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	<title>Alles über Depressionen - Depressions-Forum &#187; Lamictal/Lamotrigin</title>
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	<description>Tips und Depressions-Forum zum Glücklichwerden für Depressive</description>
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		<title>Wie lebt es sich mit Depression und ohne Antidepressiva?</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Aug 2008 20:22:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rene Kriest</dc:creator>
				<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Lamictal/Lamotrigin]]></category>
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Seit knapp zwei Monaten nunmehr nehme ich keine Antidepressiva mehr ein. An meinem Krankheitsbild im Sinne der Diagnose hat sich seither jedoch nicht verändert, nachwievor bin ich von Depression betroffen.
Mit Depressionen leben zu können und gleichzeitig ohne Medikamente wie Antidepressiva auszukommen scheint für viele ein Traum zu sein, die ihrerseits Medikamente einnehmen. Für andere wiederum [...]]]></description>
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<p>Seit knapp zwei Monaten nunmehr nehme ich keine Antidepressiva mehr ein. An meinem Krankheitsbild im Sinne der Diagnose hat sich seither jedoch nicht verändert, nachwievor bin ich von Depression betroffen.
<p>Mit Depressionen leben zu können und gleichzeitig ohne Medikamente wie Antidepressiva auszukommen scheint für viele ein Traum zu sein, die ihrerseits Medikamente einnehmen. Für andere wiederum kommt die Einnahme von Medikamenten grundsätzlich nicht in Frage, weshalb sie nach Wegen Ausschau halten, zwecks Linderung ihrer Depressionen weitgehend auf Psychopharmaka verzichten zu können.<br />
<h3>Wie bin ich von meinen Antidepressiva losgekommen? </h3>
<p>Nun, es kam anders als gedacht und gewollt war es auch nicht wirklich. Zuletzt nahm ich wieder <a href="http://www.depressionsblog.com/blog/paroxetin-absetzungssymptome-2/">Paroxetin</a> ein zusätzlich zu <a href="http://www.depressionsblog.com/blog/lamictal-lamotrigin-depression/">Lamictal bzw. Lamotrigin</a>, einem Stimmungsstabilisator, der zurecht zunehmend seinen Weg in die Therapie der Depression findet.
<p>Neben der Depression bin ich auch von Narkolepsie betroffen, einer wahrlich kongenialen Ergänzung zur Depression, und es begab sich, daß sich die Medikamente, welche ich wider die Narkolepsie nehme, nicht mit jenen zur Behandlung der Depression vertrugen.
<p>Xyrem und Paroxetin als auch Lamotrigin weisen als mögliche Nebenwirkung allesamt mehr oder weniger verklausuliert aus, daß deren Einnahme zu Ödemen führen könne. Bei mir stellte sich kaum zwei Wochen nach Beginn der Therapie mit Xyrem ein Ovulaödem ein, der Gaumen schwoll an und schnürte mir die Luft ab.
<p>Auf der Notfallambulanz der Klinik wies man mich an, außer Modafinil und Ritalin, die ich zur Bekämpfung der Tagesmüdigkeit meiner Narkolepsie einnehme, sämtliche Medikamente abzusetzen. Notgedrungen also entsagte ich von da an Paroxetin und Lamotrigin.<br />
<h3>Wie lebt es sich seither ohne Antidepressiva? </h3>
<p>Angst ohne Antidepressiva auskommen zu müssen, hatte ich nie. Allenfalls der Zeitpunkt überraschte mich ein wenig als auch die Art und Weise, wie ich meine gewohnte Medikamenten-Kombination fahrenlassen mußte. Unter diesen Umständen, also mit lebensbedrohlichen Komplikationen in der Klinik zu landen, hatte ich bis dato in meinen kühnsten Phantasien nicht gerechnet und vergleichbare Fälle waren mir auch nicht bekannt.
<p>Fortan beschränken sich meine Antidepressiva auf rein psychotherapeutische Maßnahmen und hierbei vor allem der Bibliotherapie. Ich lese in wohltuend-stimulierenden Büchern, die positiv gehalten sind als auch konkrete Tips zu einem Umgang mit Problemen geben, eben Selbsthilfeliteratur. Zudem folge ich meinem seit knapp zwei Jahren nunmehr schon aufgestellten Programm, meinem Mentaltraining.
