Archive for July, 2007

Seitens treuer Leser dieses Blogs und auch der Forums-Mitglieder h�ufte sich die Kritik daran, da� ich gegenw�rtig zu wenig sowohl f�r den Depressions-Blog tue als auch f�r das Depressions-Forum. Gleichzeitig w�rde ich meine Energien in meinen anderen Blog, ProbloggerWorld, stecken.

Dem kann ich unumwunden zustimmen, doch hat jede Medaille 2 Seiten, die ich an dieser Stelle kurz er�rtern m�chte.

Gesundheitlich geht es mir nicht besonders prall. Ursache hierf�r ist weniger meine Depression, als mehr meine extreme Tagesm�digkeit. Ohne Medikamente ist kein geregelter Tagesablauf m�glich und genau die in Frage kommenden Medikamente sind das Problem.

Seit Jahren schon habe ich ein exzessives Schlafbed�rfnis tags�ber. Die stetige Tagesm�digkeit ist die eine Sache. Da ein Problem jedoch selten alleine kommt, gesellen sich auch noch massive Schlafst�rungen hinzu. Kurz: ich schlafe sehr schlecht und bin daf�r auch noch Tags�ber nicht wirklich wach.

Beispielsweise schlafe ich bei folgenden Situationen rasch (~10 Minuten) ein:

  • Fernsehschauen
  • Lesen
  • Autofahren
  • Wenn ich liege
  • Theater
  • Kino
  • Beim s�mtlichen monotonen Verrichtungen
  • Nach dem Essen

Das ist nur ein kurzer Ausschnitt meiner Schlaf-Trigger. Gegen die M�digkeits-Attacken kann ich mich nicht wehren. In der Fachsprache nennt man diese Attacken auch imperative Schlaf-Attacken.

Abhilfe schaffen Wachhalter wie die Pr�parate Vigil mit dem Wirkstoff Modafinil oder Ritalin mit dem Wirkstoff Methylphenidat.

Um an diese Medikamente zu gelangen, bedarf es einer Indikationslage, das hei�t, da� eine Spezialarzt ? also ein noch facharztiger Facharzt ?, der sich mit speziellen Diagnosen auskennt. In meinem Falle w�re und ist das ein Facharzt f�r Schlafmedizin. Davon gibt es in Deutschland wie �berhaupt in der Welt nur wenige.

Mittels Analyse im Schlaflabor dann wird man meiner Schlafst�rung bzw. meiner extremen Tagesm�digkeit auf den Grund gehen k�nnen.

Ersten Einsch�tzungen zufolge handelt es sich bei mir um die Krankheit Narkolepsie.

Mit dieser Krankheit ist nicht zu spa�en. In der Regel wird man je nach Schweregrad vom Versorgungsamt auf einen Schwerbehindertengrad von 50 bis 80% gesetzt ? nur aufgrund der Narkolepsie.

Ohne diese Diagnose keine Medikamente ? so einfach ist die Gleichung und der Termin im Schlaflabor steht erst Ende August an.

Zu einer bestimmten Zeit aufzustehen kommt f�r mich gegenw�rtig nicht in Frage, sonst kann ich meine M�digkeit nicht ablegen. Einzig hilfreich ist es, sich dem Biorhythmus total zu unterwerfen. Dies bedeutet, da� ich schlafe, sobald ich mich kaum noch auf den Beinen halten kann und aufstehe, wenn ich von selbst wach werde.

Meine Wachperioden (wach im relativen Sinn) liegen bei 2 bis maximal 4 Stunden. Nach Ablauf dieser mu� (!) ich mich hinlegen und schlafe in der Regel 2 Stunden. Das geht munter so weiter, bis zum Abend hin. Dann schlafe ich auch schon mal l�nger.

Die letzten Monate waren f�r mich einfach nur frustrierend, da ich keinen Arzt gefunden habe, der mir wenigstens �bergangsweise bis Ende August, dem Zeitpunkt der schlafmedizinischen Untersuchung, Modafinil oder Ritalin verschrieben h�tte, meinetwegen auch in geringen Dosen, um wenigstens ein paar Stunden am Tag halbwegs fit und konzentriert zu sein bzw. zu bleiben.

