Archive for the ‘Depression’ CategoryAus meiner Erfahrung heraus stehen sich Intuition und Einschätzung des Arztes nicht selten diametral gegenüber. Intuition, also die innere Stimme, und die ärztliche Diagnose standen bei mir genaugenommen zwar nicht auf Kriegsfuß miteinander, doch nahm ich nichts von ärztlicher Seite blind als abschließendes Urteil hin. Arzt: Depression – Intuition: NarkolepsieNoch stehen bei mir weitere Diagnosen aus, darunter die wichtigste, nämlich jene im Schlaflabor Ende August diesen Jahres (2007). Depression nicht Ursache, sondern Folge der extremen Tagesmüdigkeit?Von besonderer Bedeutung ist diese Untersuchung deshalb, da bei mir wohl Ursache und Folge verwechselt worden sind. Nicht die Depression ist Ursache meiner Antriebsschwäche, Motivationslosigkeit und exzessiven Tagesmüdigkeit bei starker Schlafstörung, sondern vielmehr umgekehrt scheint diese meine Depression Folge der Tagesmüdigkeit zu sein. Bislang verhielt es sich so, daß mit Wegfall der Tagesmüdigkeitsprobleme infolge von medikamentöser Behandlung mit Ritalin oder Vigil (Wirkstoff: Modafinil) nahezu automatisch auch die Depression wie weggeblasen war. Das SchlaflaborVorbehaltlich der endgültigen Diagnose des Schlaflabors scheine ich jedoch den richtigen Riecher gehabt zu haben. Intuitiv folgte ich dem Weg durch das diagnostische Labyrinth der ärztlich-medizinischen Heilkunst, die für mich am besten war und ist. Meine grauenvollen Erfahrungen in der psychiatrischen Klinik und hierbei insbesondere in der Tagesklinik waren Balsam für meine Intuition. Ohne dieses Vertrauen in mich und meine Intuition und vor allem auch genaue Vorstellungen darüber, was ich mit meinem Leben und Körper erreichen möchte – nicht müde zu sein etwa Ärzte sind wichtig, deshalb brauchen Patienten die richtigenÄrzte sind hilfreich und wichtig. Letztlich sollte man jedoch seine Wünsche und Ziele versuchen, mit deren Behandlung in Einklang zu bringen. Gelingt dies nicht, sollte man sich niemals scheuen, den Arzt zu wechseln bzw. eine zweite Meinung einzuholen. Intuition bringt einen zum richtigen Arzt und damit zur richtigen Therapie. Versöhnlicher und harmonischer können sich Intuition und Arzt nicht kombinieren lassen. Paroxetin abzusetzen ist schon eine reife Leistung. Inzwischen habe ich mich auf 10mg/Tag von ehedem 60mg/Tag runtergeschraubt. Üblicherweise merke ich anhand von Kopfschmerzen und Übelkeit, wer da wieder nach Sättigung verlangt. Meinen radikalen Absetzungsversuch sehe ich mittlerweile auch in einem milderen Lichte. Obwohl es schon richtig heftige Tage und Nächte waren, die ich beim Versuch von 60 auf 0mg Paroxetin von jetzt auf gleich durchlebt hatte, konnte ich dadurch schon einmal meinen Körper von dem Zeug entwöhnen. 30mg pro Tag taten es daraufhin, gefolgt von 20mg und nunmehr 10mg pro Tag. Die Dosis setzte ich eher nach Gutdünken und Gefühl herab, und hierbei ungefähr im Wochenschnitt. Ein paar Tage lange nahm ich 30mg, dann ließ ich Paroxetin zwei, drei Tage weg, und sobald die Kopfschmerzen und die Übelkeit sich meldete, warf ich dann die um jeweils 10mg reduzierte Dosis ein. Je geringer die Dosis, desto geringer auch die Nebenwirkungen und auch desto schneller lassen diese nach, wenn man im Tagesverlauf eine Nachdosis einnimmt. In spätestens zwei Wochen dann, so Gott will, dürfte sich das Thema dann auch erledigt haben.
Aus den Erfahrungen der vergangenen Wochen hat sich eine neue Erkenntnis herauskristallisiert. Die Suche nach Glück verfängt nicht. Die Meßlatte liegt zu hoch. Tagein, tagaus begab ich mich auf die Suche nach dem Glück bzw. strebte danach, mir meinen Tag so glücklich wie möglich zu machen und zu gestalten. Die Suche nach Glück Glücklicher wurde ich dadurch nicht, im Gegenteil. Mittlerweile habe ich für mich eine einfache Weisheit ausgemacht. Wenn man schon nicht glücklich sein kann, so sollte man wenigstens umgekehrt nicht unglücklich sein müssen. Nicht unglücklich zu sein, ist die wahre Kunst Mag der Blickwechsel auch banal erscheinen, so hatte er große wohltuende Wirkung auf mich. Unangenehme Tätigkeiten blieben das auch weiterhin, auch wenn ich sie durch bestimmte Techniken angenehmer gestalten konnte, so daß sie erträglich wurden. Im Vergleich zu anderen Verrichtungen jedoch blieben sie immer hinter angenehmeren. Dieser relative Unterschied läßt sich nicht so einfach ausblenden und einebnen. Der absolute Fixpunkt dagegen nicht. Indem ich also beschlossen habe, nicht mehr glücklich sein zu wollen, wurde ich es.
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