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	<title>Alles über Depressionen - Depressions-Forum &#187; Umgang mit Depression</title>
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	<description>Tips und Depressions-Forum zum Glücklichwerden für Depressive</description>
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		<title>7 große Enttäuschungen, die Depressive im Umgang mit Ärzten erleben</title>
		<link>http://www.depressionsblog.com/blog/depressive-enttaeuschung-aerzte-umgang/</link>
		<comments>http://www.depressionsblog.com/blog/depressive-enttaeuschung-aerzte-umgang/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2009 05:15:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rene Kriest</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Umgang mit Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Umgang mit Ärzten]]></category>
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		<category><![CDATA[große Enttäuschung]]></category>
		<category><![CDATA[Therapie]]></category>

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		<description><![CDATA[




Depression sei heilbar wird landauf, landab verkündet. Voller Hoffnung begibt man sich zum Arzt, der meist ein Psychiater ist, und sieht der Besserung seiner Lage entgegen.
Daß an dieser Stelle große Erwartungen zerrinnen und in ernste Enttäuschung umschlagen können, liegt auf der Hand. Im folgenden findet sich eine Zusammenstellung der aus meiner Sicht größten Enttäuschungen, die [...]]]></description>
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<p>Depression sei heilbar wird landauf, landab verkündet. Voller Hoffnung begibt man sich zum Arzt, der meist ein Psychiater ist, und sieht der Besserung seiner Lage entgegen.</p>
<p>Daß an dieser Stelle große Erwartungen zerrinnen und in ernste Enttäuschung umschlagen können, liegt auf der Hand. Im folgenden findet sich eine Zusammenstellung der aus meiner Sicht größten Enttäuschungen, die sich im Umgang mit Ärzten für Depressive ereignen können.</p>
<h4>Nicht erstgenommen werden vom Arzt</h4>
<p>Vor allem Kliniker trifft diese Feststellung: man wird seitens des behandelnden Arztes nicht ernstgenommen. Vorbehalte und Nachfragen werden teils schnippisch, falls überhaupt, beantwortet, von Kooperation keine Spur.</p>
<h4>Vorwertung und selektive Wahrnehmung des Arztes</h4>
<p>Immer wieder erlebt habe ich, daß jeder Arzt trotz jahrelanger Ausbildung an der Uni und Zusatzqualifikation im Rahmen der fachärztlichen Weiterbildung sein Gegenüber nur nach seinen persönlichen Vorurteilen hin abklopft. Vorschnell wird man in eine Ecke gedrückt, aus der es nahezu nie ein Zurück gibt. Unterschwellige Annahmen des Arztes teilt dieser selbstverständlich nicht so gerne mit.</p>
<h4>Unfreundliche Behandlung und Patienten-Mobbing</h4>
<p>Beginnend im Vorzimmer, setzt sich diese extreme Miesepetrigkeit im Behandlungszimmer fort. Der Patient als Feind; was kein Geld bringt, wird abfällig behandelt. Was der Arzt als Kostenfaktor betrachtet, nämlich daß er zu wenig Einnahme für einen Patienten pro Quartal erzielt, nenne ich Patienten-Mobbing. Alles andere ist eine Mogelpackung.</p>
<h4>Behandlung von oben herab</h4>
<p>Autoritäres Auftreten gewahrte ich insbesondere auch bei Klinikern. Depressive werden wie kleine Kinder behandelt, deren Malaise nicht als klinische Herausforderung betrachtet wird, sondern vielmehr als persönlicher Vorwurf und damit intellektuelle Diskrepanz. Herrisch abgebügelt wird der Patient vor allem bei Nachfragen. „Ich bin der Arzt und sie tun, was ich ihnen sage.“ sind Sätze, über welche man zwar nicht lachen kann, aber dennoch sollte und auf der Stelle die Behandlung einem raschen Ende zuführen muß.</p>
<p>Arschlöcher in Weiß braucht niemand, denn für alles gibt es eine Erklärung und wer diese verweigert, sollte sich ernsthaft fragen, ob er sich selbst in Therapie begeben sollte. (Depression als Dunkelziffer unter Ärzten ist Schätzungen zufolge hoch. Wie ein befreundeter Arzt mitteilte, ist auch die Rate der Alkoholiker unter den Ärzten im Vergleich zu anderen Berufsgruppen extrem hoch.)</p>
<h4>Kommunikationsdefizite</h4>
<p>Man muß vorsichtig sein in der Wahl der Worte, denn dieser Befund trifft vielmehr das Mark der Therapie:</p>
<ul>
<li>Fehlende Erklärungen und Erläuterungen zur Krankheit, Diagnose und Therapie</li>
<li>Keine Darlegung des Sinns einer Maßnahme</li>
<li>Verordnungen ohne Rücksprache mit dem Patienten</li>
<li>Rückfragen werden nicht beantwortet bzw. rüde und unfreundlich zurückgewiesen als auch ignoriert</li>
</ul>
<p>Nicht selten saß ich mit einem Arzt zusammen und fragte mich, ob es Wikipedia und Google nicht auch getan hätten und zwar wesentlich besser.</p>
<p>Reinen Wein bekommt man selten von einem Arzt eingeschenkt. Ob dahinter Arroganz oder schlicht das Eingeständnis des Unvermögens einer sachgerechten Therapie steht, kann offenbleiben, denn es ändert nichts an dem Umstand, daß man selbst auf mehrfaches Nachfragen hin kaum bis nie eine Antwort auf seine Fragen erhält, die auch den Namen Antwort verdienen als freundliche und das Interesse des Fragestellers spiegelnde Auskunft für den Betroffenen.</p>
<h4>Mangelnde Sorgfalt</h4>
<p>Sehr skurril mutet an, daß nahezu keine Evaluation des Wohl und Befindens eines Patienten stattfindet. Allenfalls beim ersten Termin wird etwas gründlicher nachgehakt. Eine dereinst getroffene Diagnose wird jedoch nicht als dynamischer Prozeß betrachtet, der veränderlich ist, sondern vielmehr als ein in Stein gemeißeltes Faktum angesehen und folglich fortan nicht mehr hinterfragt, obgleich Ziel jeder Therapie wenn nicht die Heilung, so doch die Linderung der Symptomatik einer Krankheit sei.</p>
<p>Änderungen des Krankheitsbildes wie etwa eine Neudiagnose, Verbesserung oder Verschlimmerung, werden selten bis nie entdeckt. Trauriger Höhepunkt markiert die Verfahrensweise vieler Ärzte für den Fall, daß der schutzbefohlene Patient auf Nachbesserung insistiert. Nachlesen, was in solchen Fällen sich ereignet, kann man unter oben skizzierten Punkten.</p>
<p>Teils über viele Jahre befindet man sich in Behandlung, und das einzige, was sich ändert, ist die Laune des Arztes respektive der Ärztin, die – im Wortsinne – je nach Kassenlage ihre Laune dem Patienten gegenüber anpaßt.</p>
<h4>Schlechte Vorbilder</h4>
<p>Bonuspunkt der Sammlung großer Enttäuschungen im Umgang mit Ärzten ist der vielbeobachtete Aspekt, daß gerade Leute mit Facharzt-Qualifikation ihre eigene Medizin nicht zu schlucken scheinen. Reaktion und Verhalten der Ärzte läßt den Schluß zu, daß sie wahrlich alles andere als souverän im Umgang mit Problemen sind. Optimistisch in die Zukunft blickt kaum einer. In solch einer Atmosphäre soll dem Depressiven also die Weisheit der medizinischen Zunft vermittelt werden – wers glaubt…</p>
<h4>Fazit</h4>
<p>Ärzte sind zuvörderst auch nur Menschen wie Du und ich. Man tut gut daran, sie zu desmystifizieren. Unter der weißen Robe steckt oftmals ein nicht minder sorgengeplagter Mensch wie Du und ich.</p>
<p>Enttäuschungen lassen sich vermeiden, wenn therapiesuchende Depressive auf selbige vorbereitet sind und wissen, was schiefgehen kann.</p>
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		<title>Die Kehrseite der Depression, oder vom Sinn des Lebens</title>
		<link>http://www.depressionsblog.com/blog/die-kehrseite-der-depression-oder-vom-sinn-des-lebens/</link>
		<comments>http://www.depressionsblog.com/blog/die-kehrseite-der-depression-oder-vom-sinn-des-lebens/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 May 2007 09:06:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rene Kriest</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umgang mit Depression]]></category>

