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	<title>Alles über Depressionen - Depressions-Forum &#187; Medikamente</title>
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	<description>Tips und Depressions-Forum zum Glücklichwerden für Depressive</description>
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		<item>
		<title>Nebenwirkungen von Antidepressiva</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Dec 2007 02:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rene Kriest</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medikamente]]></category>
		<category><![CDATA[Antidepressivum]]></category>
		<category><![CDATA[Nebenwirkungen von Antidepressiva]]></category>

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		<description><![CDATA[Nahezu jedes Antidepressivum erzeugt Nebenwirkungen bei der Einnahme, die alles andere als erträglich ausfallen können. Zu unterscheiden sind erwünschte respektive nicht belastende und unerwünschte, belastende Nebenwirkungen von Medikamenten. Problematisch sind letztgenannte. Der Grad der Nebenwirkungen von Antidepressiva wächst in der Regel mit der eingenommenen Dosis, ist also von dieser abhängig. Je mehr man von einem [...]]]></description>
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<p>Nahezu jedes Antidepressivum erzeugt Nebenwirkungen bei der Einnahme, die alles andere als erträglich ausfallen können. Zu unterscheiden sind erwünschte respektive nicht belastende und unerwünschte, belastende Nebenwirkungen von Medikamenten. Problematisch sind letztgenannte.
<p><b>Der Grad der Nebenwirkungen von Antidepressiva</b> wächst in der Regel mit der eingenommenen Dosis, ist also von dieser abhängig. Je mehr man von einem Antidepressivum, welche etwa zur <i>Behandlung und Vorbeugung von Depression, Sozialphobie und generalisierter Angststörung</i> verschrieben wird, täglich einnimmt, desto umfangreicher und ausgeprägter fallen auch dessen Nebenwirkungen aus.
<p>Differenzieren kann man die Nebenwirkungen bei Antidepressiva auch in vorübergehende und dauerhafte, als auch in sogenannte Absetzungssymptome.
<ul>
<li><b>Vorübergehende Nebenwirkungen</b> treten häufig überwiegend bei Einnahmebeginn auf und verschwinden innerhalb der ersten Tage oder wenigen Wochen von selbst. Mittels Einschleichens kann man diese verringern. Unter dem Einschleichen versteht man die langsame Aufdosierung eines Antidepressivums über einen längeren Zeitraum hinweg bis die therapeutisch wirksame Dosis erreicht worden ist.
<li><b>Dauerhafte Nebenwirkungen</b> dagegen bleiben den Behandlungs- und Therapieverlauf über manifest, also bestehen. Abzuwägen gilt es dann, ob man das Präparat ob der Nebenwirkungen wieder absetzt und ein anderes probiert, oder ob der Patient die Nebenwirkungen als läßlich gegenüber dem Nutzen des Präparates befindet und die Therapie fortsetzen möchte trotz ihrer.
<li><b>Absetzungsnebenwirkungen</b> sind das Pendant zu den Nebenwirkungen zum Beginn der Medikamenten-Einnahme. Analog zum Einschleichen kann man durch das Ausschleichen, also das schrittweise Verringern der Dosis die möglicherweise auftretenden Nebenwirkungen verringern oder auch im Idealfalle vermeiden. Am heftigsten fielen bei mir die Absetzungssymptome beim <a href="http://www.depressionsblog.com/blog/paroxetin-absetzungssymptome-2/">Antidepressivum Paroxetin</a> aus.</li>
</ul>
<p>Ein gutes Antidepressivum sollte sowohl verträglich sein und demnach kaum und vor allem keine schwerwiegenden Nebenwirkungen aufweisen, als auch den Therapiezweck stützen.</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Weshalb ich mein Antidepressivum ausgeschlichen habe und fortan keines mehr nehmen werde</title>
		<link>http://www.depressionsblog.com/blog/antidepressiva-ausschleichen/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Oct 2007 17:00:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rene Kriest</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medikamente]]></category>
		<category><![CDATA[Antidepressiva ausschleichen]]></category>

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		<description><![CDATA[Antidepressiva sind grundsätzlich eine hervorragende Sache, die ich rundweg jedem Depressiven nur empfehlen kann. Die Stimmung hellt sich auf und man ist wieder halbwegs imstande, klar zu denken und sich seines Geistes ohne emotionalen Druck zu bedienen. Grundsätzlich erlauben Antidepressiva einen Einstieg in die weitere Therapie der Depression, etwa in Gestalt einer Verhaltenstherapie, die ich, [...]]]></description>
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<p><strong>Antidepressiva sind grundsätzlich eine hervorragende Sache</strong>, die ich rundweg jedem Depressiven nur empfehlen kann. Die Stimmung hellt sich auf und man ist wieder halbwegs imstande, klar zu denken und sich seines Geistes ohne emotionalen Druck zu bedienen.
<p>Grundsätzlich erlauben Antidepressiva einen Einstieg in die weitere Therapie der Depression, etwa in Gestalt einer Verhaltenstherapie, die ich, sofern fachkompetent durchgeführt und observiert, jedem nur ans Herz legen kann.
<p>Mit dem Vollbild einer sehr schweren Depression, rezidivierend und chronisch zugleich, bin ich idealer Kandidat für Antidepressiva – zumindest will man das vordergründig meinen.
<p>Bei mir jedoch lagen die Dinge etwas komplizierter, denn zum einen bin ich manisch-depressiv bzw. bi-polar II, um der Wahrheit die Ehre zu erweisen, weshalb ein Antidepressivum alleine bei mir wenig auszurichten vermochte. Auf meine wenigen hypomanischen Phasen folgten langanhaltende, sehr schwere depressive Episoden, die aufzufangen oder gar zu lindern ein Antidepressivum alleine nicht konnte.
<p>Hinzu trat der Umstand, daß bei mir Narkolepsie diagnostiziert worden ist, eine weitere neurologische Krankheit organischen Ursprungs, die ihrerseits nur mit Medikamenten wirksam behandelt werden kann. Mittel der Wahl sind vor allem Ritalin (Methyphenidat) und Vigil (Modafinil).
