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	<title>Alles über Depressionen - Depressions-Forum &#187; Personal-Development</title>
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	<description>Tips und Depressions-Forum zum Glücklichwerden für Depressive</description>
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		<title>Wann und wie man sich von Freunden trennen sollte</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Apr 2007 05:46:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rene Kriest</dc:creator>
				<category><![CDATA[Personal-Development]]></category>

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		<description><![CDATA[Freundschaften unterliegen dem Wandel. Gesellschaftlich hat der Wert Freundschaft einen hohen Stellenwert. Freunde geben Kraft, bilden eine Art Familie, andererseits sind die freundschaftlichen Verhältnisse nicht immer frei von Konflikten. Konflikte stehen in keinem Widerspruch zu Freundschaften, im Gegenteil. Der Wert einer Freundschaft läßt sich gerade auch an der Fähigkeit zur Versöhnung bewerten. Gleichwohl bin ich [...]]]></description>
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<p>Freundschaften unterliegen dem Wandel. Gesellschaftlich hat der Wert Freundschaft einen hohen Stellenwert. Freunde geben Kraft, bilden eine Art Familie, andererseits sind die freundschaftlichen Verhältnisse nicht immer frei von Konflikten.
<p>Konflikte stehen in keinem Widerspruch zu Freundschaften, im Gegenteil. Der Wert einer Freundschaft läßt sich gerade auch an der Fähigkeit zur Versöhnung bewerten. Gleichwohl bin ich der Ansicht, daß Streit für sich genommen überflüssig ist.
<p>Gegenüber der Familie haben Freundschaften den großen Vorteil, daß sie auf Zeit geschlossen werden. Entweder für immer, im zeitlichen Idealfalle, oder nur vorübergehend. Teils verlaufen sich Freundschaften von sich aus im Sand, teils scheitern Freundschaften an Umzügen, Interessenswechseln oder hinzutretenden neuen Prioritäten wie die Frau oder der Mann als auch ein Kind.
<p>Wichtigstes Kriterium einer Freundschaft ist für mich seit meiner Depression die mentale Unterstützung. Aus Büchern heraus bezog ich die Anregung, daß in der Welt nichts schlimmer sein könne, als von negativ denken Menschen umgeben zu sein.
<p>Mit negativ denkenden Menschen meine ich keinesfalls Depressive, im Gegenteil. Gemeint sind damit weit eher jene Personen, die sich bewußt für Destruktivität und Herabsetzunglust entscheiden. Wohltuenden Kontrast bilden jene Menschen, die anerkennen, daß es keine fehlerlosen Menschen gibt und die stets darum bemüht sind, daß auch andere Menschen Erfolg haben werden und vor allem der Ansicht sind, daß das Glas stets halbvoll sei.</p>
<p>Jüngst erst habe ich einer sehr guten Bekannten die Freundschaft gekündigt. So formell es klingt, so formell vollzog es sich gen Ende hin auch. Noch nie in meinem Leben habe ich diesen Schritt, der einer Vertragskündigung gleichkommt, vollzogen. Sonst konnte ich mich immer anderweitig aus der Affäre ziehen, indem man sich weniger sah und telephonierte bis man irgendwann überhaupt keinen Kontakt mehr pflegte.
<p>Dieses Mal war es anders. Vorausgegangen waren massive Anwürfe derb-beleidigender Ausprägungen, die ich nicht zu tolerieren gewillt war derart, daß ich mich auf Ursachenforschung begab. Was steckte hinter den Vorwürfen? Weshalb erging sich die andere Person derart massiv in Beleidigungen? Wie konnte das passieren, so ankündigungslos vor allem?
<p>Nachfragen, Bitten um Erklärung, Aufrufe zur Mäßigung, Friedensangebote und Kompromisse wurden allesamt ignoriert. Statt dessen wurde weiter auf mich eingedroschen, auf einmal wurden sogar Forderungen abgegeben und Drohungen in den Raum gestellt, bis hin zu anwaltlichem Rückgriff für was auch immer.
<p>Mit Superlativen, wie schlecht ich doch sei, wurde nicht gegeizt, im Gegenteil. Auf diese rhetorische Ebene begab ich mich nicht, sondern schränkte den Kontakt ein. Bis heute weiß ich nicht, was die andere Person zu solch einer Übermaßhandlung bewogen hat, die sich innerhalb nur weniger Wochen abspielte. Aus einer vertrauensvollen Freundschaft wurde ein Trümmerhaufen, zumal auch keinen Meter Einsicht gezeigt worden war.
<p>Bewußtgeworden ist mir nur eines: über das eigene Glück entscheidet man selbst, in jeder Sekunde. Und Freundschaft bedarf aus meiner Sicht gewisser „Gesetze“. Diese bilden die Grenze dessen, was man selbst zu ertragen bereit ist, den Grundkonsens also.
<p>Es geht nicht um Hilfe und Unterstützung in einer schweren Lage, sondern um das, was nach Abzug aller Lebensumstände übrigbleibt. Für mich ist das eine positive Grundhaltung dem anderen gegenüber. Das ist für mich eine Frage des Vertrauens.
