses Forum und so jemanden wie Dich gefunden habe, mit der ich mich austauschen kann.
Ich bin jetzt seit knapp einer Woche wieder auf 10 mg. Anders ging es gar nicht, ich stand total neben mir und hab nicht wirklich viel auf den Schirm bekommen. Jetzt geht es schon wieder besser. GOtt sei Dank!!! Wie Du schon schreibst, das Ganze Absetzen ist eine Kopfsache und wahrscheinlich habe ich es wirklich zu schnell gemacht. Ich werde mir nun mehr Zeit lassen und Geduld aufbringen.Ich gehe regelmäßg zu meinen Feuerwehrdiensten und Schwimmen. Das tut total gut. Verbarrikadieren ist das Schlimmste was man machen kann.
Was mir noch gut tut, ist meine Verhaltenstherapie. Meine Therapeutin meinte sogar, daß diese Tabletten nur eine Placebo-Wirkung haben. Naja, so ganz kann ich mir das nicht denken. Zum Teil wird da schon irgendwas drin sein, was uns hilft. Sonst wären ja die Absetzsymptome nicht so heftig.
Danke für Deine Unterstützung und das Zuhören.
Liebe Grüße und bis hoffentlich bald mal wieder!


Rene Kriest on May 3rd, 2009 at 1:06 pm #

genau deshalb sollte man sport machen. so weiß man, dass der körper viele resoussen hat und es nicht schlimm ist, wenn der puls, herzschlag etc. mal höher werden!

Yep, genau so ist es. Mittels Sport trainiert man seine Herz-Kreislauf-Funktionen, so daß man auf Symptome, die dieses System betreffen, wie Streß etc. besser körperlich in den Griff bekommen werden können. :)


karl on May 4th, 2009 at 8:24 pm #

Hallo an alle,
habe vor kurzem diese Seite entdeckt und von oben bis unten durchgelesen.Finde mich hier sehr oft wieder, mit den beschriebenen Symtomen.
Bin 48 mänlich ,und nehme seit ca. meinen 20en Lebenjahr Psychopharmaka ein.Habe sie schon oft abgesetzt und wieder damit angefangen.
Seit ein paar Jahren nehme ich nun Paroxat 10mg.
Ich nehme die Tabletten gegenSozialängste,Depressionen,Hemmungen,Erröten die mich schon mein ganzes Leben lang plagen.
Habe auch schon viele Psychotherapien der verschiedensten Richtungen gemacht,aber ohne Tabletten es nie geschaft mich langfristig wohl zu fühlen.
Für mich die posetiven Seiten des Medikaments:
Keine od.wenige Hemmungen,keine Ängste mehr,keine Depressionen mehr,entspanntes aussehen,weniger Falten wie ich mir einbilde,stressressistent, mehr schmerzunempfindlichkeit, mehr kälteunempfindlichkeit
Für mich die negativen Seiten des Medikaments:
Gefühlskälte,Gedächnissstörungen,keine Freude mehr empfinden können,
sexuallstörungen,unlustgefühle,tunnelblick,Blähungen,Gewichtszunahme,so blöd es klingt`nicht ernst genommen werden`,Agressionen u.Haßgefühle,Geschmacksstörungen,gleichgültigkeit

Ich leide vor allem unter der oft beschriebenen Gefühlskälte und Gleichgültigkeit.Sogar als mein Vater verstorben ist(den ich wirklich liebte) konnte ich keine Tränen,oder tiefe Trauer verspüren.Auch meine Freundinn sagt immer ich sei Gefühlskalt.
Dabei ist genau das Gegenteil der Fall,den wenn ich die Tabletten reduziere oder ganz absetze was ich schon mal geschaft habe, kommen mir bei jeder Kleinigkeit die Tränen.Schon bei einer normalen Unterhaltung bekomme ich oft nasse Augen.
Was mich auch sehr stört, ist das ich Probleme mit meinem Gedächtnis habe.Mir fallen Namen von Personen schwer ein die ich schon lange kenne.Kann mich nicht flüssig unterhalten weil ich so blockiert bin.
Weiss nicht ob das jemand kennt.
Auch die sexuellen Probleme,das heißt keine Lust auf Sex und wenn, dann nur unter größter Anstrengung bis zum Höhepunkt.
Bin mir jetzt nicht mehr sicher, welche von diesen Symtomen jetzt Absetzsymtome sind oder
Symtome der Krankheit(Depression) selbst.
Nachdem ich schon so oft Medikamente abgesetzt und wieder angefangen habe kann ich das nicht mehr unterscheiden.
Erst durch diese Seite bin ich mir bewusst geworden das diese Symtome auch Absetzsymtome bzw.Entzugserscheinungen sein könnten

Möchte unbedingt das Medikament absetzen,langsam ausschleichen um zu sehen ob es wirklich Entzugserscheinungen sind oder ob das mein naturell bzw.die Krankheit selbst ist.
Möchte wieder Gefühle wie Freude aber auch angemessenen Schmerz empfinden können.
Ich habe aber Angst das ich wieder zurückfalle in meine alten Depressionen und Ängste weswegen ich ja das Medikament ursprünglich genommen habe.
Eine Frage an die Experten:gibt es soetwas wie einen angeborenen Serotoninmangel ?
Wenn ja muß man dann mit dem Paroxat od.ähnlichen Medikament leben mit sämtlichen beschriebenen Nebenwirkungen?
Was meint ihr wie soll ich die Sache angehen?
Alles gute an euch allen.
karl


Petra on May 5th, 2009 at 12:26 pm #

Hallo zusammen,

Danke an Claudia und Carmen für Eure Zeilen. Ich nehme jetzt wieder 10 mg bis nach den Prüfungen und versuche es dann noch mal.
Außerdem habe ich mal mit meiner Therapeutin telefoniert, das war jedoch doch mehr als enttäuschend. Die wollte mir doch allen Ernstes erzählen, dass diese Absetzreaktionen völlig außergewöhnlich seien und wahrscheinlich eine “Spezialität von mir”. Ich wäre fast durch den Telefonhörer gesprungen. Als ich ihr sagte, das Internet sei voll mit Foren von Menschen, die das gleiche erlebt haben, wollte sie mir ein anderes Medikament verschreiben…! Hammer!!! Nix wie weg mit dem Zeug, ich werde das schon noch hinkriegen. Auf jeden Fall keine Ersatzmedikamente, wer weiß, wie sich die dann auswirken ;-/
Noch eine Frage: Gibt es das Paroxetin auch in anderen Formen, so dass man es leichter niedriger dosieren kann. Im Moment habe ich ja die 20 mg-Tabletten, gibts auch welche mit 10 mg oder evtl. Tropfen???
Liebe Grüße, Petra


Rene Kriest on May 5th, 2009 at 2:58 pm #

@Petra
Ich würde die Tabletten zerteilen. So tat ich es bei meinen Paroxetin-Tabletten, die ich in 5er Schritten runterbrach.

Flüssiges Paroxetin ist mir nicht bekannt, doch gebe ich vor einer Auflösung in Wasser zu bedenken, daß sich dadurch auch die Resorbtion durch den Körper ändert.

Dosierungen anpassen kannst Du auch, indem Du Dein Dosisschema von einem auf mehrere Tage mittelst.

Beispiel für 5mg Paroxetin pro Tag

  • Mo: 10mg
  • Di: -
  • Mi: 10mg
  • Do: -

usf.

Diese Methode wandte ich kombiniert mit zerteilten Tabletten an. Das half. :)


Claudia on May 5th, 2009 at 8:01 pm #

Hallo Petra!
Ich nehme auch so wie oben steht. Alle 2 Tage 10 mg, momentan fahre ich sehr gut damit. Meine Therapeutin hat mir gesagt, daß u.a.Paroxetin nichts weiter als eine riesengroße Placebo-Wirkung hat. Also werden wir das auch nach und nach schaffen von dem Zeug loszukommen.
Viel Glück nochmal für Deine Prüfungen und melde Dich gerne mal wieder. Kann gut zuhören. Und sich austauschen kann auch nicht verkehrt sein.
Liebe Grüße, Claudia


Andrea on May 5th, 2009 at 8:15 pm #

hallo zusammen , die methode von petra wende ich jetzt auch an und ich komme klar damit.danach geht es dann weiter mit 0,5 mg.


Mathilda on May 5th, 2009 at 11:01 pm #

Hallo zusammen,

irgendwie beruhigend, aber auch absolut erschreckend, wie anscheinend so viele – ich inklusive – mit den Absetzungs-Nebenwirkungen von Paroxetin zu kämpfen haben.

Ich habe 10 mg über ca. 4 Monate genommen, ohne dass ich eine Wirkung oder Verändung erfahren habe. Eher dass Gefühl, ich stehe noch mehr neben mir als vorher. Ich habe vor 5 Wochen mit dem Ausschleichen begonnen, 2 Wochen auf 5 mg, dann 2 Wochen 2,5 mg, seit einer Woche gar keine Einnahme me mehr. Es gab, gibt Phasen (Stunden oder auch ganze Tage), die relativ gut liefen. Die meiste Zeit ist jedoch von den von Euch beschriebenen Nebenwirkungen bestimmt: Schwindelgefühle, Zittern, Schlafstörungen, Albträume, eingeschränktes Sehvermögen, Kopfschmerzen etc. – alles, was mich in meiner schwierigen Lebenssituation noch mehr behindert.

Ich habe in den letzten 2 Jahren schon einige Antidepressiva über Runterdosierungen abgesetzt. Zwar gab es dabei auch Nebenwirkungen über 2-3 Wochen, aber in der Intensität nicht zu vergleichen mit der jetzigen Situation.

Dass die Nebenwirkungen des schrittweise Ausschleichens so heftig sein würden, habe ich nicht gewusst (gemäß Arzt würde dies i.d.R. kein Problem darstellen..), vor allem finde ich es auch fahrlässig, dass ich in Bezug auf die Dauer und Runterdosierung nicht besser beraten wurde.

Wie auch immer – als mir klar war, dass ich Paroxetin wieder absetzen werde, habe ich bewusst nicht nach klassischen Nebenwirkungen recherchiert, um nicht quasi auf ein Auftreten dieser ‘zu warten’. Da ich jetzt über 5 Wochen mit den Nebenwirkungen schwer zu kämpfen habe und mehr als beunruhigt bin, hab’ ich jetzt doch mal recherchiert und bin auf dieses Forum gestossen.

Ich bin zwar auf der einen Seite sehr erleichtert, da ich mit der Art und Heftigkeit an Nebenwirkungen eindeutig nicht alleine da stehe (man kann nicht-Betroffenen zwar die Symptome schildern, wie es sich jedoch ‘anfühlt’ ist für nicht Betroffene (liegt in der Natur der Sache) kaum möglich).

Beängstigend finde ich jedoch, dass anscheinend so viele mit den heftigen Absetzungserscheinungen über ‘Monate’ zu kämpfen haben und wie viele nur begrenzte bis gar keine Informationen zur Absetzungsproblematik vor der Einnahme des Medikaments erhalten haben.

Ich bin froh über einige Anregungen zur Thematik, wie man diese Phase evtl. etwas besser gestalten kann (Globuli, Johanniskraut etc.).

Wünsche uns allen gutes Durchhalten.

Gruß aus Berlin


Franky on May 6th, 2009 at 1:27 pm #

Hallo zusammen,

ich habe bis jetzt erst einmal, am 27. März hier geschrieben.
Möchte mich jetzt nicht wiederholen, nur so viel:
Ich habe mich für die mega langsame Ausschleichversion entschieden.
Komme damit einigermaßen zurecht.
Mein Tipp an euch: Lasst euch vom Arzt Paroxetin in flüssiger Form verschreiben (Seroxat Suspension). Besorgen euch aus der Apotheke eine Spritze, mit der ihr auf 0,1 ml genau dosieren können. So könnt ihr in ganz kleinen Schritten reduzieren.
Ich bin jetzt seit einiger Zeit bei 1 ml (entspricht 2 mg Paroxetin) und werde nächste Woche auf 0,8 ml reduzieren.
Für mich die einzig mögliche Alternative.
Lieben Gruß aus dem hohen Norden

Franky


Rene Kriest on May 6th, 2009 at 1:51 pm #

@Franky
Danke für den Hinweis – ich habe wieder etwas hinzugelernt, nämlich, daß es Paroxetin auch in flüssiger Dareichungsform gibt.

Ergänzen möchte ich jedoch, daß man auch beim Umstieg von wirkstoffgleichen Präparaten vorsichtig sein sollte. Präparat ist nicht gleich Präparat.

Ich hatte Probleme beim Wechsel von Generika. Mal haute mich das Zeug böse weg, mal fielen die Nebenwirkungen mdoerat aus, mal machte es keinen Unterschied in der Wirkung. Bei dem einen Generikum bekam ich leichte Druckkopfschmerzen, ein anderes machte mich depressiv bzw. haute mich für eine Woche komplett weg in eine depressive Episode.

All dies ereignete sich unter Paroxetin. Daher wäre mein Tip, lieber beim angestammten Präparat zu bleiben, anstatt das Risiko von zusätzlichen respektive anderen Nebenwirkungen einzugehen.

Einzige Ausnahme bildet die von mir beschriebene Methode, fliegend auf ein stoffklassen-identisches Präparat zu wechseln, also von einem SSRI auf ein anderes zu gehen. Erfolg hatte ich hierbei mit der Ersetzung von Paroxetin durch Zoloft. Anschließend schlich ich Zoloft aus, welches erheblich weniger Nebenwirkungen zeitigte, als Paroxetin. Verglichen mit Paroxetin war das Ausschleichen von Zoloft ein Vergnügen.


Rene Kriest on May 6th, 2009 at 1:53 pm #

@Mathilda
Danke für Deine Schilderungen und Deinen Optimismus. Genau das ist es, was so oder so den Depressiven ein wenig zu häufig fehlt. :)


Franky on May 7th, 2009 at 1:39 pm #

@ Rene: Sehr guter und wichtiger Hinweis! Auch ich hatte mal Probleme, als ich mein “Stamm-Paroxetin” nicht bekommen konnte und der Apotheker mir sagte: “Das ist ja immer der selbe Wirkstoff, die können Sie ruhig nehmen”.
Aber ein Versuch ist die Umstellung auf Seroxat Suspension auf jeden Fall wert. Ich hatte (toi toi toi) keine Beschwerden.
Ich würde euch aber empfehlen zunächst die selbe Dosis einzunehmen wie in Tablettenform und erst nach einer Woche zu reduzieren. Die 150 ml bekommt man eh nicht leer. Da müsste man schon seeeehr langsam ausschleichen :-)

Seit Monaten bin ich nun schon am ausschleichen und hoffe, dass ich es bald geschafft habe.

Drück euch allen feste die Daumen!!

Franky


Sascha on May 15th, 2009 at 2:08 pm #

Hallo alle zusammen!!

Ich möchte nicht jemanden persönlich anschreiben sondern ich wende mich einfach mal an alle die hier in diesem Forum mitwirken!!
Ich finde es schon mal absolut hart wie viele Leute überhaupt dieses Paroxat ( Paroxetin ) einnehmen!!
Kurz zu meiner Geschichte. Letztes Jahr im Sommer ( ungefähr Juli, zu diesem Zeitpunkt war ich 28 Jahre ) bekam ich an einem total harmlosen DVD Abend eine Panikattacke!! Ich weiß bis heute nicht warum. Sehr schnell wurde daraus eine Panikstörung!! Das erste Drama war schon mal einen Arzt zu finden der überhaupt darauf gekommen ist, dass ich eine Panikstörung habe!! Bei den anderen Ärzten wurde nur Blut genommen und EKG gemacht usw. Im Endeffekt konnte mir dann aber keiner sagen was ich wirklich habe!! Zum Glück ging ich dann zu meiner jetztigen Hausärztin!! Nach der ersten Sprechstunde war ihr klar das es sich um eine Panikstörung handelt!! Sie versuchte mir zu helfen indem Sie mir Informationsmaterial über meine Krankheit mitgab. Ich sollte das lesen und versuchen mich mit meiner Krankheit zu beschäftigen. Hat so leider nicht funktioniert!! Endeffekt war, dass wir dann mit Medikamenten starteten ( Paroxat ). Ich begann zum Glück nur mit 20 mg. Eine höhere Dosis habe ich nie genommen!! Die Wirkung trat sehr schnell ein. Ein paar Tage später hatte ich keinerlei Panikattacken mehr!! Ich hatte seitdem auch nie wieder eine und hoffe das ich auch nie wieder eine bekomme!! Von daher hat mir dieses blöde Paroxat geholfen!! Leider werde ich es wie viele andere hier nicht mehr los!! Die Absetzerscheinungen sind furchtbar…..ich habe am meisten mit diesen Zaps zu kämpfen. Schwindel und Erschöpfung kommen auch dazu.
Eigentlich wollte ich schon lange weg sein davon aber es klappt nicht ohne diese Erscheinungen und das kann ich mir einfach nicht erlauben in meinem Job. Ich werde in meinem nächsten Urlaub wahrscheinlich noch mal einen Versuch starten. Ich bin zwischenzeitlich bei jedem zweiten ( manchmal auch dritten Tag ) eine halbe Tablette. Entspricht 5mg. Das ist schon mal ein großer Schritt finde ich aber ganz ohne klappt einfach nicht. Es würde mich einfach mal interessieren ob es hier Leute gibt die es geschafft haben komplett wegzukommen von diesen Medi´s??? Mein festes Ziel ist es das zu schaffen!! Ich habe keine Lust mehr auf die ganzen Nebenwirkungen!! ich bin ein junger Mensch und möchte mein Leben genießen. Eine Frage stelle ich mir auch noch…..gibt es Leute die von den Tabletten weg sind und auch keine Probleme mehr mit ihrer Krankheit haben?? Kann man wieder in ein komplett normales Leben zurückkehren??

Sorry wegen dem langen Bericht aber ich muss auch mal meine Geschichte loswerden :-)

Ich freue mich über Antworten

Liebe Grüße an alle!!!


Petra on May 17th, 2009 at 2:59 pm #

Hallo zusammen,

also die erste Etappe habe ich hinter mir, – Prüfung ist gut gelaufen! Und die zweite ist jetzt, auch die 10 mg noch los zu werden.
Dabei geht es mir ähnlich wie Sascha, mich quält die Frage, ob ich, wenn ich schon den ganzen Stress mit den Nebenwirkungen durchstehe, dann hinterher wieder “normal” bin bzw. leben kann. Dazu würde ich auch gerne ein paar Erfahrugen hören!
Was nutzt mir der ganze Aufwand, wenn ich in einem Vierteljahr merke, es geht ja doch nicht ohne. Das “reinschleichen” habe ich nämlich ähnlich negativ in Erfahrung, das hat auch eine ganze Weile gedauert und eibiges in meinem Körper mächtig durcheinander gewirbelt…
Kann es sein, dass es da von Vorteil ist, wenn man, wie ich, “nur” ein Jahr lang eingenommen hat???
Gebt mal ein Feedback, würde mich wirklich interessieren!
Gruß von Petra


Franky on May 19th, 2009 at 1:52 pm #

@ Sascha: Ich persönlich habe sehr schlechte Erfahrungen gemacht mit dem dem Aussetzen von Tagen! Die Halbwertzeit von Paroxetin ist für ein SSRI ja sehr gering, du wirbelst dein Tansmitterstoffwechsel also immer gehörig durcheinander.
Mir persönlich viel es viel viel leicht weiterhin täglich das Zeug zu nehmen, aber halt regelmäßig die Dosierung zu reduzieren (bis jetzt bei 0,8 ml = 1,6 g).
Nur so als Tipp.
Gruß

Franky


luna32 on May 22nd, 2009 at 10:13 pm #

oh mein gott!
ich nehm 40 mg paroxat…
hab 20 kg zugenommen…
wieso bin ich nicht schon vorher hierher gestossen…
kein a… sagt dir das dich das zeug so abhängig macht…
hatte schon einen enzug von Xanor!!!!
hab ihn geschafft!! und jetzt steht mir wieder einer bevor…
das ist zum verzweifeln…
hut ab die es geschafft haben!!!


Sascha on May 26th, 2009 at 9:33 pm #

@ Franky: Hallo erst mal!!! Danke für Deine Antwort!! Ich bin über jeden Rat froh!!! Leider ist es ja so das die Ärzte keine Ahnung haben bzw. haben wollen??!! Du hörst Dich sehr kompetent auf dem Gebiet?? Nimmst Du schon lange dieses Zeugs?? Frage vorab bevor ich Dir noch viele weitere Fragen stellen muss :-)
Glaubst Du dran, dass Du von diesem Medikament völlig los kommst???

Woher hast Du diese ganze Wissen??

Du hast Begriffe genannt wie z.B. Tansmitterstoffwechsel und Halbwertzeit von Paroxetin!!! Kannst Du mir das in einfachen Worten erklären?? Ich würde gerne wissen was da in meinem Körper passiert!!

Mein nächster Schritt ist der Gang zum Arzt und ich sage ihr, dass ich mg weise mich aus der Sache ausschleichen möchte!! Jétzt die Frage an Dich: Was muss ich nehmen um das in mg Schritten machen zu können und in welchen Zyklen machst Du das???

Gib mir doch mal bitte so viel Info´s wie Du überhaupt nur hast!!! Das wäre echt nett!!! Ich bin wie gesagt absolut ein Typ der komplett wegkommen will von diesem Zeugs!! Ich hab ja echt schon Berichte gelesen von Leuten die sich gut fühlen mit Paroxetin unud das einfach weiterhin nehmen ohne sich wirklich Gedanken zu machen über das Ganze!!

Schon mal vielen Dank im Voraus für Deine Bemühungen!!

Liebe Grüße Sascha

@Petra:
Also ich habe so das Gefühl das wir uns an den Franky halten sollten. Du hast ja auch den festen Willen von dem Paroxetin loszukommen!!!

Gibt es bei Dir was neues??

Grüße


Franky on May 27th, 2009 at 7:01 am #

Hallo Sascha,

als erstes: ich bin fest davon überzeugt, dass wir von Paroxetin loskommen können, wenn wir uns Zeit lassen und akzeptieren, dass es mit Nebenwirkungen verbunden ist!

Natürlich helfe ich dir sehr gerne weiter wenn ich kann. Aber ich bin kein Mediziner oder Chemiker. Ich habe mir mein Wissen nur selber angeeignet. Das solltest du immer im Hinterkopf behalten. Auch reagiert jeder von uns verschieden auf Paroxetin. Was für mich prima ist, kann für dich auch schlecht sein.

Nun aber kurz zu deinen Fragen.

Mein Tipp wäre: Lass dir vom Arzt Paroxetin in flüssiger Form verschreiben (Seroxat Suspension). Besorge dir aus der Apotheke eine Spritze, mit der du auf 0,1 ml genau dosieren kannst.
Zunächst einmal würde ich mir in deiner Stelle eine 2 ml Spritze holen, später dann eine 1 ml Spritze. So kannst in ganz kleinen Schritten und mililitergenau reduzieren.
1 ml Seroxat Suspension enthält übrigens 2 mg Paroxetin.
Bis 5 mg (ggf. bis 2,5 mg) kann man ja noch sehr gut mit den Tabletten arbeiten, danach wird’s krümelig :-) .
Ich habe viele Informationen übrigens von dieser Seite: http://www.adfd.org/forum/viewtopic.php?p=4746#4746

Halbwertzeit bedeutet nur, dass Paroxetin nicht so lange in deinem Körper bleibt wie andere Serotoninwiederaufnahmehemmer. Rene hat ja beispielsweise einen Wechsel auf Zoloft vollzogen. Der Vorteil von Zoloft ist, dass es eine längere Halbwertzeit hat als Paroxetin. Auch das scheint mir eine gute Alternative zu sein!

Transmitterstoffwechsel. Tja, Paroxetin wirkt ja auf den Botenstoff Serotonin, der unter anderem stimmungsaufhellend wirkt. Paroxetin sorgt nun dafür, dass das Serotonin, hm, sagen wir länger da bleibt wo es auch eine Wirkung hat. Wenn du nun einen Tag das Paroxetin nimmst, hast du einen Tag ganz viel P. in deinem Körper, am nächsten dann wieder bedeutend weniger, dann wieder mehr…… Wenn du langsam ausschleichst, also zwar täglich das Zeug nimmst, aber halt immer weniger, kann sich dein Körper besser auf den Zustand einstellen, dass jetzt weniger Serotonin vorhanden ist.

Ach ja, ich bin momentan bei 0,8 ml was 1,6 mg Paroxetin entspricht. Vielleicht könnte ich auch schneller von dem Zeug loskommen, aber mir geht’s halt am besten wenn ich so super langsam ausschleiche.

So, das wars fürs erste. Guck dir auch mal die oben von mir erwähnte Internetseite an.

Lieben Gruß und toi toi toi!!!

Franky


Carmen on May 27th, 2009 at 11:10 am #

Hallo zusammen,

so, nun habe ich Paroxetin komplett ausgeschlichen und es geht mir soweit prima. Hatte es mit 2,5 mg ausgeschlichen und noch dazu ist alles nur eine Kopfsache :-) ) für die innerliche unruhe nehme ich jetzt übergangsweise etwas baldrin und alles ist bestens :-)


carmen on May 30th, 2009 at 12:33 pm #

Hallo zusammen, nun nehme ich genau 1 Woche kein paroxetin mehr! soweit gehts ganz gut….dennoch gibts leider ein unwohles gefühl was ich nicht beschreiben kann….was mich mal interessieren würde…..wie lange ist nach beendigung mit paroxetin die wirkung bzw. die substanzen im körper? wie viele tage oder wochen dauert es, bis kein rest mehr im körper nachweisbar ist??? leider konnte mir niemand eine antwort auf diese frage geben! jeder sagt was anderes…manch einer sagt fünf tage, einer sieben tage und manch anderer 2-3 wochen….was stimmt denn nun? könnt ihr mir weiterhelfen??

Grüße


Joachim on June 1st, 2009 at 11:09 pm #

Hallo Carmen ich kann dir leider auch nicht sagen wie lange das teufelszeugs im Körper vorhanden bleibt bzw wie lange der Körper danach verlangt . Ich bin nun auch wieder mal seid 5 tagen auf NULL und hoffe das ich es diesemal durchhalte wobei ich da starke zweifel habe .Aber ich will weg davon denn ich bzw mein Umfeld merkt das mein “wahres” ICH wieder hervor kommt …. und ICH würde schon gern ICH sein/bleiben . Ich habe zwar wieder übelst ängste bis hin zur panik aber ich hoffe ich steh das durch . Warum habe ich sie nun wieder abgesetzt wo ich sie doch schon fast 15 jahre lang nehme … nun da ich trotz allem immer noch ängste bis hin zu Panikatacken hatte (zwar net so oft und lang wie zZ wieder) und sich das Paroxetin nicht wirklich mit meinen beiden anderen Medikamenten vertragen soll . (hatte mal wieder nen Beipackzettellesewahn gehabt) Nun habe ich nur angst das mich mein Hausarzt nen kopf kürzer macht wenn ich ihm davon erzähle zudem er ja nun extra noch ein 24h ekg und 24 rr macht da ich ja durch die kombination der Medis abens und in ruhephasen teilweise einen Puls und 30-40 hatte …. Nun wo ich das nicht mehr nehme ist der Puls so auf 56-60 und Blutdruck ist auch im rahmen 130/70 war mit dem Paroxetin auch noch niedrieger ….nun steh ich da mit meinem Latein …. was machen sprach Zeus ….weiter nehmen oder ausharren …. nur ich befürchte das ich es früher oder später eh wieder nehmen werden muss wenn das mit der Angst u. Panik so weiter geht :(


Claudia on June 5th, 2009 at 11:04 am #

Hallo Carmen!
Dir erstmal herzlichen Glückwunsch, das Du das mit dem Ausschleichen geschafft hast. Ich bin mittendrin bzw. auch kurz vorm Ende und hoffe, daß ich es nun endgültig schaffe. Mit Hilfe meiner Verhaltenstherapeutin wird das schon werden. Sie sagt mir immer wieder, das das Paroxetin nur eben gaaanz großen Placebo-Effekt hat. Und da halte ich mich dran fest, dann schaffen wir das schon.
Gegen die innere Unruhe nehme ich die Notfall-Tropfen von Bachblüten und komme gut damit klar.
Nun wünsche ich noch weiterhin viel Kraft und Durchhaltevermögen.


conny on June 7th, 2009 at 1:44 pm #

hallo alle zusammen,
auch ich bin gerade dabei nach 4 Jahren Paroxetin abzusetzen. Von 20mg bin ich im Moment auf 10mg aber es geht mir auch nicht besser wie euch, es gibt Tage da geht es mir gut dann wieder gibt es Tage da geht es mir schlecht so das ich am liebsten den ganzen Tag im Bett bleiben möchte. Morgens steht man von der vielen Träumerei irgendwie geredert auf, die Augen sind geschwollen man fühlt sich depresiv, dann ein paar stunden später überlkeit, schwindel im Kopf ein Gefühl als wenn man vor der Ohnmacht steht, als wenn alles leer ist, ich habe in 5 mg schritten inerhalb 4 Wochen die Dosis veringert aber im Moment fühle ich mich noch nicht weiter in der Lage weiter runter zu dosieren hinzu kommt auch das man sich den Tag über müde fühlt, auch wenn man sich aufregt kommt das Zittern mit 20mg war dies alles nicht aber der Kopf ist nun schon klarer man ist nicht mehr so zugedröhnt und ich möchte eigentlich auch wieder ein Leben ohne Parox führen, zumal ich stark an Gewicht zugenommen habe, ich werde weiter durchhalten und über eure Erfahrungen die Ihr gerade macht oder gemacht habt wäre ich dankbar


Carmen on June 8th, 2009 at 12:46 pm #

Hallo meine Lieben :-)
ja ich frag mich warum paroxetin so schwer ist auszuschleichen? bei keinem anderen medi hab ich bis jetzt so viel negatives gehört bzgl. des ausschleichens!!!!!

kurz zu dir joachim:
das mit dem ich sein und bleiben wollen versteh ich ganz gut!!!!
seitdem ich das zeugs nicht mehr nehme bin ich wieder total crazy.
jeder meint, ich wäre wie ausgewechselt. ich kann wieder richtig lachen und scheiße babbln aber richtig gut fühle ich mich dennoch nicht! die erste woche war o.k….bis zum sechsten tag! da hatte ich ein extrem unwohles gefühl, welches ich nicht beschreiben kann. ich habe einfach angst es könnte was passieren..etwas schlimmes..ich weiß es nicht. ich glaube ich habe einfach ANGST vor der ANGST…kennt das jemand??? klar, das intensivert sich dann, weil man merkt, es wird nicht besser….mein nervenarzt meinte, dass der körper manchmal bis zu sechs wochen braucht um sich umzustellen! habe jetzt das laif 900 balance aus der apotheke….nehm jetzt die 6. tablette (johanniskraut) und es hilft schon etwas…bin mal gespannt, genaueres kann ich erst in ca. 2 wochen sagen. es soll fast genauso gut sein wie das citalopram oder paroxetin, nur eben auf pflanzlicher basis! fühle mich mal einen tag o.k. und dann gibts wieder einen tag, der total mies ist. stimmungsschwankend würde ich mal sagen!!! versuche halt positiv zu denken aber manchmal verfalle ich dann in selbstmitleid und denke mir…oh man, das bekommst du nie in den griff aber das sind die falschen gedanken. unsere gedanken verändern unsere gefühle…also in den arsch treten ist angesagt :-) ) wir packen das schon!!!

zur dir liebe claudia….wie weit bist du denn? wie fühlst du dich???


Carmen on June 8th, 2009 at 12:49 pm #

@ joachim:

mein nervenarzt hatte mir für das absetzten BETABLOCKER empfohlen….die sind gut für hohen blutdruck und haben auch noch den botenstoffeffekt.


