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Wann nimmst Du Deine Medikamente ein? Wußtest Du, daß der Einnahmezeitpunkt insbesondere für Psychopharmaka, die regelmäßig eingenommen werden sollten, wichtig ist? Weshalb der immer gleiche Einnahmezeitpunkt der Psychopharmaka wie Antidepressiva wichtig sein kann, will ich an dieser Stelle mit einem Beispiel darlegen. Morgens um 5 Uhr klingelt bei mir der Wecker. Es ist Zeit aufzustehen und die aus meiner Sicht wichtigste Tagesvorbereitung zu treffen. Gemeint ist die Einnahme meiner Psychopharmaka. Der Medikamenten-Cocktail umfaßt Zurzeit 70 mg Paroxetin und 100 mg Lamotrigin. Jeden Morgen um 5 Uhr – und das ist gut so. Allerdings könnte es auch 6 Uhr sein, oder auch 13 Uhr. Entscheidend ist alleine derselbe Tages-Zeitpunkt. Und nun zur Theorie. Psychopharmaka: Wirkweise und Stoffwechsel Nahezu sämtlichen Psychopharmaka ist zu eigen, daß sie einen gewissen Blutspiegel erreichen müssen, um zuverlässig ihre Wirkung entfalten zu können. Hierzu wird über einen längeren Zeitraum eine bestimmte Menge des Medikamentes eingenommen. Der Wirkstoff wird vom Körper verstoffwechselt. Man spricht von der Metabolisierung. Üblicherweise werden Medikamente mit sogenannter kurzer Verweildauer angewendet. Diese werden in kürzeren Zeiträumen metabolisiert. Um den Blutpegel des Medikamentes zu halten, muß man entsprechend nachlegen. Die Badewanne Vorzustellen hat man sich dies wie eine Badewanne, die man mit Wasser anfüllt. Läßt man das Wasser entweichen, wird die Wanne irgendwann leerlaufen. Füllt man dagegen genau die Menge an Wasser nach, die pro Sekunde abläuft, bleibt der Wasserpegel erhalten. Weiter könnte man auch die Badewanne erst alle 24 Stunden wiederauffüllen. Wichtig ist nur, daß innerhalb eines bestimmten Zeitraumes Ab- und Zufluß konstant sind. Das Blut Übertragen auf Psychopharmaka muß man das Wasser durch Blut ersetzen. Der Abfluß des Wassers bzw. Blutes stellt vereinfacht ausgedrückt die Abgabe des im Blut enthaltenen Psychopharmaka-Wirkstoffes ins Blut dar. Da Medikamente unterschiedliche Verweilzeiträume im Blut besitzen („Wasserabfluß aus der Badewanne innerhalb einer bestimmten Zeit“), kann eine zu frühe Einnahme der Medis den „Wasserpegel“ kurzfristig erhöhnen. Zu späte Einnahme wiederum führt zu einem geringeren Wirkstoffspiegel im Blut. Der optimale Zeitpunkt Aus diesem Grunde empfehle ich, Psychopharmaka zu einem bestimmten Zeitpunkt einzunehmen. Je nach Empfindlichkeit auf einzelne Dosisschritte kann dies eine gute Maßnahme sein, Tagesschwankungen zu vermeiden. Wann und wie nimmst Du Deine Medikamente ein? Über den Tag verteilt und nicht zu einem regelmäßigen Zeitpunkt?
Comments:
4 Comments posted on "Der optimale Einnahmezeitpunkt von Psychopharmaka"
Susanne on December 23rd, 2006 at 3:07 pm #
Hallo Rene Zur Ergänzung, könntest du noch erklären, warum man AD nicht mit Grapefruitsaft einnehmen sollte
Susanne on December 23rd, 2006 at 3:09 pm #
Ach und antriebsteigernde AD sollte man nicht abends nehmen.
Sucamedica on January 12th, 2007 at 1:38 pm #
Unter http://www.depress-online.de/e.....04AAWeeISA kann man sich zweimal am Tag kostenlos per SMS daran erinnern lassen, seine Medikamente pünktlich einzunehmen.
Rene Kriest on January 12th, 2007 at 10:36 pm #
Hallo Sucamedica! Klasse Tip, Danke! Ich werde Deinen Hinweis die Tage in den Blog stellen, damit noch mehr Personen von Deinem Link profitieren. Grüße, René Post a comment
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