Dank der exzessiven Tagesm�digkeit kann ich mich auch kaum konzentrieren und bin allgemein kraftlos und k�rperlich schlapp. Wirklichen Antrieb und Motivation versp�re ich ebenfalls nicht und selbst wenn, dann tritt ein Schub willk�rlich irgendwann ein, wenn ich gerade einmal wach bin.

Die Einschr�nkungen sind exorbitant. Ich gehe kaum noch weg und selbst wenn achte ich peinlich genau darauf, mich meinem Bett nicht l�nger als 5 Stunden zu entfernen ? dem Maximum an Zeit, das ich ohne Schlaf aushalte, andernfalls l��t mein Kreislauf nach, ich schiebe Frust und schlecht Laune und meine Knie werden weich.

Kleine Randnotiz: Seit ungef�hr 15:30 Uhr bin ich wach. Mittlerweile zeigt die Uhr 18:30 und ich fange wieder an zu g�hnen. Rasch will ich dieses Posting noch abschlie�en, um dann wieder zu schlafen.

Der z�he Kampf hat mich sehr gereizt auf Fragen nach meinem Befinden werden lassen. Seit Monaten nun jammere ich s�mtlichen �rzten, welchen ich im Rahmen irgendwelcher Behandlungen gegen�bertrete, die Ohren voll wegen meiner exzessiven Tagesm�digkeit. Immer wieder werde ich auf die Depressionsschiene gesetzt, mit anderen Worten, man m�sse nur die Depression ?heilen? und dann klappte es auch wieder mit dem Schlaf und der M�digkeit.

Welch ein Trugschlu�! Ich mu� mir solchen Unsinn von Neurologen (!) anh�ren, die nicht einmal das Medikament Vigil bzw. den Wirkstoff Modafinil kennen.

Sonderbarerweise ging es mir niemals besser, als nach der Einnahme von Ritalin oder Modafinil. Beides erhielt ich einmal nach gro�em Betteln hin in kleinster Packungsgr��e auf Privatrezept verschrieben.

Kurz: bei mir scheint die Depression Folge der M�digkeit zu sein ? nicht umgekehr, denn sonst h�tte die extreme Tagesschl�frigkeit l�ngst verschwinden m�ssen, da ich �beraus gute Laune habe abseits der Fragen nach meiner Gesundheit, doch mit dieser guten Laune paradoxerweise nichts anfangen kann aufgrund meiner Tagesm�digkeit und stetigen Schl�frigkeit.

Ablenkung verschafften mir andere T�tigkeiten abseits des Depressions-Blogs. Mehr zu schreiben war auch nicht drin, da ich allenfalls auf 6 Stunden pro Tag komme, zu welchen ich halbwegs wach bin.

Das Dilemma dreht sich um meine Diagnose im Schlaflabor. Wegen Tagesm�digkeit schreibt mich kein Arzt der Welt krank, schon gar nicht langfristig und von der Depression bin ich seit Monaten (YEAH!) weg.

Stellte ich mich hin und mache einen auf depressiv ginge der Befund auch ans Schlaflabor. Dort w�rde man die Depression m�glicherweise fehleinsch�tzen. Umgekehrt w�rde ich dagegen krankgeschrieben werden.

Medikamente wider die exzessive Tagesm�digkeit erhalte ich auch nur mit entsprechender Diagnose Narkolepsie.

Mit anderen Worten: mir geht es vorhersagbar schei�e ? entschuldigt das Hochdeutsch ? bis ungef�hr Ende August 2007. Morgens wache ich auf und wei� zu 100%, da� ich nicht wach werde und bleiben werde wie ein Gesunder. Welch eine Perspektive zu wissen, da� der Tag wenig f�r einen bereith�lt. Welch eine Perspektive, da� es helfende Medikamente gibt, die dank BtMG-Restriktion nur bei entsprechender Diagnose des Schlaflabors verschrieben werden k�nnen.

