Archive for April, 2007Nach Anerkennung und Lob für seine Taten, Leistungen und auch Gedanken strebt ausnahmslos jeder Mensch. Um uns herum ist kaum etwas, daß annähernd so viel bewirkt, wie eine herzliche Anteilnahme, ehrliche und aufrichtige Anerkennung als auch Lob. Nicht die vordergründig für wichtig erachteten Dinge des Lebens, wie Geld oder äußere Attraktivität, verleihen ein tiefes und vor allem dauerhaftes Gefühl der Befriedigung. Worte sind es, die uns berühren und in uns wie ein Schatz gehortet und behütet werden. Doch auch diese Form der Anerkennung ist selten und markiert die Ausnahme, nicht den Regelfall des menschlichen Umgangs. Selbst kann man das ganz leicht feststellen, indem man sich die Frage stellt, ob man eher zur Fraktion jener angehört, die meinen, Druck und Mahnungen seien ein großer Motivator, oder ob man zu jener klugen Gattung Mensch gehört, die lieber die guten Seiten herausstellen und betonen. Die alles entscheidende FrageWann hast Du das letztemal aufrichtig gelobt? Wie häufig tust Du es am Tage oder gar pro Stunde? Nimmst Du bestimmte Personen kategorisch aus? Was erscheint Dir selbstverständlich? Einher geht mit dieser Lob-Diskrepanz zwischen dem Wunsch nach Anerkennung und mangelnder Aussprache eines Lobes auch das fehlende Verständnis für Wichtigkeit. Anerkennung und Lob werden Dritten zuteil. Uns selbst suggeriert man diese kaum. Doch weshalb nicht?Weshalb geht man nicht dazu über, sich selbst zu loben, sich selbst Anerkennung zu zollen? Nun ist es so, daß gerade in Deutschland die Spruch-Unweisheit weit verbreitet ist, wonach Eigenlob stinke. Diese Grundhaltung ist falsch. Nicht selten sind wir die besten Ratgeber für die Belange Dritter. Für andere legen wir uns ins Zeug und arbeiten unermüdlich. Jedoch in eigenen Angelegenheiten läßt man jene Sorgfalt vermissen. Ratgeber für andere sein zu können, hilfreich zu sein, sind Werte der Gesellschaft. Anderen gibt man alleine durch solche Handlungen das Gefühl der Wichtigkeit, daß sie es wert sind, daß um sie Sorge getragen wird. Mit einem Kniff können wird uns selbst auf diese Stufe heben. Wie wäre es, wenn man einmal die Perspektive wechselt, und seine Person wie einen Dritten behandelt und damit sich selbst etwas Gutes tut? Warum auf Lob und Anerkennung von außen warten, anstatt sich selbst in den Fokus der eigenen Aufmerksamkeit zu rücken? Für andere war ich immer da, half und stellte ihre Leistungen heraus. Nur bei mir selbst erschein alles klein und unwichtig. Selbstwertgefühl baute ich dadurch auf, daß ich auf mich selbst anwendete, was ich bei Dritten tat. Ich lobte mich für, auch und gerade für Klinigkeiten, die ich erledigt hatte. Bei nahezu jedweder Verrichtung betrachte ich mich von außen. Wichtig ist, daß man sich bzw. den Dritten jeweils positiv betrachtet. Wenn jemand sein Zimmer aufräumt, freut man sich für die Person. Selbiges mache ich fortan auch für mich. Hierdurch bin ich mir selbst wichtig geworden. Wichtig bedeutet nicht, hierarchisch zu sein, also daß es wichtige und unwichtige oder wichtigere und weniger wichtige Menschen auf der Welt gäbe. Jede Person ist einzigartig und daher wichtig. Betrachte Dich mit den Augen wohlgesinnter Dritte bei allem, was Du tust. Deine Psyche wird es Dir danken. Freundschaften unterliegen dem Wandel. Gesellschaftlich hat der Wert Freundschaft einen hohen Stellenwert. Freunde geben Kraft, bilden eine Art Familie, andererseits sind die freundschaftlichen Verhältnisse nicht immer frei von Konflikten. Konflikte stehen in keinem Widerspruch zu Freundschaften, im Gegenteil. Der Wert einer Freundschaft läßt sich gerade auch an der Fähigkeit zur Versöhnung bewerten. Gleichwohl bin ich der Ansicht, daß Streit für sich genommen überflüssig ist. Gegenüber der Familie haben Freundschaften den großen Vorteil, daß sie auf Zeit geschlossen werden. Entweder für immer, im zeitlichen Idealfalle, oder nur vorübergehend. Teils verlaufen sich Freundschaften von sich aus im Sand, teils scheitern Freundschaften an Umzügen, Interessenswechseln oder hinzutretenden neuen Prioritäten wie die Frau oder der Mann als auch ein Kind. Wichtigstes Kriterium einer Freundschaft ist für mich seit meiner Depression die mentale Unterstützung. Aus Büchern heraus bezog ich die Anregung, daß in der Welt nichts schlimmer sein könne, als von negativ denken Menschen umgeben zu sein. Mit negativ denkenden Menschen meine ich keinesfalls Depressive, im Gegenteil. Gemeint sind damit weit eher jene Personen, die sich bewußt für Destruktivität und Herabsetzunglust entscheiden. Wohltuenden Kontrast bilden jene Menschen, die anerkennen, daß es keine fehlerlosen Menschen gibt und die stets darum bemüht sind, daß auch andere Menschen Erfolg haben werden und vor allem der Ansicht