Archive for March, 2007

Über den inneren Dialog habe ich bereits geschrieben. Zum Verständnis dieses Artikels ist er nicht zwingend erforderlich, doch ich empfehle ihn dennoch jedem Interessierten zwecks tieferen Einfühlungsvermögens.

Ich greife die Frage noch einmal auf. Weshalb ist es so wichtig respektive unerläßlich, seine innere Stimme abzustellen? Weil sie falschliegt, weil sie unrecht hat. Und weil sie darob selbstzerstörerisch wirkt.

Wozu, außer zum Musik-Hören könnte ein MP3-Musik-Abspielgerät der neuesten Generation wie der iPod wohl noch gut sein? Oder reicht das Musik-Hören alleine schon aus, um einen Stimmungswechsel in einem hervorzurufen?

Bekanntlich hat Musik einen hohen Stellenwert im Leben der Menschen. Stimmungen werden in Liedern ausgedrückt, teils melancholische, teils wird gute Lauen verbreitet. Als ich zu Weihnachten meinen iPod geschenkt bekam, sah ich in dem grauen Kasten nur eine Möglichkeit, endlich Musik im handlichen Kleinformat unterwegs hören zu können. Seit meinen Walkman-Zeiten – das waren die sperrigen Dingen mit den Kassetten, die, wenn sie runterfielen, kaputtgingen, zumindest fiel die Lade ab – besaß ich kein portables Abspielgerät mehr.

Als solches Gerät machte sich der iPod sehr gut. Mehr und mehr gewöhnte ich mich an die anfangs wenig intuitiv wirkende Bedienung, und ich genoß meine Lieblingsmusik, die ich nunmehr überall mit hinnehmen konnte. Sogar auf meine Stereo-Anlage verzichtete ich mehr und mehr zu Gunsten des iPod und nahezu ganztägig frönte ich den lieblichen Klängen schöner Techno-Musik, die mein iPod ausspuckte.

Irgend etwas ging in mir vor, wenn ich den iPod auf den Ohren hatte. Die täglichen Verrichtungen gingen wesentlich leichter von der Hand und irgendwann dämmerte es mir. Vermochte der Musik-Abspieler tatsächlich meine inneren Dialoge zu beeinflussen und auch bildlich zu übertönen? Jedenfalls verschwand diese immer häufiger zugunsten konzentrierter Tätigkeit.

Aus meiner Sicht entpuppte sich rasch für mich elektronische Musik, also Techno, als Heilsbringer. Ausgeglichen dank der atmosphärisch-energetischen Wirkung des Techno-Trance lese und schreibe ich. Dies ist meine Haupttätigkeit den Tag über. Andere Stilrichtungen wie Rock oder Pop hatten nicht dieselbe Wirkung. Während Trance durchgehend zur Stimmungsaufhellung und Beseitigung meiner inneren Stimme erfüllend beitrug, lenkten mich die Gesangstexte nicht selten zu sehr von der eigentlichen Beschäftigung ab. Gewissermaßen ersetzte ich nur das Thema des inneren Dialogs durch ein anderes. Meine inneren Zweifel wichen zugunsten der Liedbotschaften. Allerdings sollte die Musik nur ein Vehikel sein, also Mittel zum Zweck, nämlich gerade der Abschaltung der inneren Stimme.

Gerade bei melancholisch-traurigen Liedern, wie sie zuhauf gerade bei Rock- und Pop-Liedern zu finden ist, wirkte besagter Themenwechsel fatal, weil deren Stimmungslage wie Wasser auf die Mühlen meiner Depression glich. Aufgesetzt wirkende Zwangs-Bespaßungsmusik wiederum machte mich aggressiv und zog mich aus diesem Grunde auch runter. Mit Trance liege ich stets auf der fröhlichen Seite, genau richtig eben.