<p>Erst <strong>Lamictal</strong>, ein Stimmungsstabilisator mit dem Wirkstoff Lamotrigin, brachte bei mir den Durchbruch auf der Stimmungsebene. Dieses alleine verrichtet gegenwärtig seinen Dienst als Depressions-Prophylaxe.
<p>Gelegentlich merke ich, daß bei mir vermehrt die Manie durchbricht. Allerdings kann ich diese durch bewußtes Gegensteuern noch im Zaume halten. Abseits dessen betrachte ich sie auch als nicht geringen Ausgleich für all das Leiden, das mir bisher die Depression bescherte. Sollten die hypomanischen Phasen an Häufigkeit, Dauer und Intensität zunehmen, kann man immer noch den Einsatz anderer Mittel wider Manien erwägen.
<p>Allerdings sollte man nur so viele Medikamente wie nötig nehmen. Aus diesem Grunde auch <a href="http://www.depressionsblog.com/blog/paroxetin-absetzungssymptome-2/">schlich ich Paroxetin</a> aus. Ohne therapeutischen Nutzen für mich sah ich keinen Sinn daran, an dessen Einnahme weiter festzuhalten, im Gegenteil, denn es biß sich nicht nur unerheblich mit Ritalin, was für mich wiederum wir die Luft zum Atmen notwendig ist vor dem Hintergrund meiner Schlafattacken resultierend aus der Narkolepsie.
<p>Besser kann es mir eigentlich nicht gehen und seit der medikamentösen Therapie insbesondere der Narkolepsie geht es mir stabil blendend, nicht nur gemessen am Status quo ante zu Zeiten schwerster depressiver Episoden.
<p>Wie belastbar ich bin, wie dauerhaft diese gute Laune ist, wird sich weisen. Gleichwohl bin ich voller Hoffnung und gutem Glauben an die Zukunft gerüstet für künftige Unbill. Die Zukunft kann kommen, und zwar ohne Antidepressivum. <img src='http://www.depressionsblog.com/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>

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		</item>
		<item>
		<title>Ausschleichen von Paroxetin mittels Zoloft gegl&#252;ckt</title>
		<link>http://www.depressionsblog.com/blog/ausschleichen-antidepressivum-paroxetin-zoloft/</link>
		<comments>http://www.depressionsblog.com/blog/ausschleichen-antidepressivum-paroxetin-zoloft/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 21 Oct 2007 10:23:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rene Kriest</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medikamente]]></category>
		<category><![CDATA[Ausschleichen]]></category>
		<category><![CDATA[Paroxat]]></category>
		<category><![CDATA[Paroxetin]]></category>
		<category><![CDATA[Paroxetin ausschleichen]]></category>
		<category><![CDATA[Paxil]]></category>
		<category><![CDATA[Zoloft]]></category>

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		<description><![CDATA[Monatelang plagte ich mich mit dem Ausschleichen des Antidepressivums Paroxetin herum. Absetzen wollte ich es, da es auf mich keine therapeutische Wirkung entfaltete, im Gegenteil. Jetzt ist es mir endlich geglückt, und zwar einfach, schnell und nahezu ohne Absetzungssymptome. Viele Monate hinweg konsumierte ich die Höchstdosis Paroxetin, nämlich 60mg pro Tag. Ursprünglich war Paroxetin dazu [...]]]></description>
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<p>Monatelang plagte ich mich mit dem Ausschleichen des Antidepressivums Paroxetin herum. Absetzen wollte ich es, da es auf mich keine therapeutische Wirkung entfaltete, im Gegenteil. Jetzt ist es mir endlich geglückt, und zwar einfach, schnell und nahezu ohne Absetzungssymptome.
<p>Viele Monate hinweg konsumierte ich die Höchstdosis Paroxetin, nämlich 60mg pro Tag. Ursprünglich war Paroxetin dazu gedacht, mir über meine Sozialphobie, Panikstörung und Angstattacken im Rahmen meiner schweren depressiven Episoden hinwegzuhelfen.
<p>Zuletzt verhielt sich Paroxetin recht bockig. Jeder Absenkung der Tagesdosis um auch nur wenige Milligramm wurden zu einer seelisch-mentalen Belastungsprobe sondergleichen. Zuletzt wies ich nahezu die gesamte Bandbreite der Absetzungssymptome Paroxetins auf, die nicht gerade gering und in ihrer Tragweite alles andere als harmlos sind. Ohne zu untertreiben, so fühlte ich mich angesichts der Nebenwirkungen, die das Ausschleichen begleitete, teils depressiver als je zuvor.
<p>Letztlich wendete ich einen Trick an, indem ich den fliegenden Wechsel von Paroxetin auf Zoloft (Sertralin) vollzog, um sodann Zoloft als geringeres Übel in Sachen Absetzungsprobleme ausschleichen zu können.
<p>Dies gelang auch wie geplant und gewünscht. Seit einer Woche bin ich frei von jedweden Antidepressivums und fühle mich nach anfänglicher Übelkeit und Schwindel pudelwohl. Nunmehr nehme ich nur noch Lamictal (Lamotrigin) ein als auch Ritalin (Methylphenidat) und Vigil (Modafinil).
<p>Paroxetin weine ich nicht wirklich eine Träne nach.</p>
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		<item>
		<title>Ein genialer Tip, um Paroxetin sanft und schonend abzusetzen und die starken Absetzungssymptome sicher zu verhindern</title>
		<link>http://www.depressionsblog.com/blog/paroxetin-absetzungssymptome-2/</link>
		<comments>http://www.depressionsblog.com/blog/paroxetin-absetzungssymptome-2/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 26 Sep 2007 14:20:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rene Kriest</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medikamente]]></category>
		<category><![CDATA[Paroxat]]></category>
		<category><![CDATA[Paroxetin]]></category>
		<category><![CDATA[Paxil]]></category>

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		<description><![CDATA[Paroxetin, auch unter den Namen Paxil und Paroxat bekannt, wartet mit heftigen Nebenwirkungen auf, wenn man daran geht, das Antidepressivum abzusetzen. Liest man den Beipackzettel genau durch, kann es einem vergehen, zumal sich die Absetzungssymptome von Sertralin (Zoloft) im Vergleich mit Paroxetin wie easy going wirken. Wie man das Problem der möglicherweise heftig ausfallenden Absetzungserscheinungen [...]]]></description>
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<p><strong>Paroxetin</strong>, auch unter den Namen Paxil und Paroxat bekannt, wartet mit heftigen Nebenwirkungen auf, wenn man daran geht, das Antidepressivum abzusetzen. Liest man den Beipackzettel genau durch, kann es einem vergehen, zumal sich die Absetzungssymptome von Sertralin (Zoloft) im Vergleich mit Paroxetin wie easy going wirken.
