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Wofür steht der Dezember? Für Nikolaus, Weihnachten, Silvester und vor allem Urlaub. Gemeint ist damit nicht nur der eigene Urlaub, sonder auch jener des behandelnden Arztes. Und ohne Arzt keine Medikamente. Für eine streßfreie Zeit zum Jahreswechsel hin, hier drei wichtige Tips, was man als Depressiver (nicht nur im Dezember) beachten sollte. 1. Wie lange reichen die einzunehmenden und verschreibungspflichtigen Medikamente? Aus meiner Erfahrung heraus sollte man mindestens für eine Woche Tabletten in Reserve halten, besser wäre sogar eine Zeitspanne von zwei Wochen. Mein Arzt war einmal etwas unvermittelt für zehn Tage weg – und dann hätte ich ein gewaltiges Problem gehabt, denn mein Hausarzt, den ich fragte, ob er mir ersatzweise Medis verschreiben wollte, weigerte sich. Auch kann man selbst einmal krank werden oder kommt wegen unvorhergesehenen Schwierigkeiten vom Urlaubsort nicht weg. 2. Innerhalb welches Zeitraums ist mein Arzt im Urlaub bzw. die Praxis geschlossen? Zu meiner Schulzeit blickte ich immer voller Spannung auf die Termine der Ferien. Freizeit, lange ausschlafen und machen, was man will! Heutzutage blicke ich mit ähnlicher Spannung auf die Urlaubszeiten meines Psychiaters – allerdings unter umgekehrten Vorzeichen. Bevor der Mann in Urlaub geht, müssen Patientengespräche geführt und entsprechende Rezepte verschrieben werden. Offenstehendes sollte also dringend vor der Abreise abgeklärt werden. 3. Welche Ausweichmöglichkeiten habe ich, etwa im Falle der Vertretung durch einen anderen Arzt? Zwar bieten Psychiater häufig Vertretungsärzte an, diese aber verschreiben so gut wie überhaupt nicht ohne Einwilligung des behandelnden Arztes ein Medikament. Anders als im Falle der Grippe, bei dem man sich bei nahezu jedem Hausarzt Deutschlands eine Krankmeldung ausstellen lassen kann, möchte kein Vertretungsarzt in die Medikamentierung der Psychopharmaka des Patienten eingreifen. Steht zu befürchten, daß man während der Abwesenheit des behandelnden Arztes umstellen muß oder Nachschub bedarf, so muß man verbindlich mit dem Psychiater und dessen Vertretung Bedingungen vereinbaren, unter welchen die Vertretung entsprechend verfährt.
Comments:
3 Comments posted on "Keine Medikamente mehr und der Arzt ist im Urlaub – Vorbereitungen auf den Jahreswechsel"
Ulf on December 9th, 2006 at 8:42 am #
Ich bin gottlob ein guter Hamster und habe ausreichend Vorräte
Rene Kriest on December 9th, 2006 at 5:30 pm #
Du auch? Meine 100er Packung Paroxetin wartet schon in der Apotheke auf mich. Nächste Woche wird sie abgeholt.
Ulf on December 9th, 2006 at 5:45 pm #
Yep, ich habe auch hunderter-Rezepte für meine Grinsepillen. Soll wohl ein paar Tage reichen. Post a comment
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