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Filed Under (Medikamente) by Rene Kriest on 07-12-2007

Nahezu jedes Antidepressivum erzeugt Nebenwirkungen bei der Einnahme, die alles andere als erträglich ausfallen können. Zu unterscheiden sind erwünschte respektive nicht belastende und unerwünschte, belastende Nebenwirkungen von Medikamenten. Problematisch sind letztgenannte.

Der Grad der Nebenwirkungen von Antidepressiva wächst in der Regel mit der eingenommenen Dosis, ist also von dieser abhängig. Je mehr man von einem Antidepressivum, welche etwa zur Behandlung und Vorbeugung von Depression, Sozialphobie und generalisierter Angststörung verschrieben wird, täglich einnimmt, desto umfangreicher und ausgeprägter fallen auch dessen Nebenwirkungen aus.

Differenzieren kann man die Nebenwirkungen bei Antidepressiva auch in vorübergehende und dauerhafte, als auch in sogenannte Absetzungssymptome.

  • Vorübergehende Nebenwirkungen treten häufig überwiegend bei Einnahmebeginn auf und verschwinden innerhalb der ersten Tage oder wenigen Wochen von selbst. Mittels Einschleichens kann man diese verringern. Unter dem Einschleichen versteht man die langsame Aufdosierung eines Antidepressivums über einen längeren Zeitraum hinweg bis die therapeutisch wirksame Dosis erreicht worden ist.
  • Dauerhafte Nebenwirkungen dagegen bleiben den Behandlungs- und Therapieverlauf über manifest, also bestehen. Abzuwägen gilt es dann, ob man das Präparat ob der Nebenwirkungen wieder absetzt und ein anderes probiert, oder ob der Patient die Nebenwirkungen als läßlich gegenüber dem Nutzen des Präparates befindet und die Therapie fortsetzen möchte trotz ihrer.
  • Absetzungsnebenwirkungen sind das Pendant zu den Nebenwirkungen zum Beginn der Medikamenten-Einnahme. Analog zum Einschleichen kann man durch das Ausschleichen, also das schrittweise Verringern der Dosis die möglicherweise auftretenden Nebenwirkungen verringern oder auch im Idealfalle vermeiden. Am heftigsten fielen bei mir die Absetzungssymptome beim Antidepressivum Paroxetin aus.

Ein gutes Antidepressivum sollte sowohl verträglich sein und demnach kaum und vor allem keine schwerwiegenden Nebenwirkungen aufweisen, als auch den Therapiezweck stützen.



Comments:
3 Comments posted on "Nebenwirkungen von Antidepressiva"
Ulf on December 7th, 2007 at 3:02 pm #

Der Lust-Verlust jedenfalls ist momentan gar nicht so verkehrt angesichts meiner Situation


Rene Kriest on December 18th, 2007 at 3:29 pm #

;)


Friederike Hans on December 30th, 2007 at 6:12 pm #

Je nach Situation ist ein Lust-Verlust mal eine Weile zu vertragen.
Ich persönlich komme, seit ich mich in 2000 freiwillig wg sich wiederholender Schwierigkeiten in psychiatrische Behandlung begab, überhaupt nicht mit der Einnahme von Medikamenten klar. Seither fühle ich mich krank. Hätte nie welche nehmen sollen. Akut ein Beruhigungsmittel in der bestimmten Situation einnehmen hätte es auch getan. Da ich mich in besagter Situation total runterziehe, immer wieder Medikamente nicht nehmen wollte, Behandlungen nicht annahm, stattdessen lieber ins Fitness gegangen wäre,bin ich momentan auf Lithium. Völlig falsch. Seit 7 Jahren bin ich der unglücklichste Mensch und komme fast nicht weiter. Die Behandlungen verstärkten das Grübeln. Seither fühle ich mich krank und kränker und bin verzweifelt. Hilfe wo? Akupunktur? Hypnose? Lithium allmählich absetzen? Arbeit: sieht schlecht aus, aber ich krieg noch was zustande. Wann hört die Qual auf?


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