Archive for February, 2007

Studien legen es nahe. Placebo-Pillen helfen bei vielen Krankheiten. Selbst bei Depression. Selbst bei Depression?

Einem Artikel der Süddeutschen Zeitung habe ich in dieser Hinsicht widersprochen und entsprechenden Kommentar eingereicht:

Depression ist eine häufig tödlich verlaufende Krankheit

Unbenommen ist die Wirkung der „körpereigenen Medikamentierung“, wie man den Wirkmechanismus des Placebos auch nennen könnte, in vielerlei Hinsicht, selbst bei Krankheiten wie der Depression.

Allerdings sind hier die Spielregeln andere. Depression ist eine häufig tödlich verlaufende Krankheit. Ursache ist die Depression, in deren Folge massive Suizidgedanken, vor allem bei Nichtbehandlung, bei Erkrankten breiten Raum einnehmen.

Aus Selbstbetroffenheit – vgl. www.depressionsblog.com – beruht unter anderem diese Erkenntnis.

Bezüglich der Depression gibt es verschiedene Schweregrade. Hinter dem Begriff Depression verbirgt sich vieles von der leichten Depression bis hin zu bipolaren Störungen, wie das neudefinierte Krankheitsbild der manisch-depressiven Erkrankung lautet. Ein einheitliches Bild im Bereich der neuronalen Störungen liegt gerade nicht vor, sondern nur sich überschneidende Ausprägungen verschiedener Symptome.

Weiter stellt sich ein logischer Einwand wider die Verabreichung von Placebos bei Depression. Nach herrschender biochemischer Erklärung der Depression ist diese zumeist genetisch bedingt. Inwiefern also Placebos genetische Defekte dauerhaft zu kurieren in der Lage wären, erschließt sich mir nicht.

Dies lenkt weiter auf einen anderen Aspekt der Depression. Zumeist begründet die Erkrankung eine lebenslange Einnahme von häufig mehr als nur einem Psychopharmaka-Präparat – täglich. Verabreicht werden neben Antidepressiva immer öfter Stimmungsstabilisatoren. Daß Placebos ein Leben lang wirkten, kann ich mir nicht vorstellen. Allenfalls wenige Tage bis wenige Wochen.

Anders als bei gewöhnlichen und nach kurzer Zeit geheilten Beeinträchtigungen wie Kopfschmerzen, von deren Heilung ein Patient ohnehin überzeugt ist, allenfalls der Zeitverlauf ist zweifelhaft, leiden Depressive unter einer stark ausgeprägten Hoffnungs- und Sinnlosigkeit des Lebens. Angezweifelt wird alles und jedes. Darunter auch vor allem Medikamente – keine gedeihliche Basis für Placebos.

Auch ist bekannt, daß gerade Psychopharmaka über Wochen hin langsam aufdosiert werden müssen, bevor sie wirken können. Daraus ergibt sich auch eine geringere therapie-konforme Einnahme der Medikamente (sog. Compliance).

Um zur Behandlung der Depression zugelassen zu werden, müssen hierzu eingesetzte Medikamente signifikant über dem aus Doppel-Blind-Studien überprüften Placebo-Effekt liegen. Gerade daraus erschließt sich auch, daß Placebos nicht wirklich eine große Rolle bei Depression spielen, zumal die Krankheit nicht vollständig heilbar, sondern nur die Symptome linderbar sind – ein Leben lang.

Fraglos hilft der Glaube an sich selbst dank der Unterstützung durch Tabletten bei Depression. Darauf verlassen darf man sich nicht. Im Zweifel endet dieser Glaube, wie ausgangs geschildert, tödlich – also gänzlich gegensätzlich zu einem Schnupfen oder Kopfschmerzen im gewöhnlichen.


Update (20.2.2007):

Folgender Artikel bildet das sarkastische Gegenstück zum Placebo-Effekt.



Feb
18
Filed Under (Allgemeines) by Rene Kriest on 18-02-2007

Nutzt Du die Möglichkeiten, die Dir das Internet bieten angemessen aus? Was sich im englischen Sprachraum an Internet-Serviceleistungen durchsetzt, kann für Deutsche mit ein wenig Englischkenntnissen nicht schlecht sein.