<p>Rückschläge in die Depression in nennenswerter Weise gab es bislang erst einen, wobei dieser auch mehr ernährungbedingter Natur zu sein scheint. Auf der anderen Seite fühle ich mich durchweg gut in nicht-depressiven Phasen.
<p>Noch kann ich nicht präzise scheiden zwischen den Zeiten mit und ohne Einnahme von Antidepressiva auf Gefühlsebene. Gemeint ist die Frage, ob ich mich, wie gerade von Psychoanalytikern gerne apostrophiert, authentischer fühle oder nicht.
<p>Gewachsen ist nur das Bewußtsein, daß es sich sehr gut mit als auch ohne Antidepressiva leben kann, sofern man das möchte. Aufmerksam geworden bin ich zudem einmal mehr auf die Schattenseite der Antidepressiva, nämlich deren Nebenwirkungen.</p>
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		<title>Wenn trotz Lamictal ein Tief auftritt</title>
		<link>http://www.depressionsblog.com/blog/lamictal/</link>
		<comments>http://www.depressionsblog.com/blog/lamictal/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 31 Jan 2007 15:05:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rene Kriest</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lamictal/Lamotrigin]]></category>

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		<description><![CDATA[



Der heutige Termin bei meinem Psychiater war sehr gut. Am letzten Sonntag hatte ich einen leichten Taucher, ich fürchtete mich vor einem erneuten Tief. Es hielt aber zum Glück nicht lange an und am nächsten Tag ging es mir wieder gut. Wir haben nun folgende Vorgehensweise besprochen:

Kontrolle des Wirkstoffspiegel im Blut und Anpassung der Medikamente
Wie [...]]]></description>
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<p>Der heutige <strong>Termin bei meinem Psychiater</strong> war sehr gut. Am letzten Sonntag hatte ich einen leichten Taucher, ich fürchtete mich vor einem erneuten Tief. Es hielt aber zum Glück nicht lange an und am nächsten Tag ging es mir wieder gut. Wir haben nun folgende Vorgehensweise besprochen:</p>
<ul>
<li><strong>Kontrolle des Wirkstoffspiegel im Blut und Anpassung der Medikamente<br />
</strong>Wie ich schon mal hier geschrieben habe, ist mein <strong>Efexor- und Lamictal-Wirkstoffspiegel</strong> sehr tief. <strong>Efexor</strong> erhöhen wollte ich nicht unbedingt, da ich ja schon mal deswegen starke Nebenwirkungen hatte. Deshalb haben wir uns entschieden erst mal <strong>Lamictal um 25 mg</strong> täglich zu erhöhen. In ein oder zwei Wochen werde ich hoffentlich Besserung spüren.</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Lichttherapie<br />
</strong>Ich habe ihm versprochen, wieder vermehrt vor das Lichtgerät zu sitzen. Ich habe eine <strong>Philips Bright Light Lampe mit 10&#8242;000 Lux</strong> gekauft, weil ich im <strong>Herbst immer wieder die Depression spüre</strong>. Anfang Herbst habe ich mit dieser <strong>Lichttherapie</strong> angefangen, aber im neuen Jahr habe ich leider nur unregelmässig das <strong>Lichtgerät</strong> benutzt.<br />
<strong>Lichtgeräte</strong> sollten jeden Morgen zwischen 20 und 60 Minuten genutzt werden. Je nach dem wie nahe man dem Gerät sitzt und somit die Lichtstärke ist. Bei <strong>10&#8242;000 Lux</strong> (ca. 40 cm vor dem Gerät sitzen) reichen 20-30 Minuten. Sitzt man weiter weg, vermindert sich die Lichtstärke und somit verlängert sich die <strong>Therapiedauer</strong>. Licht beeinflusst im Hirn den <strong>Melatoninstoffwechsel</strong>, der den <strong>Schlaf-Wach-Rhythmus</strong> steuert – das heisst, bei Helligkeit wird <strong>Melatonin</strong> abgebaut und man wird wach. <strong>Melatonin</strong> soll auch eine depressionsfördernde Wirkung haben. Die Lichttherapie beeinflusst somit die Stimmung positiv.</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Verhalten, wenn ein Tief auftritt<br />
