Archive for December, 2006

Dec
25
Filed Under (Bücher/Zeitschriften) by Rene Kriest on 25-12-2006

Je mehr man zu einem Thema liest, desto vertiefender ist auch die entsprechende Kenntnis über das Thema. Aus diesem Grunde lese ich täglich wenigstens eine Stunde Informationen zu meiner Krankheit, der Depression.

Drei Empfehlungen möchte ich an dieser Stelle im Bereich der Zeitschriften aussprechen, die ich für wichtig halte und Dich interessieren könnten.

  • Psychologie heute
    Auf dem deutschen Markt ist dies zwar eine nicht gerade günstige Zeitschrift, jedoch enthält sie eine gute Mischung allgemeiner Informationen und Tips für die eigene Psyche. Immer wieder wird dabei auch die kranke Psyche aufgegriffen. Hierunter fällt vor allem die Depression.
  • Emotion
    Neueren Datums ist diese Zeitschrift. Orientiert sich Psychologie heute eher an einem wissenschaftlichen Leitbild, so ist Emotion etwas populärwissenschaftlicher gehalten. Das tut sie wiederum auf elegante Weise. Beide Zeitschriften ergänzen sich hervorragend ohne sich in die Quere zu kommen.
  • Psychology today
    Der große Bruder der Psychologie heute wird im Zentrum psychiatrischer Entwicklungen, den USA, publiziert. Noch detaillierter und umfangreicher als Psychologie heute werden die neusten Forschungsergebnisse vor allem auf dem Gebiet der Depression in praktische Tips umgemünzt und anschaulich erläutert. Wer des Englischen mächtig ist, sollte unbedingt Ausschau nach einem Exemplar halten. Zunutze machen kann man sich für ein Abonnement den niedrigen Dollar-Kurs. Hierdurch erhält man für wenig Geld eine Top-Zeitschrift. Ebenfalls herausragend ist auch das Internet-Angebot unter www.psychologytoday.com

Kennst Du weitere Zeitschriften? Welche liest Du gerne und kannst Du weiterempfehlen?



Dec
24
Filed Under (Allgemeines) by Rene Kriest on 24-12-2006

Allen Lesern meines Blogs wünsche ich frohe Weihnacht. Euch begleiten an diesem Abend und den kommenden Tagen meine Wünsche für euch nach Ruhe und Einkehr, völlig unabhängig davon, ob und in welcher Form ihr an Gott glaubt.

Vor allem den Depressiven unter den Lesern wünsche ich Linderung und Entspannung über die Feiertage. Laßt es euch gutgehen! :)



Dec
23
Filed Under (Medikamente) by Rene Kriest on 23-12-2006

Wann nimmst Du Deine Medikamente ein? Wußtest Du, daß der Einnahmezeitpunkt insbesondere für Psychopharmaka, die regelmäßig eingenommen werden sollten, wichtig ist? Weshalb der immer gleiche Einnahmezeitpunkt der Psychopharmaka wie Antidepressiva wichtig sein kann, will ich an dieser Stelle mit einem Beispiel darlegen.

Morgens um 5 Uhr klingelt bei mir der Wecker. Es ist Zeit aufzustehen und die aus meiner Sicht wichtigste Tagesvorbereitung zu treffen. Gemeint ist die Einnahme meiner Psychopharmaka. Der Medikamenten-Cocktail umfaßt Zurzeit 70 mg Paroxetin und 100 mg Lamotrigin. Jeden Morgen um 5 Uhr – und das ist gut so. Allerdings könnte es auch 6 Uhr sein, oder auch 13 Uhr. Entscheidend ist alleine derselbe Tages-Zeitpunkt. Und nun zur Theorie. :)

Psychopharmaka: Wirkweise und Stoffwechsel

Nahezu sämtlichen Psychopharmaka ist zu eigen, daß sie einen gewissen Blutspiegel erreichen müssen, um zuverlässig ihre Wirkung entfalten zu können. Hierzu wird über einen längeren Zeitraum eine bestimmte Menge des Medikamentes eingenommen. Der Wirkstoff wird vom Körper verstoffwechselt. Man spricht von der Metabolisierung.

Üblicherweise werden Medikamente mit sogenannter kurzer Verweildauer angewendet. Diese werden in kürzeren Zeiträumen metabolisiert. Um den Blutpegel des Medikamentes zu halten, muß man entsprechend nachlegen.

Die Badewanne

Vorzustellen hat man sich dies wie eine Badewanne, die man mit Wasser anfüllt. Läßt man das Wasser entweichen, wird die Wanne irgendwann leerlaufen. Füllt man dagegen genau die Menge an Wasser nach, die pro Sekunde abläuft, bleibt der Wasserpegel erhalten. Weiter könnte man auch die Badewanne erst alle 24 Stunden wiederauffüllen. Wichtig ist nur, daß innerhalb eines bestimmten Zeitraumes Ab- und Zufluß konstant sind.

Das Blut

Übertragen auf Psychopharmaka muß man das Wasser durch Blut ersetzen. Der Abfluß des Wassers bzw. Blutes stellt vereinfacht ausgedrückt die Abgabe des im Blut enthaltenen Psychopharmaka-Wirkstoffes ins Blut dar.

Da Medikamente unterschiedliche Verweilzeiträume im Blut besitzen („Wasserabfluß aus der Badewanne innerhalb einer bestimmten Zeit“), kann eine zu frühe Einnahme der Medis den „Wasserpegel“ kurzfristig erhöhnen. Zu späte Einnahme wiederum führt zu einem geringeren Wirkstoffspiegel im Blut.

Der optimale Zeitpunkt

Aus diesem Grunde empfehle ich, Psychopharmaka zu einem bestimmten Zeitpunkt einzunehmen. Je nach Empfindlichkeit auf einzelne Dosisschritte kann dies eine gute Maßnahme sein, Tagesschwankungen zu vermeiden.

Wann und wie nimmst Du Deine Medikamente ein? Über den Tag verteilt und nicht zu einem regelmäßigen Zeitpunkt?



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