<p>Mit anderen Worten: ich lasse mich von niemandem schlechtmachen noch schlechtreden. Fehler passieren, jedermann, mir wie auch anderen. Nimmt man diese jedoch innerhalb einer Freundschaft zum Anlaß, wiederholt und ohne unterlaß jemanden in seinem Selbstwertgefühl zu kränken, ist für mich der Punkt erreicht, wo das Vertrauensverhältnis Schlagseite erleidet und kentert.</p>
<p>Die Erkenntnis nämlich lautet, daß neue Freunde kommen und daß man sich ebenso wie seine Gedanken auch die Freunde aussuchen kann. Loyalität steht einer Trennung nicht im Wege. Loyalität ist das Ergebnis der wechselseitigen Stabilisierung. Loyal zu sein bedeutet für mich, daß mich der anderen nicht persönlich herabsetzt. </p>
<p>Für meine <strong>Psycho-Hygiene</strong> und meinen <strong>Seelenfrieden</strong> war das eine sehr wichtige Erfahrung. Mir geht es nun wesentlich besser. Verloren habe ich nichts. Aufgeben mußte ich auch nichts. Nur eine Entscheidung treffen. Für mich alleine. Die anderer Person hatte diese bereits getroffen und entsprechend den Weg bereitet, den ich sodann verließ, höflich, aber bestimmt. Ohne Schuldgefühle, im Gegenteil.
<p>Das war ich mir wert. Um andere ging es nicht mehr. Ich tat es für mich und mein Glück. Es klingt abgedroschen, jedoch trifft es folgende Floskel am besten: Wer solche Freunde hat, der braucht keine Feinde mehr.</p>

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		<title>Vom Sinn des Lebens &#8211; weshalb ich meine Depression nicht bereue und gl&#252;cklicher als je zuvor im Leben bin</title>
		<link>http://www.depressionsblog.com/blog/vom-sinn-des-lebens-weshalb-ich-meine-depression-nicht-bereue-und-glcklicher-als-je-zuvor-im-leben-bin/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Mar 2007 19:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rene Kriest</dc:creator>
				<category><![CDATA[Personal-Development]]></category>

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		<description><![CDATA[Jeder Mensch, ob depressiv oder nicht, hadert zu einem gewissen Zeitpunkt in seinem Leben über Geschehnisse, welche man gemeinhin bereut. Ganz gleich, in welchem Umfang, ob stark oder weniger ausgeprägt, man denkt, durch eine andere Entscheidung in der konkreten Lage wären gewisse Lebensumstände anders beeinflußt worden. Naturgemäß wähnt man sich in einer schlechten Verfassung und [...]]]></description>
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<p>Jeder Mensch, ob depressiv oder nicht, hadert zu einem gewissen Zeitpunkt in seinem Leben über Geschehnisse, welche man gemeinhin bereut. Ganz gleich, in welchem Umfang, ob stark oder weniger ausgeprägt, man denkt, durch eine andere Entscheidung in der konkreten Lage wären gewisse Lebensumstände anders beeinflußt worden.
<p>Naturgemäß wähnt man sich in einer schlechten Verfassung und dünkt bei sich, es hätte einen besser treffen können, <i>wenn</i> man dies und nicht jenes getan hätte. Doch weshalb lamentieren? Weshalb Vergangenem und damit nicht mehr rückgängig zu Machendem nachhängen, gar nachtrauern?
<p><b>Sinnfragen</b>
<p>Größte Hürde bei der Beurteilung solcher Sinnfragen dürfte die Fallhöhe der jeweiligen Entscheidung sein. Handelte es sich um eine wohl einmalige Chance als auch schwerwiegende Vorkommnisse, etwa einen verpaßten Lotto-Gewinn, aber auch um Unfälle mit beträchtlichen Folgen, die jeweils für sich das Leben von Menschen gravierend ändern, oder ging es um vergleichsweise Dinge geringer Auswirkung, die sich unter etwas anderen Umständen ähnlich wiederholen ließen, wie ein geplatztes Date, ein wegen Krankheit versäumtes Konzert?
<p>Man gelangt je nach Szenerie zu unterschiedlichen Ergebnissen. Jemand, der im Rollstuhl wegen eines von dritter Seite verschuldeten Unfalls gelandet ist, wird dies keinesfalls als Geschenk Gottes betrachten, zumindest nicht auf den ersten Blick. Zu sehr mag die Pein und Mühsal der Verluste an körperlichen Annehmlichkeiten die noch vorhandenen Lebensanreize überwiegen. Wiederum andere Menschen stecken scheinbar große Schicksalsschläge wie den Verlust eines Beins oder eines Armes scheinbar weg, daß man nur staunen kann. Manche Lotto-Gewinner werden gerade durch das vermeintlich mit dem Geld erzeugte Lebensglück ins Unglück gestürzt, denn Geld kann persönliche Zufriedenheit niemals ersetzen.
<p>Tatsächlich spielt das Ereignis als solches nur eine untergeordnete Rolle. Weit wichtiger ist die individuelle Bewertung des oder der Geschehnisse. Von 100 Menschen reagieren diese auf dasselbe Ereignis gänzlich unterschiedlich. Von diversen Katastrophen, angefangen bei Entführungen vieler Geiseln, als auch Flugzeug-Entführungen, sind Berichte und Studien angefertigt worden, welche das eindrucksvoll belegen. Pionierarbeit auf diesem Forschungsgebiet hat Viktor Frankl geleistet.
<p><b>Erlebniswahrnehmung, Erlebnisverarbeitung</b>
<p>Relevant scheint also die Verarbeitung des Erlebnisses zu sein. In einer ähnlichen Lage befinden sich viele depressive Menschen. Während des vergangenen Jahres alleine habe ich schätzungsweise 300 Einzelschicksale kennengelernt, manche sehr intensiv, andere geringer ausfallend in ihrer Intensität.