</strong>Ich muss lernen: <strong>Ein Tief ist absolut normal</strong>. Jeder Mensch hat Tage, in denen es ihm nicht gut geht. An einem Tag keine gute Stimmung zu haben, ist also noch lange kein Hinweis, dass es wieder für längere Zeit bergab geht.<br />
Ich muss <strong>keine Angst</strong> davor haben, dass die <strong>Medikamente plötzlich nicht mehr wirken</strong>. Dies kommt praktisch nie vor. Diese Angst hat mich nur noch mehr nach unten gedrückt. Das muss nicht sein<br />
Ein <strong>Protokoll führen</strong>, wie sich das <strong>Tief</strong> anfühlt und versuchen herauszufinden, ob es irgendetwas gibt, dass dieses <strong>Tief ausgelöst</strong> hat. Sobald ich fühle, dass es bergab geht, etwas dagegen zu unternehmen, wie z.B. <strong>Licht tanken</strong>, ein Bad nehmen, spazieren gehen, etwas malen oder zeichnen – also Dinge tun, die ich gern mache. Dies alles, bevor es mir zu schlecht geht. Denn wenn ich einmal ganz unten bin, habe ich keine Kraft etwas zu tun.</li>
</ul>
<p>Der letzte Punkt ist wohl der schwierigste. Am letzten Sonntag, habe ich erst sehr spät bemerkt, dass die Stimmung unten ist. Ich dachte einfach, ich sei müde, es liege am Wein vom Vorabend usw. Erst am Montag ist mir klar geworden, dass es sich um ein Stimmungstief gehandelt hat – erst erkannte ich die Zeichen.</p>
<p>Ich hoffe, dass mir das alles gelingt, und dass das <strong>Lamictal</strong> gut anschlägt. Morgen nehme ich die erste <strong>Dosiserhöhung</strong> in Angriff. Wünscht mir Erfolg! <img src='http://www.depressionsblog.com/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><i>Dies ist ein Gastbeitrag von MT. Vielen Dank an dieser Stelle für Deinen Artikel!</i></p>
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		<item>
		<title>Endlich depressionsfrei und glücklich – dank Lamotrigin</title>
		<link>http://www.depressionsblog.com/blog/lamotrigin-depression/</link>
		<comments>http://www.depressionsblog.com/blog/lamotrigin-depression/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Jan 2007 11:20:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rene Kriest</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lamictal/Lamotrigin]]></category>
		<category><![CDATA[Medikamente]]></category>
		<category><![CDATA[effexor]]></category>
		<category><![CDATA[lamictal]]></category>
		<category><![CDATA[lamotrigin]]></category>

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		<description><![CDATA[



Seit 22. März 2006 nehme ich Lamotrigin. Angefangen habe ich mit 25 mg täglich. Nach drei Tagen spürte ich eine Verbesserung meiner Stimmung. Ich hatte gute Laune wie schon lange nicht mehr. Die einzige Nebenwirkung, die ich gespürt habe, waren Schlafstörungen. Ich konnte nicht mehr durchschlafen.
Lamotrigin: Rasche Aufhellung der Stimmung
Mit meinem Psychiater habe ich besprochen, [...]]]></description>
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</p>
<p>Seit 22. März 2006 nehme ich <strong>Lamotrigin</strong>. Angefangen habe ich mit 25 mg täglich. Nach drei Tagen spürte ich eine Verbesserung meiner Stimmung. Ich hatte gute Laune wie schon lange nicht mehr. Die einzige Nebenwirkung, die ich gespürt habe, waren Schlafstörungen. Ich konnte nicht mehr durchschlafen.</p>
<p><strong>Lamotrigin: Rasche Aufhellung der Stimmung</strong></p>
<p>Mit meinem Psychiater habe ich besprochen, dass ich alle 14 Tage die Dosis um 25 mg erhöhe. Die Stimmung war immer noch gut, ich fühlte überhaupt nichts von der Depression. Aber leider blieben auch die Nebenwirkungen – nachts um 3 oder 4 wachte ich auf und konnte ca. 1 Stunde nicht schlafen. Am nächsten Morgen fühlte ich mich gerädert. Gerädert, aber gut gelaunt und fit.</p>