Franky on June 16th, 2009 at 10:16 am #

Hallo zusammen,

so, hab den letzen Schritt gewagt. Hab von 0,5 ml (also 1 g) Paroxetin auf 0 reduziert. Bin jetzt seit 75 Stunden “ohne”. Hm, ist ok bis jetzt. Immer noch leichte “Stromstöße” im Kopf, aber nicht annähernd so wie sonst. Psyche ist stabil. Werde weiter berichten. Nehe immer noch 2×425 Johanniskraut.

@ Claudia: Sorry, aber Paroxetin und Placebo? Ne. Weder die Wirkung noch die Nebenwirkungen oder die Absetzsymptome sind auf eine Placebowirkung zurück zu führen. Das kann nur jemand sagen, der sich mit der Materie nie wirklich auseinander gesetzt hat. Das ist natürlich meine persönliche Meinung.

So, drücke euch allen feste die Daumen!

Gruß

Franky


Alexa on June 16th, 2009 at 4:16 pm #

Hallo zusammen!

Ich lese schon etwas länger mit. Es tut so gut nicht alleine mit diesen Problemen dazustehen.
Ich nehme seit zwei Jahren 30 mg Paroxetin. Hatte jahrelange Panikattacken, die am Ende einige Wochen am Stück anhielten. Ich war kraftlos und bekam einen totalen Zusammenbruch. Die Tabletten waren eine Erlösung für mich, ich habe mich nach einem Jahr Einnahme wieder wie ein Mensch gefühlt und konnte wieder am Leben teilnehmen.
Letztes Jahr habe ich versucht von 30 auf 25 runterzugehen (hatte zum Glück vom Ausschleichen gehört) und bin an Stromschlägen im Kopf und erneuten Depressionen kläglich gescheitert. Bin dann zurück auf 30 mg.
Seit einigen Monaten hatte ich das Gefühl weder schlecht noch gut drauf zu sein, so gar nichts. Ich konnte nicht mehr richtig weinen und hatte null Gefühle für meinen Mann.
Seit einigen Wochen habe ich ständiges Herzklopfen, total schnell und Herzstolperer. Da ich keinen Grund dafür hatte und keine Erklärung bekam ich Angst dass es von den Tabletten kommt und habe sie total spontan von 30 auf 20 mg runterdosiert.
Natürlich rutierten von diesem Moment an meine Gedanken und ich hatte eine Heidenangst vor den bekannten Absetzsymptomen. Die ersten drei Tage hatte ich wahnsinnige Kopfschmerzen, wie ein Sog im Kopf, schlimme Träume, musste in jeder Sekunde des Tages an diese sch… Pillen denken und dass ich jetzt weniger nehme.
Jetzt ist genau der 10. Tag seitdem vergangen und ES IST NICHTS PASSIERT. Kein Schwindel,keine Ängste, kein NICHTS. Ich habe jeden Tag auf diese Symptome gewartet, aber es ist nichts passiert. Jeden Tag sagte ich mir: Morgen wird es losgehen. Ich traue mich immer noch nicht mich zu freuen, aber ich kann nur Positives berichten. Ich bin überhaupt nicht mehr müde tagsüber (ich habe mich mehrmals hinlegen müssen wenn die Kinder aus dem Haus waren). Ich fühle mich wieder fröhlich, kann wieder richtig lachen. Habe wieder Bock auf meinen Mann.
Ich kann es selber kaum glauben.
Bei 20 mg werde ich es jetzt belassen. Meine Angst wieder depri und panisch auf Krankheiten zu warten ist zu groß, denn auch in mir kreist die Frage: werde ich jemals ohne Tabletten wieder normal sein können? Ich möchte es zur Zeit nicht ausprobieren und bin selber überrascht dass der Sprung von 30 auf 20 mg so verläuft.
Ich grüße alle die dies lesen und in dem gleichen Schlamassel stecken. Es tut so gut nicht alleine zu sein!!
Alexa


Claudia on June 17th, 2009 at 7:56 am #

Hallo!
an Carmen: Danke der Nachfrage, mir geht es ähnlich wie Dir. Nehme jetzt so 2-3mal die Woche 5mg. Einen Tag gehts mir gut das ich sonstwas anstellen könnte und gestern z.B. hatte ich wieder einen Tag, wo gar nichts ging. Am meisten Probleme habe ich immer noch mit der Müdigkeit. Aber auch das werde ich hoffentlich bald in den Griff bekommen. Ansonsten werde ich dabei bleiben und Aushalten. Angst vor der Angst kenne ich nur zu gut. Auch die ist bei mir z. T. noch da. Wir müssen halt was für uns tun. Ich gehe 3-4mal die Woche schwimmen und mache Meditation. Tut mir nur gut.

an Alexa: Bleib am Ball. Es dauert eben seine Zeit, bis man dieses Teufelszeug los ist. Ich habe es ja “nur” ein Jahr genommen und bin jetzt nach ca. 3 Monaten noch nicht ganz davon. Was wir eben brauchen, ist Durchhaltevermögen. Genieße einfach, das es jetzt z. ZT. alles gut läuft und wenn die Zeit gekommen ist, dann reduzierst Du langsam weiter.Setzt Dich nur nicht unter Druck. Das sind meine Erfahrungen.
Würde mich freuen, wieder von Euch zu hören. Tut auch mir gut, nicht allein zu sein mit dem Problem.


Franky on June 19th, 2009 at 12:05 pm #

Hallo zusammen,

Tag 5 “ohne” ist heute.
Hm, vorgestern war es bis jetzt am schlimmsten (Unruhe, Stromschläge, extreme Gereiztheit, Herzklopfen, Nachtschweiß, …). Aber auch nicht annähernd so intensiv wie beim ersten Absetzversuch “von 20 auf 0″. Also durchaus auszuhalten. Momentan ist die psychische Instabilität das schlimmste. Alle anderen Nebenwirkungen lassen schon nach (kommen aber manchmal auch noch mit Wucht für einige Minuten zurück).
Merke aber schon wie ich geistig wieder viel leistungsfähiger werde und “klarer im Kopf”. Unglaublich eigentlich, dass ich mich fünf Jahre so sediert habe… Aber es hat mir definitiv auch geholfen…. Aber über die Sinnhaftigkeit von Paroxetin kann man sicherlich lange diskutieren…
Gruß

Franky


Petra on June 19th, 2009 at 4:41 pm #

Hallo zusammen,

wollte mich doch auch wieder mal melden! Erst mal Glückwünsche an Franky und Carmen, – es geht doch! :-)
Ich bin also wieder bei den 10 mg und habe Prüfungen und alles gut überstanden. Nun sagte mir mein Arzt, es wäre evtl. gut, mit einer halben Amisulprid parallel zu ergänzen und dann komplett auf Amisulprid umzusteigen. Tja, – was nun???
Ich will ja unbedingt von dem Paroxetin weg, habe aber absolut keine Lust, mich in die nächste Abhängigkeit zu begeben.
Kann mir einer von Euch was zu Amisulprid sagen???
Kannte es vorher nicht (habe sowieso kaum Erfahrung mit Medikamenten, – zum Glück!) und weiß nun nicht so recht, was ich davon halten soll!

Was Franky zum Schluss schreibt, stimmt! Einerseits ärgert man sich darüber, dass man diesen Sch..ß so lange genommen hat, andererseits ist man froh, dass es das Zeug überhaupt gibt. Ich möchte gar nicht wissen, wie es mir “ohne” heute ginge, – mich gruselt schon die Erinnerung daran, wie ich Ostern vor einem Jahr drauf war…
Naja, egal! Wenn mir jemadn was zu dem neuen Medikament sagen kann, wäre ich froh, bin jetzt einfach super-skeptisch geworden!

Gruß an alle, Petra


Franky on June 26th, 2009 at 9:21 am #

Hallo zusammen,

nach fast zwei Wochen ohne Paroxetin kann ich sagen: „Mir geht’s gut“.
Ich hab zwar immer noch so Phasen die in der Regel ca. 1 Stunde dauern in denen ich vollkommen unruhig und unzufrieden werde, aber das ist auszuhalten.

Ich bin sehr froh, dass es dieses Forum gibt (großes „Danke schön“ an Rene).
Ich werde mich jetzt erst mal zurückziehen, gucke aber regelmäßig mal rein und stehe immer für Fragen zur Verfügung!

Ich wünsche euch allen ganz viel Erfolg und Durchhaltevermögen. Es lohnt sich!!
Und noch mal zum Abschluss mein Tipp: Nichts überstürzen, langsam ausschleichen und erst dann reduzieren wenn man wieder einigermaßen gefestigt ist.

Ganz lieben Gruß und toi toi toi!!

Franky


Petra on June 29th, 2009 at 1:24 pm #

GESCHAFFT!!!
Ich habe jetzt seit einer Woche gar kein Paroxetin mehr genommen (nach zuletzt 5 mg jeden zweiten Tag) und es klappt.
Okay, JETZT klappt es, – vor ‘ner Woche wars noch gruselig, aber es wurde von Tag zu Tag besser.
Übrigens hat mir der Tipp mit dem Laufen gut getan: Jedesmal, wenn ich das Geblitze im Kopf nicht mehr ertragen konnte, hab ich die Turnschuhe angezogen und bin ums Dorf gelaufen. Tat ganz gut, auch wenn ich manchmal Angst hatte, in den nächsten Graben zu fliegen ;-)

Jetzt habe ich also mit dem Teufel den Beelzebub ausgetrieben, nun werde ich im nächsten Schritt das Amisulprid wieder absetzen. Da ist mir jetzt nicht mehr großartig Angst davor, denn das nehme ich nur seit gut drei, vier Wochen.
Hach, irgendwie komme ich mir echt befreit vor, – durchgehalten!

Glückliche Grüße an alle, Petra


Claudia Paolini on July 6th, 2009 at 7:32 pm #

Also ich nehme sie seit 5 Jahren und meine auch jetzt ist schluß, war dann bei einer anderen Ärztin die sagte ich solle erst mal von 10 auf 5mg absetzen und mir gehts im Moment echt schlecht. Zweifle an mir selbst aber wenn ich diese Seite lese weiß ich das ich nicht alleine bin ich dachte schon “jetzt fängt alles wieder von anfang los”
Was ich jetzt unterstützend tu ist das iknazis 200mg (Homöpatisch) alle 6 Wochen zu nehemen das hilft echt gut.
Hoffe das auch ich irgendwann mal von dem Zeug weg bin
liebe Grüße Claudia


Sam0172 on July 7th, 2009 at 9:25 am #

Um nicht allen totale Angst zu machen!

Hallo mal an alle! Ich hab mir in diesem Forum sehr, sehr viel Beiträge durchgelesen und kann viele gut von euch verstehen. Ich hab mich jetzt entschlossen, einen Beitrag zu schreiben, um nicht alle, die hier auf diese Seite kommen total zu verunsichern. Vorab mal meine “Leidensgeschichte” ;-(
Ich hatte letztes Jahr im September plötzlich und total unvorhersehbar eine Panikattacke. Bis dato war sowas für mich totaler Schwachsinn und ich dachte mir immer, die Leute stigern sich da in was rein – naja bis es einem dann selbst mal trifft :-(
Nach der Panikattake (welche sich in Form von extremen Herzrasen, Atemnot, Schwindel usw. darstellte – nur für jene, die sowas noch nicht hatten) war ich dann lange von den Begleiterscheinungen geplagt. Ich hatte Angst in die Firma zu gehen, hatte dauern ein Unwohlsein, wollte mich total abschotten.
Mein PRAKTISCHER ARZT (im Nachhinein betrachtet hätte ich zu diesem Zeitpunkt besser mehrer Meinungen eingeholt und wär besser zu einem Spezialisten gegangen) verschrieb mir Paroxetin – 10mg täglich – und versicherte mir, daß die total harmlos sind, man kann sie jederzeit absetzen und was da im Beipacktext steht, betrifft nur die Asiaten, weil die einen anderen Stoffwechsel haben!!!!
Kurz und bündig – ich hab die genommen, und das ganze dann 10 Monate lang.
Da ich dann keine Beschwerden mehr hatte und mir dachte, ich will mit meinen 37 Jahren nicht tagtäglich Tabletten nehmen, hab ich das Zeug von einem Tag auf den anderen abgesetzt.
Nachdem ich dann 5 Tage hintereinander diese “Blitze” im Kopf hatte, ahb ich mal im Internet nachgelesen und bin eben auf diese Seite gestossen. Da war für mich klar, daß sijd die Absetzerscheinungen.
Ich hab jetzt 3 Wochen lang das Zeug nicht mehr angerührt und bei mir sind fast alle Nebenwirkungen komplett weg (evtl. noch ein paar intensivere Träume, aber das ist nicht schlimm)
Ich schreib das jetzt nur deswegen, weil ich allen, die Paroxetin nicht so lange und nicht in einer so hohen Dosis genommen haben, Mut machen will, daß es nicht bei jedem die Hölle auf Erden sein muss. Ich kann mir durchaus vorstellen, daß all jene die diese Mittel über Jare hinweg genommen haben und in Dosen von 40mg oder mehr, sehr wohl massive Probleme beim Absetzen haben.
Unterstützend für die Blitze, den Kreislauf und das unangenehme Gefühl hab ich literweise Mag.Kottas Nerven-Schlaftee getrunken und mir von der Apotheke Relax Nerven Tropfen geholt (homöopathisch) und bin sehr gut damit gefahren. Noch dazu dürft ihr alle eines nicht vergessen – jene, die Paroxetin absetzen und gar keine Beschwerden haben, kommen gar nicht auf die Idee in einem Forum nachzusehen, bzw. dort zu posten, weil es ihnen ja sowieso gut geht, also kann man gar nicht sagen, wie hoch der Prozentsatz jener ist, die solche Beschwerden haben.
Ich hatte sie, wenn ich mir das alles hier durchlese, sicher in abgeschwächter Form – hab ja aber bei weitem nicht die Tagesdosis genommen wie so manche hier und auch bei weitem nicht so lange.
Also – an alle die noch immer starke Beschwerden haben: Kopf hoch, viel Sport machen, ABwechslung suchen, und so gut es geht positiv denken – es geht vorbei – ganz sicher – ihr werdet wieder normale Menschen.
All jene die vorhaben aufzuhören – nicht alle Symptome müssen auch bei euch eintreffen, bei euch kann es total problemlos vorangehen. Man unterschätze nicht Kraft der “Erwartungsangst” – immer positiv denken und durchhalten ;-)

Ich wünsche euch allen auf alle Fälle viel Kraft und Durchhaltevermögen und schicke euch ganz viele positive Gedanken. Ihr schafft es, ihr werdet sehen ;-)

Lg Sam


Mina on July 8th, 2009 at 10:07 pm #

Auch ich habe es geschafft. Seit vier Wochen bin ich ohne! Es hat ein halbes Jahr gedauert. Die erste Zeit musste ich erstmal ein bisschne hin und her experimentieren, wie ich das am besten ausschleiche. Letztendlich habe ich es so gemacht: Von 20 mg am Tag erst auf 10 am Tag. Da hab ich zwar etwas Schwindel und Kopfschmerzen gemerkt, aber so dass ich gut damit leben konnte. Dann hab ich das ganze jeden 2. Tag genommen, dann jeden 3. jeden 4. jeden 5, dann einmal die Woche. Reduziert habe ich immer dann wieder, wenn ich das Gefühl hatte eine Woche ohne irgendein Anzeichen von Nebenwirkungen zu sein, also mich völlig normal zu fühlen. Dann bin ich auf 5mg einmal die Woche runtergegangen, hab das etwa 6 Wochen später auf alle zwei Wochen erweitert und dann ein paar Wochen später ganz weggelassen. Das war dann kein Problem mehr. Es geht mir gut. Man muss sich einfach nur darauf einstellen, dass es länger dauert und es einfach so akzeptieren, dass es nicht von heute auf morgen geht. Und auf seinen Körper hören. Der sagt, wos lang geht.


Mina on July 8th, 2009 at 10:16 pm #

Ach ja: Ich war immer schrecklich müde, wenn ich reduziert hatte. War das bei euch auch so?


Franky on July 10th, 2009 at 7:23 am #

Hallo zusammen,

ach, so richtig komm ich hier nicht los.
Vier Wochen sind es morgen her seit meiner letzten P. Einnahme. Hm, Nebenwirkungen im Sinne von “Stromschlägen” und extremsten Stimmungstiefs sind eigentlich weg. Aber in LOordnung ist es noch immer nicht. Nach 6 Jahren unter Paroxetin ist es für meinen Körper anscheinend noch sehr schwer auf einmal Dinge die vorher nur abgeschwächt durchgedrungen sind (Dinge über die ich mich ärger …) zu verarbeiten.
Hab schlechte Laune und schlafe schlecht, grübel viel und bin nicht wirklich zufrieden. Hoffe, dass es bald vorwärts geht!
Trotzdem ist es ein schönes Gefühl ohne “Drogen” auszukommen!
Lieben Gruß an euch alle und toi toi toi!
Ach ja @ Mina: müde war ich nur als Konsequenz. Hatte nach dem Reduzieren immer für 2-3 Wochen “Restless Legs”. Konnte also kaum schlafen… Anssonsten war ich eher aufgewühlt!

Franky


melly on July 11th, 2009 at 3:10 pm #

he leute,
klasse forum erstmal.
ich will von dem zeug auch mal wieder runter, habs schon oft versucht, immer gescheitert. hauptsächlich will ichs wg meines gewichts. hatte vor 8 jahren 50 kilo gewogen. jetzt:88. ALSO KNAPP 40 KILO MEHR. hallo? und das auch nich wg essens. bin tanztrainerin, gebe unterricht wie verrückt, und physiotherapeutin, also den ganzen tag in bewegung. zwischendurch hab ichs noch zusätzlich mit fitnessstudio versucht: 4x die woche 3-4 stunden.nichts, gewicht weiter steigend. jetzt reichts mir,ich bin von attraktiv zur kugel geworden bei 1,66.
bin mittlerweile sauer auf meinen psych, jaja, macht nich abhängig und man kann davon nich zunehmen… was??!? die haben echt kein plan: ich hab hier jetzt schon viel gelesen. aber vlt gibt mir jmd noch ein paar mehr tipps zum absetzen und wie das mim gewicht unter kontrolle zu kriegen ist?!?
zzt nehme ich noch 20mg, zu schlimmen zeiten warens 60. gehe jetzt wieder auf 10 runter erstmal auf jeden fall, scheinbar muss man da durch…
gruß und danke an alle hier…!!


melly on July 11th, 2009 at 3:12 pm #

ahso ja und diese ganzen komischen sachen mit schwindel, übelkeit, kopfschmerz, alpträume, hitzezustände,, schwitzen nachts etc bin ich auch schon durch, ekelhaft. und dann noch arbeiten bei dem mist, krass schlimm


Petra on July 12th, 2009 at 1:10 pm #

Hi, will mich auch noch mal melden:
Ich freu mir grad Löcher ins Hemd, dass ich von dem Paroxetin runter bin! Aber von den Pfunden leider noch lange nicht… Deshalb mein Mitgefühl für Dich, Melli, ich gucke auch dauernd in den Spiegel und denke “Wer is das denn?”. Und als wenn es nicht so schon schlimm genug wäre, bekam ich jetzt unter dem Amisulprid auch noch Ödeme (dicke Beine), dass war manchmal so arg, dass ich dachte, mir platzt die Haut. Vom Hausarzt habe ich Tabletten bekommen, damit das Wasser aus dem Gewebe geht, – das machte über nacht manchmal 4 Pfund aus! Hammer!!!
Nun war ich bei einer supernetten Apothekerin und habe mich mal beraten lassen. Die meinte auch, wenns mir gut geht, “gleich runter von den Amisulprid” und hat mir eine ganze Batterie homöopathischer Sachen mitgegeben, um den Körper wieder zu entgiften. Das wirkt ganz gut, die Beine sind schon wieder fast normal. Also ehrlich, wenn man sieht, wie man seinen Körper durcheinander bringen kann, – ist schon echt schlimm! Und ich bin auch stinkesauer auf meine Therapeutin, die als “Sahnehäubchen” noch meinte, das sei ja wohl ein “ganz privates Problem von mir und hat mit den P. gar nichts zu tun”! Tussi!!!
Ich habe jetzt einen völlig anderen Appetit, alles was vorher nicht an mich ging (Gesundes: Obst, Gemüse etc.) das schmeckt jetzt plötzlich wieder, – von wegen privates Problem!

Ich drücke allen die Daumen, lasst Euch nicht abbringen
Gruß Petra


Babsi on July 14th, 2009 at 6:03 pm #

Hallo ihr,
ich nehme jetzt seit sechs Wochen kein Paroxetin mehr. Körperlich habe ich nur ab und zu leichten schwindel, aber ich bin oft sehr traurig, unzufrieden und nachdenklich. Ich frage mich dann natürlich, ob das noch mit Absetzsymptomen zu tun hat, oder ob das aus mir selbst heraus kommt….


Franky on July 15th, 2009 at 8:18 am #

@ Babsi: Oh, dass kenne ich zu gut. Bei mir sind jetzt 4,5 Wochen und ich denke manchmal: wenn es so jetzt für immer weiter geht ists ja auch sch…. aber ich bin zuversichtlich, dass es langsam bessr wird! shakka! also ich werde auf jeden fall kein paroxetin mhr anrühren. definitiv nicht. hab seit meiner ersten reduktion auch schon 8 kg abgenommen und fgan langsam an meinen körper wieder zu mögen… ich dachte halt immer: du brauchst gedult beim absetzen. aber dass ich jetzt auch noch mal so geduldig sein muss nach dem eigentlichen absetzen hätte ich nicht gedacht… :-(
aber es wird schon!
liben gruß

Franky


Babsi on July 19th, 2009 at 8:54 am #

Hallo Franky,
der Trost tut gut. Danke! Nein, ich werde auf keinen Fall wieder auf die Tabletten zurückgreifen. Blöd nur, dass einem keiner sagen kann wie lange die Nachwirkungen vom Absetzen anhalten können. Es würde bestimmt vielen Leuten helfen – mir auch – wenn sie sich die schlechte Stimmung und die Traurigkeit rein chemisch erklären könnten und auf das Absetzen zurückführen könnten. So werden Erinnerungen an die Depression wach und man bekommt Angst, dass man wieder dahin abrutscht, wo man mal war.


Babsi on July 19th, 2009 at 9:00 am #

P.S. 8 Kilo? Wow, Franky. Eigentlich ist das doch toll, weil du auf der Waage und von deinem Spiegelbild mit jedem Kilo fürs Absetzen belohnt wirst. Mit Gewicht hatte ich wegen Paroxetin zum Glück nie Probleme. Ich hab während der Depression eher abgenommen und das Gewicht ist dannn während der Einnahme (ca. 1 Jahr) auch so geblieben. Schon komisch, wie unterschiedlich jeder reagiert..Wäre ich Arzt würde ich mir Paroxetin echt als Forschungsobjekt vornehmen. Soviele Fragen, wie es da anscheinend noch zu untersuchen gibt.


Stefan on July 20th, 2009 at 11:55 am #

Hallo zusammen, zunächst einmal ist es be(un)ruhigend, wieviele Leidensgenossen es doch gibt (von denen, die Paro immer noch nehmen mal abgesehen). Nach knapp 2 Jahren mit Paro (“nur” 20mg/Tag) versuche ich jetzt die 2. Absetzung nach 10mg/Tag.
Absetzsymptome: Blitze/Flashen im Kopf bei Augenbewegungen, Tinitus Geräusche im Ohr, extremes Schwitzen beim Einschlafen / Schlafen (Kopfkissen, Decke, Bettzeug sind NASS!!!), Blähungen / Verdauungsprobleme. Da ich keine Lust auf eine weitere Absetzung habe, will ich das jetzt unbedingt durchziehen. Einige Beiträge machen ja durchaus Mut und wenn ich weiß, dass es halt etwas länger dauert (aber funktioniert), dann ist das halt so. Werde mich auch wieder mehr sportlich betätigen. Drücke allen Absetzern ganz dolle die Daumen – Aussenstehende (u.a. auch meine Frau) können das alles nicht nachvollziehen (wünsche es aber auch niemanden). Leider ist es halt mit Paro so, dass man den Teufel mit dem Beelzebub austreibt. Im Nachhinein betrachtet, bin ich aber doch ganz froh, dass es mir geholfen hat – mit dem Entzug muss ich halt jetzt noch klarkommen. In dem Zusammenhang ist es eine ganz große Sauerei, dass die Ärzteschaft hier die Absetz- und Nebenwirkungen doch SEHR verniedlicht bzw. ignoriert!!! Vielleicht sollte man denen grundsätzlich solche Foren empfehlen, damit sie wissen, über was sie (nicht) reden und ihren Patienten antun.
So, genug gemeckert – wie gesagt: allen Kopf hoch – däs schaffe mer schunn (wie de Pälzer sagt).

LG, Stefan


din on July 22nd, 2009 at 5:10 pm #

hey ihr lieben. noch eine weitere süchtige.. habe nach zwei jahren langsam auch keinen bock mehr auf chemie, außerdem gelesen, dass das brustkrebsrisiko um´s 7fache steigt!! super deal, hatte schon 2 knoten (gutartig) und mum´s familiy hat sich dem krebs ergeben. sowas musste ich erst mal selber rausfinden. der neurodoc klärt da wohl net so gewissenhaft auf. außerdem kann ich mir mittlerweile beim zunehmen zugucken. hat schon jemand die erfahrung gemacht, dass diese gewichtsgeschichte erst nach ein zwei jahren eingesetzt hat? bis vergangenen winter hatte ich tapfer meine 57kg, jetzt spazier ich auf 64 zu..hatte bis dato aber auch eine unglücksbeziehung. das reißt die kilos eh am besten. ich verzweifle. ich mache gerade eine ausbildung zur !ergotherapeutin und mache mein praktikum in der psychiatrie!! nicht gerade passend, wenn man mit seiner psyche kämpft, was dank des mittels natürlich auch länger nicht mehr der fall war.insofern schon ´n nettes mittel. habe nachdem ich parox eh schon recht unregelmäßig (5xdie woche 10mg)einnahm, nun mal versucht abzusetzen. ist jetzt ca 5 tage her und ich fühl mich total psychotisch. dünnhäutig, aggressiv, weinerlich, ängstlich, alle doof, unfair, konzentrationsschwierigkeiten und natürlich den berühmten schwindel. hab mir jetzt wieder mein pillchen geklinkt, will ja nicht in der psych die seiten wechseln. versuchs jetzt die tage mit fünfmg. keine ahnung ob´s über die ausbildung überhaupt ne gute idee ist..wobei, ich hab den september frei.. kennt sich jemand so weit schon aus, ob man in nem monat von diesen “unpässlichkeiten” runterkommen könnte? ist man dann auch wieder normal oder wird sich höchstwahrscheinlich wieder meine emotional-instabile störung etablieren? die letzten zwei tage waren schon sehr angelehnt an meine labilsten phasen.. bitte helft mir!!


Franky on July 23rd, 2009 at 7:01 am #

hey din,

erst ma: sehr schöner bericht :-)
Hat spaß gemacht zu lesen!

ich fang mal mit dem gewicht an: der stoffwechsel von uns menschen ist ja so ein fall für sich. ich kann mir gut vorstellen, dass es da chemische vorgänge gibt die erst nach einer gewissen zeit der einnahme von po auftreten. auch ich habe im ersten jahr quasi nicht zugenommen (zunächst sogar abgenommen). seit ich auf 5 mg reduziert habe gings schon gut runter. bin allerdings auch gegen die absetzsymptome gejoggt….
generell wäre mein rat für dich nicht zu schnell abzusetzen, sondern lieber mal ein paar wochen auf 5 mg umzusteigen und wenn du gefestigt bist dann auf die flüssige variante und auf 3 mg (1,5 ml) runter zu gehen!

andererseit, gibts bestimmt genug menschen die in einem monat ausgeschlichen haben… vielleicht einfach mal probieren? eine woche 5, eine woche 2,5 mg und dann runter?

drück dir auf jeden fall die daumen und kann dich beruhigen: diese vollkommene ätz-stimmung geht vorrüber (auch wenn sie bei mir nach 5 wochen “ohne” immr noch nicht vollständig weg ist).
drü+ck dir die daumen!!

Franky


Ines on July 23rd, 2009 at 6:59 pm #

Hallöle, betreue eine 89 jährige Patientin, die paroxat 20 mg zum Schluss, aber durch Dauerschlaf es selbst abgesetzt hat. Bekommt nun risperidon und kommt einfach nicht mehr zur Ruhe. Wer aknn mir sagen, ob ich risperidon mit paroxat wieder gekoppelt geben kann,
danke im voraus Ines


Carmen on July 25th, 2009 at 3:48 pm #

Hallo liebe Claudia und hallo auch liebe Petra :-) )

Wollte mich mal nach eurem Wohl erkundigen??? Alles gut?????

LG
Carmen


Sabs on July 30th, 2009 at 2:06 pm #

Hallo Ihr Lieben,

bin seit über 6 Wochen dabei, Paroxetin abzusetzen. Bisher ging es mir recht gut dabei, bis auf Übelkeit und Kopfschmerzen war ich guter Dinge, es diesemal zu schaffen. Seit gestern (ich war im Urlaub und war bereits da arg unruhig) geht es mir aber wieder ziemlich schlecht. Ich habe Angstzustände, könnte die ganze Zeit nur heulen und bin einfach nur verzweifelt. Wie habt ihr das durchgestanden, bzw. habt ihr mir Tipps wie ich die nächste Zeit noch übersteh? Ich möchte definitiv keine Tabletten mehr nehmen… Gibt es irgendein natürliches Mittel, das mich wieder “auf den Boden bringt”, wenn ich mal wieder das Gefühl hab, durchzudrehen??

Ich bin wirklich ein wenig enttäuscht über die Aussagen der Ärzte, Paroxetin macht nicht abhängig.. wenn ich mir den Blog hier anschaue und auch wie es mir zeitweise geht, bin ich da dezent anderer Ansicht…

Ich freu mich auf eure Antworten, liebe Grüße Sabs


Carmen on July 31st, 2009 at 6:17 pm #

Hallo liebe Sabs,

ich kann es gut nachvollziehen, wie es dir geht…wie lange nimmst du denn nichts????? ich kann dir laif 900 empfehlen. das dauert allerdings auch ca. 2 wochen, bis das johanniskraut (900mg) wirkt! falls du damit nicht hinkommst (war bei mir auch der fall) würde ich mir laif 600 holen. einnahme morgens 1 x 600 mg und abends 1 x 600 mg (gesamtdosis 1200 mg täglich). du kannst von dem johanniskraut bis zu 1800 mg am tag nehmen…aber probiers erstmal mit den laif 900, die sind super! habe das auch von meinem neurologen empfohlen bekommen, nachdem ich 2 wochen von paroxetin “clean” war! durchhalten ist angesagt und johanniskraut ist nicht schädlich! das mit dem weinen hatte ich auch …aber frag nicht. ich habe nach dem absetzen schon morgens meine äuglein aufgemacht u geweint…alles war kacke..hab mich total schlecht gefühlt…fast schon “krank” gefühlt. das arbeiten hat mir total schwer gefallen und umso mehr ich auf meine symtome gehört habe, umso schlechter gings mir dann leider auch! dann kommt noch das gefühl durchzudrehen dazu! echt schrecklich! versuche dich, wenn du das gefühl hast, du drehst durch (angst davor auszuflippen oder irgendwas zu tun, was man nicht will)abzulenken. kauf dir ein hüpfseil (nicht lachen bitte *g*) und hüpf ein paar mal um dich damit abzulenken und mach noch dazu viel sport…versuche jeden tag 10 oder 20 min. joggen zu gehen, das ist ganz wichtig!!!! du packst das, den letzen sprint packst du auch noch aber zu unterstützung empfehle ich dir laif 900 :-) wie lange hast du das paroxetin genommen und in welcher menge??

lg carmen


Carmen on July 31st, 2009 at 6:20 pm #

ps: niemals paroxetin und johanniskraut zusammen nehmen!!!!!! bitte erst, nachdem du 2 wochen weg bist, nicht vorher….versuche wenn dann die 2 wochen mit baldrian day durchzustehen.


