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Meine Krankheit

Zu mir sei gesagt, daß ich seit über zehn Jahren an einer chronischen schweren Depression leide, allerdings erst seit 2006 in Behandlung bin. Zuvor machte ich bis zum Beinaheabsturz hin einen langen Leidensweg durch. Mittlerweile bin ich bipolar II - (hypo-) manisch-depressiv - diagnostiziert.

Neben der Depression erfreue ich mich auch sonstiger bekannter Begleitsymptome der Depression, wie Angststörung, Sozialphobie und so weiter und so fort, die mich mal mehr, mal weniger im Griff haben.

Meine Person: Daten und Fakten

Über meine Person gibt es an technischen Daten zu vermelden, daß ich die 30 Jahre 2005 überschritten habe. Geboren bin ich im Sternzeichen des Skorpions und wohnhaft in Frankfurt/Main (Hessen/Deutschland). Mit 1,83 Metern Länge ganz gut gewachsen. Äußerliche Erkennungsmerkmale sind meine blonden Haare und die grau-blauen Augen. Mein Gewicht hat sich von den 78 kg hinweg auf 81 kg erhöht – die Unlust ins Fitness-Studio zu gehen, war wohl verantwortlich.

Urlaub/Reisen

Ich lese gerne, wenn mich die Depression läßt, und verbringe viel Zeit in Spanien an der Costa Brava. Hunde liebe ich über alles, ebenso wie mittlerweile auch Katzen. Ködern kann man mich mit Red Bull. Freundschaft schließt man mit mir am schnellsten und unkompliziertesten, wenn man mit mir ins Bett will (kleiner Scherz ;)) oder mir eine Palette Red Bull schenkt.

Hobbies

Ehrenamtlich bin ich als Moderator im Forum der Eintracht Frankfurt tätig, dem besten Fußball-Verein der Welt. Die Wochenenden verbringe ich teils im Stadion, teils zu Hause. Ins Kino gehe ich gerne, sofern es die Sozialphobie zuläßt und ich nicht von einer Freßbrigade der Abteilung Popcorn umgeben bin.

Hin und wieder programmiere ich noch auf dem guten alten Commodore C64. Noch seltener bin ich auf dem Amiga 500 zugange. Dem C64 bin ich nach wie vor verbunden. In der noch existierenden Szene um den Computer herum bin ich Mitglied der Gruppe Remember, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Spiele digital zu konservieren und mit umfangreichem Bonusmaterial auszustatten.

Das Schreiben sollte ich vielleicht auch noch erwähnen. :)

Musik

Musikalisch bin ich stilistisch stark der elektronischen Musik zugetan, worunter für mich alles angefangen bei Kraftwerk, Soulsonic Force und vor allem die Synthie-Musik der 80er fällt. Gemündet hat dies alles in die Vorliebe für 80er Jahre Musik als auch Techno und Dark-Wave. Die Musik von Depeche Mode der 80er bis Mitte der 90er ist für mich eine der schönsten Phasen gewesen. Insbesondere das Konzert der World-Violation-Tour 1990 mit meiner damaligen Freundin war einfach nur schön. Auf der Loveparade war ich in den 90ern auch. Vielleicht kennt auch der eine oder andere berühmte Techno-Clubs wie das Dorian Gray, das Omen oder das XS/Box aus Frankfurt, in welchen ich ein- und ausging.

Die Person und die Krankheit

Während meiner Depression hatte ich immer wieder Phasen hoher Produktivität und Aktivität, die durch Eigeninitiative und viel sozialem Engagement geprägt waren. So beteiligte ich mich rege an diversen Projekten wie einem Rollenspieler-Verein als Vorstand, arbeite an der Abi-Zeitung usf.

Aus diesem Grunde scheint auch ein leichter (hypo-) manischer Zug in Kontrast zur Depression zu stehen, denn jedem produktiven Ausschlag folgte auch wieder der Absturz in die völlige Untätigkeit, was mir zum Teil den Ruf der Unzuverlässigkeit und fehlenden Ausdauer eingebracht hat, was mich sehr bedrückte. Viel zu spät erst erkannte ich die Ursache dessen – eben meine Depression.

Mit dem Prozeß der Akzeptanz meiner Krankheit mit ihren Folgen begann für mich eine wichtige mentale Entwicklung. Ich fühlte mich fortan erleichtert. Anstatt niedergeschlagen ob des Befundes zu sein, richtete ich gleich den Blick nach vorne, so gut es ging. Mit der Anerkennung meiner Möglichkeiten, also Stärken und Schwächen, begann ich, von meinen Stärken aus zu arbeiten und diese zu betonen.

Für mich ist das ein Fixpunkt meines Lebens: ich möchte konstant produktiv sein im Sinne der Umsetzung der mir gesetzten Ziele. Da es wie ein Widerspruch in sich anmutet, schwer depressiv und gleichzeitig produktiv und motivierend zugleich zu sein und ich Widersprüche liebe, habe ich mir zum Lebensinhalt gemacht für mich Methoden auszuprobieren, wie man trotz persönlicher Widrigkeiten langfristig erfolgreich an der Ziel- und Projektverwirklichung erfolgreich arbeiten kann.

Ausblick und Danksagung

Von euren Erfahrungen profitiere ich nicht nur hierbei enorm. Dieses Forum ist ein wahrer Schatz an persönlichen Erfahrungen und ich lese von vielen Menschen, die ihr Leben trotz verdrießlichster Umstände infolge der Erkrankung an schwerer Depression und anderer Störungen so gut als möglich meistern. In jedem von uns steckt ein Überlebenskünstler.

Vielleicht kann ich auch ein wenig mit meinen Erfahrungen, die ich in meinem Blog unter http://www.depressionsblog.com/ niederschreibe, etwas zurückgeben. Wichtig ist mir das Anliegen zu vermitteln, daß die Depression im klinischen Sinne die aus meiner Sicht tückischste Krankheit der Menschheit ist. Und jeder Tag, den man dieser auf Suizid sich hinbewegenden Krankheit abringt, soll ein schöner Tag sein.

Kontakt
René Kriest
Bechtenwaldstraße 23
65931 Frankfurt

Telephon: 069-97767615
Handy: 0176-96039342

Email: rk@depressionsblog.com

Kontakt aufnehmen kann jeder. Ich freue mich über jeden Erfahrungsaustausch und helfe gerne, wenn ich kann. :)

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