<p><strong>Eine depressive Episode dauerte nur noch einen Tag!</strong></p>
<p>Nach etwa 12 Wochen hatte ich auf 150 mg täglich gesteigert. Die Stimmung war weiterhin stabil. Als das erste Tief kam, bekam ich Angst. Angst, dass es jetzt wieder abwärts geht und die Depression mich wieder gefangen hält. Das Tief war aber gar nicht so schlimm und am nächsten Tag auch schon wieder vorbei.</p>
<p><strong>Drastische Verkürzung der depressiven Episoden dank Lamotrigin</strong></p>
<p>Ich habe meinem Psychiater davon erzählt und er meinte, dass ich umlernen müsse. Bisher waren depressive Phasen stark und dauerten lange. Ich habe Angst bekommen, weil ich es nicht anders kannte. Jetzt muss ich lernen, dass die dunklen Phasen vorbeigehen (und das schnell!), und dass sie nicht mehr so schlimm sind. Es war eine Erlösung das zu hören. Nach etwa 3-4 Monaten hörten übrigens die Schlafstörungen auf und ich konnte wieder durchschlafen. Nochmals eine Erlösung. <img src='http://www.depressionsblog.com/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Vertrauen in das Medikament durch die Zuverlässigkeit der Wirkung</strong></p>
<p>Alle paar Wochen packt mich wieder so eine depressive Phase (oft während dem PMS), die dann aber schnell vorbei ist, zumeist innerhalb eines Tages anstatt wochenlangen Martyriums. Ich habe mittlerweile gelernt, damit umzugehen und das Wissen, dass sie nur eine kurze Zeit dauert, tut gut.</p>
<p><strong>Lamotrigin: Doch keine heile Welt?</strong></p>
<p>Als ich nach dem Weihnachtsurlaub (ich war 2 Wochen in Spanien) wieder zu Hause und an der Arbeit war, spürte ich einen Depressionsschub. Diesmal fühlte er sich anders an. Jeden Tag ging es mir ein bisschen schlechter. Nach etwa einer Woche war ich am Tiefpunkt angelangt. Ich habe nur noch geweint und hatte Angst, dass die Medikamente nicht mehr wirken. Das zog mich noch mehr runter.</p>
<p><strong>Plötzlich war die Depression wieder verschwunden</strong></p>
<p>Am nächsten Tag war die Depression wie weggeblasen. Glücklicherweise hatte ich kurz darauf einen Termin bei meinem Psychiater, der mich beruhigte. Solch ein Tief könne durchaus vorkommen.</p>
<p><strong>Das letzte aus Lamotrigin herausholen durch eine Blutuntersuchung</strong></p>
<p>Trotzdem ordnete er eine umfängliche Blutuntersuchung an. Heute habe ich erfahren, dass alle Werte sehr gut sind, ich also kerngesund bin. Der Lamotrigin- und der Venlafaxin-Spiegel, mein Antidepressivum, sind jedoch zu tief. Bereits vor einem halben Jahr haben wir festgestellt, dass mein Körper Efexor (Venlafaxin ist der Wirkstoff) sehr schnell verstoffwechselt, also abbaut.</p>
<p><strong>Belastende äußere Umstände</strong></p>
<p>So wie es aussieht, geschieht dasselbe mit <strong>Lamotrigin (Lamictal)</strong>. Sowohl dies, wie auch die Rückkehr aus dem Urlaub – also wieder in die Routine geworfen zu werden – könnten diesen depressiven Schub begünstigt haben.</p>
<p><strong>Eventuelle Anpassung der Lamotrigin-Dosis</strong></p>
<p>Ich werde heute mit meinem Psychiater über die Dosierung der beiden Medikamente sprechen. Efexor möchte ich eigentlich nicht erhöhen. Das letzte Mal, als ich es um 75 mg auf 225 mg täglich erhöht hatte (im Herbst 2006), fielen mir die Haare fast büschelweise aus. Das war übrigens auch der Zeitpunkt, an dem die Schlafstörungen wieder anfingen. Nach zwei Wochen dosierte ich wieder auf 150 mg zurück. Der Haarausfall ging weg, die Schlafstörungen blieben und sind jetzt noch da.</p>
<p><strong>Warten auf die Ergebnisse</strong></p>
