Archive for September, 2007
Paroxetin, auch unter den Namen Paxil und Paroxat bekannt, wartet mit heftigen Nebenwirkungen auf, wenn man daran geht, das Antidepressivum abzusetzen. Liest man den Beipackzettel genau durch, kann es einem vergehen, zumal sich die Absetzungssymptome von Sertralin (Zoloft) im Vergleich mit Paroxetin wie easy going wirken. Wie man das Problem der möglicherweise heftig ausfallenden Absetzungserscheinungen von Paroxetin clever umgehen kann, beschreibe ich sodann. Von 10 auf 0mg pro Tag runterzukommen – meine Dosis betrug 60mg/Tag -, war eine Tortour und mir letztlich zu derbe vor dem Hintergrund der Nebenwirkungen. Mein Trick war sodann, einen fliegenden Wechsel vorzunehmen. Innerhalb der Wirkungsklassen kann man problemlos wechseln, also von einem SSRI auf ein anderes. Aus eigener Erfahrung wußte ich, daß Sertralin (auch als Zoloft bekannt) kaum mit auffälligen und langandauernden Absetzungssymptomen daherkam. Statt Paroxetin also mittels Ausschleichens auf 0 zu setzen, ersetzte ich es bei einer Dosis von 10mg/Tag durch Sertralin. Paroxetin ersetzte ich also durch Sertralin von einem Tage auf den anderen. Die folgenden drei Tage spürte ich spätnachmittags und abends Nebenwirkungen, welche jedoch sehr gering ausfielen verglichen mit jenen, die ich ehedem beim Versuch des Ausschleichens von Paroxetin gegenwärtigte. Schwindel, Übelkeit und ein wenig Bauchschmerzen ermächtigten sich meiner. Am vierten Tage jedoch war der Spuk vorbei. Nunmehr schleiche ich Sertralin aus, das ich in einer minimalen Dosis nehme. Ich denke, daß der Trick die ideale Möglichkeit darstellt, Paroxetin, das bisweilen äußerst heftig wider seine Absetzung wehrt, äußerst sanft und schonend abzusetzen. Wenn Dir der Artikel gefallen hat, registriere den kostenlosen RSS-Feed des Depressions-Blog.
Die ersten Tage unter Ritalin habe ich hinter mich gebracht, seit ich auf Narkolepsie diagnostiziert worden bin. Zeit für ein kleines Fazit.
Unter dem Strich bin ich hochzufrieden, Ritalin einnehmen zu dürfen. In meinem Falle verhält sich der Unterschied zum meinem vorherigen Status wie Schwarz und Weiß. Wirkte ich ehemals wie ein Schatten meiner selbst, so geht es jetzt mental-geistig wieder richtig aufwärts.
Seit Donnerstag vertraue ich auf die Medikamente Vigil (Modafinil als Wirkstoff) und Ritalin (Methylphenidat), welche im Volksmund auch unter so abenteuerlichen wie abstrusen Wortschöpfungen wie Brainbooster oder Gehirn-Turbo auffällig geworden sind. Gemäß deutscher Hysterie um beide Medikamente – mit Fokus auf Ritalin – bin ich damit ein krasser Drogenkonsument! Von Verächtern als Droge stigmatisiert, sei Ritalin schließlich kein Medikament. Und ich bin unendlich stolz darauf, drogenabhängig sein zu dürfen. Weshalb? Ohne nämliche Medikamente könnte ich keine Minute des Tages wach bleiben. Körperlich ist mir dies aufgrund einer organischen Störung nicht möglich. Man nennt das auch Narkolepsie, eine sehr seltene Krankheit. Vor allem Ritalin respektive Methylphenidat hilft mir sehr. Erster Wehmutstropfen: ich vertrage das Generikum Medikinet nicht. Unterschiede in der Trägersubstanz des Wirkstoffes, auch als Galenik bekannt, der Methyphenidat zur Wirkung bringen soll, erweisen sich bei mir als problematisch. Mit dem Original-Präparat gab und gibt es keine Gegenanzeigen bzw. Nebenwirkungen. Folglich werde ich daher auch wieder wechseln. Für sich genommen ist Methyphenidat, also Ritalin, schon richtig böse. Im Verbund mit dem Wachhalter Vigil (Modafinil) bin ich damit synaptisch unschlagbar. Superman, nimm Dich in acht! Danke, lieber Gott, daß es Ritalin gibt! |