Beispielhaft erwähnt seien folgende Top-Services, die Dir das Leben mit dem Internet garantiert erleichtern und stark verbessern. Gemein ist allen Diensten, daß sie entweder völlig kostenfrei daherkommen oder wenigstens in einer funktional gut ausgestatteten Basis-Ausstattung mit Premium-Angebot bereitgestellt werden.

Vorgestellt werden folgende Websites:

  • Delicious.com/Mister-Wong.de
  • Plaxo.com
  • MyBlogLog.com
  • Buchpfade.de/Shelfari.com
  • CoComment.com
  • Voteo.de
  • Google.de

1. Delicious.com/Mister Wong.de

Unter deutschen Internet-Veteranen ein Oldie, haben deutsche Nutzer dennoch ein wenig Nachholbedarf in Sachen Delicious-Anwendung. Links sind die Essenz des Internets. Jederzeit verfügbar online wie offline macht sie ein Social-Bookmarking-Service, neudeutsch für allgemeine Lesezeichen-Ablage, wie Delicious. Einfach zu bedienen, kategorisiert man die Links mit unterschiedlichen Schlagworten.

Dies stellt den eigentlich Clou und die Pioniertat des Internetangebotes dar. Somit kann man Links gleichzeitig thematisch verschiedenen Kategorien zuordnen. So könnte meinen Blog etwa unter den Schlagworten „Depression“ als auch „Psychologie“ oder auch „Humor“ ;) einordnen, um ihn wiederzufinden.

Zudem kann man wählen, ob man seine Bookmarks öffentlich für andere zugänglich machen möchte oder nicht. Mit der öffentlichen Zugänglichkeit kann man schauen, welche Websites allgemein verbreitet sind und Anklang finden. Gleichwohl kann man Privates selbstverständlich ausklammern.

Noch nicht so wirklich überzeugt hat mich der Delicious-Nachbau aus deutschen Landen namens Mister-Wong.de überzeugt. Zu wenig Normalos – also Mama, Papa, Oma, Opa und natürlich Telepathen – nutzen diesen Dienst. Daher wirkt auch das Angebot an Links zu einseitig auf technische Belange hin ausgerichtet. Auch die Integration in Firefox ist nicht so prall, wie jene von Delicious. Einfachheit und Eleganz sind mir wichtig. Daher geht der Punkt an Delicious.

Wichtig ist mir Delicious vor allem deshalb, da ich ständig unterwegs bin, und dann mein Laptop zum Arbeiten benutze. Arbeite ich dagegen zu Hause, verwende ich überwiegend meinen PC hierzu. Ohne meine Bookmarks kompliziert zwischen Laptop und PC hin und her synchronisieren zu müssen, erledigt dies Delicious für mich recht elegant.

Netter Nebeneffekt: auch im Internet-Café im Urlaub kann man auf Delicious nutzen. Die Zeiten, in welchen man mit einem Zettel seiner Lieblings-Websites mit sich herumtrug, die man unbedingt im Urlaub betrachten mußte, sind also vorbei.

2. Plaxo.com

Noch einen Geheimtip stellt Plaxo dar. Analog zu Delicious ermöglicht dieser Dienst die Online-Verwaltung vornehmlich seiner Email-Adressen, die man in seinem Mail-Programm gespeichert hat.

An dieser Stelle macht sich die Vielseitigkeit des Online-Dienstes bemerkbar. Nicht nur die hinlänglich bekannten Email-Programme aus dem Hause Microsoft, wie Outlook/Outlook Express, finden Unterstützung. Ebenfalls MacOS X als auch Mozillas Thunderbird können eingebunden werden.

Ähnliche Gründe, das Web-Angebot zu nutzen, finden sich unter Punkt 1 zu Delicious.

3. MyBlogLog.com

Gerade für Blogger interessant sein dürfte der Newcomer unter den Community-Websites. Ursprünglich als Analyse-Programm für Website-Zugriffe, also den Traffic, entwickelt worden, mauserte sich der Dienst kraft seiner Austauschmöglichkeit mit anderen Mitgliedern der Community immer mehr zu einer Tummelwiese für Blogger.

Zum einen kann man mit dem Service sowohl seine Blogs verwalten, sich über den Traffic auf dem laufenden halten, und auf andere, ebenfalls registrierte Blogs verlinken, als auch befreundete Blogger auf seine Kontaktliste setzen. Des weiteren kann man eigene Blog-Communities aufbauen, die sich um das in einer Website verkörperte Informationsangebot herum bilden.