H�ufigste Begr�ndung, mir vorab Ritalin etwa zu verschreiben war, da� man ohne eindeutige Diagnose auch von Mi�brauch leistungssteigernder Mittel ausgehen k�nne.

Genau, ich bilde mir den ganzen Schei� nur ein, ich renne unentwegt zum Arzt und nerve ihn wegen der M�digkeit, frage nach starken Schlafmitteln, um wenigstens die Zeit bis Ende August durchschlafen zu k�nnen usf.

Ich bin einfach nur sauer und f�hle mich im Stich gelassen. Teils kann ich die �rzte auch verstehen. Nichts dagegen �ndert es an meinem Frust diesbez�glich.

Ich habe aufgrund der Tagesm�digkeit schon soviel Zeit unn�tz vergeudet, da� ich die kommenden Jahre ohne Schlaf durchmachen k�nnte, um halbwegs im Tag/Wach-Schnitt zu bleiben.

Auto fahren kommt f�r mich auch nicht mehr in Frage, da ich als Fahrer oder Beifahrer unkonzentriert bin und nach ca. 30 Minuten Anzeichen von Sekundenschlaf besitze.

Bel�chelt wird man von Au�enstehenden, wenn man ihnen mitteilt, was Sache ist. Zum Vergleich: wenn es schon schwer ist, Menschen zu verklickern, was Depression ist bzw. inwiefern man durch sie beeintr�chtigt ist, obwohl viele Millionen (!) Menschen in Deutschland davon betroffen sind und auch viele Prominente Opfer der Krankheit sind, um so schwerer wird es Menschen eine Krankheit zu bedeuten, die ein paar Zehntausend Menschen in Deutschland betrifft.

Gemeinhin gilt Narkolepsie respektive der Hinweis auf starke Tagesm�digkeit als Ausrede f�r Faulheit und Nichtsnutzigkeit. Danke f�rs Gespr�ch.

Noch weniger verstehen Menschen, da� man immer nur m�de ist und st�ndig schlafen mu�. ?Ha, ha! Feier nicht so viel! Geh fr�h ins Bett! Sauf nicht so viel! Stell Dich nicht so an! M�de bin ich auch ? vom Nichtstun!?

Das klingt noch d�mmer, als die Lieblingsspr�che, die Depressiven um die Ohren gehauen werden.

In diesem Sinne: seid einem Kranken nicht b�se. F�r meinen Zustand kann ich nichts. Mir meine Krankheit vorzuwerfen ist falsch.

Mir tut es auch leid, da� ich den Depressions-Blog, mein Baby, schleifen lasse. Doch, und das mu� man auch betrachten, wirft er unter dem Strich am wenigsten Einnahmen ab, weshalb ich meine Aktivit�ten auch darauf fokussiere. Ende August hoffe ich, da� man mir Narkolepsie diagnostiziert. F�r mich w�re das ein Segen, denn dann k�nnte man auch meine Tagesm�digkeit wirksam mit Medikamenten bek�mpfen.

Narkolepsie ist unheilbar, und lediglich linderbar. Dr�ckt mir am besten die Daumen, da� es mit der Diagnose klappt. Recht besehen ist mir v�llig gleich, wie man meinen Zustand nennen mag: Hauptsache, ich bin endlich wieder wach und kann mich konzentrieren ? damit ich meine gute Laune auch tatkr�ftig ausleben kann. :)

Weiterf�hrende Links



Jul
17
Filed Under (Casual News) by Rene Kriest on 17-07-2007

Sommer, Sonne, Sonya Kraus. Passend und rechtzeitig zum brachial hereinbrechenden Sommer weiß uns die TV-Moderatorin mit ihrer neuen Bademoden-Kollektion zu beglücken. In dem Badefummel macht die Frau einen ähnlichen Eindruck wie auch in ihrer Sendung.