<p>Sobald ich die Besprechung mit meinem Doc gehabt habe und ich erste Resultate habe, werde ich hier wieder posten. Bis dahin wünsche ich Euch alles Gute und freue mich auf Euer Feedback. <img src='http://www.depressionsblog.com/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /><br />
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		<item>
		<title>Lamictal – Der Turbo unter den Antidepressiva?</title>
		<link>http://www.depressionsblog.com/blog/lamictal-lamotrigin-depression/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Jan 2007 06:30:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rene Kriest</dc:creator>
				<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Lamictal/Lamotrigin]]></category>
		<category><![CDATA[Medikamente]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[lamictal]]></category>
		<category><![CDATA[lamotrigin]]></category>

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		<description><![CDATA[

Das erste Antidepressivum, das mir verschrieben wurde, war Fluoxetin. Leider kann ich mich nicht mehr genau an die Dosis erinnern, ich glaube es waren schlussendlich 20 mg. Die Nebenwirkungen von Fluoxetin zeigten sich bei mir jedenfalls sehr stark:
Fluoxetin – leider überwiegend nur Nebenwirkungen

Appetitlosigkeit
Schlaflosigkeit
Herzrasen
Innere      Unruhe

Durch die Appetitlosigkeit habe ich schnell und [...]]]></description>
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<p>Das erste Antidepressivum, das mir verschrieben wurde, war <strong>Fluoxetin</strong>. Leider kann ich mich nicht mehr genau an die Dosis erinnern, ich glaube es waren schlussendlich 20 mg. Die <strong>Nebenwirkungen</strong> <strong>von Fluoxetin</strong> zeigten sich bei mir jedenfalls sehr stark:</p>
<h3>Fluoxetin – leider überwiegend nur Nebenwirkungen</h3>
<ul>
<li>Appetitlosigkeit</li>
<li>Schlaflosigkeit</li>
<li>Herzrasen</li>
<li>Innere      Unruhe</li>
</ul>
<p>Durch die <strong>Appetitlosigkeit</strong> habe ich schnell und viel abgenommen – bis auf 51 kg bei 1,68 m – und fühlte mich dadurch sehr schwach. Das <strong>Herzrasen</strong> und die <strong>Schlaflosigkeit</strong> haben mich zusätzlich fertig gemacht. Ich war müde, aber <strong>innerlich nervös</strong> und konnte nicht schlafen. In diesem Zustand war arbeiten praktisch unmöglich. Trotzdem habe ich mich jeden Tag ins Büro geschleppt (nur nicht zu Hause rumsitzen und grübeln!).</p>
<h3>Der nächste Versuch: Tolvon (Mianserin)</h3>
<p>Nach 6 Wochen, in denen ich nur Nebenwirkungen und keine positive Wirkung des Antidepressivums gespürt habe, hat mir meine Ärztin <strong>Tolvon (Mianserin)</strong> wegen der Schlaflosigkeit verschrieben. Tolvon ist nicht nur ein Antidepressivum, sondern auch ein <strong>Antihistaminikum</strong> – eines der alten Generation, das als Nebenwirkung starke Müdigkeit auslöst. Antihistaminika werden bei Allergien angewendet und da ich Allergikerin bin, war das für mich eine gute Lösung.</p>
<h3>Nebenwirkung Müdigkeit</h3>
<p>Angefangen habe ich mit <strong>30 mg</strong> täglich, abends vor dem Zubettgehen. 20 Minuten nach der Einnahme habe ich tief und fest geschlafen. Leider hielt die <strong>Müdigkeit</strong> auch morgens noch an, sodass ich kaum aus dem Bett kam. Diese Nebenwirkung liess aber langsam nach und wir steigerten die Dosis bis auf 90 mg. Morgens und auch tagsüber war ich immer noch müde. Da ich es aber nicht anders kannte, sprich mein ganzes Leben lang eine grosse Müdigkeit in mir spürte, habe ich mir nicht viele Gedanken darüber gemacht.</p>
<h3>Der Wechsel zu Seropram (Citalopram)</h3>
<p>Eines Tages erklärte mir ein Freund, dass es durchaus <em>nicht</em> normal ist, dauernd müde zu sein, und dass es neuere Präparate gebe, die fast keine Nebenwirkungen haben. Also, auf zu meiner Ärztin, und ein anderes Antidepressivum verlangen.</p>