Sanny on July 31st, 2009 at 11:17 pm #

Hallo liebe Leute,
bisher dachte ich, mir geht es nur alleine so.Aber wie ich an diesem blog hier sehe, wohl doch nicht. Mehrere Absetzversuche scheiterten. Ich kann auch nur bestätigen, es ist einfach die Hölle. Dieses Herzrasen, diese Agressionen, der Schwindel, Verwirrtheit, 20 kg Gewichtszunahme und jede Menge mehr. Ich weiß wirklich nicht wie dies weitergehen soll.Warum verschreiben Ärzte nur so ein Teufelszeug? Hätte ich dies alles vorher gewußt, hätte ich das Mittel nie eingenommen. Ich hasse wirklich diese Ärztin, die mir dieses Mittel verordnet hat, und meinte”damit wird alles anders”. Ja, anders ist alles geworden.Mir gehts extrem schlechter. Seit 2 Jahren nehme ich 40 mg, und komme einfach nicht los. Mein Mann leidet unter meinen Agressionen, Bekannte,Verwandte meinen, “so schwer kann es doch nicht sein Tabletten weg zulassen”,man wird wohl als verrückt und blöd und Simulant dahingestellt.Ich bin wirklich mit den Nerven am Ende, manchmal habe ich das Gefühl, irgendwann durchzudrehen. Kennt jemand das Gefühl? Ich habe keine Konzentration,vergesse alles.
Ich hatte mich an das Pharmalogische Institut in Berlin gewandt, und hatte dort an einer Studie teilgenommen, weil ich während der Einnahmezeit schwanger geworden bin. Ich danke Gott, das daß Kind gesund ist. Es gibt noch zu wenige Erkenntnisse über das Mittel, und mir wurde eine Frau Prof. Rhode in Bonn empfohlen, die sich wohl darauf spezialisiert hat. Und diese ständige Müdigkeit…
Viele liebe Grüße an alle Leidensgenossen


Sanny on July 31st, 2009 at 11:20 pm #

susi.schwarz77@gmx.de (falls mir jemand mailen möchte, sehr gerne…)


Sabs on August 1st, 2009 at 5:11 pm #

Hallo Carmen,

also ich habe das Paroxetin nun seit über 6 Wochen gar nicht mehr genommen. Davor habe ich es viele Wochen langsam ausschleichen lassen. Insgesamt habe ich Paroxetin über 3 Jahre genommen, immer mal wieder mit einem Absetzversuch, der dann leider kläglich scheiterte. Ich habe immer nur maximal eine Tablette genommen…(das sind glaub 10 oder 20 mg..!??)

Nach den 6 Wochen ging es mir eigentlich super gut, ich hatte nur immer etwas Übelkeit und Kopfschmerzen.. Aber das war für mich erträglich.. Aber nun bin ich wieder so kurz vorm Verzweifeln, zumal ich auch gerade für einige Wochen in eine andere Stadt ziehen musste, fühl ich mich natürlich momentan ganz schön “wackelig”. DAs mit dem Ablenken find ich eine gute Idee.. das versuche ich auch immer.. ich bin da ja leider so ein meister, mich in alles hineinzusteigern und schaukel mich dann selbst immer in eine Panik hinein. Guter Tipp übrigens mit dem Hüpfseil :-)

Ich habe mir nun als kleine Hilfe die Rescue Tropfen (Bachblüten) geholt, wenns akut wird und trink morgens und abends brav meinen Johanniskraut Tee.. Ich hoff mal, bald wirds besser :-) Ich weiß nicht, was mich damals geritten hat, dieses Höllenzeugs zu nehmen.. und vor allem wie leicht einem das verschrieben wird.. wenn ich das alles im NAchhinein gewusst hätte, hätte ich alles mögliche andere getan, als diese Tabletten zu schlucken… Wie bereits schon vorher gesagt: Das Zeugs wirkt super, aber davon loskommen, ist eine Kunst für sich…

Liebe Grüße an alle anderen, die sich damit herumplagen


Sabs on August 1st, 2009 at 5:19 pm #

An Sanny:

Zum Thema “durchdrehen” kann ich nur kopfnicken.. Ich hab immer solche Fluchtgedanken, wenns mir richtig schlimm geht.. ich will dann nur noch abhauen, am liebsten wegrennen und hab selbst angst, den Verstand zu verlieren.. Ich kann das auch gut nachempfinden, wenn man sich noch schlechter fühlt, weil man den aussenstehenden verwandten nicht wirklich klar machen kann, wie es einem denn so geht… ich habe zum glück einen sehr verständnisvollen freund, der aber dennoch nach wie vor mit mir und meinen aggressionen und reaktionen zu kämpfen hat…
Ich glaube auch wenn es schwer ist, muss man sich klar machen, dass dies alles nur kopfsache ist.. genau wie bei schmerzen.. konzentriert man sich drauf, hat man das gefühl sie werden stärker. ich versuch mir einfach immer nur zu sagen, dass egal was kommt, ich das einfach aushalten muss. Paroxetin hat mir zwar in manchen situationen gut geholfen, aber hat mich zeitweise auch echt zu einem egoistischen eisklotz gemacht.. ein mensch der irgendwie nur in einer seifenblase in der gegend herumschwirrt und nicht 100 % er selbst ist. Es ist nicht leicht, aber ich versuch mir das immer wieder ins Gedächtnis zu rufen…

Lass hören, wie es dir ergeht! Kampf dem Paroxetin :-)

Liebe Grüße


Petra on August 3rd, 2009 at 3:21 pm #

Hallo Carmen und alle anderen,

ich habe jetzt vier Wochen dieser Entgiftungskur mit den homöopathischen Sachen hinter mir und mir geht es im großen und ganzen recht gut. Manchmal hänge ich etwas durch und bekomme gleich wieder Angst, dass es mit der Depression doch noch nicht vorbei sein könnte, – aber wenn das Wetter gut ist und die Sonne scheint, dann gehts mir richtig gut.
Die Entgiftung ist echt prima, mein Appetit hat sich völlig normalisiert, kein Süßhunger mehr und obwohl ich (noch) nicht in der Abnehmphase bin, sind schon 2 Kilo weg. Wenn die Tropfen aufgebraucht sind, gehts an die Pfunde, da bin ich dann mal gespannt. Will nicht gleich alles auf einmal angehen, sondern mir Zeit lassen, schließlich hat es auch über ein Jahr gedauert, bis ich da war, wo ich eben bin…!
Ich drücke allen die Daumen!
LG, Petra


Claudia on August 3rd, 2009 at 7:26 pm #

Ein liebes Hallo an alle!
Petra: nochmal eine Frage: welche Tropfen nimmst Du denn zum Entgiften?

Ich nehme nun seit etwa 2 Wochen kein PO mehr. Zur Zeit habe ich aber wieder verstärkt innere Unruhe und Angst vor der Angst. Kann mir jemand sagen, ob das normal ist und es irgendwann mal besser wird??? Bin dankbar für jede Rückmeldung.
Also weiter durchhalten und kämpfen.

Dank schonmal im Voraus an Euch!


Sabs on August 3rd, 2009 at 8:49 pm #

Hallo ihr beiden!
Auch meine Frage an Petra: was nimmst du für Tropfen?
An Claudia: ich glaube das mit der Angst vor der Angst ist normal.. zumindest hast das mein Therapeut damals gesagt.. er meinte auch, ich soll versuchen es auszuhalten und die Angst davor zu verlieren.. ich hatte heute auch wieder so ein tolles erlebnis.. ich hab mich etwas krank gefühlt, so als ob ich grippe habe.. dann wieder schön reingesteigert, dann angst vor der angst, dann panikattacke und den rest kannst du dir ja denken…
man man, der kopf kann einem ganz schön das leben schwer machen, wa?
Aber noch was zum Thema abnehmen: ich muss ehrlich sagen, mein heisshunger hat sich enorm verbessert… in meinen paroxetin phasen konnte ich fressen wie ein sch**** und war immer noch nicht zufrieden… schokolade konnt ich tonnenweise essen und nun? bin ich echt mit einem stückchen zufrieden und die pfunde purzeln auch.. immerhin etwas :-)


Claudia on August 4th, 2009 at 8:32 pm #

Hallo Sabs!
Ich finde, es tut einfach nur gut zu hören, daß man nicht alleine dasteht mit der ganzen “Sache” und das man sich austauschen kann.
Ich habe in ca. 9 Monaten 12 kg zugenommen. Nun hoffe ich, daß ich das auch bald in den Griff bekomme. Paroxetin nehme ich nur noch sporadisch, wenns hochkommt 2mal die Woche 5 mg. Klappt einigermaßen gut und ich hoffe das das auch so bleibt.
Viele Grüße,
Claudia


Petra on August 5th, 2009 at 1:35 pm #

Hallo Claudia,
hallo Sabs,

kenne Eure Gefühle nur zu gut, ich meine, man wird irgendwie so skeptisch gegenüber sich selbst, oder?! Kaum hat man mal nen blöden Tag, schon denkt man, es ginge wieder los. Schon echt schlimm, man traut sich selbst nicht über den Weg! Dabei haben andere auch mal einen miesen Tag, aber nein, – bei mir ist es sofort ein potentieller Rückfall…
Nun zu den Tropfen: Die eine Sorte hat die Apothekerin gemixt, die haben keinen Namen. Es steht allerdings was drauf: Hechocur,Relix, Iteres aa ad 75 ml – was immer das heißen mag!
Die anderen heißen Mundipur und sollen für das Bindegewebe gut sein, weil dort ja auch alles abgelagert wird, was der Körper nicht verarbeitet kriegt. Außerdem nehme ich täglich Zellamare Basenpulver für den Säure-Basen-Ausgleich. Ich habe ja fast ein Jahr kaum Obst und Gemüse gegessen und da bin ich wohl ziemlich übersäuert. Hab grad ein interessantes darüber Buch gelesen, dass man dann zu allem Überfluss auch noch mehr Hunger auf Süßes und Kohlehydrate entwickelt… Ein echter Teufelskreis. Aber seit ich dieses Zeug nehme ist der Süßhunger weg, – schon mal nicht schlecht! Ich hoffe, dass ich den Rest auch noch weg kriege, aber so schnell wird das wohl nicht gehen.
Es grüßt euch
die Petra


Sanny on August 9th, 2009 at 10:01 pm #

Hallo Ihr Lieben,
ich möcht mal kurz meine Geschichte loswerden, wie ich zum Paroxetin gekommen bin.Nach einigen Panikattaken(ich dachte ich sterbe), wurde mir von einer Freundin Diazepam empfohlen und gleichzeitig zum testen mitgegeben.Naja, der Erfolg lies nicht lange auf sich warten. Innerhalb 10 Min. ging es mir durch die Tropfen besser. Also nahm ich das Zeugs regelmäßig, aus Angst vor der wahnsinns Angst. Die Abhängigkeit lies nicht lange auf sich warten, also beschloss ich zur Entziehung zu gehen, um ein neues, entspannteres und wieder normales Leben ohne Diazepam(Faustan) führen zu können. In der Klinik also bekam ich dann Paroxetin. man sagte mir, damit wäre der Entzug leichter. Nachdem sich meine Hündin dann aber bei ihrer Pflegestelle das Bein brach,habe ich mich sofort entlassen lassen. Dies war nach 8 Wochen Klinik!!!!Tja, seither bin ich nun abhängig von Paroxetin, denn ich schaff es nicht es auszuschleichen, und Diazepam nehme ich noch immer(zwar bei weitem nicht mehr so viel)!Das ist also das Ergebnis eines Klinikaufenthaltes, wo ALLE Patienten der Station Paroxetin bekamen. Im nachhinein fühle ich mich, als wären wir alle Versuchskaninchen gewesen.Ich habe 2 Fragen, hoffe es kann mir jemand beantworten: Seitdem ich dieses Höllenzeugs einnehme(40mg) nehme ich stetig zu. Ich habe in anderthalb Jahren 13 kg zugenommen, ohne meine Essgewohnheiten zu ändern, im Gegenteil: ich habe mehr Streß durch Kind, Hund etc.!
2.Frage: Habt Ihr auch bei Euch Charakterveränderung festgestellt??
Ich bin verheiratet und habe den liebsten Mann, aber teilweise bin ich so agressiv und ein einziges Wort kann mich so sehr reizen, so das ich ihn, (oder eine andere Person)dann total anbrülle,etc.,ich würde mich als cholerisch bezeichnen, was ich sehr schlimm finde.Schlimm ist auch, das es mir teilweise Spaß mach, meinen Mann zu provozieren und mit Worten zu verletzen. Obwohl er so viel für mich bzw uns tut. Ich erkenn mich nicht wieder.Ich war vorher die Schüchternheit in Person. Immer ruhig und ausgeglichen.Allerdings hat sich auch etwas positives eingestellt, ich bin sehr sehr couragiert. bin jetzt im aktivem Tierschutz tätig. Und das ohne wenn und aber,und zwar sehr engagiert und eben bissel krass was ich vorher nie getraut hätte. wie gesagt, ich erkenn mich nicht wieder.
Hat denn auch jemand Schwindel von euch? Seit dem einnehmen von Parox.ist mir sauschwindelig. Morgen muss ich zum Hirn MRT, ich habe solche Angst wegen eines Tumors etc.Ich stehe zur Zeit wieder unter solch psychischen Druck, manchmal denke ich, alles bricht über mir zusammen.
Liebe Grüße an alle


kathrin on August 12th, 2009 at 7:39 pm #

Hallo ihr Lieben,
mein Mann ist seit 6Jahren auf Paroxat. Hat 4Jahre lang 40mg täglich genommen. Dann 1Jahr 20mg, dann 1/2 Jahr 10mg, jetzt 3Wochen 5mg. Ihm gehts sehr schlecht, das er sagte jetzt lässt ers gleich ganz weg, also 0mg Paroxat. Kann mir jemand helfen, wie lange kann es dauern bis es ihm wieder gut geht? Ich weiß nicht wie ich ihm helfen kann.
LG,

Kathrin


Claudia on August 13th, 2009 at 7:34 am #

Hallo Kathrin!
Mir geht es teilweise genauso wie Deinem Mann. Ich nehme das Paroxetin nun nur noch 1mal die Woche 5mg. Es gibt Tage wo es mir richtig gut geht und dann auch wieder welche die nicht so gut sind. Aber das haben alle anderen Leute auch, denke ich. Nur wir Betroffenen interpretieren da zum Teil was hinein. Wie lange es dauert, bis es Deinem Mann wieder richtig gut geht, kann denke ich niemand sagen. Du kannst ihm nur helfen, indem Du ihm evtl. zuhörst und ihn bestärkst, daß er es schafft. So macht es mein Mann mit mir und es tut super gut zu wissen, daß da jemand ist der zu einem hält. Zusätzlich bin ich seit etwa 1 1/2 Jahren bei einer Psychotherapeutin zur Verhaltenstherapie. Mir tut die Therapie so gut, daß ich jedem dazu raten würde das mal zu versuchen.
Wir brauchen halt immer sehr viel Geduld und Durchhaltevermögen.
Ich wünsche euch viel Kraft!
Gruß, Claudia


kathrin on August 13th, 2009 at 9:41 pm #

Hallo Claudia.
Vielen Lieben Dank für deine schnelle Antwort. Wir stehen halt grade noch am Anfang.

LG, Kathrin


Sabs on August 17th, 2009 at 7:28 pm #

hallo ihr lieben,
nun melde ich mich endlich mal wieder zurück.. wie es mir geht? mmh, ich dachte nach fast 8 wochen paroxetin-freiem leben könnte ich endlich sagen: suuuper! nun ja, so is es aber leider doch nicht.. ich glaube diese ganze sache verlangt ganz schön viel geduld.. prinzipiell kann ich sagen, dass es mir schon sehr viel besser geht.. nicht perfekt und nicht ganz weg, aber ich denke, ich bin auf dem richtigen weg. ich habe keine richtigen panikattacken mehr, aber dafür immer ein länger andauerndes unruhegefühl… so ein gefühl, als ob es gleich wieder los geht und ich die kontrolle verlier. zudem hab ich manchmal das gefühl, dass ich meinen körper zwanghaft kontrollier… ich merke manchmal, wie ich so in meine gedankenwelt versumpfe und auf all meine körpersignale höre… kleine veränderungen (wie z.b. wenn ich einfach nur einen kratzigen hals und schluckbeschwerden hab) machen mich manchmal echt wahnsinnig… dadurch dass ich nun auch wieder stressanfälliger bin (paroxetin hat einen ja nahezu unempfindlich gegenüber stress gemacht) achte ich extrem (ich würd schon sagen neurotisch) auf kleine veränderungen an meinem körper… kennt ihr das? dieses extreme “in sich hineinhorchen”.
das mit der aggressivität kenn ich übrigens.. das hatte ich oft, als ich das teufelszeug noch genommen habe. aber auch das ist nun wieder gut, seit ich frei von P. bin.
Aber was ich einfach gemerkt habe, ist dass man immer in einer gewissen Erwartungshaltung ist und seine Angst manchmal regelrecht selber herausprovoziert… ganz normale dinge wie bspw. vorfreude oder positive aufregung, bleiben bei mir nicht nur ein angenehmes kribbeln im bauch, sondern schlagen in einen anderen “kanal” um…bspw. habe ich letztes we besuch von einer sehr guten freundin bekommen.. ich war aufgeregt, weil ich mich so gefreut habe.. aber als ich sie dann vom bahnhof abholen wollte, kam schon wieder so ein kleines panikgefühl hoch… komisch das ganze… manchmal sag ich mir echt selbst, dass ich nen knall hab. dinge die für mich früher und auch für andere total normal sind, werden für einen selbst zur zerreissprobe.. ich bin ja momentan in einer anderen stadt, für vier wochen praktikum, ganz alleine… in einem kleinen studentenzimmer. ich muss mir jeden tag neuen mut machen und mich meinen fluchtgedanken stellen, nicht einfach abzureisen.. eine harte probe-die sich hoffentlich irgendwann bezahlt macht… ich wünsch euch alles gute und eine rießen portion durchhaltevermögen


Claudia on August 20th, 2009 at 5:34 pm #

Hallo Sabs!
Ich kann Dich super gut verstehen. Auch ich habe keine richtige Panikattacke mehr gehabt. Gott sei Dank! Muß ich auch nicht haben. Allerdings habe ich so wie Du immer wieder mal dieses Unruhegefühl, als wenn es gleich wieder losgeht. Es kostet immens viel Kraft sich dann anzulenken und nicht hängen zu lassen sondern dagegen anzugehen.
Mir geht es auch schon viel besser und ich hoffe das mit den Unruhegefühlen auch noch in den Griff zu bekommen.
Auch von mir für uns alle nochmal ein supergroßes Durchhaltevermögen.
Mir tut es einfach immer nur wieder gut sich mit anderen Betroffenen auszutauschen.
Alles Gute und vielleicht auf bald!
Viele Grüße, Claudia


Sanny on August 22nd, 2009 at 12:13 am #

An Sabs:
Liebe Sabs, danke für Deine Antwort.Ich bin weiterhin dabei dieses P-Zeugs zu reduzieren, bin gerade bei ein und ne viertelste (25mg)zu nehmen.(von ehemals 40 mg). Diese Dosierung von 25 mg ist immer die Grenze, weiter runter kam ich bisher nie.Aber ich will diesmal ganz doll kämpfen, obwohl ich merke, das es mir schon wieder ganz schlecht dabei geht.(Schwindel, Agressionen, schlechte Laune, Unruhe, Kopfschmerz etc).Manchmal überlege ich”warum das Zeugs nicht gleich ganz weglassen?”, mir geht es schlecht, schlimmer könnte es doch eh fast nicht sein.So eine Art, kalter Entzug eben.Und auch die Gewichtszunahme…, niemand versteht das, weder Bekannte, noch Verwandte. Ach nee!Aber ich versuche es weiter mit 25 mg, habe mir vorgenommen mir Zeit zu geben.Selbst wenn ich die viertelste noch mal halbieren muss (traurig schmunzel..).
Naja,ich hab mein Baby, meine 2 Hunde und meinen Mann, das gibt mir Kraft.Sei lieb gegrüßt Sabs, sowie auch alle anderen hier.


Sanny on August 22nd, 2009 at 11:17 am #

Achso: Kann mir jemand sagen ob Paroxetin dick macht, habe seit der Einnahme 18 kg zugenommen (trotz viel Bewegung durch Kind und Hunde)


Petra on August 23rd, 2009 at 2:00 pm #

Hallo Sanny,

willkommen im Club! Ich glaube es war noch niemand hier im Forum, der sein Gewicht gehalten hat. Bei mir sind es auch schlappe 20 kg, – der Hammer! Ich bin jetzt schon ne ganze Weile runter von dem Kram, merke aber immer noch hin und wieder diese Unruhe, so eine komische Angst, dass es wieder losgehen könnte.
ABER: Seitdem ich weg davon bin, habe ich nicht mehr zugenommen, sogar ein bißchen ab-, und nachdem ich nun diese Entgiftungskur hinter mir habe, gehe ich jetzt die Kilos an. Irgendwer hatte herausgefunden, dass das P. den Stoffwechsel völlig runter fährt. Das, kombiniert mit einem völlig veränderten Essverhalten (plötzlich nur noch Kohlehydrate und Süßes in jeder Fortm!!!), da kannst du beim Zunehmen zugucken :-(
Alleine, dass sich mein Appetit wieder richtig normalisiert hat zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin.
Drücke Dir die Daumen, dass Du es auch schaffst!
Gruß an alle, Petra


Claudia on August 23rd, 2009 at 8:26 pm #

Hallo Petra!
Was hast Du gegen die Angst und Unruhe gemacht? Ich bin nun sweit fast 2 Wochen ohne “P” und seit 3 Tagen bin ich irgendwie wieder total schräg drauf. Panik und Angst vor der Angst. Ist das normal? Bin ich normal? Manchmal zweifle ich dran und war auch schon wieder kurz davor wieder die Tabletten zu nehmen. Bis jetzt habe ich mich aber geweigert. Kann doch nicht sein, daß man sich davon abhängig macht, oder? wie war das denn bei Dir und wie lange bist du schon “frei”?
Ich habe in etwa 9 Monaten 13 kg zugenommen. Auch da heißt es wieder dran zu arbeiten.
Ich würde mich sehr freuen, wieder von Dir zu hören. Vielleicht schon recht bald??? Danke!
Viele Grüße, Claudia


Petra on August 24th, 2009 at 8:05 am #

Hallo Claudia,

halt durch, – es wird besser! Ich habe Ende Juni das letzte Mal was genommen (kannst Du weiter oben nachlesen) und die ersten Tage waren auch extrem “komisch”… Aber es wird mit der Zeit besser. Und ich habe es mit viel Laufen und Bewegung an der frischen Luft hingekriegt, das tut einfach gut. Und wenns nur der Mittagspausen-Spaziergang ums Dorf ist!
Diese Zweifel, ob man “noch ganz normal” ist, die habe ich auch, das finde ich furchtbar. Jeder hat mal nen blöden Tag, aber wir denken immer gleich an Rückfall! :-(
Wovor mir aber jetzt schon ganz fürchterlich graust, ist der Gedanke an November… Wenn die Sonne nicht mehr scheint und man kaum mal raus kann, weil es den ganzen Tag trüb und schmuddelig ist, ohgottegott, daran verzweifel ich heute schon. Das wird meine echte Probezeit! Aber ich will auf keinen Fall wieder mit Medikamenten anfangen, das habe ich mir fest vorgenommen, – einmal reicht! Notfalls werde ich dann dieses Forum bombadieren und mich hier ausheulen ;-)

Lass es Dir gut gehen und Kopf hoch,
LG, Petra


Carmen on August 24th, 2009 at 11:17 am #

Hallo Claudia,
das was du beschreibst, kenne ich :-) aber du bist doch taff und du packst das. ich bin jetzt drei monate paroxetin-frei, nehme aber 1200 mg johanniskraut täglich. ohne dem wäre alles auch bei mir viel schwerer. trotzdem bekomme ich ab und an angst….mal mehr mal weniger…manchmal ist ne komplette woche alles gut *stolz bin* und dann gibts mal 3-4 tage, wo ich angst vor der angst habe u etliche sympthome wieder zum vorschein kommen…..ist echt schwierig aber sowas geht denk ich nicht von heute auf morgen weg. viel geduld ist gefragt! man kann nicht für alles immer eine tablette suchen. ich versuch mich dann abzulenken u sport zu treiben!!!!


Claudia on August 25th, 2009 at 11:24 am #

Hallo Petra, hallo Carmen!
Vielen vielen lieben Dank für Euer tolles Feedback. Es geht mir gleich besser. Habe auch gestern schon mit meiner Therapeutin drüber gesprochen und die hat dasselbe gesagt wie ihr. Man kann nicht für alles Tabletten nehmen. Mir ist aber bewußt, daß ich wohl noch einen langen Weg vor mir habe.
Auch mir graut´s schon vor den trüben Tagen. Aber da gibt es auch schöne andere Dinge. Z.B. mit ner Decke auf dem Sofa einkuscheln und eine gute Tasse Tee genießen.
Ich würde es echt gut finden, wenn wir uns hier mal ab und zu im Forum treffen. Ist doch gut, sich mal mit Gleichgesinnten auszutauschen.
Ich freue mich schon jetzt darauf, wieder mal von euch zu hören.
Bis dahin, LG
Claudia


carmen on August 27th, 2009 at 1:17 pm #

Hallo Claudia,
gerne auch per Email???
was hälst du davon???


Claudia on August 27th, 2009 at 7:38 pm #

Hallo Carmen!
Können wir gerne tun. Meine Adresse: cirrgang@web.de.
Ich freue mich schon jetzt auf Post. Kann allerdings nur hoffen, daß meine Offenheit nicht mißbraucht wird, habe schon schlechte Erfahrungen gemacht.
Was soll´s …
Bis bald!
LG


Rose on August 31st, 2009 at 9:51 am #

Ein Liebes hallo an alle!

Ich nehme Paroxetin schön 6 Jahre lang, immer 30mg setze das zeug auf eigene Faust ab, der Arzt sag nur “Sie müssen es nicht absetzen”, na ja, solange ich nicht absetze komme ich ja immer wieder in die Praxis, (jedem Quartal), habe inzwischen den Eindruck das es nicht um mich geht sondern was man mit mir Verdient.
Habe am Samstag meine Letzte 10mg Dosis eingenommen, und heute bewege ich mich in meine Wohnung an die Wände entlang, so stark sind die Schwindelgefühle, raus zugehen ist komplett unmöglich, könnte allerdings nur noch schlaffen so heftig ist die Müdigkeit.
Habe aber nicht vor es wieder einzunehmen, und dann auch habe ich keine einzige Tablette mehr, war auch Absicht um nicht in versuch zu kommen mal schnell wieder einer einzunehmen.
Ich kann nur hoffen das es schnell alles verschwindet.
Wäre ich nicht auf diesem Forum gestoßen so wäre ich bestimmt heute wieder in der Arzt Praxis. Also möchte ich euch alle danke, durch euch habe ich mich entschieden hart durchzuhalten. Hoffe halt immer das der Tag bald zu ende geht und das vielleicht morgen alles anders ist, aber es ist so verdammt schwer.
Ich hoffe und wünsche das es euch alle gut geht.

Viele Grüße
Rose


Claudia on September 2nd, 2009 at 7:51 am #

Hallo Rose!
Ich kann es voll gut nachvollziehen, daß Du das Paroxetin schnellstmöglich loswerden möchtest. Und ich drücke Dir auf jeden Fall fest die Daumen, daß Du die Kraft dafür hast. Etwas habe ich ja leider die Befürchtung, daß Du e zu schnell angegangen bist. Sind einfach nur Erfahrungswerte. Von 10 mg auf 0 ist heftig. Ich bin jetzt seit ca. 3-4 Wochen “frei” und habe auch immer noch diverse Absetzsymptome (Stromschläge, Unruhe und Angst vor der Angst). Aber es wird kontinuierlich besser. Mir haben die Gespräche mit meiner Verhaltenstherapeutin sehr gut geholfen.
Sorry, ich wollte Dich nicht beunruhigen, nur estärken durchzuhalten. Es kommen wieder bessere Zeiten, es braucht halt nur sehr viel Geduld und Durchhaltevermögen.
Ich wünsche Dir das allerbeste und ganz viel Kraft.
Gruß, Claudia


Rose on September 3rd, 2009 at 9:34 am #

Hallo Claudia!
Danke, danke für deine Antwort an mich. Das ich es heftig angegangen bin da hast du recht, ist mir auch bewusst. Die schrecklichen Alpträume sind vorbei, waren nur den ersten zwei tage da, die angst, oder angst davor hatte ich nicht, das habe ich bei eine 2 Jährige Therapie gelernt zu Kontrollieren und lasse sie nicht mehr an mich heran, sie hat es probiert sich bemerkbar zu machen ich war aber stärker. Gestern der 4 Tag ohne PA konnte ich schon den ganzen Nachmittag arbeiten (bin selbstständig, zum Glück). Mein Problem ist grundsätzlich Schwindel, und seltsamerweise sind die Vormittage Schlimm, am Nachmittag legt es sich wieder und tretet nur hin und wieder auf. Heute 5 Tage ohne, mal sehen wie der Tag so läuft.
Ich wünsche dir auch noch ganz viel kraft, und drücken wir die Daumen das wir es bald Geschafft haben.
Lieber Gruß, Rose


Annett on September 4th, 2009 at 7:11 am #

Hallo an alle,
verfolge schon seit einiger Zeit eure Post. Auch ich bin ein Paroxetin-”Opfer”. Naja, Opfer ist vielleicht nicht der richtige Ausdruck, denn es war damals wirklich das Einzige, was mir wirklich half. Vielleicht ein paar Worte zu meiner “Krankengeschichte”. Meine erste Panikatacke hatte ich ungefähr vor 5 Jahren, aus heiterem Himmel. Darauf folgte natürlich das volle Programm. 9 Wochen Psycho-krankenhaus, 2x 6 Wochen Reha, fast 4 Jahre Psychotherapie und natürlich harte Arbeit meinerseits. Mit Medikamenten war ich allerdings während der ganzen Zeit sehr vorsichtig, hatte Angst vor Nebenwirkungen und Abhängigkeit. Habe die meiste Zeit, jedenfalls am Anfang alles ohne Medis durchgestanden bis es dann einfach nicht mehr ging. Hab verschiedene Sachen ausprobiert und bin bei Paroxetin gelandet. Ich muss allerdings heute noch immer wieder sagen, es war das beste, was mir eigentlich passieren konnte, ich war wieder da. Meine Anfangsdosis nach dem Einschleichen war 40mg-2 Jahre. Dann folgte der erste Absetzungsversuch-natürlich fehlgeschlagen!!! Ich nahm es wieder, aber nur 20mg-wieder 2 Jahre. Im April diesen Jahres versuchte ich es noch einmal, denn ich fühlte mich relativ stabil, ging wieder Arbeiten konnte eigentlich wieder alles tun.Allerdings mit 25 kg mehr auf der Waage. Ich nahm mitte Juni mein letztes Paroxetin. So, ich bin jetzt ungefähr 11 Wochen ohne, und ich glaube die letze Woche war die schlimmste. Ich komme mir vor, wie ein Pulverfass, das gleich in die Luft geht. In meinem Kopf ist ein heilloses durcheinander und ich bin mir im Moment überhaupt nicht mehr sicher, ob das nach so vielen Wochen ohne noch absetzungssymptome sein können. Naja, ich hatte schon wesentlich bessere Zeiten, aber ich glaube durchhalten ist angesagt- das sind wir ja gewöhnt.
Also dann, viel liebe Grüsse an alle und ich meld mich bald wieder, annett


Tommy on September 4th, 2009 at 5:34 pm #

Hallo Freunde,
ich bin so froh, dieses Forum gefunden zu haben. Habe das Paroxetin vor 4 Tagen abgesetzt und seit gestern denke ich, ich verecke. Explosionen im Kopf, Schwindel, Übelkeit, Gefühlsschwankungen, Angstzustände, Verwirrung. War gerade beim Arzt. Der meinte nur, Paroxetin mache nicht abhängig. Es sei wie bei einem Zuckerkranken. Der sei auch nicht süchtig nach Insulin, sondern brauche das aufgrund der Krankheit. Genauso brauchte ich in meiner Verfassung diese Tabletten… BlaBlaBla Sülz… Also muss ich die Scheiße (pardon) ab morgen wieder schlucken und eine Theraphie machen. Mir geht es derart gegen den Strich, dass der Arzt sich weigert, die Schwere des Entzuges zuzugeben. Ganz im Gegenteil: Er erwähnte, dass man sogar über eine Erhöhung der Dosis nachdenken könnte. Ich nehme “nur” 20mg pro Tag und dachte, dass sei nicht viel und völlig harmlos. Nachdem ich aber die Berichte anderer Betroffener gelesen habe, die die gleiche Dosis nehmen, ist mir klar geworden, dass das schon reicht, um sich körperlich und seelisch fix und fertig zu machen.
Danke für euer Zuhören (-lesen).
Liebe Grüße,
Tommy


Tommy on September 4th, 2009 at 5:35 pm #

Hallo Freunde,
ich bin so froh, dieses Forum gefunden zu haben. Habe das Paroxetin vor 4 Tagen abgesetzt und seit gestern denke ich, ich verecke. Explosionen im Kopf, Schwindel, Übelkeit, Gefühlsschwankungen, Angstzustände, Verwirrung. War gerade beim Arzt. Der meinte nur, Paroxetin mache nicht abhängig. Es sei wie bei einem Zuckerkranken. Der sei auch nicht süchtig nach Insulin, sondern brauche das aufgrund der Krankheit. Genauso brauchte ich in meiner Verfassung diese Tabletten… BlaBlaBla Sülz… Also muss ich die Scheiße (pardon) ab morgen wieder schlucken und eine Theraphie machen. Mir geht es derart gegen den Strich, dass der Arzt sich weigert, die Schwere des Entzuges zuzugeben. Ganz im Gegenteil: Er erwähnte, dass man sogar über eine Erhöhung der Dosis nachdenken könne. Ich nahm “nur” 20mg pro Tag und dachte, dass sei nicht viel und völlig harmlos. Nachdem ich aber die Berichte anderer Betroffener gelesen habe, die die gleiche Dosis nehmen, ist mir klar geworden, dass das schon reicht, um sich körperlich und seelisch fix und fertig zu machen.
Danke für euer Zuhören (-lesen).
Liebe Grüße,
Tommy


Claudia on September 5th, 2009 at 4:02 pm #

Hallo Tommy!
Ich habe auch vom Arzt zu hören bekommen, Paroxetin macht nicht abhängig. Ich denke, in dieser Beziehung wissen wir es besser. Was soll´s, Ärzte halt. Aber halt durch, es ist zu schaffen. Meine Meinung: nimm die Tabletten ruhig noch ein bißchen weiter und mach die Therapie. Mir ging es auch nicht gut mit dem Gedanken eine Therapie machen zu müssen. Heute, 1 1/2 Jahre später, möchte ich die nicht mehr missen. Und mit Hilfe der Therapeutin habe ich es geschafft, die Tabletten nach und nach loszuwerden. Bin jetzt etwa 4 Wochen “frei”. War eine hammerharte Zeit aber nun geht es mir Stück für Stück besser.Schaffe es sogar die Stromschläge (meine Absetzsymptome) zu ignorieren, früher hätte ich gleich wieder Unruhe usw. bekommen. Also hat durch, zusammen schaffen wir das alle.
Und wenn Du das Bedürfnis hast, schreib einfach alles nieder, kann auch helfen.
Viel Kraft und Durchhaltevermögen wünscht Dir Claudia


Paris on September 5th, 2009 at 5:05 pm #

Habe vor 5 tagen paroxetin (7 Jahre und das rauchen (15 Jahre)drangegeben.
Problem: mir ist total schwindelig.. als ob ich benebelt durch die weltgeschichte reise.. ich dachte, dass wäre der entzug vom rauchen… aber ich denke eher das paroxetin… brauche irgendwie hilfe..


