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Ein Gedanke beherrscht mich gegenwärtig. Der Konflikt von Gegenwart, Zukunft und Prognose. Jüngst wird Depression mit Alzheimer in Verbindung gebracht. Dopamin, Serotonin, Noradrenalin – alles hängt irgendwie miteinander zusammen und doch nicht. Vor die Wahl gestellt, 10 Jahre länger in einem vermaledeiten Körper zu leben, oder aber diese 10 Jahre zu siechen und dafür 25 Jahre richtig Gas geben, wie würdest Du Dich entscheiden? Um den Sachverhalt noch mal ein wenig näher zu konkretisieren, sei er im folgenden noch einmal kurz aufbereitet. Nehmen wir an, daß man eine Lebenserwartung von 65 Jahren habe. Nehmen wir ferner an, daß man bereits 31 Jahre davon abgelebt hat. Option 1: Gegenwart vs. Zukunft Nun hat man die Wahl, die kommenden 25 Jahre nahezu symptomfrei von der Depression und weiteren Nebenerkrankungen zu sein, und kann im Leben richtig durchstarten. Der Preis wäre, möglicherweise die letzten knapp 10 Jahre seines Lebens dafür stärkere körperliche Leiden jenseits der Depression, wie Alzheimer, dulden zu müssen. Option 2: Gegenwart vs. Zukunft Dem steht gegenüber, sich für ein nicht wirklich symptomfreies Leben zu entscheiden, und mehr schlecht als recht im gegenwärtigen Zustand diesen bis ungefähr zum 65. Geburtstag hin aufrechtzuerhalten. Vor die Wahl gestellt Weshalb diese Szenerie? In jüngster Zeit gehe ich weiteren Diagnosen nach bezüglich Narkolepsie und nunmehr auch ADS, auch als ADHS bekannt. Wie bereits in der Einleitung erwähnt, alles hängt irgendwie zusammen und irgendwie auch nicht. Wäre ich zumindest von ADS betroffen, würde sich auch die Narkolepsie im vorbeigehen zu 90% erledigen, denn Ritalin (Methylphenidat) bildet ebenfalls ein Mittel der Wahl zur Behandlung der Narkolepsie. ADS und Depression Ritalin hilft obendrein auch wider viele Symptome der Depression, wie der Antriebslosigkeit oder der Gedankenflucht. Zwischen ADS und Depression gibt es wohl auch einen Zusammenhang biochemischer Art. Hinter mancher Depression verbirgt sich ADS und umgekehrt führt nicht selten gerade die unbehandelte ADS zu Depression. Etwa 40% der Depressiven sollen auch unter ADS leiden. Perfekte Kombination mit Antidepressiva also? Andererseits beäugt mich ein enger Freund, seines Zeichens angehender Facharzt für Neurologie, mit ein wenig Skepsis. Medikamente ja, doch zu viel Psychopharmaka? lautet seine Sorge. Spätfolgen könnten sich ergeben – könnten, oder auch nicht. Prognose Gesetzt den Fall, es werde Nebenfolgen geben, so kann es umgekehrt binnen 25 Jahren auch wiederum bessere, wirksamere und nebenwirkungsfreiere Medikamente geben. Wer weiß das schon genau? Ich ziehe es vor, 25 Jahre zu leben, ohne massive Stimmungseintrübungen, unerträgliche Schlafattacken und quälender Antriebslosigkeit. Mir ist es das wert. Anders als der Raucher, der seiner drohenden Lugenkrebs-Erkrankung den Weg per Kippe ebnet und meint, sterben müsse man sowieso, höre ich bildlich gesprochen gerade mit dem Rauchen auf, um später dennoch an Krebs zu sterben. Paradox.
Comments:
2 Comments posted on "Was würdest Du tun, wenn Du wüßtest, daß Du in 25 Jahren körperlich am Ende wärst?"
Alex on June 12th, 2007 at 8:09 pm #
Hm ich befinde mich im Moment .. nein eigentlich auch schon wieder längere Zeit in diesem Konflikt. Ich beobachte .. wie mein Körper verfällt.
zenisalm on July 11th, 2007 at 7:39 am #
Für mich wiegt jeder symptomfreie Tag mindestens 2 Tage im Schatten meiner selbst auf. Und sowieso, dass was ich meinem Körper in meinen depressiven Phasen angetan habe hat 100%ig mehr Nachwirkungen. Ich bin also ganz Deiner Meinung und wer weiß was die Zukunft für Möglichkeiten bringt. Post a comment
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