<p>Wie man das Problem der möglicherweise heftig ausfallenden Absetzungserscheinungen von <strong>Paroxetin </strong>clever umgehen kann, beschreibe ich sodann.
<p>Von 10 auf 0mg pro Tag runterzukommen – meine Dosis betrug 60mg/Tag -, war eine Tortour und mir letztlich zu derbe vor dem Hintergrund der Nebenwirkungen. Mein Trick war sodann, einen fliegenden Wechsel vorzunehmen.
<p>Innerhalb der Wirkungsklassen kann man problemlos wechseln, also von einem SSRI auf ein anderes. Aus eigener Erfahrung wußte ich, daß Sertralin (auch als Zoloft bekannt) kaum mit auffälligen und langandauernden Absetzungssymptomen daherkam. Statt Paroxetin also mittels Ausschleichens auf 0 zu setzen, ersetzte ich es bei einer Dosis von 10mg/Tag durch Sertralin.
<p>Paroxetin ersetzte ich also durch Sertralin von einem Tage auf den anderen. Die folgenden drei Tage spürte ich spätnachmittags und abends Nebenwirkungen, welche jedoch sehr gering ausfielen verglichen mit jenen, die ich ehedem beim Versuch des Ausschleichens von Paroxetin gegenwärtigte. Schwindel, Übelkeit und ein wenig Bauchschmerzen ermächtigten sich meiner.
<p>Am vierten Tage jedoch war der Spuk vorbei. Nunmehr schleiche ich Sertralin aus, das ich in einer minimalen Dosis nehme.
<p>Ich denke, daß der Trick die ideale Möglichkeit darstellt, <strong>Paroxetin</strong>, das bisweilen äußerst heftig wider seine Absetzung wehrt, äußerst sanft und schonend abzusetzen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Paroxetin absetzen, oder: Wie man sich die Pest hoffentlich endg&#252;ltig vom Halse schafft</title>
		<link>http://www.depressionsblog.com/blog/paroxetin-absetzen/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Jul 2007 11:15:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rene Kriest</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medikamente]]></category>
		<category><![CDATA[Paroxat]]></category>
		<category><![CDATA[Paroxetin]]></category>
		<category><![CDATA[Paroxetin absetzen]]></category>
		<category><![CDATA[Paxil]]></category>

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		<description><![CDATA[Paroxetin abzusetzen ist eine Kunst für sich. Mittlerweile befinde ich mich in Woche 10 und es ist kein Ende abzusehen, wann ich Paroxetin endgültig hinter mir gelassen haben werde. Zunächst einmal möchte ich Abbitte leisten. Vor meinem Absetzungsversuch las ich wenige, dafür um so eindringlicher formulierte Schilderungen des Leidens und der Pein, Paroxetin abzusetzen. Von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p><b>Paroxetin abzusetzen</b> ist eine Kunst für sich. Mittlerweile befinde ich mich in Woche 10 und es ist kein Ende abzusehen, wann ich Paroxetin endgültig hinter mir gelassen haben werde.
<p>Zunächst einmal möchte ich Abbitte leisten. Vor meinem Absetzungsversuch las ich wenige, dafür um so eindringlicher formulierte Schilderungen des Leidens und der Pein, Paroxetin abzusetzen. Von wochenlangem <b>schrittweiser Reduktion des SSRI</b> war da die Rede, teils in Milligrammschritten und teils monatelanger Einnahme von Spurenelementen des Antidepressivums.
<p>Für mich klang das bestenfalls wie Übervorsicht, und forscher betrachtet wie Hysterie. Wie die Absetzungs-Geschichte einer Horde Warmduscher legte ich die schmerzlichen Zeugnisse erfolgter <b>Paroxetin-Absetzungsversuche</b> aus.
<p>Um es kurz zu machen: die Warmduscher hatten allesamt recht und ich lag richtig, richtig falsch. Krasser als ich konnte man sich nicht auf dem Holzweg befinden – mea culpa.
<p><b>Paroxetin, Paroxat, Paxil</b> – ganz gleich unter welchem Handelsnamen sich das <b>Antidepressivum</b> verbirgt, ist eine gute Sache, solange es wirkt. Das Medikament der Gattung <b>SSRI</b> abzusetzen bzw. auszuschleichen dagegen ist die Hölle auf Erden für mich als auch diverse andere Personen.
<p>Ich reihe mich willig und gerne in den Chor der Wehklagenden Paroxetin-Opfer ein.
<p>Die größeren Reduktionsschritte bei der Senkung der Tagsdosis in der Höhe von jeweils 10mg nach Ablauf einer Woche gingen gut von der Hand. Meine Therapie-Dosis betrug 60mg.
<p>Von den 60mg ging es runter auf 40, sodann auf 30, 20 und schließlich 10mg Paroxetin (Paroxat, Paxil). Doch als ich endlich Vollzug melden wollte mit meiner erfolgreichen Absetzung, indem ich von 10mg weitere 10mg abzog und bei 0mg pro Tag Paroxetin angelangt war, meldete sich Paroxetin wirkmächtig zurück.
<p>Ganz so, als wollte Paroxetin partout in meinem Blutspiegel bleiben, gewahrte ich nach Einnahme der letzten Tablette zu 10mg Paroxetin die bereits früher schon erlebten negativen Absetzungsfolgen, nämlich:
<ul>
<li>Kopfschmerzen
<li>Übelkeit
<li>Schwindel
<li>Kreislaufprobleme
<li>Schwitzen </li>
</ul>
<p>Die Reihenfolge spiegelt die Heftigkeit und Dauerhaftigkeit der einzelnen Symptome wider. So hatte ich nahezu eine Woche lang den ganzen Tag über Kopfschmerzen und mir war übel ohne Ende. Schwindel gesellte sich gerne hinzu, gefolgt von nicht selten vorhandenen Kreislaufproblemen und Schwitzanfällen.
