Archive for the ‘Allgemeines’ Category

Sep
01
Filed Under (Allgemeines) by Rene Kriest on 01-09-2007

Seit Donnerstag vertraue ich auf die Medikamente Vigil (Modafinil als Wirkstoff) und Ritalin (Methylphenidat), welche im Volksmund auch unter so abenteuerlichen wie abstrusen Wortschöpfungen wie Brainbooster oder Gehirn-Turbo auffällig geworden sind.

Gemäß deutscher Hysterie um beide Medikamente - mit Fokus auf Ritalin - bin ich damit ein krasser Drogenkonsument! :D

Von Verächtern als Droge stigmatisiert, sei Ritalin schließlich kein Medikament. Und ich bin unendlich stolz darauf, drogenabhängig sein zu dürfen. Weshalb? Ohne nämliche Medikamente könnte ich keine Minute des Tages wach bleiben. Körperlich ist mir dies aufgrund einer organischen Störung nicht möglich. Man nennt das auch Narkolepsie, eine sehr seltene Krankheit.

Vor allem Ritalin respektive Methylphenidat hilft mir sehr. Erster Wehmutstropfen: ich vertrage das Generikum Medikinet nicht. Unterschiede in der Trägersubstanz des Wirkstoffes, auch als Galenik bekannt, der Methyphenidat zur Wirkung bringen soll, erweisen sich bei mir als problematisch. Mit dem Original-Präparat gab und gibt es keine Gegenanzeigen bzw. Nebenwirkungen. Folglich werde ich daher auch wieder wechseln.

Für sich genommen ist Methyphenidat, also Ritalin, schon richtig böse. Im Verbund mit dem Wachhalter Vigil (Modafinil) bin ich damit synaptisch unschlagbar. Superman, nimm Dich in acht! :P

Danke, lieber Gott, daß es Ritalin gibt! :)



Aug
04
Filed Under (Allgemeines) by Rene Kriest on 04-08-2007

Medikamente, die man täglich einnehmen muß, können einem auf unterschiedlichste Weise abhanden kommen. Unter den möglichen Formen ist eine so schlecht wie die andere, im Ergebnis nehmen sie sich damit nichts: weg ist weg.

Wenn die Medikamente im Koffer sind und der Koffer ungewollt weg ist

Ärgerlich ist es, wenn man sämtliche Medikamente in den Koffer packt und der Koffer nicht am Zielflughafen auf dem Rollband der Gepäckausgabe erscheint. Genau das hat sich in meinem Falle am Mittwoch ereignet.

Zum ersten Mal in meinem Reise-Leben habe ich sämtliche Medikamente im Koffer verstaut. Platz war in diesem ausnahmsweise einmal auch reichlich vorhanden.

Auf eine Notration im Handgepäck wurde dieses Mal verzichtet

Sonst nehme ich aus Koffer-könnte-abhanden-kommen-Paranoia stets wenigstens eine kleine Ration Medikamente mit ins Handgepäck. Nur dieses eine Mal nicht und genau dabei ist es dann auch passiert: Koffer weg.

Lamictal, Paroxetin, Ritalin – alles vorübergehend weg

Zwei Tage später, also heute, bekam ich meinen Koffer unversehrt und mitsamt dem für mich lebenswichtigen Inhalt zurück; banges Warten hatte damit sein glückliches Ende gefunden. Auf Beteuerungen seitens des Flughafens Zürich, daß dies kein unüblicher Vorgang sei und 98% des nicht an Board befindlichen Gepäcks meist innerhalb von 24 Stunden nachgesendet werde, kann man sich letztlich nicht wirklich verlassen.

An Medikamenten nehme ich im Moment Lamictal, Paroxetin und Ritalin ein. Auf keines der genannten Präparate kann ich verzichten, jedes erfüllt eine lebenswichtige Funktion, Tag für Tag.

Was tun im Fall der Fälle?

Wenn sich die unverhoffte Möglichkeit bietet, einmal auszuprobieren, was im schlimmsten Falle machbar ist, wenn die Medikamente einmal weg sein sollten, sollte man sie auch nutzen. Die Flughafen-Apotheke konnte in betreff des Paroxetin und Lamictal weiterhelfen. Beim Thema Ritalin sah die Sache schon wieder anders aus.

Immerhin habe ich meinen Koffer zurückerhalten mitsamt dem für mich in mehrfacher Hinsicht wichtigen Inhalt.

Die Moral von der Geschicht’? Vergesse die Notration im Handgepäck niemals nicht!

Lehre war und wird sein, wieder zumindest eine Medikamenten-Ration, die für ein paar Tage reichen sollte, ins Handgepäck zu nehmen.

Erst hatte man kein Glück und jetzt kam auch noch Pech hinzu

Letztlich zeigt sich auch in diesem Falle, daß Menschen mit Behinderung auch im Unglücksfalle eher benachteiligt werden, indem sie gewisse verschreibungspflichtige Präparate nicht umgehend erhalten und selbst wenn wohl den Kaufpreis ohne Zuschuß vorlegen müssen.

Auf den Kosten und dem Ärger bleibt man nicht selten in solchen Fällen sitzen. So etwas gilt es also fortan wieder zu vermeiden.



Jun
13
Filed Under (Allgemeines) by Rene Kriest on 13-06-2007

Müdigkeit für sich genommen ist nicht schlimm, sofern man gelegentlich auch einmal wach ist. Stetige Müdigkeit jedoch, tags wie nachts, ohne richtig wach zu werden und ohne richtig schlafen zu können, ist alles andere als ein Segen.

Über den Fluch der Tagesmüdigkeit weiß ich genügend zu berichten. Selbst von stetiger Müdigkeit gepackt, hängen die Augenlider schlaf über den Augen, einem Rolladen gleich, der nicht in seiner Verankerung verharren will, so man ihn hochgezogen hat.

Viel Qual steckt dahinter, die Lider offenzuhalten. Und wären es nur die Lider! Der dahintersteckende Geist ist nicht viel wacher, im Gegenteil. Müdigkeit absorbiert mentale Kräfte einem schwarzen Loche gleich. Lähmender als Schläfrigkeit ist wohl kaum ein Zustand auf dieser Welt.

Zur Phlegmatik verdammt, fühlt man sich nach dem Vergleich von Professor Volker Faust einem Gesunden gleich, der 48 Stunden durchgewacht hat mit dem wesentlichen Unterschied, daß von Tagesschläfrigkeit Betroffene jede Sekunde des Tages so fühlen.

Man muss sich vergegenwärtigen, dass sich der Narkolepsie-Patient in der vergleichbaren Verfassung eines Gesunden befindet, der 48 Stunden nicht mehr geschlafen hat - nur eben ständig.

Ursachen der steten Müdigkeit im Verbund mit völlig fragmentiertem Schlafe gibt es viele. Zumeist münden sie in dem schönen Worte Narkolepsie. Narkolepsie, dahinter verbergen sich Schlafdrang, Schlafattacken und übermäßige Tagesschläfrigkeit.

Teils ist stetige Müdigkeit durch Depression bedingt und umgekehrt kann auch aus der steten Müdigkeit die Depression erwachen. Wer müde ist, sollte etwas dagegen tun. Ob mit oder ohne Depression.



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