Archive for the ‘Allgemeines’ CategoryIm Forum dreht sich alles noch um die Neujahrswünsche für 2008. Spaßig geht es in diesem Bilder-Thread zu. Problematisch können Medikamente dann werden, wenn man gerade keine hat. Informationen zu Borderline finden sich hier. Schaut mal rein ins Depressions-Forum und viel Spaß! Seit Donnerstag vertraue ich auf die Medikamente Vigil (Modafinil als Wirkstoff) und Ritalin (Methylphenidat), welche im Volksmund auch unter so abenteuerlichen wie abstrusen Wortschöpfungen wie Brainbooster oder Gehirn-Turbo auffällig geworden sind. Gemäß deutscher Hysterie um beide Medikamente – mit Fokus auf Ritalin – bin ich damit ein krasser Drogenkonsument! Von Verächtern als Droge stigmatisiert, sei Ritalin schließlich kein Medikament. Und ich bin unendlich stolz darauf, drogenabhängig sein zu dürfen. Weshalb? Ohne nämliche Medikamente könnte ich keine Minute des Tages wach bleiben. Körperlich ist mir dies aufgrund einer organischen Störung nicht möglich. Man nennt das auch Narkolepsie, eine sehr seltene Krankheit. Vor allem Ritalin respektive Methylphenidat hilft mir sehr. Erster Wehmutstropfen: ich vertrage das Generikum Medikinet nicht. Unterschiede in der Trägersubstanz des Wirkstoffes, auch als Galenik bekannt, der Methyphenidat zur Wirkung bringen soll, erweisen sich bei mir als problematisch. Mit dem Original-Präparat gab und gibt es keine Gegenanzeigen bzw. Nebenwirkungen. Folglich werde ich daher auch wieder wechseln. Für sich genommen ist Methyphenidat, also Ritalin, schon richtig böse. Im Verbund mit dem Wachhalter Vigil (Modafinil) bin ich damit synaptisch unschlagbar. Superman, nimm Dich in acht! Danke, lieber Gott, daß es Ritalin gibt!
Medikamente, die man täglich einnehmen muß, können einem auf unterschiedlichste Weise abhanden kommen. Unter den möglichen Formen ist eine so schlecht wie die andere, im Ergebnis nehmen sie sich damit nichts: weg ist weg. Wenn die Medikamente im Koffer sind und der Koffer ungewollt weg istÄrgerlich ist es, wenn man sämtliche Medikamente in den Koffer packt und der Koffer nicht am Zielflughafen auf dem Rollband der Gepäckausgabe erscheint. Genau das hat sich in meinem Falle am Mittwoch ereignet. Zum ersten Mal in meinem Reise-Leben habe ich sämtliche Medikamente im Koffer verstaut. Platz war in diesem ausnahmsweise einmal auch reichlich vorhanden. Auf eine Notration im Handgepäck wurde dieses Mal verzichtetSonst nehme ich aus Koffer-könnte-abhanden-kommen-Paranoia stets wenigstens eine kleine Ration Medikamente mit ins Handgepäck. Nur dieses eine Mal nicht und genau dabei ist es dann auch passiert: Koffer weg. Lamictal, Paroxetin, Ritalin – alles vorübergehend wegZwei Tage später, also heute, bekam ich meinen Koffer unversehrt und mitsamt dem für mich lebenswichtigen Inhalt zurück; banges Warten hatte damit sein glückliches Ende gefunden. Auf Beteuerungen seitens des Flughafens Zürich, daß dies kein unüblicher Vorgang sei und 98% des nicht an Board befindlichen Gepäcks meist innerhalb von 24 Stunden nachgesendet werde, kann man sich letztlich nicht wirklich verlassen. An Medikamenten nehme ich im Moment Lamictal, Paroxetin und Ritalin ein. Auf keines der genannten Präparate kann ich verzichten, jedes erfüllt eine lebenswichtige Funktion, Tag für Tag. Was tun im Fall der Fälle?Wenn sich die unverhoffte Möglichkeit bietet, einmal auszuprobieren, was im schlimmsten Falle machbar ist, wenn die Medikamente einmal weg sein sollten, sollte man sie auch nutzen. Die Flughafen-Apotheke konnte in betreff des Paroxetin und Lamictal weiterhelfen. Beim Thema Ritalin sah die Sache schon wieder anders aus. Immerhin habe ich meinen Koffer zurückerhalten mitsamt dem für mich in mehrfacher Hinsicht wichtigen Inhalt. Die Moral von der Geschicht’? Vergesse die Notration im Handgepäck niemals nicht!Lehre war und wird sein, wieder zumindest eine Medikamenten-Ration, die für ein paar Tage reichen sollte, ins Handgepäck zu nehmen. Erst hatte man kein Glück und jetzt kam auch noch Pech hinzuLetztlich zeigt sich auch in diesem Falle, daß Menschen mit Behinderung auch im Unglücksfalle eher benachteiligt werden, indem sie gewisse verschreibungspflichtige Präparate nicht umgehend erhalten und selbst wenn wohl den Kaufpreis ohne Zuschuß vorlegen müssen. Auf den Kosten und dem Ärger bleibt man nicht selten in solchen Fällen sitzen. So etwas gilt es also fortan wieder zu vermeiden.
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