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		<description><![CDATA[
Einer der größten Depressions-Forscher der Gegenwart, David Burns, bezeichnete die Depression als die tückischste Krankheit der Menschheit. Tückisch an ihr ist vor allem der schleichende Prozeß, mit welcher sich die Krankheit der Betroffenen bemächtigt. Zumeist erst nach Jahren der Pein und des vielfach unermeßlichen Leidens wird man diagnostiziert und die Behandlung kann beginnen.
Die Tücken der [...]]]></description>
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<p>Einer der größten Depressions-Forscher der Gegenwart, David Burns, bezeichnete die Depression als die <i>tückischste Krankheit</i> der Menschheit. Tückisch an ihr ist vor allem der schleichende Prozeß, mit welcher sich die Krankheit der Betroffenen bemächtigt. Zumeist erst nach Jahren der Pein und des vielfach unermeßlichen Leidens wird man diagnostiziert und die Behandlung kann beginnen.
<p><b>Die Tücken der Depression</b>
<p>Tückisch an der Krankheit ist ferner ihre Unsichtbarkeit. Nichts an ihr trägt offen ein Symptom zutage, woran man die Krankheit erkennen könnte. Eine Platzwunde am Kopf, ein blutender Finger sind sichtbare Zeichen einer Verletzung. Für die Depression gilt dies nicht. Seelische Verletzung, ob von außen kommend oder sich selbst zugefügt, erkennt nur der Betroffene selbst.
<p>Tückisch ist ferner an der Depression in all ihren Schattierungen, daß sie die Wahrnehmung des Betroffenen mitbeeinflußt. Es ist nicht so, daß man hilflos zusieht, wie man selbst mehr und mehr unter der Krankheit leidet, wie es bei körperlichen Lähmungen der Fall ist, sondern der Geist ist Teil des Teufelskreislaufes, bis man irgendwann zu kaum einer Verrichtung mehr in der Lage ist, geistig wie körperlich.
<p>Anhand dieses persönlichen Super-GAUs, der mit dem persönlichen Niedergang im sozialen wie auch finanziellen Bereich gleichzusetzen ist, materialisieren sich sichtbar die Wunden, die die Seele gezeichnet haben.
<p><b>Freunde und Verwandte</b>
<p>Tückisch ist die Krankheit auch für Freunde und Verwandte. Antriebslosigkeit und Niedergeschlagenheit wird in der Regel fälschlicherweise mit Faulheit und Trägheit gleichgesetzt. Jemanden als faul abzustempeln ist auch einfacher, als nach Ursachen zu forschen, ohne hierbei einen Vorwurf mitschwingen zu lassen. Menschen sind so, auch wenn das So-Sein dies für Depressive nicht einfacher macht.
<p><b>Hoffnung und Zuversicht</b>
<p>Einzige Kehrseite der Depression ist Hoffnung. Gegenüber der Depression ist Hoffnung und Zuversicht das Gegenteil, der Antagonist. Betrachtet man die Depression als Pendel, so schlägt dieser mit Zunahme der Krankheit in Richtung Verschlimmerung der Symptome aus. Auf der anderen Seite liegt die Hoffnung. Doch kann der Pendel diesen Bereich durch eigene Willensanstrengung nur bedingt erreichen.
<p>Wer so schwer depressiv ist, daß er die Lust am Leben verloren hat und einzig im Suizid eine Möglichkeit zur Beseitigung seines inneren Leidens sieht, dem kann man nur mit Hoffnung und Zuversicht begegnen nämlich darauf, daß es nur noch bergauf gehen kann und wird.
<p>Die wahre Kunst und der einzige Ausgangspunkt zur Symptom-Linderung der Depression ist die Vermittlung von Hoffnung. Ohne diese Zuversicht, die die noch vorhandenen Lebenskräfte zu mobilisieren in der Lage ist, ergibt man sich endgültig der tückischsten Krankheit der Menschheit.
<p>Weshalb und auf was kann man hoffen? Zynisch formuliert kann man behaupten, daß es gemessen am Status quo eines Depressiven nicht mehr schlimmer kommen kann, daß also nahezu jede therapeutische Maßnahme als Besserung gedeutet werden kann.
<p><b>Die Sinnfrage</b>
<p>Hoffnung ist eng verwandt mit der Sinnfrage. Was ist der Sinn des Lebens? Gibt es ihn überhaupt? Ist es gar falsch, nach dem Sinn des Lebens zu fragen? Kann das Leben umgekehrt uns nach dem Sinn fragen, also welchen Sinn es uns von uns erwartet, welchen wir dem Leben geben, anstatt zu hoffen, daß unserem Leben von außen Sinn erteilt wird?
<p>Das klingt kompliziert, ist es aber nicht. In einer Variation auf Kennedys berühmten Ausspruch könnte man sagen, daß man nicht fragen sollte, was das Leben für einen tun kann, sondern eher fragen, was man selbst für das Leben und damit den Sinn des Lebens tun kann.
<p>Sinn ziehe ich aus der Bewährungsprobe, die da Leben heißt. Hart getroffen hat es mich schon, doch erwächst mir hieraus die Chance, den ganz persönlichen Herausforderungen, die da Leben heißen, mit Würde begegnen zu können.
<p><b>Die persönliche Herausforderung</b>
<p>Leben, und damit der Sinn des Lebens ist es, sein persönliches Leben zu leben. Innerhalb dessen erscheint alles als Herausforderung. Deshalb sollte man es auch tunlichst unterlassen, sich selbst mit unangebrachten Vergleichen zumal mit Dritten zu malträtieren. Niemals sollte man mit dem Finger auf andere zeigen. Statt dessen sollte man nur für sich selbst etwas ändern.
<p>Glück und Freude sind für mich erstrebenswerte Ziele innerhalb des Lebens. Vor Jahren noch hielt ich es für unmöglich, sie verwirklichen zu können, noch existierte der Glaube an sie, jemals wieder so etwas wie Freude oder Glück empfinden zu können.
<p>Mit dem Rücken zur Wand stehend, ich wollte mich suizidieren, bäumte ich mich auf, denn ich hatte de facto nichts mehr zu verlieren, und wollte der Krankheit Depression mit Trutz begegnen und sich ihrer Einschränkungen entgegenstemmen.
<p><b>Ein Jahr später</b>
<p>Ein Jahr später, der Zeitpunkt des Aufbäumens liegt im Mai 2006, liest sich meine Bilanz großartig. Nicht nur habe ich die Freude am Leben zurückerhalten, oder besser: erstmals wirklich empfangen, sondern ich habe vor allem viele meiner Ziele verwirklichen können.
<p>Von der seelischen Last der Vergangenheit habe ich mich nicht befreit, sondern sie als Wissensschatz in mich integriert. Erfahrung und Erlebtes ist etwas, daß einem zu keinem Zeitpunkt genommen werden kann, so schmerzlich es auch sei. Was man daraus macht, ist des Menschen Chance.
<p>Mir war das Glück beschieden, mich mit anderen Depressiven weltweit austauschen zu können. Mehr Zuspruch und liebe Worte, wie seit dem eigentlichen Bestehen des Depressiosnblogs im September 2006 habe ich in meinem ganzen Leben nicht erfahren.
<p>Leugnen möchte ich nicht, daß ich einen hohen Preis dafür bezahle. Viele Jahre sind ins Land gezogen, welche ich nahezu in Apathie und schwer gezeichnet von der Krankheit in einer Art Kerkerhaft verbrachte. Mental wieder gut hergestellt, hemmen mich körperliche Einschränkungen an der weiteren Umsetzung meiner Ziele. Gegenwärtig besteht der Verdacht auf Narkolepsie. Unter der unbändigen Macht des Schlafensdranges wandle ich durch den Tag. Nachts ist mein Schlaf fragmentiert, häufiges Aufwachen ist die Regel.
<p><b>Nietzsches kluge Worte</b>
<p>Nietzsche sagt einmal, „Wer ein Warum zu leben hat, erträgt auch jedes Wie.“ Und bei genauerer Betrachtung ist es genau das, was auch in mir die beinah erstickte Flamme des Lebens wieder entfachte und zum Lodern brachte.
<p>Ich vertraue darauf, daß meine Ziele größer sind als das, was ich bin. Ich vertraue darauf, daß das Leben mir einen Sinn gegeben hat und der heißt nicht, sich aufzugeben und den einfachsten Weg zu wählen, den der Flucht durch Suizid.
<p>Umsetzen möchte ich, daß noch mehr Depressiven der Samen der Hoffnung eingepflanzt wird, daß auch sie wieder das Leben als lebenswert anerkennen, mutig und vor allem tatkräftig sich wider ihre Depression auflehnen und <i>trotz</i> der Krankheit Freude und Zuversicht am Leben empfinden.
<p><b>Anleihen bei einem Architekten</b>
<p>Mittlerweile empfinde ich meine Tatkräftigkeit, das unermüdliche Suchen nach Verbesserung meines Zustandes, als einen größten Schatz. Betrachtet man sein Innerstes, die Seele als Architekten, der sich seine Werke namens Freude, Glück und Zufriedenheit selbst erstellen kann, so hat man die Möglichkeit, entsprechende Materialien zu beschaffen, die die tragfähige Bausteine des Unterfangens bilden.
<p>Aus meiner Sicht fallen unter diese Materialien insbesondere alle Errungenschaften der modernen Medizin. Angefangen bei Antidepressiva über Stimmungsstabilisatoren bis hin zu Wachmachern gibt es eine Fülle von Möglichkeiten, seine gewünschten Materialien aus dem Steinbruch der Wahl herauszubrechen.
<p><b>Was im Inneren wirklich vor sicht geht</b>
<p>Tief im Inneren habe ich die letzte Entscheidungsgewalt darüber, wie mein Ich das Leben ausprägt und erträgt. Ich denke, daß dies die Innere Freiheit des Menschen markiert, ohne zu sehr ins Philosophische abzuschweifen, denn viel zu konkret und real ist die Depression, als daß man sie unnötig mit Metaphysik aufladen sollte.
<p>Geboten ist, was hilft. Der Weg war sehr steinig und zum Teil wundere ich mich auch selbst, welche Hürden ich bislang genommen habe als auch wie ich sie nahm. Zum Teil banale Floskeln wie etwa der Ausspruch <i>Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg</i> entpuppten sich als zutreffend.
<p>Wille und Weg stehen hier einmal für das Setzen eines Zieles und zum anderen für die Durchsetzung dessen. Präziser könnte man jedoch auch sagen, daß es nicht nur <i>einen</i> Weg gibt, sein Ziel zu erreichen, sondern deren <i>mehrere</i>. Des weiteren kann man auch das Ziel selbst variieren.
<p><b>Mein übergeordnetes Ziel</b>
<p>Ich folge einem übergeordneten Ziel. Ich möchte als Architekt meines Wohlbefindens dieses steigern. Gegen die massive Tagesschläfrigkeit existieren wirksame Medikamente. Demnach lasse ich nichts unversucht, an diese heranzukommen, denn nur so lassen sich wiederum untergeordnete Ziele umsetzen, wie etwa das Lesen eines Buches, ohne nach wenigen Minuten zwanghaft über diesem schlafend zusammenzusinken. Ähnliches gilt auch für Kino-Besuche usf.
<p>Ohne diese Wachmacher ist es mir auch nicht möglich, so am Erwerbsleben teilzunehmen, wie <i>ich</i> mir das wünsche. Erwerbsunfähigkeitsrente möchte ich für mich nicht beantragen und noch weniger möchte ich von Hartz IV existieren. Für ein Medikament, was knapp 250€ im Monat kostet, opfere ich nicht mein Leben und selbst dann nicht, wenn es 3000€ oder mehr kostete.
<p><b>Geduld und Ausdauer</b>
<p>Das Umsetzen der Ziele benötigt Zeit und damit Geduld und Ausdauer bzw. Hartnäckigkeit. Rückschläge muß man hinnehmen. Überhaupt sind Nehmerqualitäten im Sinne von konstruktiver Betrachtung der Geschehnisse, die man vermeintlich als Rückschläge auffaßt, unerläßlich.
<p>Den Anfang mach das eigene Ich. Materialismus und das Streben nach Vermögen sind nur ein Wertekonzept von vielen, welche man annehmen oder auch ablegen kann. Teils las ich mir wichtige Bücher im ganzen zehnmal und mehr, bis in mir der Gedanke verankert war, daß ich die Wahl meiner Werte und Ziele besitze und vieles, wenn auch nicht alles, mit dem Geist steuern kann.
<p><b>Was das Ich steuern kann</b>
<p>Steuern kann ich Dinge unmittelbar oder indirekt. Wichtig ist nur, daß man die Zügel seines Lebens gestalterisch in die Hände nimmt. Keine Frage, ich habe meine Höhen und Tiefen, doch denke ich nicht an Aufgabe, was ich jederzeit tun könnte, aber nicht mein Ziel darstellt.
<p>Kraft ziehe ich immer wieder aus meiner Umwelt und dem Austausch mit unmittelbar und mittelbar Betroffenen. Worte bewegen in der Regel mehr als Taten. Unzählige Menschen haben mir auf dem Weg zur Linderung bislang geholfen, welchen ich sehr dankbar dafür bin, im kleinen wie im großen, für mich gibt es da keinen Unterschied.
<p>Jedem Depressiven möchte ich sagen, daß ich an ihn oder sie glaube und daß Du niemals die Hoffnungs aufgeben solltest. Ich bin ein gewöhnlicher Mensch. Was ich schaffe, kannst Du erst recht schaffen. Denn Du bist etwas Besonderes, vergiß das nicht.</p>
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		<title>Von der Kunst, &#220;berlebenswillen und Ausdauer im Angesicht des drohenden Todes zu entwickeln</title>
		<link>http://www.depressionsblog.com/blog/von-der-kunst-berlebenswillen-und-ausdauer-im-angesicht-des-drohenden-todes-zu-entwickeln/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Mar 2007 06:30:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rene Kriest</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umgang mit Depression]]></category>