Anja on September 5th, 2009 at 6:53 pm #

hallo alle zusammen,

ich nehme nun seit über 4 jahren paroxat und seit über 5 wochen bin ich am ausschleichen. ich hatte täglich 20 mg und gehe woche für woche 2,5mg runter, anfangs war es ganz ok, doch seit montag bin ich bei 7,5mg und das macht sich sehr bemerkbar.. schwindel, stromschläge wenn ich die augen oder überhaupt den kopf bewege. gefühl von watte im kopf. ich habe das gefühl das ich keine korrekte optik habe. immer wenn ich mich mal kurz unterhalte, kann ich mich nicht konzentrieren weil meine augen sich so komisch anfühlen, so fehlgesteuert.. meine ganzer kopf spinnt seit gestern extrem rum… habe auch kopfweh, heute mittag arge übelkeit… es ist sehr sehr belastend für mich muss ich sagen.. habe vor montag angst, da geh ich auf 5mg runter aber ich will dieses TEUFELSZEUG PAROXAT endlich loswerden… ich habe es damals bekomme, weil ich immer einen schwindel hatte und meine ärztin meinte, das ich die paroxat nehmen soll, da der schwindel bestimmt psychisch bedingt ist.. KLAR… der schwindel ging nieeeeeeeeeeee weg… also mach ich jetzt alles umsonst durch…. ich habe immer angst, das die symtome doch was anderes sind als ausschleichsymtome…weil es soviele symtome auf einmal sind. ich habe richtig angst, auch angst vor morgen, ob es schlimmer ist, gleich oder vielleicht etwas besser, was toll wäre… meint ihr das ist normal??? heute mittag habe ich meinen sohn angeschaut, dann hat der blick etwas gewackelt, komisch zu erklären aber irgendwie habe ich seitdem absetzen problem mit den augen…. beruhigt mich mal :-)

ganz liebe grüße
anja


Annett on September 5th, 2009 at 7:35 pm #

Hallo Anja,
ich glaube schon, dass es bei dir Ausschleichsymptome sind, auch wenn es so viel auf einmal sind. Bei manchen ist es halt so grass. Ich glaube es kommt auch darauf an, wie lange und wieviel man von diesem Zeug geschluckt hat. Bei mir war es am Anfang auch grass. Hatte aber zum Beispiel nicht diese “Stromschläge”, aber Kopfschmerzen (Watte im Kopf), Schwindel, wahnsinnige Alpträume und Herzasen und wie du auch schreibst,dieses sich nicht konzentrieren können. Mir war zum Bsp. auch nicht so extrem übel. Glaube mir, die extremen körperlichen symptome gehen mit der Zeit vorbei. Mir geht es zwar im Moment auch nicht so prickelnd, aber es ist jetzt mehr die Gedankenwelt, die in meinem Kopf verrückt spielt. Bin jetzt schon ein paar wochen ohne, aber ich denke, noch lange nicht über den Berg.
Achso, ich hoffe du hast deinen Schwindel untersuchen lassen und es ist nichts organisches. Wäre wichtig.

Bis bald Annett


Anja on September 5th, 2009 at 11:48 pm #

Hallo Annett,

danke für deine antwort. als das mit dem schwindel anfing wurde ich durchgecheckt und organisch war damals alles okay…
also heute geht es mir echt SCHEISSE. echt heftig mit übelkeit und schwindel, am liebsten wäre ich heute nur auf der couch gelegen aber das geht nicht wenn man 2 kleine kinder hat. habe vorhin nochmal eine 0,5er tavor genommen und hoffe das es bald wirkt.. auf einen schlag, schüttelfrost gehabt, total schwach, heftig übel, schwindel,übelkeit im magen und aber auch im kopf.. sehr ekelhaft das gefühl, echt.. jetzt geht es etwas.. aber ich habe echt angst das ich es nicht schaffe mit dem absetzen aber ich muss und vor allem will die dinger los werden… ich habe halt angst, das es tagtäglich schlimmer wird und viele schreiben, das sie bei 0 mg sind und 5 wochen später geht es ihnen wieder scheiße, bekommen wieder ausschleichsymtome.. darauf habe ich keinen bock und keinen nerv.. ich arbeite seit ende juni wieder, ich will nicht krank machen müssen… ich will einfach nur wieder die alte sein…..hoffe nur, das nicht noch mehr nebenwirkungen kommen, das würde ich dann nicht schaffen.
wieso denkst du das du noch lange nicht übern berg bist??? nimmst du noch irgendwas anderes??? johanniskraut?? oder ähnliches um dein serotonin aufzufüllen… geht es dir während der periode schlechter?? zumindest mir geht es eine woche vor der periode nicht wirklich gut.. danach wieder besser,… aber ich habe gehört, das eine woche vor der periode der serotoninspiegel abfällt und am tag der periode ganz heftig… und danach wird es halt wieder besser.. und in der zeit bin ich grad.. toll oder?“

liebe grüße
kann nicht schlafen wegen vollmond..
anja


Annett on September 6th, 2009 at 10:00 am #

Hallo Anja,

will mich nur kurz melden, denn ich hab grad nicht viel Zeit. Ich hoffe du hast die Nacht gut überstanden und ich wette, dir geht es etwas besser. Ich wünsch es dir sehr. Noch schnell zu deiner Frage, ob ich noch etwas anderes nehme ! Ich nehme seit dem Entzug Phosetamin, ist ein Magnesium-Kalium-Calcium Präparat und zur Muskel- und Nervenentspannung gedacht und noch Zincum valerianicum zur Beruhigung. Es sind alle homöopathische Mittel vom Heilpraktiker. Muss jetzt Schluss machen. Meld mich heute noch mal.
Bis bald Annett


Claudia on September 6th, 2009 at 1:32 pm #

Hallo Anja!
Ich kann auch Dir sehr gut nachempfinden. Nur hatte ich Gott sei Dank nicht so starke Absetzsymptome. Nehme nun Paroxetin seit etwa 4 Wochen nicht mehr und es wird von Tag zu Tag besser. Vor 2 Wochen war es noch einmal so, daß ich froh war, wenn der Tag zu Ende ging. Da half nur ablenken,z.B. spazieren gehen, Sport. Auch in der “Regelphase” hatte ich bisher verstärkt meine Probleme. Bleibt nun abzuwarten, stehe kurz davor, bis jetzt ohne Probleme.
Nur mein Rat immer wieder, laß Dir genug Zeit mit dem Absetzen. Hab ne zeitlang sogar nur 5 mg 2mal die Woche genommen und als ich dann ganz abgesetzt hab, war die Reaktion schlimmer als ich dachte. Hab auch heute noch sone Art Stromschläge und versuche diese aber zu ignorieren. Da ich das in der Therapie gelernt habe, gelingt es mir auch recht gut.
Was ich nur sagen will, bleib stark und halte durch, es kommen wieder bessere Zeiten. Es ist alles normal und auch Du bist normal. Auch wenn Annett recht hat, wir sind noch lange nicht über den Berg. Es wird mit Sicherheit noch die eine oder andere Situation geben bei der wir beweisen müssen/können, daß wir stark sind.
Auch Dir wünsche ich weiterhin noch ganz viel Kraft und Durchhaltevermögen.
Viele Grüße,
Claudia


Annett on September 6th, 2009 at 6:31 pm #

Hallo alle zusammen,
wollt mich ja noch mal melden. Wie gehts dir Anja???
Ja, warum denke ich, dass ich noch lange nicht über den Berg bin. Ich habe einfach Angst, das wieder alles von vorn los geht. Ich habe tausend Fragen und im Moment keine Antworten. Brauche ich das “Zeug” doch oder schaffe ich es wirklich ohne ????
Mir ging es mit Paroxetin gut, jetzt Scheisse. Aber nein, nein, nein…ich brauch es nicht. Ich möchte wieder ich selbst sein, selber über mich bestimmen und das funktioniert halt nur ohne Medis. Ich werde durchhalten, dieses mal schaffe ich es !!! Aber es ist so verdammt schwer, jeden Tag aufs neue kämpfen aber ich denke mir, es wird sich lohnen oder was sagt ihr ????
Bis bald Annett


Claudia on September 7th, 2009 at 6:32 pm #

Hallo Annett!
Ich denke das mit der Angst, daß alles wieder von vorne losgeht, ist normal. Dafür haben wir ja auch genug durchgemacht, oder? Aber wir brauchen das “Zeug” nicht. Es ist wie mit einem Gipsbein, irgendwann muß man wieder auf eigenen Beinen stehen. Und wir schaffen das!!! Du schaffst das!!! Sicher ist es schwer jeden Tag auf´s neue zu kämpfen aber es wird sich lohnen, wirst sehen.
HALTE DURCH!!!
Viele Grüße, Claudia


Anja on September 8th, 2009 at 7:37 pm #

hall claudia und annett,

es tut sooooooo gut von euch sowas zu hören. ich kann nicht mehr. am sonntag ging es mir dann richtig schlecht, nur geweint, aggressiv, alles hat mich genervt, wenn mir jemand tipps geben wollte oder die kinder nach etwas gefragt haben, bin ich ausgeflippt, ich habe geschrien und hatte das gefühl ich flippe aus… ich glaubt nicht wie mir das weh tut. ich will nicht mit meinen kindern schreien und das macht mich am meisten fertig.. mein arzt meinte, ich soll von 7,5 mg auf 10mg bis sich mein körper beruhigt hat und dann langsam wieder runter. das habe ich gemacht.. jetzt sitze ich grad da und weine nur noch, weil ich mich nicht erkenne. ich glaub, ich bin eigentlich der fröhlichste und lustigste mensch auf erden und momentan bin ich einfach nur scheiße, scheiße zu den menschen, die mich lieben und mir helfen wollen und das schmerzt.. wie kann ich nur??? dieses scheiß zeug… heute beim arbeiten war auch die hölle.. ohne ende schwindelattacken, stromschläge besser, habe ich nur beim aufstehen extrem.. aber alles andere scheiße… am liebsten würde ich wieder 20mg nehmen aber da steh ich wieder vor meinem problem: PAROXAT… ohne beruhigungsmittel und abend 2-3 bierchen geht nichts…
oh mann, ich will wieder die alte anja sein.. das tat so gut zu lesen was du geschrieben hast claudia…. danke… ward/seid ihr arbeiten währenddem absetzen??? ich bin morgens 5 std. arbeiten danach direkt die kids holen und hier zuhause sieht es aus wie sau. ich bin einfach überfordert, in allem, ich kriege nichts mehr hin aber ich will es…. einfach ein teufelskreis..

ich grüße und danke euch claudia und annett…

viele grüße

anja


Claudia on September 9th, 2009 at 9:43 am #

Hallo Anja!
Bin zwar auf dem Sprung aber ich muß Dir einfach nochmal schnell schreiben. Ich hatte das anfangs auch:egal was mein Mann und meine Jungs gemacht haben, ich bin regemäßig (eigentlich fast immer) ausgeflippt). Das hat mich auch fertig gemacht. Sogar mein jüngster (11 Jahre) hat dann zu meinem Mann gesagt: “Kann Mama nicht einfach wieder die Tabletten nehmen?” Krass, oder? Es war alles sehr heftig.
Ja, ich bin auch während der Zeit arbeiten gewesen (ich fahre einen Schüler-Taxi). Das hat mich auch manchmal bis an meine Grenzen gefordert.
Mal eine Frage: hast Du schonmal über eine Verhaltenstherapie nachgedacht? Sie hat mir super geholfen. War zwar manchmal auch schwerstarbeit aber im Entdefekt war es super. Hab jetzt noch 5 Sitzungen und danach muß ich alleine klar kommen. Und das wird auch klappen. Ansonstebn wäre es meiner Ärztin lieb gewesen, wenn ich eine psychosomatische Kur gemacht hätte, hab ich aber vehement abgelehnt und weitergekämpft. Was anderes hätten die mit mir auch nicht machen können als mir aufzuzeigen wie ich mit dem ganzen Mist umgehen kann. Und das hab ich jetzt begriffen. Fällt manchmal schwer es umzusetzen aber wenn man nach Wochen einen Gips abbekommt kann man ja auch teilweise nicht sofort wieder laufen wie vorher. Es braucht alles seine Zeit. Und wenn Du einen so liebevollen Mann hast wie ich (ohne den hätte ich es nicht geschafft), dann versuch doch mal mit ihm zu reden um legst ihm Deine Gedanken mal dar. Er kann es zumindest versuchen zu verstehen. Oder schreib Deine Gedanken einfach in einem Art Tagebuch nieder, kann auch helfen. Hab ich alles gemacht und es tat gut.
Liebe Anja, ich wünsche Dir weiterhin viieel Kraft, kämpfe für Dich und Deine Familie, es lohnt sich!!!
Viele Grüße, Claudia


Anja on September 9th, 2009 at 1:08 pm #

hallo claudia,

danke.. ich habe eigentlich einen tollen mann und ich sag ihm alles was bei mir so passiert… und es tut auch gut aber mein vater versteht mich noch viel viel besser aber der ist seit ein paar wochen nicht da, kommt (gott sei dank) nächste woche wieder dann sind meine eltern wieder da. wenn es ganz arg ist und ich nicht mehr weiß wo oben und unten ist, lass ich die kinder bei meinem mann, fahre zu meinen eltern und weine dort, das die kinder nicht immer alles mitbekommen. die sind ja erst 6 und 4… und das tut mir dann auch etwas gut.. na ja, ich hätte eigentlich nichts gegen eine verhaltenstherapie aber bis ich da einen platz bekomme habe ich die tabletten bestimmt schon auf 0mg.. dauert doch immer monate… alles halt nicht so einfach… heute morgen bin ich extra früh arbeiten gegangen das ich früh wieder zuhause bin.. ja um kurz nach halb sechs war ich arbeiten und um zwölf daheim, ganzen tag natürlich hundemüde, weil ich um kurz nach fünf aufgestanden bin und habe eben die kinder vom kiga abgeholt und einen so heftigen schwindel gehabt, unwohl fühlen, sich irgendwie fremd fühlen, alles so unwirklich, das kenne ich, das hatte ich vor vielen wochen aber ich möchte es nicht wieder haben… jetzt sitze ich mit den kinder auf der couch und schaue fern.. ich will wieder die alte sein.. könnte grad wieder nur heulen.. hoffe, das ich endlich meine periode bekomme, das zumindest das problem weg ist, weil da ja der serotoninspiegel sinkt auch negativ für körper und psyche…
danke claudia.. ich werde kämpfen…

liebe grüße
anja

übrigens, wie geht es dir so???


Claudia on September 10th, 2009 at 10:02 am #

Hallo Anja!
Danke der Nachfrage: mir geht es soweit gut, manchmal eben auch noch Schwindel und leichte Stromstöße aber das versuche ich zu ignorieren und mich abzulenken.
Stimmt mit der Therapie, es dauert leider manchmal Monate mit einem Platz. Aber auch wenn Du schon auf 0 mg sein solltest, könnte es nicht trotzdem gut tun? Bin auch gerade in der Wartezeit auf die Periode, da geht es mir meistens etwas schlechter. Aber auch Zeit geht wieder vorbei. GOTT SEI DANK!
Also kämpfen wir gemeinsam weiter und lassen und nicht unterkriegen.
Vielleicht bis bald mal wieder und bis dahin alles Gute!
Liebe Grüße,Claudia


anja on September 10th, 2009 at 10:41 pm #

hallo claudia,

weißt du was, ich bin grad richtig besoffen aber RICHTIG.. und es geht mir sau gut.. weil mir ging es heute den ganzen lieben langen tag lang scheiße. schwindel ohne ende.. panik,etc… termin beim neurologen ende oktober darauf freue ich mich schon. mein bruder und ich haben einach so ein paar bierchen getrunken weil wir morgen frei haben und jetzt sitz ich da und bin mega voll. aber jetzt langt es… cool… weil ich voll bin, das erste mal ohne unwohl sein.. aber morgen geht es mir bestimmt scheisse.. scheiss drauf..

danke und liebe grüße

anja


Anja on September 11th, 2009 at 12:20 pm #

hallo,

bin wieder nüchtern und muss sagen, dass es mir bis jetzt recht gut geht… gestern ging es mir überhaupt nicht gut. heute morgen hatte ich natürlich einen dicken kopf aber psychisch war alles okay..hatte sogar einen stressigen morgen aber ich halt mich stark.. vielleicht gewöhnt sich mein körper grad an die 10mg täglich… so nach und nach, wäre cool.. dann zieh ich das mal noch 2 wochen so durch und dann erst wieder auf 7,5mg und die behalte ich dann auch erst mal 2-3 wochen.. ich denke so ist es einfach für kopf und seele..

ich wünsche euch einen schönen tag/wochenende und hoffe das es euch beiden (claudia und annett) gut geht…

anja


anja on September 11th, 2009 at 6:33 pm #

hallo zusammen,

man darf den tag nicht vor dem abend loben.. MIR GEHT ES SCHEISSE… ech toll.. ich bin sowas von gereizt, übelkeit, ich vertrage keinen lärm, schwindelattacken beim einkaufen, nasse füsse, gefühl das ich sofort umkippe oder nicht mehr ich selbst bin oder gleich ausflippe… unwohl, phsychisch widermal kacke… unwohl, fremd fühlen, leer… das krasse gegenteil von gestern abend im vollrausch.. da ging es mir wie früher, das erste mal seit monaten oder jahren, das ich mich richtig wohl gefühlt habe und keine symtome verspührte.. ist das bei euch auch so das ständig was neues dazu kommt und man nicht weiß ob es damit was zu tun hat oder nicht…?? ich würde glaube ich gar nicht merken wenn ich jetzt krank wäre.. ob es krank wäre oder symtome vom absetzen… bin immer noch bei 10 mg würde morgen am liebsten wieder auf 12,5 aufstocken aber dann würde ich mir wohl ein eigentor schießen und gar nicht mehr von paroxat weg kommen und ich will davon weg.. SCHNELL… mein bruder hat grad das richtige gesagt, da mußt du alleine durch, da kann dir niemand helfen, außer familie, freunde und bekannte mit gut zureden aber die symtome kann dir keiner nehmen..
ich hoffe ich schaffe es irgendwann… manchmal glaubt man nicht mehr daran… weil es einfach zu krass ist…

liebe grüße

anja


Sanny on September 11th, 2009 at 7:59 pm #

Hallo Anja, hallo an alle…
Mir geht es ganz genauso Anja…!Manchmal weiß ich nicht weiter und überlege, diese Scheiße einfach von heute auf morgen wegzulassen, denn es kann ja beinahe nicht mehr schlechter bzw schlimmer werden.
Alle hier, aber wirklich alle-haben große, große Probleme mit diesen tabletten. Das kann doch nicht wahr sein.
Man müßte eigentlich Gemeinschaftsklage vor Gericht erheben, denn ich persönlich bin ÜBERHAUPT nicht über diese tabletten aufgeklärt worden. Nicht mehr ich bestimme mein Leben, sondern Paroxat.
Mehr fällt mir gerade nicht ein, ich bin sprachlos und könnte nur noch weinen. Mit welchem Recht hat man uns das Zeugs gegeben. Ich fühle mich wie ein Versuchskaninchen. Ich glaube wir alle sind Versuchskaninchen, denn ich habe sogar an einer Studie teilgenommen, ich wurde darum gebeten, weil ich in dieser Zeit schwanger wurde, und der Mist nicht abzusetzen ging. Das pharmakologische Institut wollte dann wissen, ob mein Kind Mißbildungen, Herzfehler etc. hat. Ich danke Gott dafür, das mein Mädchen gesund ist. Ich verspüre Hass für die Ärztin die mir dies sowie allen anderen patienten auf der “depressionen”Station verschrieben hat.
Lieben Gruß an alle


Claudia on September 11th, 2009 at 8:03 pm #

Hey Anja!
Hört sich ja wieder nicht so gut an bei Dir. Bei mir ist es nicht so, daß immer wieder was neues dazu kommt. Ich habe das Paroxetin immer dann reduziert wenn ich mich absolut stark genug dafür gefühlt habe. Zeit spielt da keine Rolle, solange es einem einigermaßen gut geht.
Einen kleinen Rat noch: sei bloß vorsichtig mit dem Alkohol zusammen mit den Tabletten. Ich hatte im Januar dadurch einen absoluten Blackout und habe mir eine 4cm-Platzwunde am Hinterkopf zugezogen. An die Fahrt ins Krankenhaus und die ganze Untersúchung usw. kann ich mich nicht mehr erinnern.
Viele Grüße, Claudia


Anja on September 12th, 2009 at 7:39 am #

hallo sanny und claudia,

ich war die komplette letzt woche auf 7,5 mg. und letzte woche montag bin ich wieder auf 10mg hoch, weil es nicht mehr ging,jetzt muß sich wohl der körper erst mal auf diese dosis einstellen und wenn ich mich wieder stärker fühle gehe ich wieder auf 7,5 mg. aber ich glaube das geht noch ca. 6 monate. ich möchte nicht mehr diesen zustand den ich grad durchmache.. wenn ich ein paar stromschläge im kopf habe und leichten schwindel ist das pipifax aber diese unverträglichkeit, diese agression, wenn es mal lauter wird, der horror. und diese übelkeit die als mal kommt ist so scheiße.. ach ja…
sanny, wie lange nimmst du paroxat und wieviel und seit wann reduzierst du??? in der schwangerschaft?? ach du schande.. schweinerrei echt.. sowas unverschämtes… ich würde die auch gerne verklagen aber da hat man wohl keine chance…
claudia,
ich trinke ja kein halben kasten bier.. wenn ich was trinke dann nur bier, alles andere schmeckt mir nicht :-) und immer im rahmen…..
ich werde jetzt einfach langsam machen mit dem reduzieren.. und hoffe das ich mich bald auf die 10mg einspiele, das alles mal erträglicher wird.. nehmt ihr alle beruhigungstabletten nebenher oder ähnliches?? ich nehme tavor immer eine 0,5 mg morgens mittags abends.. sonst würde ich ja voll abdrehen..

ich wünsche euch allen eine schönes wochenende ohne symtome, viel gesundheit, erfolg und stark bleiben, wir müssen ganz einfach kämpfen.. und wir werden es schaffen..hoffe ich doch :-P

anja


Anja on September 16th, 2009 at 5:39 am #

hallo zusammen,

keiner mehr im forum??
wie geht es euch annett, claudia und sanny?? wäre schön mal wieder von euch zu hören..
lg anja


Sanny on September 17th, 2009 at 7:21 pm #

An ANJA…, liebe Anja-ich versuche seit ca.4 Monaten zu reduzieren. Nehmen tue ich das Zeug seit fast 2 Jahren. Habe wie gesagt 20kg zugenommen, dadurch unzufrieden mit mir selbst. Aber das schlimmste sind die Agressionen,meine Wutanfälle, ein falsches Wort-ich platze. Oder mir paßt etwas nicht in den Kram, hat jeder zu leiden der grad bei mir ist.(außer meine Tochter, die gibt mir Kraft).Ja, die Wutausbrüche sind schlimm, ich erkenn mich nicht wieder.Und was noch schlimm dabei ist,es ist mein Geheimnis, nur mein Mann ,Mutter und Oma wissen dies. Manchmal hab ich mich einfach nicht im Griff.Ziemlich oft sogar. Was ich auch als echt schlimm empfinde ist der Schwindel und mir zittern immer so die Beine.Als hätte ich 2 Stunden Sport gemacht. Kennt das jemand?Und manchmal lauf ich irgendwo vor, weil ich nen Drall krieg. Und ich fühl mich völlig unsicher auf den Beinen wenn ich unterwegs bin.Auf Dauer kann ich so echt nicht leben. Ich hatte es in den 4 Monaten immer eilig mit dem reduzieren. Nie hat es geklappt, jetzt lasse ich mir ganz viel zeit, und setze mich nicht unter Druck.ich bin von 40mg auf 25mg(seit ca. 1 Monat).Nun “muss”ich auch noch morgen mit meinen Mann und Kind nach Spanien in den Urlaub. Ich habe gefleht das er und seine Familie alleine fliegt, aber nichts zu machen, ich muss mit. glaubst gar nicht was es im vorraus für Stress gab.Ach im Moment fühle ich mich wie ein Wrack. Nach dem Urlaub nehme ich dann 20mg.Und die Schläge im Kopf find ich widerlich,ich denke ich falle um.Ach im Moment ist alles so besch…eiden.
Lasst uns gegenseitigen Halt geben, zusammen schafft man vieles einfacher. Lassen wir den Kopf nicht hängen, Anja. Liebe Grüße auch an Annett,Sabs,Claudia, sowie alle anderen.(bin weg vom 18.9.-2.10.,also nicht wundern wenn ich nicht gleich antworte.)


Sanny on September 17th, 2009 at 7:22 pm #

Wenn das weiter so geht, könnte meine Ehe noch daran zerbrechen.


Ralf on September 30th, 2009 at 4:14 pm #

Hi,

ich bin auf diese Seite hier gestoßen und finde mich in einigen Beiträgen wieder.
Ich habe da mal eine Frage an alle die Paroxetin absetzten wollen:
Habt Ihr alle eine mehrjährige Psychotherapie oder -analyse erfolgreich abgeschlossen? Wenn man diese Tabletten nimmt und es geht einem besser, geht es einem ohne nicht immer noch gut. Die psychische Grunderkrankung ist ja immernoch da.

Liebe Grüsse
Ralf


Claudia on September 30th, 2009 at 5:51 pm #

Hallo Ralf!
Ich habe nun meine fast 2jährige Psychotherapie (Verhaltenstherapie) abgeschlossen und ich muß sagen, ohne sie hätte ich es nicht bis hierher geschafft. Ich bin nun seit Anfang August auf 0mg und es geht mir recht gut dabei. Klar gibt es auch nicht so gute Tage aber wer hat die
nicht?
Ich wünsche Dir viel Kraft und Durchhaltevermögen!
Viele Grüße, Claudia


Maria on October 5th, 2009 at 11:33 pm #

Hallo an alle!

es ist wohltuend, wenn man mitbekommt, dass man nicht die einzige Person ist, die solche Qualen durchstehen muss. auch wenn man sich, während eines akuten schubes von absetzsymptomen, nicht vorstellen kann, dass noch wer anderer vom gefühl:eingesperrt zu sein in einem kranken hirn, geplagt wird. ich hatte 20mg paroxetin über 4 jahre. von januar 2009 bis mai 09 war ich auf 10mg- ohne probleme. seitdem ich nun 6mg nehme habe ich das gefühl komplett durchzudrehen. ich habe weniger physische symptome; von diesen berühmten schlägen im hirn hatte ich nur einen. das fatale ist, dass sich bei mir die absetzsymptome allein auf meine psyche schlagen. ich habe ständig das gefühl den verstand zu verlieren. wahrnehmungsstörungen, wie sie hier schon einmal erwähnt wurden, tragen ihr nötigstes dazu bei.letztens hatte ich das gefühl alles in zeitlupe wahrzunehmen und auch sonst scheinen mir beobachtete dinge und menschen, gerade wenn sich diese in bewegung befinden, irreal. hinzu kommen gedanken, in denen ich meine alles gegebene, ja sogar meine existenz, anzweifele. spassig wird es dann, wenn sich zusätzlich noch eine unausstehliche aggression in mir breitmacht, ausgehend von der unteren bauchregion.
an alle die es schaffen auf 0mg zu reduzieren: Hut ab! ich bin jeden tag, jede stunde in versuchung das verfluchte teil einfach wieder mit einem schluck wasser runterzuspühlen. und doch bin ich jetzt hier, habs nach wochen immer noch nicht gemacht. aus dem einen grund: ich kann und will mir vorallem nicht vorstellen, dass ich ohne medis nicht sein kann. liebe grüße an alle!
Maria


Franky on October 6th, 2009 at 8:45 am #

Hallo zusammen,

ich möchte mich auch nochmals melden.
Seit dem 16.06 bin ich ja jetzt „clean“.
Die körperlichen Absetzsymptome waren bei mir so nach vier Wochen mehr oder weniger durch (natürlich auch in dieser Zeit sukzessiv weniger werdend).
Die psychischen Symptome brauch(t)en länger…. Noch immer bin ich teilweise sehr angespannt, aggressiv, unzufrieden…..
Aber vielleicht ist das ja auch gar nicht auf das Absetzen sondern auf eine allgemeine Unzufriedenheit mit meinem Leben zurück zu führen.
Mein Tipp für alle Absetzer: Erst versuchen die bestehenden Probleme (bei der Arbeit, in der Beziehung, was die generelle Lebensausrichtung angeht,…) anzugehen und dann langsam absetzten. Natürlich ist das schwer, aber wenn ihr das Zeug nicht mehr nehmt prallen plötzlich alle Probleme/Unzufriedenheiten mit 10facher Gewalt auf euch ein… da wird nichts mehr gedämpft (war bei mir auf jeden Fall so)….

