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Paroxetin, auch unter den Namen Paxil und Paroxat bekannt, wartet mit heftigen Nebenwirkungen auf, wenn man daran geht, das Antidepressivum abzusetzen. Liest man den Beipackzettel genau durch, kann es einem vergehen, zumal sich die Absetzungssymptome von Sertralin (Zoloft) im Vergleich mit Paroxetin wie easy going wirken. Wie man das Problem der möglicherweise heftig ausfallenden Absetzungserscheinungen von Paroxetin clever umgehen kann, beschreibe ich sodann. Von 10 auf 0mg pro Tag runterzukommen – meine Dosis betrug 60mg/Tag -, war eine Tortour und mir letztlich zu derbe vor dem Hintergrund der Nebenwirkungen. Mein Trick war sodann, einen fliegenden Wechsel vorzunehmen. Innerhalb der Wirkungsklassen kann man problemlos wechseln, also von einem SSRI auf ein anderes. Aus eigener Erfahrung wußte ich, daß Sertralin (auch als Zoloft bekannt) kaum mit auffälligen und langandauernden Absetzungssymptomen daherkam. Statt Paroxetin also mittels Ausschleichens auf 0 zu setzen, ersetzte ich es bei einer Dosis von 10mg/Tag durch Sertralin. Paroxetin ersetzte ich also durch Sertralin von einem Tage auf den anderen. Die folgenden drei Tage spürte ich spätnachmittags und abends Nebenwirkungen, welche jedoch sehr gering ausfielen verglichen mit jenen, die ich ehedem beim Versuch des Ausschleichens von Paroxetin gegenwärtigte. Schwindel, Übelkeit und ein wenig Bauchschmerzen ermächtigten sich meiner. Am vierten Tage jedoch war der Spuk vorbei. Nunmehr schleiche ich Sertralin aus, das ich in einer minimalen Dosis nehme. Ich denke, daß der Trick die ideale Möglichkeit darstellt, Paroxetin, das bisweilen äußerst heftig wider seine Absetzung wehrt, äußerst sanft und schonend abzusetzen. Wenn Dir der Artikel gefallen hat, registriere den kostenlosen RSS-Feed des Depressions-Blog. Paroxetin abzusetzen ist eine Kunst für sich. Mittlerweile befinde ich mich in Woche 10 und es ist kein Ende abzusehen, wann ich Paroxetin endgültig hinter mir gelassen haben werde. Zunächst einmal möchte ich Abbitte leisten. Vor meinem Absetzungsversuch las ich wenige, dafür um so eindringlicher formulierte Schilderungen des Leidens und der Pein, Paroxetin abzusetzen. Von wochenlangem schrittweiser Reduktion des SSRI war da die Rede, teils in Milligrammschritten und teils monatelanger Einnahme von Spurenelementen des Antidepressivums. Für mich klang das bestenfalls wie Übervorsicht, und forscher betrachtet wie Hysterie. Wie die Absetzungs-Geschichte einer Horde Warmduscher legte ich die schmerzlichen Zeugnisse erfolgter Paroxetin-Absetzungsversuche aus. Um es kurz zu machen: die Warmduscher hatten allesamt recht und ich lag richtig, richtig falsch. Krasser als ich konnte man sich nicht auf dem Holzweg befinden – mea culpa. Paroxetin, Paroxat, Paxil – ganz gleich unter welchem Handelsnamen sich das Antidepressivum verbirgt, ist eine gute Sache, solange es wirkt. Das Medikament der Gattung SSRI abzusetzen bzw. auszuschleichen dagegen ist die Hölle auf Erden für mich als auch diverse andere Personen. Ich reihe mich willig und gerne in den Chor der Wehklagenden Paroxetin-Opfer ein. Die größeren Reduktionsschritte bei der Senkung der Tagsdosis in der Höhe von jeweils 10mg nach Ablauf einer Woche gingen gut von der Hand. Meine Therapie-Dosis betrug 60mg. Von den 60mg ging es runter auf 40, sodann auf 30, 20 und schließlich 10mg Paroxetin (Paroxat, Paxil). Doch als ich endlich Vollzug melden wollte mit meiner erfolgreichen Absetzung, indem ich von 10mg weitere 10mg abzog und bei 0mg pro Tag Paroxetin angelangt war, meldete sich Paroxetin wirkmächtig zurück. Ganz so, als wollte Paroxetin partout in meinem Blutspiegel bleiben, gewahrte ich nach Einnahme der letzten Tablette zu 10mg Paroxetin die bereits früher schon erlebten negativen Absetzungsfolgen, nämlich:
Die Reihenfolge spiegelt die Heftigkeit und Dauerhaftigkeit der einzelnen Symptome wider. So hatte ich nahezu eine Woche lang den ganzen Tag über Kopfschmerzen und mir war übel ohne Ende. Schwindel gesellte sich gerne hinzu, gefolgt von nicht selten vorhandenen Kreislaufproblemen und Schwitzanfällen. Flugs ging ich zwei Schritte zurück und nahm wieder 10mg Paroxetin pro Tag, um den Dämon im Blute zu willfahren. Genutzt hatte dies schon, allerdings stellte sich die wohltuende Wirkung der negativen Symptombeseitigung erst nach weiteren 4 Tagen ein. Ehedem verschwanden die Symptome noch am selben, spätestens am kommenden Tage der Dosiserhöhung. Was also tun, sprach René?! Basierend auf den Erfahrungen meiner Leidensgenossen, die den Entzug schon hinter sich gebracht hatten, fahre ich Paroxetin nunmehr in 2,5mg-Schritten pro 8 Tage herunter. Allerdings sehe ich es schon kommen, daß ich wahrscheinlich Paroxetin noch in 0,1mg-Schritten weiter reduzieren muß. Hoffen wir als das Beste, um Paroxetin endlich auf nimmer wiedersehen sagen zu können. Paroxetin, auch bekannt als Paxil oder Paroxat, liegt mir immer noch schwer im Magen. Mittlerweile bin ich auf 40mg pro Tag runter und es geht mir soweit recht gut. Einzig die Angst- und Panikattacken bleiben bei gleichbleibender Intensität, wenn auch deren Dauer etwas nachgelassen hat; Kopfschmerzen gesellen sich jedoch auch gelegentlich hinzu. Spätestens Donnerstag dieser Woche reduziere ich auf 30mg pro Tag. Ausschleichen auf die clevere Art: Eine List, um Paroxetin ein Schnippchen zu schlagen?Eine ungewöhnliche Lösung des Dillemmas mit den Absetzungssymptomen ist mir bereits durch den Kopf gegangen. Wäre es sinnvoll, auf ein anderes SSRI direkt zu wechseln, dessen Absetzungssymptome weit geringer ausfallen, als jene von Paroxetin? Sodann hätte ich das Ausschleichproblem hinsichtlich Paroxetin elegant umgangen und könnte dann leichter entziehen. Meinungen, Erfahrungen? |