<p>Basis der gemachten Erfahrungen war, daß viele Menschen sozial und finanziell als auch familiär nicht nur unerhebliche Einbußen erlitten im Vergleich zu früheren Jahren, in welchen die Depression sie nicht so sehr beeinträchtigte oder noch nicht ausgebrochen war. Drei Sektoren, die für so ziemlich für jeden Menschen wichtig sind, wurden also negativ beeinflußt.
<p>Nimmt man dies nicht als gegeben hin und akzeptiert diese Umstände nicht, kann man auch nicht gegensteuern. An irgendeinem, selbstverständlich frühstmöglichen Punkte, sollte man initiativ werden, und die Depression bekämpfen. Anhand meines sicherlich für verpaßte Chancen reichhaltiges Leben läßt sich dies mustergültig ergründen. Unlängst verfolgte ich die fehlende Einsicht und die Schicksalsvernarrtheit in der psychiatrischen Klinik an einem Nachbartisch. „Wäre X anders verlaufen, wäre ich aufs Gymnasium gegangen, hätte Abitur gemacht, hätte studiert und…“ Ich breche lieber ab.
<p><b>Ich bereuen gar nichts mehr</b>
<p>Sollte ich meinen Nackenschlägen nachjagen, wie all die Jahre zuvor? Für mich erscheint die Depression zum Teil mittlerweile tatsächlich als ein Glücksfall. Denkte ich diese weg, gäbe es diesen Blog nicht, ich hätte mich wohl nicht der Schriftstellerei verschrieben. Um im Bild zubleiben: von Thomas Mann fällt mir ein Ausspruch ein, wonach alles Leben „ein Trotzdem, ein Dennoch“ sei. Trotz Krankheit, trotz Behinderung (gemeint war etwa Nietzsche, dessen glühender Anhänger er war), hält man an seinen Plänen fest und läßt sich von der Unbill körperlicher Beeinträchtigungen nicht behindern. Insofern gewinnt der Ausspruch „Behindert ist man nicht, behindert wird man“ Sinn. Allerdings kann man ihn auch anders ausschreiben: „Behindert ist man nicht, behindern läßt man sich nur selbst.“
<p>Keinesfalls will ich Schicksalsschläge kleinreden oder gemeinhin gutheißen. Anregen und Kraft spenden möchte ich, sich nicht selbst aufzugeben und darauf zu insistieren, daß zwischen Schicksalsschlag und dem – gegebenenfalls durch Suizid erzwungenen – Tode einer Zeitspanne vielfältige interessante Entdeckungen liegen, die das Leben <i>dennoch</i> lebenswert machen. Ohne die Erfolgsgeschichten unzähliger Schicksalsgeplagten, hätte ich diesen Artikel niemals geschrieben. Deren Blick richtete sich nicht auf die Frage nach dem Sinn, und damit <i>ob</i> es mit ihrem Leben weitergeht, was alleine medizinische Frage ist, sondern wie <i>ihr</i> Leben konkret und möglichst produktiv weitergehen kann.
<p><b>Meine Vorbilder</b>
<p>An anderen Menschen, an Vorbildern, an welchen ich mich mental aufrichten konnte, habe ich gelernt, meine Depression nicht zu bereuen, sondern mit ihr für die Zukunft gewappnet zu sein. Größte Vorbilder sind für mich in dieser Hinsicht die sogenannten Rolli-Fahrer, also Menschen die <i>körperlich</i> an den Rollstuhl „gefesselt“ sind. Alleine die Zukunft kann ich, sofern ich meine Beeinträchtigung, die die Depression darstellt, hinnehme, wirksam beeinflussen. Dies bedeutet, sich nicht mehr als Passivum, sondern als aktive gestaltende Persönlichkeit wahrzunehmen. Selbstbewußtsein ist nicht an äußere Umstände gekoppelt, es sei denn, man erblickt in Materialismus den Grad des Selbstbewußtseins.
<p>Nichts mehr zu bereuen, das heißt vor allem, nicht mehr zurückzuschauen. Auszumisten, sowohl die Regale und Kisten in der Wohnung als auch den Kopf, sind einfache, aber sehr probate Mittel hierzu. Denk in Möglichkeiten, trotz Depression. Schau auf Deine zur Verfügung stehenden Fähigkeiten. Ich hatte sie, und Du hast sie auch. Meister sie, bildet sie weiter aus und laß Dich von niemand unterbekommen. Zwischen be<i>reuen</i> und f<i>reuen</i> liegen nur ein paar Buchstaben. Was Du buchstabierst, ist Deine Sache. Zu Beginn steht die Therapie. Beginne mit dieser lieber sofort, als morgen, damit auch Du wieder zu neuen Kräften findest. <img src='http://www.depressionsblog.com/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Wie man sich auf die bequeme Weise Disziplin aneignet und sie im Handumdrehen meistert</title>
		<link>http://www.depressionsblog.com/blog/wie-man-sich-auf-die-bequeme-weise-disziplin-aneignet-und-sie-im-handumdrehen-meistert/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Feb 2007 17:58:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rene Kriest</dc:creator>
				<category><![CDATA[Personal-Development]]></category>

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		<description><![CDATA[Viel wird über Disziplin gesprochen. Jene, die sie besitzen, wird Erfolg bescheinigt. Umgekehrt drücken jene, die angeblich nicht über sie verfügen, ihre Bewunderung als auch ein wenig Neid aus, wenn sie anderen Erfolg und Disziplin zuschreiben. Nachfolgend beginnt eine Serie zum Thema. Dieser Artikel bildet den ersten Teil dieser. Was ist Disziplin? Kann man sie [...]]]></description>
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<p>Viel wird über Disziplin gesprochen. Jene, die sie besitzen, wird Erfolg bescheinigt. Umgekehrt drücken jene, die angeblich nicht über sie verfügen, ihre Bewunderung als auch ein wenig Neid aus, wenn sie anderen Erfolg und Disziplin zuschreiben.