Wer etwa Fan von TechCrunch.com ist, kann sich dieser bei MyBlogLog.com registrierten Website als Mitglied anschließen. Derartige Communities stellen eine Möglichkeit dar, um Traffic für die eigene Website zu erzeugen, da man in seiner Website andere Nutzer des Dienstes anzeigen lassen kann.

4. Buchpfade.de/Shelfari.com

Der in Konkurrenz zum englischsprachigen Buch-Community-Anbieter Shelfari.com angetretene Internet-Dienst Buchpfade.de offeriert seinen Mitgliedern die Möglichkeit, ihre Bücher online aufzuführen. Im gewissen Sinne ist Buchpfade.de nichts anderes, als ein auf Bücher spezialisierter Ableger von Declious. In dieser Hinsicht allerdings macht der Dienst seine Sache richtig gut. Aus meiner Sicht stellt sich nur die Frage, wann Amazon ein vergleichbares Angebot feilbietet oder zur Übernahme schreitet.

5. CoComment.com

Unerläßlich für die Verfolgung seiner in Foren und Blogs abgelegten Kommentare ist CoComment.com. Auch CoComment.com stellt einen aus dem Delicious-Prinzip beruhenden spezialisierten Dienst dar.

Lästiges Bookmarken getätigter Kommentareinträge entfällt damit. Ganz einfach und völlig aufwandsfrei übernimmt dies bei mir schon seit geraumer Zeit besagtes Internetangebot.

6. Voteo.de

Nahezu zu alles und jedem Thema kann man seine Stimme auf Voteo.de loswerden. Tieferen Sinn kann ich der Website als ernsthaftes Medienangebot nicht abgewinnen. Daher fällt die Website auch bei mir in die Schublade „Humor“.

7. Google.de

Der Vollständigkeit halber sei noch Google erwähnt. Google ist eine recht gute Suchmaschine. ;)



“Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zuviel Zeit, die wir nicht nutzen.”

Seneca

Was stört Dich im Leben am meisten? Unerledigte Aufgaben und daraus resultierender Streß und Zeitverlust?

Selten ist fehlendes Wissen oder Kompetenz Grund für liegengebliebene Arbeit, ganz gleich ob auf der Arbeit oder im privaten zu Hause. Schnell ist man gerade wegen des Stresses und des Zeitmangels mit der Aussage bei der Hand „Ich würde ja gerne, aber!“ – Ja, was aber?

Aber die Welt geht gerade unter? Aber ich habe mir gerade beide Beine gebrochen? Aber ich muß erst eine rauchen?

Die Denkart der Aber-Menschen

Ausreden werden stets mit Aber eingeleitet. Berühmtestes Beispiel der Denkart, die auf Verhinderung gleich welcher Neuerungen ausgerichtet ist „Aber das geht doch nicht!“ oder „Aber das haben wir noch nie so gemacht“ bzw. „Aber das haben wir schon immer so gemacht!“

Wie lautet die Aber-Formel im Privatleben? Der Garten wäre zu machen. Das Aber lautet: „Aber ich habe keine Lust!“ und schon fallen einem viele Möglichkeiten zur Ablenkung ein, bloß um auf gewitzte Weise um das Aber herumzukommen und nicht den Garten machen zu müssen.

Aber = Motivation? Ach wäre ich doch nur…!

Befragt man die Aber-Menschen, also mich, Dich und noch viele andere – wir sind gelegentlich alle mal ein wenig „aber“ ;) -, so fällt überdurchschnittlich häufig in der Aber-Gleichung das Wort Motivation. „Ich würde ja gerne, aber (!) mir fehlt die Motivation!“ oder „Wäre ich doch nur motiviert, aber ich bin es im Moment nicht!“.

Vergleicht man sich mit anderen, so gibt es scheinbar eine kleine Gruppe Auserwählter, die entweder nichts zu tun haben oder ständig hochmotiviert für jedwede Aufgabe zu sein scheinen.

