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Heidi Klum wurde erneut ohne Schminke photographiert. Ohne Makeup sieht das deutsche Model irgendwie ziemlich gewöhnlich aus – wie jeder Mensch eben. Daß solch ein Befund überraschen kann? Ungeschminkt wurde Heidi Klum schon häufiger. Jedesmal allerdings ist das Medienecho und das Öffentlichkeitsinteresse exorbitant hoch. Angesichts der Epidemie der sogenannten Magermodels gleicht die nichtssagende Gewöhnlichkeit der deutschen Vorzeige-Karrierefrau umgekehrt einer Schocktherapie fürs reiflich selbst-illusionierte Ego, das mit solchen viel zu selten auftauchenden Schnappschüssen aus dem Alltag der Glamourwelt der Schönen und Reichen mit dem scheinbar Paradoxen konfrontiert wird. Gut sieht Heidi Klum auch so aus – Schminke hin oder her.
Die innere Stimme ist mächtiger als viele denken. Wer seinen Gedanken nicht traut oder sie genau überprüfen möchte, sollte dazu übergehen, auf dem Papier zu denken anstatt seinen Kopf hierzu zu mißbrauchen. Oft schießen einem die Gedanken nur so durch den Kopf, negative zumal und Gedanken folgen dem Prinzip Gleich und gleich gesellt sich gerne. Ein negativer Gedanke ruft einen weiteren hervor, die Gedanken beginnen um ein Thema herum zu kreisen bis schlußendlich der Teufelskreislauf namens Trübsal blasen geschlossen ist. Entkommen kann man dieser fatalen Entwicklung, indem man die Gedanken niederschreibt, die einen beschäftigen. Achten sollte man dabei darauf, daß man keine Aussagen über seine Gefühle festhält („Ich fühle mich so elend“), sondern die den Emotionen zugrundeliegenden Gedanken. Wer in sich geht und auf Papier oder am PC in einem Schreibprogramm festhält, was einen gedanklich beschäftigt, der wird sein wahres Wunder erleben. Gedanklich beherrschen einen mehr Vorstellungen, als man es für möglich hält. Pro Sekunde fegt eine ganze Karawane an Gedanken durch den Kopf und man wird dessen nur bewußt, wenn man dazu übergeht, ein Tempolimit für die Karawane einzuführen, indem man seine Gedanken notiert. Einmal protokolliert, kann man seine Gedanken analysieren und erkennt rasch, wie extrem negativ die Vorstellungen und Sichtweisen vor allem über sich selbst gefärbt sind. Ob solcher negativen Sichtweisen kann es nicht weiter verwunden, daß man sich schlecht fühlt. Nur wenige Menschen verstehen es, negative Gedanken bewußt als Steuerungsmittel für Höchstleistungen nutzen zu können wie etwa Sportler, die sich motivieren indem sie sich einreden, das sie gegen ihren Erzkonkurrenten verlieren werden und die innere Stimme Lügen strafen wollen dadurch, daß sie alles geben. Negative Gedanken rufen grundsätzlich immer und ausnahmslos negative Gefühle und Emotionen hervor. Glückliche Versager gibt es nicht, wer über sich als Totalausfall denkt und sich als Lebensunwürdig auf Gottes Erde betrachtet gar für nicht liebenswert auffaßt, der hegt Gedanken, die niemals Zufriedenheit ermöglichen können noch werden. Aus diesem Grund sollte man sich bewußt werden, welche Gedanken einen konkret beschäftigen. Auf Papier bzw. schriftlich gelingt dies am besten, denn das Schreiben zwingt zum Nachdenken und niedergeschriebene Gedanken lassen sich auch nicht ablenken. Gedanken-Buchhaltung wäre ein treffender Ausdruck für das Prozedere. Zudem kann man jederzeit zu ihnen zurückkehren oder weißt Du, was Du vorgestern gedacht hast, sofern Du nicht Deine Gedanken schriftlich fixiert hattest und demzufolge nachschlagen kannst? Schau Deinem Bewußtsein beim Denken zu, indem Du Deine Gedanken aufschreibst und notierst, am besten jeden Tag. Du wirst Dich wundern, was Du über Dich wirklich denkst und darauf brennen, Deine Gedanken ins Positive zu wenden. Deine innere Stimme wird es Dir danken.
Einer aktuellen Kritik der Behandlung von ADS mittels Ritalin in der Online-Ausgabe der Jungen Welt folgend, drängt sich mir folgender Gedanke auf: Hochinteressant wäre es für mich zu erfahren, wie Herr Emeritus Huisken reagiert hätte, wenn unter seinen Studenten ausnahmslos ADHSler mit ausgeprägtem Hang zur Hyperaktivität gesessen hätten. Nur zu gerne würde ich es auch jetzt noch auf ein Langzeitexperiment ankommen lassen, ob Herr Huisken als ehemaliger Dozent an der Uni Bremen willens und in der Lage gewesen wären oder sein könnte, unter diesen ritalinslosen Bedingungen lehren zu können, ohne selbst arg gebeutelt zu werden durch die Auswüchse der herumtollenden Studenten, die kraft ihrer in Mitleidenschaft gezogenen Konzentration in Kombination mit Hyperaktivität Herr Huiskens Vorlesungen nicht wirklich sinnhaft hätten bestreiten könnten. Extremalbedingungen sind immer wieder eine Feuerprobe für Theorien, die andere schelten. Ob man bereit wäre die sprichwörtliche eigene Medizin auch zu schlucken, die in diesem Falle nicht Ritalin sein dürfte, steht nämlich auf einem ganz anderen Blatt. |