<p>Nachfolgend beginnt eine Serie zum Thema. Dieser Artikel bildet den ersten Teil dieser.
<p>Was ist Disziplin? Kann man sie erwerben? Kann jeder diszipliniert sein?
<p>Beinahe gewinnt man den Anschein, als sei Disziplin etwas Universelles. Sie lasse sich überall, in jedwedem Lebensbereich einpassen. Was genau Disziplin ist, gelingt den wenigsten zu beschreiben oder zu definieren. Möglicherweise lauten ein paar Antworten Ausdauer und auch Lustverzicht. Bestes Beispiel bildet der klassische Streber aus der Schulzeit. Dieser sei diszipliniert, weil er der Schule Vorrang und damit Priorität einräume, während man selbst der Ablenkung zugetan sei und etwa eher dem Fernsehen fröne, als in die Bücher zu schauen. Willensschwächlinge stehen also Disziplinierten gegenüber. Entweder man hat sie, oder nicht.
<p>Ich habe so gedacht. Um es auf den Punkt zu bringen: Disziplin kann jeder erweben. Diszipliniert kann jeder werden. Jeder. Keineswegs ist deren Vorhandensein im Erbgut festgelegt. Oder etwa doch?
<p>Basis der Disziplin ist der Kopf. So gesehen ist Disziplin genetisch vorherbestimmt. Umgekehrt lautet die frohe Botschaft: wer ein Gehirn hat, kann diszipliniert sein.
<p>Meine einfache Formel für Disziplin läßt sich auf folgenden Nenner bringen:
<ul>
<li><b>Disziplin bedeutet das Erreichen eines <i>konkreten</i> Ergebnisses, der Umsetzung eines Ziels.</b></li>
</ul>
<p>So einfach sich dieser Satz liest, so diffizil ist er, wenn man ihn in seine 4 Einzelkomponenten unterteilt.
<ol>
<li><b>Ergebnis</b>: bedeutet die Verwirklichung einer Idee
<li><b>Konkret</b>: den Vorgaben entsprechendes Ergebnis
<li><b>Erreichen</b>: tatsächliche Umsetzbarkeit der Idee, also menschenmöglich und nicht gänzlich für jedermann unmöglich
<li><b>Ziel</b>: die <i>bewußte</i> Entwicklung einer Idee, also der Ausgangspunkt aller Handlung </li>
</ol>
<p>Was so kompliziert-komplex wirkt und daher auf den ersten Blick abschreckenden Charakter besitzt, ist wirklich kinderleicht zu verstehen. Da ich es verstanden habe, verstehst Du es erst recht! <img src='http://www.depressionsblog.com/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />
<p>Ausgangspunkt ist das Bewußtsein. Dieses bestimmt unsere Handlungen. Ob wir essen gehen, ein Fußballspiel schauen oder Schuhe kaufen gehen, entspringt einer <i>bewußten Handlung</i>. Anders ausgedrückt setzt man ein Ziel um, indem man sich sagt „Ich <i>will</i> das Fußballspiel ansehen.“ Oder „Ich <i>will</i> Schuhe kaufen gehen.“</p>
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<br />
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</div>
<p>Niemand wird zu diesen Tätigkeiten gezwungen. „Ich <i>muß</i> zur Arbeit gehen.“, „Ich <i>muß</i> das noch fertigmachen.“, „Ich <i>muß</i> einkaufen gehen.“ Müssen? Äußerlicher Zwang?
<p>Mitnichten. Übersetzt bedeutet „Ich <i>muß</i> zur Arbeit gehen.“ genau besehen „Ich will zur Arbeit gehen.“
<p>Weshalb verwenden so viele dann aber das Wort „müssen“?
<p>Der Grund ist einfach. Lieber täte man etwas anderes, denn man sieht die Arbeit nur als Mittel zum Zweck, nämlich um mit dem erarbeiteten Geld andere Dinge zu verwirklichen. Ich wiederhole mich: niemand wird zum Arbeiten gezwungen. Niemand <i>muß</i> also zur Arbeit gehen.
<p>Jeder, der arbeitet, will zur Arbeit gehen. Erfahrungsgemäß möchte der Arbeitende nämlich die unangenehmen Folgen des Fernbleibens von der Arbeit vermeiden, wie die drohende Kündigung. Wird einem gekündigt, hat man meist kein Geld mehr und ohne Geld wird es schwierig, sein Leben zu meistern.
<p>Demnach verbirgt sich hinter dem Satz „Ich <i>muß</i> XYZ tun.“ die bewußte Entscheidung, etwas umsetzen zu wollen. Zumindest ein <i>Ziel</i> wird verfolgt, und das lautet Vermeidung der unangenehmen Begleiterscheinungen der Arbeitslosigkeit.
<p>Disziplin geht demnach eine <i>bewußte Entscheidung</i> voraus. Formuliert wird eine <i>Idee</i>. Im Beispiel lautet diese „Gelderwerb“. <i>Tatsächlich umgesetzt</i> werden kann diese Vorstellung, dadurch, daß man etwa arbeiten geht. Dies ist auch <i>umsetzbar</i>; arbeiten für Geld darf so ziemlich jeder.
