Archive for December, 2007Wer gerne liest und noch nicht weiß, was er sich oder anderen unter den Gabentisch legen soll als Feiertagslektüre, für den habe ich eine kleine Auswahl lesenswerter Bücher über die Krankheit Depression erstellt. Mein Favorit befindet sich vorab, Robert Burns Feeling Good. Mittlerweile ist das Buch auch in einer deutschen Neuübersetzung erschienen. Wer des Englischen mächtig ist, spart allerdings sehr viel Geld. Gleichwohl: wer an sich wirklich arbeiten möchte, dem sei die Investition in die deutsche Fassung ans Herz gelegt. Bewegt man den Mauszeiger über einen Titel, so erhält man weiterführende Informationen zum Buch. Viel Spaß beim Lesen!
Nahezu jedes Antidepressivum erzeugt Nebenwirkungen bei der Einnahme, die alles andere als erträglich ausfallen können. Zu unterscheiden sind erwünschte respektive nicht belastende und unerwünschte, belastende Nebenwirkungen von Medikamenten. Problematisch sind letztgenannte. Der Grad der Nebenwirkungen von Antidepressiva wächst in der Regel mit der eingenommenen Dosis, ist also von dieser abhängig. Je mehr man von einem Antidepressivum, welche etwa zur Behandlung und Vorbeugung von Depression, Sozialphobie und generalisierter Angststörung verschrieben wird, täglich einnimmt, desto umfangreicher und ausgeprägter fallen auch dessen Nebenwirkungen aus. Differenzieren kann man die Nebenwirkungen bei Antidepressiva auch in vorübergehende und dauerhafte, als auch in sogenannte Absetzungssymptome.
Ein gutes Antidepressivum sollte sowohl verträglich sein und demnach kaum und vor allem keine schwerwiegenden Nebenwirkungen aufweisen, als auch den Therapiezweck stützen. Nicht wenige Betroffene wünschen sich, daß man Depression ohne Medikamente heilen könne, da sie eine Scheu vor Medikamenten haben. Daß man Depression nicht heilen, sondern lediglich lindern kann, habe ich an anderer Stelle bereits besprochen. Gute Möglichkeiten, auch ohne Medikamente Herr der Depression zu werden, versprechen die Ansätze der kognitiven Verhaltenstherapie. Ende der 60er Jahre entwickelt, fußt ihre Prämisse bei der Behandlung der Depression darauf, daß die Worte, Gedanken und Taten eines Menschen dessen Gefühle nicht nur beeinflussen, sondern bestimmen. Änderungen der Gefühlslage erreiche man durch Änderung der Gedanken. Studien belegen deren Wirksamkeit bereits nach wenigen Sitzungen zumal mit langfristigem Effekt, also Schutz vor Rückfällen. Erfahrungen mit der kognitiven Verhaltenstherapie als Monotherapie oder auch Kombinationstherapie bei der Behandlung der Depression habe ich gemacht und kann sie jedem nur wärmstens ans Herz legen, ganz gleich ob man flankierend Medikamente nehmen möchte oder nicht. |