Archive for June, 2007

Jun
14
Filed Under (Internes) by Rene Kriest on 14-06-2007

Regelmäßige Leser des Depressions-Blog haben es längst mitbekommen, neuen Lesern soll es nicht entgehen, daß sich der Depressions-Blog allgemein wandelt.

Optisch remastert: der Blog

Das Erscheinungsbild des Blogs hat sich geändert, denn das Wordpress-Theme wurde nach einem dreiviertel Jahr gewechselt. Ausgemistet wurde ferner die Kategorien-Struktur. Aus 25 Kategorien wurde eine Handvoll, wovon ich denke, daß es der Übersichtlichkeit dient.

Änderungen der Links und Bookmarks des Depressions-Blog

Weiter wurden die Links geändert, was bedeutet, daß sich die Bookmarks auf einzelne Artikel geändert haben. Dieser Schritt war aus google-technischen Gründen von mir durchgeführt worden, um noch mehr Leser dem Blog und damit auch dem Forum zuzuführen.

Sprachen: Deutsche vs. Englisch in Blog und Forum

Unter anderem stehen noch im Hintergrund ablaufende administrative Arbeiten an, wie ein paar neue Plugins usf. als auch weitere Verbesserungen, etwa in Gestalt einer besseren Suchfunktion.

Anpassungen am Depressions-Forum

Etwas deutscher im Sinne von sprachlichen Anpassungen hinsichtlich der Menüs und der Funktionen stehen ebenfalls auf dem Plan. Ähnliches gilt auch für das Depressions-Forum, das auch noch ein wenig aufgehübscht wird und dessen englische Begriffe weitgehend ins deutsche übersetzt werden.



Jun
14
Filed Under (Depression) by Rene Kriest on 14-06-2007

Wer hält uns wirklich gefangen, uns, die wir mit Depression geschlagen sind? Ist es die Krankheit oder ist es die Zeit? Ohne Zeit würde man die Krankheit nicht wahrnehmen können. Mag sein, daß dies der Grund ist, weshalb sich viele Depressive suizidieren.

Tod und Vergänglichkeit sind Momente gedehnter Zeitlosigkeit, eben der Ewigkeit des Augenblicks, die sich in ihr selbst auflöst. Wo keine Zeit ist, ist auch kein Schmerz. Alle Empfindung, ob Schmerz oder auch Glück, wird gleichgültig.

Irdisches Leid nimmt man nur anhand der Zeitmomente wahr. Man bedenke, wie sehr sich ein Tag hinziehen kann, nicht minder eine peinvolle Nacht, welche man ohne Schlaf bei Bewußtsein in schmerzerfüllter Umnachtung erlebt.

Kehrseite der Zeit ist damit das Bewußtsein. Zeit im Verbund mit Bewußtsein ergeben Gedanken und Gefühle. Auf ihnen gründen sich Schicksal und Verdammnis ebenso, wie Prophezeiung und Glückseligkeit.

Obsessive Gesundwerdungslust, wer kennt sie nicht? Veränderung findet in der Zeit und im Bewußtsein statt. Depression ist Zeit multipliziert mit dem Bewußtsein. Je langsamer die Zeit verrinnt, desto größer der Schmerz und umgekehrt, je größer das Bewußtsein auch bei schnellem Zeitvoranschritt, um so größer fallen auch die Schmerzen aus.

Glück dagegen verhält sich paradox. Intensive Schübe irdischer Wonne wollen, um dauerhaft genossen werden zu können, in kurzen Zeitimpulsen um so mächtiger empfunden werden. Was aber anderes als Linderung vom Schmerz ist Glück sonst? Abkehr von der Agonie ist Glück, kein Selbstzweck.

Rascher Wechsel von langem Schmerz und kurzem Glück bedeutet zu leben. Moduliert wird diese Abfolge durch Krankheiten. Tiefer fallen die Schmerzen aus und geringer das Glück bei Depressiven. Die Ruhelage will sich nicht einstellen.

Auf dem Hades treibt ein Boot, langsam und voll empfindungsreichem Bewußtsein.



Jun
13
Filed Under (Allgemeines) by Rene Kriest on 13-06-2007

Müdigkeit für sich genommen ist nicht schlimm, sofern man gelegentlich auch einmal wach ist. Stetige Müdigkeit jedoch, tags wie nachts, ohne richtig wach zu werden und ohne richtig schlafen zu können, ist alles andere als ein Segen.

Über den Fluch der Tagesmüdigkeit weiß ich genügend zu berichten. Selbst von stetiger Müdigkeit gepackt, hängen die Augenlider schlaf über den Augen, einem Rolladen gleich, der nicht in seiner Verankerung verharren will, so man ihn hochgezogen hat.

Viel Qual steckt dahinter, die Lider offenzuhalten. Und wären es nur die Lider! Der dahintersteckende Geist ist nicht viel wacher, im Gegenteil. Müdigkeit absorbiert mentale Kräfte einem schwarzen Loche gleich. Lähmender als Schläfrigkeit ist wohl kaum ein Zustand auf dieser Welt.

Zur Phlegmatik verdammt, fühlt man sich nach dem Vergleich von Professor Volker Faust einem Gesunden gleich, der 48 Stunden durchgewacht hat mit dem wesentlichen Unterschied, daß von Tagesschläfrigkeit Betroffene jede Sekunde des Tages so fühlen.

Man muss sich vergegenwärtigen, dass sich der Narkolepsie-Patient in der vergleichbaren Verfassung eines Gesunden befindet, der 48 Stunden nicht mehr geschlafen hat - nur eben ständig.

Ursachen der steten Müdigkeit im Verbund mit völlig fragmentiertem Schlafe gibt es viele. Zumeist münden sie in dem schönen Worte Narkolepsie. Narkolepsie, dahinter verbergen sich Schlafdrang, Schlafattacken und übermäßige Tagesschläfrigkeit.

Teils ist stetige Müdigkeit durch Depression bedingt und umgekehrt kann auch aus der steten Müdigkeit die Depression erwachen. Wer müde ist, sollte etwas dagegen tun. Ob mit oder ohne Depression.



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