Die Spielregeln der Anti-Aufschieberitis-Menschen

Doch dem ist nicht so. Sie folgen alle unbewußt gewissen Regeln, die ich im folgenden darstellen werde und die, richtig angewendet, aus jedem angeblichen Faulpelz nach und nach ein Arbeitstier mit Spaß an der Sache werden lassen.

Die 8 Punkte dieser mächtigen Methode lauten:

1. Kleine Hügel überwinden, anstatt große Berge zu besteigen

Stelle Dir vor, in einer Halle wären sämtliche Nahrungsmittel, die Du innerhalb eines Jahres verspeist hast, aufgetürmt worden. Könntest Du Dir vorstellen, dies alles auf einmal zu essen? Ich nicht. Den ganzen Essensberg dagegen in handliche Häppchen für 365 zu unterteilen – und schon wäre die Aufgabe umsetzbar.

2. Motivation beginnt mit dem Anfang und nicht mit dem Ende

Aufbauend auf dem Essensberg, stellt sich die Frage, was einen schneller entmutigt: Der Essensberg oder eine übersichtliche Tagesration Nahrung? Die Antwort ist ziemlich einfach.

3. Stück für Stück

Sieht man sich vor einem Berg stehen, muß man diesen schlicht in kleine Hügel umwandeln, und augenblicklich fühlt man sich vor Angst und Unsicherheit befreit. Was kann bei einem kleinen Hügel schon passieren?

4. 3 Minuten – mehr Zeit bedarf es nicht, um eine Aufgabe zu erledigen

Auch wenn man aus dem Berg viele Hügel gemacht hat, fehlt möglicherweise dennoch etwas Startenergie, um den Motor am Fuße des Hügels anzuwerfen, und diesen zu erklimmen. Mit einem Kunstgriff hat man jedoch spätestens nach 3 Minuten die Boxengasse verlassen und ist bereits hinter dem ersten Hügel verschwunden und stürmt rasant auf den zweiten zu.

Wer sich einer Aufgabe nur drei Minuten widmet, sich hierzu überwindet, der kommt rasch an einen Punkt, an dem er weitermachen will. Ich wiederhole: will, von wollen, statt Aber von Ausrede.

5. Angst – vor einem Hügel?

Hinter der fehlenden Motivation und den vielen Abers steckt oftmals ein diffuses Unbehagen, eine Sache anzugehen. Lustlosigkeit mutiert zu Angst und diese verwandelt sich bei fortschreitender Zeit zu Panik. Und das will niemand.

6. Auf biegen und brechen Spaß in die Aufgabe reinbringen

Nichts auf der Welt ist bierernst. Nachweislich ersichtlich wird dies an den vielen Spaß-Videos im Internet. Gnadenlos wird aus Unfällen und verpatzten Aufgaben das Spaßpotential herausgezogen und in biederen Lachsalven abgefeuert. Weshalb also nicht den umgekehrten Weg einschlagen, und gleich für Spaß sorgen? Wie das funktionieren soll? Unter Punkt 7 erläutere ich dies.

7. Umsetzung der Theorie in die Praxis

Wie behalf ich mir also? In nachfolgenden Beispielen zeige ich, wie mir diese Methode geholfen hat