<p>Neu auf dem Markt war zur Zeit <strong>Seropram (Citalopram)</strong>. Tatsächlich spürte ich praktisch keine Nebenwirkungen. Es ging mir nicht schlecht und ich fühlte mich besser, was die Depression betrifft.</p>
<p>Ich hatte aber das Gefühl, dass meine <strong>Konzentration</strong> und mein <strong>Gedächtnis</strong> immer schlechter wurden. Ich konnte mir kaum eine Telefonnummer merken (was früher problemlos ging), was mir, ausblickend auf eine Ausbildung, die mir bevorstand, gar nicht passte.</p>
<h3>Johanniskraut – eine pflanzliche Alternative?</h3>
<p>Nach ca. 18 Monaten meinte die Ärztin deshalb, ich solle es mal mit <strong>Johanniskraut</strong> versuchen. Die genaue Tagesdosis weiss ich nicht mehr. Nach einem Jahr habe ich es wieder abgesetzt, weil die Wirkung viel zu schwach war und ich weiterhin starken <strong>Stimmungsschwankungen</strong> ausgesetzt war.</p>
<h3>Das Ende eines Testmarathons – Efexor (Venlafaxin)</h3>
<p>Da ich tagsüber immer noch relativ müde war, habe ich schlussendlich <strong>Efexor (Venlafaxin)</strong> verschrieben bekommen. <strong>Efexor</strong> wirkt antriebssteigernd, weshalb ich mir viel davon versprach. Als Nebenwirkungen zeigten sich leichte Übelkeit und Sekundenschwindel, beides klang jedoch nach einer Woche ab.</p>
<p>Nach zwei Jahren ging es mir immer noch schlecht. Ich war <strong>müde, motivationslos</strong> und die Stimmungsschwankungen wurden immer schlimmer. Meine Ärztin (die dritte seit Anfang meiner Depression) war hoffnungslos überfordert.</p>
<h3>Der Turbo: Lamictal (Lamotrigin)</h3>
<p>Ich wendete mich an einen Psychiater, von dem ich wusste, dass er auf die <strong>medikamentöse Therapie Depressiver</strong> spezialisiert ist. Er verschrieb mir zusätzlich zu Efexor <strong>Lamictal (Lamotrigin)</strong>. Lamictal ist ein <strong>Antiepileptikum</strong> – bei klinischen Anwendungen wurde eine antidepressive und stimmungsstabilisierende Wirkung festgestellt. Seither wird <strong>Lamotrigin</strong> auch bei <strong>depressiven und bipolaren Patienten</strong> angewendet. Wir begannen mit 25 mg täglich und steigerten alle 2-3 Wochen um 25 mg.</p>
<p>Die <strong>Lamictal-Dosis</strong> soll langsam erhöht werden, weil bei zu schneller Aufdosierung lebensgefährliche Hautveränderungen auftreten können. Solch schlimme Fälle sind aber höchst selten und bei mir zeigte sich auch nichts dergleichen.</p>
<p>Ich nehme jetzt seit 9 Monaten 150 mg <strong>Lamictal</strong> und 150 mg <strong>Efexor </strong>und habe keine depressiven Phasen mehr. Besser gesagt: Habe ich mal welche, sind sie sehr schwach und nach einem Tag vorüber.</p>
<h3>Lamictal hat mein Leben verändert – zum Guten</h3>
<p>Lamictal hat mein Leben verändert. Ich habe <strong>Freude am Leben</strong>, mehr Energie, bin viel wacher, meine <strong>Libido</strong> ist erwacht und ich fühle mich rundum gut. Als einzige Nebenwirkung trage ich noch <strong>Schlafstörungen</strong> mit mir herum, die mal schlimmer, mal weniger schlimm sind. Aber das nehme ich gerne dafür in Kauf mich gesund zu fühlen.</p>
<h3>Was wäre wenn&#8230;</h3>
<p>Manchmal wünsche ich mir, ich hätte schon früher <strong>Lamotrigin</strong> bekommen. Mir wäre viel erspart geblieben. All diese Erfahrungen zeigen mir, dass die Medikation keine einfache Aufgabe ist und nicht unerfahrenen Hausärzten überlassen werden sollte, sondern Ärzten und Psychiatern, die &#8211; wenn möglich &#8211; klinische Erfahrung mit Depressiven haben. Es braucht viel <strong>Geduld</strong> von Seiten der Ärzte und Patienten, ist aber schlussendlich das A und O dafür, dass Depressive den Weg in ein normales Leben zurück finden.</p>
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