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Ausdauer ist die Fähigkeit, selbst widrigste Lagen, die zwischen Start und Ziel liegen, zu überwinden. Langstreckenläufer etwa benötigen körperliche als auch mentale Ausdauer, um eine an sich nicht der menschlichen Fortbewegung entsprechende Tätigkeit zu verrichten. Wer hat nicht die Bilder schmerzgeplagter, aber gleichwohl erleichterter Läufer kurz nach der Zieleinkunft vor Augen? Innerlich brodelt es in [...]]]></description>
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<p>Ausdauer ist die Fähigkeit, selbst widrigste Lagen, die zwischen Start und Ziel liegen, zu überwinden. Langstreckenläufer etwa benötigen <b>körperliche als auch</b> <b>mentale Ausdauer</b>, um eine an sich nicht der menschlichen Fortbewegung entsprechende Tätigkeit zu verrichten. Wer hat nicht die Bilder schmerzgeplagter, aber gleichwohl erleichterter Läufer kurz nach der Zieleinkunft vor Augen? Innerlich brodelt es in den Läufern und man kann deren Anstrengung auch hören.
<p><b>Was aber bedeutet es für Depressive</b>, Ausdauer zu entwickeln? Zunächst einmal stellt sich die Frage, was Start und Ziel darstellen. Startpunkt dürfte der gegenwärtige Zustand sein. Mit dem Zieleinlauf verbinde ich nichts Negatives, also etwa Suizid-Maßnahmen, sondern im Gegenteil Linderung der Symptome, bis hin zum vollständigen Verschwinden dieser.
<p>Auf dem Weg liegen zahllose Hürden. Mental ist es unerläßlich, sich auf das Ziel einzuschwören. Zu dieser Zielfixierung gehört auch, daß man erfahrenes Leid auf dem Weg dorthin annimmt. Vertrauen auf Symptomlinderung, ohne zu wissen, wie lange der Weg zeitlich andauern wird als auch Nehmerqualitäten sind also gefragt. Und das dürfte der heikelste Punkt des ganzen sein.
<p><b>Depression und Ausdauer – paßt das wirklich zusammen?</b>
<p>Wie war das bei mir? Nun, ganz einfach. Ich war abgestürzt, und konnte nach meiner Ansicht nicht wirklich tiefer fallen, also noch mehr weltliches Leid ertragen. Die Hoffnungs auf genau das, was ich zu entwickeln hatte, nämlich Symptom-Linderung, hatte ich gänzlich fahren lassen, ganz gleich ob mit oder ohne Diagnose meiner Krankheit. Folglich stand ich vor der Wahl, in den sicheren <a title="Suizid - depressionblog.com - Rene Kriest" href="http://www.depressionsblog.com/blog/?p=54">Suizid</a> abzurutschen oder ein anderes Ziel ins Auge zu fassen, das da hieße anzukämpfen wider meine Krankheit.
<p>So einfach sich das anhören mag, so einfach war es auch in der Praxis. Es bedurfte nur etwas Geschick. Als ich den Entschluß faßte, zu kämpfen, entwickelte ich einen Zeitplan, an den ich mich von Anfang an hielt. Zwei Jahre gab ich mir, alles auszuprobieren, was an wirksamen Methoden auf dem Markt erhältlich war, auszuprobieren. Wenigsten eine beträchtliche Linderung wollte ich hierbei erreichen. Erst dann wollte ich erneut resümieren und entscheiden, was nun zu tun sei.
<p><b>Wer mit dem Rücken zur Wand steht…</b>
<p>Dahinter steckte der Gedanke, daß ich mich immer noch umbringen konnte, sofern meiner Krankheit nicht deutlich beizukommen wäre. Demnach wäre schlimmstenfalls der Suizid nur aufgeschoben worden, bestenfalls konnte ich alles gewinnen. Bildlich gesprochen stand ich mit dem Rücken zur Wand. An dieser konnte ich hinabsinken und zerbrechen oder mich mit meinem letzten mir zur Verfügung stehenden Kräften kühn abstoßen und mich auf das Abenteuer Krankheitsbekämpfung einlassen.
<p><b>Das war die mentale Seite des für mich entwickelten Ausdauerkonzepts</b>. Körperlich kam ich für mich darüber ein, daß ich mich nicht auf halbherzige Experimente, wie sie für mich homöopathische und sonstige kräutergestützten Therapien darstellten, einlassen würde. Schließlich lag bei mir eine (sehr) <b>schwere Depression</b> vor und der evaluierte, das heißt wissenschaftlich gesicherte Stand der Medizin war zu diesem Zeitpunkt, daß Medizin aus dem Bereich Psychopharmaka Mittel der Wahl sein würden.
<p><b>Die Wahl der Mittel: Psychopharmaka</b>
<p>Angst vor Medikamenteneinnahme wäre hier kontraproduktiv gewesen. Gott sei Dank besaß ich diese niemals. Dementsprechend stellte diese auch keine Hürde für mich da. Fortan las ich sehr viel über Psychopharmaka und versuchte mein eigener Psychiater zu werden. Anhand dieses Vorbildes richtete ich meine persönlichen Therapiepläne aus. Vorschläge bei der <b>Medikamentenwahl</b> unterbreitete ich deshalb meinem <b>Psychiater</b>, der schlußendlich aus der Rolle des Supervisors, der meinen Heilungsprozeß alleine leitete und überwachtem, für mich mehr und mehr zu einem kollegialen Partner wurde, der auch akzeptierte, daß ich experimentieren wollte. Für diese Form der im Wortsinne Zusammenarbeit bin ich meinem Psychiater, Herrn Dr. Kanthak aus Bad Soden/Ts. dankbar verbunden.
<p>Die Entscheidung, <b>Paroxetin (Paxil/Paroxat) als Antidepressivum</b> zu nehmen, kam von ihm. Bis dato war ich als (unipolar) depressiv eingestuft worden. Erst durch das viele Lesen oder besser: studieren von <b>Informationen über die Depression aus klinischer Sicht</b> entdeckte ich bei mir eine (hypo-) manische Sicht. Mit dem Befund ging ich zum Psychiater und sprach die Symptomatik kritisch durch. Seitdem war ich präziser auf manisch-depressiv (bipolar II) <a title="manisch-depressiv/bipolar - depressionblog.com - Rene Kriest" href="http://www.depressionsblog.com/blog/?p=52">diagnostiziert</a> worden.
<p>Daraus folgte auch, daß ich einen <b>Stimmungsstabilisator</b>, nämlich <b>Lamotrigin (Lamictal)</b> erhalten sollte. Vorgeschlagen wurde dieses Mittel von mir, nachdem ich seitens Monica in einem Forum hierzu entsprechende Informationen erhielt. Ein genialer Tip, wie sich herausstellen sollte.
<p><b>Die ersten 10 Monate des Weges vergingen</b>
<p>So schwang ich mich binnen 10 Monate (Mai 2006 begann meine Therapie beim Psychiater) von Erfolgserlebnis zu Erfolgserlebnis. Doch wo waren die Hürden? Wo waren die Abgründe meiner Depression geblieben? Sie waren da, und das nicht zu knapp. Oft haderte ich mich mit und auch meinen Psychopharmaka. Mut gaben mir nur mein Zeitplan und der feste Glaube, daß der tiefe Schmerz, der durch den Stachel Depression ausgelöst wird, nur vorübergehender Natur sein würde. Zwei Jahre, nur diese Zeitspanne wollte ich gewissermaßen im Extremfalle Masochist spielen.
<p>Mittels <b>Selbsthilfetechniken</b> begann ich, <a title="Vos&auml;tzen treu bleiben - depressionblog.com - Rene Kriest" href="http://www.depressionsblog.com/blog/?p=30">Rückschläge</a> <a title="Depression - depressionblog.com - Rene Kriest" href="http://www.depressionsblog.com/blog/?p=45">konstruktiv</a> zu verarbeiten. Nicht mehr auf negativen Erlebnissen verweilte ich, sondern nahezu ausschließlich auf Erfolgserlebnissen. Diese stellten sich von selbst ein, wenn man ihnen nur Beachtung schenken würde. Und genau das tat ich.
<p>An <b>Psychopharmaka</b> und weiteren Mitteln habe ich während dieser Zeit unter anderem folgende konsumiert:
<ul>
<li><a title="Sertralin/Zoloft - depressionblog.com - Rene Kriest" href="http://www.depressionsblog.com/blog/?p=101">Sertralin</a> (Zoloft)
<li>Paroxetin (Paxil/Paroxat)
<li><a title="Lamotrigin/Lamictal - depressionblog.com - Rene Kriest" href="http://www.depressionsblog.com/blog/?p=63">Lamotrigin</a> (<a title="Lamotrigin/Lamictal - depressionblog.com - Rene Kriest" href="http://www.depressionsblog.com/blog/?p=44">Lamictal</a>)
<li>Modafinil (Provigil/Vigil)
<li>Medikinet (Ritalin, Methylphenidat)
<li>Bibliotherapie </li>
</ul>
<p>Aus meiner Sicht denke ich, daß mein fester Wille und auch die bewußte Entscheidung, daß mir Psychopharmaka helfen würden, einen entscheidenden Vorteil brachte, der mir bei der Linderung meiner Symptome einen Vorteil brachte.
<p><b>Wie geht es Dir denn heute im März 2007?</b>
<p><b>Heute, das heißt am 22.3.2007, fühle ich mich blendend und erholt</b>. Noch sind die zwei Jahre nicht herum. Doch mein erstes Fazit lautet: Gut gemacht, René. Ich bin stolz auf mich. Stolz vor allem deshalb, weil ich <a title="Depression - depressionblog.com - Rene Kriest" href="http://www.depressionsblog.com/blog/?p=74">Perspektive in der Not</a> entwickelt habe. Und stolz bin ich auch deshalb, da diese Methode jeder für sich nutzen kann. Sie steckt in Dir drin. Nur freischaufeln mußt Du sie selbst.
<p>Ausdauer entwickelst Du, indem Du nutzt, was Dir die Medizin bietet. Du hast ein Recht auf Glück. Ob und wie Du es nutzt, mußt Du entscheiden. Oftmals hilft eine kleine Änderung des Kompasses. Probiere es aus, denn was ich kann, kannst Du schon lange! <img src='http://www.depressionsblog.com/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Infos, die Angeh&#246;rigen helfen, sich und Depressiven das Leben leichter zu machen &#8211; Teil 3</title>
		<link>http://www.depressionsblog.com/blog/depression-angehoerige/</link>
		<comments>http://www.depressionsblog.com/blog/depression-angehoerige/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 19 Jan 2007 06:30:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rene Kriest</dc:creator>
				<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Umgang mit Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Tips für Angehörige von Depressiven]]></category>