  • Klausuren-Korrektur
    Ein Berg unkorrigierter Jura-Klausuren lag vor mir, gleichwohl lag meine Laune und Motivation ziemlich tief im Keller. Was also tun? Ich versteckte den Klausurenberg und nahm mir einen Hügel daraus hervor, nämlich eine Arbeit. Das sah gerade im Vergleich mit dem Berg nachgeradezu handlich aus. Die erledigten Arbeiten wiederum stapelte ich neben mir auf dem Schreibtisch, denn ich war stolz auf den neuen Berg, den ich durch Abtragung des anderen willentlich errichtet hatte.
  • Das Grauen hat einen Namen: Haushaltsarbeit!
    Spätestens, wenn man alleine wohnt und ohne Geschirrspülmaschine auskommen muß, stellt sich nach ein paar Tagen die Frage, wie man den Geschirrberg abtragen soll. Kleine Hügel bauen? Nicht wirklich. Daher sagte ich mir, zwei Gläser spülst Du, dann kannst Du morgen wenigstens Kaffee aus einer sauberen Tasse trinken. Und plötzlich wollte ich auch noch den einen Teller reinigen, dann den anderen. Die Zeit verging wie im Fluge – der Geschirrberg übrigens auch.
  • Umzug – glaubt mir, es gibt nichts Schlimmeres
    Die vergangenen Jahre bin ich häufiger mal umgezogen. Und es war jedesmal eine Tortur und war aus meiner Sicht eine Großtat in Sachen Selbstüberwindung. All die Kisten, die erst einzuräumen und dann wegzuschleppen waren, bevor man sie in der neuen Wohnung türmte und sie in diesem Zustand auch am liebsten belassen hätte – wie also rauskommen aus dem Dilemma, das ich vor Augen hatte? Vor Augen hatte ich einen Berg voller frustrierender Arbeit, die zu leistende Arbeit von Stunden oder Tagen auf einmal. Zunächst einmal mußte ich mein inneres Bild ändern. Ich blickte nur noch auf den nächsten Hügel, also den nächsten Schritt im Ablauf bis zum vollbrachten Umzug. Ich sah nur noch ein oder maximal zwei Kartons vor mir, und dachte keinen Schritt weiter als diese zu füllen. Waren alle gefüllt, dachte ich nur noch an den Transport ins Auto usf. Hierbei gab ich meinen Spielsachen Namen und entschuldigte mich bei jenen Gegenständen, die ich wegwarf infolge des fälligen Ausmistens. Mein Hammer wurde bei mir zu Mr. Klopfi. Das mag albern klingen, aber ich fand es damals witzig. Und ohne Mr. Klopfi säße ich jetzt auch nicht an dieser Stelle. :D

Weitere Beispiele gefällig? Staubsaugen, Gartenarbeit, einkaufen, Auto tanken, eine Party organisieren usf. Die Liste kann man endlos fortführen – und mit genannten Schritten in einfachen Schritten mit Spaß bewältigen. Der Chef, der mal wieder Druck macht und an Deadlines erinnert? Ändert man die Szenerie ein wenig um – der fluchende Chef nackt im rosa Plüschhöschen und Minipiepmatz – und der innere Friede ist wiederhergestellt.

Ein Punkt fehlt noch, wie bereits in der Einleitung angedeutet. Manche ahnen es schon und liegen richtig:

8. Ausdauer, Hartnäckigkeit

Die die genannten Punkte abrundende Quintessenz lautet schlicht, daß man immer nur mit dem nächsten kleinen Schritt beginnen muß und die Arbeit wird dadurch automatisch fertig, ja erledigt sich von selbst. Mit jedem Schritt kommt man dem Ziel näher.

Wie wichtig Ausdauer und Hartnäckigkeit beim Umsetzen kleiner Schritte ist, illustrieren viele, bald eindrucksvolle, bald alltägliche Ereignisse. Rom wurde auch nicht an einem Tag erschaffen. Gott nahm sich für die Schöpfung der Welt auch sieben Tage Zeit – ob man daran glaubt oder nicht, man mag darin auch eine Parabel sehen.

Ähnlich ist es mit dem Saubermachen. Anstatt das ganze Haus oder die Wohnung auf den Kopf zu stellen, nimmt man sich jeden Tag ein anderes Zimmer vor.

Treffend faßt Seneca die acht Punkte zusammen:

“Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.”

Klingt einfach? Und ist es auch, oder siehst Du das anders? Was würdest Du gerne verbessern oder ändern?

Buchempfehlungen

Für nachfolgende Bücher, die aus unterschiedlichen Perspektiven die Aufschieberitis behandeln, lege ich meine Hand ins Feuer.

Viele Bücher las ich bereits über die vergangenen Jahre hinweg zum Thema Aufschieberitis bzw. Prokrastination, wie der Fachbegriff für dieses weltweit existierende Phänomen lautet, und diese drei Bücher markieren aus meiner Sicht die Juwelen unter den Aufschieberitis-Büchern. Ich habe sie selbst mehrfach gelesen und lerne immer etwas Neues von ihnen, derart facettenreich und zugleich einfach sind sie. Für diese spreche ich eine uneingeschränkte Kaufempfehlung aus.

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Solltest Du meiner Ansicht nicht folgen, so teile es mir bitte mit. Ich werde die Kritiken an den Büchern auf einer eigenen Seite veröffentlichen, derart überzeugt bin ich von besagten Büchern. :)



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