Archive for the ‘Bücher/Zeitschriften’ Category

Dec
10
Filed Under (Bücher/Zeitschriften) by Rene Kriest on 10-12-2007

Wer gerne liest und noch nicht weiß, was er sich oder anderen unter den Gabentisch legen soll als Feiertagslektüre, für den habe ich eine kleine Auswahl lesenswerter Bücher über die Krankheit Depression erstellt.

Mein Favorit befindet sich vorab, Robert Burns Feeling Good. Mittlerweile ist das Buch auch in einer deutschen Neuübersetzung erschienen. Wer des Englischen mächtig ist, spart allerdings sehr viel Geld. Gleichwohl: wer an sich wirklich arbeiten möchte, dem sei die Investition in die deutsche Fassung ans Herz gelegt.

Bewegt man den Mauszeiger über einen Titel, so erhält man weiterführende Informationen zum Buch. Viel Spaß beim Lesen! :)




Unterschwellig stellt dieses Buchnur diese eine Frage: willst Du auch Deine verborgenen Träume und Wünsche verwirklichen?

2 Antworten sind hierauf möglich. Entweder man läßt es oder man geht den Wunsch an. Zögerliche Naturen dagegen können sich von Barbara Sheran die Hand nehmen lassen und anschließend erneut entscheiden, ob sie für Ja oder Nein stimmen. Für Ja würde ich sofort hinsichtlich der Bewältigung der Depression stimmen.

Was hat das Buch für den Leser zu bieten? Vornehmlich bietet es obengesagte Handreichung. Um sich von einem Roman zu unterscheiden, bietet Barbara Sher unterstützenden Mittel an, die jeder im Alltag einsetzen kann.

Hierzu zählen die Art und Weise, wie man Ziele steckt, weshalb man einen Terminplaner nutzen sollte und wie man letztlich auch das größte Ziel erreichen kann. Erforderlich hierzu ist erst einmal, daß man das große Ziel in kleine Zwischenschritte unterteilt. Steinchen für Steinchen setzt sich jeder Wunsch zusammen.

Zur Motivation beitragen will das Buch, indem es durch den positiven Ton selbst motivieren will, als auch dazu ermutigt, persönliche Kräfte zu mobilisieren. Besonders hilfreich hierzu ist die Einbindung des Umfeldes. Involvieren sollte man Personen, die einen bei der Zielverwirklichung stützen, also ihrerseits motivieren sollen, wenn man mal einen Hänger hat, der bei jeder Zielverwirklichung auftreten kann.

Unaufdringlich führt die Autorin, deren Buch bereits Ende der 70er Jahre in den USA veröffentlich worden ist, hierbei durch das Werk. Dabei berücksichtigt und verfolgt das Werk seinerseits jene Methode, die es auch den Lesern empfiehlt. Steinchen für Steinchen stapelt die Autorin ihre Methoden aufeinander, bis man am Ende einen großen Stein vor sich stehen hat, der alle Elemente des Buches enthält.

Vornehmlich wirken Männer auf dem Gebiet der Literatur zur Persönlichkeits-Entwicklung (Personal Development). Mit Barbara Sherwurde eines der spärlich vorhandenen Werke aus Frauenhand erstmals für den deutschen Markt übersetzt und erschlossen.

Gerade Depressive sollten sich von der positiven Stimme, die das Buch durchdringt, ansprechen lassen, denn nur zu wohltuend sind ihre ermunternden Worte. Wer aus der Depression ausbrechen will, kann hierzu das Buch als Anleitung nutzen.



Neu auf dem Markt ist das Buch „Traurige Sonnigtage“von Schirin Homeier. Schirin Homeierist Dipl.-Sozialpädagogin (FH) und arbeitet in der „Evangelischen Beratungsstelle für Erziehungs-, Familien-, Ehe- und Lebensfragen Würzburg“.

Das Buch richtet sich an Kinder, deren Eltern oder Elternteil depressiv sind und an Betroffene selber. Es erzählt die Geschichte der kleinen Mona, die mit ihrer Mutter zusammen lebt. Monas Mutter hat gute Tage (Sonnigtage) und schlechte Tage (Traurigtage). Das Kind weiss nicht, was mit der Mutter los ist und hat einerseits Angst um sie und anderseits schämt sie sich vor den anderen Kindern. Wenn die Mutter Traurigtage hat, dann schläft sie viel, vernachlässigt den Haushalt, kauft nicht ein, kocht nicht. Mona kümmert sich nach ihren Möglichkeiten darum, vernachlässigt aber ihre Bedürfnisse.

Sie glaubt, mit ihrem Verhalten die Stimmung der Mutter beeinflussen zu können, ist dann aber traurig, weil es nicht gelingt. Sie wird auch traurig und grenzt sich von den Schulkameraden ab. Irgendwann fasst sie ihren ganzen Mut zusammen und redet mit ihrer Lehrerin darüber. Frau Ludwig zeigt grosses Verständnis und bietet Mona ihre Hilfe an. Sie redet mit Monas Mutter und bringt sie dazu, einen Arzt aufzusuchen. Von da an geht es der Mutter und Mona besser. Mona lernt sehr viel über die Krankheit ihrer Mutter und auch darüber, dass sie durchaus Kind bleiben und sich freuen darf, auch wenn es Mama nicht gut geht.

Es wird eine Nachbarin eingeweiht, die sich dann um Mona kümmert, wenn die Mutter eine depressive Phase hat. Sie stellen einen Notfallplan für die Nachbarin wie auch für Mona auf. Damit wird die gröbste Arbeit, die die Depression der Mutter nach sich zieht, den Erwachsenen überlassen, und Mona kann wieder mit ihren Freundinnen spielen gehen und für die Schule lernen.

Das Buch ist in drei Teilen gegliedert:

  1. Monas Geschichte, die sehr verständlich und liebevoll geschrieben und bebildert ist.
  2. Ein Ratgeber für Kinder, in denen ihnen vieles über psychische Krankheiten erklärt wird und Hilfestellungen in Form von selbst erstellten Listen geboten wird. Notfallpläne werden vorgeschlagen und Adressen, Telefonnummern und Internetadressen (leider nur für Deutschland, keine für die Schweiz oder Österreich) angegeben.
  3. Ein Ratgeber für Betroffene (Eltern, Verwandte, Freunde Depressiver), der erklärt, was in Kindern vorgeht, wie sie denken und welche Auswirkungen es haben kann, wenn Kinder von der psychischen Krankheit eines Elternteiles ausgeschlossen werden.

Ich habe das Buch mit Freude und Spannung gelesen und musst oft schmunzeln über die süsse Mona. Es ist wohl eine der schwierigsten Aufgaben, Erwachsenenthemen kindgerecht zu erklären. Dieses Buch hat es zweifelsohne geschafft und ich kann es vorbehaltlos weiter empfehlen.

Bestell Dir dieses Buchund gebe es jeder Person aus Deinem Bekanntenkreis, weil man einfacher die Depression nicht erläutern kann.



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