Als von der Depression geschlagene weiß man um die vielfachen Widrigkeiten des Alltags und täglichen Lebens, das für nicht wenige zum Überlebenskampf mutiert den es dauerhaft auszufechten gilt.

Wichtig ist, daß man gewisse Grundsätze im Umgang mit seiner Depression beherzigt, um seinen Zustand besser zu können. 6 davon werden im folgenden erläutert.

  • Positives Denken plus positiver Glauben: Positives Denken an sich und seine Zukunft ist unerläßliche Bedingung der Linderung der depressiven Symptomatik. Wirklich nutzbringend ist konstruktives Denken jedoch nur und ausschließlich dann, wenn man gute und wohlwollende Gedanken mit unerschütterlichem Glauben an die Verwirklichung selbiger verbindet. Positives Denken alleine bringt nichts. Maßgeblich ist der Glaube daran. An Gutes zu denken und gleichwohl das Gegenteil dessen zu tun ergibt einen Widerspruch, der durch Depression gelöst wird in Form der Apathie und gelebten Hilflosigkeit, der Kapitulation vor einem selbst.
  • Der Arzt ist für Dich da und nicht umgekehrt: Wähle Deinen behandelnden Arzt oder Psychologen mit Bedacht. Du bist nicht dazu da, als Einkommensquelle für Therapeuten zu dienen, sondern sie sollen Dir helfen, Dein gesundheitliches Wohlbefinden zu verbessern.
  • Krankheiten müssen aktiv bekämpft werden: Jeden Tag gilt es sich wider die Depression zu bewähren, jeder Tag ist ein Tag des Kampfes wider diese unsägliche Krankheit. Aus meiner Sicht ist Depression nicht heilbar, sondern die Krankheit kann lediglich gelindert werden. Um jene Linderung, also Aufhellung der Stimmung etwa, muß man sich Tag für Tag bemühen. Von nichts kommt nichts und der nutzbringendste Schritt in Richtung Besserung des Zustandes von Depressiven fußt auf Aktivität.
  • Depression ist ein Bewußtseinszustand: So vielschichtig die Erklärungsmodelle zum Verständnis der Depression auch sein mögen, so teilen viele Modelle eine Gemeinsamkeit in ihrem Modell, daß nämlich Depression auch als erlernte Hilflosigkeit aufgefaßt werden kann. Bei Depressiven ist das geistige Immunsystem außer Kraft gesetzt (worden). Wer sich deprimiert und hilflos dünkt, sein Leben als Fehlschlag begreift, alles für sinnlos und hoffnungslos erachtet, der wird äußere Bestätigung dieses Bewußtseinszustandes erhalten. Der Kampf gegen die Depression setzt bei den Gedanken an. Wer in Neid, Mißgunst und Haß denkt, erzeugt selbigen auch. Umso nachdrücklicher ist auf die hohe Relevanz gute, positiver Gedanken und konstruktivem Handeln hinzuweisen.
  • Die Depression ist in Dir verankert: Bedenke, daß die Chance auf Heilung respektive Linderung Deiner Depression niemals von außen kommen kann und wird. „Wenn, dann…“ – hätte, wäre, wenn: innere Unzufriedenheit kann niemals durch äußere Einflüsse besänftigt werden, vom konstruktiven Hinwirken auf ein Ziel hin einmal abgesehen, denn Depressive sind überwiegend destruktiv agierend. Du bist für Deinen Zustand selbst verantwortlich, entweder, weil Du Dir keine Hilfe suchst oder vorhandene Dir nicht angedeihen läßt. Psychopharmaka bzw. Antidepressiva willst Du nicht nehmen? Deine Schuld, wenn Du nicht versuchst, vorhandene Mittel auszuprobieren. Psychotherapie ist Unsinn? Mag sein, doch gibt es mannigfaltige Therapieangebote, die der Suche nach dem richtigen Antidepressivum gleichen. Für jeden Deckel gibt es einen passenden Topf. Man muß kaum mehr tun, als danach zu suchen und Ausschau zu halten. Das mag hart klingen, ist aber eine faire Spielregel im Spiel Du gegen die Depression.
  • Nicht jammern und lamentieren, handeln! Ein Allheilmittel, über diese Schwelle allen Ärgernisses hinwegzukommen, kann ich nicht geben. Grundlegend ist jedoch die Stoßrichtung, die man seinem Leben gleich vom Aufstehen an gibt. Wer mit wohlwollenden Gedanken an den Tag aufsteht hat mehr davon als jemand, der von Beginn an den Tag verflucht.