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		<description><![CDATA[



Ein oder mehre Medikamente?
Selten wird man nur mit einem Präparat auskommen. Häufig bedarf der  Depressive mehrerer Medikamente, um verschiedene Symptome zu bekämpfen. Beginnen  wird man wahrscheinlich mit einem Antidepressivum. Schon zu Beginn sollte man je  nach Schwere der Depression eventuell auch ein Beruhigungsmittel wie  Temesta hinzunehmen.
Ähnlich verhält es sich mit einem [...]]]></description>
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<p><strong>Ein oder mehre Medikamente?</strong></p>
<p>Selten wird man nur mit einem Präparat auskommen. Häufig bedarf der  Depressive mehrerer Medikamente, um verschiedene Symptome zu bekämpfen. Beginnen  wird man wahrscheinlich mit einem Antidepressivum. Schon zu Beginn sollte man je  nach Schwere der Depression eventuell auch ein <em>Beruhigungsmittel</em> wie  <strong>Temesta</strong> hinzunehmen.</p>
<p>Ähnlich verhält es sich mit einem <em>Schlafmittel</em>. Nicht selten bezahlt  man die Stimmungsaufhellung mit <strong>Schlafstörungen</strong>. Zwar hatte man diese  auch schon im Verlauf der Depression – Schlafstörungen sind ein Symptom der  Depression -, doch prägen sich diese nach meiner Erfahrung unter Einnahme eines  Antidepressivums eher aus. Ausnahme von der Regel bilden hierbei sogenannte  <em>sedierende Antidepressiva</em>, die eher schlafanregend wirken.</p>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=depressionsbl-21&amp;o=3&amp;p=12&amp;l=st1&amp;mode=books-de&amp;search=depression%20bipolar%20manisch&amp;fc1=000000&amp;lt1=&amp;lc1=3366FF&amp;bg1=FFFFFF&amp;f=ifr" marginwidth="0" marginheight="0" border="0" style="border: medium none " frameborder="0" height="300" scrolling="no" width="300"></iframe></p>
<p>Um einem Antidepressivum den letzten Schliff zu verpassen, sollte man auch  die Einnahme von <strong>Lamotrigin</strong> (Lamictal) erwägen. Bei diesem Präparat  handelt es sich um einen <strong>Mood-Stabilizer</strong>, also einen  <strong>Stimmungsstabilisierer</strong>. Vornehmlich werden diese bei <em>bipolaren  Störungen </em>angewendet, doch helfen sie allgemein sehr gut, depressive  Episoden vorzubeugen.</p>
<p><strong>Nicht-medikamentive Therapie</strong></p>
<p>Seitens des nicht-medikamentiven Behandlungsbereichs ist vor allem die  <strong>Psychotherapie</strong> zu nennen. Im Bereich dessen gehört die Gesprächstherapie  zur gängigsten Behandlungsmethode. Im Falle von leichten bis mittelschweren  Episoden der Depression kann man möglicherweise auch auf den Einsatz von  Antidepressiva verzichten. Anzuraten ist es jedoch nicht. Ich halte eine  <strong>Kombinationstherapie</strong> immer noch für die beste Wahl.</p>
<p><strong>Ausblick</strong></p>
<p>Ganz gleich, welchen Therapieweg man einschlägt, allen gemeinsam ist, daß es  viel Zeit und Geduld bedarf, um erfolgreich die Depression lindern zu können.  Los wird man diese Krankheit nicht mehr vollständig. Daß man von einer  chronischen und lebenslang zu behandelnden Krankheit betroffen ist, sollte früh  im Bewußtsein verankert werden. Mit dieser Sichtweise fällt es auch einfacher,  mit Rückschlägen, also wiederkehrenden Episoden umgehen zu können.</p>
<p>Wähnt man sich dagegen als geheilt oder erfreut man sich allgemein bester  Laune, können Rückschläge in Gestalt von depressiven Episoden die Psyche  nochstärker belasten. Wer sich als geheilt empfand, ist der Verzweiflung nahe.  Ist man dagegen darauf eingestellt, daß Rückschläge jederzeit kommen können,  fällt es leichter mit diesen auch umgehen zu können, sollten sie eintreffen.</p>
<p><strong>Verhaltensanpassung</strong></p>
<p>Medikamente können wie kleine Babys sein: überall sind sie dabei und  vergessen darf man sie auch nicht. <img src='http://www.depressionsblog.com/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Gemeint ist damit, daß man stets eine Art  Notfallration an Tabletten entsprechend einer Tagesdosis griffbereit bei sich  tragen sollte, um gewissen Eventualitäten vorbeugen zu können. Manchmal schläft  man beim Freund oder der Freundin und es wäre doch schade, statt den Morgen  gemeinsam zu genießen dringend den Ort des Geschehens verlassen zu müssen,  aufgrund von ein paar Tabletten, die man zu Hause vergaß. <img src='http://www.depressionsblog.com/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Wem sage ich es alles…</strong></p>
<p>Ich vertrete die Ansicht, daß der offene Umgang mit der Krankheit der beste  Weg zur Unterstützung eines guten Krankheitsverlaufes ist. Bislang tat noch jede  Offenbarung unter dem Strich besehen sehr viel mehr, als umgekehrt weiter vor  sich hin zu lügen, oder sich aus Angst und Scham zu isolieren. Häufig ergeben  sich auch erst neue vorteilhafte Möglichkeiten, wenn Dritte von der Krankheit  wissen. Denn es gibt mehr Depressive, als man gemeinhin denkt. <img src='http://www.depressionsblog.com/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Viele wichtige  Tips und Hinweise erhielt ich durch meine Offenbarung der Krankheit, aber auch  vor allem durch mein Bekenntnis zu ihr. Probier es einfach mal aus und lasse  Dich schon gar nicht von einem Rückschlag entmutigen! <img src='http://www.depressionsblog.com/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Anpassung des Lebensalltags</strong></p>
<p>Gerade in den ersten <em>zwei Jahren</em> (!) nach der Diagnose sollte man  versuchen, sein Leben unter dem Gesichtspunkt seiner Krankheit zu sehen.  Folgende 9 Hinweise sollte man in Betracht ziehen:</p>
<ul>
<li>Informationen sammeln</li>
<li>Viel über die Krankheit in Erfahrung bringen</li>
<li>Sich mit anderen Betroffenen austauschen</li>
<li>Keine Scham entwickeln</li>
<li>Sich so akzeptieren, wie man ist – mit Depression</li>
<li>Andere, Nicht-Depressive in seinen Linderungsprozeß einbinden</li>
<li>Soziale Kontakte pflegen und aufbauen</li>
<li>Nicht lügen</li>
<li>Mit den behandelnden Ärzten zusammenarbeiten</li>
</ul>
<p>Weshalb spreche ich von <em>zwei Jahren</em>? Nun, das belegen meine  Erfahrungen im Umgang mit meiner Krankheit, einer schweren Depression.  Fortschritte vollziehen sich nur langsam, aber dennoch für mich sichtbar.  Besonders deutlich werden diese, wenn man die Fortschritte nicht im  Tagesrhythmus analysiert, sondern in einem größeren Zusammenhang, wie  wöchentlicher oder am besten monatlicher Weiterentwicklung in bestimmten  Bereichen meiner Persönlichkeit.</p>
<p>Häufig muß man auch erst einmal sich selbst wieder fangen und die  angesammelten Scherben der Vergangenheit zusammenfegen und beseitigen. Bis man  wieder altlastenfrei das Tageslicht erblickt, vergehen häufig Jahre.</p>
<p><strong>Gedankenspielchen</strong></p>
<p>Nach dem bisher Gesagten – lohnt es sich, an eine Besserung zu glauben? So  schwer es auch in den dunkelsten Momenten der Krankheit fällt, so sehr man auch  ausgelaugt und niedergeschlagen sein sollte in den Schubphasen der Depression:  <strong>seinen Glauben und seine Hoffnung auf eine dauerhafte Linderung darf man  niemals aufgeben</strong>.</p>
<p>Alleine der Glaube selbst an dauerhafte Linderung gibt einem die Kraft, die  notwendig ist, seinen Weg weiterzugehen, kleine wie auch große Rückstände zu  überstehen. An diesem Punkt ist die Unterstützung von Nahestehenden unheimlich  wichtig. Gerade in diesen Zeiten sollte das Auffangnetz greifen.</p>
<p><strong>Einfache Gesten sind meist die besten</strong></p>
<p>Eine Umarmung, ein kurzes Telephonat, in welchem man den Depressiven nach  seinem Wohlbefinden befragt und diesen reden läßt – das alles sind einfache  Gesten der Anteilnahme und des Verständnisses, dessen Depressive in ihren  depressiven Phasen so bedürfen. Ehrliche Anteilnahme ohne viele Worte hilft. Es  muß nichts Großes sein, im Gegenteil.</p>
<p><strong>Unheilbar krank – Der Unterschied zwischen der Krankheit und den  Symptomen</strong></p>
<p>Angehörige und Nahestehende sollten sich immer wieder bewußt machen, daß die  Depression nichts Vorübergehendes ist. Man muß zwischen der Krankheit und den  Symptomen unterscheiden. Die Krankheit ist unheilbar. Die Symptome der Krankheit  dagegen kann man lindern. Letztere sind wiederkehrend in nahezu allen Fällen der  Depression.</p>
<p>Vereint sind Depressive und Nahestehende darin, daß sie niemals die Hoffnung  auf Besserung aufgeben dürfen. Mit vereinten Kräften ist es möglich, die  Krankheit zu lindern. Reiche dem Depressiven die Hand. Er wird es Dir danken! <img src='http://www.depressionsblog.com/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>