Letztlich kann die passende Musik jeder für sich selbst bestimmen. Jeder Mensch hat auch während der Depression eine andere Empfindung. Nur zwei Dinge sind wichtig. Die Musik muß auch für sich alleine, also ohne weitere Tätigkeit, eine stimmungsaufhellende Wirkung besitzen. Des weiteren darf sie nicht ablenken. Bedenke stets, daß das Musikhören nur Mittel zum Zweck ist, die eigentliche Aufgabe entspannt und selbstsicher durch das Ausschalten der inneren Stimme infolge Musikhörens zu verrichten.

Keinesfalls darf Dich die Musik weiterherunterziehen. Hierzu experimentiere man ein wenig. Sämtliche Musikrichtungen sind hierzu potentiell geeignet. Angefangen bei Techno über Rock und Pop bis hin zu klassischer Musik. Selbst Hörbücher können hierzu geeignet sein. Ich denke, daß man recht schnell ein Gefühl dafür hat, was einem guttut und was nicht. Mache Dir jede Hilfe zunutze.

Die innere Stimme lügt. Niemand ist faul, schlecht, böse oder unfähig, schon gar nicht ein depressiver Mensch. Mittels guttuender Musik können positive Gefühle in einen übertragen und eingepflanzt werden. Die negative innere Stimme bedarf eines positiven Gegenpols.

Schalte Deine innere Stimme aus mittels Musik, die über den Kopfhörer läuft und Du wirst eine klare Stimmungsaufhellung erleben.



Mar
27
Filed Under (Tagesblogschau) by Rene Kriest on 27-03-2007
  • Was bewegt einen sich halbwegs bei Verstand befindlichen Menschen dazu, einen Nasen-Contest ins Leben zu rufen? Die Antwort auf diese eminent spannende Frage findet sich auch trotz 20mal lesen des Postings immer noch nicht. Vielleicht hilft da nur noch schweigen und teilnehmen – oder umgekehrt.
  • Ach der lustige Knüwer-Tommi von „Indiskretion (puh, sogar richtiggeschrieben) Ehrensache“ nimmt sich dem (Mongo-Deutsch) respektive des (Ich-habe-Abi-Deutsch) Blog-Unwort des Jahres an: Adical. Da hatte mal wieder einer die ganze Hand am Puls der Zeit. Die Erwähnung des Alkohols irgendwo bringt mich zum Hirnen: bedurfte es einer alkoholisiert-entspannten Voraussetzung, um Adical verstehen zu können oder wollte man auf Nummer sicher gehen, um nach der Vorstellung der Killer-Application schneller ins Delirium fallen zu können? (Hey, war ein Spaß! Mir tut jetzt noch die Rübe weh wegen des Toscana-Weins von gestern. Schließlich gab es für mich und daher auch die Welt etwas zu feiern.)
  • Spielverderber im Knüwer-Blog-Posting spielt auch noch ein weiterer. Der heißt Marco Kitzmann, und führt schweres Geschütz auf, nämlich eine Statistik! Ein wahres Bonmot komplettiert das gelungene Posting zum Blog-Unwort des Jahres. Aus Adical macht der kluge Kopf „Radicales“. Und das Adjektiv harmoniert so schön mit dem Substantiv „Zahlengeschubse“. Das wars aber auch schon der Harmonie. Am Rande sei noch bemerkt, daß das Blog-Theme abgelutscht ist, wie man hier sehen kann. Meines ist also um Längen besser!
  • Richtig besser und einfach nur gut taten die Bilder in Alphonso-Donnies Posting „Vom Land“. Fehlt nur noch die Milka-Kuh. (Scheiß Zote, ich weiß es!)
  • Jetzt heißt es ernst zu sein. Pazifismus, Pluralismus, Demokratie, Entfernungsmittel für störende Haare am weiblichen Körper, Freiheit für die Wauzis und fester Stuhl gehen uns alles an. Drum empfehle ich, gleich mal hier vorbeizulunzen. Einfach so. Oder auch zweifach so.
  • Spontan spanische kam mir folgendes Posting vor. Noch spontaner dachte ich mir – in zufälliger Reihenfolge – „Wayne?“, „Was hat sich der Autor dabei gedacht und was nicht?“, „Was würde Batman dazu sagen?“, „Ist der Weltfrieden gefährdet, und falls ja, was für der Pazifismus-Blog dazu sagen?!“, „Der Blog ist irgendwie doch toll!“ Lange Rede, kurzer Sinn: spontan reinschauen oder spontan weiterlesen, kleiner Sponti!
  • Da ich so viel mit dem Premium-Flugdienstleister Ryanair fliege, erweckte mich das Posting über Hilfe bei Flugzeugabstürzen zu neuem Leben. (Irgendwie ergibt das alles keinen Sinn.)
  • Jubelnder Fußball-Schiedsrichter in Holland (wo sonst?), kalauern wir mal über dieses Posting (Von Hund zu Hund – geht das auch?), der hier befindet sich immer noch im Netz, Kritik an Ulmen-Schristians „Dr. Psycho“-Gewitzel wird hier geübt, auf Anhieb nix verstanden habe ich hier, ein genialer und sehr löblicher Vorschlag findet sich dort, ein zukunftsträchtiges, weil noch mehr kreativlose Menschen auf der Welt hausen, Geschäftsmodell gibt es an dieser Stelle, wieder ein wenig entstelltes Theme findet sich in diesem Blog, Gewinner eines YouTube-Wettbewerbes kriegt man hier frei Haus.
  • Geschafft! Das Twitter-Handbuch soll draußen sein. Ich lese immer nur „Zwitter“, wenn ich den spektakulären Namen des Dienstleistungerzeugnisses mit Google-Potential gewahre. (Irgendwie ergibt die Bezeichnung Twitter keinen Sinn.) Schon die erste Absatzüberschrift des Postings kann ich unterschreiben: „Twitter – wasn das?“ Eben.
  • Das reicht jetzt auch. Ich will euch nicht länger mit meiner Hypomanie belästigen. ;)