<p>Flugs ging ich zwei Schritte zurück und nahm wieder 10mg Paroxetin pro Tag, um den Dämon im Blute zu willfahren.
<p>Genutzt hatte dies schon, allerdings stellte sich die wohltuende Wirkung der negativen Symptombeseitigung erst nach weiteren 4 Tagen ein. Ehedem verschwanden die Symptome noch am selben, spätestens am kommenden Tage der Dosiserhöhung.
<p>Was also tun, sprach René?!
<p>Basierend auf den Erfahrungen meiner Leidensgenossen, die den Entzug schon hinter sich gebracht hatten, fahre ich Paroxetin nunmehr in 2,5mg-Schritten pro 8 Tage herunter. Allerdings sehe ich es schon kommen, daß ich wahrscheinlich Paroxetin noch in 0,1mg-Schritten weiter reduzieren muß.
<p>Hoffen wir als das Beste, um Paroxetin endlich auf nimmer wiedersehen sagen zu können.</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Paroxetin absetzen</title>
		<link>http://www.depressionsblog.com/blog/paroxetin-absetzen-absetzungssymptome/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Jul 2007 16:53:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rene Kriest</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medikamente]]></category>
		<category><![CDATA[Absetzungssysmptome]]></category>
		<category><![CDATA[Paroxat]]></category>
		<category><![CDATA[Paroxetin absetzen]]></category>
		<category><![CDATA[Paroxetin Absetzungssymptome]]></category>
		<category><![CDATA[Paxil]]></category>

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		<description><![CDATA[Paroxetin, auch bekannt als Paxil oder Paroxat, liegt mir immer noch schwer im Magen. Mittlerweile bin ich auf 40mg pro Tag runter und es geht mir soweit recht gut. Einzig die Angst- und Panikattacken bleiben bei gleichbleibender Intensität, wenn auch deren Dauer etwas nachgelassen hat; Kopfschmerzen gesellen sich jedoch auch gelegentlich hinzu. Spätestens Donnerstag dieser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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</div>
<p><b>Paroxetin</b>, auch bekannt als <i>Paxil</i> oder <i>Paroxat</i>, liegt mir immer noch schwer im Magen. Mittlerweile bin ich auf <strong>40mg pro Tag</strong> runter und es geht mir soweit recht gut. Einzig die Angst- und Panikattacken bleiben bei gleichbleibender Intensität, wenn auch deren Dauer etwas nachgelassen hat; Kopfschmerzen gesellen sich jedoch auch gelegentlich hinzu. Spätestens Donnerstag dieser Woche reduziere ich auf <strong>30mg pro Tag</strong>. </p>
<h3><b>Ausschleichen auf die clevere Art: Eine List, um Paroxetin ein Schnippchen zu schlagen?</b></h3>
<p>Eine ungewöhnliche Lösung des Dillemmas mit den Absetzungssymptomen ist mir bereits durch den Kopf gegangen. Wäre es sinnvoll, auf ein anderes SSRI direkt zu wechseln, dessen Absetzungssymptome weit geringer ausfallen, als jene von Paroxetin? Sodann hätte ich das Ausschleichproblem hinsichtlich <b>Paroxetin</b> elegant umgangen und könnte dann leichter entziehen. </p>
<p>Meinungen, Erfahrungen? <img src='http://www.depressionsblog.com/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>

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		</item>
		<item>
		<title>Antidepressiva-Report: Paroxetin und das Absetzen</title>
		<link>http://www.depressionsblog.com/blog/antidepressiva-report-paroxetin-und-das-absetzen/</link>
		<comments>http://www.depressionsblog.com/blog/antidepressiva-report-paroxetin-und-das-absetzen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 10:06:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rene Kriest</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medikamente]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.depressionsblog.com/blog/antidepressiva-report-paroxetin-und-das-absetzen/</guid>
		<description><![CDATA[Nunmehr neigt sich die 2. Woche dem Ende zu, seit mein Entschluß in die Tat umgesetzt wurde, mein Antidepressivum Paroxetin abzusetzen. Gestaltete sich die erste Woche noch vergleichsweise harmlos, gab es am Samstag abend, dem 23.6.2007, einen ersten Vorgeschmack dessen, was Paroxetin bei mir an Entzugssymptomen aufzuweisen hat. Überraschung: Woche Nr. 2 brachte gewaltige Absetzungs-Symptome [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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</div>
<p>Nunmehr neigt sich die 2. Woche dem Ende zu, seit mein Entschluß in die Tat umgesetzt wurde, mein Antidepressivum Paroxetin abzusetzen. Gestaltete sich die erste Woche noch vergleichsweise harmlos, gab es am Samstag abend, dem 23.6.2007, einen ersten Vorgeschmack dessen, was Paroxetin bei mir an Entzugssymptomen aufzuweisen hat. </p>
<h3><b>Überraschung: Woche Nr. 2 brachte gewaltige Absetzungs-Symptome mit sich</b> </h3>
<p>Urplötzlich war da der <b>Kreislauf</b>, der knapp eine Stunde lang nicht mehr so richtig mitspielte und eine leichte bis mittelschwere <b>Angstattacke</b> nistete sich bei mir ein. Zu bedenken gilt, daß ich den radikalen Weg wählte, und von meiner <b>Tagesdosis von 60mg auf 0</b> runterging; das sollte sich rächen. </p>
<h3><b>Munter ging es weiter: Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen</b> </h3>
<p>Sonntag ging es gegen Abend los. <b>Schwindel</b>, <b>Übelkeit</b> und <b>Kopfschmerzen</b> bemächtigten sich meiner. Dienstag dann gesellten sich noch massive <b>Kreislaufprobleme</b> hinzu. Von Sonntag bis einschließlich Dienstag lag ich nur im Bett, denn es drehte sich alles und mir war einfach nur übel. </p>