Ich hatte während meiner Paroxetinzeit auch noch eine Alkoholabhängigkeit entwickelt (ich bin auch fest davon überzeugt, dass sich die Abhängigkeiten gegenseitig bedingt haben). Der Entzug war hart aber auch nicht schlimmer als bei Paroxetin. Hier nur noch ein Warnung: Seid vorsichtig mit Alkohol wenn ihr Paroxetin nehmt!!!

So, das wars erst mal wieder von meiner Seite!

Drück euch allen ganz fest die Daumen!!

Franky


Sanny on October 10th, 2009 at 9:54 pm #

Hallihallo an alle, sagt mal, kennt jemand diese (Neben)wirkung v. Parox. auch, das einem die Beine total zittrig sind? Ich war übrigens so stolz das ich es in geraumer Zeit von 40 auf 20 mg geschafft hatte, aber nun der Rückschlag, ich hielt es nicht mehr aus, und bin wieder bei 25.Warum bin ich bloß nicht stark genug, das mal durchzuhalten??Mein Hausarzt meinte übrigens, die Gewichtszunahme hat mit Paroxetin zu tun, und ich solle Parox.ab morgen ganz weglassen und opipramol nehmen. ich kann das doch nicht einfach komplett weglassen, oder?!Kennt jemand opipramol? Liebe Grüße an alle hier im Forum


Jules on October 11th, 2009 at 11:57 am #

Hallo an alle Mitleidenden und Betroffenen,
auch ich nehme seit einigen Jahren diverse Paroxetinpräperate, derzeit ist es Euplix. Vor einiger Zeit habe ich oft so ein bisschen gespielt mit dem Medikament, mich also nie wirklich an ärztliche Anordnungen gehalten. Damals nahm ich (bzw. sollte ich nehmen) 20mg am Tag, sobald es mir besser ging, hab ich das Medikament auch umgehend wieder abgesetzt – was zu diesem Zeitpunkt ganz o.k. war, klar nach ca. 3 tagen traten viele der bereits o.g. Symptome auf, aber nach spätestens 10 tagen waren sie auch wieder verschwunden. Durch eine erneute Krise wurde ich dann aber auf 40mg pro Tag hochgesetzt, diese wieder rauszukriegen bereitet mir tatsächlich viele Probleme. Bin allerdings auch eher radikal, wenn ich mich entscheide, die Tabletten nicht mehr zu nehmen, lasse ich sei meist von einen Tag auf den anderen weg und nehme sie quasi nur dann, die nach etwa 3 Tagen auftauchenden Entzugserscheinungen zu unterdrücken.
Bin sehr froh, dass diese innere Aggressivität auch von anderen erlebt wird, hab mich wirklich schon sehr über mich selbst gewundert, warum ich so zynisch und “giftig” gegenüber meiner Umwelt geworden bin.
Das Traurige ist allerdings, dass die wenigsten Mediziner in diesem ganzem Thema der Absetzproblematik drinstecken, woher auch? Aus eigener Erfahrung wohl in den wenigsten Fällen und die Pharmaindustrie wird natürlich den Teufel tun, Geld in Absetzstudien zu pumpen. War diese Woche auch zu einem interessanten Vortrag zu diesem Thema, bei dem viele praktizierende Ärzte (sowohl aus eigenen Praxen aber auch in Krankenhäusern tätige) berichteten, dass sie schon oft konkretere Informationen bzgl. des Absetzens diverser Psychophamarka von den jew. Herstellern angefordert hatten, diese aber sagen, dass sie da keine großen Studien zu machen. Nun ja, so ist das Halt in der Welt des Kapitalismus!
Liebe Grüße an alle immer noch kämpfenden!


Bernd on October 12th, 2009 at 7:59 pm #

Hallo Zusammen!

Zu meiner Vorgeschichte…
Habe wie aus heiterem Himmel plötzlich eine Panikattacke bekommen, so als würde von unten gegen meine Kehle gedrückt werden, und das Schlucken erschwert…
ausserdem kam es mir während der Attacken so vor, als würde sich in der Luft kein Sauerstoff befinden, und es ist eine mentale Herausforderung sich bewusst zu machen dass man nicht gleich erstickt.

Auf jeden Fall hat mein (jetzt ehemaliger) Hausarzt Paroxetin verschrieben, ohne aber körperliche Aspekte auszuschließen…

Dann war ich bei einem besseren Arzt, der erstmal von Ösogagographie über Schädel MRT bis zu mehreren CT´s und einer Magenspiegelung meinen Körper sehr vorbildlich durchgecheckt hat…
“leider” auch ohne körperlichen Befunde…
somit habe ich mir eine neue Schachtel Paroxetin von ihm besorgt…

Ich nehme das Zeug nun seit über einen Monat, … und während der Zeit, besonders in den letzten Tagen haben sich die Symptome meiner Störung nur noch verschlimmert…

teilweise setzte meine Fähigkeit zu schlucken komplett aus, was Panik hervorruft und die Symptome durch Muskelverkrampfung nochmals verschlimmert…

Mein einziger “Helfer” ist Lorazepam (Tavor z.B.) … allerdings will ich davon nicht abhängig werden…

Habe jetzt am Freitag die erste Sitzung meiner Psychotherapie…

Aber mein Problem ist dass mich meine Störung … zu einem aber fast gleichen Teil auch das Paroxetin an einem “normalen” Leben hindert…
Ich bin 23 Jahre alt und heute hat mein Studium begonnen… aber mit dem ganzen Dreck am Hals kann ich mich kaum auf die ganzen Feiern, Feste und Hütten freuen, die nunmal Teil des studentischen Lebens sind…

Nunja… tat mal gut hier ein bisschen “Dampf” abzulassen und mit anderen Genossinen und Genossen : ) darüber zu reden…

Am liebsten würde ich das Paroxetin absetzen, da ich momentan eh keine Verbeserung (sondern eher Verschlimmerung) verspüre…

War eigentlich immer ein Mensch der gerne mit Freunden gefeiert hat, … viel Alkohol getrunken habe ich nie, aber 2 Bier beim Pokerspielen oder mal ne “süffigere” Runde in der Disko oder im Club … das fehlt mir gewaltig…
hab Momentan gar keine Lust mehr was zu unternehmen seit ich Paroxetin nehme!

So…. musste mal irgendwie, irgendwo raus…
Und dass der Text auch noch zum eigenltichen Thema passt…

Wie lange dauert es bis nach dem Absetzen von Paroxetin der letzte Rest aus dem Körper verschwunden ist?

Hochachtungsvoll vor Euch allen die ihr mit dem Teufelszeug zu kämpfen habt…Bernd


Heidi on October 18th, 2009 at 8:50 am #

Hallo zusammen. Also ich hab Seroxat / paroxetin 11 Jahre geschluckt. och, mir ging es klasse. Bis auf den Umstand dass ich 40 KG zugelegt habe. Ich brauchte nur noch Essen angucken- oder das fett gedruckte in einer Zeitung lesen.
Von heute auf Morgen will mir mein Arzt die Tabl. nicht mehr verschreiben. Auch gut, dachte ich. Dann lass ich sie eben weg.
Na vielen Dank auch. Seit 12 Wochen hab ich jetzt schrittweise reduziert. Seit einer Woche bini ch “clean”. Aber fragt mich bitte nicht, wie es mir geht.
Es ist unterschiedlich. Manche Tage geht es ganz gut, an manchen fühle ich mich wie ein Zombie. Die Aggressivität ist enorm. Ich habe sogar schon Teller an die Wand geworfen. Aber geholfen hat es nicht.
@Bernd: an deiner Stelle würde ich das Paroxetin SOFORT weglassen. Einen guten Psychologen aufsuchen. Vielleicht hilft dir ja Hopfen, baldrian oder gar Johanneskraut? Ich kann JEDEM nur empfehlen, diese DROGE wenn es geht NICHT zu nehmen.
Ich erschrecke täglich, was das Zeug aus mir gemacht hat. Und die eigenen Gefühle wieder zu entdecken kann schmerzhaft sein.
H.


jimmy on October 22nd, 2009 at 2:45 pm #

hallo ich habe seit 2 tagen paroxetin selbstständig versucht abzusetzen.
Und wollte mal fragen ob jemand die gleichen symtome hatt wie ich,bei mir ist es irgentwie kömisch als wenn bei mir teilweise ein nerv eingeklemmt ist und im ganzem körper eine kurze taupheit verbunden mit schwindel eintrit?


Sanny on October 25th, 2009 at 2:27 pm #

Hallo Jimmy,du kannst nicht einfach von heute auf morgen die Tabletten absetzen, du musst sie langsam (sehr langsam) reduzieren, denn unter diesen Umständen sind deine Reaktionen normal.Und ab dem 3 Tag werden die Absetzsymptome noch heftiger(zumindest meine Erfahrung)!!
Hallo erstmal an alle… Ich war vor genau 13 Tage beim Neurologen, um das Ausschleichen von Parox. zu besprechen.Leute, wie gerade im Moment ging es mir noch nie, niemals!Ich sollte also Paroxetin absetzen, und dafür Venlafaxin (kennt das jemand?)nehmen. Seitdem habe ich Hitzewellen, bin klitschnass in der Nacht, Stromschläge durch den kompletten Körper, absolute Lustlosigkeit, ich habe an nichts mehr Freude, schreckliche Übelkeit gegen die nichts hilft. Ich kann einfach nicht mehr.Ich sitze gerade da,und heule so schrecklich. Wozu,wofür weswegen so leiden? Ich weiß nicht, wie lange ich diesen Zustand noch ertrage.Jede Woche ein Kilo mehr auf der Waage, obwohl ich doch durch Venlafaxin abnehmen sollte.Ich kann einfach nicht mehr. Meine Familie und außenstehende meinen, ich solle mein Gewicht mal nicht auf Tabletten schieben, sondern FDH machen. Ich ess ja gar nichts weiter, da mir so schlecht ist jeden Tag. Ich habe das Gefühl, als würde mich niemand verstehen können, ich fühle mich in meiner eigenen Hölle gefangen.Ich könnt den ganzen Tag nur im bett bleiben, selbst mit den Hunden geh ich nicht mehr raus, das Kind wickelt mein Mann, alles fällt mir unendlich schwer, kleinigkeiten erfordern höchsten Kraftaufwand. So will ich nicht weiter machen. Von 64 kg auf 85.Ich schäme mich so.So doll…
Ich glaube es kann einfach niemand helfen, in letzter Zeit plagen mich schrecklche Gedanken (ihr wißt schon was ich meine), und bekomme Angst vor mir selber.Ich muss erstmal aufhören zu schreiben, muss erstmal meine Tränen unter Kontrolle bringen. Gruß an alle


Babsi on October 26th, 2009 at 7:19 pm #

Hallo zusammen,
ich wollte mich nochmal melden, um euch Mut zu machen. Ich bin durch mit dem Absetzen und es ist alles wieder gut! Nachdem ich die letzte kleine Dosis (pro Woche halbe Tablette) ganz weggelassen habe, hat es vielleicht so zwei Monate gedauert, da hatte ich noch extreme Stimmungsschwankungen, aber dann, auf einmal hab ich gemerkt: Ich bin wieder normal! Ich habs richtig gespürt. Alles ist raus. Da ist nichts mehr, was nachwirkt. Ich bin so wie ich bin. Das ist jetzt auch schon ein paar Wochen her und ich denke gar nicht mehr daran. Deshalb melde ich mich auch so spät. Ich kann nur sagen: Lasst euch zeit. Hört auf den Rhythmus den euer Körper euch vorgibt. Es geht vorbei! Wirklich! Es ist nur eine Frage der Zeit und man braucht Geduld, aber es GEHT!!!

Wenn ich jetzt das Kapitel sehe, das hinter mir liegt und das chemiefreie, in dem ich jetzt bin, muss ich trotzdem sagen, dass ich froh bin, dass ich Paroxetin hatte. Es hat mir den Schub gegeben, aus der Depression rauszukommen. Das andere war die Therapie. Natürlich hinterlässt so etwas Narben, wenn man gesehen hat, wie tief man emotional sinken kann, man ist nicht mehr so unbeschwert, aber man ist weiser. Man akzeptiert, dass sowas zum Leben dazugehört und dass es Wege gibt, da raus zu kommen. Und das, was ich dadurch gelernt habe, ,macht mich stärker für die Zukunft. Ich hoffe natürlich, dass die Pharmazie weiterforscht und etwas findet, damit es mit dem Absetzen nicht so schwierig ist. Es war schon anstrengend, aber vieles im Leben ist anstrengend. Das müsst ihr akzeptieren!
Alles Gute!!


Babsi on October 26th, 2009 at 7:31 pm #

Hier nochwas für euch, das hat mir immer geholfen. Kopfhörer auf und aufdrehen!
http://www.youtube.com/watch?v=Hz_oV2X7Nfo


Babsi on October 26th, 2009 at 7:32 pm #

Oh, das war das Falsche!
Ich meinte das hier:
http://www.youtube.com/watch?v=I3z-gqLGIKU


Tom on October 31st, 2009 at 6:16 pm #

hallo an alle!
ich nehme paroxat seit ziemlich genau 3 jahren. als erstes sei erwähnt, hätte ich seiner zeit kein paroxat genommen, säße ich bestimmt jetzt nicht hier. es hat mir erfolgreich bei der bewältigung der schlimmsten zeit meines lebens geholfen. da aber das medikament jetzt leider nicht mehr so wirkt wie sonst, stellt meine ärztin mich nun auf einen MAO-hemmer um (moclobemid). dafür muß aber erst das paroxat erst vollständig aus dem körper sein. seit 10 tagen bin ich nun bei einer dosierung von 10mg täglich angekommen und ich fühle mich, von den körperlichen absetzerscheinungen, wie mißempfindungen in händen und füßen, schwindel, das gefühl kleiner stromstöße im ganzen körper, ständiger müdigkeit und erschöpfung völlig aus dem leben geschossen.
dazu kommt allerdings noch, dass jetzt meine depression wieder ihren einzug hält, und zwar in ihrer vollen stärke!!!
bis zum 19.11. soll ich auf 0mg sein, um dann mit dem MAO-hemmer anfangen zu können.
ich hoffe nur, dass ich bis dahin durchhalte, wenn ihr versteht was ich meine!
weis jemand von euch, was ich zur linderung der depression machen kann?
lg an alle


Keko on November 3rd, 2009 at 8:55 pm #

HI ich nehme Paroxetin jetzt seid circa na Woche … ich muss sagen es hilft oder es ist einbildung nehme es wegen depris und panikattakcen und zwangsängsten… aber wenn ich jetzt hier so lese wie es mit dem absetzen aussieht wuahhhh hilfe mein arzt meinte da wird man nicht spüchtig von und man kann es so weglassen irgendwie bereue ich es aber mir geht es immer besser ich kann endlich mal wieder abschlaten nach und nach … bis uaf errektionsstürungen schwitzen und müdigkeit habe ich von nebenwirkungen nichts gespürt was für ein mist …


Sanny on November 3rd, 2009 at 10:26 pm #

AUFRUF AN ALLE BETROFFENEN:
Hallo ihr Lieben, könnt ihr mir bitte kurz hier schreiben, ob euch das Absetzen von paroxetin leicht oder schwer fällt!!??Ich möchte dies dann gerne ausdrucken und den Neurologen zeigen, bei denen ich die letzte Woche war. Denn eine dieser Koleginnen war so schlau, das Parox. ganz abzusetzen, und es gegen eine Kapsel Venlafaxin auszutauschen.Wie ich in der Notfallbehandlung erfuhr, sei dieses Mittel gegen Paroxetin die geringste Menge die man nehmen kann, es sei wie Hömöopathie.Nach 3 Wochen “Nichteinnahme von Paroxetin”ging es mir immer schlechter.Ich dachte ich sterbe.Ich konnte nicht mehr geradeaus laufen vor Schwindel, ich hatte Herzrasen, Hitzewellen war klitschnass geschwitzt,mußte ständig erbrechen, Blitzschläge durch den gesamten Körper, zittern, Panik!!Das war nur ein Teil der Beschwerden.Ich hatte nach Umstellung übrigens 2 mal nach einem termin gebeten bei dieser Neurologin, die keine Zeit hatte, obwohl es mir so dreckig ging und ich noch dazu schwanger bin. Das brachte mir dann 2malige Behandlung in der Notfallambulanz.Aber KEINER glaubt, und alle meinen, so starke absetzerscheinungen mache dies Paroxetin nicht. Wenn ich euch bitten darf, schreibt mir kurz euern Kommentar, um es dieser …”Neurologin”vorzulegen. Ich glaube wir werden alle nicht ernst genommen. Aber das hat ein Nachspiel für die Dame. Danke im vorraus. (Übrigens habe ich das Parox. seit 5 Tagen wieder angesetzt, und es geht wieder etwas besser)


keko on November 5th, 2009 at 3:28 pm #

Hi du dazu kann ich dir auch nichts sagen aber vllt kannst du m ir ja weiter helfen ich bin auf ne riesen fete eingeladen und würde auch gerne trinklen in der packungsbeilage steht ja man soll es lassen aber hast du oder jemand anderes da er´fahrungen mit?? wenn ich die tablettem dann an diesem tag weglasse oder geht das gar nicht wenn es nichts geht habe ich auch kein problem nichts zu trinken aber würde schón gerne lg ..


Sanny on November 6th, 2009 at 12:01 am #

Hi Keko, lass die Tabletten BLOSS nicht an diesem Abend weg, dann ist Deine Fete gelaufen. Ich habe gehört, das jemand im Zusammenhang mit dem Parox.wie einen Blackout hatte, ich selber habe aber auch schon mal 2 Gläser Wein getrunken oder ein Bier, oder einen Cocktail. Bis zum geht nicht mehr würde ich “lieber” nicht trinken mit diesem Teufelszeug… Viel Spaß bei der Fete


kathrin on November 6th, 2009 at 2:08 am #

Hallo ihr Lieben, habe vor einiger Zeit schon geschrieben wg. meinem Mann. Tja, Paroxat hat er nach 4 echt total krassen Wochen (Suizidgedanken u. fast versuch, heulen, schreien, Zittern, kotzen…) endlich weg. Jetzt ist er auf Sertalin und ich kenne meinen Mann nicht mehr. Total agressiv, böse, immer müde und einfach kaputt. Bin am überlegen ob es ihm nicht doch mit Paroxat wieder besser geht. Was meint ihr?Macht ihr eigentlich alle irgendwie sowas wie Verhaltenstherapie oder so? Mein Mann macht sowas gar nicht. Aber so ne Therapie ist doch nie schlecht, oder? Danke für eure Antowort. Kathrin


keko on November 6th, 2009 at 6:33 pm #

Hi Sanny .. dsnkeschön für den tip js dann werde ich wohl nicht viel trinken … mich kotzt das zeug irgendwie an .. ich darf nicht trinken .. sex klappt nicht und ich bin 18 da ist doch klar was man im kopf hat oder… wenns nicht so gut helfen würde würde ich ews nie wieder nehmen ,.,,
ich werde mit meinem arzt aber auch noch mal darpber sprechen im bezug auf alkohol .. mist naja danke—


Sanny on November 6th, 2009 at 11:01 pm #

Hallo Kathrin, eine Therapie nebenher wäre wirklich sehr sehr ratsam, ich meine ich kann nur aus Erfahrung reden.Ich hatte diese aber leider abgebrochen, weil ich mich nach 4 Sitzungen viel besser fühlte, aber ich will wieder damit anfangen. All die Symptome Deines mannes kenne ich, und sicher viele andere hier nur zu gut. Er kann nichts für, nimm es ihm nicht übel und verzweifel nicht, Kopf hoch. Ich wurde auch vor kurzem auf ein anderes Mittel umgestellt, ich dachte ich sterbe. Hatte Parox. also wieder angesetzt, und es geht ganz langsam wieder besser.Lieben Gruß


linda on November 7th, 2009 at 4:57 pm #

hallo.
ich hab erst angefangen mit diese pillen.mir gehts gut,ohne diese tabletten geht nicht.nun jetzt hab ich auch angst gekriegt.was soll ich etzt machen?WEITER NEHMEN?hilfe


Sanny on November 8th, 2009 at 1:58 pm #

Hi Linda,wenn es dir mit diesen tabletten gut geht, und es ohne nicht geht, dann bedarfs ja keiner Frage, weiternehmen. Und sich erstmal nicht fertig machen. Bin a bisserl eifersüchtig auf dich,grins-wenn ich höre-ohne die tabletten gehts gar nicht, höre heraus, das sie gut helfen. Bei mir helfen sie nicht, lassen sich aber auch nicht absetzen.


Sanny on November 13th, 2009 at 9:36 pm #

Hi Keko, das mit dem Sex ist übrigens auch normal, ich lese ja hier alle Erfahrungsberichte, und kaum einer hat keine Probleme damit, mich einbegriffen. Ja, gerade mit 18 ist es echt scheiße…, aber glaube mir, auch in jedem anderen Alter. Aber du hast doch die besten Vorraussetzungen, du bist jung, hast sicher mehr Energie als wir “älteren”, dann lass Dich nicht hängen und mach zusätzlich ne Therapie gegen das eigentliche Problem was du hast, weiß ja nicht was es bei Dir ist, Angststörung, soziale Ängste etc…Mir gehts jedenfalls im Moment richtig krass beschi…, habe erst wieder seit 2 Wochen damit begonnen,ich sollte nämlich etwas anderes wegen der Gewichtszunahme nehmen. Nach 3 Wochen hartem, kalten Entzug(was ich nicht wußte, ich verließ mich auf die Neurologin, aber die neuen tabletten waren hömöopathisch)Ich hoffe es wird bald wieder besser, auch ich suche jetzt eine Psychologin auf, und hoffe das Paroxetin schnell wieder wirkt. (leider erst nach ca 2-3 Wochen). Grüße an alle


Hannah on November 15th, 2009 at 9:34 am #

Tamoxifeneinnahme und Paroxatentzug? Wegen Brustkrebs musste ich das Paroxat absetzen, da ich nun Antihormone nehmen muss.Über ein halbes Jahr habe ich Paroxat super super langsam reduziert und mir ging es gut. Zum Schluss habe ich alle drei Tage 5 mg genommen ohne Absetzsymptome zu spüren. Seit 9.9. nehme ich gar nichts mehr und nun habe ich seit ca. 2 Wochen den Salat: Extreme Angstzustände und innere Unruhe qüälen mich so, dass ich mich fast klinikreif fühle. Meine Neurologin hat mir nun Cipralex verschrieben, dass ich seit vier Tagen, noch ohne Wirkung nehme.Teilt jemand meine Erfahrung? Ich bin zur Zeit kein Mensch mehr.Am liebsten würde ich wieder Paroxat nehmen, aber dann erhöhe ich um ein Vielfaches das Risiko wieder an Brustkrebs zu erkranken. Es grüßt Hannah- freue mich über Antworten


Keko on November 17th, 2009 at 7:09 pm #

hi sanny danke fürdie antwort…
ja ich bin mom schon in therapie..
panikattacken zukunftsängste soziale phobie und so was und eben halt depris .. naja aber mein psychologe meinte das wird schon wieder und mir tuen diese gespräche auch gut …
ich habe seit demicvh die tabletten nehme immer mundtrockenheit und entweder keinen hunger oder viel hunger aber ich nehme konstant ab ….
und meinme haut ist voll unrein geworden …
gENAU WAS ICH NOCH ZUM THEMA ALKOHOL SCHREIBEN WOLLTE.. ich habe es ausprobiert es war wie IMMER nur das man ebn schnell betrunken und müde wird. das sollte aber jeder selber wissen danke gruss keko


Keko on November 17th, 2009 at 10:54 pm #

hi hannah sry dasrüber weiss ich nichts aber ich weiss wenn ich das alles hier so lese mit dem absetzen kriege ich da jetzt schon angst vor ..


Lilly on November 25th, 2009 at 11:53 am #

Hallo zusammen. Nehme seit 4 Monaten Paroxetin und werde seitdem nachts von einem trockenen Husten aus dem Schlaf gerissen. Wer kann dazu was sagen? Ist es bei euch ähnlich mit de Symptomen?


Keko on November 27th, 2009 at 12:06 pm #

ne so soolche symptome kenne ich nicht … ich werde nur des öffteren mal schweissgebadet wach aber das mit dem husten keine ahnung aber diese dinger könnr ja eig fast alles als nebewirkung haben … sonst frag deinen arzt ruf den kuzrz an oder so dann hast u gewissheit


Lilly on November 27th, 2009 at 7:43 pm #

Nachts ist bei mir übrigens auch Schlafanzugwechsel angesagt, weil ich schweißgebadet aufwache. Ich nehme jeweils 20 mg paroxetin. Heute bin ich auf 3/4 runter. Mal sehen wie mein Körper reagiert.


Stefan on November 30th, 2009 at 1:55 pm #

Hallo ihr Lieben,
das ist ja echt ne ganz üble Sache.
Hätte auch nicht gedacht, dass soviele davon betroffen sind. Zu meiner Person: Nehme ungefähr seit 7 Jahren Paroxetin, Depressionen Angstzustände usw. ich habe mit diesem Medikament wieder zurück ins Leben gefunden. Und nun wo es mir eigentlich gut ging, sowas. Ich war letzte Woche beim Doc, weil ich Tics habe ( ständiges Nase hochziehen ) was mich echt nervt. Der Doc sagte dann o.k. dann setzen wir Paroxetin mal ab und nehmen Fluoxetin. Dieses tat ich dann auch, es war die Hölle und ich habe schon schlechte Zeiten hinter mir, aber das war echt übel. Habe hier schon viele Berichte gelesen und ich denke da wieder von los zu kommen, geht nur ganz langsam oder gar nicht. Bin für Infos und positive Bericht über Leute die es geschafft haben echt dankbar.
Also bis denne und LG


Stefan on November 30th, 2009 at 2:03 pm #

Ach mich würde echt mal interessieren, wie es den anderen wie Franky usw. heute geht, ob sie noch Symtome haben oder ob alles o.k. ist.
Habe übrigens 20 mg am Tag genommen und ab heute fange ich mit 10mg wieder an, möchte aber nicht mehr nehmen, fahre gleich zur Apotheke, vielleicht kann der Apotheker ja noch dazu was sagen. Mal schauen.


Lilly on November 30th, 2009 at 5:58 pm #

Seit drei Tagen nehme ich nun schon anstatt 20 mg (1 Tabl.) 15 mg (3/4) Tabl. Nehme Paroxetin wegen meiner Angstzustände, die vor allem beim Autofahren auftraten und Schwindel. Bis jetzt geht es noch ganz gut. Merke wohl, dass ich gereizt reagiere. Aber nächster Woche habe ich mir vorgenommen auf 10 mg runterzugehen.


Stefan on December 1st, 2009 at 1:42 pm #

Also bei mir geht es jetzt mit 10mg, bin zwar vom Empfinden auch etwas anders, aber ich denke, das ist normal. Ich möchte es auf jeden Fall bei behalten. Hab ja wie oben schon angegeben mit einem Apotheker gesprochen. Der hielt auch nichts von dem schnellen absetzen, deswegen wenn einer das versucht, ganz ganz langsam, am besten in mg Schritten und nicht bei diesem üblen Wetter, sondern im Frühjahr, wenn die Sonne scheint.
LG an alle


Lilly on December 1st, 2009 at 2:06 pm #

Hi Stefan,
wie lange wirst du die 10 mg nehmen? Wann machst du den nächsten Schritt und gehst auf 5 mg? Habe ich das so richtig verstanden, dass du erst im Frühjahr ohne Paroxetin auskommen willst. Das wäre mir zu lang… Nächste Woche versuche ich es auch mit 10 mg.
LG Lilly


keko on December 2nd, 2009 at 2:28 pm #

hi ich habe da noch mal ne farge ich habe ja geschrieben das ich offt sehr offt davon aschwitze und so aber im mom habe ich auch noch etwas anderes ich könnte schlafen schlafen schlafen bin auch etwas erkältet aber kennt sonst noch jemand soklche sympthom,e??


Lilly on December 2nd, 2009 at 9:54 pm #

Hi Keko,
das mit dem Schwitzen hatte ich auch schon erwähnt. Müde bin ich auch und manchmal ist es so arg, dass ich mit mittags hinlegen muss. Wenn dazu noch eine Erkältung kommt…naja, kann mir schon vorstellen, dass die Müdigkeit doppelt zuschlägt…


Lilly on December 3rd, 2009 at 9:50 pm #

Ich nehme seit heute 10 mg Paroxetin und mir geht es (noch) recht gut. Wenn ich mit dem Absetzen durch bin werde ich auf jeden Fall, falls meine Angst- und Panikattacken wiederkommen NeurotoSan nehmen. Googelt das mal. Absolut nur positive Berichte und das beste daran….Nebenwirkungsfrei und pflanzlich. Hat jemand von Euch mit Neurotosan Erfahrungen gesammelt oder davon gehört?


Stefan on December 4th, 2009 at 4:52 pm #

Hallo zusammen, war heute erst wieder online, zu dir Lilly. So wie ich oben gelesen habe, nimmst du ja erst seit vier Monaten Paroxetin, du wirst da leichter von los kommen. Reduziere es langsam, dann schaffst du das. Also dieses Neurotosan kenne ich nicht, aber wenn es pflanzlich und Nebenwirkungsfrei und du ansonsten klar kommst, dann würde ich sowas auch vorziehen. Du musst halt nur gucken, ob es sich mit dem Paroxetin verträgt oder du das erst ganz absetzen musst. Da sich Johanneskraut nicht damit verträgt. Ich bin übrigens immer noch auf 10mg, habe aber auch wie oben erwähnt 7 Jahre Parox genommen. Den Rest werde ich denke ich im Frühjahr und mit Hilfe einer Heilpraktikerin machen. Das ist mir sonst zu riskant, habe keine Lust mehr auf einen krassen Absturz. Beobachte jetzt halt nur bei mir, dass ich Gefühlsschwankungen habe und gestern überhaupt nicht im Leben stand. Ich meine um diese Jahreszeit haben meine Kollegin auch Antriebslosigkeit und Müdigkeit. Zu dir Keko, wie lange nimmst du die Tabletten den schon? Geschwitzt habe ich Nachts auch oft übelst, müde machen die Tabletten mich eigentlich nicht. Aber da reagiert sowieso jeder anders drauf.
also bis denne!!