sind, daß das Glas stets halbvoll sei. Jüngst erst habe ich einer sehr guten Bekannten die Freundschaft gekündigt. So formell es klingt, so formell vollzog es sich gen Ende hin auch. Noch nie in meinem Leben habe ich diesen Schritt, der einer Vertragskündigung gleichkommt, vollzogen. Sonst konnte ich mich immer anderweitig aus der Affäre ziehen, indem man sich weniger sah und telephonierte bis man irgendwann überhaupt keinen Kontakt mehr pflegte. Dieses Mal war es anders. Vorausgegangen waren massive Anwürfe derb-beleidigender Ausprägungen, die ich nicht zu tolerieren gewillt war derart, daß ich mich auf Ursachenforschung begab. Was steckte hinter den Vorwürfen? Weshalb erging sich die andere Person derart massiv in Beleidigungen? Wie konnte das passieren, so ankündigungslos vor allem? Nachfragen, Bitten um Erklärung, Aufrufe zur Mäßigung, Friedensangebote und Kompromisse wurden allesamt ignoriert. Statt dessen wurde weiter auf mich eingedroschen, auf einmal wurden sogar Forderungen abgegeben und Drohungen in den Raum gestellt, bis hin zu anwaltlichem Rückgriff für was auch immer. Mit Superlativen, wie schlecht ich doch sei, wurde nicht gegeizt, im Gegenteil. Auf diese rhetorische Ebene begab ich mich nicht, sondern schränkte den Kontakt ein. Bis heute weiß ich nicht, was die andere Person zu solch einer Übermaßhandlung bewogen hat, die sich innerhalb nur weniger Wochen abspielte. Aus einer vertrauensvollen Freundschaft wurde ein Trümmerhaufen, zumal auch keinen Meter Einsicht gezeigt worden war. Bewußtgeworden ist mir nur eines: über das eigene Glück entscheidet man selbst, in jeder Sekunde. Und Freundschaft bedarf aus meiner Sicht gewisser „Gesetze“. Diese bilden die Grenze dessen, was man selbst zu ertragen bereit ist, den Grundkonsens also. Es geht nicht um Hilfe und Unterstützung in einer schweren Lage, sondern um das, was nach Abzug aller Lebensumstände übrigbleibt. Für mich ist das eine positive Grundhaltung dem anderen gegenüber. Das ist für mich eine Frage des Vertrauens. Mit anderen Worten: ich lasse mich von niemandem schlechtmachen noch schlechtreden. Fehler passieren, jedermann, mir wie auch anderen. Nimmt man diese jedoch innerhalb einer Freundschaft zum Anlaß, wiederholt und ohne unterlaß jemanden in seinem Selbstwertgefühl zu kränken, ist für mich der Punkt erreicht, wo das Vertrauensverhältnis Schlagseite erleidet und kentert. Die Erkenntnis nämlich lautet, daß neue Freunde kommen und daß man sich ebenso wie seine Gedanken auch die Freunde aussuchen kann. Loyalität steht einer Trennung nicht im Wege. Loyalität ist das Ergebnis der wechselseitigen Stabilisierung. Loyal zu sein bedeutet für mich, daß mich der anderen nicht persönlich herabsetzt. Für meine Psycho-Hygiene und meinen Seelenfrieden war das eine sehr wichtige Erfahrung. Mir geht es nun wesentlich besser. Verloren habe ich nichts. Aufgeben mußte ich auch nichts. Nur eine Entscheidung treffen. Für mich alleine. Die anderer Person hatte diese bereits getroffen und entsprechend den Weg bereitet, den ich sodann verließ, höflich, aber bestimmt. Ohne Schuldgefühle, im Gegenteil. Das war ich mir wert. Um andere ging es nicht mehr. Ich tat es für mich und mein Glück. Es klingt abgedroschen, jedoch trifft es folgende Floskel am besten: Wer solche Freunde hat, der braucht keine Feinde mehr. Weshalb greife ich auf Werbung, oder aus meiner Sicht bessergesagt, Verbraucherinformationen in meinem Blog zurück? Aus meiner Sicht sprechen viele gute Gründe dafür. Zum einen möchte ich diesen Blog mittels Werbung finanzieren. Ich kann mir den Blog nicht mehr wegdenken und schreibe sehr gerne für ihn. Andererseits kann ich ohne Geld noch weniger leben. Je mehr Geld ich durch die Einnahmen aus der Werbung, die ich für Verbraucherinformationen halte, dieses Blogs erziele, desto intensiver kann ich mich auch um ihn und damit dessen Content kümmern. Auf der anderen Seite bin ich jedoch auch völlig überzeugt davon, daß die Werbung auch einen großen Mehrwert für die Leser dieses Blogs hat. Mittels der Google AdSense-Anzeigen etwa werden kontextabhängig Linkblöcke geschaltet. Die Links enthalten häufig wichtige weiterführende Informationen zu Medikamenten, Krankheitsbildern, Therapiemöglichkeiten usf. Dementsprechend bin ich sogar froh, daß ich diese Form der Verbraucherinformationen in meinem Blog nutzen kann. Ich nutze die Linkblöcke intensiv auch auf anderen Websites. Für mich sind sie kein getrennter Bestandteil des Blogs, sondern weiterführende Links, dich ich auch hätte selbst anführen können. So aber nimmt mir Google AdSense diese Arbeit ab. Ähnliches gilt auch für Amazon. Ich werbe in diesem Blog nicht für obskure Artikel. Sämtliche Amazon-Artikel habe ich auf das Thema dieses Blogs eingegrenzt und abgestimmt. |