Als regelmäßig unregelmäßig schauender TalkTalkTalk-Verfolger kann ich mich schon outen. Talk-Shows haben mein Leben geprägt. Mit den Ikonen der heroischen Talk-Geschichte wie Ilona Christen oder dem legendären Hans Meiser bin ich großgeworden, ganz zu schweigen von Pro7-Österreicherin Arabella Kiesbauer.

Aber das nur am Rande und zur Erklärung, weshalb ich Sonya Kraus ein paar Zeilen widme.

Im Moment ist kaum was los in Blog-Deutschland. Alle Blogger scheinen sich in den Badeanstalten der Nation eingenistet zu heben, um nachzusehen, ob schon die eine oder andere Frau ihren Körper mit Sonya Kraus’ Bademode ziert.

Im Einsatz ist die Pro7-Moderatorin für das Dessous-Label Hunkemöller. Wie dem auch sei. Sonya Kraus und Bademode – das paßt.

Seit 2004 hilft die erfolgreiche Moderatorin dem Design-Team des Dessous-Labels “Hunkemöller” jährlich eine Sommer-Kollektion erotisc

Weiterführende Links

Let`s talktalktalk about Sonya Kraus.

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Jul
14
Filed Under (Depression) by Rene Kriest on 14-07-2007

Aus meiner Erfahrung heraus stehen sich Intuition und Einschätzung des Arztes nicht selten diametral gegenüber. Intuition, also die innere Stimme, und die ärztliche Diagnose standen bei mir genaugenommen zwar nicht auf Kriegsfuß miteinander, doch nahm ich nichts von ärztlicher Seite blind als abschließendes Urteil hin.

Arzt: Depression – Intuition: Narkolepsie

Noch stehen bei mir weitere Diagnosen aus, darunter die wichtigste, nämlich jene im Schlaflabor Ende August diesen Jahres (2007).

Depression nicht Ursache, sondern Folge der extremen Tagesmüdigkeit?

Von besonderer Bedeutung ist diese Untersuchung deshalb, da bei mir wohl Ursache und Folge verwechselt worden sind. Nicht die Depression ist Ursache meiner Antriebsschwäche, Motivationslosigkeit und exzessiven Tagesmüdigkeit bei starker Schlafstörung, sondern vielmehr umgekehrt scheint diese meine Depression Folge der Tagesmüdigkeit zu sein.

Bislang verhielt es sich so, daß mit Wegfall der Tagesmüdigkeitsprobleme infolge von medikamentöser Behandlung mit Ritalin oder Vigil (Wirkstoff: Modafinil) nahezu automatisch auch die Depression wie weggeblasen war.

Das Schlaflabor

Vorbehaltlich der endgültigen Diagnose des Schlaflabors scheine ich jedoch den richtigen Riecher gehabt zu haben. Intuitiv folgte ich dem Weg durch das diagnostische Labyrinth der ärztlich-medizinischen Heilkunst, die für mich am besten war und ist.

Meine grauenvollen Erfahrungen in der psychiatrischen Klinik und hierbei insbesondere in der Tagesklinik waren Balsam für meine Intuition.

Ohne dieses Vertrauen in mich und meine Intuition und vor allem auch genaue Vorstellungen darüber, was ich mit meinem Leben und Körper erreichen möchte – nicht müde zu sein etwa ;) – wäre ich nie dorthin gekommen, wo ich jetzt bin.

Ärzte sind wichtig, deshalb brauchen Patienten die richtigen

Ärzte sind hilfreich und wichtig. Letztlich sollte man jedoch seine Wünsche und Ziele versuchen, mit deren Behandlung in Einklang zu bringen. Gelingt dies nicht, sollte man sich niemals scheuen, den Arzt zu wechseln bzw. eine zweite Meinung einzuholen.

Intuition bringt einen zum richtigen Arzt und damit zur richtigen Therapie. Versöhnlicher und harmonischer können sich Intuition und Arzt nicht kombinieren lassen. :)



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