Lilly on December 4th, 2009 at 8:14 pm #

Hallo Stefan, heute hatte ich recht starke Gefühlsschwankunen. Ich merke dann regelrecht, wie ich innerlich nervös werde. Das hatte ich aber vor Paroxetin solange ich eigentlich denken kann. Mit Paroxetin war es weg. Wäre damals auch nie wirklich zum Arzt wegen dieser Gefühlsschwankungen gegangen. Erst, als dieser Kloß im Hals immer größer wurde und dazu Panikattacken beim Autofahren da waren, bin ich hin. Wärend meiner Lehrzeit und kurz vor der Prüfung merkte ich zum ersten mal Symptome wie …Herzrasen, Angstzustände, Kloß im Hals, Atemnot. Bin damals von Arzt zu Arzt. Habe mehrere EKGS und etliche Untersuchungen hinter mich gebracht. Nie wurde etwas gefunden. Ich war also gesund. Super. Aber irgendwie mußte ich ja zurecht kommen. So bekann ich mich mit Alkohol zu beruhigen. Hat prima geklappt die 20 Jahre…Nach einer Entzugstherapie hat man dann herausgefunden, dass ich schon viel eher hätte behandelt werden müssen. Habe mich seit 1 1/2 Jahren vom Alkohol und Nikotin völlig distanziert. Jetzt will ich aber nicht von einem Medikament abhängig werden. Deshalb versuche ich davon loszukommen. Das ist meine Geschichte in kurz:-)

LG Lilly


Stefan on December 5th, 2009 at 3:17 pm #

Hallo Lilly, ich denke, dass ging hier fast jedem so. Erst von Arzt zu Arzt, mit der Diagnose völlig gesund.
Man kann es aber nicht glauben, weil es einem ja so schlecht geht.
Genauso wars bei mir auch, das mach ich aber überhaupt nicht mehr. Ich weiß, dass meine Krankheit seelischer Natur ist und alleine die Erkenntnis hilft einem schon auf den Weg zur Besserung. Ich brauchte dieses Medikament die ganzen Jahre um in meinem Leben alles zu ändern, was mir nicht gut tat, so zusagen als Krüke oder Gehhilfe, genau wei ein Mensch der sich das Bein gebrochen hat und erst eine Krüke braucht um wieder laufen zu lernen. Es gilt also erst, alles in seinem Leben zu ändern, was einem Negativ bewegt. Bei manchen Menschen geht es halt nicht ohne Medikamente, ein Diabetiker kann auch nicht ohne Insulin. Wenn man dann stabil genug ist, dann kann man es auch schaffen von diesem oder einem anderen Medikament runter zu kommen.
Du bist sogar von Alkohl und Nikotin runter gekommen, dann schaffst du das mit dem Paroxetin ganz bestimmt auch.
Gib dir die Zeit die du brauchst und setz dich nicht unter Druck und lass dich auch von niemanden unter Druck setzen.
Meine Stimmung ist trotz des schlechten Wetters ziemlich stabil. Bleibe auf jeden Fall bei meinen 10mg erstmal stehen, wie ich schon schrieb. Weil ich denke, wieso soll ich mich unnötig quälen.
LG Stefan


Lilly on December 6th, 2009 at 8:47 am #

Hi Stefan,
tut echt gut, wenn da Menschen sind, die von gleichen Erfahrungen berichten können. Außenstehende verstehen unser Krankheitsbild nicht so ganz, weil, man sieht es dir ja nicht an. Eine Krankheit, die man sieht, wird sofort bedauert und verstanden, wenn jemand darunter leidet. Wobei ich nicht sagen will, dass ich bedauert werden will! Übrigens Stefan, guter Vergleich mit der Krücke!!
Ich war gestern in der Apotheke und wurde zufällig dort von einer Apothekerin beraten, die selbst unter Depr. und Angstzust. leidet bzw. litt. Sie riet mir auf jeden Fall erst einmal 10 mg weiter zu nehmen und wirklich gaaanz langsam auszuschleichen. Außerdem gab sie mir den Tipp zur Heilpraktikerin zu gehen. Vorher sollte ich mit meiner Krankenkasse sprechen, ob sie ein Teil der Kosten übernehmen. Ihr hat es geholfen.

LG an alle
Lilly


Stefan on December 8th, 2009 at 5:38 pm #

Hallo Lilly,
ja, das mit dem Verständnis anderer ist wirklich so, aber du glaubst nicht wieviele Leute sowas haben, ist nur ein Thema, wo nicht gerne drüber gesprochen wird. Den Tip mit der Heilpraktikerin habe ich auch vom Apotheker, ich habe auch schon einen Termin. Diese Heilpraktikerin praktiziert die Psychosomatische Energetik Therapie nach Banis. Habe viel im Internet darüber gelesen und ich habe da ein gutes Gefühl bei. Kannste ja mal googeln ist echt interessant. Ich werde dann auch erst mit deren Hilfe weiter reduzieren. Naja ansonsten geht es mir so lala. Heute bin ich etwas unruhig, aber das vergeht auch wieder, will ich auf jeden Fall hoffen :-)
Also bis denne
LG Stefan


keko on December 8th, 2009 at 9:26 pm #

hi stefan sry habe jetzt erst mal wieder reingeschaut … jo ich nehme sie seid ca zwei monaten … aber so langsam gehtj es ..was ich nur kacke finde ist mit der müdigkeit ne also ich stehe offt gar nicht im leben ne und bin total emotionskalt also irgendwie mich juckt nichts das ist komisch und wennn ich müde bin denke ich immer borrr scheisse diepanik geht wieder los und so und du kriegst wieder nichts mit und hast keine kontrolle mehr grade nach wochenenden wokman ja feier geht (bin grade18) ist es ganz schlimm ich fühle mich wie auf nem andren level irgendwie laso es ist auszuhalten ne ber ich hoffe das,speilt sich noch ein lg keko


Lilly on December 8th, 2009 at 10:20 pm #

Hallo Stefan,
bin jetzt wieder bei 20 mg. Es war wohl einfach zu früh und zu schnell für mich jetzt schon zu reduzieren. Ich hatte im näheren Umfeld etwas mehr Streß als sonst und ich werde mich erst einmaldeinen Tipp (erst einmal alles in Ordnung bringen) beherzigen. Die Heilpraktikerin, die mir die Apothekerin empfohlen hat, werde ich auch auf jedenfall (spätestens Anfang Januar) aufsuchen. Auf ihrem Flyer steht…Heilpraktikerin/Psychotherapie, Sonderpädagogin -Kinesiologie/Psychotherapie-Hypnosetherapie/Meridian-Klopf-Technik. Das hört sich doch mal sehr vielversprechend an:-). Danke noch mal für deinen Tipp! Na hoffentlich geht es dir bald besser. Das mit der Unruhe ist wirklich schlimm. Ich laufe dann immer herum wie Falschgeld und versuche mich mit putzen etc. abzulenken. Man kann da dann einfach nicht entspannen…


Franky on December 10th, 2009 at 11:31 am #

Hallo Stefan und alle anderen,
ölesen ja immer noch mal sporadisch mit und habe auch ein, zwei neue Sachen zu berichten.
Seit ca. 6 Monaten bin ich jetzt ohne Paroxetin. hatte aber ja auch ca. ein halbes Jahr ausgeschlichen. Richtig gut ging es mir aber nicht. Eine ständige, latente Unzufriedenheit und Trauer. Nicht vergleichbar mit der Absetzzeit aber doch nicht wirklich lebenswert. Hatte auch eine Zeit lang NeurotoSan probiert, aber ohne nennenswerte Verbesserung.. Nehme jetzt seit 2 Wochen abends 500 mg L-Tryptophan von Ratiopharm und muss sagen: mir gehts sehr gut. Hatte mir zwar eigentlich geschworen nur noch pflanzliche Sachen zu nehmen, aber das L-Tryptophan ist apothekenpflichtig und ich habe auch nichts über Nebenwirkungen im Netz gefunden. Natürlich habe ich Angst, dann ich beim Absetzen wieder Schwierigkeiten habe, aber momentan geht es mir so gut, da möchte ich nicht drauf verzichten und Nebenwirkungen habe ich auch keine. Ich möchte hier niemanden raten L-Tryptophan zu nehmen nur sagen, dass es mir persönlich gut hilft.
Wünsche euch allen alles Liebe und Gute und Durchhaltevermögen!!
Gruß

Franky


Lilly on December 10th, 2009 at 4:03 pm #

Hallo Franky,
habe immer ein offenes Ohr für neue Tipps. Werde das L-Tryptophan gleich mal googeln.

Gruß
Lilly


Lilly on December 11th, 2009 at 9:25 am #

Hallo zusammen,

zu dir Franky: Dieses L-ryptophan ist doch eigentlich nichts anderes als ein Schlafmittel. Kann mir nicht vorstellen, dass das auch bei Angststörungen etc. hilft.

Zu meinen Absetzversuchen sei folgendes gesagt: Ich war heute bei meinem Psychologen und wir sind übereingekommen, dass ich das Paroxetin mindestens insgesamt 1 Jahr nehmen sollte. Nach diesem Jahr wird er die Dosierung für das Ausschleichen mit mir beraten. Ich habe ihn gefragt, wie viel Betroffene hinterher mit Erfolg ohne das Medikament auskommen und ohne Probleme den Alltag bewältigen und Symptomfrei sind. Er meinte 50 : 50. Nun, ich habe mich entschieden, erst einmal das Medikamt weiterzunehmen, trotz der Nebenwirkungen, die ich bereits beschrieben habe. Hinzu kommt jetzt auch noch, dass ich in sexueller Hinsicht Probleme bekommen habe… Jedoch, der Nutzen den ich von dem Medikamt im Mom habe, ist einfach größer, als die Nebenwirkungen.

Liebe Grüße
Lilly


Stefan on December 11th, 2009 at 2:21 pm #

Hallo zusammen,
zu dir Lilly, ich finde das völlig o.k. mit den 20mg. Ich habe ja oben schon beschreiben, das du es sehrwahrscheinlich noch als Krüke brauchst in deinem Leben. Wenn du dann all deinen Müll beseitigt hast, dann würde ich es auch mit Hilfe einer Heilpraktikerin versuchen. Ich bin immer noch auf meine 10mg, habe aber eigentlich auch in den sieben Jahren in dem ich es nehme viel verändert. Habe dann im Januar einen Termin bei einer Heilpraktikerin und versuche dann über einer ganz langen Zeit, mit Tablettenteiler zu reduzieren. Das ist mir jetzt auch zu gefährlich bei der dunklen Jahreszeit, zur Zeit sind aber auch andere Leute ständig müde und depressiv, weil uns einfach das Licht fehlt.
LG Stefan


Franky on December 12th, 2009 at 11:22 am #

Hallo Lilly,

ne ne, so einfach ist das nicht. Gib L-Tryptophan mal bei wikipedia ein, dann erkennst du die Zusammenhänge. Es handelt sich um eine Vorläufersubstanz von Seretonin, welches wir ja auch mit Paroxetin beeinflussen (Seretonin-Wiederaufnahmehemmer). Das L-Tryptophan in Deutschland nur als Schlafmittel und nicht wie in anderen Ländern bei depressiven Erkrankuneg zugelassen ist, spielt keine Rolle.

Ich bleibe auch bei meinem Tipp zur flüssugen Suspension von Paroxetin. Bis 5 mg war bei mir schwer, aber im Nachhinnein problemlos. Danach kamen die Schwierigkeiten!

Aber ich denke jeder muss seinen Weg finden. Ich war ja auch sehr lange “drauf”. Und jeder der es ohne irgendwelche Hilfsmittel schafft sollte es auf jeden Fall so machen. Meine körpereigene Serotoninproduktion ist allerdings so gestört (Untersuchung beim Heilpraktiker, Dopamin übrigens auch), dass es mir halt psychisch einfach nicht besser ging.

Wünsche euch alles Gute!!

Franky


anja on December 13th, 2009 at 2:39 pm #

hallo zusammen,

ich habe im sommer hier auch schon was geschrieben als ich meinen 2. absetzversuch gestartet habe aber ich habe es nicht geschafft. jetzt habe ich vor ca. 7 Wochen mit meinem 3. absetzversuch angefangen. meine tagesdosis war 20mg über 4 jahre. bekommen habe ich die tabletten weil ich jahrelang einen schwindel hatte, den ich heute auch noch habe… also waren die tabletten eigentlich nicht nötig.. jetzt habe ich den salat… ich bin jede woche 2,5mg von paroxat runter, außer schwindel,kopfweh,übelkeit,stromschläge im kopf und schlafstörungen hatte ich nichts. ich muß dazu sagen, das ich täglich tavor einnehme (beruhigungstabletten) 3×0,75 mg anders würde es überhaupt nicht funktionieren bei mir, ich hatte ja schon meine 2 versuche ohne tavor..mein neuer neurologe meinte das es völlig in ordnung ist die tavor zu nehmen, hauptsache ich komme erst mal von dem teufelszeug paroxat weg. tavor macht zwar auch abhängig aber der doc meinte, da bin ich in 2-3 woche weg davon und lange nicht solche nebenwirkungen wie paroxat… dann bin ich bei 7,5mg gelandet, wo ich vorher immer gescheitert bin, egal, weitergemacht.. dann war ich bei 5mg… zwei tage 5, einen tag 7,5, zwei tage 5mg, usw…. dann habe ich diese woche dienstag durchgehend nur 5mg genommen, also mit heute 6 tagelang und ich habe gemerkt, das ich ungeduldiger werde, juckreiz, agressiv, heulattacken ohne ende… mit meinen eltern gestern gestritten, stundenlang geweint, heute mit meinem mann gestritten, bis eben nur geweint. ich fühle mich als ob mich niemand mehr versteht. als ob sich jetzt sogar die familie gegen mich stellt, sowie die scheiß tabletten, dabei liebe ich meine familie doch so sehr auch meinen mann… ich habe aus wut und verzweiflung zu ihm gesagt, das ich für ein paar wochen irgendwo hingehe und den entzug alleine mache daraufhin meinte er: wird wohl besser sein, ich schaffe das auch nicht mehr… danach war ich am boden zerstört, macht paroxat jetzt noch meine ehe kaputt???? ich habe 2 kleine kinder, die mich jetzt ständig heulen sehen, ich kenne mich so gar nicht, ich war immer so fröhlich und stark… vorhin war ich bei meinem vater und bruder und die haben mich wieder gestärkt, gezeigt, das sie mich lieben und für mich da sind bis ich die dreckstabletten weg habe.. ist ja super toll aber alleine muß ich die scheiße trotzdem durchmachen.. habe vorhin noch eine 5mg paroxat hinterher genommen. mein doc meinte ich soll mit den tabletten spielen… ich soll reduzieren aber wenn es mal einen taglang horror ist, soll ich 5 oder 10mg mal dazu nehmen… wie es mein körper eben verkraftet. ich glaub ich muss jetzt einfach akzeptieren das es noch ein paar wochen dauert.. ich wollte mit 0mg ins neue jahr starten aber geht halt nicht… ich hoffe das ich es schaffe und hoffentlich hält mein mann zu mir uns steht das mit mir zusammen durch.. heute hatte ich auch mal wieder so leichte panik und angstzustände, hatte ich schon ein paar wochen nicht mehr… und ich fühle mich so ohnmächtig, hilflos, als ob ich neben mir stehe und die tage einfach so rum gehen.. bin seit wochen krank geschrieben, gar nicht möglich arbeiten zu gehen….. ich drücke euch allen auch die daumen, wir müssen echt von dem dreckszeug wegkommen.. wie kann man sowas verschreiben oder überhaupt auf den markt bringen??? kann ja sein das es vielen menschen geholfen hat aber für die hoffe ich auch, das sie wieder gut davon weg kommen… horror… ich werde es aber schaffen.. ich war immer stark und ich werde es auch bleiben… toi toi toi….

liebe grüße anja


anja on December 15th, 2009 at 7:03 am #

guten morgen alle zusammen,

so, jetzt habe ich am sonntag und gestern wieder 10 mg genommen. werde ich heute auch noch machen und morgen gehe ich wieder auf die reduzierten 5 mg und versuche da zu bleiben.. mein neurologe meinte, das ich mit den tabletten spielen soll. langsam reduzieren und wenn der körper wieder anfängt zu spinnen, dann wieder für 2 oder 3 tage etwas erhöhen, bis es einem wieder besser geht und dann wieder zur reduzierten menge.. heute geht es mir auch schon viel besser…. vielleicht gehe ich heute schon auf 5mg, mal schauen.. ich habe jetzt akzeptiert, das man sich zeit lassen muß damit. ich dachte, ich kann ohne tabletten ins jahr 2010 starten aber das geht nicht. ist auch okay so…hauptsache ich komme irgendwann von paroxat weg. ich hätte ich gewußt, wie arg das zeug ist, hätte ich es echt nie genommen… nun ja, man lernt dazu. noch einen tipp an alle… lasst mal euren serotoninwert beim hausarzt messen durch blutuntersuchung, wir haben bei mir nämlich festgestellt, das mein serotoninwert bei 5,3 lag und der referenzbereich liegt bei (ungefähr) 60-140 und wenn das serotonin nicht in ordnung ist, dann spielt die psysche total verrückt.. das war bei mir so. das ist mein 3. absetzversuch, vorher war der serotoninwert immer unter 10, seitdem ich neurostress 5 htp, das füllt serotonin langsam wieder auf, bei mir dauerte es ein dreiviertel jahr bis ich mal bei ca. 50 war, weil bei mir das paroxat das serotonin zerstört und leider nicht auffüllt, was es eigentlich tun sollte, das ist auch ein grund warum ich die scheiß paroxat los werden muß…aber “normale” ärzte gehen auf sowas gar nicht ein. was ich schon mit ärzten geredet habe, bezüglich serotoninmangel, etc.. sei alles nicht so schlimm und würde gar nicht solche auswirkungen haben, bla bla bla.. nur leider spüre ich auswirkungen und bin froh das ich einen tollen neurologen und einen tollen spezialisten gefunden habe, denen ich vertrauen kann und weiß das sie mich wieder gesund machen.. zum neurologen fahre ich zwar einfach 200 km und zum spezialisten fahre ich einfach 398 km aber das nehme ich für die gesundheit in kauf… also leute, lasst euch nicht immer falsch zutexten, versucht einen tollen und guten arzt zu bekommen und werdet gesund…kopf hoch, wir schaffen das…. ich bin bei versuch nr.3 und alle guten dinge sind 3 oder nicht??? euch allen einen schönen und symtomfreien tag… liebe grüße, anja


Franky on December 15th, 2009 at 10:55 am #

Hllo Anja,
erst mal drücke ich dir ganz fest die daumen!! Und ja: es ist möglich von Paroxat wegzukommen. Nur wie du sagst: es dauert halt seine Zeit.
Ich wollte nur kurz was zu deinem letzten Statement sagen. Paroxat zertört ja nicht das Serotonin im eigentlichen Sinne. Paroxat verhindert, dass das Serotonin wieder aus dem synaptischen Spalt (da wo es wirkt) zurück fließt. Serotonin ist also bei ausreichender Paroxatgabe reichlich vorhanden. Nur: wenn ich es lange nehme, produziert mein Körper immer weniger körpereigenes Paroxat. Und wenn ich es dann absetze: Peng! Dann habe ich viel zu wenig im Körper. Und zu Depressionen neigenden Personen haben eh häufig einen sehr geringen Serotoninspiegel. Das von dir angesprochene 5 htp ist sicherlich eine gute Methode um den Serotoninspiegel wieder zu stabilisieren. Ich habe mich für L-Trypthophan entschieden, was eine Vorstufe von 5 htp ist, da es anscheinend noch weniger Nebenwirkungen zeigt.

Ziel sollte natürlich immer sein, dass irgendwann die körpereigene Serotoninproduktion wieder auf “normal” läuft, ohne dass nachgeholfen werden muss…

Wünsche euch allen ganz viel Erfolg!!

Lieben Gruß

Franky


anja on December 15th, 2009 at 1:10 pm #

hi franky,

ich nehme paroxat seit 4 jahren 20mg täglich, wir haben vor 3 wochen meinen paroxatspiegel im serum messen lassen, komischerweise war kein paroxat im blut nachzuweisen. dann habe ich paroxat eingenommen, 2 stunden später wurde blut genommen und ich habe es direkt ins labor gefahren um zu sehen wieviel nach direkter einnahme im blut ist… der wert müßte dann bis zu 500 sein… bei mir war es weniger als 70… und der dumme neurologe meinte, das ich gleich mal die dosis verdoppeln soll und wenn es nicht besser wird nochmal mehr… ne ne, nicht mit mir, das teufelszeug, kann brustkrebs verursachen, leberschaden, allgemein organschäden…. nein danke…. ich habe von 5 htp keine nebenwirkungen 0,0, das es nichts chemisches ist… zudem haben wir bei mir festgestellt,das meine bluthirnschranke offen ist und mein serotonintransmitter nicht funktioniert, somit nehme ich noch die nicht chemischen tabletten memo plus IR die fördern das serotonin dorthin wo es hin soll… ich muss dazu sagen, dass ich noch borreliose habe und borreliose zerstört zusätzlich das serotonin… 50% der angeblich depressiven menschen oder psyschisch kranken menschen haben borreliose, das ist eine volkskrankheit aber die “normalen” ärzte wollen das nicht akzeptieren… die aok hat jetzt 50.000 psyschisch kranke menschen mehr als letztes jahr… wenn ärzte die ursachen erforschen und behandeln würden und nicht die symtome dann gäbe es nicht soviele kranke menschen auf der welt… die pharmaindustrie macht alles kaputt… aber das ist ja ein leidiges thema…… ich hoffe das ich davon weg komme….

ganz liebe grüße
anja


anja on December 19th, 2009 at 5:02 pm #

hallo zusammen, hier ist ja niemand mehr drin, schade…
aber ich berichte mal weiter… also, heute ist der 3. tag wo ich wieder 5mg täglich nehme… es begleitet mich schwindel, kopfdruck, brustdruck, herzblubbern, heute das 1. mal wieder heulattacke, weil die kraft und energie nachläßt aber ich möchte nicht wieder auf 7,5mg ich versuche jetzt auf 5 mg zu bleiben, bis die nebenwirkungen nachlassen, ich schätze 2-3 wochen und dann langsam auf 2,5 im wechsel mit 5 mg… ich merke am schluß muß man langsam machen auch wenn es nerven ohne ende kostet….das merke ich grad sehr stark… aber mich hat heute der schnee glücklich gemacht.. ich liebe schnee…ich will einfach wieder gesund werden von den tabletten.. ich wünsche euch schöne weihnachten und viel kraft stärke energie, hoffnung, liebe und alles was man für den ENTZUG benötigt….. ich werde weiter berichten…

liebe grüße an alle, anja


anja on December 20th, 2009 at 10:41 am #

hallo irgendjemand,

gestern abend hatte ich kurz vor dem einschlafen so starken schwindel, das kenne ich gar nicht. ich hauptproblem ist ja der schwindel aber das von gestern abend hat mir tierisch angst gemacht, dann wache ich nachts alle std. auf manchmal wache ich auf, weil ich merke das was nicht stimmt, dann schlägt das herz schnell wenn ich aufwache,etc..KANN DAS ALLES ENTZUG SEIN???????????? heute morgen geht es so einigermaßen.. habe grad etwas aufgeräumt, vorher natürlich ein 0,5er tavor genommen und um halb elf habe ich 10mg paroxat genommen, ich brauche wieder kraft… vielleicht 3-4 tage 5mg und dann 10mg und dann im wechsel, vielleicht hilft das etwas??? so ne scheiße, ich habe eine bomben familie, mann, 2 tolle kinder, tolle brüder und eltern,etc…. ich will einfach jetzt langsam mal gesund sein und von paroxat weg sein ohne beschwerden. dieses absetzen ist wirklich horror.. wie schon mal erwähnt, bis auf 10mg war alles cool… echt aber dann wurde es kritischer und 5mg ist eine brutale grenze… geht es euch auch so?? diese stromschläge habe ich eigentlich echt nur selten aber eben kopfweh, schwindel, manchmal übelkeit, schwindel, manchmal angst, unwohl sein, bauchprobleme, herzrasen hin und wieder, als mal einen puls von 137 einfach so, nachts nicht schlafen können, gereizt ohne ende, also viele sachen aber erst seit 5mg…. seid ihr denn alle wieder gesund weil keiner schreibt??? ich wünsche es euch… und mir auch.. also, ich werde mal sehen wie es mir heute ergeht mit 10 mg ob es erträglich ist…. euch einen schönen tag. liebe grüße, anja


Bernd on December 20th, 2009 at 7:46 pm #

Als ich das letzte mal hier geschrieben hatte , habe ich versucht das Paroxetin abzusetzen, … habe es dann doch weiter genommen…

Jetzt habe ich nach 2 Wochen reduzierung auf 10 mg meine Tabletten vergessen als ich über das Wochenende weg war und nehme das als anlass erneut mit Paroxetin aufzuhören…

Bin jetzt am dritten Tag und der Schwindel ist schon enorm (@ Anja)… hoffe das legt sich bald da ich die Pillen ja erst seit 3,5 Monaten zu mir nehme…

Das wirklich harte an meiner Geschichte ist aber, dass die Probleme die ich hatte total falsch diagnostiziert worden sind… und die “Panikattacken” aus der Panik von schlimmen Schluck und Atemproblemen aus resultieren … .verursacht durch eine extrem kaputte Wirbelsäule,…

Jetzt hab ich keinen Bock mehr und mach nen kalten Entzug…

@ Anja… bei meinem ersten Absetzversuch war 5 mg auch die absolute Grenze
10 mg und 20 haben bei mir fast keinen unterschied gemacht… (in Bezug auf Schwindel etc…)

Grüße an Alle, und beste Genesungswünsche sofern man dass in den Fällen so sagen kann!

Gruß Bernd


anja on December 20th, 2009 at 8:27 pm #

hallo bernd,

auch krass deine geschichte…und du machst jetzt einen kalten entzug??? wielange nimmst du schon paroxat und wieviel täglich??? ich trau mich nicht kalten entzug zu machen, ich habe mega panik vor den absetzsymtomen, keine ahnung was noch schlimmes da auf einen zukommen kann.. ich drück dir auf jedenfall ganz feste die daumen und hoffe das es klappt….kannst mich ja auf dem laufenden halten wenn du lust hast… ich habe heute ja wieder eine 10mg tablette genommen um halb elf heute morgen, war auch etwas besser, außer mit dem schwindel, der ist horror aber eben war ich wieder auf der couch und habe geweint ohne ende, weil ich angst habe aus der scheiß paroxatscheiße nicht mehr raus zu kommen… nun ja, ich muß einfach…..
liebe grüße, anja


keko on December 20th, 2009 at 11:48 pm #

so ihr lieben jetzt möchte ich euch mal was schreiben ich nehme auch paroxetin seid ca 3 monaten 20 mg am tag ..,,, wenn ich das hier so mit dem absetzten höre kriege ich auch angst aber ich lasse mich nicht verrü+ckt machen mir geht es besser in meinem leben aber ich habe auch viel verändert mache weiterhin eine psychotherapie …. natürlich sind die dinger keine wunderdinger und heilen alles klar habe ich zwischendurch noch ängste gehe aber anders damit um … ich will sie bald auch wider abstzten ..habe sie nur genommen um zu sehen das es auch anders gehen kann …damit ich dann weiss es geht anders auch ohne ,,,, ihr müsst stark sein klar und euch nicht verrückt machen …. man wartet ja irgednwie schon auf nebenwirkungen und macht sich dann noch voll beklopppt … ich weiss wie scheisse das leben sein kann ich bin 18 wurde mit 10 halbwaise und dann mit 13 vollwaise bin dann im heim aufgewachsen habe dann mit drogen angefangen …. (den entzug man muss sagen den kalöten entzug habe ich auch geschafft er war horror aber ich habe ihn geschafft) niun bin ich so weit das ich mir gesagt habe süchtig werde ich von nichts mehgr wenn ich mal ein paar bier trinke oder mir einen racuhe ja mein gott baer man muss es im griff haben …. man muss immer probieren nen klaren kopf zu halten kllarf hatte ich auch panikattacken depressionen angstzustände und und und …. zwangsgedanken … aber hey macht euch nicht so viele gedanken das leben spielt wie es spielt auf died sachen auf die man keinen einfluss hat hat man eben keinen einfluss …. lasst euch nicht verrücvkt machen echt6 nicht … mir grauts auch ien wenig davor es abzusetzten aber ich werde da ganz optimistisch rangehen .. ich sage mir immer .. du hast dein leben unter kontrolle und wirst es immer haben so weit wie du eimfluss darauf hast und du denkst und handelst immer mit gesundem menschenverstand und sage stoppp..-… das stop sagen und an was anderess denken oder eine sache gut zu beeinflussen klappt echt gut .. leute alles alles gute lasst den kopf nicht hängen jeder leidet nur viele sprechen nicht darüber aber wir sind nicht allein nur weil wir unseren mund aufmachen ..viele andere denken auch wie wir aber saie sagen nichts laso frohe weihnachten entspannt euch 8und einen guten rutsch ins neue jahr..


anja on December 21st, 2009 at 8:11 am #

hi keko,

du bist 18 jahre und hast schon so ne scheiße erlebt??? respekt wie du heute da stehst und redest, hut ab. ich bin 33 und fühle mich teilweise am boden zerstört. ich habe (toi toi toi) nicht wirklich was schlimmes im leben erlebt außer das was ich grad durchmache. ich will dir oder anderen auch keine angst machen wegen dem absetzen aber weißt du, jeder mensch reagiert anders beim absetzen. der eine hat gar nichts, der andere spürt mehr der andere weniger und manche machen die hölle durch. wie gesagt, alles lief super bis ich auf 5mg kam, horror… vorher war alles erträglich.jetzt habe ich ja gestern wieder 10mg genommen aber ich werde heute wieder 5mg nehmen und das immer im wechsel…. ich muß langsam machen obwohl ich manchmal am liebsten die tabletten weg lassen würde… aber davor habe ich viel zuviel angst und respekt….ne ne, zu gefährlich… ich wünsche euch allen frohe weihnachten, viel glück, kraft, energie, wie schon mal geschrieben… toi toi toi.. liebe grüße, anja


Stefan on December 23rd, 2009 at 4:38 pm #

Hallo zusammen, ich melde mich auch mal wieder zu Wort. Also ich bin schon zu tiefst erschrocken, was sich einige hier so antun. Man kann doch mit diesen Medikamenten nicht so rumspielen, da muss man sich ja übelst schlecht fühlen. Ihr macht euch föllig verrückt damit und zerstört euren Körper und Geist. Ich würde das mal von ner ganz anderen Seite sehen, jeder Mensch kann krank werden ob seelisch oder körperlich und wenn er krank wird, dann hat das auch seinen Grund. Also ich habe Paroxetin 7 Jahre genommen, dieses Medikament hat mir geholfen überhaupt zu übeleben. Heute sehe ich das so, das ich es als Krücke oder Gehhilfe gebraucht habe, so wie ein Mensch der wieder laufen lernen muss, wenn er sich ein Bein gebrochen hat. Ich habe mit diesem Medikament alles in meinem Leben geändert und beseitigt was mich belastet hat, das ist viel arbeit und das kann auch nur eine Therapie und ein gutes Umfeld erfüllen und man muss bereit sein Hilfe anzunehmen. Nun bin ich auch soweit, dass ich das Medikament bald nicht mehr nehmen möchte, aber so wie ihr das beschreibt, werde ich das nicht machen. Ich kenne die Symtome zu genüge Depressionen einhergehend mit Panikattaken und Ängsten, Schwindel usw. Aber alles hat auch seinen Grund, wenn ein Mensch unter ständigen Ängsten oder Panikattaken leidet, dann muss erst die Ursache beseitigt werden. Es gibt natürlich auch Menschen die Angst vor der Angst haben, man könnte umkippen oder was sollen die Leute von mir denken, oder man hat Angst verrückt zu werden, wird es aber nicht. Ich habe zu meinem Neurologen vor einem Monat gesagt, das ich auch Tic´s habe und ob es da nichts gegen gäbe, mein Tic, ich schniefe sehr oft, also ziehe die Nase hoch und das nervt mich total, kann es aber auch nicht unterdrücken. Mein Neurologe sagte dann wir setzen dann das Parox ab und nehmen mal Fluoxetin, was dann mit mir los war, brauch ich ja nicht zu erzählen, es war die Hölle. Aber die Erfahrung musste ich vielleicht machen, bin jetzt wieder auf 10mg Parox und werde da auch erst bei bleiben, weil das tue ich mir nicht nochmal an. Deswegen kann ich auch nicht verstehen, wie man das so krass absetzen kann. Ich werde wenn der Frühling kommt es mit Hilfe einer Heilpraktikerin ganz langsam mit einem Tablettenteiler in mg Schritten reduzieren, das kann ich auch nur jedem anderen raten. Aber das Wichtigste ist, erst mal seine Probleme und alles Andere zu beseitigen und dazu brauchen manche Menschen zur Unterstützung halt auch Antidepressiva und das ist auch völlig o.k. so sehe ich das. Man kann einem Diabetiker oder Herzpatient auch nicht seine Tabletten streichen. Jeder macht auch andere Erfahrungen mit Medikamenten, aber es bringt nichts, sich verrückt zu machen, das macht alles noch viel schlimmer. Ich kann also jedem nur raten, ganz egal ob Paroxetin oder ein anderes Antidepressiva, wenn absetzen dann ganz langsam und erst wenn man wirklich stabil ist. Ich wünsche euch allen ein besinnliches und ruhiges Weihnachtsfest.
Gruß Stefan


anja on December 30th, 2009 at 4:43 pm #

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins Jahr 2010…Bin immer noch bei 7,5mg aber es geht besser, ich denke so in 2 wochen werde ich auf 5mg gehen.. juhuuuuuuuuuuuuuuuu… ich bekämpfe PAROXAT!!!!!!!!!!!!… Euch alles gute…
Anja


Tanja on December 31st, 2009 at 1:24 am #

Hallo an alle !