<p><i>Konkret</i> ist diese Idee auch, da man mit dem Arbeiten ein <i>exaktes Ergebnis</i> verfolgt und erwartet. Erwartet wird der Geldbetrag, der Gegenwert der Arbeit. <i>Ergebnis</i> der Arbeit wiederum bedeutet die Umsetzung mittels <i>einzelner Handlungsschritte</i>, morgens also aufzustehen, zum Arbeitsplatz zu fahren, die Tätigkeit zu verrichten so lange, bis das <i>Ziel</i> <i>erreicht</i> <i>worden</i> <i>ist</i>, der Monatslohn also auf dem Konto steht. Wird der Lohn dem Konto nicht oder nicht in der erwarteten Höhe gutgeschrieben, ist das <i>Ziel</i> <i>noch nicht erreicht</i>. In der Regel ist dann Ärger vorprogrammiert und arbeitsgerichtliche Auseinandersetzungen folgen.
<p>Kann Disziplin wirklich so einfach sein? Recht besehen ist es so. Allerdings wollte ich den Artikel nicht schreiben, ließen sich obengenannte 4 Komponenten der Disziplin nicht noch weiter aufspalten. Und auf dieser Unterebene verbergen sich die eigentlichen Geheimnisse, weshalb manche Menschen diszipliniert erscheinen und andere wiederum nicht.
<p>Damit möchte ich zum zweiten Teil der Serie überleiten. Spannend geht es weiter! <img src='http://www.depressionsblog.com/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
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		</item>
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		<title>Von Genies lernen: mit 8 einfachen Schritten Aufschieberitis loswerden &#8211; ein f&#252;r allemal</title>
		<link>http://www.depressionsblog.com/blog/von-genies-lernen-mit-8-einfachen-schritten-aufschieberitis-loswerden-ein-fr-allemal/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Feb 2007 17:18:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rene Kriest</dc:creator>
				<category><![CDATA[Personal-Development]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zuviel Zeit, die wir nicht nutzen.&#8221; Seneca Was stört Dich im Leben am meisten? Unerledigte Aufgaben und daraus resultierender Streß und Zeitverlust? Selten ist fehlendes Wissen oder Kompetenz Grund für liegengebliebene Arbeit, ganz gleich ob auf der Arbeit oder im privaten zu Hause. [...]]]></description>
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<p><i>&#8220;Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zuviel Zeit, die wir nicht nutzen.&#8221;</i>
<p align="right"><b>Seneca</b>
<p>Was stört Dich im Leben am meisten? Unerledigte Aufgaben und daraus resultierender Streß und Zeitverlust?
<p>Selten ist fehlendes Wissen oder Kompetenz Grund für liegengebliebene Arbeit, ganz gleich ob auf der Arbeit oder im privaten zu Hause. Schnell ist man gerade wegen des Stresses und des Zeitmangels mit der Aussage bei der Hand „Ich würde ja gerne, aber!“ – Ja, was aber?
<p>Aber die Welt geht gerade unter? Aber ich habe mir gerade beide Beine gebrochen? Aber ich muß erst eine rauchen?
<p><b>Die Denkart der Aber-Menschen</b></p>
<p>Ausreden werden stets mit Aber eingeleitet. Berühmtestes Beispiel der Denkart, die auf Verhinderung gleich welcher Neuerungen ausgerichtet ist „Aber das geht doch nicht!“ oder „Aber das haben wir <i>noch nie</i> so gemacht“ bzw. „Aber das haben wir <i>schon immer</i> so gemacht!“</p>
<p>Wie lautet die Aber-Formel im Privatleben? Der Garten wäre zu machen. Das Aber lautet: „Aber ich habe keine Lust!“ und schon fallen einem viele Möglichkeiten zur Ablenkung ein, bloß um auf gewitzte Weise um das Aber herumzukommen und nicht den Garten machen zu müssen.
<p><b>Aber = Motivation? Ach wäre ich doch nur…!</b>
<p>Befragt man die Aber-Menschen, also mich, Dich und noch viele andere – wir sind gelegentlich alle mal ein wenig „aber“ <img src='http://www.depressionsblog.com/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  -, so fällt überdurchschnittlich häufig in der Aber-Gleichung das Wort <b>Motivation</b>. „Ich würde ja gerne, aber (!) mir fehlt die <b>Motivation</b>!“ oder „Wäre ich doch nur motiviert, aber ich bin es im Moment nicht!“.
<p>Vergleicht man sich mit anderen, so gibt es scheinbar eine kleine Gruppe Auserwählter, die entweder nichts zu tun haben oder ständig hochmotiviert für jedwede Aufgabe zu sein scheinen.
<p><b>Die Spielregeln der Anti-Aufschieberitis-Menschen</b>
<p>Doch dem ist nicht so. Sie folgen alle unbewußt gewissen Regeln, die ich im folgenden darstellen werde und die, richtig angewendet, aus jedem angeblichen Faulpelz nach und nach ein Arbeitstier mit Spaß an der Sache werden lassen.