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		<title>Infos, die Angeh&#246;rigen helfen, sich und Depressiven das Leben leichter zu machen &#8211; Teil 2</title>
		<link>http://www.depressionsblog.com/blog/depression-umgang-angehoerige/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Jan 2007 06:30:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rene Kriest</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umgang mit Depression]]></category>

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Grenzüberschreitung – Der Depressive ist Wandler zwischen den Welten
Der Depressive müht sich nach Kräften, nach außen hin halbwegs lebensfähig zu  bleiben, während es in seinem Innern brodelt. Die Kluft zwischen dem Innenleben,  den Gefühlen und den Empfindungen, und dem Außenleben, das Wahren der Fassade,  der Anpassungsdruck, klafft immer weiter auseinander, bis irgendwann [...]]]></description>
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<p><strong>Grenzüberschreitung – Der Depressive ist Wandler zwischen den Welten</strong></p>
<p>Der Depressive müht sich nach Kräften, nach außen hin halbwegs lebensfähig zu  bleiben, während es in seinem Innern brodelt. Die Kluft zwischen dem Innenleben,  den Gefühlen und den Empfindungen, und dem Außenleben, das Wahren der Fassade,  der Anpassungsdruck, klafft immer weiter auseinander, bis irgendwann der Spagat  nicht mehr funktioniert – man ist heillos überfordert.</p>
<p><strong>Freude? Ist mir nicht möglich</strong></p>
<p>Ich etwa habe jahrelang mein Umfeld beobachtet und versucht, bei  Freudenäußerungen diese erst zu verstehen und dann zu imitieren. Mir selbst war  von innen kommende Freude völlig fremd. Ich verstand einfach nicht, weshalb man  sich bei Liedern etwa zu Jubelstürmen hinreißen läßt oder Tanzen als  Leidenschaft empfindet. Auch heute noch habe ich massiv unter dieser  Gefühlesarmut, emotionaler Öde zu leiden.</p>
<p><strong>„Man muß einfach nur X oder Y tun!“</strong></p>
<p>Völlig fehl gehen daher Aufforderungen aus der Welt der Nicht-Depressiven,  einfach mal zu lächeln oder zu lachen. Diese beiden Ansinnen sind mit die  größten <strong>Demotivatoren</strong> („Abturner“) die Depressive alltäglich erfahren.  Gerade weil man dieser Aufforderung nicht nachkommen kann, es so gerne aber mal  tun würde, fühlt man sich hierdurch gekränkt. Um es in einem Bild zu sagen: zu  einem Einbeinigen zu sagen, geh doch mal ein paar km joggen  (Paralympics-Kandidaten außen vor gelassen), würde als Beleidigung wahrgenommen  und Empörung heraufbeschwören.</p>
<p>Depressive jedoch mit ähnlicher Unbotmäßigkeit zu konfrontieren scheint den  Personen, die solche Aussagen tätigen, nicht bewußt zu sein. Mag dies auch daran  liegen, daß Depression eine abstrakte Krankheit ist, da keine offene Wunde am  Körper zu sehen ist, so sollte man um so mehr auf Mitteilungen und Anregungen  der Erkrankten eingehen.</p>
<p><strong>Depressive haben Humor – lachen gleichwohl kaum</strong></p>
<p>Nicht-Depressive sollten die Tatsache einsehen, daß Depressive grundsätzlich  nicht lachen. Andererseits bedeutet dies nicht, daß sie hierzu nicht fähig oder  dessen nicht willens wären. Es ist die Krankheit, nicht der Mensch. Vielleicht  entsinnt sich der eine oder andere noch der Serie „<strong>Timm  Thaler</strong>“,<ref>Danke, <a href="http://www.polygonos.net">liebe Andrea</a> für den Hinweis, daß es sich um Timm  Thaler und nicht wie zuerst fälschlich angegeben, um Patrick Packard gehandelt  hatte! <img src='http://www.depressionsblog.com/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </ref> die in den 80ern im Fernsehen lief. Dort verkaufte ein  Junge sein Lachen gegen eine Wunderformel. Ähnlich des Lachens beraubt fühle ich  mich auch.</p>
<p><strong>Und wenn er dennoch lacht?</strong></p>
<p>Lacht ein Depressiver einmal oder hat er einen guten Tag wird oftmals seitens  der Nicht-Depressiven angenommen, daß der Depressive wieder gesund sei, oder  doch schon einen großen Heilungsschritt nach vorne getätigt habe. Dem ist aber  nicht so.</p>
<p>Heilung ist vom jetzigen Standpunkt aus nicht möglich. Allenfalls Linderung  ist machbar. Aus diesem Grunde sollte man sich auch damit abfinden, daß ein  Depressiver <em>sein Leben lang mit dieser Krankheit leben muß</em>. Menschen, die  seit Jahren auch ohne Medikamente keinen Schub mehr hatten, bilden keine  Ausnahme. Sie bleiben sehr anfällig für Rückfälle. Heilung bedeutete aber  rückfallos zu gesunden. Deshalb ist Vorsicht geboten. Man sollte stets auf der  Hut sein und sein Leben entsprechenden Tips von Depressiven und ärztlicher Seite  ausrichten („<strong>Prophylaxe</strong>“).</p>
<p><strong>Was wirklich lindert</strong></p>
<p>Gelindert wird die Krankheit wiederum durch Zuhilfenahme jedweder  <em>Therapie-Möglichkeiten</em>, am besten <em>kombiniert</em>. Den Vorzug erhält  aus meiner Sicht die <strong>pharmakologische Therapie</strong>, also die Einnahme von  <strong>Medikamenten</strong> wie etwa <strong>Psychopharmaka</strong> (<em>Antidepressiva,  Mood-Stabilizer und auch Bezodiazepine</em>). Ich bin von deren Wirkung und  wohltuender Kraft überzeugt.</p>
<p>Insbesondere als jemand, der an einer <strong>bipolaren Störung </strong>erkrankt ist,  dessen depressive Phase ferner schwer ausgeprägt ist mit dem Vollprogramm bis  hin zur massiven Suizidgedanken und ergänzend unter Sozialphobie als auch Angst-  und Panikstörungen leidet, empfehle ich Medikamente dringend an. Ohne diese  würde ich jetzt nicht hier sitzen und schreiben.</p>
<p>(Kurzer Einschub: Vor knapp einer Stunde fing ich mir eine Manie mitsamt  einer Panikattacke ein. In dieser akuten Schubphase hätte es übel enden können,  wenn ich nicht zu <strong>Temesta</strong> (<em>Bezodiazepine</em>) gegriffen hätte. Jetzt  schreibe ich mit einem etwas flauen Gefühl weiter.)</p>
<p>
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		<item>
		<title>Infos, die Angeh&#246;rigen helfen, sich und Depressiven das Leben leichter zu machen &#8211; Teil 1</title>
		<link>http://www.depressionsblog.com/blog/infos-die-angehrigen-helfen-sich-und-depressiven-das-leben-leichter-zu-machen-teil-1/</link>
		<comments>http://www.depressionsblog.com/blog/infos-die-angehrigen-helfen-sich-und-depressiven-das-leben-leichter-zu-machen-teil-1/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 16 Jan 2007 06:30:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rene Kriest</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umgang mit Depression]]></category>

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		<description><![CDATA[



Nicht-Depressive werden sich niemals in Depressive hineinversetzen können
Unumstößlich steht für mich fest, daß ein Nicht-Depressiver niemals verstehen wird, was sich in einem Depressiven abspielt, wie er denkt, fühlt und seine Umwelt wahrnimmt. Niemand, der nicht selbst einmal eine depressive Episode hatte, wird verstehendes Wissen über die Krankheit erlangen und mitempfinden können, was sich in einem [...]]]></description>
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<p><strong>Nicht-Depressive werden sich niemals in Depressive hineinversetzen können</strong></p>
<p>Unumstößlich steht für mich fest, daß ein Nicht-Depressiver niemals verstehen wird, was sich in einem Depressiven abspielt, wie er <em>denkt</em>, <em>fühlt</em> und <em>seine Umwelt wahrnimmt</em>. Niemand, der nicht selbst einmal eine depressive Episode hatte, wird verstehendes Wissen über die Krankheit erlangen und mitempfinden können, was sich in einem Betroffenen abspielt.</p>
<p>Sämtliche Schilderungen über die Krankheit rufen regelmäßig nur Erstaunen bis Unverständnis hervor. Ein Buch mit sieben Sigeln tut sich da vor einem Nicht-Depressiven auf, der plötzlich mit der tückischsten aller Krankheiten konfrontiert wird, weil etwa das Kind, der Gatte oder die Tochter an einer Depression erkrankt ist.</p>
<p><strong>Verweigerung der Einsicht, erkrankt zu sein an Depression</strong></p>
<p>Ebenso, wie die Erkrankten selbst, verweigert sich auch das Gros der Angehörigen der Einsicht, was es heißt, an Depression erkrankt zu sein. Zu <em>abstrakt</em> ist diese <em>Krankheit</em> und auch noch überwiegend mit Tabus belegt. Übliche Vorurteile reichen von „Der hat einen an der Klatsche!“ bis hin zu „Der tut nur so.“</p>
<p>Gleichwohl sollten mittelbar Betroffenen versuchen, sich in das Leid der Depressiven hineinzuversetzen. Denn das innere Leid, daß ein Depressiver durchmacht, ist wahrlich nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.</p>
<p>Möglichkeiten, sich in die Welt der Depressiven zu versetzen, habe ich in meinem Blog bereits veröffentlicht.</p>
<p><strong>Depressive sind Mittler zwischen zwei Welten</strong></p>
<p>Um es mit einem Bild zu sagen: <strong>Depressive sind Mittler zwischen zwei Welten</strong>, einem Paralleluniversum, von dem Nicht-Depressive allenfalls aus Sagen und phantastischen Geschichten wissen. Ein schrecklicher Ort soll es sein. Wir waren und sind dort.</p>
<p><strong>Von der Unmöglichkeit, einem geregelten Tagesablauf folgen zu können</strong></p>
<p>Ich möchte ein Beispiel aus meiner eigenen Erfahrung erzählen. Mir war und ist es teils völlig unmöglich einem <strong>geregelten</strong> <strong>Tagesablauf</strong> zu folgen. Ungleich schwieriger wird es mit der Bewältigung von sieben aufeinander folgenden Tagesabläufen, also einer Woche. Was andere sich als Pensum für einen Tag vornehmen, kann ich allenfalls verteilt über eine Woche leisten.</p>
<p>Keinen <strong>geregelten Tagesablauf</strong>? Schwierigkeiten selbst bei banalen Aufgaben und Erledigungen des Alltags? Ich gebe gerne zu, daß ich mir vor fünfzehn Jahren, zur Zeit meiner Pubertätswirren, als meine Depression noch nicht schwer ausgeprägt war, hatte selbst nicht vorstellen können, daß so etwas möglich sein könne und obendrein auch noch mich treffen würde. Bis dahin hielt ich mich – eben typisch für Depressive – für einen etwas zu faul geratenen Schlamper, der zu wenig aus seinen Möglichkeiten macht.</p>
<p><strong>Die Depression schleicht sich in das Tagesgeschehen ein</strong></p>
<p>Wie bereits angedeutet und durch eigene Erfahrungen belegt, mag ein Grund, weshalb insbesondere Eltern selten Verständnis zu Anfang der <strong>Diagnose Depression</strong> bei ihren Kindern aufbringen, in dem schleichenden Prozeß der Krankheit selbst liegen.</p>
<p>Zu eigen ist der Depression, daß sie sich langsam in den Alltag der Betroffenen einnisten, festsetzt und ihr destruktives Tagwerk verrichtet. Die an Depression Erkrankten stoßen immer wieder auf enger gesetzte Grenzen ihrer Handlungsmöglichkeiten und versuchen diese nach außen hin zu überspielen. Spätestens wenn diese Kompensationsversuche an ihre Grenzen stoßen, und der Alltag kaum noch zu bewältigen ist, bricht sich Verzweiflung Bann.</p>
<p><strong>Depression? Sozialphobie, Angststörungen usf. bekommt man gratis hinzu</strong></p>
<p>Damit ist es aber nicht getan, im Gegenteil. Beispiele bilden die die Depression häufig begleitende <strong>Sozialphobie</strong>. Anfangs fühlt man sich unwohl unter vielen Menschen, doch zieht man gerade bei Gruppenaktivitäten entgegen seinem Empfinden lieber mit, als sich der Gruppe auszuschließen. Man selbst fühlt sich unnormal, denkt aber, daß es an der eigenen Einstellung hapere. <strong>Angststörungen</strong> oder auch <strong>Panikattacken</strong> sind ebenfalls Begleiterscheinungen der Depression.</p>
<p><strong>Die Eltern sehen nur die Oberfläche des Kindes</strong></p>
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<p>Die Eltern und Bekannte bekommen von solchen Entwicklungen, die langsam, aber stetig voranschleichen, in der Regel nichts mit. Sie gewöhnen sich ihrerseits an die schrittweise erfolgenden <strong>Verhaltensänderungen</strong> der noch unerkannt, das heißt, nichtdiagnostizierten Depressiven. Gelegentlich schlägt die Krankheit stark durch, daß man sich krank fühlt und lieber zu Hause bleibt. Auf Außenstehende wirkt man dagegen faul und träge – ein fataler Teufelskreislauf hat sich geschlossen.</p>
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		<item>
		<title>Infos, die Angeh&#246;rigen helfen, sich und Depressiven das Leben leichter zu machen (Serie)</title>
		<link>http://www.depressionsblog.com/blog/infos-die-angehrigen-helfen-sich-und-depressiven-das-leben-leichter-zu-machen-serie/</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Jan 2007 06:30:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rene Kriest</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umgang mit Depression]]></category>

