Archive for the ‘Psychotherapie’ Category

Oct
26
Filed Under (Psychotherapie, Therapie) by Rene Kriest on 26-10-2007

Sinn und Zweck der Psychotherapie ist es, insbesondere Depressive auf psychologischer Ebene vor weiteren depressiven Episoden wirksam zu schützen. Ausgangspunkt der Psychotherapie ist die Beobachtung, daß das Denken das Handeln und vor allem Fühlen beeinflußt. Gerade die Gefühlswelt liegt bei den Depressiven sehr im argen, und eine gestörte Wahrnehmung der äußeren Umwelteinflüsse sei Wasser auf die Mühlen der Depression.

Bestandteile der Psychotherapie sind unter anderem folgende Aspekte:

  • Denkweise und Denkmuster neu programmieren
    Mittels der Psychotherapie werden neue Denkweisen erarbeitet, um auch in kritischen Lebenslagen kühlen Kopf zu behalten. Statt Angst und Panik, die sich im Denken widerspiegelt, sollen konstruktiv-positive Lösungsansätze im Denken der Depressiven verankert werden. Ratio: Wer nicht wie ein depressiver denkt, handelt auch nicht so wie dieser.
  • Negative Verhaltensmuster ausmachen und ändern
    Vor allem der Defätismus und die völlige Perspektivlosigkeit der Depressiven kann mittels kleiner, aber weitreichender Wechsel im Denken in den Griff bekommen werden.
  • Selbstreflexion
    Man sieht sich in einem neuen Lichte. Man ist alles andere als so schlecht, wie man sich malt oder gar meint, tatsächlich zu sein.
  • Auseinandersetzung mit sich selbst
    Eigene Vorurteile werden ausgemerzt und negative Bremsen werden gelöst. Vollgas in eine Zukunft voller Zuversicht und Hoffnung lautet das Credo.
  • Techniken zum Umgang mit der Depression erlernen
    Die Psychotherapie ist keine Hexerei, im Gegenteil. Sie beruht auf viel Erfahrung und Beobachtung von immer wiederkehrenden Verhaltensweisen nicht depressiver Menschen, die im Vergleich zu den an Depression Leidenden etwas anders machen, daß sie nicht depressiv werden läßt bei ähnlichen Lebensbedingungen.
  • Interessanter Ansatz
    Anders denken und gleichzeitig anders fühlen. Der Gedanke klingt sehr reizvoll und verlockend. Bis dato ging man den umgekehrten Wege. Jedem ist der Satz „Ich fühle mich nicht gerade danach!“ ein Begriff. Anstatt auf der Gefühlsebene herumzufeilen, schafft man es mittels Psychotherapie, sowohl das fehlerhafte Denken zu therapieren, so daß man sich nicht erst schlecht fühlt, und umgekehrt auch beseitigt man negative Emotionen, so sie denn auftreten sollten.

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Oct
23
Filed Under (Psychotherapie, Therapie) by Rene Kriest on 23-10-2007

Der Ansatz der Psychotherapie ist faszinierend und nahezu banal einfach. Postuliert wird, daß Depressive eine gestörte Wahrnehmung und Sichtweise ihrer Umwelt besitzen, der Blick also verstellt sei.

Hemmschuh persönlichen Fortkommens sei also die fehlerhafte innere Repräsentation äußerer Ereignisse. Wie jemand denke, so handele er auch. Wessen Denken eingetrübt sei, der handele auch entsprechend bis hin zur Selbstschädigung – eben der Depression.

Ausgangspunkt der Therapie ist also das Denken der Depressiven selbst. Mittels defekter Sensoren tasten Depressive ihre Umwelt ab und gelangen so zu völlig fehlgehenden Urteilen, die sich in dem äußern, was die Depression kennzeichnet: Hoffnungslosigkeit, Niedergeschlagenheit und ein Gefühl der Hilflosig- und Nutzlosigkeit.

Das Denken beeinflusse somit das Gefühlsleben. Ändert man sein Denken, änderten sich auch die Emotionen. Man schlägt also zwei Fliegen mit einer Klappe.

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