<p><b>Die 8 Punkte dieser mächtigen Methode lauten:</b><br />
<h3><b>1. Kleine Hügel überwinden, anstatt große Berge zu besteigen</b> </h3>
<p>Stelle Dir vor, in einer Halle wären sämtliche Nahrungsmittel, die Du innerhalb eines Jahres verspeist hast, aufgetürmt worden. Könntest Du Dir vorstellen, dies alles auf einmal zu essen? Ich nicht. Den ganzen Essensberg dagegen in handliche Häppchen für 365 zu unterteilen – und schon wäre die Aufgabe umsetzbar.<br />
<h3><b>2. Motivation beginnt mit dem Anfang und nicht mit dem Ende</b> </h3>
<p>Aufbauend auf dem Essensberg, stellt sich die Frage, was einen schneller entmutigt: Der Essensberg oder eine übersichtliche Tagesration Nahrung? Die Antwort ist ziemlich einfach. </p>
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</div>
<h3><b>3. Stück für Stück</b> </h3>
<p>Sieht man sich vor einem Berg stehen, muß man diesen schlicht in kleine Hügel umwandeln, und augenblicklich fühlt man sich vor Angst und Unsicherheit befreit. Was kann bei einem kleinen Hügel schon passieren?<br />
<h3><b>4. 3 Minuten – mehr Zeit bedarf es nicht, um eine Aufgabe zu erledigen</b> </h3>
<p>Auch wenn man aus dem Berg viele Hügel gemacht hat, fehlt möglicherweise dennoch etwas Startenergie, um den Motor am Fuße des Hügels anzuwerfen, und diesen zu erklimmen. Mit einem Kunstgriff hat man jedoch spätestens nach 3 Minuten die Boxengasse verlassen und ist bereits hinter dem ersten Hügel verschwunden und stürmt rasant auf den zweiten zu.
<p>Wer sich einer Aufgabe nur drei Minuten widmet, sich hierzu überwindet, der kommt rasch an einen Punkt, an dem er weitermachen will. Ich wiederhole: will, von wollen, statt Aber von Ausrede.<br />
<h3><b>5. Angst – vor einem Hügel?</b> </h3>
<p>Hinter der fehlenden Motivation und den vielen Abers steckt oftmals ein diffuses Unbehagen, eine Sache anzugehen. Lustlosigkeit mutiert zu Angst und diese verwandelt sich bei fortschreitender Zeit zu Panik. Und das will niemand.<br />
<h3><b>6. Auf biegen und brechen Spaß in die Aufgabe reinbringen</b> </h3>
<p>Nichts auf der Welt ist bierernst. Nachweislich ersichtlich wird dies an den vielen Spaß-Videos im Internet. Gnadenlos wird aus Unfällen und verpatzten Aufgaben das Spaßpotential herausgezogen und in biederen Lachsalven abgefeuert. Weshalb also nicht den umgekehrten Weg einschlagen, und gleich für Spaß sorgen? Wie das funktionieren soll? Unter Punkt 7 erläutere ich dies.<br />
<h3><b>7. Umsetzung der Theorie in die Praxis</b> </h3>
<p>Wie behalf ich mir also? In nachfolgenden <strong>Beispielen</strong> zeige ich, wie mir diese Methode geholfen hat
<ul>
<li><b>Klausuren-Korrektur<br /></b>Ein Berg unkorrigierter Jura-Klausuren lag vor mir, gleichwohl lag meine Laune und Motivation ziemlich tief im Keller. Was also tun? Ich versteckte den Klausurenberg und nahm mir einen Hügel daraus hervor, nämlich eine Arbeit. Das sah gerade im Vergleich mit dem Berg nachgeradezu handlich aus. Die erledigten Arbeiten wiederum stapelte ich neben mir auf dem Schreibtisch, denn ich war stolz auf den neuen Berg, den ich durch Abtragung des anderen willentlich errichtet hatte.
<li><b>Das Grauen hat einen Namen: Haushaltsarbeit!<br /></b>Spätestens, wenn man alleine wohnt und ohne Geschirrspülmaschine auskommen muß, stellt sich nach ein paar Tagen die Frage, wie man den Geschirrberg abtragen soll. Kleine Hügel bauen? Nicht wirklich. Daher sagte ich mir, zwei Gläser spülst Du, dann kannst Du morgen wenigstens Kaffee aus einer sauberen Tasse trinken. Und plötzlich wollte ich auch noch den einen Teller reinigen, dann den anderen. Die Zeit verging wie im Fluge – der Geschirrberg übrigens auch.
<li><b>Umzug – glaubt mir, es gibt nichts Schlimmeres<br /></b>Die vergangenen Jahre bin ich häufiger mal umgezogen. Und es war jedesmal eine Tortur und war aus meiner Sicht eine Großtat in Sachen Selbstüberwindung. All die Kisten, die erst einzuräumen und dann wegzuschleppen waren, bevor man sie in der neuen Wohnung türmte und sie in diesem Zustand auch am liebsten belassen hätte – wie also rauskommen aus dem Dilemma, das ich vor Augen hatte? Vor Augen hatte ich einen Berg voller frustrierender Arbeit, die zu leistende Arbeit von Stunden oder Tagen auf einmal. Zunächst einmal mußte ich mein inneres Bild ändern. Ich blickte nur noch auf den nächsten Hügel, also den nächsten Schritt im Ablauf bis zum vollbrachten Umzug. Ich sah nur noch ein oder maximal zwei Kartons vor mir, und dachte keinen Schritt weiter als diese zu füllen. Waren alle gefüllt, dachte ich nur noch an den Transport ins Auto usf. Hierbei gab ich meinen Spielsachen Namen und entschuldigte mich bei jenen Gegenständen, die ich wegwarf infolge des fälligen Ausmistens. Mein Hammer wurde bei mir zu Mr. Klopfi. Das mag albern klingen, aber ich fand es damals witzig. Und ohne Mr. Klopfi säße ich jetzt auch nicht an dieser Stelle. <img src='http://www.depressionsblog.com/blog/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  </li>
</ul>
<p>Weitere Beispiele gefällig? Staubsaugen, Gartenarbeit, einkaufen, Auto tanken, eine Party organisieren usf. Die Liste kann man endlos fortführen – und mit genannten Schritten in einfachen Schritten mit Spaß bewältigen. Der Chef, der mal wieder Druck macht und an Deadlines erinnert? Ändert man die Szenerie ein wenig um – der fluchende Chef nackt im rosa Plüschhöschen und Minipiepmatz – und der innere Friede ist wiederhergestellt.
