Archive for December, 2006Je mehr man zu einem Thema liest, desto vertiefender ist auch die entsprechende Kenntnis über das Thema. Aus diesem Grunde lese ich täglich wenigstens eine Stunde Informationen zu meiner Krankheit, der Depression. Drei Empfehlungen möchte ich an dieser Stelle im Bereich der Zeitschriften aussprechen, die ich für wichtig halte und Dich interessieren könnten.
Kennst Du weitere Zeitschriften? Welche liest Du gerne und kannst Du weiterempfehlen? Allen Lesern meines Blogs wünsche ich frohe Weihnacht. Euch begleiten an diesem Abend und den kommenden Tagen meine Wünsche für euch nach Ruhe und Einkehr, völlig unabhängig davon, ob und in welcher Form ihr an Gott glaubt. Vor allem den Depressiven unter den Lesern wünsche ich Linderung und Entspannung über die Feiertage. Laßt es euch gutgehen! Wann nimmst Du Deine Medikamente ein? Wußtest Du, daß der Einnahmezeitpunkt insbesondere für Psychopharmaka, die regelmäßig eingenommen werden sollten, wichtig ist? Weshalb der immer gleiche Einnahmezeitpunkt der Psychopharmaka wie Antidepressiva wichtig sein kann, will ich an dieser Stelle mit einem Beispiel darlegen. Morgens um 5 Uhr klingelt bei mir der Wecker. Es ist Zeit aufzustehen und die aus meiner Sicht wichtigste Tagesvorbereitung zu treffen. Gemeint ist die Einnahme meiner Psychopharmaka. Der Medikamenten-Cocktail umfaßt Zurzeit 70 mg Paroxetin und 100 mg Lamotrigin. Jeden Morgen um 5 Uhr – und das ist gut so. Allerdings könnte es auch 6 Uhr sein, oder auch 13 Uhr. Entscheidend ist alleine derselbe Tages-Zeitpunkt. Und nun zur Theorie. Psychopharmaka: Wirkweise und Stoffwechsel Nahezu sämtlichen Psychopharmaka ist zu eigen, daß sie einen gewissen Blutspiegel erreichen müssen, um zuverlässig ihre Wirkung entfalten zu können. Hierzu wird über einen längeren Zeitraum eine bestimmte Menge des Medikamentes eingenommen. Der Wirkstoff wird vom Körper verstoffwechselt. Man spricht von der Metabolisierung. Üblicherweise werden Medikamente mit sogenannter kurzer Verweildauer angewendet. Diese werden in kürzeren Zeiträumen metabolisiert. Um den Blutpegel des Medikamentes zu halten, muß man entsprechend nachlegen. Die Badewanne Vorzustellen hat man sich dies wie eine Badewanne, die man mit Wasser anfüllt. Läßt man das Wasser entweichen, wird die Wanne irgendwann leerlaufen. Füllt man dagegen genau die Menge an Wasser nach, die pro Sekunde abläuft, bleibt der Wasserpegel erhalten. Weiter könnte man auch die Badewanne erst alle 24 Stunden wiederauffüllen. Wichtig ist nur, daß innerhalb eines bestimmten Zeitraumes Ab- und Zufluß konstant sind. Das Blut Übertragen auf Psychopharmaka muß man das Wasser durch Blut ersetzen. Der Abfluß des Wassers bzw. Blutes stellt vereinfacht ausgedrückt die Abgabe des im Blut enthaltenen Psychopharmaka-Wirkstoffes ins Blut dar. Da Medikamente unterschiedliche Verweilzeiträume im Blut besitzen („Wasserabfluß aus der Badewanne innerhalb einer bestimmten Zeit“), kann eine zu frühe Einnahme der Medis den „Wasserpegel“ kurzfristig erhöhnen. Zu späte Einnahme wiederum führt zu einem geringeren Wirkstoffspiegel im Blut. Der optimale Zeitpunkt Aus diesem Grunde empfehle ich, Psychopharmaka zu einem bestimmten Zeitpunkt einzunehmen. Je nach Empfindlichkeit auf einzelne Dosisschritte kann dies eine gute Maßnahme sein, Tagesschwankungen zu vermeiden. Wann und wie nimmst Du Deine Medikamente ein? Über den Tag verteilt und nicht zu einem regelmäßigen Zeitpunkt? |