Versuche jetzt zum dritten mal Paroxetin abzusetzen.Nehme die Höllendroge seit nunmehr über sieben Jahren.Als ich mal nen neurologen fragte,wie ich denn absetzen soll, sagte der mir doch,das manche menschen ein leben lang medikamente nehmen müssen,ich solle mir einfach vorstellen,ich müsste jeden tag insulin nehmen ! Ja,sowas kriegt man tatsächlich gesagt , kaum zu glauben.
Nehme die ganzen Jahre 20 mg pro tag.habe vor ca 5 wochen auf 10mg halbiert.mir gings super,seit ungefähr 10 tagen das absolute heulen,schwindel,kopfschmerzen.durchhalten oder wieder mehr nehmen,es wäre so einfach.Ich fühle mich im moment fremd,wie film,gucke mir zu und schüttel nur den kopf.bin gereizt und fühle mich absolut nicht belastbar.wie schon viele hier geschrieben haben,kann man unter paroxetin nicht richtig weinen,jetzt kommt alles raus.
Hat jemand den entzug hinter sich und ist wieder ganz wie früher ?oder ist man unter paroxetin normal und der andere zustand ist nicht die normalität ?
Man hat doch früher auch ohne tabletten gelebt.ich weiss es schon gar nicht mehr.ich habe sie damals bekommen wegen extremer Panikattacken,unter denen ich monatelang nicht vor die tür gegangen bin.
über einen erfahrungsaustausch oder vorschläge zur weiteren Reduktion wäre ich dankbar.
Ansonsten erstmal guten rutsch an alle !


anja on December 31st, 2009 at 10:49 am #

hallo tanja,

ich weiß, paroxat ist die hölle und das schlimmste am reduzieren ist, das man sich so fremd fühlt, so irreal… als ob man sich zusieht man kennt seine familie,etc aber man hat das gefühl das die einen nicht wahrnehmen, weil man sich selber gar nicht wahr nimmt.. DAS SIND DIE DRECKSTABLETTEN.. es hat dir damals bestimmt geholfen bei gegen deine panikattacken aber mir hat kein mensch gesagt, das ich solche absetzsymtome bekomme.. ich bin jetzt seit ca. 2 wochen auf 7,5 mg und das geht.. natürlich etwas schwindel, ich habe seit wochen solche schlafprobleme.. ich wache nachts fast stündlich auf und esse, ganz komisch, ich hoffe das lässt nach, denn durch die scheiß tabletten habe ich 22 kilo zugenommen und nehme beim reduzieren wieder zu.. kann wohl nicht sein.. ja, dann habe ich hin und wieder übelkeit und kopfweh… ich werde nächste woche montag wieder die 5mg grenze probieren…
ist auch mein 3. absetzversuch aber diesmal lass ich mich nicht. mein neurologe meinte, das man vom absetzen nicht stirbt, es sind halt heftige erscheinungen, die man alleine durchmachen muß… du mußt mit den tabletten spielen.. ich hatte vor 3 wochen 6 tage 5mg.. anfangs okay aber ab den 3. tag merkte ich das ich agressiv werde, sobald jemand die tonlage etwas erhoben hat, bin ich an die decke… ich habe nur geweint, kam aus dem heulen nicht mehr raus und sagte jedesmal zu meiner familie, das ich nicht mehr kann… dann bin ich wieder etwas hoch mit den tabletten, dann wieder runter… und immer wenn es einen ganz heftigen tag gab, bin ich mal 5mg hoch, das es sich einigermaßen hält.. und dann wieder auf die alte dosis.. du mußt ab 7,5mg oder sogar schon bei 10mg solange dabei bleiben bis die absetzsymtome nachlassen und du stabiler bist und dann wieder reduzieren… ich bin auch mal auf die kommende woche gespannt… mal schauen….
dir auch viel glück und einen guten start ins neue jahr 2010 mit ganz viel kraft und gesundheit…
anja


Sylvia on January 4th, 2010 at 2:57 pm #

hab auch aufgehört mit paroxetin, ich dachte ich werde verrückt, zudem Kopfweh, heftiger Schwindel, Herzrasen,Übelkeit, schlechte Laune, usw. Mein Arzt hat auch gesagt es gibt keine Nebenwirkungen. So ein Schwachsinn – hat das noch nie ein Arzt genommen – und versucht aufzuhören.


Sylvia on January 4th, 2010 at 3:02 pm #

PS. Hab jetzt wieder angefangen weil ich den Entzug nicht aushielt, ich denke mir vor Paroxetin ging es mir schlecht und durch das Medikament habe ich wieder Lebensqualität bekommen. Hab auch Angst das es wieder so wird wo vor dem PAroxetin.


anja on January 4th, 2010 at 3:17 pm #

hallo sylvia,

mir hat paroxat überhaupt nicht geholfen,weil ich vor den tabletten noch nie panik oder angstattacken hatte. ich habe die tabletten wegen meinem ständigen schwindel bekommen aber geholfen hat es nichts.. und dann solche ausschleichsymtome, echt horror und unfair.. vor allem habe ich bis jetzt 28 kilo zugenommen, toll oder.. ich hatte früher 60 kilo heute wiege ich 88.. nach beiden geburten meiner kinder hatte ich wieder ein gewicht zwischen 58-61 kg dann 3 monate später paroxat eingenommen und jetzt, 4,5 jahre später 28 kilo mehr, das hat mir der scheiß arzt auch nie gesagt, das man davon zunehmen kann.. natürlich gibt es packungsbeilagen von tabletten aber ich bin der meinung, das der arzt dich über solche medikamente ausführlich informieren muß und sich dafür zeit nehmen muss… jetzt fühle ich mich scheiße mit dem gewicht… danke… nun ja, ich werde die scheiße noch los… auf jedenfall.. ich lasse die absetzsymtome nicht mehr zu….. viel glück…. lg, anja


Tanja on January 9th, 2010 at 8:34 am #

hallo sylvia !

auch ich bin ein paroxetin junkie, hatte schon mehrfach versucht abzusetzen,die hölle,nehme jetzt wieder 20mg und es geht mir gut.wie lange nimmst du es schon ? Ich hatte auch angst und panikattacken.würde mich über eine antwort freuen.lg tanja


Tanja on January 9th, 2010 at 8:36 am #

hallo anja !

habe versagt ! nein,kann das zeug nicht absetzen,bin dann ein anderer mensch,geht überhaupt nicht.vielleicht ist es bei angstpatienten nicht so einfach mit dem absetzen,weil man eh immer auf drehzahl ist.dir weiterhin viel erfolg !
lg tanja


anja on January 9th, 2010 at 9:28 am #

hallo tanja, ist überhaupt nicht schlimm wenn du es nicht geschafft hast, kopf hoch. mein neurologe sagt auch, ganz langsam und mit der ruhe.. wenn es noch nicht geht, dann wieder hochschrauben… ich bin jetzt seit 5 tagen auf 5 mg und spüre schwindel und leichte stromschläge, ich hoffe es geht so gut weiter… ich werde erst mal auf 5 mg bleiben und in 2 wochen wenn es mir gut gehen sollte werde ich auf 2,5 mg gehen.. erst mal abwarten..
ich muß auch ehrlich sagen, das es beim letzten 5mg verusch die hölle war für mich. horror kann ich nur sagen. mein anderer arzt meinte (da ich noch borreliose habe und borreliose auch für angst und panikzustände schuld ist) das ich währendder absetzung von paroxat noch die antibiotikakur machen soll gegen die borreliose dann wird es einfacher werden für mich. da die borreliose mich echt kaputt macht.. habe jetzt 2 wochen AB genommen und es geht mir besser.. ich hoffe die Bor. ist jetzt weg… das ist auch immer so ne sache und nicht einfach.. schon meine 2. antibiotikakur, kann sein das ich noch einige machen muß… und das ist auch nicht easy, da bekommt man nämlich noch ne herxheimer reaktion, kannst du ja mal unter google nachlesen, ist auch der totale horror.. also, bin ich irgendwie doppelt belastet.. aber jetzt nach jahren muß es vorwärts gehen… ich drücke dir ganz fest die daumen tanja und wenn was ist, schreib mir auch unter fuduh@gmx.de jederzeit…. ich werde auf jedenfall weiter berichten… toi toi toi und tu das was dir gut tut…. anja


anja on January 13th, 2010 at 6:28 pm #

hallo zusammen,

ich bombadiere euch total voll hier aber es ist für mich wie ein kleines tagebuch… ich bin immer noch auf 5mg paroxat heute ist der 9. tag und bis auf schwindel, kopfweh und hin und wieder leichte stromschläge klappt es relativ gut. aber die kopfschmerzen sind echt nervig und manchmal auch unerträglich.. aber ich werde weiter kämpfen… euch allen auch viel glück.. anja


Martina on January 13th, 2010 at 8:26 pm #

Hi,

nehme Paroxetin nun seit 1 1/4 Jahren, 10 mg abends und mir geht es echt gut dabei, aber was ich über das Absetzen lese, macht mir schon etwas angst. Was ich jedoch nicht behauptgen kann, ist die Gewichtszunahme. Mein Gewicht hat sich eigentlich ganz gut gehalten. Will jetzt erst mal meinen Neurologen aufsuchen und probiers dann auch auf 5 mg runterzukommen.


anja on January 14th, 2010 at 8:13 am #

guten morgen martina,

dann hast du echt glück gehabt mit dem gewicht, denn es sind von meiner erfahrung her bestimmt 90% die fett zugenommen haben, wie ich… horror.. schön das paroxat dir geholfen hat, so soll es auch sein.. hoffe nur das du einen guten neurologen hast, der dich gut informiert und dich beim absetzen unterstützt..alles liebe und viel erfolg… anja


anja on January 17th, 2010 at 9:48 am #

hallo zusammen,

ich sagte euch ja, das hier ist für mich ein tagebuch und ich schreibe alles neue auf.. also, heute ist der 13. tag andem ich 5mg paroxat nehme, die kopfschmerzen die ich am stück 3 wochenlang hatte, bin damit eingeschlafen und aufgewacht, war echt heftig, die sind seit 2 tagen sogut wie weg und bleiben hoffentlich auch weg. :-) gestern abend ging es mir nicht so gut. hatte abends starke innerliche unruhe, leichte angst, komisches bauchgefühl, schluckbeschwerden, etwas geweint, heftigen schwindel, so hilflos aber da ich ja noch die beruhigungstabletten tavor nehme, ging es mir nach 1 stunde wieder gut und konnte schlafen… heute gehe ich auf 2,5mg und hoffe das es einfacher wird und nicht schwieriger.. mir wurde gesagt, das es bestimmt nicht schlimmer wird. denn bei cortison ist 5mg auch die grenze mit den nebenwirkungen darunter sogut wie nichts.. und das rede ich mir mit paroxat auch ein…. ich werde es diesmal schaffen… bis jetzt war es insgesamt sehr hart und ein langer langer langer kampf aber ich bin jetzt soweit , wie noch nie…wenn ich mir vorstelle, das ich heute mit der letzten stufe anfange vor null, das ist doch der hammer… man mu0 es possitiv sehen und ich freue mich drauf.. bestimmt werde ich noch ein paar wochen diesen schwindel haben, mal mehr oder weniger, mal kopfweh, mal leichte angstattacken,etc… aber egal, irgendwann ist der dreck weg und außerdem bin ich am 10. und 11. februar bei meinem super arzt und bekomme eine blutapharese gemacht, ähnlich wie eine dialyse, da werden alle giftstoffe aus dem blut, fettgewebe,etc… entzogen, damit der körper nicht mehr soviel selber verarbeiten muß.. vereinfacht alles etwas und ich habe das drecks paroxat mehr aus meinem körper.. ich drück mir die daumen und euch allen auch…. ihr müßt versuchen alles possitiver zu sehen, ich weiß, scheiß spruch wenn es einem dreckig geht aber ich habe das alles auch erlebt und mache die schlimme phase jetzt 2 jahre mit, die richtig schlimme phase.. und grad gestern wieder einen rückschlag… alles net so einfach aber es geht… liebe grüße an euch, bleibt stark und hört auf euren körper… tut nur das was euch gut tut…. anja


Lilly on January 18th, 2010 at 2:06 pm #

Zur Gewichtszunahme kann ich folgendes berichten:

Mit Paroxetin stieg mein Verlangen nach Schokolade und anderen schlechten Kohlenhydraten. Am Anfang habe ich dem Heißhunger nach diesen Dingen nachgegeben und hatte nach 6 Wochen 4 kg drauf. Jetzt, nach einem halben Jahr habe ich mit viel Sport (3 x die Woche joggen+Gymnastik, was ich auch schon vor Paroxetin tat) wieder mein altes Gewicht.

LG
Lilly


anja on January 18th, 2010 at 6:50 pm #

hut ab lilly.. gut… freut mich. bei mir war das leider nicht. so. selbst heute, wo ich meinen 2. (stolzen) tag mit nur noch 2,5mg paroxat habe ich tierisch lust auf schokolade und steak,etc.. horror.. ich konnte zwischenzeitlich keinen sport machen, da es mir mit paroxat nicht gut ging, leider. ich bin nur froh wenn ich paroxat aus meinem körper habe, nach jahren… wie gesagt, manchen menschen hilft paroxat gut und sind dankbar dafür aber ich kann es leider nicht sagen…. euch allen noch viel glück.. toi toi toi für alles… anja


Lilly on January 19th, 2010 at 10:56 am #

Anja, ich drück dir die Daumen beim Absetzen! Bald hast du es ja geschafft. Halte durch!

LG
Lilly


anja on January 19th, 2010 at 2:07 pm #

danke lilly,

ein tolles gefühl, 3. einnahme von nur noch 2.5 mg aber natürlich habe ich nebenwirkungen.. seit gestern starker schwindel, wieder diese stirnkopfschmerzen, gereizt aber alles noch in grenzen, ich hoffe das wird nicht mehr… ich gehe erst auf 0mg, wenn alle symtome weg sind…. ganz liebe grüße an dich.. anja


Lilly on January 20th, 2010 at 7:25 pm #

Halte mich auf jeden Fall auf dem Laufenden! Viel Glück beim Durchhalten!

LG
Lilly


anja on January 21st, 2010 at 8:06 am #

guten morgen lilly,

heute ist die 5. Einnahme von 2,5mg…. bis jetzt ist es auszuhalten. schwindel, leichte kopfschmerzen.. danke lilly.. lg, anja


anja on January 23rd, 2010 at 8:56 am #

und heute ist die 7. einnahme von 2,5 mg.. ich will noch 7 tage 2,5 mg nehmen und wenn mein zustand so bleibt, gehe ich auf 0mg… allen anderen viel glück beim absetzen. toi toi toi, anja


Lilly on January 24th, 2010 at 12:31 pm #

Bleib dran Anja und weiterhin viel Glück.

Lilly


Petra on January 26th, 2010 at 12:10 pm #

Hallo zusammmen,

mein letztes Posting liegt schon fast ein halbes Jahr zurück (im August), aber damals hatte ich schon angekündigt, dass ich meine echte Bewährungsprobe im Winter kommen sehe. Genau so ist es jetzt auch: Mir geht es total besch…! Halte mich mit hochdosiertem Johanniskraut über Wasser, aber es ist trotzdem gruselig. Und ständig die Panik, dass ich wieder vollkommen abstürze..! Ich habe jetzt in einigen Beiträgen über dieses Serotonin-Defizit-Syndrom gelesen, was ich auch vorher schon im Internet gefunden hatte. Kann mir jemand darüber einen Erfahrungsbericht geben??? Franky hatte da wohl so seine Erfahrungen gemacht. Ich würde mich auch gerne außerhalb des Forums austauschen, – ist ja sozusagen nur ein Nebenkriegsschauplatz.

Also, große Bitte an Franky: Melde Dich mal! Und wer mir sonst noch helfen kann – herzlich gerne! Nächste Woche habe ich einen Neurologen-Termin, mal sehen, ob ich diesen Mist nicht doch noch in den Griff kriege!

Herzlichen Gruß, Petra


anja on January 28th, 2010 at 7:14 pm #

hallo zusammen,

heute hatte ich die 12. einnahme von 2,5 mg paroxat. gestern und heute sehr komische psychsche, so fremd fühlen, als ob ich neben mir stehe und zuschaue und leicht gereizt, ängstlich… aber ich werde ja erst am 8.2.2010 auf 0mg gehen…. toi toi toi.. ich werde das schaffen, ich habe nie gesagt, das es einfach werden würde :-) scheißdreck…. liebe grüße an euch. anja


Denny on February 1st, 2010 at 7:49 pm #

Hallo Zusammen.
Ih nehme seit 8 Jahren dieses Zeug. Dachte jetzt mal ans absetzen. Bin jetzt durch Zufall auf diese Seite geraten und habe das erste Mal seit Jahren richtig Angst. Wie soll man das durchhalten. Mein bekommt was zu hören.Von wegen, jederzeit leicht abzusetzen.
Habe nun wenigstens auf einen positiven, mutmachenden Bericht gehofft. Nichts!!!
LG


anja on February 1st, 2010 at 7:57 pm #

hallo zusammen,

heut habe ich die 16. einnahme von 2,5mg paroxat eingenommen und muß sagen, das es mir schon seit echt scheiße geht.. schwindel ist nicht so arg. aber die psyche spinnt rum.. heftig kann ich nur sagen. ich habe heute nur geweint und hatte das gefühl das ich einfach keine kraft mehr habe aber das drecks paroxat kann mich mal… wir dürfen uns von so einer scheiße wie paroxat nicht kaputt machen.. wie schon sooft gesagt, es kann gut sein, das vielen von euch oder auch anderen paroxat das leben gerettet hat und viel geholfen hat aber davon los zu kommen ist noch schwieriger find ich… ich finde es unverschämt dieses zeug, es gehört verboten.. sollen doch die neurologen die scheiße essen, mal schauen wie die davon los kommen, vielleicht glauben die uns dann was für nebenwirkungen paroxat haben kann.. man wird ja nicht für ernst genommen… ich vertraue denen überhaupt nicht mehr. ich war glaub ich schon bei 10 stück und jeder sagt was anderes.. cool oder??? ich will nicht alle über einen kamm scheren aber ich habe keinen bock mehr auf die.. ich will nur das zeug los werden und wünsche mir und euch allen, wenn es hier im forum noch überhaupt irgendjemanden gibt :-) viel glück.. toi toi toi… wir schaffen das… anja


Lilly on February 5th, 2010 at 10:28 pm #

Hallo Anja,

suche vielleicht mal eine homäopatische Praxis auf! Dort wird man dir helfen, besser von dem Zeug loszukommen…nur so als Tipp!

LG Lilly


anja on February 7th, 2010 at 9:07 am #

guten morgen lilly,

heute ist die 22. einnahme von 2,5 mg paroxat. es wird langsam besser. ab morgen gehe ich auf 0mg. das schöne ist ja, das ich am kommenden mittwoch eine blutapherese bekomme, da wird das blut gesäubert und der dreck wird rausgefiltert und auch ein teil vom noch vorhandenen paroxat, was sich ja gut und gerne im fett festsetzt und auf mittwoch freue ich mich tierisch. wird vielleicht nochmal hart jetzt 2 oder 3 monate oder vielleicht auch nicht aber ich werde dieses dreckszeug nicht mehr nehmen. bin echt am überlegen ob ich die leute verklage, die den scheiß verkaufen, wahrscheinlich hat man keine große chance aber die leute wissen gar nicht was die uns antun. manchen zumindest, jeder ist ja anders…. was ist bei dir so lilly, wie ist dein stand???
ganz liebe grüße
anja


katja on February 8th, 2010 at 3:49 pm #

hallo,
mir geht es echt beschissen von diesem scheiss paroxetin ich nehme seit6monaten 20 mg mir wurde gesagt das die dinger nicht abhängig machen aber das sieht jawohl anders aus nehme jetzt seit 1 woche 10mg bin am schwitzen habe ständig schwindel und kreislaufprobleme heulerrei agressiv und und und es ist schrecklich also wenn jemand sich mal mit mir unterhalten möchte dann katjafajsal@hotmail.de vielleicht kann man sich ja gegenseitig helfen.lg katja


Lilly on February 10th, 2010 at 8:49 am #

Hallo Anja,
habe heute einen Termin bei einer Heilpraktikerin. Nehme im mom weiterhin 20 mg parox. Nehme diese jetzt aber abends ein, weil ich tagsüber bei morgentlicher Einnahme gegen Mittag über Stunden sehr müde war. Nun komme ich besser klar, also keine Müdigkeit mehr tagsüber. Bin mal gespannt was mich gleich erwartet.

LG Lilly


Gabriel on February 10th, 2010 at 10:37 am #

Hallo zusammen,

ich muss gestehen ich habe nicht alle Beiträge gelesen, möchte mich aber melden vielleicht hilft mein Beitrag den anderen…ich habe im letzten Jahr Paroxetin wegen Panickattacken genommen, nach ein Paar Monaten ging es mir viel besser, im Sommmer habe ich sie abgesetzt, nach den 40mg Tabletten ein Paar Tage 30mg, 3-4 Tage 20mg, dann 10mg und fertig. Ich hatte keine nenneswerte Nebenwirkungen, während der Einnahme und überhaupt keine Absetzerscheinungen, mir haben schon drei Ärzte bestätigt, dass Paroxetin nicht süchtig macht, gut verträglich sei und keine Probleme bei der Absetzung macht. Sooo, ich hatte etwa 8 Monate Ruhe, ich glaube im Sommer kann man prima absetzen, allerdings war für mich dieser Winter anscheinend zu lang und und ich habe bei mir so depressive Erscheinungen bemerkt; ich bin auch nicht mehr so viel draußen wie im Sommer und das stört mich, also fange ich wieder an mit Paroxetin, erst mal mit 10mg/Tag. Der Psychotherapeut ist mir sehr wichtig, habe von dem wichtige Ratschläge bekommen, jetzt habe ich aber gerade keinen Termin bekommen und ich habe mich für ein Weile Paroxetin entschieden…Im Sommer kann man mehr laufen, der Tag ist länger und ich hoffe, dass ich wieder absetzen kann.
Ich muss sagen, alleine schon wenn man alles auf Foren liest werden wahrscheinlich unsere Hirne beeinflußt, in den meisten Fällen negativ. Ich habe nur gute Erfahrung mit Paroxetin gemacht und dasselbe habe ich auch von den anderen Pazienten gehört. Panickattacken habe schon lange nicht mehr gehabt, ein bisschen Unruhe jetzt finde ich normal, da ich zur Zeit auch keinen Job habe und das macht mich sehr, sehr traurig…
Ich wünsche Euch gute Besserung, ich freue mich wenn der eine oder andere darauf antwortet!

Ach soooo, noch etwas: ich habe die Entspannungsübungen nach Jacobsen sehr ernst genommen, habe sie lange geübt, seit Monaten aber nicht mehr ABER: zur Not kann mich fast auf Bestellung beruhigen wenn ich so eine Übung mache, nach etwa 15 Minuten schlafe ich fast ein. es ist ja so dass bei Panickattacken und Unruhezustände die Muskel sehr angespannt sind, wenn man schafft den ganzen Körper zu entspannen ist der Stress weg, wirklich!


Lilly on February 11th, 2010 at 11:28 am #

Hallo zusammen,
hallo Anja,

War gestern bei einer Heilpraktikerin. Ich soll auf jeden Fall Paroxetin erst einmal weiternehmen und die tägliche Tablette als mein “Freund” sehen, weil sie mir jetzt im Moment auch hilft. Wir haben über meine Ängste gesprochen und ich habe eine sogenannte Rückführung gemacht, wobei herauskam, dass ich mit 3 Jahren irgendein Erlebnis hatte, worauf die Angstzustände herrühren können…
Sie hat meinen Körper mit ihrer Hand “abgescannt mit einem Abstand von ca. 20 cm. Ich kann Euch sagen, so was habe ich noch nie erlebt…In Brust und Halsgegend habe ich ihre Energie gepürt, als wenn man einen Plus und Minuspol zusammenführen will. War echt komisch. Ich bekam am ganzen Körper Gänsehaut. Ich sollte mich an ein bestimmtes schlechtes Kindheitserlebnis erinnern. Tatsächlich bekam ich wie damals ein Engegefühl im Hals, konnte nicht mehr richtig Atmen und begann stehend wellenartig zu wanken. Dann, als es vorbei war,fühlte ich mich freier und losgelöster…Die Sitzung ist nicht ganz billig. Habe 60 Euro pro Stunde gezahlt. Die Heilpraktikerin hat mir auch gesagt, dass man von den Tabletten nicht abhängig wird, dass jedoch das Absetzen ganz, ganz langsam geschehen muss. Es gibt auch eine Alternative das das Serotonin im Gehirn wieder so funktioniert, wie es soll. Dazu wird sie aber später kommen. In zwei Wochen habe ich die nächste Sitzung.

LG Lilly


Gabriel on February 11th, 2010 at 12:30 pm #

Hallo Lilly, hallo zusammen,
da bin ich auf diese alternative gespannt, vielleicht brauchen wir dann nicht mehr Kaninchen mit der Kanone zu jagen ;-) Als ich abgesetzt habe hatt ich so zu sagen auch Ersatz, es war Sommer, es war Urlaub – genau der richtige Moment!


Petra on February 11th, 2010 at 1:19 pm #

Hallo Lilly,

das hört sich spannend an! Bitte berichte mal weiter!!!
Ich habe es leider nicht geschafft, der Winter hat mich wieder voll runter gezogen und seit vergangener Woche nehme ich wieder was ein. Diesmal sind es MAO-Hemmer, hab den Namen grad nicht im Kopf. Bin einerseits traurig, weil ich es nicht ohne schaffe, andererseits gespannt, wie die jetzt wirken… Die Nebenwirkungen beim Einschleichen sind jedenfalls weniger stark als damals beim Paroxetin.

Mein Kommentar zu Gabriels Beitrag: Ich bin auch heilfroh, dass mir P. geholfen hat, aber ein Medikament, dass sich so dagegen wehrt, abgesetzt zu werden, macht mich doch stutzig! Klar ist Depression eine Stoffwechselstörung im Hirn, aber der Eingriff, den dieses Medikament im Hirn vornimmt, der hatte es auch in sich… Ich bin nicht ohne Grund ziemlich traurig darüber, dass ich es nicht ohne schaffe.

Ich hatte auf eine Reaktion eines Forum-Teilnehmers gehofft, aber außer Anja schaut hier wohl niemand regelmäßig rein :-) Schade, da hatte ich noch Hoffnung auf ein paar Infos.

Liebe Lilly, ich bin schon ganz gespannt auf Deine Berichte!

Gruß, Petra


Anja on February 12th, 2010 at 4:02 pm #

hallo alles zusammen,

heute ist der 3. tag andem ich kein paroxat mehr nehme. es ist ein sehr schönes gefühl. ich habe seit gestern leicht schwindel. ich rechne noch mit 2-3 monaten nebenwirkungen/ausschleichsymtomen…
bei mir wurde ja serotoninmangel festgestellt und bekomme auch 5 htp neurostress das mein serotonin sich wieder auffüllt.. das ist nämlich für die psyche super wichtig. leider hat bei mir ja paroxat nie was gebracht, nur ärger… aber ich habe ja gesagt, nicht mehr mit mir… nie wieder paroxat… die ärzte können mir viel erzählen, das vertrauen zu ihnen habe ich schon lange nicht mehr. ich war 10 jahre bei jedem arzt, der meinte meine symtome seien psychisch bedingt, ich wurde immer schnell abgestempelt, bis ich 2 tolle ärzte gefunden habe, die mir helfen und sagen, das ich nicht psychisch krank bin, sondern systemisch krank, aufgetreten von borreliose und vergiftungen, die psychisch ähnliche symtome aufweisen lassen, wie bei mir und daraufhin werde ich jetzt behandelt und alle anderen ärzte dürfen noch meinen schnupfen behandeln aber mehr nicht mehr…. UND, paroxat macht abhängig… was ist es denn sonst??? ich schleiche seit september 2009 zum 3. mal aus und jetzt bin ich das 1. mal überhaupt auf null… vorher ging es nie mehr als bis 7,5mg dann bekam ich die schlimmsten symtome…. ich drück euch und mir weiterhin die daumen und macht das was euch gut tut… ich bin froh auf 0mg zu sein….auch wenn ich VIELLEICHT noch ein paar tage/wochen oder monate kämpfen muß…. ich grüße euch ganz lieb und schreibt soviel es geht hier rein, es tut gut und anderen auch… ich fand/finde es immer interessant zu sehen, wie es anderen ergeht/ging und konnte mich manchmal damit beruhigen…. zusammen geht alles einfacher…

liebe grüße

anja


Lilly on February 14th, 2010 at 9:39 am #

Meine Heilpraktikerin hat mir gesagt, man kann zwar Serotonin im Blut feststellen, aber keiner kann dir sagen, wie es in Deinem Gehirn funktioniert. Also ein normaler Serotoninspiegel liegt bei 50 bis 200. Wenn man jetzt z.B. einen Wert von 100 hat, was ja dann im völlig normalen Bereich liegen würde, heißt das noch lange nicht, das das Gehirn damit auch “umgehen” kann und das Serotonin “vernünftig” von einer Synapse zur anderen schickt.