<p>Ein Punkt fehlt noch, wie bereits in der Einleitung angedeutet. Manche ahnen es schon und liegen richtig:<br />
<h3><b>8. Ausdauer, Hartnäckigkeit</b> </h3>
<p>Die die genannten Punkte abrundende Quintessenz lautet schlicht, daß man immer nur mit dem nächsten kleinen Schritt beginnen muß und die Arbeit wird dadurch automatisch fertig, ja erledigt sich von selbst. Mit jedem Schritt kommt man dem Ziel näher.
<p>Wie wichtig Ausdauer und Hartnäckigkeit beim Umsetzen kleiner Schritte ist, illustrieren viele, bald eindrucksvolle, bald alltägliche Ereignisse. Rom wurde auch nicht an einem Tag erschaffen. Gott nahm sich für die Schöpfung der Welt auch sieben Tage Zeit – ob man daran glaubt oder nicht, man mag darin auch eine Parabel sehen.
<p>Ähnlich ist es mit dem Saubermachen. Anstatt das ganze Haus oder die Wohnung auf den Kopf zu stellen, nimmt man sich jeden Tag ein anderes Zimmer vor.
<p>Treffend faßt <b>Seneca</b> die acht Punkte zusammen:
<p><i>&#8220;Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.&#8221;</i>
<p>Klingt einfach? Und ist es auch, oder siehst Du das anders? Was würdest Du gerne verbessern oder ändern?</p>
<h3><strong>Buchempfehlungen</strong></h3>
<p></p>
<p>Für nachfolgende Bücher, die aus unterschiedlichen Perspektiven die Aufschieberitis behandeln, lege ich meine Hand ins Feuer. </p>
<p>Viele Bücher las ich bereits über die vergangenen Jahre hinweg zum Thema <b>Aufschieberitis</b> bzw. <b>Prokrastination</b>, wie der Fachbegriff für dieses weltweit existierende Phänomen lautet, und diese drei Bücher markieren aus meiner Sicht die Juwelen unter den Aufschieberitis-Büchern. Ich habe sie selbst mehrfach gelesen und lerne immer etwas Neues von ihnen, derart facettenreich und zugleich einfach sind sie. Für diese spreche ich eine uneingeschränkte Kaufempfehlung aus.</p>
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<p><strong>Bestell</strong> eines oder gleich alle drei Bücher. Du gehst mit dem <b>Rückgaberecht</b> <b>bei Amazon</b> absolut <strong>kein Risiko</strong> ein! </p>
<p>Solltest Du meiner Ansicht nicht folgen, so teile es mir bitte mit. Ich werde die Kritiken an den Büchern auf einer eigenen Seite veröffentlichen, derart überzeugt bin ich von besagten Büchern. <img src='http://www.depressionsblog.com/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Wie man seinen Vors&#228;tzen treu bleibt und sie erfolgreich umsetzt</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Dec 2006 07:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rene Kriest</dc:creator>
				<category><![CDATA[Personal-Development]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Jahr 2006 neigt sich dem Ende zu und zu Beginn des neuen Jahres ist nur eines gewiß: 90% aller noch so gutgemeinte Vorsätze halten kaum zwei Wochen durch, ehe sie fahrengelassen werden. Lag es an den Vorsätzen, der vermeintlich eigenen Willensschwäche? Vorsätzen die Stange zu halten, ist ganz einfach. Mit ein paar Tips und [...]]]></description>
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<p>Das Jahr 2006 neigt sich dem Ende zu und zu Beginn des neuen Jahres ist nur eines gewiß: 90% aller noch so gutgemeinte Vorsätze halten kaum zwei Wochen durch, ehe sie fahrengelassen werden. Lag es an den Vorsätzen, der vermeintlich eigenen Willensschwäche?</p>
<p>Vorsätzen die Stange zu halten, ist ganz einfach. Mit ein paar Tips und Tricks als auch zu vermeidenden Fehlern kann jeder seine Ziele umsetzen. Möglichkeiten aufzeigen, wie man zu den 10% gehört, die ihren Vorsätzen treu bleiben, soll folgender Artikel.</p>
<p><strong>Wieso Vorsätze?</strong></p>
<p>Mit einem Vorsatz verbindet man im allgemeinen einen Änderungswunsch in seinem Verhalten. Dies kann vom Aufgeben des Rauchens über mehr Fahrrad zu fahren und das Auto öfter stehenzulassen bis hin zu mehr Zeit mit der Familie zu verbringen alles bedeuten.</p>
<p>Auch wer sich nur dir Durchführung kleiner Herausforderungen stellt, etwa indem er disziplinierter sein möchte oder selbstsicherer auftreten will, hat zunächst einmal einen Vorsatz diesbezüglich, bevor er an die eigentlich Umsetzung herantritt.</p>
<p><strong>Fehlschläge und Aufgabe der Vorsätze</strong></p>
<p>Letztlich aber bleibt die Mehrheit der Vorsatz-Bilder den eben noch gemachten Versprechen sich selbst oder anderen gegenüber nicht treu. Vorbei ist es also mit dem Vorsatz, vielleicht auf ein Neues im kommenden Jahre.</p>