Von vorgestern auf heute (25.3. auf 26.3.2007) verzeichnete dieser Blog laut Google Analytics einen Traffic-Anstieg von 88,4 hinsichtlich der Unique-Visitors. Damit hat sich mein Traffic innerhalb eines Tages nahezu verdoppelt.

Aus meiner Sicht lag es vor allem an 5 Gründen:

  • Verlinken, verlinken, verlinken
    Von Linktausch halte ich nichts. Ich verlinke rein freiwillig. Wenn jemand möchte, kann er zurückverlinken. Scheinbar war gestern ein Tag erreicht worden, an welchem viele Blogger ihre eingehenden Links zurückverfolgten.
  • Kommentieren
    Durch regelmäßiges Kommentieren anderer Blogs wird man selbst und damit auch der eigene Blog bekannter. Entsprechend werden andere Leser angeregt, auch mal auf einen anderen Blog einen Blick zu werfen.
  • Google
    Mehr und mehr Google-Traffic kommt bei mir rein. Nahezu sämtliche meiner Artikel haben Top-Positionen bei Google. Bis es soweit ist, bedarf es Geduld. Ungefähr 6 Monate muß man einkalkulieren, bis Google zu einem konstanten Traffic-Lieferanten wird.
  • Täglich mindestens ein neuer Artikel
    Konstante Postings-Frequenz ist zwar kein Garant für hohen Blog-Traffic, doch schafft sie einen Anreiz, täglich mal vorbeizusehen, ob was Interessantes eingestellt worden ist.
  • Vertrauen der Stammleser
    Mein besonderes Dankeschön gilt den Stammlesern. Deren Vertrauen werde ich auch in Zukunft durch entsprechende Artikel zu belohnen wissen.

Verlinkt, kommentiert, wartet auf Google, schreibt täglich ein Posting und setzt auf die Stammleser. Dann geht es mit dem Blog-Traffic kontinuierlich aufwärts. :)



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