Bei vorbenannten Tips bedenke man, daß ich aus meiner Erfahrungswelt im Umgang mit meiner Depression als auch mit jenen anderer an ihr Erkrankter spreche respektive schreibe. Eingeflossen sind zudem Expertisen aus Forschung und Lehre über die unsägliche Geisel der Menschheit, die sich in Pein und Agonie Bahn bricht.

Wenn es wehtut, dann bewegt sich was. Bewege Dich jede Sekunde des Tages gerade dann, wenn es wehtut. Sich dem Schmerz und der Qual der Depression hinzugeben ist genauso leicht, wie wider sie erhobenen Hauptes zu streiten. Es gibt eine riesige Chance auf Besserung. Nutze sie, denn Du hast ein göttliches Recht darauf, Dein Leben zu lieben – und auch liebenswert zu gestalten!



Comments:
15 Comments posted on "6 Dinge, die jeder Depressive wissen muß, um sein Leben lieben lernen zu können"
Klaudia on March 9th, 2008 at 1:58 pm #

Depressiv und sein Leben lieben lernen, schließt sicht total aus.
Was verzapft du die letzte Zeit für Artikel? Deine Qualität war anfangs gut und hat stark abgebaut!


Rene Kriest on March 10th, 2008 at 9:01 pm #

Danke für Deinen Kommentar liebe Klaudia!

Was gefällt Dir am Artikel nicht?

Gerade weil sich Depression und die Lebensliebe ausschließen, muß man, um sein Leben lieben zu können, die Depression überwinden. Oder umgekehrt: die Depression kann man nur überwinden, wenn man beginnt, sein leben zu lieben.

Anders kann man den zutreffend von Dir herausgestellten Widerspruch aus meiner Sicht nicht überwinden. :)

Wie siehst Du das?


nastorseriessix on March 13th, 2008 at 12:38 pm #

Sie meint das wahrscheinlich so, das du Anfangs noch gute Artikel geschrieben hast und jetzt nach und nach immer mehr nachläst bei deinen Artikeln.

Allgemein lässt du ja auch sehr nach hier auf diesem anfangs noch so schönem Blog. Immer mehr Artikel aus der Vergangenheit werden wieder hervorgezogen. Gebracht hat es nix, denn dieser Blog hat keinen PR bei Google mehr und von Alexa mal abgesehen.


Rene Kriest on March 13th, 2008 at 9:31 pm #

“sie meinte wahrscheinlich” - ich kann keine Gedanken lesen. Ich warte lieber ihre Antwort ab. ;)

Was interessiert mich Alexa? Was interessiert mich der PR? Da waren ein paar Paid-Links und weg war der PR.

Fraglos kann ich mehr für diesen Blog leisten. Das ganze Drumherum verschlingt viel Zeit. Wenns nur ums Schreiben ginge, sähe die Sache anders aus.


nastorseriessix on March 14th, 2008 at 2:45 am #

Ja so ein Blog der verschlingt eine Menge Zeit. Anfangs war es ja auch noch so das du die Zeit gerne investiert hast für diesen Blog und dessen Thema.

Aber irgendwie ist irgendwann was passiert und die Qualität ging abwärts bei diesem Blog. Angefangen bei den Pron-Postings bis hin zu diesen Casual-Postings.

Hatte den Blog hier immer gern gelesen, aber da es so Berg ab ging und immer noch geht ist das nix mehr hier für mich, leider.

Das Ziel des Blogs war super und auch das Thema passte. Deine Artikel waren immer toll geschrieben. Aber seid ungefähr Anfang 2008 richtet sich dieser Blog immer mehr zu grunde.