<h3><b>Strategiewechsel: dann doch lieber einen Schritt zurück, um zwei nach vorne gehen zu können</b> </h3>
<p>Dienstag abend dann gab ich mein Vorhaben auf, das 60 zu 0 Programm ohne Ausnahme durchzuziehen. Schrittweise nahm ich bis zum Schlafengehen meine bis dato üblichen 60mg ein. Bereits mit 20mg spürte ich eine langsame Besserung meines Wohlbefindens. Am Mittwoch waren die <b>Absetzungs-Symptome</b> – Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen – <b>zu 90% verschwunden</b>. Einzig einen ziemlich verwirrten und ausgelaugten Eindruck hinterließ ich. </p>
<h3><b>Kleinere Brötchen backen</b> </h3>
<p>Seit Donnerstag, also gestern, bin ich halbwegs wieder auf dem Dampfer. Es scheint, als sei gegenwärtig eine <b>Dosis</b> im Bereich von <b>30 bis 40mg pro Tag</b> im Rahmen des Möglichen, um die schweren Absetzungs-Symptome zu vermeiden bei Beibehaltung der schrittweisen Reduktion Paroxetins auf 0. </p>
<h3><b>Erfahrungsberichte im Internet lassen mich in bester Gesellschaft wissen</b> </h3>
<p>Laut <a title="Google zum Thema Paroxetin und dessen Absetzung" href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;q=paroxetin+absetzen&amp;btnG=Google-Suche&amp;meta=" target="_blank">Internet-Recherchen</a> soll <b>Paroxetin</b> hinsichtlich der <b>Absetzungs-Symptome</b> und damit <b>Ausschleich-Problematik</b> die Pest unter den SSRIs sein. Nicht nur ich bin vom Entzugshammer befallen worden. Bei einem Sprung von einem <b>SSRI</b> auf ein anderes fallen zumeist kaum Entzugs-Symptome an. Bei der <b>Absetzung eines SSRIs</b> dagegen schon. </p>
<h3><b>Na prima: Panikattacke der Kategorie äußerst heftig</b> </h3>
<p>Heute etwa gab es in den <b>Morgenstunden</b> gänzlich aus dem Nichts heraus eine böse Panikattacke in Kombination einer Angstattacke. Mir blieb die Luft weg, quälende Atemnot befiel mich. Meine Erinnerung weiß keinen vergleichbar schweren Vorfall zu benennen in Sachen Panikattacke. Erst die Einnahme von <b>3 mal 10mg Paroxeti</b>n im Abstand von jeweils knapp 45 Minuten – jener Zeitspanne, in welcher üblicherweise Paroxetin bei mir zu wirken beginnt – brachte halbwegs Linderung. </p>
<h3><b>Ausblick: Hoffnung, das der Spuk sein Ende finden wird</b> </h3>
<p>Eines steht fest: ich bin einfach nur froh, den Entzug, die Absetzung, das Ausschleichen von Paroxetin hinter mir zu haben. Mag das Absetzen auch wesentlich länger andauern, als ursprünglich erwartet, so fühle ich mich doch besser ohne Paroxetin. </p>
<h3><b>Ich Schlingel</b> </h3>
<p>Wie sehr man sich <b>täuschen</b> kann in betreff der <b>Absetzungs-Symptome</b> wenn man meint, wenige beschwerdefreie Tage im Anschluß an das Absetzen würden einen in <b>Sicherheit</b> wiegen, das zumindest haben mich die ersten zwei Wochen gelehrt. <b>Halbwertszeiten</b> des <b>Blutspiegels</b> kalkulierte ich mit ein; daß jedoch der Körper derart verrücktspielen würde, hätte ich nicht für möglich gehalten. </p>
<h3><b>Manöverkritik</b> </h3>
<p>Verkehrt war das <b>Experiment</b> nicht. <b>Manöverkritik</b> gilt es insofern zu üben, als daß ich früher hätte wieder mit der Paroxetin-Einnahme beginnen sollen, als sich Schwindel, Übelkeit und Kopfschmerzen einstellten, anstatt auf das Verschwinden der Absetzungs-Symptome zu hoffen.</p>

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		<title>Eine Methode, um die Medikamenten-Einnahme nie wieder zu vers&#228;umen</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Apr 2007 06:04:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rene Kriest</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medikamente]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Rezept hierzu ist einfach. Man nehme einen folienfesten Stift und markiere auf der Folienseite der Tabletten die Wochentage, an welchen man die entsprechenden Pillen einzunehmen habe. Alternativ kann man sich auch auf einem Din-A4-Blatt das Datum und die Medikamenten-Menge notieren, und nach der Einnahme entsprechend abhaken. Die Methode klingt banal, und das ist sie [...]]]></description>
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<p>Das Rezept hierzu ist einfach. Man nehme einen folienfesten Stift und markiere auf der Folienseite der Tabletten die Wochentage, an welchen man die entsprechenden Pillen einzunehmen habe.
<p>Alternativ kann man sich auch auf einem Din-A4-Blatt das Datum und die Medikamenten-Menge notieren, und nach der Einnahme entsprechend abhaken.
<p>Die Methode klingt banal, und das ist sie auch. Obendrein jedoch ist sie äußerst hilfreich, nützlich und daher zweckdienlich. Und das ist alleine entscheidend.
<p>Selbstverständlich kann man auch beide Methoden kombinieren.
<p>Schon das eine oder andere stand ich vor der Frage, habe oder habe ich nicht meine Medikamente eingenommen.
<p>Fehlende oder unregelmäßige Medikamenten-Einnahme gefährdet die Therapie. Und wer mag schon einen Rückfall erleiden?
<p>Besagten Kontroll-Zettel sollte man zusammenfalten und in der Medikamenten-Packung verstauen. So geht man sicher, den Zettel niemals zu verlegen. Außerdem hat man, etwa wenn man Urlaub macht, den Zettel stets dabei.
