Archive for October, 2006
Die schönen Frauen aus der Plakatwerbung – wie sehen sie ohne Schminke aus? Was sieht man auf den Plakaten nicht? Viele Depressive leiden unter einer Wahrnehmungsstörung. Gerade Frauen betrachten sich häufig als unattraktiv. Ein Urteil, was freilich auf der Depression beruht, die einen den eigenen Körper anders wahrnehmen läßt. Folgendes Video soll Aufklärung bieten, wie aus der Frau von Nebenan eine unwiderstehliche Femme fatale wird. Ich habe es schon ca. 20mal gesehen und finde es jedesmal erneut beeindruckend. Informationen rund um das Thema Depression bietet folgende, erst kürzlich anläßlich des europäischen Depressions-Tages initiierte Website des Internet-Gesundheitsportals Lifeline. Interessant finde ich den Erste-Hilfe-Koffer in der Linkliste. Enttäuscht wiederum bin ich vom Lexikon. Der Link funktioniert bei mir nicht. Dennoch: über das Thema Depression kann man nicht genug Informationen erhalten. Anknüpfend an mein Posting „Der Baukasten – Tätigsein trotz Depression“ möchte ich ins Detail gehen in bezug auf meinen persönlichen Baukasten, wie ich ihn führe und was in ihm enthalten ist und wie ich ihn nutze. Wichtig ist immer zu bedenken, daß er Dir helfen soll, auch im geringen Rahmen Tätigkeiten nachzugehen und auch Spaß bringen sollte. Gerade letzteres wird in schwierigen Phasen nicht so einfach sein, weshalb mir manche Tätigkeiten einfach nur dabei helfen, den Kopf auf Durchzug zu stellen, denn: wenn ich schon keinen Spaß habe, so leide ich wenigstens auch nicht. Die Anfertigung Du solltest ihn schriftlich anfertigen, ansonsten verflüchtigen sich die Gedanken zu schnell wieder. Zum Erstellen kannst Du alles verwenden, angefangen beim einfachen Blatt Papier über einen Computer bis hin zu einem Diktiergerät, um unterwegs Ideen spontan zu sammeln. Stichpunktartig sollte man in jeder Zeile ohne groß zu überlegen etwas eintragen. Das könnte in etwa so aussehen:
Anschließend sollte man bei einer Tätigkeit, auf die man spontan Lust hat, eine Schulnote vergeben, so eine 2 oder eine 1 für eine angenehme Tätigkeit. Umgekehrt sollte man auch jene Verrichtungen benoten, die einem eher unangenehm sind. Verfeinerung Nunmehr sollte man gerade jene Blöcke, die einem nicht so viel Spaß bereiten, die man also mit einer 4 oder schlechter bewertet hatte, weiter aufschlüsseln. Für mich wäre das im folgenden Beispiel das Saubermachen: Saubermachen:
Putzen
An dieser Stelle kann man auch wieder Noten verteilen. Die Umsetzung Ist mir langweilig oder geht es mir schlecht, dann gehe ich die Liste kurz durch und wähle mir ohne großes Nachdenken eine Tätigkeit aus, die mir am wenigsten Mühe verspricht. Meist ist das etwas aus den Kategorien Saubermachen und Putzen. Der Nutzen Bei diesen Verrichtungen kann ich am besten abschalten, die Zeit vergeht und ich habe einen großen Nutzen davon, ohne daß ich das direkt wollte. Weder gab ich mir zur Aufgabe noch zwang ich mich dazu, sauberzumachen, sondern es war eher ein Notprogramm zwecks Bekämpfung meiner schlechten Gedanken. Ich denke, daß das auch der Clou am Baukasten ist. Ich gebe mir keinen inneren Befehl „Mach was, Du Faulpelz!“, im Gegenteil, ich könnte auch weiterhin im Bett liegenbleiben, sondern ich sage mir „Verscheuche Deine schlechten Gedanken!“. Zu Ersterem bin ich selten bereit, zu Letzterem dagegen sehr. Statt im Bett zu liegen und zu hoffen, daß ich bald einschlafe, vertreibe ich meine schlechten Gedanken auf eine andere Weise. Und wie gesagt: man hat im doppelten Sinne etwas davon: die Gedanken werden klarer und man ist produktiv. Ich hoffe, daß euch meine Anregungen weiterbringen. Wie sind eure Erfahrungen mit dem Baukasten? Welche Methoden habt ihr, um trotz schlimmer Gedanken tätig zu sein? |