<p><strong>Häufige Fehler bei der Vorsatzbildung</strong></p>
<p>Wie kommt es zur Aufgabe der guten Vorsätze? Weshalb gibt man Wohlmeinendes so rasch auf? Ein Grund mag darin liegen, daß Vorsätze gerne und häufig zu weit und schwammig gehalten werden. Beliebtes Anliegen vieler zum Jahreswechsel hin ist der Bruch mit Gewohnheiten. Innerhalb dieser Kategorie rangiert ganz weit oben das Rauchen aufzugeben.</p>
<p>Problematisch bei solch einer Zielformulierung ist, daß man etwas nicht tun kann. Man kann nicht nicht an etwas denken. Probe gefällig? Denken sie 10 Minuten nicht an einen rosa Elefanten oder auch an eine Packung Zigaretten. Es wird nicht klappen.</p>
<p>Eher muß an die alte Gewohnheit etwas neues, positiv Formulierbares treten. Statt in der Pause zur Kippe zu greifen, ißt man einen Apfel oder geht raus. Man sagt sich nicht in Gedanken: jetzt nicht rauchen, sondern: jetzt esse ich einen Apfel. Und schon beseitigt man jeglichen Gedanken ans Rauchen.</p>
<p><strong>Auf die richtige Formulierung kommt es vor allem an</strong></p>
<p>Vorsätze müssen positiv, konkret und zeitlich terminiert gefaßt sein, damit sie greifen können. Ferner müssen sie unter realistischen Bedingungen erreichbar sein. Unrealistisch wäre es zu glauben, man könne sich morgen für einen Marathon anmelden und in einer Top-Zeit ins Ziel laufen, wenn man bislang allenfalls Sesselsport betrieben hat.</p>
<p><strong>Schlecht formulierte Vorsätze fallen wie folgt aus:</strong></p>
<ul type="disc" style="margin-top: 0cm">
<li>Ich will      weniger Auto fahren.</li>
<li>Ich      will mit dem Rauchen aufhören.</li>
<li>Ich      will dieses Jahr mal an einem Halb-Marathon teilnehmen.</li>
</ul>
<p><strong>Gut formulierte Vorsätze sehen in etwa so aus:</strong></p>
<ul type="disc" style="margin-top: 0cm">
<li>Ich      fahre im Sommer mit dem Fahrrad zur Arbeit.</li>
<li>Statt      zu rauchen esse ich Obst und unterhalte mich mit Kollegen.</li>
<li>In      einem halben Jahr werde ich an einem Halb-Marathon teilnehmen. Bis dahin      werde ich jede Woche dreimal trainieren, indem ich mein kontrolliertes      Laufpensum steigere.</li>
</ul>
<p>Gemeinsam ist gut formulierten Vorsätzen, daß ihnen eine konkrete Handlunge, die nächste Umsetzungshandlung, innewohnt. Man weiß stets, was zu tun ist.</p>
<p>Bei schlecht formulierten Vorsätzen wird gerade nichts über das Wie des zu erreichenden Ziels gesagt. Man kann sich aber nur das positiv gehaltene Endresultat vor Augen halten, nicht aber rosa Elefanten.</p>
<p><strong>Vorteile von umgesetzten Vorsätzen</strong></p>
<p>Jeder Vorsatz stellt eine Herausforderung dar und ist wie ein kleines Experiment, ob man das sich gesteckte Ziel wird erreichen. Schafft man dies, stärkt man dadurch sein Selbstwertgefühl. Man feiert seine kleinen Triumphe, die man seinem größten Feinde, den alten Gewohnheiten abgetrutzt hat.</p>
<p><strong>Alle 30 Tage ein neuer Vorsatz</strong></p>
<p>Fortgeschrittene Vorsatz-Planer machen sich hieraus ein Prinzip indem sie nicht nur zu Silvester hin Vorsätze planen, sondern sich monatlich neuen Herausforderungen stellen.</p>
<p><strong>Rückschläge</strong></p>
<p>Im Umgang mit Rückschlagen zeigt sich die wahre Größe. Rückschläge sind unvermeidlich auf dem Weg zum Erfolg. Man darf Mensch sein und deswegen auch mal schwach sein, sofern man auch weiterhin das eigentliche Ziel erreichen will.</p>
<p>Am besten führt man Erfolgprotokolle in jenen Bereichen, in denen man erfolgreich Vorsätze umsetzen möchte. Diese Protokolle als auch die schriftlich ausformulierten Vorsätze kann man an Orten plazieren, wo sie einem ins Auge fallen.</p>
<p><strong>Ein alter erfolgreich umgesetzter Vorsatz</strong></p>
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</div>
<p>Ich hatte mit dem Rauchen aufgehört. Und es hat Spaß gemacht! Nach anfänglichen Fehlschlägen (!) war es endliche soweit, daß ich endlich meinen Vorsatz umsetzten konnte. Noch heute bin ich qualmfrei. <img src='http://www.depressionsblog.com/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Welche Tips und Anregungen zu Vorsätzen hast Du? Wie sehen Deine Vorsätze für 2007 aus?</p>

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