<p>Investiere einmalig diese fünf Minuten und die Medikamenten-Vergeßlichkeit gehört der Vergangenheit an.</p>
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		<title>Legal und auf Rezept: Wie ich mit 0,1 mg Lamictal vor 2 Wochen Suizid h&#228;tte begehen k&#246;nnen</title>
		<link>http://www.depressionsblog.com/blog/depression-suizid/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Feb 2007 08:24:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rene Kriest</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medikamente]]></category>

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		<description><![CDATA[Zugegeben: wer schätzt sie nicht, die Tabletten mit Geschmack, die auf der Zunge zergehen und keinen bitteren Nachgeschmack hinterlassen? Die Tabletten, die wie lecker Brausepulver aus der Jugend schmecken? Medikamente zum Gernhaben also – und gelegentlich tödlich obendrein. Täglich nehme ich Lamictal mit dem Wirkstoff Lamotrigin ein. Beigemischt ist dieser Tablette ein Geschmacksstoff namens „Schwarze [...]]]></description>
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<p>Zugegeben: wer schätzt sie nicht, die <b>Tabletten mit Geschmack</b>, die auf der Zunge zergehen und keinen bitteren Nachgeschmack hinterlassen? Die Tabletten, die wie lecker Brausepulver aus der Jugend schmecken? Medikamente zum Gernhaben also – und gelegentlich tödlich obendrein.
<p>Täglich nehme ich Lamictal mit dem Wirkstoff Lamotrigin ein. Beigemischt ist dieser Tablette ein <b>Geschmacksstoff namens „Schwarze Johannisbeere-Aroma“.</b> Was sich auf den ersten Blick so harmlos und unverfänglich liest bedeutete vor zwei Wochen beinahe mein <b>Todesurteil</b>.
<p><b>Was war passiert?</b>
<p>Nun, eigentlich ist <b>Lamictal/Lamotrigin ein Wundermittel</b>. Nicht nur für mich, sondern <a href="http://www.depressionsblog.com/blog/?p=63">auch für viele andere Depressive</a>. Und auch <a href="http://www.depressionsblog.com/blog/?cat=20">in diesem Blog wird es</a> zurecht als solches <a href="http://www.depressionsblog.com/blog/?p=44">angepriesen</a>.
<p><b>Seit zwei Wochen aber weiß ich, wie dicht Glück und Suizid beieinander liegen können.</b>
<p>Zugetragen hatte sich, daß ich von einem <b>Lamotrigin-Generika</b> auf ein anderes umgestiegen bin. Derselbe Wirkstoff nur von einem anderen Pharmazeuten – welche Überraschung sollte mich also da schon erwarten? Gutgelaunt nahm ich die <b>100 mg</b> Tablette <b>Lamotrigin</b> ein.
<p><b>Doch dieses Mal war alles anders:</b>
<ul>
<li>nach 30 Minuten war ich völlig in eine schwere depressive Episode katapultiert worden;
<li>ich hatte Angst;
<li>weitere 60 Minuten später hatte ich Panikattacken;
<li>es traten erste Suizidgedanken auf, da ich diese Pein nicht ertragen konnte. </li>
</ul>
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</div>
<p>Alles geriet aus den Fugen, wie nie zuvor, seitdem ich <b>Lamictal/Lamotrigin</b> einnehme. Trotz allem sich plötzlich auftuenden Unheil versuchte ich mich in Durchhalteparolen, daß diese Symptome nur vorübergehend sein würden und jede Minute das Medikament greifen müsse. Unerschütterlich war mein Glaube an Lamictal/Lamotrigin. Wenn aus meiner Sicht etwas wider meine Depression wirkte, dann war es dieses Präparat. Dachte ich.
<p>Gegen abend verlor sich mein Glauben an irgendwelche Besserung endgültig, als ich anfing aus heiterem Himmel heraus zu heulen wie ein Schloßhund. Bewährt hatte sich in solchen Situationen das Beruhigungsmittel <b>Temesta</b> mit dem Wirkstoff <b>Lorazepam</b>, einem <b>Benzodiazepin</b>.
<p>Üblicherweise genügten <a href="http://www.depressionsblog.com/blog/?p=38">in solchen akuten Krisenphasen</a> 2 mg <b>Temesta</b>, um mich im Wortsinne zu beruhigen und meinen Zustand schlagartig zu bessern.
<p><b>Doch dieses Mal war alles anders:</b>
<ul>
<li>nach 30 Minuten merkte ich nichts von den <b>Benzodiazepinen</b>;
<li>eine halbe Stunde später probierte ich es mit einem weiteren mg <b>Temesta</b>;
<li>auch zwei Stunden nach den ersten 2 mg <b>Temesta</b> tat sich nichts. </li>
</ul>
<p>Jetzt waren die innerhalb meiner <b>schwere depressiven Episode</b> noch zu einem halbwegs sinnvollen Gedanken fähigen Kapazitäten meines neuronal geschädigten, und damit depressiven Hirnes, völlig verstört. Wenn selbst das sonst so knallharte und Ultima ratio-Mittel nicht mehr wirkte – was dann? Ja, was dann?
<p>Nachvollziehen kann ich die Gründe nicht mehr, aber ich warf im 15-Minutentakt – Benzos greifen in der Regel nach 5 Minunten – bald 1, bald 2 mg <b>Temesta</b> nach, bis ich schlußendlich 10 mg Benzodiazepin in mir hatte.
<p><b>10 mg Benzodiazepine!</b>
<p>Höchstmenge pro Tag markiert laut Beipackzettel 2,5 mg – in „Notfällen“. Erst mit 10 mg wurde es langsam ruhig, die Anspannung und Agitiertheit löste sich entgegen sonstiger Erfahrungen ganz langsam. Auch war und wurde ich durch die Temesta nicht müde, was mich auch stark wunderte.
<p><b>Der nächste Tag sollte es also bringen.</b>
<p>Am nächsten Tag aufgewacht, stürzte ich mich regelrecht auf mein <b>Lamictal</b>. Wieder flößte ich mir meine bis dato so wirksame Mischung Medikamente bestehend aus meinem <b>Antidepressivum Paroxetin (Paroxat/Paxil)</b> und meinem Stimmungsstabilisator, eben jenem Lamictal/Lamotrigin ein.