LG
Lilly


anja on February 14th, 2010 at 11:17 am #

hallo lily,

da hat die heilpraktikerin recht.. mein serotonin war im blut durchgehend bei 4,5 also definitiv zu wenig, deswegen bekomme ich neurostress 5 htp. mein arzt hat festgestellt das meine bluthirnschranke offen ist und das serotonin nicht alleine ins gehirn transportiert werden kann. jetzt habe ich noch die memo ir tabletten dazu bekommen, die befördern praktisch die 5 htp in mein gehirn und seitdem ich memo ir nehme steigt mein serotonin immer mehr. bin so langsam auf 50 nach 8 monaten… mein körper transportiert leider sehr langsam und nimmt tabletten langsam auf, wurde alles festgestellt aber die ganzen untersuchungen mußte ich selber zahlen, hat sich aber gelohnt….ein normaler hausarzt kennt diese untersuchungen gar nicht oder weiß sie nicht anzuwenden.. die meisten wissen gar nicht wie man serotonin messen tut… unglauglich… heute 5. tag ohne paroxat.. bin gereizt, schwindel, heule heute viel und schimpfe nur rum mit meinem mann und den kindern aber da müßen die und ich durch… toi toi toi….

lg
anja


Sanny on February 15th, 2010 at 2:30 pm #

Hallihallo, ich nehme 40 mg Paroxetin.Kennt jemand das Gefühl des Schwindels? Kann das NW sein? Mir ist immer schwindelig. HNO, MRT,Augen, Neurologie (zum Glück) alles ohne Befund. Der Schwindel ist nicht auszuhalten, und ja, dieses “fertig sein” (Müdigkeit)
Lieben Gruß


anja on February 16th, 2010 at 8:11 am #

hallo sanny,

seit wann nimmst du 40mg?? ich habe ja immer 20 mg paroxat genommen, als ich damit angefangen habe, hatte ich einschleichsymtome für ein paar tage, wie schwindel, kopfweh, bauchweh, übelkeit und stromschläge, hat sich aber wieder gelegt. wohlbemerkt, habe ich paroxat erhalten, weil ich schwindel hatte und mit paroxat sollte der schwindel weggehen.. ich habe das zeug 4,5 jahre lang genommen und der schwindel ist immer noch da :-( dann hieß es damals ich soll die tabletten erhöhen dann bin ich auf 30 mg und die o.g. symtome kamen wieder für ein paar tage auf… heute nach über einem halben jahr ausschleichen bin ich seit 7 tagen auf 0 mg paroxat, es war ein harter harter sehr sehr harter weg und es ist noch nicht ganz vorbei aber kein vergleich zudem zustand als ich auf 7,5mg reduziert habe… aber es ist zu schaffen. es ist mein 3. versuch in den 4,5 jahren und ich denke ich habe es jetzt geschafft, ich werde keine paroxat mehr nehmen… ich wünsche euch allen und mir auch noch viel glück, durchhalte vermögen und ganz viel kraft…

anja


Sandy on February 17th, 2010 at 8:18 pm #

Hallo Ihr Lieben da draußen, ich möchte Euch mal kurz meine Geschichte erzählen! Aufgrund von Panikattacken und Depressionen habe ich über 1 Jahr lang Benzodiazepine geschluckt (sehr starke Beruhigungsmittel) und mein Arzt hat die auch immer schön verschrieben ohne mir zu sagen wie abhängig die machen. ALs ich dann im August 2009 einen totalen Zusammenbruch psychischer Natur erlitt wurde ich in eine psychatrische Klinik eingewiesen und habe dort 13 Wochen verbracht. In dieser Zeit habe ich dann auch das Benzodiazepin ausgeschlichen. DAS WAR DIE PURE HÖLLE! Ich habe wirklich gedacht bald bist Du auf der geschlossenen Abteilung (kann man googlen – schlimmer als Heroinentzug)!!! Ich könnte nicht mehr klar denken, ich habe nichts mehr wirklich wahr genommen und dachte mein Leben ist vorbei!!! Das war nur der körperliche Entzug! Selbstmordgedanken, Hallutinationen, etc. unfaßbar grausam. Ich habe um die Zeit zu überstehen (Panik, Depression, Entzug) Paroxetin bekommen und es hat mir durch die schlimmste Zeit meines Lebens geholfen, wirklich wahr! am 24. 02.2010 muß ich zur Reha – Entwöhnung (nach einem Jahr war ich ein Tablettenjunkie Benzodiazepine). Nun versuche ich vor dem Klinikaufenthalt auch das Paroxetin weitestgehenst runterzufahren! Ich bekam 60 mg morgens!!! Nun bin ich auf 40 mg runter und habe viele Symthome die bereits aufgezählt wurden; Schwindel, Kreislaufprobleme, Herzrythmusstörungen, Übelkeit, Mattheit, Agressionen, elektroschläge im Kopf etc. Das ist nicht schön – kann man aber aushalten. Greift bitte nicht zu Beruhigungsmitteln oder Schlafmitteln. Die machen richtig abhängig und der Entzug ist wirklich die Hölle!! Dagegen ist das Absetzen von Paroxetin ein Sparziergang im Frühling!!! Laßt Euch dabei begleiten, sei es durch Arzt oder Klinik. Das macht Mut und da ist einer für den anderen da! Bei Fragen – einfach schreiben!
Sandy


anja on February 20th, 2010 at 9:04 am #

hi alle zusammen,

heute ist tag 11 andem ich keine paroxat mehr nehme. ich glaub es geht jetzt richtig bergauf… liege zwar seit ein paar tagen wegen grippalen infekt im bett aber ich muß sagen, ich glaube ich schaffe es diesmal echt.. ich muß auch sagen, das ich seit tagen keine fressattacken auf schokolade mehr habe, wahrscheinlich wird mein stoffwechsel wieder normalisiert, so nach und nach.. wäre ja echt super… ich wünsche euch und mir alles liebe und gute… anja


keko on February 20th, 2010 at 5:08 pm #

hi leute ich melde mich auch mal wieder also ich bin gerade dabei paroxetin absusetzen ich habe es wegen angstzuständen und depressionen genommen …. ich habe meine dosis von 20mg nun auf 10 abgesetzt also halbiert und ich muss sagen es ist alles okay … also fast alles bis auf hitzewellen und schwitzen und etwas aggresivität fühle ich mich wie immer ….. also leute bildet euch auch nichts ein das ist nämlich auch ein grosses problem das viele beim absetzten haben … euch kann nichts passiren fühlt euch gut macht es euch gemütlich ….. ich melde mich wieder


Anja on February 21st, 2010 at 9:03 am #

da hast du dann echt glück gehabt keko..sei froh aber die meisten die hier drin sind hatten heftige absetzerscheinungen und wußten nicht mehr weiter, weil die ärzte sagen, das es keine großartigen ausschleichsymtome gibt und dann sucht man hilfe und ich bin dann auf dieses forum gekommen und fühlte mich verstanden. bei mir gingen die heftigen ausschleichsymtome auch erst ab 7,5 bzw. 5mg los. bis 10 ist es echt okay… leicht schwindel, etwas gereizt aber das wars.. ich drück dir die daumen keko und hoffentlich läuft es bei dir weiterhin so gut.. euch allen weiterhin alles gute.. ich hatte gestern einen horror tag. erst war alles super, habe auch hier reingeschrieben aber zu mittag hin dachte ich, ich dreh ab.. 3-4 stunden nur geweint, widermal richtige heulkrämpfe, angst durch zu drehen, angst das ich mich nirgendswo fest halten kann, ich wußte gar nicht genau was los war, ich hatte nur angst… aber das ging dann wieder weg und heute ist der tag 12 ohne paroxat… juhuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu ich werde locker noch 2-3 monate brauchen um die ausschleichsymtome weg zu haben.. nehme ich in kauf.. hauptsache nicht mehr paroxat… toi toi toi, anja


m-hh on February 22nd, 2010 at 11:53 am #

hallo an euch alle ich bin froh das hier zu lessen ich habe auch erscheinungen angstzustänte panikattaken und knochenschmerzen und das am kannsen körper kopfschmerzen gefühlslosichkeit kein bezug auf meine mitmenschen familie! zittern stromschläge am körper kopf hände sogar in genitalbereich kann mich auch nicht mehr bewegen und kann mich nicht mehr konzentrienen genauso wie jezt beim schreiben ich bin immer müde ich neme paoxextin 20g jeden tag ein und heute habe ich es zwei tage nicht genommen und es ist die hölle ich habe auch erscheinungen bei der einame mir geht es bei der einname supergut aber habe köperliche probleme schlafe immer wieder auch mein sexualleben ist gehämmt gefühlosigkeit kein entpfinden ich weiss nicht mehr weiter ich bin auch sher agresivv mich bringt einfach alles auf die palme ich weiss nicht mehr weiter bitte hilft mir und sorry wegen die schreibfelher ich kann mich nicht mehr konzentriren!!!!


anja on February 26th, 2010 at 8:39 am #

hi m-hh

seit wann nimmst du paroxat?? wenn du grad angefangen hast, sind das einschleichsymtome und wenn du die tabletten jetzt einfach weg lassen willst, ist das keine gute idee. ich habe eins gelernt, ganz ganz ganz langsam in 2,5mg schritten reduzieren. ganz langsam, das ist sehr wichtig. ich bin jetzt seit 17 tagen auf 0mg und es ist immer noch schwer obwohl ich seit monaten reduziere. es ist halt echt krass das zeug aber die ärzte wollen das nicht wahrhaben.. leider. nur wenn du paroxat täglich einnimmst und trotzdem diese symtome hast, würde ich dir dringend raten, mit deinem doc zu reden, dann verträgst du es nicht oder was auch immer. versuch dich zu beruhigen, ganz wichtig, viel viel wasser trinken, sport machen, wenn es möglich ist. ich drücke dir die daumen….. anja


Ulli on February 28th, 2010 at 11:55 pm #

Hallo Leute,
ich bin heute auf Eure Seite gestossen, da ich gerade das Paroxetin ausschleiche und nun mein Körper den Geist auf gegeben hat. Ich musste vom Dienst nach Haus geschickt werde, weil ich mich kaum noch auf den Beinen halten konnte. Ich liege im Bett und will mich einfach nicht bewegen, dann bewegt sich auch nicht soviel in mir. Meine Symptome:
Schwindelattacken, heftiges Schwitzen, “Kopflosigkeit”, Konzentrationsabfall, Herzrhythmusstörungen, Schläge im Kopf,Herzschlag auf der Zunge, Zunge, Lippen und Gesichtshaut kribbeln, Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit bei ständiger Müdigkeit. Das sind die offensichtlichsten. Was mich wundert: ich war bei 20 mg – habe über 2 Monate reduziert – auf 10, auf 5, dann jeden 2.Tag 5 – und kaum is der Scheiß raus, dreht mein Körper durch. Und ich auch langsam. Ich erkenne mich selbst nicht mehr. Die Agressionsempfindlichkeit steigt auch. Wobei ich Reduzierung als angenehm empfand – ich wurde wieder empathischer, toleranter, es wurden mehr Gefühle wach – alles toll, bis ich dem Körper 0mg von dem Scheiß gab. Ich bin wirklich froh, daß ich diese Seite gefunden habe, denn sie zeigt mir, daß ich in diesem Punkt nicht einzigartig und auch nicht bescheuert bin. Denn von ärztlicher Seite wird man damit doch eher allein gelassen.


Diamond on March 1st, 2010 at 12:10 am #

Bin ich froh diese Seite gefunden zu haben. Zwar habe ich nicht alle Beiträge vollständig gelesen, aber durch Überfliegen weiß ich jetzt,dass ich nicht allein bin. Nur 3 Tage ohne und es ging gar nichts mehr. Vor allem die Schweißausbrüche, Verwirrtheit und wahnsinnige innere Unruhe haben mich fertiggemacht.

was ich noch fragen wollte: hat hier jemand Erfahrungen mit Prometazin oder Mirtazapin??


anja on March 1st, 2010 at 7:46 pm #

hallo ulli und diamond,

@ulli: du mußt noch viel langsamer reduzieren. ich habe 4,5 jahre 20 mg paroxat täglich genommen. das ist jetzt mein 2. versuch und ich bin seit 20 tagen auf 0 mg.. ich habe im august angefangen zu reduzieren. in 2,5mg schritten wöchentlich runter bis ich bei 10 mg war nach einem monat und dann weiter in 2,5mg schritten aber pro schritt 4 wochen ca.oder manchmal länger weil es bei mir so extrem war mit ausschleichsymtomen, das was du aufzählst war bei mir auch außer herzrythmusstörungen, gott sein dank… aber ich dachte immer ich flippe aus, keiner kann mir helfen,etc…angst, panik, etc… allerdings begleite ich mich mit tavor, beruhigungstabletten, sonst hätte ich es nicht soweit geschafft. beim 1. absetzversuch war ich ohne tavor und habe bei 7,5mg abgebrochen.. die schritte ab 7.5mg sind echt hart muss ich sagen aber es ist zu schaffen… wie gesagt, seit 20 tagen bin ich auf 0 mg.. und selbst die 0 mg sind horror..aber ich glaube ich spüre das es besser wird.. hoffe ich.. NIE AUFGEBEN!!! ANGST IST NUR EIN GEFÜHL!!!!!!!!!!! du schaffst das ABER lass dir bitte zeit.. manchmal wenn es gar nicht ging und ich war auf 5 mg z.b. dann habe ich an einem tag mal 15mg genommen, das der körper verschnaufpause hatte und am nächsten tag wieder 5mg.. spiel mit den tabletten, so das es für die einigermaßen erträglich ist.. toi toi toi

@diamond: leider kenne ich mich mit prometazin oder mirtazapin gar nicht aus, sind wohl beruhigungstabletten nehme ich an oder??? aber dir auch toi toi toi

liebe grüße
anja


keko on March 4th, 2010 at 11:47 am #

hi ich bin jetzt bei 5mg angekommen und es ist scheisse. also es ist zum aushalten aber ich bin nu noc am fressen habe so komische stromstoesse. und weine auch ds oeffteren mal was ich von mir nicht kenne eine woche bin ich nun bei 5 mg und hoffe es geht wieder berg auf . ich hasse mich selbst irgendwie.. aber es ist zu ertragen … was nur echt scheisse ist ist das schwitzen und die stromschlaege … ich probiere immer so weit es geht gar nicht auf die symphome einzugehen und meinen alltag zu meistern es kann ja nur berg auf gehen irgendwie hat dr koerper den entzug geschafft immmer schoen positiv denken das ist das a und o meiner meinung nach .. nur das zunehmen bedingt durch das auf deutsch gesagt fressen nevt mich ich hoffe das geht wieder weg ey ….. lg keko


Zwang on March 4th, 2010 at 2:14 pm #

Jetzt schildere ich meine Erfahrung mit diesen (Gift) Paroxetin.
Die ersten 3-4 Wochen hatte ich starke Kopfschmerzen, verändertes träumen , Zittern der Finger (Tremor),kreislauf störungen, verlangsamte Reaktion.

Das war nur eine Halbe Tablette (10mg), erstmal zum gewöhnen, wenn es nach dem Dr. ging hätte ich eine Tablette nehmen sollen, Wunsch des Dr. eine Tablette Morgens, Mittags und Abends.
Die Maximal zugelassene Dosis in Deutschland beträgt 60mg.
Nach ca. Ein Monat habe ich dann eine ganze Tablette genommen, die Nebenwirkungen waren plötzlich heftiger (Kopfschmerzen) unscharfes sehen usw. Bin daraufhin zum Arzt der meinte doch tatsächlich..nehmen Sie diese Tabletten länger dammit sie die richtige Wirkung entfallten.
Ok dies habe ich getan, jetzt ging es richtig los ich konnte nicht mehr schlafen brauchte Schlaftabletten ohne diese konnte ich nicht einschlafen.
Nach einen halben Jahr beschloss ich Paroxetin abzusetzen.
Die Absetzsymptome waren sehr heftig ich hatte plötzlich Stromschlag ähnliche Schläge die vom Kopf bis in die Fingerspitzen liefen.
Nach zwei Wochen habe ich mich an die geringere Dosis gewöhnt.
Als ich nichts mehr genommen habe waren dies Stromschlagsymptome stärker als bei der ersten reduzierung.
Das war so stark das ich dann sofort wieder eine halbe Tablette eingenommen habe, danach war das mit dem Stromschalg weg
Nach drei Tagen habe ich mir einen ruck gegeben und versucht die Tabletten abzusetzen.
Nach zwei Tagen absetzen waren die Symptome so stark das sogar meine Zunge und Wangen bei jeder Kopfbewegung sehr stark gekribbelt haben immer in verbuindung mit diesen Stromschlag gefühl.
Jetzt nehme ich seit zwei Momaten keine Tabletten mehr und habe trotzdem immer noch diese Stromschag gefühle aber nur sehr leicht.
Mein Arzt hat mir dann versucht klar zu machen das es diese Absetzsymptome nicht gibt, das es an meiner Krankheit liegt.
In der Packungsbeilage steht unter Absetzsymptome: (Stromschlagähnliche Missempfindungen möglich die mehrere Wochen bis mehrere Monate anhalten können)
Darauf hin meinte ich doch und es gibt noch mehr Menschen die das Problemm durch diese Paroxetin (SSRI) haben.
Aber das ist ja nix neues das die Ärzte hier (nicht alle) sagen ne ne das kommt davon nicht.
In England zb. wissen die Ärzte das dass Medikament sehr gefährlich ist beziehungsweise die Absetzsymptome und da wird das Medikament garnicht mehr verschrieben.

Ich habe das Gefühl das wir die versuchskaninchen sind.
Googelt mal ein wenig über diese Medikamente und guckt euch Dokus an.

Nie wieder so ein scheiss lieber garnix nehemn.
Machts gut

gruss Zwang


keko on March 7th, 2010 at 12:31 pm #

hi kann mir mal einer sagen wann das besser wird mit den gefuehlsausbruechen .. das ist ganz schlimm ich koennt bei jedem scheiss heulen …lg keko


Anja on March 8th, 2010 at 7:16 am #

hi,

keine ahnung. bin jetzt seit 27 tagen auf 0 mg und trotzdem weine ich hin und wieder einfach so und mir geht es nicht gut. ich denke das dauert. man darf auch nicht vergessen wielange man die scheiße geschluckt hat. ich habe paroxat 4,5 jahrelang genommen, bzw. fast 5 jahre und dann ist mir klar, das es noch eine weile dauert mit absetzsymtomen, die immer wieder mal kommen… toi toi toi… wir schaffen das….


Diamond on March 9th, 2010 at 10:38 pm #

Mirtazapin war mein erstes antidpressivum. Das haben sie mir in der Psychiatrie in Königslutter gegeben. Obwohl ich angegeben habe bereits ein erhöhtes Schlafbedürfnis durch die Depressionen habe, verschrieben sie mir diese “Schlaftabletten”. Sie sind genau das Gegenteil von einem SSRI gewesen und ich habe noch mehr geschlafen. Promethazin sind zur Beruhigung. 25mg und sie helfen NULL. Dachte es kann mir evtl jmd helfen.

wer von euch war auch schon in einer psychiatrie?


Diamond on March 9th, 2010 at 10:56 pm #

omg, hätte mir meinen beitrag nochmal durchlesen sollen. ignoriert bitte die Fehler :D


meko on March 12th, 2010 at 9:25 pm #

Versuche auch gerade diesen Mist auszuschleichen den ich eigentich nie nehmen wollte. Echtes Teufelzeug.
Auf 10 mg runter war eigentlich kein Problem, nur ab und zu krieg ich einen Stromstoß oder fühle mich wackelig.
Aber sobald ich es ganz ohne versuche geht die lustige Achterbahnfahrt los – bin so schwach dass ich kaum mein Besteck halten kann, bin unfähig drei Schritte zu gehen ohne fast in Ohnmacht zu fallen, außerdem heftige Stromstöße im Kopf, Armen und Beinen.

Kein Arzt würde das Zeug je einschmeißen. Keine körperliche Abhängigkeit? Darf ich mal lachen??


Philip on March 13th, 2010 at 12:10 pm #

Hallo und einen Guten Tag,

Ich bin nun seit 6 Tagen Paroxetin frei. Ich lese hier nur Kommentare die das ausschleichen beschreiben. Ich bin von 40mg auf NULL gegangen. Ich muss Sagen es ist heftig, eine qual unvergleichlich mit jedem was ich bissher erlebt habe. Ich habe nun 6 Tage geschafft und werde es weiter schaffen denn ich hab dadurch nicht nur mich kaputt gemacht, sondern auch meinen Freunden und meiner EX Freundin. Ich hab es so satt das ich das schaffen werde und ich wünsche allen ein gutes gelingen und kann es nur so empfehlen wie ich es mache. Da es sonst einfach zu lange dauert, und was lange dauert ist meiner ansicht nach qualvoller als schnelles pflaster abziehen.

LG Philip


keko on March 13th, 2010 at 12:58 pm #

von 40 auf 0 krasse sache … ich gehe jetzt von 5 auf null das wird halb so wild aber was du machst kann ich mir nur echt hart virstellen alles gute dir und das du es aushaelst -


Anja on March 14th, 2010 at 9:09 am #

hallo zusammen,

wie schon erwähnt, habe täglich 20mg paroxat genommen über ca. fast 5 jahre. seit august 2009 habe ich ausgeschlichen und bin jetzt seit genau 33 tagen ohne paroxat. es gab in den 33 tagen mal 2 tage wo ich sagen muß, ging es mir echt gut aber mittlerweile ist es wieder sehr scheiße. gibt es hier eigentlich irgendjemand der jetzt seit monaten paroxatfrei ist und was berichten kann?? mein HAUPTPROBLEM nachdem absetzen ist, das ich mich seit wochen fremd fühle und alles so irreal ist und das macht mich echt fertig und tierisch ansgst. ich bekomme dadurch heftige heulattacken, weil ich dann einfach nicht weiß was eigentlich los ist?? hat das auch jemand??? paroxat habe ich damals verschrieben bekommen, weil ich jahrelang schwindel hatte und ich darauf keine lust mehr hatte, es hat mich beeinträchtigt und das geht NATÜRLICH auf die psyche. aber dieses fremdfühlen, nicht wissen was eigentlich los ist oder was eigentlich grad mein problem ist, das kenne ich absolut nicht. ich habe ja eigentlich ein tolles leben. eine große tolle familie, die immer hinter mir steht. tag und nacht für mich da ist, wenn ich (wie gestern wieder) heulattacken, angst und panik bekomme, zwei wahnsinnig tolle kinder. einen tollen mann (jeder hat mit seinem partner mal schwierigkeiten und streitereien) aber er ist ein feiner kerl, sowas bekommt man nicht zweimal… und einen süssen hund. ich bin seit august krank geschrieben, weil es mir nicht möglich war/ist arbeiten zu gehen… ich wache mit dem gedanken auf, wie geht es mir heute?? scheiße, alles irreal, komisch, gereizt,etc… da fängt es ja schon an… hat jemand das gleiche und kann mit mir darüber schreiben?? wäre echt super, denn mit ärzten geht das ja nicht, paroxat ist ja soooooooooooooo toll und hat keine nebenwirkungen. ich kann es nicht mehr hören.. ich frag mich dann immer ob es wirklich was mit dem absetzen zu tun hat oder ob es was anderes ist. mir ist schon klar, das wenn man fast 5 jahre von tabletten gesteuert wird und dann plötzlich alles alleine machen muß, dass es für den körper und die psyche horror sein muß alleine da zu stehen und wahrscheinlich muß man selber auch kämpfen und sich zusammen reißen und nach 33 tagen ist wohl noch keine ´heile welt´.. ich glaub ich verlange zuviel von mir und bin viel zu ungeduldig… was sagt ihr??? kann mir jemand helfen???

ich wünsche euch weiterhin alles gute und viel erfolg und hoffe das es bei euch besser abläuft. toi toi toi für uns alle. wir müssen es schaffen…

anja


Philip on March 14th, 2010 at 7:24 pm #

Hallo Anja,
vielleicht hilft dir meine Geschichte etwas, deine ganze Situation etwas klarer zu sehen.
vorletztes Jahr im September fing alles an, Es war der Geburtstag eines Arbeitskollegen, ( Ich befand mich in einer Ausbildung zum Konditor im 2ten Lehrjahr) und der Abend veränderte mein Leben von einer Minute auf die Andere. Ich erfuhr von meiner Exfreundin das ich Vater werde, und sie schon im 4ten Monat schwanger sei. Von ihr hatte ich mich getrennt weil die Beziehung meines Erachtens nach keine Zukunft hatte dies aber schon vier Monate vor der Erkenntnis das ich Vater werde. Nun ja ich erkannte die Situation recht schnell und war natürlich an ihrer Seite und hab ihr die ganze Zeit über bei gestanden. Es kam zur Geburt, das war der 25 März 2009 ich war mittlerweile eine neue Beziehung eingegangen, es lief alles wunderbar und konnte nicht besser sein. Ich war glücklicher Vater und sie glückliche Mutter. Meine Freundin glücklich mit mir, ich natürlich auch mit ihr. Es nahm so seinen lauf und die Dinge veränderten sich schnell, es kam Streit auf und ich verlor immer mehr den Kontakt zur Mutter meines Kindes, demnach auch zu meinem Kind. Ich kam mit allem nicht mehr klar wusste nicht mehr weiter und konnte mir selber nicht helfen, war hin und her gerissen zwischen meinem Sohn und meiner Freundin, was sollte ich tun, es war eine solche liebe wie ich sie wahrscheinlich kein zweites mal finden werde. Es zog sich alles sehr lange, ich war sehr oft Krank geschrieben fast ein komplettes halbes Jahr, und konnte den Kontakt zu meinem Sohn niemals aufrecht halten, es waren immer Pausen von einem Monat dazwischen. Das konnte alles so nicht weiter gehen. Meine Freundin die auch im selben Betrieb wie ich die Ausbildung machte, wollte die Beziehung dann beenden, das hat mir einen solchen Schlag verpasst das ich mit Selbstmord Gedanken, mit Klinik Aufenthalt, und mit mehr Tabletten herum schlagen musste. Nun, zur Zeit sieht es so aus, das ich freundschaftlich mit meiner Freundin/ Exfreundin zu tun hab, aber beide die Trennung irgendwie nicht so ganz wollen, und ich übers Jugendamt geregelte Besuchskontakte zu meinem Sohn hab. Meinen Job hab ich Anfang des Jahres gekündigt und bin seit dem Arbeitslos, habe aber am 6.04 die Einberufung zum Grundwehrdienst. Seit dieser Woche Montag hab ich keine Paroxetin mehr genommen, und ich war auf 40mg. Ich habe die Dinger am Sonntag alles die Toilette runter gespült. Ich wusste was auf mich zu kommt und hatte mich auf die Absetzsymptome schon vorbereitet. Ja ich konnte letzte Woche meiner Exfreundin sogar die Tränen aus dem Gesicht wichen und sie wieder aufmuntern. Ich war mehr damit beschäftigt mir selbst zu helfen indem ich Sport machte und mich mit Beschäftigungstherapie bei Laune hielt. Ich mein was soll ich sagen, mir geht es besser, zumindest etwas, ich hab eingesehen das ich mir viel kaputt gemacht habe. Ich hab keinen Job, keine Freunde, keine Freundin. Nur meine Ex die versucht für mich da zu sein, das natürlich auch will, aber von der kraft her nicht schaffen kann. Dieser Abschnitt meines Lebens hat mir viel gezeigt. Wie schnell alles kaputt gehen kann, und man es im Grunde selber verschuldet. Die Tabletten haben mir vielleicht in einem Moment geholfen, aber langfristig gesehen alles nur schlimmer gemacht. Nun stehe ich hier und schreibe in dieses Forum, um vielleicht anderen Mut zu machen, nicht die selben Fehler wie ich zu machen.
Man kann die Tabletten absetzten bei jedem Menschen verursacht es andere oder auch schlimmere Wirkung. Ich Empfehle nur es so schnell wie möglich zu machen, meine Erfahrung ist das es mir mittlerweile so gut geht es kaum noch absetz symptome da sind und das nach einer Woche, ihr müsst es nur durchhalten =)


Anja on March 16th, 2010 at 7:58 pm #

hi philip,

und wie geht es dir heute???

liebe grüße

anja


Philip on March 17th, 2010 at 6:09 pm #

Mir geht es gut, ohne Tabletten.
Absetzsymptome habe ich überhaupt keine mehr. Nur was geblieben ist, ist der Schmerz das ich meine Freundin verloren hab, und ich Sie immernoch Liebe, aber damit muss ich jetzt umgehen können so schwer es auch ist. Ich hoffe das ich damit abschließen kann.

LG Philip


Anja on March 21st, 2010 at 8:38 am #

hi philip,

das schaffst du bestimmt. natürlich tut das weh und man denkt man kann nie mehr so lieben wie diesen menschen,etc.. aber es geht.. kopf hoch!!

LG
Anja


Uwe on March 28th, 2010 at 8:59 pm #

Hallo Anja,(hallo an alle Betroffenen) halte(t) durch, Du (Ihr)schaffst das.
Ich habe vor 10 Tagen mit Paroxetin (10 mg) aufgehört und muß sagen, dass auch ich Grippesymtome wie z.B. Kopfschmerzen und Kribbeln im Kopf habe.
Trotzdem werde ich versuchen, ohne diese Tabletten auszukommen.

LG
Uwe


Anja on March 30th, 2010 at 7:10 am #

hallo zusammen,

heute sind es ganz genau 49 tage ohne paroxat. es geht l a n g s a m besser. ich hatte zwischdrin immer wieder heftige angst und panikattacken,etc… ganz übel aber es geht (glaub ich ) langsam bergauf. ich war bei einer neurologin und sie meinte, das nach sovielen tagen längst keine nebenwirkungen mehr sein dürften. keine ahnung die frau. jeder mensch ist doch anders, der eine verträgt es, der ander nicht, der eine hat leichte und nur kurze ausschleichtsymtome und der andere wie ich hat lange und heftige ausschleichtsymtome. wenn man sich im internet etwas schlau macht, steht das auch so. nun ja.. positiv denken und dann schafft man es auch. ich will die dinger nie wieder schlucken.
toi toi toi an mich und alle anderen. wir schaffen das…

grüße,
anja


Anja on April 2nd, 2010 at 6:32 am #

hallo zusammen,

bin jetzt seit genau 52 tagen ohne paroxat und ich kann nur sagen, das ich überglücklich bin, die scheiße los zu haben.. ich drücke euch allen die daumen, das ihr es auch schafft, es ist immer möglich auch wenn man nicht daran glaubt. ich denke gar nicht mehr an die paroxat, weil ich sie nie wieder nehmen würde, teufelszeuge. toi toi toi liebe grüße, anja


Jens on April 2nd, 2010 at 6:19 pm #

HI Leute,

ich kann leider nur einen positiven Bericht abgeben.
Hatte Paroxetin ca 1 Jahr eingenommen, 20mg täglich.
Dann habe ich sie für 2 Wochen auf 10mg und nach weiteren 2 Wochen auf 5mg.
Danach nochmal 4 wochen je 5mg die Woche.
Hatte absolut keine Problem damit. Keinerlei Nebenwirkungen. Die nächsten 4 Jahre waren die schönsten meines Lebens.
Jetzt fängt der Panikscheiss aber wieder an und ich muss mir was einfallen lassen.
Übernächste Woche hab ich nen Couchtermin.
Wünsch Euch allen alles Gute und immer den Kopf oben behalten.


Anja on April 5th, 2010 at 2:15 pm #

kopf hoch an alle…..


Anja on April 10th, 2010 at 11:18 am #

Hallo zusammen,

seit 60 vollen Tagen Paroxatfrei und es geht doch, hätte ich nie gedacht. wo ich doch solange gebraucht habe und solche schwierigkeiten damit hatte… und ich denke überhaupt nicht mehr an die tabletten, außer wenn ich am laptop sitze und auf meinen seiten rumstöbere dann komme ich noch auf diese seite und hoffe euch damit mut zu machen…. schleicht es langsam aus, gibt euch die zeit die ihr braucht.. ich habe mir immer termine gesetzt wann ich auf 0mg sein will aber das klappt nicht. ich bin immer 2,5 mg schritte runter am anfang alle woche und die letzten 3 schritte jeweils immer über einen monat…. es klappt.. ich drücke euch allen die daumen und die restlichen tabletten werde ich demnächst vernichten :-) juhuuuuuuuuuu toi toi toi leute….

liebe grüße, anja


Lilly on April 16th, 2010 at 10:25 pm #

Hallo Anja, habe Dein “Ausschleichen” verfolgt. Hast Du keine Beschwerden mehr? Schwindel, Angst etc.. Ich freue mich für Dich, dass Du es geschafft hast.

LG
Lilly


Helena on May 1st, 2010 at 1:07 pm #

Hallo zusammen…Ich habe im Januar 2008 mit Paroxetin angefangen und es dann im Frühling letzten Jahres ganz langsam runter dosiert. Erst jeden zweiten Tag 20mg, den anderen Tag 15. Dann jeden Tag 15mg…dann jeden zweiten 15 und jeden Tag 10mg usw. Das ging echt gut, bis ich dann komplett absetzte, aber es war alles auszuhalten.
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