Rene Kriest on March 14th, 2008 at 7:58 am #

Den Blog habe ich kontinuierlich aufgerüstet, vgl. Forum. Gäbe es ein Geheimnis, wie man den wachsenden Erfordernissen rund um Blogs und das Forum mit weniger Zeit gerecht werden könnte, wüßte ich gerne darum. ;)

Ich gehe auch heute noch mit Spaß dem Blog nach, sonst hätte ich ihn bereits eingedampft. Allerdings sind seither noch knapp 10 neue hinzugetreten als auch das Depressions-Forum. Man verändert sich und entwickelt sich weiter. Das reflektieren auch meine Artikel. Der Januar 08 etwa war ein in Sachen Postings umfangreicher Monat. Links gab es, Emails und hohe Zugriffsraten.

Die Casuals gabs schon seit 2007. Das ist Geschmackssache. Ich sehe das pragmatisch: wer sie nicht mag, sollte sie nicht lesen. Dem einen gefällts, dem anderen nicht. Jedem kann ich es nicht rechtmachen und will ich auch gar nicht.

Ich verliere Dich ungern als Leser und ich hoffe, daß auch wieder was für Dich dabei sein wird.


eff33zwo on March 17th, 2008 at 7:22 pm #

Ich habe selten so einen Blödsinn gelesen! Falls Du überhaupt selbst jemals wirklich an dieser Krankheit gelitten hast, dann hast Du sie “Gott-sei-Dank” überwunden. Aber Du scheinst auch vergessen zu haben wie es ist depressiv zu sein. Das Wesen einer schweren Depression besteht u.a. darin, dass man gerade das meiste aus dieser Liste beim besten Willen nicht schaffen KANN. Was Ärzte und Therapeuten angeht gebe ich Dir allerdings recht.


nastorseriessix on March 18th, 2008 at 10:58 am #

Genau das was eff33zwo geschrieben hat in seiner Antwort meinte ich ja, bezogen auf das was Rene hier schreibt.


SuMu on March 18th, 2008 at 11:49 am #

Zumal diese Liste und noch viele andere Texte hier so geschrieben sind, dass es viel zu schwer ist, diese zu lesen und zu verstehen, gerade wenn man depressiv ist!

Rene, du bist hier nicht an der Uni und musst wissenschaftliche Aufsätze formulieren!


nastorseriessix on March 19th, 2008 at 7:29 pm #

Jetzt hat er ja wieder was am Blog gedreht und das ist auch nicht das wahre. Keine Vor und Zurück, Links mehr. Warum das ? Irgendwie geht das immer weiter hier Berg runter…echt schade!


dirk on March 20th, 2008 at 7:07 am #

ja, er hat eben viel ahnung von xhtml und css, zumindest tut er so als ob ;-)


Rene Kriest on March 20th, 2008 at 8:28 am #

Lockerbleiben, alles easy. Ich schieße wohl kaum meinen eigenen Blog ab…

Irgend etwas stimmt bei Wordpress nicht. Den Fehler hatte ich schon einmal. Mal sehen, wie schnell er sich beheben läßt.

“Irgendwie geht das immer weiter hier Berg runter”
So häufig, wie ich das von Dir lese, dachte ich eigentlich, daß es tiefer nicht ginge. ;)


Rene Kriest on March 20th, 2008 at 8:56 am #

So, Bug wurde beseitigt. :)


Piratin on March 20th, 2008 at 4:35 pm #

Ich lese hier schon eine ganze Zeit mit und wundere mich sehr. Ich frage mich warum es Leute gibt die einen Blog lesen den sie nur noch ärgerlich und unterirdisch finden oder dessen Einträge sie nicht verstehen? Es steht doch jedem frei nicht hier zu lesen wenn er sich genervt fühlt,oder?


portuphilia on July 22nd, 2008 at 5:42 pm #

Also, ich glaube so einen Blog regelmäßig zu pflegen und zu füttern kostet sehr viel Arbeit und Zeit. Klar, dass man mit der Zeit dann nicht mehr so viel Kraft dafür hat immer wieder neues zu schreiben. Ich bin neu hier und kann es nicht beurteilen, ob die Qualität nachgelassen hat, aber ich beschäftige mich (leider) schon seit Jahren mit Depressionen und hier fand ich neue Anregungen.
Danke dafür!
und außerdem: Gerade unbändige Lebenslust kann auch zu depressiven Phasen führen, wenn der “Hunger” nach dem wahren, richtigen Leben nicht gestillt werden kann und die Realität nur frustriert…


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