<p><b>Doch dieses Mal war alles anders:</b>
<ul>
<li>keine Veränderung zu gestern deutet sich an, im Gegenteil;
<li>Verzweiflung bemächtigte sich meiner;
<li>Hoffnungslosigkeit gesellte sich hinzu;
<li>abends mußten es dieses Mal 8 mg Benzos richten. </li>
</ul>
<p>Mangels Möglichkeit zum Psychiater zu gehen, verbrachte ich die kommenden Tage völlig depressiv und unter <b>massiven Suizidgedanken</b> – meine Freundin versteckte alle Messer – in einer Welt der Entmutigung. Plötzlich verließ mich jede Aussicht auf Eindämmung der Depression. Niemals zuvor fühlte ich mich derart enttäuscht. Derart viel Hoffnung kraft bester Wirkung hatte ich in <b>Lamictal/Lamotrigin</b> gesetzt, daß mir dieser über eine Woche währende Einbruch einen <b>deutlichen Knacks</b> bescherte.
<p><b>Wie ging es weiter?</b>
<p>In meinen lichten Momenten klapperte ich das Internet nach allen möglichen Erklärungsversuchen und Erfahrungen zu Lamictal/Lamotrigin ab. Sehr häufig stieß ich dabei auf meinen Blog. Selbst dieser wußte keine Antwort auf mein sehr buchstäbliches Leiden.
<p>Wie von Sinnen durchwühlte ich meine Medikamenten-Sammlung und stieß auf eine Packung jener Tabletten Lamotrigin, mit welchen ich früher keine Probleme hatte. Ohne zu zögern gönnte ich mir über meine eingenommene Tagesdosis nicht wirkenden Lamotrigins weitere <b>50 mg Lamotrigin</b>.
<p><b>Doch dieses Mal war alles anders:</b>
<ul>
<li>nach wenigen Minuten hellte und klarte meine Stimmung auf;
<li>ich fühlte mich im Vergleich zu der schweren depressiven Episode nahezu symptomfrei; </li>
</ul>
<p>Erleichtert und auch sehr erschöpft setzt ich mich hin und nutzte den lichten Moment, um zu rekapitulieren, was sich ereignet hatte. War ein <b>Lamotrigin</b> gleicher als das andere?
<p><b>Was war also des Rätsels Lösung?</b>
<p>Detektivisch-investigativ verglich ich wie ein Getriebener pedantisch und voller Akribie die beiden Beipackzettel des <b>„böse“ und des „guten“ Lamotrigins</b>. Am Ende der Beipackzettel sind bei in Deutschland vertriebenen Präparaten jeweils die Inhaltsstoffe (Ingredienzien) aufgeführt.
<p>Immer wieder wanderte mein Auge von einem Zettel zum anderen. Wo lag der Unterschied, falls es einen gab? Und am <b>Aromastoff „schwarze Johannisbeere“</b> blieb ich hängen. Dieser machte den Unterschied zwischen beiden Präparaten aus. Das „böse“ Lamotrigin besaß diesen Inhaltsstoff, während das „gute“ ohne diesen auskam.
<p>Es dauerte noch knapp drei Tage, ehe ich wieder halbwegs von meiner depressiven Symptomatik halbwegs genese war durch Nutzung des „guten“ Lamotrigins. Aus meiner Sicht markierte dieses Aroma, dessen Anteil an <b>100 mg Lamotrigins</b> ganze <b>0,1 mg</b> ausmachte, den Unterschied, der den Unterschied machte zwischen etwas Wohlbefinden trotz Depression und Suizidgefahr trotz Medikamentierung.
<p>Nachforschungen bei einem Pharmahersteller brachten auch keine wirklichen Erkenntnisse hierzu. Möglicherweise liegt eine <b>(pseudo-) Allergie</b> auf das Aroma vor. Genaueres versuche ich noch durch weitere Recherchen zu klären.
<p><b>Bleibt nur die Frage, wozu man aromaversetztes Lamictal/Lamotrigin verwendet</b>
<p>Es ist recht einfach. Liest man den Beipackzettel ganz genau, so wird man ersehen, daß das „gute“ Lamotrigin zum Schlucken gedacht ist, während das „böse“, mit dem <b>Aromastoff</b> „schwarze Johannisbeere“ versetzte <b>Lamotrigin</b>, nicht nur zum Schlucken, sondern auch zum Lutschen gedacht ist.
<p><b>Aroma = guter Geschmack = lutschen</b>
<p>Schlußendlich habe ich wieder etwas gelernt. Freud und Leid machen manchmal nur 0,1 mg aus. Um einen Vergleich zu bemühen: Unter <b>1000 Losen ist ein Glückslos versteckt</b>. Ausgerechnet dieses zieht man. Ziemlich unwahrscheinlich, oder?
<p>Mittlerweile bin ich wieder einigermaßen auf meine Status quo ante angelangt. Geblieben allerdings ist besagter <b>Knacks</b>. Beschreiben kann ich es nicht genau. Mein bestehendes Urvertrauen in Medikamente und damit vor allem Psychopharmaka ist ungebrochen. Ins Wanken gekommen ist allerdings meine Vorstellung von der fragilen Welt, der ich Depressiver leben.</p>
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</div>
<p><b>Wenn mich nur 0,1 mg ins Wanken bringen kann</b> und nur Zufälle einen Ausweg und Erklärung bieten – wie sollte ich mich dann für die Zukunft wappnen, wenn neue Medikamente rauskommen, die ich ausprobieren möchte? Ist es der Wirkstoff selbst, der nicht greift, oder wieder nur 0,1 mg einen sonstigen Inhaltsstoffes, der mit dem Wirkstoff verbunden ist? Und wieso mußte ich mich erst mit 10 mg Benzos zudröhnen, bevor es mir besser ging?
<p>Vielerlei Fragen, deren Antworten ich hoffentlich die kommenden Wochen und Monaten ergründen werden kann.
