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Filed Under (Depression) by Rene Kriest on 23-01-2007

1. Nahezu jeder kann an Depression erkranken

Potentiell kann es jeden Menschen treffen. Allerdings müßte die Intensität, mit der viele Menschen mit belastenden Umständen konfrontiert werden müßten, um eine depressive Episode auszulösen, sehr hoch sein. Etwa ist dies bei Geiselnahmen der Fall oder sonstigen Extremlagen, in denen man massivem psychischem Druck über einen längeren Zeitraum ausgesetzt ist. Allerdings überstehen selbst diese Umstände viele Menschen ohne psychische Langzeitfolgen.

2. Depression wird am wirksamsten mit entsprechenden Medikamenten behandelt

Bester Weg zur Linderung der Krankheit ist die Einnahme von entsprechenden Medikamenten, sogenannter Psychopharmaka, worunter etwa Antidepressiva oder Stimmungsstabilisatoren fallen. Psychotherapie mag erstere ergänzen; zu ersetzen vermag sie diese allerdings nur in den seltensten Fällen. Psychopharmaka führen sehr häufig zu einer dauerhaften Rückbildung der depressiven Symptomatik. Bei psychotherapeutischen Maßnahmen ist dies dagegen nicht belegt.

3. Die Symptome der Depression sind behandelbar, die Krankheit dagegen nicht

Es gilt stets zwischen der Depression, der Krankheit, und der Symptomatik, also deren Ausprägung, zu unterscheiden. Analog des Diabetes kann man auch bei der Depression die Ursache der Krankheit, die überwiegend in den Genen zu suchen ist, nicht beheben. Statt dessen kann man durch die Gabe von Insulin die Auswirkungen eindämmen. So ist es auch bei Depressiven der Fall. Völlige Heilung ist nicht möglich, sondern nur Linderung, die Abschwächung der Symptome.

4. Medikamente sollte man lebenslang einnehmen

Weitverbreitet ist der Glaube, daß man seine Medikamente gegen die Depression nach einem längeren symptomfreien Zeitraum absetzen könne. Bedauerlicherweise ist das Gegenteil der Fall. Hinter der Besserung des allgemeinen Wohlbefindens stecken gerade die Medikamente. Diese halten den gebesserten Zustand aufrecht. Setzt man die Medikamente dagegen ab, ist das Risiko, einen Rückfall zu erleiden, sehr hoch. Infolgedessen sollte man seine Medikamente gerade im Falle der Symptombesserung tunlichst weiter einnehmen. :)

5. Depression ist ein Tauschgeschäft

Auch wenn mittels Medikamente die Symptome gut behandeln kann – zumeist bleiben oder entstehen andere Nebenwirkungen. Größte Nebenwirkung der Medikamente aus der Wirkstoffgruppe SSRI sind Schlafstörungen und nicht selten Gewichtszunahme infolge stärkeren Appetits bis hin zu Freßattacken. Depressive tauschen also ein gutes Wohlbefinden gegen andere Beeinträchtigungen.

6. Es gibt mehr Betroffene, als Du denkst!

Das Gros der Depressiven denkt, sie seien alleine mit ihrer Krankheit bzw. ihrem Zustand. Das Gegenteil ist der Fall! Gerade das Internet hat ungeahnte Möglichkeiten im Selbsthilfebereich für Depressive freigesetzt. Unter anderem diese Website kündet hiervon. In Selbsthilfe-Foren spenden sich Depressive Mut und tauschen Erfahrungen aus.

7. Angehörige unterschätzen und verstehen die Krankheit nahezu überhaupt nicht

Traurig aber wahr – wohl niemand, der jemals selbst eine depressive Episode hatte, kann nachempfinden, wie es ist, unter dieser tückischen Krankheit zu leiden. Zu wenig kann man gerade die massiven Stimmungsschwankungen der Kranken nachvollziehen. Teils verunsichert und überfordert die Symptomatik der Depression die Angehörigen, die angesichts des Leidens der Kranken vor einem Rätsel stehen. Immer noch verbindet man mit einer Krankheit körperliches Leiden ähnlich eines Armbruchs oder dergleichen. Psychische Langzeitbehandlung scheint zu abstrakt zu sein, als daß sie nachempfunden werden kann.



Comments:
9 Comments posted on "7 weitere Dinge, die jeder Mensch über Depression wissen sollte"
Susanne on January 23rd, 2007 at 2:33 pm #

sag mal Rene, bist du gerade manisch ? So ein Satz

so daß Du auch das schöne Gefühl der Freigiebigkeit genießen kannst.

wirkt irgendwie wie Hohn…


Rene Kriest on January 23rd, 2007 at 2:52 pm #

Was stört Dich daran? :)

Das ist mein Ernst. Ich gebe gerne ohne Dankbarkeit oder dergleichen zu erwarten. Ich habe mir das freiwillige Schenken von anderen abgesehen und finde das schön. Es ist eine Lebenseinstellung. Und ich denke, wer diese teilt und sieht, daß ich diese Website völlig kostenfrei zur Verfügung stelle, der wird sich von diesem Angebot auch angesprochen fühlen. :)


Susanne on January 23rd, 2007 at 3:32 pm #

es liest sich für mich nur recht seltsam, wegen deiner Wortwahl…


Rene Kriest on January 23rd, 2007 at 5:39 pm #

Wie würdest Du es abfassen? Hast Du eine Idee?


Susanne on January 23rd, 2007 at 6:57 pm #

ich würde das, was nach Rene kommt, einfach weglassen.
Der Satz, auch wenn er so gemeint ist, wie du ihn erklärt hast, liest sich irgendwie höhnisch, hochmütig oder so ….


Rene Kriest on January 23rd, 2007 at 7:28 pm #

Ups! So ist er gar nicht gemeint… Im Gegenteil.

Im Englischen klingt das alles viel subtiler und eleganter. Da spricht man von “Doantions” usf. Spende klingt irgendwie nach Klingelbeutel. ;)


*kinT on April 24th, 2007 at 11:45 pm #

“Die Symptome der Depression sind behandelbar, die Krankheit dagegen nicht”

Mit anderen Worten: Einmal Psycho, immer Psycho? óò
So wie es da steht, verstehe ich es so:

Es gibt Zeiträume, in denen ich mich ganz normal fühle, aber eigentlich bin ich trotzdem “krank”, nur die Symptome sind grad nicht da?

Wow. Sowas macht doch Mut :D


TIFESSCEAST on December 10th, 2007 at 11:15 am #

Hello!
89.com


Netuernense on March 25th, 2009 at 9:21 am #

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or smc2632 wireless net card
I can`t make them run on linpus linux lite

please help

regards
Netuernense


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