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		<description><![CDATA[



Hand aufs Herz: viele Depressive tun sich schwer, mit der Diagnose Depression umzugehen und für sich diesen Befund zu akzeptieren. Hilfreich ist hierbei ein verständnisvolles Umfeld, das den Depressiven auf seinem Weg zur Seite steht.
Erforderlich ist, daß Angehörige des Depressiven ebenfalls mit der Krankheit umzugehen wissen, weil hiervon alle Betroffenen enorm profitieren.
Zum Verständnis der Depression [...]]]></description>
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<p>Hand aufs Herz: viele Depressive tun sich schwer, mit der <strong>Diagnose Depression</strong> umzugehen und für sich diesen Befund zu akzeptieren. Hilfreich ist hierbei ein verständnisvolles Umfeld, das den Depressiven auf seinem Weg zur Seite steht.</p>
<p>Erforderlich ist, daß Angehörige des Depressiven ebenfalls mit der Krankheit umzugehen wissen, weil hiervon alle Betroffenen enorm profitieren.</p>
<p>Zum <strong>Verständnis der Depression </strong>bedarf es anfangs weniger vertiefender Einsicht der Angehörigen von der Krankheit, als mehr einer <strong>Verhaltensänderung</strong> gegenüber dem Depressiven: einfache Schritte, die das Leben eines Depressiven stark verbessern – ob Nicht-Depressive verstehen, was es damit auf sich hat, oder nicht.</p>
<p>Warum ist das so?</p>
<p>Strenggenommen kann kein Nichtdepressiver nachempfinden, was in einem Depressiven vorgeht, wie er die Umwelt wahrnimmt und darauf reagiert. Wesentlich wichtiger ist daher, gewisse <strong>Grundregeln einzuhalten</strong>.</p>
<p>Was meinen diese <strong>Grundregeln</strong>?</p>
<p class="MsoNormal"><em>Depressive haben immer wieder über ihre hilfreichen Erfahrungen mit ihren Angehörigen berichtet. Gewisse Tips und Hinweise tauchten immer wieder auf. Als Schnittmenge ergeben sie besagte Grundregeln.</em></p>
<p>Mit der Krankheit ändert sich vieles, und gerade in der <strong>Verhaltensänderung der Angehörigen gegenüber dem Depressiven </strong>liegt ein Sofortbeitrag und erster Schritt zu Linderung der Krankheit.</p>
<p>Wie diese Schritte aussehen und wie mit deren Anwendung das Beziehung zwischen Angehörigen und einem Depressiven gefördert wird, gehe ich in dieser Serie nach, die ab morgen hier eingestellt wird. <img src='http://www.depressionsblog.com/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>

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		<title>46 M&#246;glichkeiten, die es Angeh&#246;rigen erleichtert, mit Depressiven umzugehen</title>
		<link>http://www.depressionsblog.com/blog/umgang-depression/</link>
		<comments>http://www.depressionsblog.com/blog/umgang-depression/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 30 Dec 2006 06:30:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rene Kriest</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umgang mit Depression]]></category>
		<category><![CDATA[tips für angehörige]]></category>
		<category><![CDATA[tips für depressive]]></category>
		<category><![CDATA[umgang mit depression]]></category>
		<category><![CDATA[umgang mit depressiven]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.depressionsblog.com/blog/?p=38</guid>
		<description><![CDATA[