<p>PS: Don´t try this at home. <img src='http://www.depressionsblog.com/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<item>
		<title>Endlich depressionsfrei und glücklich – dank Lamotrigin</title>
		<link>http://www.depressionsblog.com/blog/lamotrigin-depression/</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Jan 2007 11:20:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rene Kriest</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lamictal/Lamotrigin]]></category>
		<category><![CDATA[Medikamente]]></category>
		<category><![CDATA[effexor]]></category>
		<category><![CDATA[lamictal]]></category>
		<category><![CDATA[lamotrigin]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit 22. März 2006 nehme ich Lamotrigin. Angefangen habe ich mit 25 mg täglich. Nach drei Tagen spürte ich eine Verbesserung meiner Stimmung. Ich hatte gute Laune wie schon lange nicht mehr. Die einzige Nebenwirkung, die ich gespürt habe, waren Schlafstörungen. Ich konnte nicht mehr durchschlafen. Lamotrigin: Rasche Aufhellung der Stimmung Mit meinem Psychiater habe [...]]]></description>
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</p>
<p>Seit 22. März 2006 nehme ich <strong>Lamotrigin</strong>. Angefangen habe ich mit 25 mg täglich. Nach drei Tagen spürte ich eine Verbesserung meiner Stimmung. Ich hatte gute Laune wie schon lange nicht mehr. Die einzige Nebenwirkung, die ich gespürt habe, waren Schlafstörungen. Ich konnte nicht mehr durchschlafen.</p>
<p><strong>Lamotrigin: Rasche Aufhellung der Stimmung</strong></p>
<p>Mit meinem Psychiater habe ich besprochen, dass ich alle 14 Tage die Dosis um 25 mg erhöhe. Die Stimmung war immer noch gut, ich fühlte überhaupt nichts von der Depression. Aber leider blieben auch die Nebenwirkungen – nachts um 3 oder 4 wachte ich auf und konnte ca. 1 Stunde nicht schlafen. Am nächsten Morgen fühlte ich mich gerädert. Gerädert, aber gut gelaunt und fit.</p>
<p><strong>Eine depressive Episode dauerte nur noch einen Tag!</strong></p>
<p>Nach etwa 12 Wochen hatte ich auf 150 mg täglich gesteigert. Die Stimmung war weiterhin stabil. Als das erste Tief kam, bekam ich Angst. Angst, dass es jetzt wieder abwärts geht und die Depression mich wieder gefangen hält. Das Tief war aber gar nicht so schlimm und am nächsten Tag auch schon wieder vorbei.</p>
<p><strong>Drastische Verkürzung der depressiven Episoden dank Lamotrigin</strong></p>
<p>Ich habe meinem Psychiater davon erzählt und er meinte, dass ich umlernen müsse. Bisher waren depressive Phasen stark und dauerten lange. Ich habe Angst bekommen, weil ich es nicht anders kannte. Jetzt muss ich lernen, dass die dunklen Phasen vorbeigehen (und das schnell!), und dass sie nicht mehr so schlimm sind. Es war eine Erlösung das zu hören. Nach etwa 3-4 Monaten hörten übrigens die Schlafstörungen auf und ich konnte wieder durchschlafen. Nochmals eine Erlösung. <img src='http://www.depressionsblog.com/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Vertrauen in das Medikament durch die Zuverlässigkeit der Wirkung</strong></p>
<p>Alle paar Wochen packt mich wieder so eine depressive Phase (oft während dem PMS), die dann aber schnell vorbei ist, zumeist innerhalb eines Tages anstatt wochenlangen Martyriums. Ich habe mittlerweile gelernt, damit umzugehen und das Wissen, dass sie nur eine kurze Zeit dauert, tut gut.</p>
<p><strong>Lamotrigin: Doch keine heile Welt?</strong></p>
<p>Als ich nach dem Weihnachtsurlaub (ich war 2 Wochen in Spanien) wieder zu Hause und an der Arbeit war, spürte ich einen Depressionsschub. Diesmal fühlte er sich anders an. Jeden Tag ging es mir ein bisschen schlechter. Nach etwa einer Woche war ich am Tiefpunkt angelangt. Ich habe nur noch geweint und hatte Angst, dass die Medikamente nicht mehr wirken. Das zog mich noch mehr runter.</p>
<p><strong>Plötzlich war die Depression wieder verschwunden</strong></p>
<p>Am nächsten Tag war die Depression wie weggeblasen. Glücklicherweise hatte ich kurz darauf einen Termin bei meinem Psychiater, der mich beruhigte. Solch ein Tief könne durchaus vorkommen.</p>
<p><strong>Das letzte aus Lamotrigin herausholen durch eine Blutuntersuchung</strong></p>
<p>Trotzdem ordnete er eine umfängliche Blutuntersuchung an. Heute habe ich erfahren, dass alle Werte sehr gut sind, ich also kerngesund bin. Der Lamotrigin- und der Venlafaxin-Spiegel, mein Antidepressivum, sind jedoch zu tief. Bereits vor einem halben Jahr haben wir festgestellt, dass mein Körper Efexor (Venlafaxin ist der Wirkstoff) sehr schnell verstoffwechselt, also abbaut.</p>
<p><strong>Belastende äußere Umstände</strong></p>
<p>So wie es aussieht, geschieht dasselbe mit <strong>Lamotrigin (Lamictal)</strong>. Sowohl dies, wie auch die Rückkehr aus dem Urlaub – also wieder in die Routine geworfen zu werden – könnten diesen depressiven Schub begünstigt haben.</p>
<p><strong>Eventuelle Anpassung der Lamotrigin-Dosis</strong></p>
<p>Ich werde heute mit meinem Psychiater über die Dosierung der beiden Medikamente sprechen. Efexor möchte ich eigentlich nicht erhöhen. Das letzte Mal, als ich es um 75 mg auf 225 mg täglich erhöht hatte (im Herbst 2006), fielen mir die Haare fast büschelweise aus. Das war übrigens auch der Zeitpunkt, an dem die Schlafstörungen wieder anfingen. Nach zwei Wochen dosierte ich wieder auf 150 mg zurück. Der Haarausfall ging weg, die Schlafstörungen blieben und sind jetzt noch da.</p>
<p><strong>Warten auf die Ergebnisse</strong></p>
<p>Sobald ich die Besprechung mit meinem Doc gehabt habe und ich erste Resultate habe, werde ich hier wieder posten. Bis dahin wünsche ich Euch alles Gute und freue mich auf Euer Feedback. <img src='http://www.depressionsblog.com/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /><br />
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