Archive for February, 2008

Feb
25
Filed Under (Allgemeines) by Rene Kriest on 25-02-2008

Beste Schauspielerin und damit Oscar-Gewinnerin 2008 ist Marion Cotillard. Für ihre Darstellung der Edith Piaf in dem Film La Vie en Rose gewann sie die unter Schauspielern begehrteste Trophäe der Welt.

Gewonnen hat den Oscar 2008 in der Kategorie bester Schauspieler Daniel Day-Lewis für seine Rolle in There will be Blood.

Die Liste sämtlicher Oscar-Preisträger 2008 gibt es hier.



Wer zu Hause sitzt und mit allein mit sich ist kann darüber erfreut oder betrübt sein. Es gibt Menschen die suchen bewußt die Einsamkeit, um mit sich selbst auch wirklich alleine sein zu können, und es gibt den diametralen Gegensatz: Menschen, die sich einsam und vergessen fühlen, isoliert und im gesellschaftlichen Abseits.

Während meiner Abitur-Zeit konfrontierte ich mich erstmals mit dem Unterschied von bewußter Einsamkeit und ungewollter Einsamkeit respektive wurde damit konfrontiert. Nicht selten zog ich mich zurück und wählte Unternehmungen für mich aus, die ich willentlich ohne Freunde und Kollegen bestreiten wollte am Wochenende. Auf Partys, auf welchen ich allgemeinhin vertraute und gewohnte Gesichter gewahren würde, etwa hatte ich keine Lust. Statt dessen zog ich alleine los und frönte nach Herzenslust dem Nachtleben, beispielsweise auf Techno-Parties im Dorian Gray, Omen oder XS als auch Palazzo.

Angesprochen darauf, daß man mich des öfteren alleine anträfe und ob ich keine Freunde hätte entgegnete ich spontan mit dem Satz: „Alleine zu sein heißt nicht unbedingt sich einsam zu fühlen.“ Erst später wurde mir die Wahrheit dieses Satzes bewußt. Äußerlichkeiten haben wenig zu tun mit innerer Repräsentation von Geschehnissen.

Um Gefühle geht es bei der Gegenüberstellung von Alleinsein und Einsamkeit und Gefühle sind wirkmächtig. Dieselben Szenen und Gedanken lösen unterschiedliche Reaktionen beim Menschen aus. Gedanken ans Alleinsein sind überwiegend positiver Natur, während das Bild von Einsamkeit einer Agonie gleicht, die es tunlichst zu vermeiden gelte.

Ironischerweise kann man sich in Gesellschaft und hierbei unter Freunden sehr einsam fühlen, während man auch umgekehrt auch alleine mit sich selbst bleiben kann. Alleine innere Vorgänge, Gedanken bald an die eine, bald an die andere Vorstellung, entscheiden über die entsprechend assoziierte Empfindung.

Grobgesagt markiert Alleinesein den Rückzug aus Gewohntem – und hierbei vor allem dem Alltag –, vollzogen in bewußter Abkehr, derweil Einsamkeit ein aufoktroyierter Prozeß ist, dem man sich ausgesetzt fühlt - Aktivität steht Passivität gegenüber.

Freundschaft und Gesellschaft wählt man als Aktiver. Passivität folgt aus dem Sichtreibenlassen und der Abhängigkeit von anderen, die einen entweder mitschleppen oder eben nicht.

Durch aktiven Rückzug setzt man einen Kontrapunkt analog von Arbeit und Pause. Man balanciert sein Leben und die Forderungen desselben aus. Auf Passivität fußendes Alleinsein macht deshalb einsam, da Angst und Kontrollverlust die ausschlaggebenden Motivatoren des eigenen Verhaltens sind. Aus Angst vor Einsamkeit fügt man sich ins Gegenteil dessen, was nach gesellschaftlicher Norm Einsamkeit ausmacht, nämlich Stubenhockerei anstelle von Aktivitäten in der Gruppe. Letzteres hat betäubende Zerstreuung oftmals zur Folge.

Energie gewinnt man nur durch eine bewußte Entscheidung für das Alleinesein, sofern diese auf Zeit erfolgt. Nur wenige können diesen als Dauerzustand aufrechterhalten; selbst Eremiten steigen buchstäblich von ihrem Berg herab. Gravierenden Energieverlust, gleichwohl schleichend im Vollzug, ruft Einsamkeit hervor.

Gegenmittel in beiden Fällen ist Aktivität verstanden einmal als Eigeninitiative, auf andere Menschen zuzugehen, und begriffen als äußerliche Beschäftigung unter Menschen. Wichtig ist nur das Ergebnis und Maßstab ist das Wohlgefühl, das man jeweils empfindet.



Feb
10
Filed Under (Schönheitsideale) by Rene Kriest on 10-02-2008

Heidi Klum wurde erneut ohne Schminke photographiert. Ohne Makeup sieht das deutsche Model irgendwie ziemlich gewöhnlich aus – wie jeder Mensch eben. Daß solch ein Befund überraschen kann? ;)

Ungeschminkt wurde Heidi Klum schon häufiger. Jedesmal allerdings ist das Medienecho und das Öffentlichkeitsinteresse exorbitant hoch. Angesichts der Epidemie der sogenannten Magermodels gleicht die nichtssagende Gewöhnlichkeit der deutschen Vorzeige-Karrierefrau umgekehrt einer Schocktherapie fürs reiflich selbst-illusionierte Ego, das mit solchen viel zu selten auftauchenden Schnappschüssen aus dem Alltag der Glamourwelt der Schönen und Reichen mit dem scheinbar Paradoxen konfrontiert wird.

Gut sieht Heidi Klum auch so aus – Schminke hin oder her. ;)



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