Robbie Williams, Sebastian Deisler und viele Prominente wie Nicht-Prominente sind an Depression erkrankt. Angehörige, Verwandte und Freunde tun sich schwer im Umgang mit Depressiven. Vor allem der Ausdrucksweise kommt hier einen Schlüsselfunktion zu. Oftmals unterscheiden Nuancen über eine für den Depressiven positive oder negative Botschaft.
46 Möglichkeiten habe ich aufgereiht, um bestimmte Erkenntnisse, Handlungen und Sichtweisen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p><strong>Robbie Williams</strong>, <strong>Sebastian Deisler</strong> und viele Prominente wie Nicht-Prominente sind an Depression erkrankt. Angehörige, Verwandte und Freunde tun sich schwer im Umgang mit Depressiven. Vor allem der Ausdrucksweise kommt hier einen Schlüsselfunktion zu. Oftmals unterscheiden Nuancen über eine für den Depressiven positive oder negative Botschaft.</p>
<p><strong>46 Möglichkeiten</strong> habe ich aufgereiht, um bestimmte Erkenntnisse, Handlungen und Sichtweisen so darzustellen, daß nicht Depressive nachvollziehen können, wie ihre Erfahrungen und Aussagen bei Depressiven ankommen. Mit diesem Wissen sollte es Angehörigen erleichtert werden, mit Depressiven umgehen zu können, da das Verständnis vertieft wird.</p>
<table cellspacing="0" cellpadding="0" border="1" style="border: medium none ; border-collapse: collapse" class="MsoTableGrid">
<tr>
<td valign="top" style="border: 1pt solid windowtext; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<p><strong>Äußerungen zur   Depression, Gedanken eines Depressiven:</strong></p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: solid solid solid none; border-color: windowtext windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: 1pt 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<p><strong>Diese sind für   einen Nicht-Depressiven vergleichbar mit, fühlen sich in etwa an wie:</strong></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<p>Depression ist eine chronisch auftretende und lebenslang   anhaftende Krankheit.</p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<p>Vergleichbar ist die Krankheit Diabetes. Dagegen gibt es   auch kein <em>Heilmittel</em>, sondern <em>Linderungsmittel</em>.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<p>Täglicher Bedarf an Medikamenten eines Depressiven.</p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<p>Insulin-Spritzen bei Diabetes</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<p>Einmalige Einnahme insbesondere von Antidepressiva hilft auf   Dauer nicht.</p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<p>Depression ist nicht wie Kopfschmerzen, sondern eher einer   Salbe vergleichbar, die eine Wunde heilen soll mittels tagelanger Anwendung   oder Antibiotika, die man teils zwei Wochen lang einnehmen sollte.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<p>Starke Stimmungsschwankungen über den Tag hin</p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<p>Geburtswehen: kommt das Baby oder nicht? Oder: minütliches   oder stündliches Würfelwerfen bezüglich des Befindens.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<p>Zufälliges Kommen und Gehen der Symptome</p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<p>Wie eine Allergie bei Pollenflug oder Nahrungsmitteln. Es   kann gut gehen oder nicht.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<p>Erschöpfungszustände</p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<p>Tagelanger Schlafentzug.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<p>Traurigkeit</p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<p>Tiefer Liebeskummer.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<p>Sinnlosigkeit</p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<p>Verlust eines sehr geliebten Menschen durch Tod.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<p>Hoffnungslosigkeit</p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<p>Lebenslange Freiheitsstrafe oder Todesurteil bei einer   Geiselnahme.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<p>Mutlosigkeit</p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<p>Bestrafung, ganz gleich was man macht.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<p>Gute Phasen</p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<p>Schmerzfreiheit dank Morphium. Sobald die Wirkung der   Medikamente nachläßt, sind die Symptome wieder da. Parallel zur guten Laune   schwingt immer die Angst vor Rückfällen mit.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<p>Antriebslosigkeit</p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<p>Demütigende Langeweile; Entführung: gegen seinen   eigentlichen Willen ist man zur Untätigkeit verdammt.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<p>Pünktlichkeit alias Zuspätkommen</p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<p>Größte denkbare Anstrengung, die ein Depressiver   verrichtet, um den Regeln der Gesellschaft gerecht werden zu können. Ein sehr   schwieriges Unterfangen vor allem aufgrund der Angststörung, Sozialphobie und   Antriebslosigkeit der Depressiven.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<p>Angststörung</p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<p>Unerklärliche Todesangst.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<p>Sozialphobie</p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<p>Von jedem Menschen geht eine Bedrohung aus; Spießrutenlauf   in der Öffentlichkeit. Ruhe und Zurückgezogenheit wird bevorzugt,   Menschenansammlungen (= alles mit mehr als 2 Personen) werden gemieden.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<p>Suizid</p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<p>Ruhe, Friede, Freiheit, Erlösung – alles ist besser und   schöner, als weiterzuleben.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<p>Maßregel/Kritik an einem Depressiven ob gerechtfertigt   oder nicht.</p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<p>Stich ins Herz. Wird überwiegend persönlich genommen; man <em>fühlt</em> sich unfähig und für die   jeweilige Aufgabe, ganz gleich wie einfach oder nicht, unangemessen.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<p>Alltagsverrichtungen</p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<p>Spießrutenlauf.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<p>Psychotherapie</p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<p>Dialyse bei Nierenkranken. Man geht immer wieder hin und Verbesserungen   treten langsam ein.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<p>Gedankenkreisen</p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<p>Gehirnwäsche; derselbe Gedanke wird ständig wiederholt,   ohne das man sich dagegen wehren kann.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<p>Gedankensprünge</p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<p>50 Dinge zu selben Zeit durchdenken.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<p>Schlafen</p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<p>Suizid-ähnlicher Zustand der Glückseligekeit.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<p>Daß Nicht-Depressive Verständnis Depressiven entgegenbringen   können…</p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<p>&#8230;wäre für Depressive genauso großartig und ähnlich   unmöglich, wie Deutschland 2006 Weltmeister geworden ist.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<p>Angemessene Therapie und geeignete Unterstützung von   Dritten zu erhalten.</p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<p>Dreimal hintereinander den Jackpot beim Lotto knacken.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<p>Nebenwirkungen der Medis</p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<p>Einen Teil des Körpers für die Gesundung seines Geistes   opfern. Es gibt niemals nur Vorteile ohne Nachteile bei etwa Antidepressiva.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<pTagesmüdigkeit</p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<p>Tagesdämmern.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<p>Arzt</p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<p>Hoffnungsträger und Richter zugleich.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<p>Unverständnis über die Krankheit</p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<p>Grob fahrlässige Diskriminierung und Benachteiligung der   Depressiven; Verspottung.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<p>Freude</p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<p>Wort mit sechs Buchstaben. Sehr selten vorhanden.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<p>Verzweiflung</p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<p>Ausweglosigkeit infolge Unverständnis</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<p>Lächeln, lachen</p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<p>Unerträgliche Qual.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<p>Klinik</p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<p>Ort, an dem einem Depressiven sehr viel Verständnis   entgegengebracht wird und hoffentlich ebenso viel Linderung seiner Krankheit.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<p>Benzos</p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<p>Tafel Schokolade zwischendurch.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<p>Antidepressivas, Mood-Stabilizer</p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<p>Lebenselixier. Niemals ohne.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<p>Selbsthilfegruppe</p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<p>Zwillings-Brüder und Zwillingsschwestern. Verständnisvolle   und inspirierende Gedankenatmosphäre.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<p>Alleinsein</p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<p>Zustand ohne äußeren Streß.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<p>Arbeit</p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<p>Unmoralisches Angebot; vielfach <em>fühlt </em>sich der Depressive überfordert.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<p>Schlaftabletten</p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<p>Ohne geht sehr häufig gar nichts mehr in Sachen ruhigen   Schlaf.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<p>Rückfall</p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<pOhnmacht und Verzweiflung.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<p>Humor</p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<p>Wie beim Losen: mal gewinnt man was, mal nicht.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<p>Geburtstag</p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<p>Weiteres Jahr ohne Suizid.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<pEntsetzen der Nicht-Depressiven über die Gedankenwelt der Depressiven.</p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<p>Zurückziehen und Gefühl der Hilflosigkeit, nicht   verstanden werden zu wollen.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<p„Schluck nicht so viele Tabletten!“</p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<p>Einer der Sprüche, die kein Depressiver benötigt, im   Gegenteil. Ein wenig Zuspruch und auch Stolz darauf, wie man sein Leben trotz   der Widrigkeiten im kleinen wie im großen meistert, wäre weit mehr   angebracht.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<p>„Du bist nicht krank und schon gar nicht depressiv. Du   redest Dir das nur ein.“</p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<p>Und die Erde ist eine Scheibe…</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 235px">
<p>„Ich weiß, was dir hilft!“</p>
</td>
<td valign="top" style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 379px">
<p>Jesus konnte Lepra-Kranke heilen. Du nicht. <img src='http://www.depressionsblog.com/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
</td>
</tr>
</table>
<p>Welche Vergleiche und Sprüche zum Thema Konfrontation zweier Welten – Depressiver trifft auf Nicht-Depressiven – könnt ihr nicht ausstehen?</p>
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		</item>
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		<title>10 Techniken, die den Umgang mit Depressiven garantiert verbessern</title>
		<link>http://www.depressionsblog.com/blog/umgang-depressive/</link>
		<comments>http://www.depressionsblog.com/blog/umgang-depressive/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 28 Dec 2006 06:30:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rene Kriest</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umgang mit Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Techniken]]></category>
		<category><![CDATA[umgang mit depressiven]]></category>

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Der Umgang mit Depressiven ist nicht immer leicht. Beide, sowohl der von Depression Betroffene als auch das Umfeld, leiden unter der Krankheit. Wie man den Umgang mit Depressiven verbessert, zeigen folgende 10 Techniken:

Urteile nicht, sondern biete Deine      Hilfe an
Das Verhalten eines Depressiven folgt eigenen Gesetzmäßigkeiten. Sehr     [...]]]></description>
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<p>Der <strong>Umgang mit Depressiven</strong> ist nicht immer leicht. Beide, sowohl der von Depression Betroffene als auch das Umfeld, leiden unter der Krankheit. Wie man den Umgang mit Depressiven verbessert, zeigen folgende 10 Techniken:</p>
<ul type="disc" style="margin-top: 0cm">
<li><strong>Urteile nicht, sondern biete Deine      Hilfe an<br />
</strong>Das Verhalten eines Depressiven folgt eigenen Gesetzmäßigkeiten. Sehr      häufig bestimmen Gefühle und Empfindungen das Geschehen. Nach Möglichkeit      sollte man daher nicht von Standpunkt eines rationell Handelnden den      Depressiven kritisieren, sondern freundlich seine Hilfe anbieten.</li>
<li><strong>Biete Deine Hilfe an und schließe      nicht von Dir auf einen Depressiven<br />
</strong>Depressive sind scheue und verunsicherte Menschen. Wie Balsam auf die      geschundene Seele wirken da Sätze wie „Kann ich Dir helfen?“, „Kann ich      etwas für <strong>Dich </strong>tun?“, die allesamt liebevolle Ansätze sind.<br />
Sätze wir „Mach doch mal was!“, „Nur die Wand anstarren bringt nichts!“      sind dagegen Öl ins Feuer der Depression. Der Depressive weiß dies selbst.      Er kann sich aber wegen der Krankheit zu nichts aufraffen.<br />
Noch drastischer ausformuliert: Denkt jemand mit <em>gesundem Menschenverstand</em> tatsächlich, daß es Spaß macht oder      man gar Freude daran empfindet, vor sich hin zu siechen und pausenlos an      Selbstmord zu denken oder sonstige destruktive Gedanken nachzuhängen?</li>
<li><strong>Richte Fragen an den Depressiven,      statt ihm etwas zu befehlen<br />
</strong>Verzichte auf das Ausrufezeichen, wenn Du etwas mit einem Depressiven      besprechen möchtest. Unterbreite statt dessen Vorschläge. Einfache und      effektive Methode hierzu ist, aus jeder Aussage („Bring sofort den Müll      runter!“) eine Frage zu formulieren und einen einfachen, aber      wirkungsvollen Satz voranzustellen, der mehr motiviert, als man denkt:      „Fühlst <strong>Du </strong>Dich gut?“ Nach dieser Technik umgesetzt lautete der Satz dann:      „Fühlst Du Dich gut? Könntest Du bitte den Müll runterbringen? Danke!“<br />
Dem Depressiven mangelt es an Selbstbewußtsein. Er wähnt sich als Last und      Belastung der Umwelt. In Aussagen, die als Wertung und Urteil daherkommen,      wird er in seinem desaströsen Bild von sich und der Umwelt nur noch      bestätigt. Anders liegt es, wenn man Vorschläge unterbreitet, durch die er      sich in das soziale Leben eingebunden fühlt – ohne Zwang.</li>
<li><strong>Nicht befehlen, sondern vereinbaren</strong></li>
<li><strong>Suizid-Gedanken<br />
</strong>Angesichts meiner massiven Suizid-Gedanken bildete ich mit mehreren      Personen, die sich untereinander nicht kannten, jeweils einen Pakt, mich      nicht selbst zu töten, komme was wolle. Zwecks Absicherung wurde eine Art      Meldesystem installiert. In regelmäßigen Abständen meldete ich mich bei      den Personen. Längere Abwesenheiten sprach ich mit ihnen durch, ob und      wann ich mich gegebenenfalls meldete.</li>
<li><strong>Vertrauen spenden<br />
</strong>Da ein Depressiver allenfalls in guten Phasen so etwas wie Vertrauen      in sich selbst hat, kann das Vertrauen nur von außen kommen. Gerade die      Eltern aber auch Freunde, eben die nächsten Angehörigen und Bekannte,      sollten unbedingt an den depressiven Menschen glauben. Häufig hat er sich      schon, für Außenstehende unbemerkt, innerlich aufgegeben.</li>
<li><strong>Nicht negativ über Medikamente reden</strong><br />
Suchen sie nach Heilungsmöglichkeiten und reden Sie nicht negativ über      Medikamente. Medikamente sind die wirksamsten Mittel gegen Depression. Und      weil es so wichtig ist, wieder hole ich den Satz: Medikamente sind für      einen Depressiven <em>lebenswichtig</em>.      Ohne diese steigt das <strong>Suizidrisiko</strong>      immens.<br />
Aus meiner Erfahrung heraus weiß ich, daß ich zwei Optionen habe.      Möglichkeit eins wäre, meine Medikamente fleißig weiterzunehmen. Die      andere wäre, mir die Medikamente wegzunehmen; dann aber sieht man mich nur      noch einmal: auf meiner Beerdigung.</li>
<li><strong>Nicht werten und urteilen<br />
</strong>Sehr viele Entscheidungen von Depressiven und hierbei vor allem      Manisch-Depressiven sind Impulsiv-Handlungen und weniger aus einem      rationalen Kontext heraus gefällt worden. Zeitschriften werden gekauft,      die man niemals lesen wird, und es werden noch mehr Kleidungsstücke      zusammengetragen, als man ohnehin unterbringen, geschweige denn anziehen      kann.<br />
Dieses Verhalten mit wüster Kritik oder gar Vorwürfen zu garnieren      verfängt nicht. Besserwisserei ist fehl am Platze. Die Betroffenen wissen      das selbst. Hinter dem Verhalten stecken Zwangsgedanken. Rational kann man      nur schwer an diese herankommen.<br />
Wirklich helfen kann man einem derart Betroffenen nur, indem man ihn einer      Therapie zubringt, am besten zu einem Psychiater oder in einem akuten      Falle in einer Klinik oder ambulante Station.</li>
<li><strong>Geld, Geld, Geld<br />
</strong>Wie bereits angedeutet, haben sehr viele Depressive, und hier vor      allem die Untergruppe der bipolar Kranken („manisch-depressiv“), massive      Probleme, mit ihrem Geld hauszuhalten.<br />
Hilfe in diesem Falle bietet eine Ausgabenkontrolle, also eine Überwachung      der Ausgaben und Einnahmen eines Depressiven. Desgleichen helfen      Absprachen über finanzielle Ausgaben. Beispielsweise darf der Depressive      nur Ausgaben bis zu einer bestimmten Höhe im Monat tätigen.</li>
<li><strong>Promiskuität<br />
</strong>Sex an sich ist nichts verkehrtes, doch flüchten sich gerade      Depressive und hierbei vor allem Frauen in eine Affäre nach der anderen.      Mangelndes Selbstbewußtsein wird mit wechselnden Geschlechtspartnern      kompensiert.<br />
Hilfe sollte man dann antragen, wenn dieses Verhalten kein zeitlich      begrenztes ist, Leidensdruck dahintersteckt oder wegen Fremdgehens soziale      Beziehungen arg gefährdet sind.</li>
</ul>
<p>Fallen Dir noch weitere Techniken ein, den Umgang mit Depressiven zu verbessern? Was tut Dir gut und was vermeidest Du im Umgang mit anderen Menschen?</p>
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		<item>
		<title>Was sollen Depressive &#252;ber ihre Krankheit erz&#228;hlen gegen&#252;ber Verwandten und Bekannten – und wie alle daraus Vorteile ziehen k&#246;nnen</title>
		<link>http://www.depressionsblog.com/blog/was-sollen-depressive-ber-ihre-krankheit-erzhlen-gegenber-verwandten-und-bekannten-und-wie-alle-daraus-vorteile-ziehen-knnen/</link>
		<comments>http://www.depressionsblog.com/blog/was-sollen-depressive-ber-ihre-krankheit-erzhlen-gegenber-verwandten-und-bekannten-und-wie-alle-daraus-vorteile-ziehen-knnen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 29 Oct 2006 08:11:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rene Kriest</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umgang mit Depression]]></category>

