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Rußland, irgendwann im Jahre 2007. Alte Geschichten frisch aufgewärmt gibt es dieser Tage von Boris Becker. Zur Höchstform läuft Boris Beckers Gespielin von damals, Angela Ermakowa, auf. Über die legendäre Wäschekammer-Nummer, auch Besenkammer-Sex tituliert, der beiden, welche zu der Wortschöpfung Samenraub führte und die ein Bobbelschen nach sich zog für Boris Beckers seinerzeit außerehelicher Aktivitäten, wird dieser Tage ausführlich in den einschlägigen Klatsch-Magazinen berichtet, und selbstverständlich darf ein Bericht auf dem Depressions-Blog an diesem Freitag nicht fehlen. Wimbledon-Champion Boris Becker darf sich an den – Vorsicht, Platitüde – verbalen Ergüssen von Angela Ermakowa erfreuen. Veröffentlicht hat das Ex-Model ihre Erinnerungen an die Erlebnisse aus der Wäschekammer in einem Buch, dessen nichtssagender Titel „In einem Atemzug“ lautet. Ob es dafür auch die kongeniale Becker-Faust geben wird? Grandios prosaisch geschilderte ist der entscheidende Augenblick des Zeugungsaktes in der Besenkammer, Zitat zur Wäschekammer-Szene aus Angela Ermakowas Sicht der Dinge: „…und ich begreife, dass es ebenso sinnlos ist, die in voller Fahrt befindliche Lokomotive zu stoppen, wie den Ausbruch eines Vulkans oder andere Naturereignisse verhindern zu wollen, und dass ich mich entspannen und versuchen muss, Vergnügen zu empfinden, und morgen über alles nachzudenken, und vielleicht gibt es tatsächlich etwas zum Erinnern… So fiel die unzugängliche Festung Angela Ermakowa.“ Festung Angela Ermakowa vs. Lokomotive Boris Becker – rasch hatte es Bumm-Bumm gemacht. (Lokomotive Moskau – nannte sich der Fußball-Verein nicht mal so?) Auf stoßen mir der Widerwille und das Unwohlsein der Sex-Gespielin, wonach Sie sich entspannen und versuchen müssen, Vergnügen zu empfinden. Angesichts solcher Aussagen und Schilderungen suggerieren diese, daß es sich nicht nur tendenziell um eine Vergewaltigung gehandelt habe, statt um eine Vergewohltätigung und schnelle Nummer zweier von der Leidenschaft übermannter und überweibter geschlechtsreifer Menschen zwischendurch. Markiert hat die zum Mythos des Samenraubes ausgewachsene Wäschekammer die Geburtsstunde dessen, was neun Monate später Gestalt erhalten sollte durch ein Baby, als Anna einen Namen erhielt und in ewiger Erinnerung bleiben sollte, sowohl unserem Leimener Tennis-Gott Boris Becker als auch Angela Ermakowa, der nämlichen Mutter der kleinen Anna, welcher die Frau aus Rußland ihr Enthüllungsbuch In einem Atemzug gewidmet hat, angeblich um Töchterchen Annas Verständnis für ihre Eskapade ihrer Mutter in der Wäschekammer zu fördern – Angela Ermakowa fürchtet wohl den sittlich-moralischen Tadel ihres Mädchens. Völlig zu unrecht, wie ich meine, denn wessen gibt es sich zu schämen? Allenfalls dessen, daß sie solch ein Buch schreibt, doch Spaß muß sein. Gegebenenfalls Boris Becker sollte sich schämen ob seines Seitensprungs! Geehelicht hatte Boris Becker nämlich 17. Dezember 1993 Barbara Feltus. Mit seiner Ex-Angetrauten, die Scheidung erfolgte am 15. Januar 2001, hatte er bereits zwei süße Kinder, Noah Gabriel und Elias Balthasar nämlich, mit Anna kam ein weiteres, wohl ungeplantes hinzu. Was lernen wir daraus? One-Night-Stands sollten wohlüberlegt sein; Jahre später könnte man Objekt weiblicher Geständnislust sein. Angela Ermakowa bracht das Siegel der Verschwiegenheit des geheimen Bandes, das beide umgab, mit dieser Beichte. Boris Becker, unser bundesdeutsches Idol, den dreimaligen Wimbledon-Sieger, dagegen machte das spontane Bedürfnis nach dem Menscheln sympathisch, da gewöhnlich und verletzlich. Wie wird es weitergehen mit den Beteiligten? Das nächste Kapitel der kurz währenden Liaison aufgeschlagen, das nächste Buch folgen dürfte wohl spätestens, wenn sich die Großfamilie ihrer geschwisterlichen Verbundenheit in Gestalt von Stiefschwester und Stiefbruder bewußt wird. Rußland im Jahre X in der Zukunft – wir warten gespannt und gebannt auf die Fortsetzung des Romans mit Boris Becker und Angela Ermakowa in den Hauptrollen, feat. Wäsche- oder Besenkammer. Mal sehen, wen es dann in den Nebenrollen zu bestaunen gilt.
Comments:
1 Comment posted on "Boris Becker vs. Angela Ermakowa und das Buch zur Wäschekammer und dem Samenraub"
Multimediablog » Betrunkener Busfahrer muss sich verantworten on October 28th, 2007 at 10:34 pm #
[...] hat sich ja sogar den Schniedel gebrochen, damit er mal wieder in der Zeitung steht, und unser Boris war mit Erfolg in einer Besenkammer aktiv.“ Möglich aber auch, dass M., in sein eigenes Buch [...] Post a comment
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