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		<description><![CDATA[



Nach der Selbstannahme der Diagnose unter Depression erkrankt zu sein steht die Frage, was man seinen Verwandten, Bekannten als auch Freunden an Informationen zukommen läßt über sich und die Krankheit. Gründe sich zu offenbaren und den Nutzen, den man davon hat, wurden in meinen zwei vorangegangenen Postings beleuchtet (Link 1, Link 2).
Nunmehr soll in diesem [...]]]></description>
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<p>Nach der Selbstannahme der Diagnose unter Depression erkrankt zu sein steht die Frage, was man seinen Verwandten, Bekannten als auch Freunden an Informationen zukommen läßt über sich und die Krankheit. Gründe sich zu offenbaren und den Nutzen, den man davon hat, wurden in meinen zwei vorangegangenen Postings beleuchtet (Link 1, Link 2).</p>
<p>Nunmehr soll in diesem Beitrag auseinandergesetzt werden, welche wichtigen inhaltlichen Dinge an sein engeres Umfeld herangetragen werden sollten, um Verständnis bei Dritten für sich und die Krankheit zu wecken und Vertrauen zu erzeugen. Aus eigenen Erfahrungen weiß ich, daß diese Schritte mit die wichtigsten zur Gesundung bedeuten.</p>
<p><strong>Aufklärung über die Krankheit</strong></p>
<p>Primär ist die Aufklärungsarbeit darüber, daß man an einer Krankheit leidet. Die Depression ist eine psychische Störung, deren Symptome sich sowohl im psychischen als auch im körperlichen zeitigen. Hierzu gehören Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Angst, Vernachlässigung von Freunden und sich selbst, Gleichgültigkeit, Müdigkeit bis hin zu Selbsttötungsgedanken und starker, scheinbar grundloser Verzweiflung. Man nennt die Depression auch affektive Störung, da gerade die Gefühlswelt auf kaum vergleichbare Weise gewaltig aus den Fugen gerät. Nicht verwechselt werden darf die Krankheit mir äußerlichen Begleiterscheinungen, die häufig als Faulheit etwa ausgelegt werden.</p>
<p><strong>Bewältigung der Krankheit durch Medikamente und Psychotherapie</strong></p>
<p>Zwei Wege der Therapie der Krankheit haben sich als erfolgsversprechend erwiesen. Zum einen die Einnahme von Medikamenten, sogenannten Psychopharmaka, als auch der psychotherapeutischen Behandlung und hierbei überwiegend der Gesprächstherapie; ergänzende, nicht minder wichtige Formen sind etwa die Bibliotherapie aus dem Selbsthilfebereich, als auch der Besuch von Selbsthilfegruppen, die sich auf dem Erfahrungsaustausch von direkten und mittelbar Betroffenen rekrutieren.</p>
<p>Medikamente dienen der Linderung der Symptome der Krankheit als auch der Rückfallprävention. Entscheiden hierbei ist, daß man dieser Medikamente dringend und vor allem über einen sehr langen Zeitraum von teils mehreren Jahren bedarf. Oftmals muß man mehrere Präparate oder auch Präparatkombinationen ausprobieren, denn nicht jedes Medikament wirkt bei jeder Person gleichermaßen.</p>
<p>Ausgangspunkt der medikamentösen Behandlung ist die Erkenntnis der Medizin, daß von Depressionen Betroffene ein chemisches Ungleichgewicht gewisser Botenstoffe im Gehirn-Stoffwechsel ausweisen. Korrigiert wird dieser Defekt durch nämliche Medikamente.</p>
<p>Angehörige als auch Kranke sollten bedenken, daß auch eine langanhaltende Besserung des Zustandes für die Wirksamkeit der Medikamente spricht. Mit anderen Worten: sie müssen weitergenommen werden, und dürfen gerade nicht abgesetzt werden. Die Depression ist nicht mit Kopfschmerzen zu vergleichen. Lassen diese nach, muß man auch keine Medikamente mehr nehmen. Weit eher ist die Krankheit mit der Zuckerkrankheit zu vergleichen. Ohne tägliche Einnahme ist ein Rückfall und damit eine rapide Verschlechterung des Zustandes zu erwarten.</p>
<p>Die Psychotherapie soll schließlich helfen, dem Erkrankten den Umgang mit seiner Krankheit auf mentaler Ebene zu ermöglichen. Der Erkrankte lernt Techniken und Methoden, wieder aktiv am Leben teilzunehmen, daß ihm meist bis dato nicht mehr möglich war.</p>
<p><strong>Geduld, Ausdauer</strong></p>
<p>Größte Tugenden sind Geduld und Ausdauer bei der Bewältigung der Krankheit. Angesichts des zeitlich kaum eingrenzbaren Verlaufs der Krankheit, kann es immer wieder zu kleineren und größeren Rückschlägen für die betroffene Person kommen.</p>
<p>Wichtig ist die Vermittlung des Verständnisses dafür, daß der Gesundungsprozeß Jahre dauern kann. Mit einmaliger Einnahme und kurzweiliger Verbesserung des Befindens ist es nicht getan.</p>
<p><strong>Einsicht in die Gedanken- und Gefühlswelt</strong></p>
<p>Einblick in die eigene Denkweise und den emotionalen Haushalt zu verschaffen tut not, um Dritten vermitteln zu können, wie es um einen selbst bestellt ist. Gedanken und Sichtweisen, wie etwa starke Selbstzweifel, Gefühle der Verzweiflung, sollten nicht unterdrückt werden. Weit eher sollte man sich anvertrauen und Gedanken austauschen.</p>
<p>Häufig ist Unverständnis die erste Reaktion. Hiervon sollte man sich nicht entmutigen lassen, sondern Ausdauer zeigen. Erst wenn man diese Schwelle überschritten hat, fängt der Nutzen des Gesprächs an.</p>
<p><strong>Grade der Depression</strong></p>
<p>Von der Depression und den Einschränkungen selbiger Krankheit ist jeder in unterschiedlichem Maße beeinträchtigt. Im Falle der schweren Depression etwa, sollte man nicht zögern davon zu berichten, Selbsttötungsabsichten zu hegen. Nichts ist fataler, als sich gegenüber dem Umfeld auszuschweigen. Hilfe und Mitgefühl wird einem in dem Maße zuteil, wie man sich selbst offenbart. Gerade weil auch die Depression schubweise erfolgt, sollte man erläutern, daß es einem auch gelegentlich gut gehen kann.</p>
<p><strong>Analogien</strong></p>
<p>Die Depression ist eine langwierige Krankheit, deren Gestalt sich ändern kann. Vergleichbar ist sie mit der Dauerbetroffenheit eines Zuckerkranken, der sich täglich Insulin spritzen muß. Weiter kann die Krankheit auch mit einer Migräne verglichen werden. Die Kopfschmerzen kommen und gehen, wie sie wollen, und Dauern mal länger mal kürzer, ohne daß man dies voraussagen kann.</p>
<p>Ähnlich ist es mit der Depression. Das Gefühlsleben unterliegt starken Schwankungen, die sich in Tages- als auch Wochenschwankungen ausprägen. Teils kann es einem von einer Minute auf die andere schlechtgehen. Hiervor ist niemand gefeit.</p>
<p><strong>Verzerrte Wahrnehmung</strong></p>
<p>Vielen Depressiven fällt es schwer, einfache Tagesverrichtungen zu leisten. Soziale Kontakte werden vernachlässigt. Dahinter steckt die Krankheit, nicht aber die bewußte Preisgabe einer Freundschaft. Depressiven fällt es schwer, Kontakte zu halten. Erleichterung und Abhilfe kann das Zugehen auf Depressive ohne Druck erleichtern.</p>

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